Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon gib_mir_fünf » 7. Jun 2018, 16:47

Hallo Forumsleser/innen,

mir ist Heute ernüchternd klar geworden, dass ich das 2. universelle Gesetz eigentlich noch nicht richtig verstanden habe, bzw. es in dieser Konsequenz (...eben, dass ich tatsächlich das was ich denke, glaube und erwarte zielgerichtet manifestiere...) bisher noch nicht wirklich umsetze. Das ist mir nun klar, ich habe die letzten acht Jahre diesen Balken vor meinen Augen nicht wirklich erkannt.
Und ganz im Sinne einer vollständigen Annahme meines Lebens möchte ich mich nun nicht anklagen. Das wäre Quatsch, vielleicht sind andere Freunde der Abrahamslehre schneller - oder langsamer auf diesem Weg. Das ist nicht wirklich die Frage.

Ich wurde schon ( wie ich vermute mal die meisten Menschen) von klein auf auf die kausale Wirkung getrimmt, dass das Tun das spätere Ergebnis bestimmt. Das hat mich schon sehr geprägt. Mit der Arbeit an mir selbst, bzw. dem Kennenlernen der Abrahamlehre ist mir dann schon klar geworden, dass es vor dem Tun längst so etwas wie einen energetischen Schub in eine bestimmte Richtung gibt, bestenfalls eine Imagination, Vision, wie sie von Erfindern, Entrepreneuren oder hervorstechenden Künstlern in individueller Weise genutzt wird. Zu diesen Personenkreisen zähle ich mich nun nicht wirklich. Vielleicht kommt das ja noch :pfeif:

Mein Fazit ist daher tatsächlich nüchtern:
Meine Werkstatt des bewussten Erschaffens gleicht (bisher) eher einem Wartebereich einer Bushaltestelle. Um im Bild zu bleiben, ich sitze da manchmal drin, hoffe dass irgend ein Bus für mich abfährt, ich hätte da schon konkrete Ziele, doch dann stehe ich irgendwann auf, gehe zu Fuß; setzte mich bisweilen in eine anderes Bushaltestellenhäuschen mit anderen Zielvorstellungen. Ihr spürt vielleicht beim Lesen die nur geringe Ausdauerenergie, die ich da bisher in meine tatsächliche Vision hineinsteckte. Nicht dass das Ziel keine Kraft hätte (manchmal liegt es wirklich nicht am Ziel), ich komme einfach nicht hinter diese Crux, dass ich keine wirkliche Beziehung zum Ziel aufbaue. (Sonst würde ich ja wie ein Verliebter ständig dran denken, oder nicht?.... )

Und ich frage mich, wie sehr spielt da meine Sozialisation hinein, oder ist es eher eine ganz persönliche Blockade?
(Möglicherweise auch eine Mischung von Beiden.) Bei Ersterem wäre es wohl so, dass ganz viele Personen eher wie ich diese beschriebene Bushaltestellesache am Laufen haben.
Bei Zweiterem, wenn es also um ein ganz individuelles "Sich-von-der-Quelle-abgraben" handelt, würde mich interessieren, mit welchen Schritten Ihr Visionen in euer Leben hinein gestaltet? So zum Sagen als mögliches Beispiel, wie es bei jemanden zu einem Weg wurde.
Falls mich nun jemand auf den Thread: "Manifestations-Erfolge" verweisen möchte, so möchte ich bereits an dieser Stelle antworten, dass mir diese Schilderungen (ohne eine inhaltliche Bewertung hier abzugeben) für mein Anliegen zu sehr in der Gestalt eines Blitzlichtes erscheinen. Mir geht es mehr um die vielfältige Beschreibung von WEGEN, als um das Ziel. Es ist wunderbar, wenn jemand z.B. seinen Traumberuf erreichen konnte, da kann ich mich schon mitfreuen. Noch brennender interessiert es mich, wie da jemand (evtl. mit Contasterfahrungen) zu etwas Gewünschtem hingekommen ist. (Vielleicht habe ich auch etwas übersehen...)

Mich würde spannend interessieren, welche Erfahrungen ihr mit dem Prozess: Imagination steht vor der Kreation, und ist damit Ausgangspunkt um etwas zu "Empfangen" habt? Wirklich in dem Sinne der Schilderung eines Erfahrungsprozesses. Vielleicht bin ich damit hier auch an der falschen Stelle, da das sicher bedeuten würde, dass jemand eine lange Geschichte zu erzählen hat. Ein Forum ist möglicherweise nicht die Plattform um ganze Lebensveränderungsberichte zu schreiben. Wenn das so ist, dann wäre ich auch für einen Lesetip dankbar. Möglichst ein ganz konkreter Erfahrungsbericht.
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich hier ausdrücken oder zumindest eine interessante Diskussion anregen.

Mit vielen Grüßen
gib_mir_fünf
Benutzeravatar
gib_mir_fünf
 
Beiträge: 29
Registriert: 07.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Rainbow-child » 7. Jun 2018, 23:21

gib_mir_fünf hat geschrieben:
Mein Fazit ist daher tatsächlich nüchtern:
Meine Werkstatt des bewussten Erschaffens gleicht (bisher) eher einem Wartebereich einer Bushaltestelle. Um im Bild zu bleiben, ich sitze da manchmal drin, hoffe dass irgend ein Bus für mich abfährt, ich hätte da schon konkrete Ziele, doch dann stehe ich irgendwann auf, gehe zu Fuß; setzte mich bisweilen in eine anderes Bushaltestellenhäuschen mit anderen Zielvorstellungen. Ihr spürt vielleicht beim Lesen die nur geringe Ausdauerenergie, die ich da bisher in meine tatsächliche Vision hineinsteckte. Nicht dass das Ziel keine Kraft hätte (manchmal liegt es wirklich nicht am Ziel), ich komme einfach nicht hinter diese Crux, dass ich keine wirkliche Beziehung zum Ziel aufbaue. (Sonst würde ich ja wie ein Verliebter ständig dran denken, oder nicht?.... )



Guten Abend gib mir fünf,
so ergeht es mir auch schon lange Zeit, da sitz ich in meiner Werkstatt des bewussten Erschaffens und überlege mir was ich noch alles tun könnte, damit sich mein großer Wunsch endlich manifestiert. Ich denke Tag und Nacht an meinen Wunsch, stell mir bildlich vor, wie schön es wäre, wenn ich es schon hätte und wie groß die Freude darüber wäre, wenn dieser heiß ersehnte Wunsch endlich Realität wäre. Dieser Wunsch hat sich immer noch nicht manifestiert, obwohl ich so ausdauernd daran arbeite.

Kleine Wünsche gelingen mir schon besser.
Vor ein paar Tagen dachte ich mir, ich könnte einen Lederrucksack gebrauchen, nicht so groß und nicht so klein, wo auch eine Wasserflasche reinpaßt, so für kleine Spaziergänge. Ich vergaß es wieder. Da kam ein Katalog und siehe da als Geschenk gibt es einen kleinen Rucksack, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, dazu noch eine Uhr und einen Schal, ich mußte nur was bestellen, ich bestellte mir 3 Longshirts, die es für den halben Preis gab. Meinen gewünschten Rucksack bekomme ich gratis, dazu noch eine Uhr und einen Schal; wie großzügig das liebe Universum da war. :lol:
Und noch dazu so schnell, nur kurz dran gedacht und gleich wieder vergessen, und doch manifestierte sich das Gewünschte sogleich.
Bei meinen großen Wunsch tja, da hat es noch nicht geklappt, ich vermute, weil ich es unbedingt haben will, und deshalb immer daran denke und diese Wunschrakete nicht abschicke.
Esther erwähnte in einen Video, daß abgeschickte Wunschraketen sich manifestieren und man sich schon auf die Realisierung freuen darf.
So vermute ich, dass ich meinen großen Wunsch nie richtig abgeschickt habe. weil ich mir immer nur vorgestellt habe, was wäre wenn, doch nie gesagt, es soll jetzt geschehen.
Vergessen kann ich diesen großen Wunsch nicht, da denke ich laufend daran, den Rucksack hab ich mir gewünscht und gleich wieder vergessen weiter dran zu denken.
Vielleicht ist das die Lösung des Rätsels.
Genaueres kann ich auch nicht schreiben, denn ich bin erst vor kurzen auf die Abrahamlehre gestossen und sehe mir jetzt fast täglich ein oder zwei Videos an um die Abrahamlehre besser zu verstehen.
Liebe Grüße
Rainbow



.
Rainbow-child
 
Beiträge: 19
Registriert: 05.2018
Geschlecht: weiblich

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon gib_mir_fünf » 8. Jun 2018, 09:45

Liebe/r Rainbow-child,

ich danke dir für deine Zeilen. Du lieferst darin für mein Empfinden bereits sehr viel von dem mit, was man eine Lösung nennen könnte. Das Schlüsselwort könnte dabei "Sehnsucht" heißen.

Und an dieser Stelle kann ich auch die Parallele zu meinem Wunsch ziehen. Mein Wunsch, als freiberuflicher Trauerredner in einer geringfügigen Selbständigkeit tätig zu werden, hat auch eine Menge Sehnsuchtspotential. Das spüre ich. Und dabei habe ich schon Vorstellungen, wie das konkret aussehen könnte. Einen Plan, Vorbereitungen.... alles bereits geschehen. Nur kann ich mich noch nicht wirklich in dieser beruflichen Rolle spüren.
Es wäre wohl einfacher, wenn ich bereits Referenzerlebnisse hätte, diese inneren Bilder abrufen könnte. Und an dieser Stelle bin ich wieder beim Ausgangsthema. Warum soll es nicht möglich sein, mir diesen Anzug quasi vollständig überzustreifen? Auch ohne die Backstage; dem ganzen Konzert an Gedanken von: "Ich habe Erfahrungen, das ist nicht das erste Mal.... usw.

Mit den kleineren Wünschen ist das tatsächlich einfacher. Das ist ja irgendwie lockerer, es hängt nicht so viel dran, sich mal eben einen kleinen Rucksack oder einen freundlichen Busfahrer zu wünschen. Ist die Sehnsucht, das uneingestandene Gefühl "es zu sehr zu wollen" der Kreations-bzw. Realisierungskiller? Irgendwo bei Abraham habe ich mal sinngemäß gelesen, dass ich mir einen Hosenknopf genauso wie ein großes Schloß gleichermaßen Wünschen kann. Dass das nicht wirklich einen Unterschied gäbe.
Möglicherweise ist da schon ein Unterschied. Eben in der Art und Weise des Konglomerates an Empfindungen, Widerständen, Schutzgedanken und Zweifeln. Bei einem Hosenknopf oder einem Minirucksack machen wir uns da wohl kaum groß irgend einen Kopf. Bei etwas von uns selbst als etwas Großem empfundenen ist das schon anders. Und dieses Querschießen unseres Verstandes ist zunächst einmal ja nichts anderes als das liebevoll gemeinte Schützen. Unser Kopf will den status quo sicherstellen. Manchmal evtl. auch an Stellen, wo es eigentlich nichts zum Sicherstellen gibt?

Vielleicht geht es auch nicht so geradlinig mit der Abrahamlehre voran, wie ich mir das manchmal vorstelle. Wünschen wir uns wirklich insgeheim immer schnelle, zeitnahe Lösungen? Ich vermute mal, im tiefsten Inneren eher nicht. Das wäre ja wie bei einem Liebesfilm, bei dem bereits nach 10 Minuten die Beiden glücklich zusammen kommen und so lebten bis an das Ende ihrer Tage. Da sind sie wieder, die Lernerfahrungen, die Leading Edge, die Prozesse, die Wandlung, das Geheimnisvolle. Und gerade fühle ich mich mit der ganzen Wunsch-Imaginationsthematik schon wesentlich ausgesöhnter... Dann sitze ich halt einfach mal eine Weile in einer Bushalte stelle rum. Wer weiß schon, ob das gut oder schlecht ist?
Oder ist das jetzt nur gerade ein Gefühl, das kommt und geht.... ich weiss es nicht.

Liebe Grüße,
gib_mir_fünf
Benutzeravatar
gib_mir_fünf
 
Beiträge: 29
Registriert: 07.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Rainbow-child » 8. Jun 2018, 12:24

Guten Tag,
danke für diesen Thread, das ist auch mein Thema, was mich beschäftigt und eine Lösung suche.
Esther sagt in ihren Videos, das wir unbedingt auf unsere Emotionen achten müssen.
Ich überlegte mir:
Welche Emotionen hindern mich daran meinen großen Wunsch zu reaisieren?
Enttäuschung und Ungeduld sind meine Emotionen dazu.
Das wird der Grund sein, dass es sich noch nicht materialisiert hat.
Wo muß ich hingelangen?
Höchstwahrscheinlich klappt es nur mit Freude und Leichtigkeit.
Enttäuschung, Ungeduld und hinzu kommt noch Ärger, weil es immer noch nicht da ist, obwohl ich doch so intensiv an der Verwirklichung arbeite.
Tja und wie komm ich von diesen Emotionen zur Freude um es mit Leichtigkeit zu realisieren?
Das hab ich bis jetzt noch nicht herausgefunden.
Immerhin bin ich durch Esthers Videos schon mal zu dieser Erkenntnis gelangt.
Der gratis Rucksack hat mir gezeigt, einfach daran denken und schon ist der Wunsch verwirklicht; so leicht kann es gehen, wenn ich es wieder vergesse, und vorallem keine Ungeduld, Ärger und Enttäuschung im Wege steht.
Doch wie kann ich den großen Wunsch verwirklichen, an dem ich schon so lange erfolglos arbeite und mir immer wieder vorstelle wie groß meine Freude darüber ist, wenn es endlich klappt?
Es kann natürlich auch sein, dass dieses "Nichtloslassen" können und immer daran denken müssen ein Hinderniss ist es endlich zu empfangen.
Das muß ich jedoch noch herausfinden.
Vielleicht find ich dazu ein Video, oder hier im Forum ein Mitglied, das mir die Frage beantwortet.
Ich bin gespannt, was des Rätsels Lösung ist.

Liebe Grüße
Rainbow
Rainbow-child
 
Beiträge: 19
Registriert: 05.2018
Geschlecht: weiblich

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Mik » 9. Jun 2018, 12:39

Hallo ihr beiden,
letztendlich ist dies doch für uns das Dauerthema, oder?
Es gibt drei Punkte, die ich für mich als besonders hilfreich bei dem Thema empfinde.

1. Dieses “brennen für ein Thema “ taucht erst auf, wenn ich generell in einer hohen Schwingung bin. Selbst wenn ich bis dahin gar keinen bewussten Wunsch hatte, fliesen mir auf einmal Ideen und Inspirationen nur so zu über Dinge, die ich tun könnte und möchte.
Und dann würde sich der Wunsch, ein Redner zu sein, so anfühlen: Freudige Erregung bei der Vorstellung in dieser Situation die vortrefflichen Worte zu finden, die Menschen zu berühren, ich fühle das Gefühl wie souverän und wohl ich mich in dieser Rolle fühle und ich habe Lust mich sofort hinzusetzen und die beste Beerdigungsrede aller Zeiten zu schreiben. Und dann stehe ich in meinem Wohnzimmer vor dem Spiegel und rede für mich und für alle die an dieser Veranstaltung teilnehmen werden. Und es fühlt sich schön und inspiriert und erfüllend an. Allein die Zufriedenheit darüber, wie positiv dies ist, was alles in mir stattgefunden hat, in meiner Imagination, macht mich schon zufrieden.

2. Tiefe Zufriedenheit mit meiner Jetzt Situation. In gewisser Weise ist das ja das gleiche. Mir hilft aber das Bewusstsein, dass ich nicht an meinem Wunsch kleben muss, um genau an diesem Punkt die Schwingung zu heben, sondern dass ich die aktuellen Dinge wertschätzen kann und dann von alleine da hinkomme meine Idee positiv zu erleben. Das hat was mit Loslassen des aktuellen Wunsches zu tun und dennoch führt es am Ende dorthin.
Genau wie Abraham es sagen , Wertschätzung ist der schnellste Weg.
3. Bei einigen Wünschen verbergen sich hier jedoch tatsächlich noch unbewusste hinderliche Gedanken in mir.
Und das kann ein bisschen knifflig sein, diese Glaubenssätze herauszuarbeiten.

Gib mir fünf,
Ich weiß nicht ob es möglich ist dieses Thema in der Weise zu erzählen, das es für andere nachvollziehbar ist. Ich glaube eher es ist dieses “finde es heraus “. Aufbauen auf kleine Erfolge, sich immer wieder mit der Theorie vertraut machen, es für möglich halten. Mir scheint, jeder hat Themen die für ihn einfach zu realisieren sind und Themen, die schwer fallen. Wenn ich frustriert bin, setze ich mich hin und schaue durch meine Notizen. Dort habe ich alle Erfolge und meine Ideen dazu, wie ich dorthin gekommen bin, notiert. Dies zu lesen hebt sofort meine Schwingung. Ich erinnere mich daran, dass ich es schon viele viele Male geschafft habe. Wenn auch zu anderen Themen.

Das sind so meine Gedanken dazu. Ich wünsche euch noch ein wunderschönes Wochenende!

Liebe Grüße von Mik
Wundervoll ! Der Weg zur Gesundheit ist mit guten Gefühlen gepflastert
Mik
 
Beiträge: 161
Registriert: 01.2015
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon gib_mir_fünf » 9. Jun 2018, 13:54

Hallo Rainbow-child,
hallo Mik,

keine Ahnung ob es DAS Dauerthema schlechthin ist, für mich ist es jedenfalls ein großes Thema. Aus euren beiden Beiträgen kann ich da durchaus Energie mitnehmen.

Rainbow-child: Dein Bild mit dem Gratis-Rucksack gefällt mir, der ja in der Manifestation nicht irgend so ein riesiger Weltenbummlerrucksack ist, sondern ein leichter, kleiner, in der Art von Knuddel-mich-mal-eben-in-deine-Hosentasche Rucksack ist. Das passt. Schwieriger wird es dann eher schon, wenn ich meinen Sätzen (und vor allem meinen Gedanken) zu viel das Verb "muss" voranstelle. Hinter "muss" assoziere ich in der Regel einen gewissen Druck, und Druck scheint mir in diesem Prozess nicht förderlich zu sein. ( Da ist es ja auch wieder; der Unterschied, warum wir eher den Hosenknopf als die wirklich großen Dinge in unser Leben ziehen. Alles was wir wollen, soll ja letztlich ein gutes (bis phänomenales Gefühl) in uns erzeugen. Somit stellen wir uns beim Wünschen bereits doch einige, mehr oder weniger viele Stufen auf der EGS unterhalb dieser visualisierten Situation, oder nicht?...
Und das ist dann die Kluft, der GAP und es mag einfach nicht eintreten......
Die wechselseitige Beziehung zwischen Wunsch und Verwirklichung ist etwas, was angesehen werden will. Gerade dann, wenn es vermeintlich nicht klappen will. Und wir auf unseren Traumpartner, Traumhaus oder was auch immer mit Traum-xy so vergeblich warten. Warum bedeutet mir dieses Gefühl denn so viel? Was ist denn an der Gegenwart so unstimmig, die doch eigentlich in Wirklichkeit nie unstimmig ist? Es scheint doch meine Art der Perspektive zu sein, wie ich auf meine gegenwärtige Realität blicke.

Mik: Dein erstes Beispiel gibt mir die Steilvorlage, die sich an diese Stelle hier nahtlos einfügen lässt. Wenn ich meine Rede wirklich so vor dem Spiegel halte, dann ist das leicht, dann ist da vor lauter Gegenwart in diesem Fokus einfach zu sein, kein Gedankengrübeln über den scheinbar-noch-nicht-eingetretenen Wunsch. Das hat Kraft, das werde ich tun. Danke! Und dann mal sehn, was sich verändert...
Und zu drittens mit den hinderlichen Gedanken: Für mich ist das wirklich Kniffelige an diesen Bremsklötzen, wirklich zu erkennen, zu fühlen und zu schätzen, dass es alte Muster (möglicherweise bis aus vergangenen Zeiten der Kindheit) sind, die zunächst einmal eine sinnvoll, weil schützende Funktion hatten. Bsp. "Was hast du dir da wieder für Flausen in den Kopf gesetzt!" Das sollte mich vor unüberlegten Handlungen schützen. Doch sind meine Visionen zu unrealistisch? Ich glaube das inzwischen nicht mehr. Denn ich frage mich inzwischen öfters, ob es auch einen inneren Bezug zum Wunsch gibt. Ob der denn auch zu mir passen würde in dem Sinne, hasche ich nur nach dem dahintersteckenden Gefühl oder gibt es einen inneren Abgleich mit meinem InnerBeing im Sinne von: Das möchte ich im Leben erfahren oder ausdrücken. Das sind glaube ich sehr feinfühlige Fäden, die es zu entdecken gilt. Und das mag es dann vielleicht tatsächlich etwas kniffelig machen.

Liebe Grüße,
gib_mir_fünf
Benutzeravatar
gib_mir_fünf
 
Beiträge: 29
Registriert: 07.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Mik » 11. Jun 2018, 09:40

Moin moin,

haschen wir nicht grundsätzlich nach dem Gefühl dahinter?

schönen Tag
Mik
Wundervoll ! Der Weg zur Gesundheit ist mit guten Gefühlen gepflastert
Mik
 
Beiträge: 161
Registriert: 01.2015
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon lawofattraction » 11. Jun 2018, 10:27




Hallo Gibmir5 und Rainbow,

wir haben 220 übersetzte Workshop-Auszüge, unzählige Zitate und 2.361 Themen mit oft seitenlangen Antworten - und trotzdem ist es mein Eindruck, dass das nicht gelesen wird. Eure Berichte berühren die grundsätzlichen Pfeiler der Abrahamlehre, über die wir hier immer und immer wieder schreiben.

Gerade gestern hörte ich einen der neueren WSs und habe ein paar Dinge daraus übersetzt, die genau die Punkte berühren, die Ihr genauer betrachten solltet:



Alte Gedanken, alte Gedankenmuster, die Du immer noch denkst, lassen nicht zu, dass Du wirklich glaubst, manifestieren zu können. Du hast Angst, dass es nicht wahr ist oder Du nicht in der Lage bist, es zu tun.

Du sagst "ich glaube, dass das im Vortex ist, aber ich weiss nicht, wie ich es heraus bekommen soll" oder "ich glaube zwar an das LoA, weiss aber nicht, wie ich es anwenden kann" oder "ich bin darin wirklich nicht gut" oder "ich mache es falsch" oder "wenn ich mir erlaube, daran zu glauben, werde ich enttäuscht - ich möchte nicht enttäuscht werden".

Ihr konntet gar nicht anders, als diese Dinge in Euren Vortex zu legen, Ihr habt sie ausgesiebt und hinein gelegt. Und Ihr könnt nicht das Eigentumsrecht dessen verweigern, was im Vortex liegt. Es gehört Euch, gehört niemand anderem. Es gehört Euch.

Aber Ihr müsst nun ohne es zu haben zufrieden sein, damit es überhaupt zu Euch kommen kann. Und das ist das, was die wenigsten Menschen eigentlich wissen. Denkt einmal nach, wie sich die meisten Menschen dem Leben nähern: "Wenn ich jetzt zufrieden bin, bevor mein Partner kommt; bevor das Geld, das ich haben will, kommt; bevor was auch immer ich mir wünsche kommen kann - wenn ich dem Universum Zufriedenheit zeigen dann sagt es sicher 'ach, er oder sie braucht nichts mehr'." So funktioniert Euer menschlicher Mind. "Wenn ich aber kämpfe und leide und wenn ich flehe und weine - dann wird das Universum sich meiner erbarmen und mir das geben, was ich will."

Wir fragen - wie soll das denn geschehen? Es ist ein Muster, und wir schlagen vor, zufrieden zu sein und Euch so zu verhalten, als sei es bereits vorhanden, bevor das Gewünschte überhaupt da ist. Wie wir das schon vielmals erklärt haben: Seid zufrieden mit dem Wissen, dass es bereits existiert, seid zufrieden mit dem Wissen, dass es sich weiter entwickelt und seid zufrieden mit dem Wissen, dass Euer IB es weiss. Und seid zufrieden mit dem Wissen, dass Euer IB Euch führt. Und seid zufrieden mit der Idee, dass es kommen wird und den Impulsen, die Ihr erhaltet. Und seid zufrieden mit dem Prozess, der sich im Werden befindet.

Erfreut Euch an der Reise, erfreut Euch an der Reise, erfreut Euch an der Reise - und ja, erfreut Euch an der Manifestation, aber braucht sie nicht so dringend, dass Ihr die Reise nicht geniessen könnt. Denn das geschieht so vielen von Euch genau so. Wenn Ihr die Sache von einem menschlichen "es muss zuerst manifestiert sein"-Standpunkt aus angeht, dann seid Ihr genau so wie viele andere: "Wenn ich das Geld habe, dann werde ich glücklich sein - und bis es so weit ist, werde ich es nicht sein". Dazu sagen wir Euch: Dann könnt Ihr nicht dahin kommen, Ihr müsse die Zufriedenheit finden, bevor Ihr es wirklich auslösen könnt.

Die Dinge werden sich immer für Euch ergeben, und sie kommen auf dem Weg des geringsten Widerstandes. Aber Ihr müsst es nicht auf die schwere Art und Weise tun. Ihr könnt es auf dem einfachen Weg tun, der da ist:

Das Leben kommt direkt zu Euch und Ihr könnt Euch nicht wehren und habt eine automatische Reaktion darauf. Seht Ihr jemanden, der unfreundlich ist, dann mögt Ihr das nicht und auch nicht, wenn Ihr unfreundlich seid - und, und und ..... Ihr legt also jeden Tag den ganzen Tag lang etwas in Euren Vortex. Es ist alles bereit, bevor Ihr überhaupt Impulse erhaltet. Wie ein Bauer, der den Samen in den Erdboden legt. Er geht nicht hinaus nach einer halben Stunde und sagt "komm, komm, komm" - und er ist auch nicht so frustriert, dass er ihn ausbuddelt und isst. Er weiss, dass es ein Prozess ist, und er weiss auch, dass das Produkt seins ist und er weiss, dass dann, wenn er es hegt und pflegt - denn das ist Zufriedenheit - es wachsen wird und zu dem heranwächst, was er will.



Das kann gerne diskutiert werden, falls noch Fragen dazu aufkommen.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 9278
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon gib_mir_fünf » 11. Jun 2018, 17:09

Hallo Loa,

alles klar, ich habe das kapiert.
Und du bringst es ja wirklich auf den Punkt. Tatsächlich habe ich die WS und das Forum schon oft durchwälzt (auch schon bevor ich mich unter diesem Nicknamen hier angemeldet habe), sogar einen Ordner mit WS-Inhalten angelegt, in dem ich immer wieder lese. Dennoch bin ich offensichtlich etwas begriffsstutzig. Das nehme ich jetzt mal einfach so...

Ich bin dir dankbar für die Präzisierung, die dann folgt.
lawofattraction hat geschrieben:Alte Gedanken, alte Gedankenmuster, die Du immer noch denkst, lassen nicht zu, dass Du wirklich glaubst, manifestieren zu können. Du hast Angst, dass es nicht wahr ist oder Du nicht in der Lage bist, es zu tun.

Genau so ist es. Bisher konnte ich diese Gedanken allerdings nicht einfach wegbürsten. Vielleicht war es ja genau das Problem, dass ich die alten Glaubensmuster als Makel empfand, sie verändern, therapieren, übertünchen oder was auch immer wollte....Wie soll ich mich ausdrücken, quasi mit den alten Arbeitsgeräten (daran arbeiten, etwas daraus machen, mir helfen lassen u.ä.) den alten Dreck aus der Stube kehren.

lawofattraction hat geschrieben:Du sagst "ich glaube, dass das im Vortex ist, aber ich weiss nicht, wie ich es heraus bekommen soll" oder "ich glaube zwar an das LoA, weiss aber nicht, wie ich es anwenden kann" oder "ich bin darin wirklich nicht gut" oder "ich mache es falsch" oder "wenn ich mir erlaube, daran zu glauben, werde ich enttäuscht - ich möchte nicht enttäuscht werden".


Ja, darin spricht mein bescheidenes Selbstvertrauen, von den ich mich vielleicht nur schrittweise lösen kann oder konnte. (Möglicherweise mache ich gerade einen großen Sprung... ) Das alte Denken hat mir ja indirekt auch Vorteile verschafft. So ist es ja mit allen Glaubenssystemen. Dass wir sie pflegen, hat zunächst mal einen insgeheimen Vorteil für uns.
Freiheit sieht natürlich anders aus. Ich nehme jetzt vor allem deinen Kernsatz mit:
lawofattraction hat geschrieben: und wir schlagen vor, zufrieden zu sein und Euch so zu verhalten, als sei es bereits vorhanden, bevor das Gewünschte überhaupt da ist. Wie wir das schon vielmals erklärt haben:


Und auch Letzteres stimmt, es ist nicht neu. Neu ist dann schon das grenzenlose Vertrauen in diese Tatsache. Es nicht lesen und beiseite zulegen, sondern wirklich damit zu leben. Wow, jetzt bin ich sprachlos.....
Da gibt es nichts mehr zu schreiben.

Gib_mir_fünf
Benutzeravatar
gib_mir_fünf
 
Beiträge: 29
Registriert: 07.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Amels » 12. Jun 2018, 20:51

Hallo gib-mir-fünf,

ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Gesetz der Anziehung und erst vor gut zwei Wochen hat es bei mir Klick gemacht. Die ganze Zeit über habe ich nicht wahrnehmen können, wie entscheidend das kontinuierliche Wohlfühlen ist. Seit zwei Wochen funktioniert das bei mir so erstaunlich gut, dass ich das selbst gar nicht richtig glauben kann.

Begonnen hat es mit einem Text, den ich über das LoA für mich geschrieben habe. So eine Art Abstract, um mir die wichtigsten Punkte noch einmal vor Augen zu führen und die damit verbundenen Kausalitäten. Das hat mir offenbar so geholfen, dass ich plötzlich zulassen konnte, wie es gerade ist. Alles ist perfekt so und eine wunderbare Ausgangslage für neue Wünsche und Erfahrungen.

Dann las ich zufällig einen Text über die Bedeutung des Atmens. Das Gehirn ist als Organ der größte Einzelenergieverbraucher des Körpers und beansprucht für sich in Spitzenzeiten unter Volllast bis zu 80% des gesamten Sauerstoffs. Seitdem habe ich angefangen, über den Tag mehrmals inne zu halten und bewusst tief ein- und auszuatmen. Das Ergebnis bzw. die Erfahrung ist, dass ich mich damit sehr leicht ins Wohlfühlen regelrecht atmen kann. Wie von selbst habe ich zudem parallel damit begonnen, mich in meiner Freizeit nur noch mit Dingen zu beschäftigen, auf die ich richtig Lust habe. Mit dem Ergebnis, dass ich seit zwei Wochen fast durchgehend auf einer sanften Welle des Wohlsfühlens surfe. Das ist nicht nur ziemlich neu für mich, sondern auch ein wirklich tolles Gefühl. Wie Abraham immer wieder darauf hinweisen, ist das die eigentliche Materialisation im Sinne von Vorfreude ist die beste Freude. Alles andere ist schmückendes Beiwerk, was aber nicht annähernd an die‚Köstlichkeit’ des „Vorab“-Wohlfühlens herankommt. Und aus meiner Sicht heraus kann ich dem nur zustimmen.

Das Gesetz der Anziehung funktioniert. Intuitiv wusste ich das die ganze Zeit, aber der Verstand wollte nicht immer mitspielen. Ich habe in den Naturwissenschaften lange nach „Beweisen“ gesucht und für mich inzwischen ausreichend Aspekte gefunden, die mir helfen, meine Ratio zu überlisten.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg.

Viele Grüße
Amels
Amels
 
Beiträge: 2
Registriert: 06.2018
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Rainbow-child » 13. Jun 2018, 12:38

Liebe Amels,
mit dem Atmen ins Wohlfühlen gelangen, super genial ist das.
Bewußtes atmen ist wichtig, ja, und wenn das noch wohlfühlen auslöst, dann lassen sich unerwünschte Emotionen einfach wegatmen. :teuflischgut:

Amels hat geschrieben:Das Gesetz der Anziehung funktioniert. Intuitiv wusste ich das die ganze Zeit, aber der Verstand wollte nicht immer mitspielen. Ich habe in den Naturwissenschaften lange nach „Beweisen“ gesucht und für mich inzwischen ausreichend Aspekte gefunden, die mir helfen, meine Ratio zu überlisten.


Vielleicht magst du uns auch mitteilen, welche Aspekte du gefunden hast, die dir helfen dein Ratio zu überlisten?
Darüber würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Rainbow
Rainbow-child
 
Beiträge: 19
Registriert: 05.2018
Geschlecht: weiblich

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon gib_mir_fünf » 14. Jun 2018, 16:46

Hallo Amels,

ich danke dir für das Teilen deiner Erfahrung. Ich kann damit etwas anfangen.

Ohne es zu wissen, triffst du mit deiner Gehirn-Energiethematik einen ganz wesentlichen Punkt. Seit Kindheit habe ich einen low-level Stoffwechsel, was sich an ganz unterschiedlichen Symptomen im Laufe meines Lebens schon gezeigt hat.
Ohne darauf näher einzugehen, so bin ich bei meinen Hobbies gelandet, mich in meiner Freizeit gerne in unterschiedlichen Formen (per Rad, joggen, wandern) in der Natur zu bewegen. Dazu habe ich keinen Ratgeber gebraucht, es war (und ist) für mich schlechthin eine ganz wichtige Brücke zum Wohlfühlen. Während und im Anschluss an solche Aktivitäten fühle ich mich häufig gut bis sehr gut. Dass der Grund hier in dem nachhaltigen Sauerstoff tanken liegen kann, das habe ich bisher nicht so konkret auf dem Radarschirm gehabt.
Dass tatsächlich so ein starker Sauerstoffbedarf des Gehirnes besteht, das ist neu für mich. Ich habe gerade nachgesehen. Das was du beschreibst, lässt sich sogar noch um den Glucosebedarf des Gehirnes ergänzen. Der Körper weist anscheinend ganz intelligente Wege auf, um dem Gehirn diesen Glucosebrennstoff zur Verfügung zu stellen, auch wenn´s knapp wird.

Egal ob mit Atemübungen oder auf die Weise wie ich bisher "auftankte", ich finde diese körperlichen Aspekte in der Abrahamsdiskussion wichtig. Es geht nicht nur darum, höhere Weisheiten zu verstehen. Sonst klebt man möglichweise an dem Leitsatz: "Wohlfühlen ist das Allerwichtigste" und fragt sich, warum fühle ich mich denn nun gerade JETZT nicht wohl?...

Nun ja, vielleicht nicht weil man etwas nicht "kapiert" hat, sonder vielmehr weil man jetzt einfach eine Zäsur braucht. Atmen, Sauerstoff, maybe.....

Nun, was hat das mit der Ausgangsthematik zu tun?

Es ist die Basis.

Einfach gleich mal raus gehen.... :gvibes:

gib_mir_fünf
Benutzeravatar
gib_mir_fünf
 
Beiträge: 29
Registriert: 07.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Amels » 14. Jun 2018, 19:01

Hallo Rainbow-child,

es gibt inzwischen theoretische Physiker, die zu der Auffassung gelangt sind, dass es Materie nicht gibt. Stattdessen ist alles, was wir wahrnehmen, verdichtete bzw. „verklumpte“ Energie.

Beispielsweise hat der amerikanische Physiker Richard Conn Henry 2005 ein Essay in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht, in dem er von „The mental Universe“ spricht. Er sagt darin, dass das Universum immateriell, geistig und spirituell ist. Ähnliches sagt auch der inzwischen verstorbene deutsche Physiker Hans Peter Dürr, der unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut in München war. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und postuliert, dass das Universum immer nur Jetzt in dem Augenblick existiert. So weit ich das erinnere, leitet er das davon ab, dass es bei weitem nicht ausreichend Energie im Universum gibt, um das, was wir als Materie wahrnehmen, „dauerhaft“ in einem stabilen Zustand zu halten. Es gibt immer nur diesen einen Zustand des Jetzt, keine Vergangenheit und auch keine Zukunft. Was wir als Zukunft verorten, ist immer das Jetzt, nur eben einen Schritt weiter auf dem Weg der Wandlung.

Beide bestätigen damit, nach meiner Interpretation, die berühmte Formel E=mc2 von Albert Einstein. Diese besagt, dass Energie (E) das Äquivalent zur Masse (m) mal Lichtgeschwindigkeit (c) im Quadrat ist. Stark vereinfacht gesagt, sind Masse und Licht nichts anderes als Energie. Das erklärt auch für mich die so genannte Unschärferelation in der Quantenphysik, die der deutsche Physiker Werner Heisenberg aufgestellt hat. Demnach können niemals Ort und Geschwindigkeit von Teilchen gleichzeitig gemessen werden (wie man es ja z.B. problemfrei bei einem fahrenden Auto machen kann), da durch die beobachtende Wirkung der Messung (also sozusagen der „Energieeintrag“ des Beobachtenden beim Messvorgang) immer nur Ort oder Geschwindigkeit bestimmt werden können.

Wenn es Materie nicht gibt, sondern alles Energie ist, dann kann ich mir sehr leicht vorstellen, wie ich mit meiner durch Gedanken selbst erzeugten Energie (bzw. Schwingung) auf die Energie in meiner Umgebung einwirken kann. In jedem einzelnen „Jetzt“-Moment wirke ich auf alles in irgendeiner Form ein und habe die Gewissheit, dass ich damit die Möglichkeit habe, etwas zu verändern hin zum Erwünschten oder, je nach Fokussierung, natürlich auch zum Unerwünschten.

Besonders hilfreich bei diesen Vorstellungen sind für mich auch die Entdeckungen des amerikanischen Biologen Bruce Lipton, der längere Zeit in Stanford Zellforschung betrieben hat. Er hat herausgefunden, dass Stammzellen in unterschiedlichen Kulturen zu unterschiedlichen Zellen wie Fett-, Muskel- oder Gehirnzellen heranwachsen. Es sind also nicht die Gene, die die Zellen programmieren, zu was sie werden, sondern äußere Einflüsse. Das ist insofern fundamental, als das die konventionelle Biologie davon ausgeht, dass die Gene die Steuerung übernehmen. Hat jemand „schlechte“ Gene, ist das für ihn halt dumm gelaufen. Aber genau das stimmt offenbar nicht. Lipton hat sogar den „Schalter“ in der Zellmembran (also der Außenhülle der Zelle) gefunden, der nur von außerhalb der Zelle betätigt werden kann und dann im Zellkern dafür sorgt, dass die entsprechenden Gene auf der DNS aktiviert werden, indem Kopien der jeweiligen DNS-Abschnitte angelegt werden. Lipton hat daraus geschlussfolgert, dass es etwas geben muss, das diese Steuerung aktiviert und das mit unserem Geist direkt verbunden ist. Ich stelle mir vor, dass es so etwas wie das so genannte Über-Ich ist, oder, wie Abraham es formulieren, der größere nicht-physische Teil unseres Selbst, der diese Steuerung übernimmt und auf die wir mit unserer eigenen gedanklichen Ausrichtung und unseren Überzeugungen – natürlich – Einfluss nehmen.

Unsere Überzeugungen bzw. Glaubenssätze haben auf uns bekanntermaßen einen starken Einfluss. Stichwort Placebo-Effekt: Es gibt eine Studien mit Menschen, die ein Knieproblem hatten und in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die eine Gruppe wurde klassisch medizinisch operiert, bei der anderen Gruppe wurde eine realitätsgetreue Fake-Operation durchgeführt: Das Knie wurde geöffnet, die Ärzte taten so, als würden sie operieren (inklusive einer Schale Wasser, in der ein bisschen geplätschert wurde, um für den „überzeugenden“ Sound zu sorgen), und dann wurde das Knie wieder zugenäht. Das Ergebnis war, dass auch Patienten mit der Fake-Operation anschließend beschwerdefrei waren.

Überzeugungen können also Berge versetzen. Das Problem dabei ist, das unsere Kernüberzeugungen im Alter von 1-6 Jahren anlegt werden. Und zwar im Unterbewusstsein, durch das wir zu 95% gesteuert werden. Aber, und das ist die gute Nachricht, man kann diese Überzeugungen überschreiben. Nichts anderes sagen auch Abraham, in dem sie darauf hinweisen, die eigenen Glaubenssätze zu prüfen und bei Bedarf neu anzulegen. Das Buch der positiven Aspekte verstehe ich als so ein Hilfsmittel, um Überzeugungen aber auch unsere Aufmerksamkeit(-senergie) weg von destruktiven Wahrnehmungen hin zu konstruktiven zu führen.

In Summe sind für mich die aufgeführten Erkenntnisse so überzeugend, dass ich mir ganz einfach vorstellen kann, dass ich ständig nicht nur mit meinem Körper, sondern auch mit meiner Umwelt interagiere und somit Einfluss darauf nehme, was gerade um mich herum passiert (oder eben nicht). Wertschätze ich mich und meine Umwelt, strahle ich wertschätzende Energie aus und ziehe im Sinne von „Gleiches zieht Gleiches an“ weitere wertschätzende energetische Zustände an. Fokussiere ich mich auf meine Wohlfühl-„Energie“, verstärke ich diese, fokussiere ich mich auf Unwohlsein z.B. durch den ständigen Konsum von Nachrichten, schwäche ich sie.

Soweit meine Gedanken(-energie) dazu, wie ich meinem Verstand begreiflich gemacht habe, dass das Gesetz der Anziehung auch aus naturwissenschaftlicher Sichtweise funktionieren muss. Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken ; )

Viele Grüße vom lieben
Amels
Amels
 
Beiträge: 2
Registriert: 06.2018
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Kraft der Imagination und unbewusste Verblendungen

Beitragvon Rainbow-child » 14. Jun 2018, 20:15

Lieber Amels,
herzlichsten Dank für die ausführliche Aufzeichnung deines selbsterworbenen Wissens. Du hast gezielt gesucht und bist bei mehreren Wissenschaftlern fündig geworden. Du hast deinen Ratio mit Fakten gefüttert, so konnte es nicht mehr an Altgewohntes festhalten. :teuflischgut:

Das tiefe Atem hilft mir sehr ins Wohlfühlen zu gelangen, und ich atme tief weiter und bemerke, es gibt immer noch eine Steigerung des Wohlfühlens.
Ich saß im Wald auf einer Bank und atmete tief ein und aus; und plötzlich kam mir in den Sinn, das ich mein Nichtphysisches einatme und wiede ausatme; mit dem Atmen nehm ich Verbindung mit dem Nichtphysischen auf und dadurch entsteht das Wohlgefühl.
Ob das so ist, weiß ich nicht, ich hab es einfach zu empfunden.
Atmen ist Leben.
Liebe Grüße
Rainbow
Rainbow-child
 
Beiträge: 19
Registriert: 05.2018
Geschlecht: weiblich


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron