schwierige Mitmenschen

Dies und Jenes

schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 17:30

Ich möchte es gar nicht wirklich zu einem Thema machen, darum poste ich es in Off Topic, aber ich bin da gerade etwas auf der Spur, bei dem ich irgendwie vernagelt bin. Vielleicht hat jemand eine Idee dazu.

Und zwar geht es darum, dass ich zu einigen Mitmenschen ein sehr ambivalentes Verhältnis habe bzw sie zu mir. An manchen Tagen habe ich das ehrlich gefühlte Gefühl, wir stehen uns sehr nah und sie hören mir ehrlich zu und nehmen mich wirklich wahr. Aber dann gibt es wieder Tage, wo sie mir plötzlich ein ganz anderes Gesicht zeigen, und ich mir dann buchstäblich wie im falschen Film vorkomme. Mich frage, ob das derselbe Mensch ist. Es ist fast schizophren, diese zwei Gesichter.
Und ich weiß nicht, was ich dann am besten tue. Wenn sie mir ihr häßliches Gesicht zeigen, sage ich mir immer: Okay, nimm halt Abstand. Erzähl nichts persönliches mehr, beschränk es auf ein sachliches Miteinander.
Dann aber denke ich, dass das doch albern ist, schließlich ist man ja "befreundet", man kennt sich und hat eh schon Persönliches geteilt. Und wenn ich dann wieder mit der Person zusammen bin, kann ich das rein Sachliche auch nicht "durchziehen". Wie gegen meinen Willen komme ich doch wieder auf die persönliche Ebene, frage und rede mehr als ich wollte, bleibe länger, als ich wollte und - ärgere mich hinterher wieder. Oder - wenn wieder alles in Ordnung scheint - denke: Wo war mein Problem, ist doch alles prima. - Bis zum nächsten Mal, wo das häßliche Gesicht wieder auftaucht...

Es gibt z.B. eine Kollegin, die ich sehr gern habe, und im One to One-Kontakt oder abseits der Arbeit, haben wir ein richtig duftes Verhältnis, plaudern über alles Mögliche, albern herum und haben eine gute Zeit.
Doch dann gibt es wieder Tage, da ist sie wie ausgewechselt und beachtet mich entweder nicht, weil "interessantere" Kollegen da sind, oder sie unterstellt mir Dinge, aus denen ersichtlich wird, dass sie mir im privaten Kontakt eben doch nicht zugehört hat, was für mich immer ein ziemlicher Schlag vor den Kopf ist. Warum tut sie dann so, als wäre sie gern mit mir zusammen und interessiere sich für mich? Dann muss sie doch ihre Zeit gar nicht mit mir verschwenden. Zudem handelt sie unüberlegt, sie ist ein Hektiker, der mit seinem "Temperament" das mitm Hintern einreißt, was andere aufgebaut haben. Sie schmeißt Sachen runter, baut Mist und verletzt sich und andere körperlich, und dann ist es immer die Schuld der anderen. Sie ist wie auf Speed und in der Arbeit sehr anstrengend.
Heute gab es eine Situation, wo sie eine Aussage von mir - da nicht richtig zugehört - falsch verstanden hat, was dazu führte, dass sie "Amok lief" und eine dritte und vierte Person mit hineinzog, indem sie ihnen Dinge unterstellte, die so nicht passiert sind, und behauptete, sie hätte die Info von mir. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie sie das Ganze - noch dazu redete sie hinter meinem Rücken mit den beiden anderen - abzog. Die beiden Personen kamen natürlich sofort sauer zu mir, und als ich ihnen sachlich erklärte, dass die Kollegin da etwas falsch verstanden hatte, war diese nun auch noch sauer auf mich und drohte den beiden, sie zum Management zu zitieren.
Ich fand das völlig albern und überzogen und redete unter vier Augen mit den beiden und erklärte ihnen die Sache, wie sie wirklich war, und das Ganze klärte sich sofort. Für uns. Nicht für die Kollegin. Sie warf mir vor, sie "müsse sich nun wegen mir streiten". Da reichte es mir, und ich sagte: Ich habe nichts von dir verlangt. Du hast dich in etwas eingemischt, was dich gar nicht betraf, du kriegst es in den falschen Hals, und dann ist es meine Schuld? Nein, meine Gute.
Daraufhin log sie: Aber du hast mir das doch schon öfters erzählt! Das habe ich mir doch nicht eingebildet!
Ich: Doch, hast du schon.
Und ab da machte sie wieder zu, kehrte wieder die Seite raus, die mich gar nicht kennt und auch nie privat mit mir zu tun hatte und redete nur noch mit verrutschtem Lächeln mit mir. Schizophren. Sie baute dann noch mehr Mist in der Arbeit, und ich ging.

Kennt das jemand? Diese Ambivalenz und Falschheit? Woher das kommt, kann ich mir irgendwie noch zusammenreimen, nicht aber, warum ich mir den privaten Kontakt, sprich, die guten Tage, immer wieder antue. Wenn ich doch eh weiß, dass dann die paar Stunden zwar Spaß machen, doch am nächsten Tag die andere Seite wieder rausgekehrt wird? Wieso gelingt es mir nicht, da bei mir zu bleiben und diese Personen eben ganz zu meiden? Zum Teil glaube ich, dass es an meiner alten Verlustangst liegt: Bevor ich verlassen werde, nehme ich lieber das bisschen, was ich kriegen kann. Wie früher, als ich mir die Liebe meiner Stiefmutter versuchte, mit Blumen und Selbstgebasteltem zu erkaufen, nur um am nächsten Tag eh wieder Schläge zu kriegen.
Ich meine, wenn der Mensch es wert wäre, würde ich es ja noch verstehen, aber das ist ja im Grunde nicht der Fall, also wie höre ich damit auf? Bzw wie verhalte ich mich am besten, wenn ich eben - arbeitsbedingt - nicht einfach weggehen kann?
Sieht vielleicht jemand den Wald vor Bäumen?

LG
Daisy
 

Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Liebeszauber » 14. Mai 2010, 17:43

Liebe daisy,

..ein Fall von `double-bind Botschaften`?

Vielleicht liege ich völlig daneben, dann verzeih` mir und tu es in die Tüte. :nachdenk:
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 17:58

Nee, erzähl mal - was meinst du genau?
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Liebeszauber » 14. Mai 2010, 18:17

magst du erstmal googlen, da ist es sehr gut erklärt,
ich könnte es wohl auch nicht besser?
Wenn du meinst, das hat mit deiner Erfahrung zu tun..
kann ich noch ein bissl aus eigenem Erleben zu sagen. :prost:
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 18:28

Mit Double Bind kann ich was anfangen, so ist es nicht. Ich fände es nur interessant zu hören, wie du das in meiner Story erkennst. Oder ja - mal von dir selbst erzählst.

Wie gesagt, ich hab da nen Brett vorm Kopf, sonst hätte ich die Sache nicht in die Runde geworfen.

LG
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Shiva » 14. Mai 2010, 18:33

wobei wir beim Thema sind... googeln...

nachdem ich beim Thema: "Assozionskette" einfach nur Spiegel grinsen pp. geschreiben habe, schreibst Du Hedonismus.. da musste ich erstmal schauen.. und da liegt der Hund begraben....

Ich fand es unpassend in dem Fall, denn was hat fröhlich sein mit Dekadenz zu tun? Was hat dieser Vorgang mit Deinen Kollegen zu tun?

Es war einfach so, dass ich darüber nachgedacht habe, warum Du so antwortest und dann kam Dein Thema, welches auch das meine ist. Frage mal Loa und Kia, die haben mir schon den einen oder anderen Ratschlag gegeben, was mir auch sehr gut geholfen hat.

Auch ich habe eine Kollegin, mit der ich sehr gut befreundet war. Wir haben uns Dinge erzählt, die man nicht jedem erzählt, wir haben uns besucht, uns außerhalb der Arbeit getroffen usw. Aber unsere Lebenswege sind auseinandergegangen, wir haben uns unterschiedlich entwickelt, das ist der eine Punkt. Der andere Punkt, ist, dass man sich mit solchen Menschen manchal ähnlicher ist als einem lieb ist, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte.

Mir geht heute den halben Tag (nachdem das ja mit Loa geklärt ist mit dem Haus am See 8-) ) Der Buchtitel von Jostein Goardner "Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort" durch den Kopf. Es gibt zwar keinen Zusammenhang ABER. Unsere Umwelt speigelt uns öfter als uns lieb ist. Wir haben dabei 2 Möglichkeiten, uns aufregen... (Sie ist hektisch, macht immer was kaputt usw) Oder uns auf uns und auf das konzentrieren.

Denn genauso wenig wie DU dich änderen lässt wird sie es tun. So ist es bei mir auch. Ich bin nett, verbindlich aber lasse sie nicht mehr an mich ran.

Was ich damit sagen möchte, liebe Daisy, ich glaube, weder Du noch ich sind einfach - und unsere Mitmenschen machen das nicht mit Absicht, sie sind halt wie sie sind. Da helfen auch keine Aussprachen, wenn sie auch noch so gut gemeint sind (habe ich auch probiert, was dann in Geschrei geendet ist...

Liebe Grüße Shiva
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 18:43

Hi Shiva,

meine Hedonismus-Assoziation hat rein gar nichts mit dem Thema hier zu tun, sondern ist eine reine Assoziation auf deinen Post gewesen. Hedonisten sind oft selbstverliebte, auto-erotische Menschen (Spiegel), die gern feiern um des Feierns willen (dein Popowackel-Getanze).

Zu meiner Kollegin - ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich sie ändern möchte oder irgendetwas anderes auf ihrer Seite tun möchte. Meine Frage ist, wie ich bei mir bleibe.

LG
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Liebeszauber » 14. Mai 2010, 18:57

Liebe Daisy,

findest du denn, das double- bind trifft in deinem Fall zu? Also für mich war das so, als ich diese Form der Kommunikation entdeckte ( im Außen- aber auch ich hatte sicherlich davon übernommen, da es in der engen Bindung zu meiner Mutter entstand, kam ich ja nicht drumherum, es auch in mir hin und wieder vorzufinden :roll: )
hat es eingeschlagen wie Donner und Blitz. Ich war völlig upset. Ich holte ein Buch herbei.. und beschäftigte mich mit diesem -für mich- unheilvollen Thema.

Heute, wo ich da durch bin, ist es eine gute Erfahrung, denn ich verstehe die Menschen, die auf dieser Basis kommunizieren, sofort. Allerdings stelle ich gerade fest, mir ist seither keiner mehr begegnet. War aber auch ein ordentlicher Ritt dadurch, von wegen Schizophrenie, die du ja mehrfach(?) erwähnst.

Betrifft dich das? Fühlst du Wut und all das, wie andere mit dir kommunizieren? Bist du deprimiert über die doppelten Botschaften die ein und dieselbe Person dir sendet, so dass sie nie zu greifen ist für dich? (Für mich war am schlimmsten -ich will es gar nicht so sehr auswälzen- , dass ich mich nie auf meine Mutter beziehen konnte, nichts, nichts, nichts, keine Streit, kein Stellung nehmen zu irgendetwas war bei ihr vorhanden, sie tauchte immer ab. Völlig uneindeutig, immer so wie `Wasch mich aber mach mich nicht nass`. Ich bin zwar da, aber eigentlich bin ich nicht da, rechne nicht mit mir.

Es wäre schon gut, wenn du das irgendwie zuordnen kannst, dieses Thema double bind. Hat es eine Relevanz zu deinen Erlebnissen? Sonst bewegen wir uns auf der eher falschen Fährte und das braucht man ja dann nicht so auszuführen. :nachdenk:
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Sabine » 14. Mai 2010, 19:02

ohhh Shiva, was für eine wunderbare Antwort, die ich absolut mit meiner Wahrheit vereinbaren kann - nur dass ich mich ein wenig von den Menschen distanzierte und nun meine "Spiegelein" in meinen Tieren und meiner direkten Umgebung finde.

Da kann es passieren, dass mich eine ganze Pferdeherde, für deren Futter ich auf vieles verichte, mich fast einfach umrennt, während sie zwei Stunden später dann zärtlich kuscheln kommen oder ich werde fast von einem Pferd getreten zu dem ich mich ansonsten sehr hingezogen fühle und mit dem mich so viel verbindet, mein Seelenhund fasst meine Bitte, doch nun zu mir zu kommen als Einladung auf, auf die er bei Gelegenheit gerne zurückkommen wird und mein bester Ehemann von allen scheint auch nicht mehr meine Sprache zu sprechen, während am nächsten Tag alles wieder "Friede, Freude, Eierkuchen" ist und ich mich frage, an was es nun wieder lag und mir sogar die Antwort geben kann, weil ich weiß, dass ich nur fand, was ich selbst ausstrahlte ... wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus und man findet, was man erwartet oder befürchtet, weil Kraft dem Gedanken folgt.

... wenn ich das nur immer gerade so präsent hätte, wenn ich mal wieder einen "bad hair day" habe :lol:

Ganz liebe Grüsse
Sabine - auch manchmal ein Januskopf
Geh Wege, die noch niemand ging,
damit Du Spuren hinterläßt und
nicht nur Staub
(Antoine de Saint Exupéry)
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Shiva » 14. Mai 2010, 19:04

wenn ich es richtig verstehe, liebe Liebeszauber meinen wir beide fast das Selbe, nur eben anders ausgedrückt. Mich nervt an anderen das, was ich an mir ggf. nicht wahrhaben möchte, auch wenn es nicht immer so erscheint.

Wenn ich heute in die Arbeit gehe, versuche ich (habe ich grummel, noch probier) gute Gedanken zu haben.. nette Dinge zu denken, den anderen zu loben, gute Dinge zu sehen - natürlch im stillen..

und blub... es wrid besser... :tja:
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 19:35

Hi Liebeszauber,

danke für dein nochmal ausführlicheres Post und die Fragen :kuss:

Also bei meiner Kollegin finde ich kein Double Bind-Muster. Es geht ja nicht um Kommunikationsprobleme, die durch Ambivalenz in der Sprache entstehen, sondern dadurch, dass sie mir schlicht und einfach nicht zuhört und darum nicht weiß, was ich gesagt habe, sondern nur einen halben Satz mitbekommt und sich den Rest zurechtspinnt. Sie ist ein Hektiker, der sich nicht konzentrieren kann (will?) und sich nur bestimmte Stichworte im Gesagten eines anderen merkt. Kennst du vielleicht solche Menschen, du sagst z.B. "Ich habe gestern einen Anruf von X bekommen." Und die andere Person nimmt dich und deine Geschichte in dem Satz gar nicht wahr, sondern registriert nur "ANRUF" und schneidet dir dann das Wort ab mit: "Mensch, ich muss noch bei meinem Arzt anrufen und nen Termin machen!"
Mal als Beispiel. SO ist ihr Muster. Und dadurch nimmt sie mich natürlich gar nicht wirklich wahr, nicht als anderen Menschen, nicht als Person, sondern lediglich als eine Instanz, die sich mit ihr beschäftigt und die auch beliebig austauschbar ist.

Die Double Bind Botschaften kenne ich allerdings von meiner Stiefmutter. Wenn ihr etwas zeigen wollte, etwa ein gemaltes Bild oder ähnliches, pflegte sie zu sagen: Na, schön. Während sie aber gar nicht hinsah, sondern sich mit etwas anderem befaßte. Wobei sich das bei ihr mit dem Muster meiner Kollegin mischte, dass sie mich eben auch einfach als Mensch, als Person, nicht wahrnahm. Und dass das was ich zu sagen hatte, unwichtig war.

Als ich den Begriff Schizophrenie wählte, war das nicht auf die pathologische Form bezogen, sondern sollte nur die "zwei Gesichter", zwei Haltungen, die ich von der Kollegin (und anderen) bekomme, einfach erklären. Mal so, mal so halt. Aber eben nicht krankhaft - also sie ist nicht schizophren, sondern eben "wetterwendig".

Liebeszauber hat geschrieben:Betrifft dich das? Fühlst du Wut und all das, wie andere mit dir kommunizieren? Bist du deprimiert über die doppelten Botschaften die ein und dieselbe Person dir sendet, so dass sie nie zu greifen ist für dich? (Für mich war am schlimmsten -ich will es gar nicht so sehr auswälzen- , dass ich mich nie auf meine Mutter beziehen konnte, nichts, nichts, nichts, keine Streit, kein Stellung nehmen zu irgendetwas war bei ihr vorhanden, sie tauchte immer ab. Völlig uneindeutig, immer so wie `Wasch mich aber mach mich nicht nass`. Ich bin zwar da, aber eigentlich bin ich nicht da, rechne nicht mit mir.


Ja, so war es, wie gesagt, bei meiner Stiefmutter. Bei meiner Kollegin nicht. Bei ihr und den anderen mit ihrem Muster werde ich nicht wütend oder deprimiert, sondern es strengt einfach an, dass sie nicht zuhören und dadurch Wichtiges verpassen, sich dann ihre eigene Wahrheit zurechtbasteln und diese dann aber als meine Aussage hinstellen. Was dann zu Konsequenzen für mich führt. Und ich frage mich natürlich auch, warum sie mich als Menschen einfach nicht wahrnehmen.
Ich habe beobachtet, dass sie andere - vor allem jüngere als sie - auch so behandeln, aber diese sind mitunter selbst so oberflächlich, so dass sie es gar nicht merken bzw es um des Spaßes willen einfach ignorieren.

Wie aber eingangs schon erwähnt, habe ich eine ungefähre Ahnung, woher ihr Verhalten kommt. Gerade mit meinem Wissen in Sachen LOA kann ich es mir denken, und das WOHER ist nicht meine Frage gewesen (obgleich ich es gut finde, dass du das Double Bind mal eingebracht hast :lieb: ). Das wäre früher so gewesen.
Heute interessiert mich bei solchen uneasy Situationen nur noch, wie ich unter solchen Umständen bei mir bleibe bzw mich verhalte.

LG
Daisy
 

Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Perceval » 14. Mai 2010, 19:42

Hallo Daisy,

Wenn Du erlaubst, gebe ich Dir mal zwei klassische Beispiele für ein "Double-Bind":
Eine Frau kauft ihrem Mann zwei Hemden, ein blaukariertes und ein schwarzes. Zieht der Mann jetzt das Blaukarierte an, reagiert seine Frau enttäuscht mit den Worten: "Das schwarze Hemd gefällt Dir wohl nicht..." Zieht der Mann aber das schwarze Hemd als erstes an, dann reagiert die Frau ebenfalls enttäuscht mit den Worten, dass ihm das Blaukarierte nicht gefiele...Also ganz egal, wie er sich verhält, er kann es ihr nicht recht machen.

Ein anderes klassisches Beispiel ist der Wunsch ganz spontan Blumen erhalten zu wollen... einmal ausgesprochen, kann das Gegenüber nicht mehr spontan reagieren, und anstatt entzückt über die Blumen, fällt die Reaktion eher mit den Worten aus: Die hast Du mir ja jetzt nur gekauft, weil ich es Dir gesagt habe..."

Natürlich gibt es ebenso Männer, die ihre Mitmenschen in Double-Bind-Beziehungen verstricken. - Aber das nur als Randbemerkung...

Ich denke schon, dass Menschen schwierig sein können (Francois Lelord hat ein unterhaltsames Buch mit eben diesem Titel veröffentlicht), und bei der Schilderung der Situation mit Deiner Arbeitskollegin, war mein erster Eindruck, dass sie Dir eine Rolle in ihrer Realität zugeschrieben hat, und auf Deinen Versuch, eben diese vorgegebene Rolle zu verlassen, könnte das Leugnen Deiner Realität möglicherweise eine Form von Widerstand gewesen sein...
Ich erkläre mir solche Episoden in etwa so:
Da ich selbst nicht immer ständig und überall bewusst agiere (und von daher nicht auf alles jederzeit vorbereitet bin), kann es mir durchaus pasieren, dass eine andere Person mir eine Rolle zuschreibt und ich (gleich einem Gefäß) die Energie der anderen Person aufnehme und (Gefahr laufe) entsprechend zu re-agieren.
Für mich erscheint diese Ansicht stimmig. In der Psychologie gibt es hierfür das Prinzip der Übertragung. Bin ich mir bewußt, was in diesem Moment "mit mir" geschieht, kann ich eine solche Übertragungt ablehnen. Ich habe Situationen erlebt, nach denen ich mich gefragt habe, wieso ich genau so reagiert habe und mich fühlte, als wäre ich nicht ich selbst (manchmal fühlte ich mich auch schlicht von meinem Gegenüber benutzt).
Auch hier hat die Psychologie eine für mich hilfreiche Erklärung (die sich auch mit dem Gesetz der Anziehung- wie ich meine- gut verträgt). Eric Berne (der Begründer der Transaktionsanalyse) spricht von den "Spielen der Erwachsenen".

Vielleicht ist ja was Hilfreiches in diesem Ansatz für Dich dabei...

Liebe Grüße,

Perceval
Perceval
 

Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 20:14

Hi Percy,

Perceval hat geschrieben:Hallo Daisy,

Wenn Du erlaubst, gebe ich Dir mal zwei klassische Beispiele für ein "Double-Bind":


Nach so einem schönen NLP-Einstieg erlaube ich es natürlich gern :lol:

Spaß beiseite. Danke dir für deine Sicht der Dinge. Das Double Bind haben wir ja nun schon geklärt und als Verdächtigen ausschließen können.

Was mir dagegen gut gefällt, ist dein Ansatz hier:

bei der Schilderung der Situation mit Deiner Arbeitskollegin, war mein erster Eindruck, dass sie Dir eine Rolle in ihrer Realität zugeschrieben hat, und auf Deinen Versuch, eben diese vorgegebene Rolle zu verlassen, könnte das Leugnen Deiner Realität möglicherweise eine Form von Widerstand gewesen sein...


Ich sag ja, mit dem LOA im Denken kann ich mir zusammenreimen, was dahintersteckt.
Es gibt ja diesen schönen Spruch: Sieh dir das Leben von jemandem an, und du weißt, welche seine dominanten Gedanken sind.
Nun, ihr Leben ist geprägt von Arztbesuchen (kein Tag an dem sie nichts hätte), Unfällen, Hysterie, exzessivem Internet-Dating ohne Zukunft, wilden Plänen (Tiefseetauchen, Weltreisen), aus denen nie etwas wird und woran dann wieder andere Schuld sind, dem ganztäglichen Spott über andere, die nicht "zu uns" gehören, und dem Rezitieren von Glaubenssätzen wie: "Das Leben ist hart und ungerecht, aber ich habe ja Humor." und "Alle sind gegen mich."

Trotzdem ist da die Chemie, das Darunter, unter dem ganzen Äußeren. Und DAS kann ich einfach nicht umhin, gern zu haben. Vielleicht ist es ihr Inner Being, und wenn wir allein sind, erscheint das plötzlich auch im Außen.


(manchmal fühlte ich mich auch schlicht von meinem Gegenüber benutzt).


Ja, das kenne ich auch gut. Aber nicht im Sinne der Übertragung, sondern fühle ich es eher auf energetischer Ebene. Ist aber vielleicht das Gleiche, nur dass das eine psychologische Sprache ist, das andere universelle.


Aber nochmal - also irgendwie kriege ich langsam das Gefühl, hier hört man mir auch nicht zu :kgrhl: -
Diagnostik brauche ich nicht mehr, sondern eine Antwort auf die Frage:

Wie verhalte ich mich in solchen Situationen und wie bleibe ich bei mir?

LG
Daisy
 

Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon ZaWo » 14. Mai 2010, 20:26

Wie verhalte ich mich in solchen Situationen und wie bleibe ich bei mir?


Vielleicht ganz schlicht:
Konzentration auf die positiven Aspekte eures Miteinander und die Begegnungssituationen prepaven. Gib damit vor, was du sehen willst und gehe raus aus der reinen Reaktion.
....und nicht verteidigen. Damit versetzt du dich immer in eine Mangelsituation und ziehst mehr von dem vermeintlich zu Verteidigenden an. Worte an andere sind dafür nicht nötig bzw. nützen eh nix. Wenn deine Schwingung wieder stimmt, dann merken sie ganz von alleine, dass du nur das beste tust und ohne passende Schwingung merken sie es nie, egal was für Anstregungen auch immer du unternimmst.
ZaWo
 

Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon segelbrot » 14. Mai 2010, 20:28

absichtserklärungen. ich hab die absicht, eine (für mich) gesunde distanz zu wahren. oder so.
segelbrot
 

Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Shiva » 14. Mai 2010, 20:42

Danke, liebe Zawo, Du hast mein ganzes "Bla-Bla" in kurze Worte gefasst, genau das habe ich gemeint - und muss mich aber auch immer selber daran erinnern.

Liebe Grüße Shiva
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Daisy » 14. Mai 2010, 20:44

Mit Absichtserklärungen tue ich mich schwer, da dabei der Fokus automatisch auf dem Unerwünschten ist - vor allem in dem Fall. Denn ich habe ja die Absicht, weil ... ich das andere vermeiden will.

Zawo's erste "Methode" erscheint mir da einfacher. Da schwingt was.
Danke auch für den Hinweis mit dem Nicht verteidigen. Dazu hab ich mich heute nämlich voll hinreißen lassen, als es von beiden Seiten auf mich einstürmte. Hm :| Vielleicht war das ganze ein St-Germain-Test...und ich muss noch üben.
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon LillyB » 14. Mai 2010, 21:01

Hallo Daisy,

Zawo's Methode ist sehr wirksam. Ich habe das nach ABE genau in einer solchen Situation, wo ich mich immer fragte, hab ich einen an der Nuss oder was ist jetzt wieder? Ausprobiert. Und bin trotzdem immer wieder bei mir geblieben. Nochmal. Nochmal. Nochmal. Hingefallen aufgestanden, bis ich es kapiert habe. Und SEIN gelassen habe.

Tja, die Kollegin hat sich dann aus meinem Umfeld von selbst entfernt :tja: Ich war sehr überrascht. Und was passierte dann? Eine andere trat an die Stelle und mit der verstehe ich mich von Grund auf (hab ich mir alles genauso bestellt) einfach super toll.

Konsequent bei sich zu bleiben und den anderen lassen, da erreicht mich dann dieses "andere Gesicht" gar nicht mehr.

ALOHA
Lilly :loveshower:

Wie immer, was vergessen: In einem anderen Fall hat sich diese Sache dann verlagert. Ich blieb konsequent Abish. Bei mir. Egal. Sollen sie denken was sie wollen. Ich bei mir. Was passierte? Sie versuchen, mir zu gefallen. Umdreh-Effekt.
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon lawofattraction » 15. Mai 2010, 06:51




Guten Morgen Ihr Lieben,

vielen Dank für das interessante Thema. Es zeigt wieder einmal, wie schwierig es doch ist, sich trotz fundierten Abraham-Wissens in der Alltagswelt zu bewegen, ohne selbst wieder in bekannte Muster zu fallen. Davon schliesse ich mich natürlich garnicht aus, aber ich kann bei einem so "juicy" Beispiel nicht widerstehen, es einfach mal als Anschauungsmaterial zu nehmen.

Die Kunst bei einer solchen Sache scheint ja zu sein, gänzlich auf Interpretation inhaltlicher Art zu verzichten. In dem Moment, wo nämlich die Geschichte ausgewalzt wird, ist sie auch schon in unserem Pie. Und wenn das der Fall ist, dann bekommt man immer mehr und mehr davon. Die Aufmerksamkeit zieht wie ein Magnet immer mehr davon an.

Ich bin davon überzeugt, wenn solchem Verhalten wirklich beim ersten Aufkommen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, dann wird es sich auch nicht aufbauschen und vervielfältigen. Gross und wirklich unangenehm werden die Dinge erst durch unsere wiederholte Aufmerksamkeit. Jedes Erzählen rührt wieder dran und baut noch mehr Widerstand auf. Die Sache wird immer grösser und wichtiger.


Daisy hat geschrieben:Wie verhalte ich mich in solchen Situationen und wie bleibe ich bei mir


Dein Satz ist doch bereits die Antwort: Bei Dir bleiben. Die Aufmerksamkeit abziehen. Nicht zuhören. Wenn es Dir möglich ist weggehen. Ohren auf Durchzug. EGS klettern. Keinen Widerstand leisten. Verständnis haben, dass sie so ist und sie nicht verändern wollen. Akzeptanz, ohne zu beurteilen. Sie ist so. Sie wird sich sehr wahrscheinlich nicht ändern, egal, wie sehr Du das wünschen magst. Halt Deine eigene Schwingung lang genug mit Absicht auf einem hohen Level, dann werden solche Leute sich von Dir entfernen bzw. nur dann mit Dir zusammenkommen, wenn auch da eine Übereinstimmung besteht. Du bestimmst, ob Du zulässt, dass andere Dich auf ihren niedrigen Schwingungslevel runterziehen.

Ich vergesse auch manchmal, dass es nicht die Aktionen oder Worte sind, die etwas verändern, sondern dass alles Schwingung ist und sich gegenseitig anzieht. Der Ansatz zur Lösung liegt aber immer bei uns. Wir können andere einfach nicht verändern, aber wir haben sehr wohl die Macht, uns so auszurichten, dass es uns gut geht. Es ist immer unsere eigene Wahl.

Liebe Grüsse
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon LillyB » 15. Mai 2010, 09:18

Ja, wenn ich aus dem Vortex fliege (was ja auch wiederum nichts macht, Hauptsache ich bemerke das und steuere selbst dann weiter), habe ich immer zuviel auf andere geschaut (beobachtet), statt bei mir zu bleiben. Darum habe ich das "Andere beobachten" jetzt mal ganz weg gelassen (außer es ist sowieso ein schöner Vortex-Anblick)

:ros: ALOHA und allen ein schönes Wochenende
Lilly
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Shiva » 15. Mai 2010, 09:49

danke, liebe LillyB, Du stärkst mich nochmals in dem, was ich hier gelernt habe. Bei mir bleiben. Sicher geht das nicht von einem Tag auf den anderen - aber es funktioniert. Ich habe es auch schon ausprobiert und mir geht es gut dabei.

Ich denke da immer an die Geschichte mit dem Mann in dem Film "The Secret" der auch arg gemobbt wurde usw. Man muss ja nicht hochnäsig rüberkommen, oder so als habe man keine Meinung, aber manchmal ist es einfach sinnlos, denn diese Menschen haben sich eine Meinung gebildet und Punkt.

Bei mir ist es sogar so, dass eine Kollegin voll ins offene Messer rennt (sie ist auf dem Weg) - und am Ende des Tunnels steht die Entlassung. Ich habe immer versucht, ihr zu helfen, habe ihr sogar "The Secert" gegeben, was sie seit 2 Monaten unangeschaut zu Hause hat (keine Zeit...) Ich nehme meinen Focus jetzt immer mehr raus und es geht mir gut dabei.

Schöne Wochenendgrüße Shiva
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Kia » 15. Mai 2010, 11:03

Ihr Lieben alle,

mit Interesse habe ich den Thread gelesen. Danke Daisy. Grad kürzlich habe ich ja in einem der Spiele die Frage gestellt: Wie macht ihr das, ganz bei Euch selbst bleiben, im Austausch mit anderen Menschen? Und die Antworten waren sehr erhebend. Und liebe Daisy, Du hast genau das gesagt, was Loa hier einbringt. Vielleicht brauchtest Du einfach nochmals die Bestätigung von Menschen hier, die grösstenteils im Vortex / Inneren Gewahrsein sind, dass mit Dir alles in Ordnung ist. Wie um Dir zugestehen zu können, „ich darf bei mir bleiben“. Es ist gut, mich zu lieben, es ist gut nicht auf den ganzen Müll der anderen zu reagieren.
Und, liebe Daisy, ich finde es sehr herzerwärmend, dass Du die äussere Persona dieser Frau gut unterschieden kannst von dem „inner being“, das da ist, wenn ihr alleine seid. Ich denke diese Liebe zu dem göttlichen in ihr fühlen zu können, trotz dieser äusseren Katastrophen, die sie auslöst, ist doch schön für Dich. Ich finde es wundervoll, dass Du sie nicht ablehnst und zurückweist, sondern Deine Schwingung veränderst, so dass sie sich ändern kann und in Deiner Umgebung bleibt, oder eben geht, weil es nicht mehr "schwingt mit Euch".

Danke Euch allen für die wunderbaren Einsichten. Für mich ist immer am besten ruhig atmen, nicht sprechen, mich völlig nach innen fallen lassen, oder mit „Liebe als Geisteszustand“ verbinden. Habe schon erlebt, dass das sofort die ganze äussere Situation verändert hat.

Aber die von Dir geschilderte Situation, Daisy, ist schon sehr anspruchsvoll. Am praktikabelsten ist im Moment sicher was Zawo so kurz und prägnant schreibt. Und die passive Aggression des Nicht-Zuhörens nicht persönlich nehmen. Esther sagt ja immer, wir können nicht von den anderen erwarten, dass sie im Vortex sind, damit wir uns gut fühlen, wenn wir sie anschauen; es ist unsere Aufgabe uns gut zu fühlen, unabhängig davon, was die anderen an Dramen, Spielen, Rollen uns auf der Bühne des Lebens zeigen.

Danke allen :kl: :herzen: :hregen: :hregen: :bheart: Kia
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon ZaWo » 15. Mai 2010, 12:31

Daisy hat geschrieben:Dazu hab ich mich heute nämlich voll hinreißen lassen, als es von beiden Seiten auf mich einstürmte.


Hinreißen lasse würde ich das nicht nenne. Du befandest dich da im Gefühlszustand Schuld o.ä....zumindest meintest du, durch noch präzisere Formulierung da eine Klärung herbei zu führen. Hast also die Verantwortung an dich gezogen in Form von Gegenhandlung. Ist doch ok so....kurzzeitig. Weiter ginge es dann mit Rachegedanken und Wutgedanken vielleicht bis zu Frust, dass die Menschen "so dämlich" sind und du dich damit rumschlagen musst. Dann Genervtheit, dass du wirklich keinen Bock hast, dich um andere zu kümmern und dann gelangweilt wegen dem immergleichen Bühnenstück in diesem dämlichen Theater. Von da aus kannst du dann vermutlich leichter auf den Hoffnungs-Zug aufspringen und mal überlegen, was das Uni für dich tun könnte.

Dass du von der fassungslosen Entgeisterung nicht sofort in die jubilierenden Höhen kommst, ist prozessbedingt und hat nix damit zu tun, dass du irgendwie unfähig oder vergesslich oder sonstwas bist.
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Liebeszauber » 15. Mai 2010, 12:53

Und, liebe Daisy, ich finde es sehr herzerwärmend, dass Du die äussere Persona dieser Frau gut unterschieden kannst von dem „inner being“, das da ist, wenn ihr alleine seid. Ich denke diese Liebe zu dem Göttlichen in ihr fühlen zu können, trotz dieser äusseren Katastrophen, die sie auslöst, ist doch schön für Dich. Ich finde es wundervoll, dass Du sie nicht ablehnst und zurückweist, sondern Deine Schwingung veränderst, so dass sie sich ändern kann und in Deiner Umgebung bleibt, oder eben geht, weil es nicht mehr "schwingt mit Euch".


Für Kia :lieb:

Liebe Daisy, da bin ich ja froh, dass sich der Knoten ( in eine andere Richtung als dieses blöde d.b. ) löst, irgendwie konnte ich es auch nicht so ganz mit dir und der Sache in Verbindung bringen.

guter thread, auch für mich :danke:
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: schwierige Mitmenschen

Beitragvon Perceval » 15. Mai 2010, 13:55

Hallo Diasy,

ich wollte Dich nicht mit einer weiteren Interpretation langweilen, sondern habe für mich in meinen Worten versucht, die von Dir beschriebene Situation mit meinen Worten wiederzugeben... das erleichtert es mir, nicht nur wild Ratschläge zu geben, sondern in mich hineinzuhorchen, welches Vorgehen, für mich stimmig erscheint.

Zawos Vorschlag, den Fokus auf die positiven Aspekte eurer Begegnungen zu legen, finde ich großartig -
Daisy hat geschrieben:Trotzdem ist da die Chemie, das Darunter, unter dem ganzen Äußeren. Und DAS kann ich einfach nicht umhin, gern zu haben. Vielleicht ist es ihr Inner Being, und wenn wir allein sind, erscheint das plötzlich auch im Außen.
Die Methode des Visualisierens wäre jetzt für mich zum Beispiel ein Weg, den ich beschreiten würde:
Ich würde mir beispielsweise diese von Dir beschriebene "Chemie" als ein zartes Pflänzchen visualisieren, um das ich mich durch Wässern, Düngen, Umtopfen, etc wie ein (Hobby-)Gärnter kümmere, damit aus diesem zarten, zerbrechlichen Gewächs eine Blume, ein Strauch, vielleicht auch ein kräftiger Baum erwächst, der durch meine Pflege seine bereits in ihm veranlagte Blüte und sein volles Wachstum entfalten kann...

Eine zweite Methode, die ich immer wieder sehr gerne anwende, ist das Ho'oponopono (wobei mir eher die Vorgehensweise von Dr. Len liegt, als die Mohr-Methode)...

Dieses Vorgehen etwickelt sein Potenzial wahrscheinlich erst dann und scheint sich zu lohnen, wenn der Kontakt zu Deiner Arbeitskollegin auch eine gewisse Wichtigkeit für Dich beinhaltet...

lawofattraction hat geschrieben:Der Ansatz zur Lösung liegt aber immer bei uns
Diesen Satz bete ich an manchen Tagen wie ein Mantra vor mich hin, um mich in Situationen, wie Du sie beschreibst, daran zu erinnern, dass ich bei bewusstem Agieren (und da kommt es weniger darauf an, was ich tue, sondern dass ich es bewusst tue) meine Schwingung erhalte und möglicherweise erhöhe, während ich mich bei unbewusstem Re-agieren und Verteidigen auf die Schwingungsebene des Anderen begebe...

Liebe Grüße,

Perceval
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