Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Dies und Jenes

Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Daisy » 12. Jun 2010, 19:41

Bei meinem samstäglichen Buchladen-Besuch passierte heute etwas, was seltsam war und was mir im Nachhinein als Spillover aus einer meiner anderen möglichen Realitäten vorkommt und mir zu einer Erkenntnis verholfen hat.
Zunächst einmal war höchst seltsam, dass das gesamte Verkäufer-Team "ausgetauscht" war. Kein einziges bekanntes Gesicht, nur lauter Fremde. Ich bin dort nicht nur Stammkundin, ich arbeite auch im selben Center, in dem der Laden ist, kenne mich dort also bestens aus, und von daher fühlte ich mich heute wie im falschen Film. Zu den fremden Gesichtern kam dazu, dass einiges umgeräumt worden war. Die Energie war spürbar eine andere. Ich fühlte mich wie Alice, die durch den Spiegel gefallen ist - derselbe Ort und doch alles anders.

Unter der Woche hatte ich mir schon ein paar Bücher ausgeguckt, in die ich mal in Ruhe reinschauen wollte. Eins davon war noch eingeschweißt, und ich nahm es mit den anderen Titeln zum Bestell-Tresen, um es öffnen zu lassen. In dem Moment, wo ich am Tresen ankam, verließ die Verkäuferin plötzlich mit Blick in die Luft den Platz und ließ mich stehen. Da ich meistens zu nett bin und mir im richtigen Moment nichts schlagfertiges einfällt, hielt ich den Mund und dachte, sie wird eh gleich wiederkommen. Das tat sie aber nicht, sondern ging zur Kasse, um der Kassiererin zu helfen. Dabei schaute sie nicht ein Mal hoch, ob jemand sie vielleicht woanders brauchen könnte. Und ich wurde innerlich etwas ungehalten. Auf Umsichtigkeit lege ich großen Wert, so wurde ich erzogen, und besonders von Personal erwarte ich sie.
Sie kam und kam nicht wieder, obwohl sich hinter mir schon eine Schlange bildete. Inzwischen war mir eingefallen, was ich ihr sagen würde, wenn sie wiederkäme. Doch statt ihr kam schließlich eine andere Kollegin, und auch diese war sehr sehr unprofessionell, hatte keine Ahnung vom Fach. Ich wollte gern einen Titel eines weltbekannten russischen Autoren haben, sie brauchte drei Google-Sitzungen, um seinen Namen richtig zu schreiben :rleye: Hatte keine Ahnung, wer er war. Ich war drauf und dran, einen Scherz zu machen oder einfach freundlich zu lachen, um ihre Befangenheit zu zerstreuen, doch dann fiel mir das Selbstliebe-Thema aus dem Forum hier ein und auch das was ich gerade bei St-Germain über Selbstwert gelesen hatte. Sprich, dass man bei sich bleibt und auch man selbst bleibt, und sich nicht dem anderen anpaßt, nur um es ihm leicht zu machen. Und ich hatte im Nachhinein das Gefühl, ich habe mir diese Situation als eine Art Test selbst arrangiert.
Sie fand schließlich einige Titel, doch ließ sie mich nicht eben mal näher in die Beschreibungen reinschauen, wie das Team sonst es tut, damit ich in Ruhe entscheiden kann, ob und welchen ich bestelle. Die Bücher sind nicht eben billig, und da möchte ich schon gern vergleichen dürfen. Da sie mir die Chance nicht gab und wiederum keine Ahnung hatte, wie sie mir beratend in meiner Entscheidung helfen könnte (z.B. Titel zur Ansicht zu bestellen), sagte etwas in mir: Schluß damit, es hat keinen Sinn.
Als sie den Vorgang schloß, sagte sie: Sie können ja auch mal im Internet auf unserer Seite schauen, da können Sie direkt nach Hause bestellen. Welch ein Faux-pas. Einen Kunden, der im Laden steht, nicht bedienen zu können und ans Internet zu verweisen. Geduldig erklärte ich ihr: Ich arbeite hier im Center, ich bin Stammkundin und fast täglich hier. Ich komme her, damit ich eben nicht im Internet bestellen muss, wo ich mich erst registrieren muss, ich nicht ins Buch schauen kann und und wo die lieferbaren Titel nie aktualisiert werden, d.h. es hängen dort oft noch Titel als gelistet drin, die es gar nicht mehr gibt.
Ich kam mir vor wie ein Stammgast in einem 5-Sterne-Hotel, dem die Besenkammer zugewiesen wird. Das geht einfach nicht. So behandele ich meine Kunden nicht, da habe ich einen höheren Anspruch an mich selbst.
In Situationen wie dieser, oder wenn ich herablassend behandelt werde, merke ich regelrecht, wie ich in den NLP-schen Hochstatus gehe, damit mein Gegenüber an der "Kälte" merkt, dass es mich nicht behandelt wie ich es verdiene. Ich glaube, in solchen Momenten kommen urplötzlich meine Aristo-Wurzeln durch, ich rede und denke plötzlich wie jemand, der weiß, wie "schwer" er ist. Meine Großmutter war auch so, vielleicht habe ich es auch von ihr übernommen. Hinterher frage ich mich manchmal, ob das gut so war, aber wenn ich es nicht tue, ärgere ich mich hinterher richtig, dass ich mich habe so behandeln lassen. So lange man nicht ausfallend oder unfair wird, sollte man zu sich stehen und sich behaupten. Meine Stiefmutter sagte immer: "Die (Großmutter) hält sich für was Besseres." Sie war, wie ich, ein Einzelgänger und konnte Tratsch und sinnloses Beisammen-Sein nicht verstehen, weshalb sie als kalt und arrogant galt, Attribute, die auch ich öfters bekomme, ganz besonders im Center, wo man erst richtig dazugehört, wenn man was zu erzählen hat - vor allem über andere :rleye:
"Du bist immer so ernst" oder "Die Daisy ist irgendwie komisch" sind dann die gängigen Sätze. Dabei bleibe ich einfach nur bei mir. Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass das irgenwie einsam macht, und auch das Außen "prophezeite" mir das stets, wenn ich "so weitermache", und ich habe mich irgendwann gefragt, ob sie recht haben.

Heute da im Laden ging mir plötzlich auf, dass gar nicht ich diejenige bin, die ein Problem mit mir hat, sondern die anderen. Und plötzlich liefen so viele Situationen vor meinem geistigen Auge ab, wo ich mich zurückgenommen habe, und Situationen, wo ich ich geblieben war, und dabei kam mir die Erkenntnis: Selbst wenn ich mich auf "deren Ebene" begeben habe, mit fröhlich und gesellig war, mit getrascht habe und fast der Überzeugung war, ich bin das wirklich, selbst dann war ich hinterher einsam! Und zudem frustriert, weil ich mein wahres Selbst und mein Potenzial verleugnet hatte! Wir sind alle einsam (Zuneigung anderer hat keine Garantie) - diese Menschen vielleicht sogar noch mehr als ich, wenn sie Klatsch und Tratsch brauchen. Wenn der Preis für Beliebtheit und weniger Einsamkeit der ist, dass ich mich selbst verleugne, mich selbst kleiner und dümmer mache, nur damit sich jemand anders besser fühlt (wie die Buchhändlerin, die den russischen Autor nicht kennt), dann verzichte ich liebend gern!

Als mir klar wurde, was ich da all die Jahre gemacht habe, fühlte ich mich auf einmal so befreit! Ich nahm den Stapel Bücher, suchte mir eine Couch und blätterte vergnügt. Lesen ging nicht mehr, dafür ging mir zuviel im Kopf herum. Als ich gehen wollte und die Bücher zurück in die Regale stellen, kam die Verkäuferin auf mich zu und fragte - und das hat noch nie jemand in dem Laden gemacht: Soll ich Ihnen die Bücher schon an die Kasse legen?
Sie hatte nicht nur gelernt, sie war auch die perfekte Resonanz für meine Selbst-Erkenntnis vorher! Ich stand zu mir selbst und erkannte meinen Wert, und das Außen zog mit! Und die Bücher waren teilweise teure Bildbände - GeldWERT traut man mir also auch zu!

Bevor ich ging, fragte ich aus Neugier, was mit dem gewohnten Team geschehen sei. Sie sagte: Die sind auf einem Betriebsurlaub, nächste Woche zurück.
Ich weiß, dass es nicht so ist, doch habe ich das Gefühl, als wäre das heute wirklich alles nur für mich so arrangiert worden, damit ich diese Erfahrung machen kann.

Wieder daheim, wurde mir klar, dass mein So-Sein nichts antrainiertes ist und keine wirkliche Arroganz. Sondern einfach das Leben meines Selbstwertes. Ich bin wie ich bin und habe mich einfach nur angepaßt gehabt. DAS war das falsche Ich, und ich soll gar nicht so sein. Ich soll das Beste wollen und das Beste haben, es hat seinen Grund, warum ich "was Besseres" bin. Warum bin ich intellektuell, warum bin ich intelligent, warum bin ich zu klug, um mich schwängern zu lassen und dann abtreiben zu müssen (siehe meine Freundin anderer Thread), warum habe ich so viele Erfahrungen gemacht, warum bin ich so weit gekommen und habe mich selbst und das Leben studiert - um das ALLES zu verleugnen und dafür "beliebt" sein?! Ha! Lieber bleibe ich "einsam" und "komisch" und lasse meine "Arroganz" raushängen als auf das Gute des So-Sein-wie-ich-bin zu verzichten.

Mann, was ne Erkenntnis. Mein Herz geht immer noch so :herzhpf:

Meine Oma war übrigens niemals einsam. Jeder war gern bei ihr - nur die die Klatsch und Tratsch liebten oder "nicht besonders gescheit" waren, blieben ihr fern... Auch im Alter landete sie nicht im Heim, sondern wurde bei einem ihrer Söhne aufgenommen und hatte bis zu ihrem Tod im hohen Alter von Mitte 90 ein schönes Leben. Sie hatte auch niemals Demenz-Erscheinungen, sondern war geistig fitter als so mancher Jungspund - nicht zuletzt vielleicht dadurch, dass sie ihren Kopf nicht mit Unnötigem wie Klatsch und Tratsch zugemüllt und ihren Geist nicht mit wahllosen, zahllosen Kontakten belastet hat :gvibes:
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon LillyB » 12. Jun 2010, 20:13

Hallo Daisy,

danke für die schöne Story :danke: Da geht mir das Herz auf, wie Du bei Dir geblieben ist. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich letztens ebenfalls erkannt habe. ABE sagen glasklar:

Zulassen, Empfangen, bei sich zu sein, bedeutet nicht seine Toleranzgrenze im Außen zu erweitern (um sich auf die Ebene des Gegenüber zu begeben, anzupassen), sondern es bedeutet, seine Schwingung zu halten.

Werde ich nie mehr vergessen. Ein wichtiger Schritt :pfeil:

ALOHA
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon ranna » 12. Jun 2010, 21:32

Liebe Daisy

Auch von mir ein grosses Dankeschön für Deinen schönen, interessanten Bericht. Ich sehe mich da in vielen Dingen auch wieder.
Von oberflächlichen Leuten wurde ich auch schon als arrogant bezeichnet, weil ich wenig rede. Gerade bei Klatsch, der mich sowieso nicht interessiert, mache ich halt nicht mit.

Nochmals vielen Dank Daisy für all Deine interessanten Beiträge. Ich lese sie immer mit grossem Interesse.

Alles Liebe
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon abrakadabra » 12. Jun 2010, 21:58

:ros:
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Daisy » 12. Jun 2010, 22:11

Freut mich, dass euch die Geschichte etwas gegeben hat Bild Ganz besonders weil ich beim Schreiben oftmals nicht genau den Punkt dessen treffe, was ich rüberbringen will. Ich kann es nur erleben, nicht ausdrücken, und in dem Versuch, es doch zu tun, verstricke ich mich manchmal in zu vielen Einzelheiten, um Gedankensprünge zu vermeiden. So wird oftmals unweigerlich eine etwas längere Geschichte draus. Bei den Indianern ist Storytelling sehr hoch bewertet, sogar höher als ein guter Krieger zu sein, das hat wohl etwas auf mich abgefärbt...

Ranna, mir ist tatsächlich auch schon aufgefallen, dass du wenig "redest" (im Forum schreibst) und angenommen, dass für dich dann wohl einfach nicht viel Interessantes dabei ist. Daher hätte ich nie gedacht, dass dir meine Beiträge gefallen, und es freut mich umso mehr, dass es doch so ist. Es tut gut zu wissen, dass ich nicht nur poste, sondern auch etwas weitergeben kann :lieb:

Liebe Grüße
Daisy
 

Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon catwoman » 13. Jun 2010, 00:16

Liebe Daisy,

Vielen lieben Dank für diesen inspirierenden Bericht! :ros:
Es klingt für mich so, als ob du jetzt mehr wieder zu dem geworden bist, was du bist!

LG

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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Kia » 13. Jun 2010, 07:38

LillyB hat geschrieben:Zulassen, Empfangen, bei sich zu sein, bedeutet nicht seine Toleranzgrenze im Außen zu erweitern (um sich auf die Ebene des Gegenüber zu begeben, anzupassen), sondern es bedeutet, seine Schwingung zu halten.

Werde ich nie mehr vergessen. Ein wichtiger Schritt


Danke Lilly, das ist so wichtig :ros:

ranna hat geschrieben:Nochmals vielen Dank Daisy für all Deine interessanten Beiträge. Ich lese sie immer mit grossem Interesse.


Und schön Deine stille Gegenwart hier, Ranna. Ist viel, das Da-Sein, ohne Tun müssen. Du schreibst wenig, das stimmt, aber immer besonders liebevoll und achtsam :lieb:
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon butea » 13. Jun 2010, 08:20

Liebe Daisy,
:ros: ich freue mich über Deine Erkenntnis. Sie hilft mir bei meiner Selbst-Erkenntnis - ich bin nämlich auch "so eine Komische" :five: und es ist schön, zu wissen, daß wir so sein dürfen und aus gutem Grund!
Ich finde es toll, daß Du zu Dir selbst finden konntest, ohne mit der Verkäuferin Zoff anfangen zu müssen. Richtig schön, wie Du das geschrieben hast.
Ich wünsch Dir einen ganzganz schönen Sonntag :lieb:
butea
 

Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon ranna » 13. Jun 2010, 08:32

Liebe Daisy
Ihr Lieben

Im Gegenteil, für mich ist sehr viel Interessantes in diesem Forum zu lesen. Ich fühle mich mit allen und allem hier sehr verbunden.
Abraham sind für mich irgendwie so etwas wie die Botschafter von „Zuhause“ und in diesem Forum hier zu lesen, bedeutet für mich jeweils, diesem Zuhause sehr nahe zu sein. In anderen Worten, ich schöpfe eigentlich viel Kraft aus allen Beiträgen, Workshops etc. So bin ich halt mehr ein stiller Geniesser und komme auf diese Weise auch ganz leicht in den Vortex. Ein bisschen egoistisch von mir vielleicht?

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch bei Euch allen bedanken – schön dass es Euch gibt! :hug:

Alles Liebe
Ranna
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon LillyB » 13. Jun 2010, 12:36

Mahlzeit alle :gvibes:

die Story ist wirklich klasse. Als ich mir den Strang danach eben nochmal durch las, fiel mir auf, dass sie für einen bewußten Realitätsgestalter auch eine hochinteressantes Beispiel ist, Energien zu spüren, üben zu spüren, Achtsamkeit zu pflegen um bei sich zu bleiben und sich nicht unwillkürlich aus dem Vortex schmeißen zu lassen.

D.h. die inneren Sinne werden dadurch geschult und ich kann sehen, dass sie schon entsprechend trainiert sind, ebenso wie meine Emotions-Aktionen und einen großen Nutzen daraus für mich ziehen. Ich komme z.B. in einen Laden (wie Daisy hier beschreibt) und die Energien sind ganz anders gestreut, so dass sie mich scheinbar zwingen in diese Energien ein zu steigen. Anschaulich schildert Daisys Geschichte, dass ich das nicht brauche. Ich schnuppere die Energie und Schwingungslagen und bleibe einfach achtsam in meinen Schwingungen. Das schärft meine Sicht. Und ich behalte die Energie und -schwupps- ändere ich damit die Energie des gesamten Umfelds.

:loveshower: ALOHA
Lilly

EDIT: Ich sehe sogar noch einen weiteren Punkt. Da ich ja immer auf vergangene Gedanken im JETZT stoße, ändere ich sogar diese theorethisch. Das erklärt das Feeling eines Parallel-Erlebens.
Zuletzt geändert von LillyB am 13. Jun 2010, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon ZaWo » 13. Jun 2010, 12:43

:stimmt: Das ist eine Form des Segment-Intending. Super gemacht. Ich bin da noch ein bisschem an rumrudern, da ich mir früher angewöhnt hatte jede und alle Energien in mich aufzusaugen und zu lesen. Üben, üben halt.
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon butea » 13. Jun 2010, 12:45

Ihr Lieben,
nur mal ein leicht OT Zwischenquak:
Ich habe es schon lange gemerkt, bevor ich jemals von Abe hörte, daß ich großen Einfluß auf Stimmungen anderer Leute habe. Wenn ich gut drauf bin - sind meine Kollegen gut drauf. Wenn ich mies drauf bin (und ich brauche nur in der Ecke zu sitzen und nichts zu sagen, ruhig an meinem Computer zu arbeiten) - dann sind alle mies drauf und es herrscht dicke Luft.
Das hat mich längere Zeit sehr belastet, da ich mich da in einer Verantwortung sah, die ich nicht meistern konnte. D.h. ich wußte nicht, wie ich meine Gefühlslage beeinflussen sollte, so daß ich nur noch "gute Schwingungen" ausstrahlte.
Ich wollte ja selbst gut drauf sein, aber auch nicht jedes Mal für Stunk sorgen, wenn es mir grad nicht gut ging.
Dank Abe usw. gelingt es mir jetzt besser, wieder zu meinem eigenen Wohlgefühl zurückzufinden. Ich bin "passiver" geworden, in dem Sinne, ich konzentriere mich mehr auf mich selbst und weniger auf die anderen. Ich versuche die Stimmung im Büro nicht mehr bewußt zu manipulieren. Hauptsache, ich bin gut drauf, dann klappt's auch mit dem Nachbarn :gvibes:
butea
 

Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon LillyB » 13. Jun 2010, 12:48

Was ich dadurch jedoch auch gelernt habe, liebe Butea ist - ich muss nicht gut drauf sein. Ich brauche nur das Bei-Mir-Sein zulassen. Und das ist schon gegeben, wenn ich mit mir in reinem Frieden bin. Also nicht unbedingt sichtbar für Außen. :gvibes: ALOHA

Lilly
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon butea » 13. Jun 2010, 13:08

Ja, liebe Lilly, das ist wunderschön. Es nimmt den Druck raus. Merci :ros:
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Daisy » 13. Jun 2010, 13:57

Mir ist beim nochmaligem Lesen meiner Geschichte eben aufgefallen, dass sie in Kürze etwas beschreibt, was mir eine Freundin aus Amerika mal erzählt hat. Ihr Sohn ist in der Schule immer etwas langsamer als die anderen. Vor der Bush-Ära war das Schulsystem so gewesen, dass diese Kinder dann einzeln gefördert wurden, um die lernstarken Kinder der Klasse nicht aufzuhalten. Die Elite wurde gefördert, so wie man das aus amerikanischen Filmen über die großen Universitäten kennt.
Unter George Dubbeljuh wurde das plötzlich geändert: Die ganze Klasse mußte mit dem Weitergehen im Stoff warten, bis auch der letzte es "geschnallt" hatte. Meine Freundin war sehr wütend darüber, da ihr Sohn nun für das Aufhalten der gesamten Klasse "verantwortlich" war, und die anderen Mütter wurden auf sie und ihren Sohn sauer, was den Druck auf ihn wiederum erhöhte.
Sie sagte, das Bildungssystem ist ja schon immer eine Katastrophe gewesen - besonders verglichen mit Europa - doch das war die absolute Krönung. Die intelligenten, lerneifrigen, selbständigen Kinder werden bestraft, sie müssen sich dem Bummelletzten anpassen, nur damit der sich nicht so allein fühlt.

Wo diese Lösung hinführt, kann man an George Dubbeljuh ja prima sehen...nee danke, mich holt keiner mehr auf sein Niveau runter. Wenn er was will, kann er raufkommen.
Daisy
 

Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Kia » 13. Jun 2010, 16:59

Das ist wunderbar zu lesen Ihr Lieben :danke: Euch allen.
Ich bin genau wie Lilly und Ihr alle, das am Üben und es geht immer besser, je achtsamer ich bin.
Und je höher meine Eigenschwingung, um so besser geht es. Bevor ich aus dem Haus gehe, mache ich die letzte Zeit ein Energie-Check-up, und schaue, wo ich stehe, korrigiere bei Bedarf und gehe dann erst raus.
Es ist ein tolles Gefühl, nicht mehr die ganzen Energien aufzunehmen, und mich ständig wieder "sortieren" zu müssen innerlich. :gvibes:
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon jada » 15. Jun 2010, 11:35

Wow Daisy, tolle Geschichte. Wahr bestimmt ein Wahnsinnsgefühl, gell? Kann ich mir gut vorstellen.
Die Badewanne prahte sehr, sie hielt sich für das Mittelmeer.
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Daisy » 15. Jun 2010, 17:06

Hey, dich gibbet auch noch? :P :five:
Daisy
 

Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon jada » 15. Jun 2010, 19:36

Jaaaaa :kuss: !!!! Wie geht es dir, du Liebe? Habe mich erstmal ausgeklickt und mich dem "vergessen" geübt und verdammt geile Erlebnisse gehabt. Könnt sogar eins hier dranhängen, würd fast zu deiner Story passen :nachdenk: .

Das schöne an Abe ist ja, dass man egal wann, wieder anfängt, alles aus anderen Augen sieht. So als würde man wieder am Anfang stehen, nur ist die Ausgangspostition ist immer anders. Also, ab und zu über ich mich im vergessen, um wieder zu wissen.
Die Badewanne prahte sehr, sie hielt sich für das Mittelmeer.
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Daisy » 15. Jun 2010, 19:53

Gut gehts mir :stimmt: Dann häng doch deine Story einfach mal hier ran!

LG
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon jada » 15. Jun 2010, 20:23

Na dann... Vielleicht hole ich ein bisschen aus zum besseren Verständnis. Ich bin an dem Punkt angelangt, wo ich mal meine Wünsche, Ziele, Träume, Bestellungen zur Seite legte. Ich beschloss ein Gedankenexperiment zu machen: Was wäre wenn ich sicher nur noch einen Monat zu leben hätte. Was täte ich dann. Groß Zeit sich im Wünschen und Bestellen zu üben, gäbe es nicht mehr. Aber trotzdem wollte ich noch eine tolle Zeit verbringen. Als erstes beschloss ich, dass wenn mir jmd. verbrannte Semmel einpackt, dann sage ich sofort was. Nicht wie vorher mir einreden das ich doch noch zwei andere hätte um satt zu werden. Wenn mich jmd. mit voller absicht anrempelt und kein Entschulidung sagt, gibts verbale Ohrfeigen. Auch beschloss ich in meinem Experiment, schlechter Laune, blöden Gequatsche, zeitfressende Lästereien, schlechte Laune wegen Hängetittis usw. keine Beachtung mehr zu schenken. Zeit ist kostbar. Ausserdem wollte ich nur noch Dinge tun, die mir Spass machten und sie dann doppelt und dreifach geniessen. Neue Arbeit zu suchen, wäre zu spät, also beschloss ich diese zu meinem Traumjob zu machen. Mensch war ich glücklich. Bis es irgendwann klick gemacht hat und ich mich ernsthaft gefragt habe, warum ich so erst leben sollte, wenn mir jmd. die Todesnachricht überbringt. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um ich zu sein.

So und jetzt zum aktuellsten Erlebnis. Ich gehöre warhaft nicht zu den hübschen und attraktiven Frauen auf diesen Planteten, obwohl ich selber mich ganz pasabel finde. Mein Freund und meine Familie witzeln immer wieder, dass ich Arme ja nie angebaggert werde. Ausser ein "Hübsche Frau Du" von einem 70 Jährigen war nicht viel zu hören und damit hat mich mein Freund noch bis vor kurzem aufgezogen.
Meine Schwester hatte ihren Umzug in ihre neue Wohnung anstehend. Ich nahm mir extra zwei Wochen Urlaub genommen um ihr zu helfen. Leider lief es nicht so prickelnd. Ich wurde fürs Babysitten zugeteilt, dass die anderen ungestört werkeln können. Ich hatte zwar die Kinder, aber musste feststellen, dass meine Schwester statt arbeiten eher Tratschstunden mit Freundinnen gehalten hat. Ich war schon extrem entäuscht, weil ich eigentlich mit meinem Sohn auf den Bauerhof fahren wollte und die Kinder sollten für 4 Tage mit. Meine Schwester erlaubte es mir nicht, da ich ihr zu freaky bin. An dem Tag wo der große Möbeltransfer stattfand hatte ich natürlich die Kinder. Per "Zufall" erfuhr ich, dass meine Schwester nicht am arbeiten war, sondern bei ihrer Freundin für alle ein tolles Essen kochte, für alle Helfer. Ich war NICHT eingeladen. Total sauer lief ich dort ein, platze mit den Kinder rein und liess sie dort. Dann bekam sie eine richtig Standpauke und ich daraufhin lud ich mich einfach selber zum Essen ein. Quetschte mich zwischen zwei Kerle, nahm mir ohne zu fragen einen Teller und aß mit. Denn ich fand schon, das ich auch was getan habe, nämlich ihr den Rücken kindertechnisch freigehalten. Ich tauschte ein paar Worte mit meinem Schwager, verabschiedete mich kurz aber herzlich bei den Jungs, von denen ich keinen kannte und verschwand ohne die Kinder.

Zwei Tage später, musste mein Freund zu meiner Schwester in die neue Wohnung mit mir, um sich um ihr Elektrokram zu kümmern. Mein Schwager erzählt mir total aufgeregt, dass zwei von seinen Freunden, alles über mich erfahren wollten. Und als allerwichtigst, ob ich Single bin 8-) . Einer von den Jungs, war bis vor kurzen mit einer Sängerin einer sehr bekannten Girlieband zusammen. Ja, ja solchende Sachen erzählte mir mein Schwager :lol: . Meine Schwester super eifersüchtig, mäßigte meinen Schwager, dass ihre einsame Freundin (bei der das Essen stattfand) eher solchene Infos bräuchte. Mein Freund habe ich zum erste Mal ein bisschen Eifersüchtig erlebt. Hat er verdient. Schluss mit dem Jada Mauerblümchen. Sich selbst sein, ist attraktiv :gvibes: .
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Liebeszauber » 16. Jun 2010, 14:49

Danke, Jada, für den Lacher. Danke für die klasse story, die ist richtig kess.

Schön, dass es dir so gut geht! :stimmt:

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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Shiva » 16. Jun 2010, 15:30

Danke, liebe Jada für die wundervolle Geschichte.

Ich ziehe gaaaaaaaaaaanz doll meinen nicht vorhandenen Hut vor Dir - sowas wie Dich sollte man zur Schwester haben! Ich freue mich über Deine Erkenntnis - denn oft ist es doch so, dass viele Menschen eher "von innen" strahlen.

Ich gebe mir gar keine große Mühe - ich bin einfach ich. Ok.. ich mag mich gern gut anziehen (das ist ja auch Geschmackssache) pinsel mich kaum an - einfach ich... die Haare wie Strubepeter - und die Oberweite naja.. reden wir nicht darüer.. :grllll:

Aber soll ich Dir was sagen.. umso mehr ich mich gefunden habe - konnte ich mich vor Baggerversuchen nicht retten - habe dann mental die Notbremse gezogen (kann ja auch nerven lach)

Die Jungs, die mehr von Dir wissen wollten, haben die "wahre" Jada erkannt - und das ist gut so.

PS das mit dem Anrempeln muss ich mir mal merken.. und sagen, wenn mir was nciht passt, traue ich mich auch nicht immer.. auf Arbeit habe ich es aufgegeben.. Schade um die Liebesmüh.

Liebe Grüße shiva
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Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Daisy » 16. Jun 2010, 19:42

Hi Jada,

gefällt mir gut - bis auf die verbalen Ohrfeigen an Leute, die dich "absichtlich anrempeln". Das erinnert mich immer noch an die "alte" Jada und hat mit Bei-sich-Bleiben auch nicht viel zu tun *zwinker*


Ich habe gestern auch wieder eine wunderbare Erfahrung gemacht. Hatte abends ein Telefonat mit einem lieben Menschen, der mir nicht nur immer eine positive Schwingung gibt, sondern mich gestern auch noch "in meine Vibration zurückgequatscht" hat. Im Gespräch fiel mir auf, dass ich eine wichtige Manifestation in meinem Leben ganz schön vernachlässigt hatte - ganz schön geschlampt sozusagen. Und weil es dann dabei natürlich auch nicht weiterging, hatte ich zuletzt gedacht, dann will ichs wohl auch gar nicht mehr. Im Gespräch erinnerte ich mich wieder an den Anfang der Geschichte und merkte plötzlich, dass ich es doch noch will, einfach nur durch zuviel "Realitätsbeobachtung" und "Fakten-Sammeln", wie Abe es nennen, meine Vision verloren habe. Jetzt sehe ich sie wieder klarer, und mir ging heute, wann immer ich mich daran erinnerte, richtig das Herz auf Bild

Liebe Grüße
Daisy
 

Re: Ich bin wie ich bin - aus gutem Grund

Beitragvon Thriver » 16. Jun 2010, 21:20

Hi Jada,

Carlos Castaneda sagt: "Der Tod ist der einzige weise Ratgeber, den es gibt."


Und ich finde da ist durchaus was dran. Mach also weiter so und ich wünsche Dir natürlich auch gesundheitlich das Allerbeste!

:loveshower:


Lieben Gruß
Thriver
You are loved. All is well. Abraham
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