Hilfe bei Schock?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Hilfe bei Schock?

Beitragvon Sonnenwärme » 26. Okt 2016, 14:55

Hallo ihr Lieben,

ich wende mich heute mit der Frage an euch, wie man einem Menschen, der einem viel bedeutet, "abrahamisch" am besten helfen kann, wenn er einen schweren Schock erlitten hat? :nachdenk:

Mehrere Dinge gehen mir dazu durch den Kopf. Zum einen ist mir bewusst, wie wichtig mein Blick auf seine "Unversehrtheit" ist. Nur wenn ich das so sehe kann ich überhaupt hilfreich sein. Dies gelingt mir ganz gut.
Außerdem weiß ich, dass er sich letztlich selbst helfen muss... ich möchte ihm nur so gerne helfen (wobei ich mich gerade frage, warum eigentlich? Vertrauen, dass er es ganz von selbst alleine schafft wäre ein gute Sache).

Von Abraham und bewusster RG weiß er zumindest ein bisschen und ich überlege zu versuchen mit ihm auf diese Weise auf das Geschehene (Selbstmord eines nahen Fam.mitgliedes u. Auffinden des Menschen) zu blicken. Ich fürchte aber (ich weiß mein GS) dass er ablehnend reagiert.

Ich bin sehr unsicher: Intensive Gespräche über das Erlebnis halten den Fokus und die Energie aufrecht oder gilt in diesem Fall, dass Gespräche ein erster erleichternder Schritt sein können? :nachdenk:

Ich spüre deutlich wie unsicher ich bin, nicht mit dem was passiert ist selbst, sondern mit der Frage wie ich helfen kann... Aber vielleicht gilt das schon zu hinterfragen, weiß ich doch genau, dass jeder seine Realität selbst gestaltet!

Wie das zusammenhängt ist mir auch noch nicht klar: Ich habe mich definitiv nicht gedanklich mit Selbstmord o. ä. beschäft und nun geschieht das in meiner unmittelbaren Nähe... Aber ich weiß dass meine Schwingungen Menschen einlädt, mir ihr Herz auszuschütten, das ist schon mein ganzes Leben so.

Ich bin aner dabei, meine GS daraufhin zu finden und aufzulösen.

Ich schreibe mit dem Handy, entschuldigt, wenn es unübersichtlich ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Gedanken dazu mitteilt oder euch vielleicht ein WS oder Thread einfällt, der hilfreich für mich sein könnte.

Herzlichen Dank! :ros:

Liebe Grüße
Sonnenwärme
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Re: Hilfe bei Schock?

Beitragvon lawofattraction » 27. Okt 2016, 09:06




Liebe Sonnenwärme,

ich weiss nicht, ob ein solch dramatisches Ereignis der richtige Moment ist, jemandem mit abrahamischem Denken zu helfen - also mit den übergeordneten Gedanken der Unversehrtheit der Seele, der Intentionen (vielleicht auch vorgeburtlichen) von Person, die den Selbstmord begehen und wie solche Ereignisse in sein Leben einzuordnen sind. Zumindest dann nicht, wenn die Abrahamlehre nicht ein fester Bestandteil der Lebenseinstellung dieses Menschen ist.

Sonnenwärme hat geschrieben:Ich bin sehr unsicher: Intensive Gespräche über das Erlebnis halten den Fokus und die Energie aufrecht oder gilt in diesem Fall, dass Gespräche ein erster erleichternder Schritt sein können


Wenn Du keine professionelle Ausbildung hast, Menschen zu begleiten, die so etwas erlebt haben, würde ich Dir raten, Dich da nicht weiter zu involvieren. Eine psychologische Hilfestellung bei der Verarbeitung eines solchen Traumas bedarf professioneller Kompetenz. Ein Mensch, der einen so schlimmen Schock erlebt hat, geht durch verschiedene Phasen von der Negierung bis zur Akzeptanz dieses Ereiegnis, die man kennen und respektieren muss.

Du kannst ihn ja gerne auf andere Weise unterstützen, mal zu einem Spaziergang einladen oder auf einen Kaffee oder in ein Umfeld, das ihn auf andere Gedanken bringen kann. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der erste Schock abgeebbt ist, könntest Du ja vorsichtig einmal Themen anschneiden, wie sie Abraham uns zum Freitod anbieten. An der Reaktion wirst Du erkennen, ob solche Gespräche erwünscht sind oder nicht.

Sonnenwärme hat geschrieben:Aber ich weiß dass meine Schwingungen Menschen einlädt, mir ihr Herz auszuschütten, das ist schon mein ganzes Leben so.


Für Dich hast Du ja schon richtig erkannt, dass Du das Ereignis "eingeladen" hast. Über diese Tatsache hinaus könntest Du Dir einmal überlegen, warum Du für Menschen gerne die Klagemauer bist und wie Du grundsätzlich über sie denkst - siehst Du sie als fähig, mit ihren Problemen zurecht zu kommen oder meinst Du, dass sie das erst dann machen können, wenn sie eine Schulter zum Ausweinen haben? Wenn Du andere in ihrem Opferdenken bestärkst, solltest Du das Thema auch einmal bei Dir betrachten.

Lieben Gruss
Loa

Das Thema Freitod ist in den Workshops 59 und 198 behandelt.


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Re: Hilfe bei Schock?

Beitragvon Sonnenwärme » 30. Okt 2016, 18:24

Liebe Loa,

herzlichen Dank für deine Antwort! :danke:

Inzwischen haben ich mich mit ihm getroffen und bin etwas ruhiger geworden. Erstaunlicher Weise scheint er mich gar nicht so in der Form zu brauchen, wie ich vermutet oder erwartet habe. Ich spürte eine starke Reife und Kraft in dem Gespräch von ihm ausgehend und mein Vertrauen, dass er das Erlebte verkraften wird, ist gewachsen. Es ist ein Gefühl. Und ich bin sehr froh und dankbar darüber!

Ich habe außerdem intensiv über deine Anmerkungen nachgedacht: Ich bin gar nicht gern die "Klagemauer" für andere Menschen… von frühster Kindheit an durch meine Mutter, die all ihre Sorgen mit mir teilte und den Glauben hatte, niemand dürfe etwas davon erfahren, alle Probleme müssen in der Familie bleiben (mein Vater schon von frühster Kindheit an weg), habe ich immer so eine starke Verantwortung gespürt. Eine Verantwortung, Probleme lösen zu müssen obwohl sie definitiv nicht meine sind. Aber ich habe auch erkannt, dass das meine eigene Haltung ist und z.B. mit meiner Mutter, die jetzt über 80 ist, hat sich das deutlich verbessert und verändert in den letzten "Abraham-Jahren".

Ich merke aber, dass dieses Erlebnis meines Freundes noch mal ganz wichtig für mich ist. Ich meine damit, dass ich so stark erwartet und geglaubt habe, auf eine "alte" Weise gebraucht zu werden und war in diesem Fall auch absolut bereit dazu, weil er mir so wichtig ist.
Dass das nun evtl. gar nicht so stark so sein wird, verwirrt mich auch etwas. Wenn ich ganz tief hinfühle, kommen so ganz uralte GS hoch, die mir so nicht so bewusst waren wie z. B. "durch deine Hilfsbereitschaft und Bereitschaft als "Klagemauer" zu fungieren, bist du wichtig für ihn und nimmst eine besondere Rolle ein usw…." SEHR interessant für mich, das herauszufinden.

Es hilft mir sehr, diesen Mustern und meinen Beweggründen auf die Spur zu kommen. Ich empfinde es als einen der größten "Knackpunkte" immer die eigene Wertigkeit zu spüren, das man wertvoll ist und bedingungslose Liebe verdient. Dies ist im Vortext schon gut spürbar aber manchmal spüre ich es auch nicht.

Ich danke dir sehr für deine Gedanken!

Auch die WS sind so wunderbar und hilfreich. Ich gebe zu, dass ich mir von Herzen wünsche, auf dieser Abraham-Ebene Gespräche mit ihm führen zu können, weil sie das Leben so unendlich bereichern, wie ich finde.

Allen einen schönen Sonntagabend.

Liebe Grüße
Sonnenwärem
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