Wieder etwas Tierisches

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Wieder etwas Tierisches

Beitragvon Birdie » 30. Aug 2019, 08:49

Hallo Ihr Lieben,
ich bin mal wieder da mit einer Sache,die mich allmählich beunruhigt.

ich muss hier mal etwas Trauriges in Kürze schildern, da es sonst vielleicht unverständlich/missverständlich ist, um was es mir geht.
Ich denke, inzwischen bin ich hinreichend bekannt, dass es mir nicht um das Jammern geht,

Also; ich habe vier Wochen ganz intensiv einen jungen Mauersegler betreut. Das gibt man als Pflegeperson alles und alles andere steht in dieser Zeit hintenan. (allgemein während der Aufzucht dieser wundervollen Tiere und bei Patienten im Besondern gilt das)
Ich freute mich riesig, als ich sah welche Fortschritte mein kleiner Patient machte. In der letzten Zeit wurde mein Kleiner immer unruhiger und unleidlicher, und beim Füttern sehr bockig, spuckte mir seine Heimchen-Mahlzeiten entgegen usw. Klar, es ist Ende August und es wird Zeit zur Abreise nach Afrika, die meisten Artgenossen sind längst weg von hier.
ich habe also überlegt und überlegt was ich tun soll und was das beste und Vernünftigste ist, was den Zeitpunkt der Freilassung betrifft und wo! Beim Flugtraining sah er sehr gut aus, Problem war nur, dass er ziemlich wenig Gewicht hatte.
Ich will es mal kürzer machen:
Vorgestern ließ ich ihn frei auf einem Feld mit sehr viel Platz, mit dem Gedanken, dass ich ihn in dem kurzen Gras schnell wiederfinden würde, sollte er eine Bruchlandung machen.
Er sauste los und kam nicht hoch. ich sah in runtergehen und suchte ihn.
Und suchte und suchte und suchte, fand ihn nicht. Nach 2 Stunden gab ich es auf. War gestern noch einmal da und suchte.
Und zu Hause traf es mich voll und geht bis jetzt einfach nicht weg. Ich heule und heule und es zerreißt mir das Herz schier, dass ich meinen Segler nicht fand und er da draußen irgendwo liegt und stirbt.
Es ist so furchtbar, dass ich mich frage, was mit mir los ist.
Gestern Abend kriegte ich einen Hörsturz, nicht so schlimm, es ist mein dritter und ich kenn mich inzwischen damit aus. Hat aber wohl einen Zusammenhang, denke ich.
Ich habe schon so viele Seglerpatienten verloren und verstehe einfach nicht, wieso ich dieses Mal so extrem reagiere, und warum es sich wie in einer Endlosschleife dreht, diese Bilder von meinem Patienten, wie er runterging und die Vorstellung wie er da unten liegt, hilflos.
Theoretisch kann es es auch noch geschafft haben, denn Segler können auch vom Boden starten. Aber diese Option hält sich nicht in meinem Kopf - ich kralle mich - ohne es bewusst zu wollen - fest an dem Traurigsten was es geben kann und heule und heule und kriege Panik, weil mich das überwältigt. Es lässt mich nicht los.
Und Abraham?
Nichts! Mein Kopf ist leer, ich lese, aber es bleibt nichts hängen - ich leide, als hätte ich niemals etwas gewusst von Abraham und Seth.

Wo ist da ein Sinn. Wie ist das möglich, dass ich so etwas Trauriges kreiere und warum, wo ich in dieser Saison die Ruhe selbst war, bei allen meinen Pfleglingen. Das war praktisch in diesem Jahr ein Quantensprung für mich und davon bin ich echt geflasht.
Was will mir das alles sagen?
Und was ist mit meinem kleinen Patienten jetzt?
Mein Wissen sagt mir, er ist beschützt, egal was mit ihm geschehen ist, aber es nutzt nichts.

Könnt ihr mir auf die Gleise zurück helfen...ich fühle mich tatsächlich entgleist

Liebe Grüße,
Birdie
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Re: Wieder etwas Tierisches

Beitragvon lawofattraction » 30. Aug 2019, 12:51




Birdie, Du liebe Vogelmutter,

ich hatte sofort den Gedanken, dass Du bei Deiner Suche nicht gemerkt hast, dass er wieder aufgeflogen ist, sich anderen Artgenossen angeschlossen hat und sicher jetzt unterwegs in warme Gefilde ist. Und ich denke auch, dass die Unruhe seinem Instinkt zu folgen, ihm die Kraft gegeben hat, das zu tun. Du hattest ihn doch gut versorgt

Wie sonst sollte es möglich sein, dass Du ihn in einer 2-stündigen Suche nicht finden konntest? Er ist runter gegangen, hat sich ein wenig ausgeruht und es dann noch einmal versucht. Unbemerkt von Dir, da Du ja damit beschäftigt warst, das Terrain abzusuchen.

Lass die Tränen ruhig fluten, sie lösen vieles, was Du bisher nicht heraus gelassen hast und was nun angestossen wurde. Ich kenne das, gerade wenn ein liebstes Tier stirbt. Und vertraue auf Dein Gefühl, dass Dir sagt "alles in Ordnung" - mit ihm und mit Dir auch.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Wieder etwas Tierisches

Beitragvon Birdie » 31. Aug 2019, 11:49

Liebe LOA,
vielen Dank für deine Worte :ros:

Inzwischen geht es mir schon etwas besser.
Ja, es kann natürlich sein, dass Michael neu gestartet ist, und ich habe es nicht mitbekommen.
Wir Menschen wissen gerade von diesen Vögeln, die immerzu in der Luft sind und dort auch schlafen und Sex haben (stell ich mit toll vor) einfach zu wenig.
Niemand von uns Pflegern kann wissen, ob ein Wackelkandidat mit zu wenig Gewicht es doch geschafft hat und sich zäh durchbeißt und ein aussichtsreicher, gut genährter Segler vielleicht auf der Strecke bleibt.

Mein Michael wollte in die Freiheit, das hat er mir überdeutlich zu verstehen gegeben und ich habe ihm letztlich seinen Wunsch erfüllt, nachdem ich zu dem Schluss gekommen war, dass ich nichts mehr für ihn tun kann, was ihn noch weiterbringt bei mir.
Vielleicht haben wir genau deshalb Starts vom Boden geübt wie verrückt, weil Michael es brauchen würde?

In mir bleibt immer das Dilemma, zu erkennen, was ist mein Wunsch für ein Tier und was ist der Wunsch des Tieres.
Abraham, Kryon, Seth und so weiter geben ja auch ab und zu Auskunft über das Sein der Tiere und ihre Intentionen, aber für mich ist das immer zu wenig, da meine Intention für dieses Leben intensiver Kontakt mit Wildtieren ist, die menschliche Hilfe brauchen.
Ich muss mir den Weg irgendwie erfühlen, Pionierarbeit, aber warum auch nicht....

Liebe Grüße,
Birdie, (die oft bei Kryon herumschnüffelt, aber auch immer wieder hier ist)
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Re: Wieder etwas Tierisches

Beitragvon lawofattraction » 31. Aug 2019, 12:12




Liebe Birdie,

ich freue mich, dass es Dir heute etwas besser geht. Ich kann mich noch gut an den inneren Widerstreit im letzten Jahr erinnern, als mein Seelenhund Kaya sehr krank war und wir uns entschieden, sie gehen zu lassen. Denn auch im Nachhinein ist der Gedanke noch gelegentlich da, ob genug getan wurde, ob die Entscheidung richtig war und ob es eine andere Lösung gegeben hätte. Aber ich versuche das zu relativieren, indem ich mir sage, dass sie ihre eigenen Intentionen hatte, die anders waren als unsere, sie für eine viel längere Zeit bei uns zu haben.

Ich erinnere mich da an ein Workshop-Segment, in dem eine Dame tief verzweifelt berichtete, dass sie eine Katze überfahren hatte. Abrahams Erklärung dazu: Sie war aufgrund ihrer Schwingung (erinnere mich nicht, warum) in der Lage, dem Wunsch der Katze zu sterben als co-operative Komponente zu entsprechen. Ich habe trotzdem bei solchen Erklärungen ein wenig Bauchweh, obwohl sie vor dem Hintergrund des LoA Sinn machen.

Birdie hat geschrieben:Abraham, Kryon, Seth und so weiter geben ja auch ab und zu Auskunft über das Sein der Tiere und ihre Intentionen, aber für mich ist das immer zu wenig, da meine Intention für dieses Leben intensiver Kontakt mit Wildtieren ist, die menschliche Hilfe brauchen.


Da ist Deine Intention, der Du dadurch entsprichst, dass Du mit diesen Vögeln in Kontakt kommst. Andere, die keine Pflege "wünschen", werden von Dir nicht gefunden oder Dir nicht gebracht. Insofern bist Du dann ein perfektes Match für diese Tiere, für die es zu früh ist zu gehen. Was wäre denn, wenn diese Tiere ebenfalls die Intention hätten, zu Dir zu kommen, um als Erfüllungsgehilfe für Deine Intention zu dienen? Also eine ganz konkrete Entsprechung Eurer beider Intentionen gemäss der Anziehung. Und ich denke, dass Du Dir über den wahren Wunsch einer solchen Intention klar bist, oder?

Liebe Grüsse
Loa

P.S. Und gerade lese ich im heutigen Zitat von der Katze, die "beschliesst überfahren zu werden." Das LoA ist manchmal echt zum :kgrhl:

Als ich die Überschrift Deines Threads gestern las, hatte ich gerade lange im Thread gelesen, der von der Dame handelt, die ihre Hunde aus Gründen der Bequemlichkeit in ein Tierheim geben wollte. Und musste ob der Entsprechend des Themas Tiere lachen. Dieses LoA .....




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Re: Wieder etwas Tierisches

Beitragvon Birdie » 2. Sep 2019, 08:31

Liebe Loa,

in diesem Jahr und auch bei Michael hatte ich zum ersten Mal die innere Überzeugung, alles richtig gemacht zu haben und auch alles getan zu haben, was mir möglich war. Es gab nichts mehr, womit ich ihm hätte dienlich sein können, außer ihm seinen Wunsch nach Freiheit zu erfüllen.
Das Herz schreit dann heulend etwas anderes.
Ich bin überzeugt, dass nur die Tiere zu mir kommen, die das selbst so "wollen" und daher war ich auch ganz ruhig, wenn ich spontan einige Anfragen der Finder und der Tierärzte und Mauerseglerklinik abgelehnt habe.
Michael, ja, er wollte wohl zu mir und vielleicht ist er wirklich geflogen und ich in meiner gewöhnlichen Schwarzseherei habe das nicht gemerkt.

Neue Wünsche und Ideen für die nächste Saison sind entstanden, auch bei meinen "Kolleg/innen", wir sind eine tolle Truppe wie ich finde und was das Entstehen von Wünschen für die Tiere und die daraus umgehend resultierende Entwicklung und Tüftelei betrifft, so ist das LoA vom Feinsten.

Liebe Grüße
Birdie
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