100 Tage Plan

Alles, was Spass macht

100 Tage Plan

Beitragvon Lumo » 14. Aug 2015, 12:37

Inspiriert vom 100 Tage Plan der Zeitschrift "Happinez" möchte ich gern 100 Tage lang täglich hier rein schreiben.
http://www.happinez.nl/homepage/algemee ... iteren.htm
http://blog.sabine-schwarz.de/wp-conten ... 4ndern.pdf
Die 2 Links habe ich online gefunden. Ich möchte mehr LOA Praxis und etwas weniger Theorie. :gvibes:

Das war mein Tag gestern, am DO 13.08.2015: (Ich hatte überall mein Handy mit und hab Notizen gemacht und später dann zusammengefasst)

4:45-5:45
Ich bin heute um 04:45 Uhr aufgestanden ohne überhaupt geschlafen zu haben. Ich habe mich nur ausgeruht, manchmal die Augen geschlossen. Ich bin raus auf die Terrasse und hab mich auf die Bank gelegt. Frische Luft. Leichter Windhauch auf meiner Haut. Der Himmel sieht aus wie eine wunderbare (Kuschel-)Decke. Ich höre Geräusche verschiedener Tiere...vielleicht Frösche? Die Sträucher biegen sich ganz im Rhythmus des Windes. Der Wind ist sanft und leicht. Fühlt sich an wie die eigene Atmung. Ich BIN meine ATMUNG. Während ich so da liege, frage ich mich, wie ich mich fühle. Lebendig, geliebt und beschützt. Eins mit der Natur und mit dem Leben. Über mir fliegen abwechselnd 2 Vögel. Die Perspektive von unten ist einzigartig und ganz kurz glaube ich, eine der zwei Vögel könnte vielleicht doch eher eine Fledermaus sein. Ich fühle Liebe.
Über 15 Minuten lag ich so da – bin ich im Vortex? Ja – definitiv.
Ich entscheide mich, die Welt „von oben“ betrachten zu wollen und mache mich auf die Suche nach dem Hauseingang ins 2er Haus. (Ich wohne im Wohnheim im Haus 1. Im Haus 2 gibt es ein Dachgeschoss wo man über die Dächer von Wien sieht … Stephansdom usw. gigantischer Ausblick.) Ich gehe 8 Stockwerke nach oben. Mein Herz pocht. Das ist also richtiges Herzklopfen. (Vielleicht sollte ich mehr an meine Ausdauer trainieren haha) Mein Wunsch: die Dachterrasse finden und den Ausblick genießen. Heute im Laufe des Tages.

5:50 – 6:05
Ich habe mir vor langer Zeit die deutsche Version von „The Law of Attraction Meditation“ gekauft und sie vor einem Monat, als ich meine Eltern besuchte, wieder gefunden. Die Meditation „Allgemeines Wohlbefinden“ hat mir gefallen, richtig entspannen konnte ich nicht. Jetzt habe ich auf Youtube die Original „Getting into the Vortex Meditation“ gefunden und 15 Min „General Wellbeing Meditation“ gehört. Der reine Wahnsinn!!! Esthers Stimme! Ich habe nur auf die Worte gelauscht und auf „Breathe in – Breathe out.“ Diesen Rhythmus behielt mein Körper automatisch bei. Es war als würde mein Atem durch den ganzen Körper blasen und somit auch die Gedanken wegfegen. Mir wurde leicht schwindelig, dann war mein Kopf völlig frei von Gedanken und ich spürte Vibration. Vibration durch den ganzen Körper, als würde ich fliegen bzw. abheben.
Diese 15 Minuten waren entspannender als Schlaf bzw. Power Naps, die ich sonst ab und zu mache.

gleich im Anschluss bis 07:45 Louise Hay „Finde deine Lebenskraft“ gehört und dann eingeschlafen

Bis 15:45 geschlafen.

Bis 17:20 Duschen, Beauty etc.

Bis 18:30 Burggarten

Bis 22:00 auf der Terrasse: zuerst zu Eros Ramazzotti Songs getanzt & dann unterhalten, viel gelacht mit R., A. und M. Als Mitbewohner M. (mit dem ich den Elias bzw Fred-Workshop ausprobierte) ins Bett ging und sich Mitbewohnerin A. etwas zu trinken holte, guckte mich R. komisch an und meinte, ich sei antiautoritär und ein Freigeist & ich mich nicht an gesellschaftliche Regeln halte. Damit hat er vollkommen recht. Ich hinterfrage alles, was man mir vor die Füße knallt. Es ging darum, dass ich singe, wann und wo ich singen möchte. Vor einigen Wochen hab ich mal um 4 Uhr früh gesungen. Meine Mitbewohnerin hat sich bei mir nicht beschwert, aber ihm erzählt, dass es auch mal passieren kann, dass ich um 4 Uhr früh singe, weil ich Lust dazu habe. Und er meinte, ich würde die Regel, dass man von 22-7 Uhr früh Nachtruhe einhalten soll, nicht respektieren. Ich fühlte mich nicht beleidigt, sondern bestärkt in meinem Wunsch, als Schauspielerin Fuß zu fassen. Mir fielen Abes Worte ein: Nichts ist wichtiger als dass ich mich gut fühle & was andere über mich denken, geht mich nichts an. Als er das sagte, wurde mir klar: Mit so was müssen wir immer rechnen...dass sich andere beschweren. Wie auch Esther und Jerry in "Sara und die Eule" schreiben: wenn du schlechte Laune bekommst, nur weil jemand anderer etwas sagt oder tut, was dir nicht gefällt, dann sitzt du in der Falle, weil du nicht kontrollieren kannst, was ein anderer sagt oder tut.

Sehr toller Tag :loveshower:
Lumo
 

Re: 100 Tage Plan

Beitragvon Lumo » 15. Aug 2015, 00:33

Freitag, 14.August

Heute am späten Nachmittag habe ich mich das erste Mal dazu bereit gefühlt, die EGS zum Thema „Geld“ zu machen.

Es ist der 5.Monat ohne Job und ohne Geld. Meine Reserven sind aktuell knapp und es könnte sein , dass ich mir nicht mal mehr was zum Essen kaufen kann. Das heißt in 18 Tagen sollte ich meine Fixkosten von ca. € 500 decken können

Furcht: Angst, obdachlos zu werden. Angst, nichts zum Essen zu haben. Existenzangst?

Hoffnungslosigkeit: Hoffnungslos? Eigentlich ist es nicht hoffnungslos. Ich kann Bewerbungen schreiben. Ich kann zum Arbeitsmarkt-Service gehen und um Geld bitten.

Unwürdigkeit: Bin ich es mir wert, Geld zu haben? Freundin A. Und Freundin P hab ich erzählt, wie es um meine finanzielle Situation steht. Meinen Eltern nicht. Sie glauben seit 5 Monaten, dass ich den Job im Kundencenter noch immer mache. Dieses „Nicht wert sein“ haben mir meine Eltern schon als kleines Kind vermittelt...sie stellten es so dar, als wäre Reinigungskraft eine ehrlicherer Job als Jobs, die mit der Öffentlichkeit zu tun haben wie Schauspielerin.

Schuldgefühle: Mittlerweile finde ich es blöd, dass ich den Job gekündigt hab und einerseits auch gut, weil ich unglaublich viel an mir selber arbeiten konnte. Ich hab gelernt, offen meine Gefühle zu zeigen. Ich hab gelernt, dass Phobien tatsächlich nur gewohnheitsmäßige Gedanken sind und man die ändern kann. Darauf bin ich stolz.

Neid: Ich bin neidisch auf Menschen, die das beruflich bzw. hobbymäßig machen, was ich immer machen wollte. Klavier spielen, singen, reiten, Schauspiel studieren, usw. „Meinem“ Schauspieler gilt daher meine Bewunderung, weil er genau das macht, was ich gern machen würde: Theater spielen, Filme synchronisieren, Hörbücher besprechen, Dokumentationen sprechen, Lesungen abhalten, alle 4 Wochen ans Meer reisen usw.

Zorn / Wut: Ich bin sehr wütend auf meine Eltern, weil sie die Glaubenssätze ihrer Eltern übernommen haben ohne irgendetwas zu hinterfragen. Wie kann man so verdammt dämlich sein? Was fällt mir an, wenn ich an meine Kindheit im Bezug auf Geld denke?

Folgende Szenarien trugen dazu bei:
*Ich bekam viel weniger Taschengeld als andere Kinder und ich fand es peinlich, dass ich weniger bekam.
*Ich konnte meine Eltern mit 15 gerade so überreden, zum Geburtstag ein Handy zu bekommen mit dem Zusatz, dass ich dafür aber Weihnachten nichts bekomme. (Ich hab ca. 3 Wochen vor Weihnachten Geburtstag) – ich war die Einzige in meinem Freundeskreis, die keines hatte.
*Wenn ich Geld von meinen Eltern, Großmutter etc. bekam, dann immer abwechselnd mit den Zusätzen „Pass gut drauf auf.“ „Leg es auf die Seite.“ „Spar es für später.“ „Pass auf, dass du es nicht verlierst.“ „Gib nicht wieder alles auf einmal aus.“ „Gib es bloß nicht für unsinniges Zeug aus.“
*Bei meiner Konfirmation war ich 12 Jahre alt und für mich war das irgendwie klar, dass ich dann meinem Patenonkel (Bruder von Mama) zu Weihnachten etwas schenke – na gut, zum Teil redeten mir das natürlich meine Eltern ein. Ich hatte absolut keine Ahnung, was ich ihm schenken könnte. Mein Vater hatte mal in Deutschland ein Telefon gekauft, dass man aber in Österreich nicht anschließen konnte. Er gab mir das Telefon, damit ich es dem Onkel schenken konnte.
Am 1. Weihnachtstag waren wir alle immer bei Oma, bzw. bei uns – unser Haus steht neben das von Oma (Oma starb vor 3,5 Jahren) – zum Kaffee und Kuchen essen, Geschenke verteilen. Meine Mutter und meine Cousine schenkten sich gegenseitig was. (Meine Mama ist die Patentante meiner Cousine, Tochter von Mamas anderen Bruder). Ich gab dem Onkel das Telefon und er? Er schenkte mir nichts. Erst als abends alle aufbrachen, steckte er mir heimlich beim Rausgehen 10 DM in meine Hosentasche. Das behielt er bei. Jedes Jahr Weihnachten während alle Geschenke austauschten, steckte er mir die € 5,00 immer abends beim Nachhause fahren in die Hosentasche.
Zum Geburtstag bekam ich jedes Jahr einen € 7,00 Kino-Gutschein. Meine Schwester und die anderen Cousinen auch – und das obwohl er mein Patenonkel war.
*Meine Eltern schimpften bzw. schimpfen gegen ihre Chefs, wenn das Gehalt am „Stichtag“ noch nicht auf dem Konto ist.
*Meine Eltern bekommen beide Überstunden ausbezahlt – sprachen die Chefs aber nicht drauf an, wenn die Überstunden nicht ausbezahlt wurden, sondern wir (meine Schwester und ich) mussten uns das Geschimpfe der Zwei gegen die Chefs anhören.
*Mein Vater bewahrt in „seiner“ Schublade ab und zu Geld auf (ca. 500-4000 Euro). Rutscht die Geldbörse mit diesem Geld mal weiter nach hinten und er findet es nicht auf Anhieb, dann brüllt er rum bzw. beschuldigt andere (Mutter, Schwester, mich und wer sonst noch mit im Raum ist), das Geld geklaut zu haben. Wenn er es dann kurz danach findet, ist er versöhnlich und man merkt, dass ihm das „andere beschuldigen“ von vorhin peinlich ist.
*Selbst als ich mein eigenes Geld verdiente und nicht mehr zu Hause wohnte (also seit ca. 7 Jahren) wollten meine Eltern immer wissen (sie tun so, als wäre es ihr Recht), wie viel Geld ich auf dem Konto habe, wie viel ich spare, ob ich spare, was ich kaufe, wofür ich ihrer Meinung nach das Geld aus dem Fenster werfe, dass sie mir Ratschläge geben was ich brauchen bzw. kaufen soll. Meine Mutter meinte ZB, ich könnte ja ein Reisebett kaufen, damit man bei mir in Wien kostenlos übernachten könnte. Wieso kauft sie keinen Klavierflügel, damit ich Klavier spielen kann, wenn ich sie besuche?
*Als ich in der Akademie war mit Abitur-Abschluss (2003-2008) bekam ich in BWL und Wirtschaftinformatik gerade noch eine 4. Grund: Die Hausaufgaben, die uns der Lehrer gab, musste man teilweise mit Internet lösen. Er gab uns Links zu diversen Webseiten und bat uns, das durchzulesen. Außerdem wollte er die Aufgaben teilweise per Mail zugesandt bekommen. Blöd nur, dass wir zu Hause kein Internet hatten in den ersten 2 Schuljahren. Meinen Eltern war es zu teuer und sie glaubten mir bis zum Elternsprechtag nicht, dass der die Aufgaben wirklich per Mail haben wollte – genau so wenig wie er glaubte, dass wir zu Hause kein Internet haben. Kann mich noch erinnern, wie alle gelacht haben, als ich als Einzige sagte, wir hätten zu Hause kein Internet.

Wütend auf mich selbst bin ich auch ein wenig, weil ich nie etwas gesagt habe bzw. zu wenig durchsetzungsfähig war. Na gut, ich redete mir ein, dass ich darüber hinwegsehe und mir dafür als Erwachsene meine Wünsche selber erfülle.

Rache: Meine Mutter würde sich wünschen, ich käme jedes Wochenende nach Hause. Eine Fahrt kostet zwischen 20 und 50 Euro. Ganz ehrlich? Ich möchte deshalb nicht fahren und für eine Fahrt, die 2,5 Stunden dauert, 20-50 Euro bezahlen, weil sich an der Situation nichts geändert hat. Meine Eltern reden immer noch über Geld – und das schlecht. Einige Szenarien von oben gibt es noch. Ich erinnere mich an „Sara und die Eule“. Du kannst nicht kontrollieren, was ein anderer sagt oder tut – deine Gedanken und Gefühle jedoch schon. Mir geht es einfach besser, wenn ich räumlich nicht mit ihr und Papa zusammen bin. Vor allen in dem Kaff, wo ich nicht flüchten kann und wo noch nie respektiert wurde, dass ich mich gerne allein zurückziehe um zu meditieren, weil meine Mutter alles was mit „The Law of Attraction“ zu tun hat, als „nicht wahr“ und „Erfindung“ und „Scheiß“ bezeichnet.

Entmutigung: Entmutigt bin ich, weil ich 28,5 Jahre bin und mich frage, wie lange das noch dauert, bis ich meinen Selbstwert aufgebaut habe, meine Glaubenssätze transformiert und die tolle Schwingung ausstrahle, die das zu mir bringt, was ich mir wünsche.

Schuldzuweisung: Meine Eltern und alle anderen Erwachsenen haben Schuld. Ich weiß aber auch, dass wir unsere Realität selber kreieren und diese Erfahrung wahrscheinlich für mich wichtig gewesen ist, um das zu werden was ich jetzt bin.

Sorgen: Ich hab ein paar Inserate gelesen und mache mir Sorgen, ob die Firmen einen auch Mitte August einstellen oder auf einen Monatsanfang pochen. Bei einer Firma arbeite ich ca. 5 Jahre und die stellten mich an einem 13. ein. Das heißt, ich halte gezielt Ausschau nach Inseraten mit dem Zuatz „zum sofortigen Eintritt.“

Danach war ich mit Mitbewohnerin A auf der Terrasse. Ich hab ihr genau das erzählt, was ich in der EGS geschrieben habe und es hat gut getan. Ich fühle mich hoffnungsvoll und optimistisch.
Heute Mittag erzählte sie, sie wollte Mitbewohner R. Heute Abend die Leviten lesen, weil er sich gestern, ihrer Meinung nach unmöglich benahm. Er ist 26 und jemand, der Witze erzählt die weit unter die Gürtellinie gehen und teilweise auf Kosten von mir und A. Manchmal bringt er uns zum Lachen und manchmal ist es verletztend & er erkennt die Grenze nicht. Gestern war es ZB so. Ich hab mitgelacht und hab es nicht so eng gesehen, weil mir klar wurde: wenn ich Schauspielerin arbeiten möchte, kann es auch immer wieder mal passieren, dass jemand gegen einen schießt und man die eigenen Gefühle davon nicht beeinflussen sollte.
M. (mein Fred) und C sind über das WE nicht da, bzw. M. Fährt mit anderen Freunden eine Woche auf Urlaub. R. War heut Abend mit mir und A. Auf der Terrasse und er war so lieb und sensibel, also ganz anders als sonst. Wir haben ihm alles, vor allem das von gestern, auf den Kopf geworfen.
R. sagte dann, er sei eigentlich gar nicht so, er würde sich nur M. (22 Jahre) und C. (21 Jahre) anpassen, weil die mit ihren Anfang 20 noch kleine Kinder seien. Ich entgegnete ihm dann, dass die zwei, vor allem mein Fred, ein echter Traummann sei und aber in seiner Gegenwart zum Arschloch mutiere & es also an ihm liegt: wenn er sich so gibt, wie er ist und die fiesen Witze nicht mehr reißt, die er angeblich nur wegen der 2 Jungs macht, dann werden sie 2 Jungs, v.a. Auch mein Fred, nicht mehr zum Arschloch mutieren.
Das was mir R am Sonntag vorwarf, ich würde meine Gefühle nicht ehrlich zeigen, sondern häufig ein Happy Face (womit er recht hat) , das behauptete er heut auch von sich selber. Zu dritt schauten wir dann das Video von Revolverheld „Ich lass für dich das Licht an.“ Alle drei hatten wir Pippi in den Augen. Das war wirklich sehr schön. Am Dienstag gehen wir mit ihm einkaufen. Er hat uns gesagt, dass er sich eigentlich nicht wohl fühlt in der Kleidung, die er trägt. Das erste Mal konnte ich ihn so wirklich schätzen – auch als Freund.
Lumo
 

Re: 100 Tage Plan

Beitragvon Lumo » 16. Aug 2015, 21:14

16.08.2015

Ich denke, ich weiß jetzt, was es mit dem „Happy Face Sticker“ auf sich hat. Die letzten Tage hab ich Revue passieren lassen und mir fiel das erste Mal auf, dass ich nie etwas sage. Ich sage nie etwas bzw. zeige keine Reaktion, wenn mir was nicht gefällt. Ich klebe ein Smiley in mein Gesicht.

ZB Donnerstag diese niveaulosen Witze von R gegen mich und A, wo auch mein Fred M. Immer mit lachte oder auch die Aussagen von R zu M, dass er eine Frau für ihn hätte und die aber braune Haare hat. Ich hab mich verletzt und wertlos gefühlt. Als sei ich es nicht wert seine Zuneigung zu bekommen. Nur dass er es nicht selber gesagt hat, sondern es Witze von R gewesen sind. Eifersucht und Wut kamen hinzu. Weil ich dachte: Warum sollte eine andere Frau besser sein als ich? Die Situation besserte sich zwar von selbst wieder, weil ich dann daran dachte, dass es halb so schlimm ist, weil ich auch als Schauspielerin / Sängerin damit rechnen kann / muss, dass negative Kritik kommen kann.

A.: Dass sie dauer schlechtgelaunt ist und in allem das Schlechte sieht. Sie hat zu jedem Thema einen negativen Kommentar und sie erinnert mich unglaublich an eine Freundin, die ich vor Jahren hatte. Sie ist genau dieselbe und von der früheren Freundin habe ich mir auch jeden Tag dieselbe Leier angehört.

Der Busfahrer heute, der unglaublich gerast ist.

Eine Frau, die sich neben mich setzte im Bett und laut telefonierte, obwohl fast der ganze Bus leer war.

Zwei kleine Jungs, die an der Haltestelle neben mir saßen und mit ihrer Plastikflasche gegen das Bushaus-Glas schlugen. Die Jungs habe ich freundlich gebeten, dass sie doch bitte damit aufhören sollen. Es fiel mir schwer, den Jungs zu sagen, dass sie damit aufhören sollen. Genau da fiel es mir auf. Meine Übung sollte darin bestehen, die Situation zu verlassen und aufschreiben, wie ich mich fühlte und wie ich mich lieber fühlen möchte. Abe schreiben, man soll sofort aufhören mit dem was man gerade tut, wenn man eine negative Emotion spürt. Wenn ich mir die einzelnen Situationen anschaue, fühle ich Emotionen wie: Machtlosigkeit, Minderwertigkeit, Wut.
Hätte ich die Terrasse verlassen sollen? Hätte ich M mein Wasserglas ins Gesicht schütten sollen?
Sollte ich die Gespräche mit A beenden, wenn sie negativ werden oder mir positive Gesprächsthemen auf eine Karteikarte schreiben und A immer wieder darauf hinlenken und das Negative, das sie sagt, ignorieren?
Hätte ich aus dem Bus aussteigen sollen?
Sollte ich mich auf das konzentrieren, was ich wirklich möchte? Wie ZB „Ich ziehe nur gesunde, liebevolle Beziehungen in mein Leben.“ „Ich bin von Liebe umgeben.“
Lumo
 

Re: 100 Tage Plan

Beitragvon Lumo » 18. Aug 2015, 03:04

Ich habe die letzten Tage immer mal getestet, was mir gut tut und was nicht. Am besten geht es mir, wenn ich im Burggarten sitze, die Abraham Meditationen mit Esthers Stimme höre, NICHT fernsehe und stattdessen tanze, singe und nach draußen gehe....oder schlafe. Klingt vielleicht komisch...aber ich schlafe lieber tagsüber als nachts.

Gestern habe ich eine Liste gemacht von allen Menschen, die mir einfielen...mit denen ich irgendwann mal eine negative Situation erlebte ... eine ganze A4 Seite. Es genügte, die Namen aufzuschreiben und mir fiel die dazu passende Situation ein. Ich schrieb auf, welche Gefühle hochkommen... ich hab es wirklich auf alle Themen bezogen...Freundschaften, Partnerschaft, Beruf, Eltern, Kindheit, Liebeskummer usw. es waren fast überall ähnliche bzw. wiederholten sich:

Furcht
genervt
Hoffnungslosigkeit
Kummer
Minderwertigkeit
Neid
Ohnmacht
Schuldgefühle
Schuldzuweisung
Unwürdigkeit
Unsicherheit
Wut
Zorn

Ich erinnerte mich an meine Reaktionen...ich hab nix gesagt, keine Emotionen gezeigt, geschmollt sobald ich alleine war "Warum immer ich?" usw. ich erkannte dann einige meiner Muster und was ich eigentlich tat bzw. nicht tat, um diese Dinge anzuziehen. Ich erstellte eine "Regelliste".

1) Verspüre ich eine negative Emotion, verlasse ich die Situation, beende das Gespräch bzw. das Telefonat. Je nachdem, was ich gerade tue, während ich die negative Emotion spüre. Da Abraham sagt, dass es uns nichts angeht, was andere Menschen über uns denken, kann ich einfach die Situation verlassen, ohne was zu sagen oder auch einfach den Hörer auflegen, ohne was zu sagen, wenn mir danach ist.
a) ich schreibe auf, was mich gerade gestört hat bzw. was ich dabei fühlte & wie ich mich stattdessen lieber gefühlt hätte - bessere Gedanken finden.
b) wenn ich mich wieder gut fühle, lasse ich diesem Menschen in einer mündlichen / schriftlichen Form meine Befindlichkeit zukommen - wenn mir danach ist.
c) Affirmationen anhören bzw. gut anfühlende Gedanken denken

2) Wenn ich mich in der Lage fühle bzw. es die Situation meiner Meinung nach zulässt, sage ich sofort was ich denke / fühle.

Mir fällt dazu etwas "Besonderes" ein :kgrhl: ich bin jemand, der über Dinge hinweg sehen kann. Ich bin jetzt 28,5 und meine Schwester 24. Wir verstehen uns sehr gut, nur in Teenie-Zeiten gab´s kleine Problemchen. Ich war diejenige, die es sauber und ordentlich haben wollten, wenn unsere Eltern abends von der Arbeit nach Hause kamen...weil meine Eltern schimpften, wenn wir den ganzen Tag zu Hause waren bzw. nur bis Mittags Schule hatten und zu Hause nichts taten...also kein Abendessen kochen, nicht aufräumen, usw. Ich wollte glückliche Eltern haben :) meine Schwester hingegen war das egal und zwar sowas von egal, ob unsere Eltern schimpften. Ihre Ohren waren auf Durchzug. Ich hab immer alleine aufgeräumt, gekocht usw. hat mich zwar genervt, aber ich sagte nichts. Eines Tages ließ ich sie alleine den Geschirrspüler ausräumen und sie pampte mich an, ich würde nie helfen. BAMM. Ich explodierte. Das ist bei mir so ein Punkt. Dass ich mich selten bis nie beschwere und wenn sich dann aber jemand bei mir beschwert, über dieselbe Sache, dann raste ich aus. :kgrhl: Deshalb sind Punkt 1 und Punkt 2 tatsächlich wichtig für mich. "Problem" ist nämlich, dass die Menschen, in diesem Fall meine Schwester, vergessen, dass sie nie geholfen haben und man sich nicht bei ihnen beschwerte & ich dann die Doofe war, die natürlich grundlos austickt - ihrer Meinung nach :nachdenk:

3) Schweigen bezüglich meiner Wünsche. Ja ich bin / war jemand, die sofort Feuer und Flamme erzählt, sobald es in die richtige Richtung geht. (das mit meinem "Fred" hatte ich niemanden erzählt) Mmmhh...vielleicht sollte ich ein Wunsch- bzw. ein "Es geht in die richtige Richtung"- Tagebuch führen :kgrhl: Ich war ja sogar so bescheuert und hab M., meinen Fred, gefragt, ob er mir seine E-Gitarre leiht, damit ich "Cose della vita" mit Eros Ramazzotti besser visualisieren kann. ER: Du kannst doch gar nicht Gitarre spielen. So einfach ist es nicht, dass du sofort das Lied spielen kannst. ICH: ich will es nicht spielen. Ich will sie mir nur umhängen, die Augen schließen, visualisieren, tanzen und singen & sie dabei anfassen :oops:

4) meine Wünsche gedanklich und visuell vorgreifen, so wie ich es mit FRED gemacht hab & sie auch in 68 Sekunden Texten festhalten. Je mehr ich nämlich die Texte durchlese umso mehr Details kommen hinzu.

5) eine positive Gesprächsthemenliste erstellen. Bei mir merke ich, dass ich mich "mitreißen" lasse, wenn ich in der Runde sitze und die reden plötzlich nur mehr negatives Zeugs. Punkt 1 hab ich gestern angewendet, nachdem R. erzählte, dass sich seine Freundin nach nur 2 Monaten von ihm trennte - also das "Ich verlasse die Situation". Bin in mein Zimmer und hab mir vorgestellt, ich sei Tina Turner & Shakira...hab ihre Songs gehört, mitgesungen und getanzt. Tolles Feeling. Nächstes Mal erzähle ich ihnen einfach eine halbe Stunde von meinem Salomon, der Krähe, die sich im Burggarten immer auf meine Parkbank setzt, den niedlichen Eichhörnchen im Währinger Park oder die Enten, die im Burggarten schwimmen. :kgrhl: oder wie toll ich Akita Inus finde :gvibes: Das möchte ich lernen: Gesprächsthemen in eine positive Richtung lenken.

6) Wertschätzung. Das macht mir wirklich am meisten Spaß. Und Visualisieren. Ich frage mich ZB: wie würde mein "perfekter" Wunsch-Morgen in der Früh aussehen, dann schließe ich die Augen und sehe coole Dinge. Ich freue mich. Schließe noch mal die Augen und sehe wieder was. Genial. So habe ich innerhalb 30 Min. einen ganzen Tag kreiert.

7) Abraham Meditation mit Esthers Stimme. Einfach so schön.

Gestern noch mal den Fred-Workshop gelesen. Es ist beinahe 2 Wochen her, seit mein Fred und ich uns küssten & ich eine ganze Nacht bei ihm im Zimmer verbrachte. Er ist jetzt eine ganze Woche nicht da - er ist mit einigen Freunden in den Strand-Urlaub gefahren. Wenn ich ihn nicht sehe, fällt mir visualisieren viel leichter :kgrhl:

Er hatte mir ja einen Tag nach unserer gemeinsamen Kuschelnacht geschrieben, dass er derzeit nicht bereit ist für eine feste Liebesbeziehung, ich es nicht als Zurückweisung sehen soll, er sich erst selber noch finden muss und es ihn grad Überwindung kostete, ehrlich zu sein. Wie passend...genau das, die Schwingung hatte ich...zumindest eine ähnliche...meine Wertschätzung für ihn ist von Tag zu Tag stärker und ich weiß dank im jetzt auch wie "MEIN FRED" sein soll.

1) Es war dunkel auf der Terrasse & seine Stimme war das erste, das ich von ihm wahr nahm. Sie hat einen wunderbaren Klang und ich höre ihm gerne zu.
2) Er sieht so verdammt sexy aus mit seiner Brille - ein wunderschöner junger Mann inkl. Brille.
3) Er hat dunkle Haare und dunkle Augen & ich steh einfach drauf, wenn ich einen Mann so schön finde, dass ich nur noch ihn angucken will. Deshalb mag ich wohl auch die Brille haha.
4) Er fährt sich gekonnt mit den Fingern durch seine Haare & das finde ich so anregend, dass ich ihn da gern küssen, knuddeln und umarmen möchte.
5) Ich liebe es, dass er so offen ist und man mit ihm über alles reden kann.
6) Ich liebe seine Oberarme. Das Gefühl in seinen Armen zu liegen & von ihm gehalten zu werden, ist wunderschön. Der Satz aus seinem Mund "Ich halte dich fest" ...als ich so eine Tanzbewegung nach hinten machte (Rücken verbiegen und so haha) Ich fühlte mich geborgen, beschützt und wertgeschätzt.
7) Ich liebe die Erinnerung als wir gut eine Woche vor unserem Kuss (und ich bereits den Workshop begonnen hatte) alleine auf der Terrasse saßen und uns über das Reisen usw. unterhielten. Es war wunderbar mit ihm über tolle Reiseziele zu plaudern.
8) Ich mag, dass wir denselben Dialekt sprechen :kgrhl:
9) Der Anblick, als er in der Hängematte lag. :loveshower: , er einschlief und ihn sein bester Freund "wiegte", bzw. der Hängematte kleine Schubser gab.
10) Ich liebe seine Disziplin & dass er das tut, was er sich vor nimmt...Fitness-Studio, kochen, sofort abwaschen, ordentliches Wohnheimzimmer etc. wow. er tut´s sofort.
11) Als wir in der Disco waren und er an meiner Seite blieb, trotz Anwesenheit seiner/ unserer 20 Freunde / Mitbewohner
12) Seine Reaktion auf meinen Impuls bzw. mein inspiriertes Handeln. Wir haben uns unterhalten, getanzt usw. und meine inspirierte Handlung war, ihn einfach zu umarmen und meinen Kopf an seine Brust zu lehnen. Seine Reaktion war ein zärtlicher Kuss. Umarmen und Küssen :loveshower:
13) Sein "Du bist soooo lieb", dass er in einer wunderbaren Tonlage wiederholte, während er mich umarmte und küsste.
14) Wie er meine Hand streichelt und wie er schaut. :gvibes:
15) die ganze Nacht mit ihm gekuschelt und ihn geküsst. In seinen Armen eingeschlafen und wunderbar geschlafen ...Geborgenheit, Liebe, Wertschätzung, etc.
16) Unsere gemeinsame Fahrt im Taxi. Er saß vorne und ich hinter ihm & er hat seinen Arm nach hinten verbogen, damit er meine Hand halten bzw. streicheln kann :loveshower:
Lumo
 

Re: 100 Tage Plan

Beitragvon Lumo » 21. Aug 2015, 01:46

Ich denke an etwas oder jemanden *4x17 Sekunden* (denke einfach nur, sehe, höre, rieche, schmecke, taste). Dieser Gedanke löst eine Emotion in mir aus. Diese Emotion sendet eine Schwingung aus. Gemäß der Schwingung ziehe ich Dinge, Menschen, Erfahrungen an, die dieser Schwingung entsprechen.

positive Schwingungsebene: Liebe, Wertschätzung, Freude usw.

negative Schwingungsebene: Wut, Hass, Rache, Neid, Eifersucht, Ärger, Angst etc.

Ärgert man sich heute Abend mind. 68 Sekunden über einen Arbeitskollegen, dann passt die Kassiererin im Supermarkt die einen morgens unfreundlich anpampt, zur Schwingung :nachdenk:

Ich hab gestern einige Dinge unter die Lupe genommen bzw. mich in meiner Wohn-Umgebung umgesehen und mich gefragt, was mich stört wenn ich es sehe. Äh ja ZB schmutziges Geschirr. Ich musste schmunzeln: jedes Mal, wenn man was vor sich hinschiebt, ZB den Abwasch einiger schmutziger Teller & denkt dabei, man möchte nicht abwaschen & man ärgert sich irgendwie auch über die eigene Faulheit...DANN schickt man ja auch ne negative Schwingung aus :oops: Ich hab dann aufgeräumt und entrümpelt...alles was ich nicht sehen möchte. ZB einen Pulli der mir nicht mehr gefällt oder ein Outfit, das mich an eine schlechte Begegnung erinnert usw. Hab mich gefragt: was will ich lieber? Eine negative oder eine gute Schwingung ausstrahlen? Dasselbe gilt dann irgendwie für alles ....Klamotten, Bettwäsche, Bücher, Freunde, Job, Figur, Lebensmittel etc.

U.a. durchleuchtete ich mein Frühstück:
Seit längerer Zeit denke ich darüber nach, dass ich Müsli & grünen Tee zum Frühstück trinken könnte. Die grünen Tees, die ich bisher probierte, fand ich widerlich.
Den Kaffee aus meiner Kaffeemaschine mag ich auch nicht - obwohl ich verschiedene Sorten ausprobierte.
Dann bin ich umgestiegen zu einem kalten Kaffee ausm Supermarkt. Ich trinke ihn noch fast jeden Tag, obwohl er mir nicht mehr so schmeckt.
Wirklich fantastisch schmeckt mir der Kaffee vom Bäcker...den Becher für € 3,30 finde ich aber zu teuer.
Alles in einem also negative Schwingung, wenn ich was trinke und dabei aber denke "pfui, widerlich" oder "äh mag ich eigentlich nicht."
Diese 4 Wochen seit ich M., meinen Fred, kenne, sitzt der abends immer mit einer Tasse grünen Tee auf der Terrasse - er lässt mich meist mittrinken. Der beste (grüne) Tee, den ich je getrunken habe. Mittlerweile hab ich auch die Marke rausgefunden, gibt es nicht im Supermarkt, dafür aber einen Laden der Teemarke in Wien.
Lumo
 


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