Nächtliche Autosuggestion

Dies und Jenes

Nächtliche Autosuggestion

Beitragvon zimtstern » 21. Apr 2015, 11:12

Hallo ihr Lieben,

ich bin kürzlich auf dieses Ebook http://www.merlinworld.com/TSOM/The_Sci ... tation.pdf gestoßen, - wie zu erwarten keine neuen Erkenntnisse für uns, aber was ich ganz interessant fand war die Methode der Autosuggestion die der Autor anwendet um sein Unterbewußtsein von dem was er sich wünscht (Affirmationen) zu überzeugen. Er verwendet dazu "NAPs" (Night Audio Programs) die er sich selbst erstellt und die er nachts während er schläft leise ablaufen lässt.

Es sind ein paar wenige Sätze in denen man möglichst emotional und in "es ist bereits so-"Form von dem Gewünschten sprechen sollte.

Was mich interessieren würde, - hat jemand von euch Erfahrungen mit nächtlicher Autosuggestion via Audiobeschallung?

Ich habe mich noch nicht so ausführlich mit dem Unbewußten/Unterbewußtsein beschäftigt, aber es ist ja scheinbar tatsächlich so dass wir nachts im Theta und Delta "Zustand" empfänglicher für Autosuggestionen sind als tagsüber während einer Meditation im Alpha Zustand.
Und Abraham sagen ja auch dass wir nachts im Schlaf frei von Widerständen sind.

Ich frage mich allerdings ob es sinnvoll ist, so wie der Autor es tut, detailiert von seinen Wünschen (zB. "Ich sitze in meinem (Wunsch-)Auto..." zu sprechen oder ob man es besser allgemein halten und gezielt auf die persönlichen Widerstände (natürlich positiv umformuliert) zuschneiden sollte.

LG, Zimtstern

PS
Auf der Seite wurde übrigens auch ein Video verlinkt
https://www.youtube.com/watch?v=fmMNlmn1DPc "Gregg Braden on Curing Cancer using our own Technology of Emotion"
Bei einer Patientin verschwindet angeblich innerhalb von 3 Minuten (verfolgbar auf dem Monitor des Ultraschallgerätes) ein Tumor, während sich drei Ärzte auf ihren "bereits geheilt" Zustand konzentrieren.
Einige von euch kennen das Video wahrscheinlich schon.
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Re: Nächtliche Autosuggestion

Beitragvon Maike » 21. Apr 2015, 21:20

Liebe Zimtstern,

ich habe als Schülerin mal versucht, mir mit besprochener Kassette, die ich während des Schlafens laufen ließ, das Pauken zu ersparen. :mrgreen: Zum Erfolg kann ich nichts sagen. Ich hab es nicht lange durchgezogen und war seinerzeit alles andere als "aligned". Das Buch, aus welchem ich diese Idee hatte, stammte von Tepperwein.

zimtstern hat geschrieben:Ich habe mich noch nicht so ausführlich mit dem Unbewußten/Unterbewußtsein beschäftigt, aber es ist ja scheinbar tatsächlich so dass wir nachts im Theta und Delta "Zustand" empfänglicher für Autosuggestionen sind als tagsüber während einer Meditation im Alpha Zustand.


Ich habe gelernt, mich selber zu hypnotisieren. Der Zustand entspricht ungefähr dem, in dem man sich während des Tagträumens befindet. Das mache ich allerdings nicht für Autosuggestionen, sondern um mich zu entspannen und mit mir selber zu kommunizieren ohne dass der Verstand sich dazwischenschaltet. Ich kann so Widerstände aufspüren und herausfinden, was ich gerade brauche, um z.B. einem Ziel näher zu kommen.

Mit den Autosuggestionen ist das so eine Sache. Sie entsprechen meinem Verständnis nach Affirmationen. Wenn du z.B. Widerstände gegen finanziellen Reichtum hast, taugen die besten Affirmationen und Schlafzustände nichts, wenn sie auf Widerstand stoßen. D.h. man muss schon sehr genau überlegen, welche Affirmation gerade am besten zum aktuellen Zustand passen, ohne dass der Widerstand dagegen presst. Du müsstest also auf dein Gefühl achten, wenn du einen neuen Gedanken entwickelt willst. Ist er für dich stimmig? Fühlt er sich zu hochgegriffen an?

Lieben Gruß
Maike
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Re: Nächtliche Autosuggestion

Beitragvon zimtstern » 21. Apr 2015, 23:21

Liebe Maike,

Maike hat geschrieben:Mit den Autosuggestionen ist das so eine Sache. Sie entsprechen meinem Verständnis nach Affirmationen. Wenn du z.B. Widerstände gegen finanziellen Reichtum hast, taugen die besten Affirmationen und Schlafzustände nichts, wenn sie auf Widerstand stoßen. D.h. man muss schon sehr genau überlegen, welche Affirmation gerade am besten zum aktuellen Zustand passen, ohne dass der Widerstand dagegen presst. Du müsstest also auf dein Gefühl achten, wenn du einen neuen Gedanken entwickelt willst. Ist er für dich stimmig? Fühlt er sich zu hochgegriffen an?


Das ist genau mein Knackpunkt, stoßen Autosuggestionen/Affirmationen im Schlaf denn auf Widerstand?
Eigentlich sollte das ja der Clou daran sein, dass sie das nicht tun, und das Unterbewußt sein sie "ungeprüft" (ohne einschalten des Verstandes) übernimmt.

Ansonsten hast du natürlich recht, es macht keinen Sinn etwas 100 mal zu widerholen wenn man Widerstände dagegen hegt. Hmm...

Haben Abraham eigentlich schon mal etwas dazu gesagt, auch zum Konzept des Unterbewußtseins?

Irgendwie finde ich die Vorstellung dass das Unterbewußtsein im Schlaf so beeinflussbar ist und etwas ungeprüft übernimmt ("sich einpflanzt") ja sogar etwas gruselig. :lol:

Zum Thema Lernen (Sprachen) habe ich das übrigens auch schon mal probiert, ich habe so einen Kurs nach der Birkenbihl Methode (Fremdsprachen wie die Muttersprache lernen) gemacht und den fremdsprachrigen Text nicht nur tagsüber sondern auch nachts ablaufen lassen.. Aber hier ging es ja auch mehr darum mit der fremden Sprache vertraut zu werden und sie unkritisch wie ein Kind aufzunehmen.

Jetzt würde mich vor allem interessieren ob man es zB. für das Sprachenlernen einsetzen könnte,
quasi durch "Neue Sprachen erlerne ich leicht, ..." oder auch spezieller "Es macht mir Freude mich auf italienisch zu unterhalten, die Wörter kommen einfach zu mir wenn ich sie brauche...". So in der Art.

Lieben Gruß,
Zimtstern :lieb:
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Re: Nächtliche Autosuggestion

Beitragvon Maike » 21. Apr 2015, 23:30

Liebe Zimtstern,

hier wäre z.B. ein Video von Abraham zum Unbewussten /Unterbewusstsein. Die beiden Begriffe sind eigentlich nicht austauschbar, aber werden ja nach Schule und Therapeut unterschiedlich gefüllt.

Ich habe mal eine Hypnose "machen lassen", in der mit Suggestionen gearbeitet wurde. Wenn die Suggestionen nicht zu dir und deinem aktuellen Setpoint passen, haben sie auch nicht viel oder lange Wirkkraft. Das ist auch meine Erfahrung.

Über das andere denk ich nochmal nach. Jetzt wartet ein warmes Bad auf mich. :gvibes:

Gute Nacht :lieb:
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Re: Nächtliche Autosuggestion

Beitragvon lawofattraction » 22. Apr 2015, 07:46

zimtstern hat geschrieben:Irgendwie finde ich die Vorstellung dass das Unterbewußtsein im Schlaf so beeinflussbar ist und etwas ungeprüft übernimmt ("sich einpflanzt") ja sogar etwas gruselig. :lol:


:kgrhl: Da suggeriert dann der Ehemann der ungeliebten Ehefrau im Schlaf, dass sie am nächsten Tag von der Klippe springen soll ...... :pfeif:

Das Suggestionsmodell während des Schlafes ist eine höchst unzureichende Schlussfolgerung zu den Vorgängen, die in uns während des Schlafes ablaufen. Es muss ja angenommen werden, dass unser Gehirn durch die Affirmationen erreicht wird und daraufhin auf Emotionsebene Veränderungen hervorbringt.

Affirmationen haben ja nicht deshalb eine Wirkung, weil unser Verstand sie erkennt und umsetzt, sondern weil sie auf Ebene der Emotionen etwas bewirken und zu veränderten Gedanken führen. Eine Emotion aber ist vom Wesen her etwas, was vom Bewusstsein erkannt wird. Das bestätigt die Vermutung, dass während des Schlafes abgespielte Affirmationen keine Wirkung haben, da sie die wirkliche Transformations-Ebene gar nicht erreichen.

Mit hypnotischen Zuständen - egal, ob von aussen oder selbst induziert - kann das nicht verglichen werden, da auch eine Trance ein Wachzustand ist, der lediglich ein tieferes Eintauchen in das Unbewusste ermöglicht und dadurch Widerstände umgeht.




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Nächtliche Autosuggestion

Beitragvon Maike » 22. Apr 2015, 11:21

zimtstern hat geschrieben:
Zum Thema Lernen (Sprachen) habe ich das übrigens auch schon mal probiert, ich habe so einen Kurs nach der Birkenbihl Methode (Fremdsprachen wie die Muttersprache lernen) gemacht und den fremdsprachrigen Text nicht nur tagsüber sondern auch nachts ablaufen lassen.. Aber hier ging es ja auch mehr darum mit der fremden Sprache vertraut zu werden und sie unkritisch wie ein Kind aufzunehmen.



Sich an eine Sprache zu gewöhnen und sie sich ihr vertraut zu machen, passiert ja dann, wenn man permanent von ihr umgeben ist, z.B. vor Ort. Man gewöhnt sich an den Klang, das Hörverständnis verbessert sich und nach und nach entwickelt sich ein Sprachgefühl. Bei Birkenbihl geht es ja darum, dass grammatikalische Strukturen aufgenommen werden sollen wie beim Erlernen der Muttersprache, also automatisch und über die Zeit hinweg. Es ist vor allem eine Frage des Lerntyps. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Abspulen einer Kassette oder MP3-Datei während des Schlafens so viel zum Erlernen einer Sprache beitragen kann. Im Gehirn spielt sich allerhand ab beim Erlernen und Anwenden einer Sprache, auch der Muttersprache. Vor allem Emotionen spielen eine große Rolle hierbei.

Insofern würde ich es an deiner Stelle vorziehen, einen schönen Film in der Sprache zu schauen und die Freude daran zu genießen als schlummernd zu hoffen, dass ich morgens als Spanier oder Norweger aufwache. :mrgreen:
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