Warum? Warum? Warum?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Warum? Warum? Warum?

Beitragvon Birdie » 26. Feb 2018, 10:52

Liebe Abe-Gemeinde,
ich weiß gar nicht wie ich beginnen soll....

Seit der 6. Woche dieses Jahres ungefähr ging es mir gut.
Aufgrund von Erkenntnissen des Abraham Wissens, welches da wohl zum ersten Mal wirklich bis tief in mein Innerstes vordrang und ich wirklich wusste, ganz echt und wirklich begriff.

In den folgenden Tagen und Wochen lösten sich Fesseln, an die ich zeit meines Lebens gefesselt war.
Zum Beispiel, die Angst vor Armut und peinlicher finanzieller Not,(denn die finanzielle "Realität" und die Zukunftsaussichten sind sehr schlecht, wenn man auf das schaut was IST. Der Weg schnurgerade in die "Altersarmut" ist realistisch betrachtet unausweichlich.)
Ich erkannte, dass so viele meiner Ängste auf Gewohnheit beruhen, wie der Pawlow Reflex. Ein kleiner Trigger und sofort klingeling: ANGST.
Meine Scheu vor meinen Artgenossen. (Gestern hielt ich zum ersten Mal im Leben einen Vortrag im Ökowerk Berlin über das Thema "Jungvogel gefunden, was tun?" Das hätte ich mir niemals träumen lassen)
Meine Angst vor unliebsamen Veränderungen, die mich vielleicht bis in die Grundfesten erschüttern könnten - und es gäbe keinen Ausweg- ich wäre gezwungen alles zu ertragen, was auch immer an mich herankommt. Blablabla,
Das verfolgte mich mein Leben lang und man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass man so nur ein Leben wie eine verhuschte Maus führen kann.
Ich leide seit vielen Jahren unter recht lästigen Schlafstörungen.
Und das alles trotz jahrelang Abraham....irgendwie bin ich immer wieder zurückgefallen in die Angst und das fehlende Vertrauen.

Ich hatte sogar Angst zu malen und zu zeichnen. Angst, meine Kreativität zu leben. Alles, was ich an Fähigkeiten, das meiste kunsthandwerklicher Natur, in diese Existenz mitgenommen habe lag brach und kümmerte vor sich hin.

So. Und plötzlich löste sich zuerst die Mal und Zeichenblockade. Keine Angst mehr vor dem Versagen.
Ich schloss Frieden mit dem Gefühl der Ängstlichkeit bezüglich Finanzen. Das stärkte mich und mit den anderen Dingen tat ich das auch und ging bis auf den letzten Grund und erkannte, es gibt keinen Grund, Angst zu haben, Es gibt ihn einfach nicht!

Es war fantastisch. Ich konnte schlafen. Ich freute mich auf jeden neuen Tag. Ich malte einen Kalender für meine Schwester, 5 Bilder am Tag. In den Jahren davor musste ich mich dazu regelrecht zwingen. (Kalender für meine Schwester ist "Tradition")Den bekam sie dann bestenfalls im März :clown:

Meine lebenslang mir so bekannte Lähmung, überhaupt etwas zu tun, war weg (vor Abraham war Freude und Energie immer an die äußere Realität gebunden, und da war es damit dann immer sehr schnell wieder vorbei)

Unangenehmes, was ich in den letzten Wochen erlebte hatte den Stachel verloren. Schief gegangen? Ärgerlich? Blöd? Na und! Macht doch nichts. Vergiss es und schaue auf Angenehmes, was es gibt.

Nicht lachen, aber manchmal dachte ich, ob ich vielleicht bereits gestorben bin und es nur nicht gemerkt hatte....so anders, so echt, so richtig! war mein Lebensgefühl, mein Gefühl gegenüber mir selbst. mein physisches ICH.

Und am Freitag starb mein Lieblingsvogel. (In der Unterrubrik Herzerfrischendes kann man ihn sehen.Das postete ich vor einigen Tagen, als ich noch nicht wusste.....

Stanley starb aber nicht einfach so. Wie es passiert ist weiß ich nicht und werde es wohl nie herausfinden. Ich wunderte mich im Laufe des Vormittags warum er so still ist, stehe auf von der Küchenbank und da liegt er, genau da wo ich saß!
Ich hatte ihn zerquetscht. Meinen Liebling, das charmanteste und zutraulichste Vögelchen, dass ich je hatte. Er war schon manchmal so anstrengend wie ein Kleinkind, pausenlos Unsinn im Köpfchen und alles anfassen, alles in den Schnabel nehmen, überall "helfen" wollen.
Später, nach dem ersten Schock und einem unerträglichen Tag und Gesprächen mit anderen Vogelkennern kamen Zweifel, ob ich wirklich die Ursache war. Ich will das hier nicht zu sehr auswalzen, der Thread ist ohnehin viel zu lang geworden.
Fakt ist, ich weiß es nicht, aber die Möglichkeit aus seiner Vorgeschichte und den letzten Monaten besteht, dass er einen Herz-oder Hirnschlag erlitten hatte, von der Rückenlehne kippte, wo er oft saß und auf den Sitz fiel. Ob er da schon tot war, werde ich nie wissen. Die Art wie er lag, lässt auch Zweifel, ob ich einen fitten Vogel platt gedrückt habe.
Aber könnt ihr euch vorstellen was das für ein Entsetzen war?

Und das nachdem ich endlich den Dreh gefunden hatte, endlich angefangen hatte so zu leben, wie ich es mir wohl vorgenommen hatte, als ich in diese physische Welt eintrat vor gefühlten 1000 Jahren?
Darf es mir einfach nicht gut gehen?

Warum???

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem "Erwachen" und plötzlich eintretenden Tragödien?

Großes Sorry für den ellenlangen Text,

tieftraurige Birdie
Mein Herz schlägt für den Vogel - den Gipfel, das Meisterwerk der Schöpfung
Gerald Manley Hopkins
Benutzeravatar
Birdie
 
Beiträge: 480
Registriert: 04.2011
Wohnort: Planet Bird
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Warum? Warum? Warum?

Beitragvon lawofattraction » 26. Feb 2018, 12:14




Das ist ganz traurig, liebe Birdie :bussi: , und ich kann Deinen Kummer so gut nachvollziehen. Mir kamen spontan zwei Gedanken, die Du vielleicht berücksichtigen möchtest.

In einem Workshop vor vielen Jahren sprach jemand davon, dass er einen Hund (oder eine Katze) auf der Strasse überfahren hatte und als Tierliebhaber untröstlich war, dass ihm so etwas Schreckliches zugestossen war. Abraham erklären daraufhin, dass jeder Tod ein Selbstmord ist, auch der Tod durch Unfall oder Überfahren. Der Autofahrer war also in dem Fall der Erfüllungsgehilfe des Tiers, das seinen Übergang machen wollte.

Nun könnte man fragen wie Du auch in Deiner Überschrift "warum?". Warum hat die Katze explizit diesen Menschen ausgesucht, warum nicht jemand anderen? Die Antwort könnte sein, dass der Autofahrer mit einem grundsätzlichen Gefühl "hoffentlich überfahre ich nicht einmal jemanden" auf der Strasse unterwegs ist. Wissen wir aber nicht, und an den weiteren Verlauf der Erklärung erinnere ich mich auch nicht. Aber er hat sich angeboten, dem Tier diesen Dienst zu erweisen.

Mein zweiter Gedanke war der, dass Tiere gerne für uns etwas übernehmen - und zum Beispiel durch Krankheit bzw. auf andere subtile Art und Weise irgendwie in die Lebensrädchen eingreifen. Dein Stanley "wusste" ja auf einer Bewusstseinsebene um Dich und Deinen Lebenskampf, den Du nun so glücklich in andere Bahnen anschieben konntest und Dich endlich als Schöpferin positiv erfahren hast.

Was, wenn er beschlossen hatte, dass seine Zeit gekommen war und er nur noch einmal ein Zeichen setzen wollte durch das Drama der Situation (so sie denn wirklich so war, wie Du vermutest), um Dir damit zu sagen, dass Du auch diese Situation wirst meistern, ohne wieder in alte Muster zu fallen. Dann wäre es ein letztes Geschenk Deines Lieblinges an Dich, das Du sicher nicht verschwenden möchtest, sondern vielmehr dadurch honorierst und würdigst, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt und Deinen neuen Weg freudig und selbstbewusst weiter gehst.

Lass Dich einmal virtuell umarmen, liebe Birdie - und Dein Stanley wird sicher bald wieder in Gestalt eines anderen Federballs zu Dir kommen. :hug:



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 9218
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Warum? Warum? Warum?

Beitragvon Birdie » 27. Feb 2018, 14:16

Liebe LoA,
danke für deine Antwort. Dass jedes Lebewesen immer Suizid begeht und nie ohne eigene Einwilligung aus dem physichen Leben scheidet,(was ich ja eigentlich schon wusste nur wieder vergessen habe) das ist ungemein tröstlich und gibt meinen Gedanken bezüglich Stanleys dramatischem Abgang eine andere Richtung, eine Richtung, die mich gesunden lässt, anstatt mich wieder eine lange und ausgedehnte Reise in das graue Land der Depression antreten zu lassen
Obwohl mir das Herz so weh tut. Ich dachte anfangs ich drehe durch! Obwohl ich schon so viele geliebte Wesen, Mensch und Tier verloren habe und daran "gewöhnt" sein sollte.

Mein Bestreben ist jeden Vogel wieder wildbahnfähig zu machen, denn Wildvögel gehören nun mal nach draußen.
Es gibt aber immer wieder Vögel, die weigern sich, sie wollen im Haus bleiben und manche wollen explizit mit mir eine Art Partnerschaft eingehen.
Stanley war ein Grauschnäpper. Das sind Zugvögel. Eine Familie hatte ihn aufgezogen und nicht freigelassen. Als sie dann im Februar 2014 in den Urlaub fahren wollten, drückten sie Stanley meiner Tierärztin in die Hand, die ihn an mich weiterreichte. Bei mir sollte er seine Zahmheit verlieren, denn er hätte bei mir jede Menge Vogelgesellschaft.
Stanley weigerte sich, er konzentrierte sich total auf mich.
Schon schnell merkte ich, dass er eine Schwäche haben muss, vielleicht ein schwaches Herz und für die weite Reise nach Afrika und zurück ungeeignet ist. Also beschloss ich, ihn zu behalten.

Ich habe in der letzten Zeit schon Warnzeichen sein körperliches Befinden betreffend bemerkt,aber eher so im Unterbewusstsein. Erst jetzt, wo er fort ist, fällt mir so Einiges deutlicher auf.
Er war gewohnt auf der Rücklehne zu sitzen, aber er setzte sich nie! niemals auf den Sitz.
Was wirklich passiert ist werde ich wohl nie herausfinden, das könnten mir Abraham auf dem Hotseat sicher erläutern....aber wie soll ich jemals einen Workshop mitmachen können! ich habe doch kein Geld und außerdem...ha! Da ist es schon wieder - aber ich merke es mittlerweile bereits während des Sprechens oder Schreibens.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Seit bei mir vor kurzem der Knoten geplatzt und die Lähmung weg ist
wird mir manchmal schwindlig - innerlich, mitunter überträgt es sich auch auf den Körper. Wie erkläre ich das am besten....vielleicht kennen andere das auch...?
Da gibt es das Neue, die schwingungsmäßige Einstimmung auf das Gewünschte, was in meinem Fall nicht nur einen bestimmten Aspekt betrifft, sondern eine breite Palette des Lebens.Das daran Denken macht Freude und ist reine Erwartung und "Einfach" Vertrauen.
So weit so schön. Da ist Freude, da ist Zuversicht, Kraft, Ausdauer und "Eager" Doch dann urplötzlich kommt so etwas wie "Huch? Was machst du denn da? Bist du wahnsinnig? Sieh dir doch mal deine Realität an!"
Und dann ist es so, als stände ich hoch oben auf einer Leiter und würde hinunter sehen. Und dann zittern mir die Knie und ich habe Angst zu fallen.
Ich habe das Bild genommen und sage mir: schau vorwärts, ganz egal was sich da unten abspielt, schau immer nur weiter nach vorne und nach oben - nie hinunter sehen ,weiter klettern, weiter nach oben schauen....
Das hilft.
Ich habe das sogar am Tage von Stanleys Abflug ins Nichtphysische kurz mal angedacht und fühlte mich augenblicklich besser....trotz des Schmerzes.

Liebe Grüße
Birdie, die ihren nächsten Stanley erwartet, egal woher er dieses Mal kommt
Mein Herz schlägt für den Vogel - den Gipfel, das Meisterwerk der Schöpfung
Gerald Manley Hopkins
Benutzeravatar
Birdie
 
Beiträge: 480
Registriert: 04.2011
Wohnort: Planet Bird
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast