Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

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Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon heartwave » 19. Aug 2011, 03:32

Hallo Zusammen!

Wollte mal fragen wo ihr die folgenden Gefühle einordnet:

- Stress: Dieses Gefühl wenn alles zu viel ist, sich überfordert fühlen, sich zusammenreissen, wenn es im Bauch ganz unangenehm heiss wird usw., man am liebsten fortlaufen möchte

- Kränkung: Wenn mir was gesagt wird was mich klein macht, das gibt dann so einen Stich ins Herz

- Angst: so diffuse Angst, nicht Furcht (wo die Quelle der Furcht klar definiert ist), so Panik-Gedanken die keinen Sinn machen

- Genervt sein: Wenn ringsrum nichts klappt, wenn viele auf mich einreden, wenn ich den Gedanken habe "Lasst mich doch alle in Ruhe"

Vielen Dank im voraus!
heartwave
 
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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon lawofattraction » 19. Aug 2011, 06:53



Hallo Heartwave,

Stress ist keine Emotion. Stress = engl. Anspannung, Druck, ist die Reaktion auf (unterdrückte) Emotionen. Zuerst sind die Emotionen aus der Balance geraten, daraus ergibt sich ein psychischer Zustand, dem man den Namen Stress gegeben hat.

Kränkung ist auch keine Emotion, sondern eine subjektiv empfundene Verletzung der eigenen Gefühle. Auf der Emotionsskala findest Du aber Deine Reaktion auf eine Kränkung, wie zB Wut, Hass oder Enttäuschung.

Die Art von Angst, die Du beschreibst, die keine erkennbare Ursache hat, kann eigentlich entstehen aus jeder Emotion, die sich auf der unteren Ebene der EGS befindet. Panik und Angst entstehen dann, wenn man diesen Emotionen keine Aufmerksamkeit gibt, um sie zu verwandeln.

Genervt sein ist Ungeduld. Auch keine Emotion, sondern wieder die Konsequenz von Emotionen. Überwältigung passt ganz gut, aber auch Ärger - hinter Gereiztsein steckt meist eine der Emotionen, die auf der Skala grau sind.

Lieben Gruss
Loa


Als Hilfestellung nachfolgend meine Erklärung von Gefühl und Emotionen aus einem anderen Thread:

Zimtsterns letzter Beitrag veranlasst mich, einmal einen kleinen Exkurs in den Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen zu machen. Wenn man die vermischt, fühlt man sich in der Tat hilflos und ausgeliefert. Das Verständnis macht klar, dass das nicht so ist, wir unsere Emotionen also verändern können.

Ein Gefühl ist etwas, was wir als "Bewegung" im Inneren wahrnehmen. Über unsere Sinnesorgane tritt etwas als Impuls und Empfindung in unser Bewusstsein, das Empfinden bringt körperliche Symptome hervor, die ihrerseits wieder Emotionen verursachen. Ein Gefühl erlebt keine Bewertung. Es wird einfach festgestellt, da ist etwas, ohne ein Urteil darüber zu fällen, ob das gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm ist.

Eine Emotion ist etwas, was als Reaktion auf ein Gefühl entsteht, ist also ein nach aussen gerichtetes Gefühl, das eine Bewertung erfahren hat. Wobei eine solche Bewertung natürlich oft ganz unbewusst ist. Die Bewertung ist aber nicht in sich selbst begründet, sondern geschieht als Reaktion aufgrund unserer Konditionierungen, Erfahrungen, Glaubenssätze und Überzeugungen.

Beispiel: Wenn jemand einen attraktiven Mann sieht, so ist das Gefühl Anziehung, die körperliche Reaktion Herzklopfen, Rotwerden, Verwirrung, die Emotion Freude oder Angst - je nach Erlebniswelt. Oder ein Fast-Zusammenstoss mit einem anderen Auto. Gefühl: Schreck, darauf folgende körperliche Reaktionen wie Herzklopfen oder Schweissausbruch und als Ergebnis eine Emotion Angst oder Wut oder Erleichterung.



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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon Margalit » 19. Aug 2011, 18:41

Hallo, Loa!
ich habe noch nie eine so profunde Zusammenfassung gelesen, was den Unterschied zwischen Gefühl und Emotion betrifft. :genau: Bis jetzt dachte ich, es ist das gleiche. Den Unterschied zu ziehen ist ein wichtiges Werkzeug, um verfolgen zu können, woher das Gefühl kommt und dementsprechend die Emotion zu verändern. Aus dem Vortex heraus geht das leicht. Sage ich mal.
LG Margalit
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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon heartwave » 22. Aug 2011, 21:50

Von Herzen Dank!

Seit ich die Antwort gelesen habe, kurz nachdem Du sie gepostet hattest, ist viel passiert.
Plötzlich hatte ich an einem ganz normalen Wochenende einen Babysitter so dass ich mir vier volle Stunden Zeit nehmen konnte, das alles bei mir ganz genau anzuschauen. Besonders fruchtbar war der Hinweis mit dem Stress und den unterdrückten Gefühlen, da hab ich gemerkt wie gut ich darin bin, eine Fassade aufzubauen, auch mir selbst gegenüber. Nachdem ich dann eine Weile mit der Emotionsskala gearbeitet hatte erschien es mir, als ob ich dies für jedes Thema extra machen müsste. Es kam mir vor, als ob ein "normaler" Schöpfungszyklus darin bestehen würde, die Skala einmal runter und rauf durchzumachen...
Heute habe ich in einem Buch, das ich parallel lese (Unendliche Liebe von Glenda Green) eine Definition von Liebe gelesen (in meinen Worten: Gott hat ein Teil von sich losgelassen und ihm meinen Namen gegeben, damit ich alleine aber für alle neue Erfahrungen machen kann), die dem Ganzen noch ein i-Pünktchen aufsetzt und wie ein Fahrstuhl auf der Emotionalskala gewirkt hat.
Ich bin froh und dankbar, dass bei den vielen Millionen Büchern und Foren, die es gibt, sich immer noch Menschen die Mühe machen zu schreiben... Es dient Leute, es dient!

Liebe Grüße an alle!
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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon Lia » 19. Mär 2012, 09:25

Wo kann man denn Trauer und Weinen einordnen? :102:

Liebe Gruesse, Lia
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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon lawofattraction » 19. Mär 2012, 09:53




Trauer ist auf der untersten Stufe bei Furcht/Kummer/Depression/Hoffnungslosigkeit/Ohnmacht. Weinen ist keine Emotion, sondern eine Reaktion auf Emotionen, die Erleichterung verschafft. Die ist dann wiederum eine Emotion.



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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon Lia » 21. Mär 2012, 07:51

Ah ja, vielen Dank!

Das was Du als Gefühle beschrieben hast, hatte ich bisher unter dem Begriff "Empfindungen" eingeordnet, die aufgrund von Wahrnehmungen in mir auftreten (unbewertet). Gefühle sah ich dann als die individuelle (eben je nach Konditionierung, Prägung durch Glaubenssätze) Antwort auf die Empfindung, entweder erlebe ich sie als angenehm oder unangenehm. Emotionen dachte ich in Zusammenhang mit den drei Grundgefühlen Angst, Agression und Ohmacht, die die drei Überlebensreflexe Flucht, Kampf und Totstellen auslösen, egal ob physische oder seelische Bedrohung erlebt wird.

Was weinen, lachen, erröten usw. betrifft, sah ich diese als körperliche Begleiterscheinungen, als physischen Ausdruck, von Gefühlen an.

Durch meinen bewusst steuerbaren Fokus, also durch absichtliche Aufmerksamkeitslenkung bin ich nicht abhängig von dem, was durch die Welt als Wahrnehmung auf mich zukommt, ich kann ja meine Wahrnehmungen "auswählen", und damit ändern sich die Gefühle.
Das hieße, meine Gefühle zeigen mir den Grad meiner Verbundenheit mit der Quelle an, mein Wahrnehmen ist abhängig von meinem bewussten Denken.

Verstehe ich Abrahams Lehre nun wirklich richtig und verwendete nur andere Begriffsbestimmungen oder habe ich einen Denkfehler?

Lieber Gruß,
Lia
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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon lawofattraction » 21. Mär 2012, 08:27




Der Unterschied zwischen Gefühl und Emotionen ist doch in meinem Beitrag weiter oben genau erklärt. :102:

Bei der Abraham-Lehre sprechen wir durchgängig von Emotionen, da nur die einer Steuerbarkeit - durch die fokussierten Gedanken - unterliegen.



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Re: Emotionsskala: Stress, Angst, Kränkung - wo einordnen?

Beitragvon Lia » 21. Mär 2012, 09:26

Die Unterscheidung in dem Beitrag weiter oben habe ich schon verstanden.

Meine Frage ging nach den Begriffsbestimmungen, da man ja die Begriffe Emotion und Gefühl unterschiedlich belegen kann. Darum habe ich diese, nach meiner Begriffsdefinition, kurz aufgeschrieben und nachgefragt, ob ich damit von Abrahams etwas missverstehe.

Aber vielleicht denke ich selber weiter nach.... :gvibes:
Lia
 
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