Brauche etwas Hilfe

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 8. Okt 2017, 08:59

Ihr Lieben,

ich brauche mal einen kleinen Schubser oder Anregung von euch :
Am 16.10. bin ich für drei Tage im Krankenhaus und werde am Fuß operiert. Es ist ein oft durchgeführter Eingriff, trotzdem nicht ganz ohne.
Ich habe Schiss, muss ich zugeben. Vor dem Krankenhaus und der Atmosphäre in einem Krankenhaus und auch vor der OP und den Schmerzen danach.

Ich weiß seit Monaten, dass dieser Termin feststeht und je näher er rückt, umso unwohler fühle ich mich und meine Aufmerksamkeit hängt immer im Krankenhaus und meinem Fuß, alles andere wird mir dadurch regelrecht verdorben.

Es ist doch nicht der Tag meiner Hinrichtung! :shock: Aber es triggert mich wegen vieler uralter und längst vergangener Situationen, an die ich bewusst gar nicht denke, ich kann es trotzdem nur für Augenblicke abstellen
Es fällt mir schwer, mich zu beruhigen und deshalb meine Frage, was kann ich tun? Wie komme ich wieder ins Gleichgewicht? Und wie bleibe ich zuversichtlich und gelassen an diesem Tag?

Vor Jahren, nach einem Unfall (nicht der mit dem LKW) war ich im Krankenhaus und völlig entspannt, ohne Sorge, obwohl ich nicht wusste, wie es weitergehen würde. Ich fing damals gerade an mit den Büchern von Louise Hay zu arbeiten, Abraham kannte ich noch nicht.
So möchte ich es gerne wieder haben....
Liebe Grüße
Birdie
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon katgirl » 8. Okt 2017, 11:21

Birdie hat geschrieben:Es ist doch nicht der Tag meiner Hinrichtung! :shock: Aber es triggert mich wegen vieler uralter und längst vergangener Situationen, an die ich bewusst gar nicht denke, ich kann es trotzdem nur für Augenblicke abstellen
Es fällt mir schwer, mich zu beruhigen und deshalb meine Frage, was kann ich tun? Wie komme ich wieder ins Gleichgewicht? Und wie bleibe ich zuversichtlich und gelassen an diesem Tag?

Hallo Birdie,

ick kann Dir nur Astonishing Power of Emotions empfehlen, weil da konkrete Gedankengänge aufgezeigt sind, die Du für Dich umformulieren könntest. Zum Beispiel finde ich den Einstieg bei Gesundheitssachen gut, dass man nicht weiss, was andere Patienten vorher für Gedanken hatten. Auch weiss ich nicht mehr was ich vor 10 Jahren gedacht habe, um mir die damalige Situation zu manifestieren. Oder dass über positive Gesundungsverläufe eben nichts berichtet wird. Das würde mir Erleichterung verschaffen.
Und dann Formulierungen mit 'Was wenn'; Was wenn alles gut geht. Was wenn ich auf nette und freundliche Leute treffe. Was wenn ich optimal versorgt werde. Was wenn es jetzt schlimmer scheint, als es wirklich ist.

Verwöhn Dich einfach so gut es geht. LG :hug:
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 10. Okt 2017, 11:44

Liebe Katgirl
Danke für deine Anregungen.Heute war ich zur Voruntersuchung und es ging relativ schnell,nur 1 1/2 Stunden,obwohl 2-3 eingeplant werden sollten,hatte man mir geraten.
Nach einer fürchterlichen und schlaflosen Nacht vorgestern beginne ich mich nun zu beruhigen und seltsamerweise half mir gestern ein Gespräch mit meiner Schwester,obwohl es nicht mal sehr in die. Tiefe ging.
Ich gab zu,dass ich Angst hätte (eigentlich wollte ich niemanden davon erzählen,es platzte aber aus mir heraus).
Und seitdem bin ich viel ruhiger und sehe der OP nicht mehr mit solchen unbeherrschbaren Grusel Gefühlen entgegen.
Mir hilft es sehr mich vollkommen auf mein IB zu konzentrieren,mir kann gar nichts passieren,weil....und da füge ich dann ein was mich beruhigt und mir Zuversicht gibt.
LG,
Birdie
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Mik » 10. Okt 2017, 14:55

Hallo Birdie,
das finde ich interessant das du ruhiger warst nachdem du die Angst mitgeteilt hast. Ich glaube die Gefahr ist groß ein negatives Gefühl zu schnell weghaben zu wollen und damit aber dem aktuellen Gefühl so viel Widerstand entgegen zu setzen, dass der Fluss des mehr und mehr Wohlergehens behindert wird. In so einem Fall Wie du ihn schilderst, trägt das Aussprechen zum Zulassen bei, statt zum verfestigen der Schwingung. Ich beobachte es immer wieder mal bei mir selbst, dass es da um feine Differenzierungen geht.
Habe ich mich verständlich ausgedrückt? Hälst du es für möglich das es so "funktioniert "?

Ein Krankenhaus Aufenthalt ist eine sehr interessante Erfahrung. Ich mag es wenn die vollnarkose mich ausklickt.
Ein Beruhigungsmittel vorher erzeugt auch erstaunliche Gefühle. :pfeif:

Alles Liebe
Mik
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 11. Okt 2017, 08:40

Liebe Mik,
Ja das stimmt wohl. Der Unterschied ist fein,aber fühlbar. Aber wohl nicht immer,denn ich dachte:halt die Klappe!
Obwohl es niemanden gibt in meinem Umfeld,der dann mit Genuss eigene Horror Geschichten von Krankenhäusern und Operationen zum besten gibt oder mich gar gedauert,"ohhhh,du Arme,das ist ja fuuurchtbar!"
Jetzt fühle ich mich richtig gut und zuversichtlich,alleine das Zugeben meiner Scheiss-Angst hat dazu immens beigetragen,und jetzt kann ich mich besser ausrichten auf die schöne Zeit danach,wenn ich nach Abheilung des Fußes,was zwar viele Wochen dauern soll,ohne Schmerzen laufen kann.Seit Jahren das erste Mal wieder.
Und mein geliebtes Tanzen mit Spruengen und Drehungen usw machen kann und waaaaandern,bis zum Umfallen...
Darauf kann ich mich jetzt freuen und die Strapaze bis es soweit ist,die nehme ich nur am Rande war und es muss ja bei mir keineswegs alles zutreffen.
Mik,ich war wegen meiner Unfälle und früherer Operationen so oft im Krankenhaus,ich finde es eher abturnend.
Aber was die Narkose betrifft,meine letzte war der Hammer....am liebsten hätte ich gefragt,ob sie mir etwas für zu Hause mitgeben möchten.
Als alter Sucht experte weiß ich was gut dröhnt.
LG,
Birdie(schon lange kein Junkie mehr)
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon lawofattraction » 11. Okt 2017, 09:10

Birdie hat geschrieben:Birdie(schon lange kein Junkie mehr)


Jetzt nur noch ein Abraham-Wellbeing Junkie. :kgrhl:

Abraham sagen uns ja immer "make peace with ..." - was immer da auch anstehen mag. Making peace bedeutet nicht, dass man nun alles durch rosarote Brillengläser anschauen soll, im Gegenteil ist es die Anerkennung dessen, was wir zu einem bestimmten Thema fühlen. Da bin ich, das fühle ich und das ist real. Ich will das nicht negieren und nicht unter den Teppich kehren, und ich kann es auch anschauen als etwas, was mich an einen Punkt gebracht hat, an dem ich bewusst Veränderungen vornehmen kann.

"Ok, ich mag keine Krankenhäuser und habe auch schlechte Erfahrungen gemacht" - das bedeutet aber nicht, dass die bevorstehende Erfahrung genau so sein muss. Denn genau so wird sie - wie alle anderen Erlebnisse - immer nur dann, wenn wir das Vergangene auf die Zukunft projizieren. "So war das damals und so wird das sicher auch jetzt wieder sein".

Hat man Frieden geschlossen, ist eine Tür offen für eine andere, neue, erfreuliche Erfahrung. Wir müssen den Ballast der Vergangenheit doch nicht mit uns schleppen und dann auch noch die Zukunft damit belasten. Jetzt, heute, kann ein neuer Fokus gesetzt werden, können andere Gedanken gedacht werden und auch neue Fragen gestellt werden.

Gibt es Menschen, die einen positiven Krankenhausaufenthalt hatten? Sicherlich. Gibt es solche, bei denen alles gut verlaufen ist und sie hinterher "so gut wie neu" waren? Sicherlich.

Und dann kommen die alles bestimmenden, alles verändernden Fragen: Bin ich es wert, auch solche gute Erfahrungen zu haben? Kann ich mir vorstellen, dass ich zu denen "auf der Sonnenseite des Lebens" gehöre statt auf die andere? Bin ich es MIR wert, dass es mir gut geht und ich ein schönes Leben habe? Bin ich wertvoll? Fühle ich mich wertvoll?

Jetzt gilt es ganz besonders, nicht in die Vergangenheit zu schauen, um diese Fragen zu beantworten. Da lauern nämlich alle die Ereignisse und vor allem auch die Menschen, die das Gegenteil beweisen könnten. Aber nur dann, wenn wir ihnen die Macht dazu geben.

Wie wäre es, heute einen Punkt zu setzen und Dir die Freiheit nehmen, eine Zukunft zu erschaffen, wie Du sie verdienst. Nicht verdienst, weil Du ein gutes Mädchen warst oder bist, nicht verdienst, weil Du Gutes getan hast, nicht verdienst, weil Du Dich auf irgendeine Weise für irgend jemanden positiv hervor getan hast - sondern die Du verdienst, weil Du BIST.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Klarissa7 » 11. Okt 2017, 09:40

Loa,das hast du soooo schön gesagt- da geht mein herz auf! Birdie, ich wünsche dir,dass du das fühlen kannst mit dem verdienen, weil du bist! Alles Liebe klarissa
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 12. Okt 2017, 16:22

Liebe Loa,
Das ist großartig formuliert....
Ich lese es immer wieder,denn du sprichst einige meiner ewigen Baustellen an.
Zeit für etwas ganz neues.
Ballast mitschleppen,alte Erfahrungen,die nichts Gutes mehr zulassen wollen.
Langweilig ist das doch,sich nichts Neues zu trauen weil da mal vor tausend Jahren eine schlechte Erfahrung war.
Menno,ich bin so eingerostet,das muss sich noch ändern bevor ich ins Nichtphysische wechsel
LG,Birdie
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon lawofattraction » 12. Okt 2017, 17:56

Birdie hat geschrieben:Langweilig ist das doch,sich nichts Neues zu trauen weil da mal vor tausend Jahren eine schlechte Erfahrung war.
Menno,ich bin so eingerostet,das muss sich noch ändern bevor ich ins Nichtphysische wechsel


Ich glaube, liebe Birdie, das sehe ich ganz anders als Du. Denn ich weiss, welch enorme Entwicklung Du gemacht hast, seit Du Dich hier zu uns gesellt hast. Und dazu kannst Du Dir gratulieren - so wie ich das jetzt auch tue. :genau:

Die Vergangenheit hat sich gestaltet aufgrund ganz vieler Menschen, die alle versucht haben, das Beste zu geben, aber dazu nicht in der Lage waren. Das kennen wir alle. Daher fand ich es nach dieser Einsicht auch so leicht oder besser gesagt nicht so schwer, mit allen diesen Menschen Frieden zu schliessen, die mir diese Selbstzweifel, Selbstkritik und andere selbstzerstörerischen Tendenzen beigebracht hatten.

Sie haben keine Macht mehr über uns, wir sind nun die eigenen Schöpfer und nehmen tatkräftig und gut ausgerüstet unser Leben in die eigene Hand.

Alles Liebe, liebe Birdie
Loa :hug:


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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Urmina » 12. Okt 2017, 19:59

Liebe Birdie

Was mir zum Thema Angst sehr geholfen hat (ist jedoch von P'taah):

Wähle Liebe

Weiss nicht, ob ich zitieren darf, aber per Suchmaschine findest du den Volltext bestimmt.

Alles Liebe und Gute
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon katgirl » 12. Okt 2017, 22:15

Urmina hat geschrieben:Liebe Birdie

Was mir zum Thema Angst sehr geholfen hat (ist jedoch von P'taah):

Wähle Liebe

Weiss nicht, ob ich zitieren darf, aber per Suchmaschine findest du den Volltext bestimmt.

Alles Liebe und Gute

Hallo Urmina,
hier hast Du selber schon eine Zitatesammlung begonnen http://www.abrahamforum.org/law-attraction/taah-zitate-t1730.html
LG
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Urmina » 13. Okt 2017, 00:23

Herr, lass Hirn regnen !

Vielen lieben Dank Bild
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 13. Okt 2017, 08:03

Liebe Loa,
Ich werde schon ganz rot unter meinem Gefieder,nehme aber gerne an,was du sagst und werde daruber nachdenken,nachher während der. Bahnfahrt nach V.zu meiner kleinen Arbeitsstelle,wo ich...stop! Ich glaube,ich habe doch zuvielreingeguckt ins Abe Forum,und beginne unwichtige Einzelheiten meines Alltags zu beschreiben....
Mit "wähle Liebe"kann ich leider nichts anfangen,da es in mir nur ein großes Fragezeichen hinterlässt in Bezug auf Angst vor Operation und Krankenhaus.....
LG,
Birdie,
Die euch auf dem laufenden halten wird,(ohne Details)
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 13. Okt 2017, 10:38

Hilfe!
Was ist los, liebe Lola, ich schreibe gerade am pc meiner Freundin. Ich habe zuletzt immer mit dem smartfone geschrieben und jetzt kommt die Meldung ich bin gesperrt dauerhaft.meine ip Adresse ist gesperrt.
Liegt das an euch oder an meinem smart?
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon katgirl » 13. Okt 2017, 10:42

Hallo Birdie. Das ist mir auch schon passiert und liegt an meinem Daten-Spar-Browser. LogDich mit einem anderen Browser ein .
Alles gut LG
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon lawofattraction » 13. Okt 2017, 10:43

katgirl hat geschrieben:Alles gut LG


:genau:

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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 13. Okt 2017, 15:34

Jetzt ist es wieder okay....ich konnte nämlich die Woche nicht an meinen Rechner,sondern nur per smartfone lesen und schreiben
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 13. Okt 2017, 17:05

Also ich jetzt nochmal.... :roll:

Vorhin habe ich den genauen Zeitpunkt erfahren, an dem ich Montag im Krankenhaus einrücken muss: 11:30 :shock: :shock: :shock:
Da ich ab Mitternacht weder etwas essen noch trinken darf bin ich wohl schon halb verdunstet und schwach wenn ich da ankomme und sicher noch ein bis zwei Stunden warten muss bis zur eigentlichen OP.

Nun fallen mir aber seit kurzem einige Merkwürdigkeiten auf - ob diese direkt im Zusammenhang mit der OP und allem drum herum stehen , weiß ich natürlich nicht.
Es geht darum, dass Dinge passieren, oft nur Kleinigkeiten, Dinge, die erledigt werden müssen die mir erst mal alles andere als ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Kleine und mittlere Widrigkeiten und dann passiert irgendetwas, das diese Widrigkeiten wieder aufhebt oder abmildert-
Nur ein Beispiel: meine Bahn fuhr heute nicht. Also Umwege fahren, auf dem Rückweg dasselbe, aber die ansonsten sehr ungünstig getakteten Anschlüsse klappten wie geschmiert. Mein IB wahrscheinlich, wer sonst, inspirierte mich, geh dahin zuerst, oder beeile dich mal trotzdem usw und ich folgte ohne nachzudenken.

Mein Rechner zerschossen -ich natürlich echt Birdie-like in Auflösung begriffen (meine Daten sind weg, heul!)
Nun ist alles wieder okay, netter Mensch hat geholfen....
Jetzt denke ich mir einfach mal, dass der Termin so spät ist, muss ja nicht von Nachteil für mich sein. Vielleicht ist es sogar genau der richtige Zeitpunkt und ich bin weder durstig noch hungrig.....

Aber wieso immer erst Widrigkeiten, Stolpersteine, Erdlöcher, über meinen Weg gespannte Schnüre zum drüber fallen?
Wenn mein Leben ein Bus ist, dann habe ich wohl nicht die richtige Führerscheinklasse :clown:

LG
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon katgirl » 15. Okt 2017, 19:42

Birdie hat geschrieben:Wenn mein Leben ein Bus ist, dann habe ich wohl nicht die richtige Führerscheinklasse :clown:

Anders formuliert: Du kannst Dir einen Chauffeur leisten, der sich um alles kümmert. :clown:

Ich wünsche Dir alles Gute :lieb: :lieb:
LG
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 19. Okt 2017, 07:12

Guten Morgen,
Birdie ist wieder zuhause zurück mit gerichteter Kralle und einem schicken Schuh,den ich für mehrere Wochen tragen muss.Diese Tage und Nächte im Krankenhaus waren eine erstaunliche Erfahrung mit den unterschiedlichsten Menschen. Und mit mir selbst.
Es ging bis ans Limit.
Was davon mit Abraham zu tun hat,kann ich gerne mal in die Runde werfen.
(Was es zu essen gab und wann und wo und wieviel lasse ich weg)
GlG,
Birdie
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 23. Okt 2017, 09:26

Nur kurz gepiept: Mir geht's gut,(nee, das war jetzt etwas rosa Soße). Ich habe starke Schmerzen.Das stelle ich fest,ohne Angst,Sorge,oder Selbstmitleid.Ist so und punkt.
Zum Schreiben fehlt mir im Moment noch die Kraft, wollte nur mal von mir hören lassen,
Macht's gut,liebe Leute,
Bis später,
Birdie
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon lawofattraction » 23. Okt 2017, 12:30




Liebe Birdie,

das Schlimmste ist vorbei, jetzt kann es nur noch besser werden.

Weiter gute Genesung und ganz liebe Grüsse
Loa :hug:



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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon Birdie » 13. Nov 2017, 10:16

Guten Morgen,
meinem Fuß geht es besser, ist noch geschwollen an der operierten Stelle, immerhin wurde der Knochen zersägt und ich habe einen Schraube im Fuß.

Aber bereits vor Jahren, bei meinem ersten Unfall, dem noch weitere folgten.... :clown: habe ich es recht gut verstanden, mich selbst, bzw den/die verletzten Körperteile als völlig heil und funktionstüchtig zu sehen. Alles wieder fit und gesund, etwas anderes gibt es gar nicht. Punkt. Das klappt, ohne dass ich da Zweifel bekomme.

ich hatte ja geschrieben, dass meine Angst verschwand, nachdem ich sie meiner Schwester gegenüber zugegeben hatte.
So ging ich eigentlich ganz ruhig in die Klinik. Ohne Essen und ohne Trinken seit dem vergangenen Tag. Und musste mich auf der Station in den Wartebereich setzten, da mein Bett noch nicht fertig sei.
Okay.
Also wartete ich und wartete und wartete. Und da kam es allmählich wieder....dieses beängstigende Gefühl. Allein und verlassen zu sein in einer beunruhigenden Umgebung-
Nach zwei Stunden schlich ich zu den Schwestern und fragte noch einmal nach meinem Bett, welches dann relativ schnell fertig gemacht wurde. Inzwischen war mir vor Durst und Hunger schon ganz schwummerig.
Irgendwie kam da wieder alles angeschwommen was ich in meiner Kindheit gelernt habe: allein, hilflos, und dazu das Gefühl, störe bloß niemanden mit deiner dummen Anwesenheit! Das war mir auch gleichzeitig sehr bewusst.
Ich merkte, dass meine Abraham Recourcen mir durch die Finger rannen wie das Wasser, das ich gerne getrunken hätte.
Vier-Bett-Zimmer. Also noch ein Trigger bedient - meine Abneigung mit vielen fremden Menschen einen Raum auch nachts teilen zu müssen.
Und weiterhin warten, warten, warten.
Allmählich näherte ich mich der inneren Kernschmelze und von Abraham war inzwischen nichts mehr da....ich klammerte mich wie eine Ertrinkende (immer dieses Wasser) an mein IB und sagte mir, es kann nichts passieren, ich bin beschützt, reg dich doch nicht so auf! Zur Not steh auf, zieh dich wieder an und hau ab!
Gegen fünf Uhr nachmittags fragte ich krächzend inzwischen und schon schwindlig vor Durst und Ängstlichkeit, ob ich denn wirklich heute noch operiert werde oder doch nicht?
Schließlich wurde ich gegen halb sechs für dir OP vorbereitet. In der Schleuse zum OP schwammen mir dann alle Felle weg und ich bat weinend eine OP Schwester, ob sie mir mal kurz die Hand drücken konnte. Ich war wirklich fertig mit der Welt.
Alle waren sehr lieb und nett zu mir. Aufgrund meiner Junkie Vorgeschichte wirkte das vorbereitende Beruhigungsmittel natürlich überhaupt nicht, aber das wusste ich ja.
Was mir während der ungeheuer langen Wartezeit wieder einmal so deutlich vor Augen geführt wurde: mein ewiger Stolperstein - das Gefühl haltlos zu fallen, ins Bodenlose und absolut hilflos den Umständen ausgeliefert zu sein.
Da kann ich tausendmal Abraham lesen und hören, das erwischt mich immer wieder und dann eiskalt.
Inzwischen gelingt es mir schon wenn die erste Panik und die Schnappatmung nachlässt, mich auf Abe zu konzentrieren und die Skala hinauf zu klettern, bis das Gefühl der Hilflosigkeit zurückweicht.In meinem geschützten Kaninchenbau zu Hause, an fremden Orten eher nicht. Ich komme mir oft auch vor wie ein Kaninchen, dass bei jedem Knall sofort davonrast.

Erst einmal dies,
da gab es noch einen Aspekt, der so ziemlich jeden Menschen betrifft,und der in Krankenhäusern naturgemäß besonders ins Auge fällt, davon schreibe ich später, sonst wird das hier ein zu langer Text

LG
Birdie, das Kaninchen :clown:
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon katgirl » 13. Nov 2017, 10:47

:hug: :bussi:
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Re: Brauche etwas Hilfe

Beitragvon lawofattraction » 13. Nov 2017, 11:07




Birdie, Du tapfere Vogelmutter, lass Dich einmal umarmen. :hug:

Da bist Du wieder mal in die Unterwelt der Erinnerungen und Ängste herab gestiegen, noch schön LoA-mässig garniert mit den widrigen Umständen der Wartezeiten, Hunger und Durst und Grossraumbett.

Ich habe im Laufe meines erkenntnisreichen Lebens :clown: festgestellt, dass es manchmal so etwas wie ein Crescendo gibt, eine übertriebene Neu- oder Wiederauflage alles Bisherigen, was weh tat und in dem Moment tut, um dann endgültig ad acta gelegt werden zu können, um Neuem Platz zu machen. Sozusagen als letzter Paukenschlag einer nun überholten Erfahrungskette. Mit diesem Höhepunkt ist es ausgereizt und braucht keine Neuauflage mehr.

Wobei Krankenhauserfahrungen immer grenzwertig sind - ausgeliefert an eine Welt, in der man zu einem hilflosen Dulder reduziert wird, in der Entscheidungen über und für uns getroffen werden, in die wir selbst bei Verständnis der Angelegenheiten oft nicht eingeweiht werden, sondern nur zum Re-Agieren verdonnert sind. Im Vierbettzimmer muss man dann auch noch sein Bedürfnis nach Privatsphäre unterdrücken und dazu womöglich gute Miene machen.

Du hast es hinter Dir und überstanden. :five: Ich gratuliere Dir, ich glaube, Du kannst aus dem Kaninchenbau wieder hervorkommen und mit Deinen Lieblingen eine Runde fliegen.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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