Geschichen und Gedichte

Dies und Jenes

Geschichen und Gedichte

Beitragvon lawofattraction » 9. Sep 2009, 06:26




Der Tempel der tausend Spiegel

In einem fernen Land gab es vor langer, langer Zeit einen Tempel mit tausend Spiegeln, und eines Tages kam, wie es der Zufall so will, ein Hund des Weges. Und der Hund bemerkte, daß das Tor zum Tempel der tausend Spiegel geöffnet war, und vorsichtig und ängstlich ging er in den Tempel hinein.

Hunde wissen natürlich nicht, was Spiegel sind und was sie vermögen, und nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend Hunden umgeben. Er begann unruhig zu werden und sich misstrauisch umzuschauen, und tausend andere Hunde wurden unruhig und schauten sich misstrauisch um. Er zog die Augenbrauen zusammen und fing an zu knurren und tausend andere Hunde zogen die Augenbrauen zusammen und knurrten. Das machte ihn wütend, und er fletschte die Zähne und tausend andere Hunde wurden wütend und fletschten die Zähne. Er bellte und versuchte zähnefletschend zu zu beissen und tausend andere Hunde begannen zu bellen und versuchten zähnefletschend zu zu beissen. Ihn packte die Angst, und er stürzte in Panik aus dem Tempel.

"Wie ist die Welt doch böse", sagte sich der Hund, "sie besteht aus lauter wütenden Hunden."

Ein weiterer Hund kam in den Tempel der tausend Spiegel und erblickte tausend andere Hunde, die ihn anschauten. Er hob erfreut den Kopf und tausend andere Hunde hoben erfreut den Kopf. Und als er freundlich schaute, schauten tausend andere Hunde ihn freundlich an. Er begann voller Freude mit dem Schwanz zu wedeln und tausend andere Hunde wedelten voller Freude mit dem Schwanz. Welch schöne Erfahrung, dachte er bei sich, und ging gut gelaunt aus dem Tempel der tausend Spiegel.

"Wie ist die Welt doch schön", sagte der Hund dann zu sich selbst. "Überall hat es freundliche Hunde, die mit dem Schwanz wedeln!"

Indisches Märchen



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon ~~Michaela~~ » 9. Sep 2009, 19:27

Ein Problemchen, das auszog, ein Problem zu werden

Es war einmal ein Problemchen, das sich danach sehnte, groß und stark wie sein Vater zu werden. Es bewunderte ihn über alles, denn er hatte es wiederholt fertiggebracht, sich jahrelang bei ein und demselben Menschen aufzuhalten, und das ist immerhin eine beachtliche Leistung. Nun wollte es das Problemchen ihm gleichtun und sich ganz allein an eine Menschen heranwagen. Deshalb ging es zu seinem Vater und erzählte ihm von seinem Vorhaben.

Der Vater hörte ihm geduldig zu und beschloss dann, dass die Zeit gekommen war, seinem Sohn das wichtigste Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. "Mein lieber Sohn" begann er deshalb, "horche mir jetzt gut zu. Ich werde das Geheimnis meines Erfolges und Richtlinien für dein Überleben kund tun. Zuallererst mußt du dir einen geeigneten Menschen suchen, am besten sind diejenigen, die alles negativ sehen, sich selbst gerne bemitleiden und stundenlang jammern können. Bei diesen hast du die beste Chance, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln und ganz auf dich zu lenken, merke dir eines: Je besser es dir gelingt, die Aufmerksamkeit eines Menschen zu gewinnen, desto größer und stärker wirst du werden.
Schleiche dich also zuerst vorsichtig in die Gedanken eines solchen Menschen ein und klammere dich dort mit aller Kraft fest. Wenn du nur genügend Geduld und Ausdauer hast, kommen bald heftige Gefühle bei diesem Menschen auf, mit denen du dich verbünden kannst. Unsere besten und verlässlichsten Partner sind Fräulein Angst und Herr Zorn, die eine ganze Schar von Gehilfen, nämlich die Entmutigungs-, Sinnlosigkeits- und Hoffnungslosigkeitsgefühle hinter sich haben. Vergiss auch nicht deine Sandsäcke; an jedem Morgen wenn der Mensch erwacht, legst du ein paar mehr Kilo mehr auf sein Gemüt. Laß ihn verzweifelt darum kämpfen, dich loszuwerden; er schenkt dir dabei seine ganze Aufmerksamkeit und das ist deine Nahrung!
Nun kennst du die wichtigsten Bedingungen deines Wachstums, nun muss ich dich aber auch noch vor den Gefahren warnen, die dich schrumpfen lassen, ja, deinen Tod bedeuten könne. Es gibt eine Sorte von Menschen, deren Auren voll Licht sind. Sie sind geistig rege und seelisch kreativ, sie lachen und singen gern und verstehen zu lieben. Um sie mach einen großen Bogen, denn an sie kannst du nicht herankommen. Du erkennst sie an dem Lichtstrahl aus ihrem Herzen. Es hat sich unter unseren Mitproblemchen herumgesprochen, daß Menschen, bei denen ein Lichtstrahl aus dem Herzen scheint, ganz schreckliche Dinge mit uns tun. Stell dir vor, sie betrachten uns kurz aber distanziert, so daß Fräulein Angst und Herr Zorn auf Abstand bleiben müssen, setzen sich mit uns auseinander und übergeben uns dann dem Licht, in dem wir uns auflösen. Oder sie leisten uns, was genauso schlimm ist überhaupt keinen Widerstand, von dem wir doch so sehr leben, sondern drücken uns großmütig an ihr Herz, wo uns der sichere Tod gewiß ist.
Auf jeden Fall ist es aussichtslos, deine Kräfte mit ihnen zu messen, denn ohne die Entmutigungs-, Sinnlosigkeits- und Hoffnungslosigkeits-gefühle hast du keine Chance, und auch diese unsere Gehilfen flüchten weit weg vor solchen Menschen."

Damit entließ der Vater sein flügge gewordenes Problemchen, das seinen Ratschlägen gespannt lauscht hatte.
Und wenn es nicht gestorben ist, dann lebt es heute noch .

...................hoffentlich nicht bei dir! ;-))

- aus dem www -
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon ~~Michaela~~ » 9. Sep 2009, 19:32


Der Tod und das Leben


Es war ein warmer Frühlingstag. Die Blumen streckten ihre Köpfe der Sonne entgegen, die Blätter der Bäume zeigten eine satte Grünfarbe, die Schmetterlinge liessen sich von der lauen Brise frei und unbeschwert von Blüte zu Blüte tragen, und die Vögel zwitscherten und sangen munter ihr Lied. Stille und Frieden lag über dem Land.

Nur ein alter Mann schlurfte schleppenden Schrittes den Weg entlang. Sein Aussehen ähnelte dem eines Landstreichers. Das Haar war zerzaust, die Augen glanzlos, und im Gesicht hatten sich tiefe Falten eingegraben. Seine Schultern waren nach vorne gebeugt, als wäre der dunkle Mantel, den sie trugen, viel zu schwer für sie. Immer wieder blieb er stehen, um Atoem zu schöpfen; und wenn er für einen kurzen Moment aufblickte, lag der gesamte Weltschmerz in seinen Augen. Er kam zu einer Friedhofsmauer, an der mehrere Bänke aufgestellt waren. Sie waren leer. So liess er sich auf einer Bank nieder, um ein wenig auszuruhen. Müde schloss er die Augen und hing seinen Gedanken nach. Er träumte von der Vergangenheit. Früher, ja früher… Da hatten ihn die Menschen noch gerne gesehen, wenn er gekommen war, um eine Seele abzuholen! Sie hatten ihn freundlich begrüsst, hatten ihn eingeladen, und er hatte mit ihnen gefeiert. Es wurde gesungen und getanzt, und die Seelen hatten sich glücklich und in Frieden von ihren Familien verabschiedet, bevor er dann mit ihnen entschwunden ist. Aber das ist schon lange her… Ein tiefer Seufzer entrang sich seiner Brust.

Er musste wohl eingeschlafen sein; denn als er wieder aufblickte, war die Sonne verschwunden und der Gesang der Vögel verstummt. Langsam begann die Dunkelheit hereinzubrechen, aber den alten Mann störte das nicht. Er träumte der Vergangenheit nach; konnte nicht verstehen, warum ihn die Menschen nicht mehr mochten. Er tat doch niemandem etwas Böses; erfüllte nur seine Aufgabe, die Seelen abzuholen und nachhause zu begleiten.

Eine zarte Hand berührte seine. Der alte Mann erschrak, denn er hatte sich schon lange an seine Einsamkeit gewöhnt. Aber als er den Kopf hob, blickte er in zwei sanfte Augen, in denen sich Lebensfreude widerspiegelte. Ein junges Mädchen stand vor ihm, farbenfroh gekleidet, ein hübsches Gesicht, und in seinen Augen funkelten Sterne Er konnte nicht benennen, was es war, aber etwas an diesem Mädchen zog ihn in seinen Bann. „Wer bist du?“, fragte er. „Ich bin das Leben!“, antwortete das Mädchen, und seine Augen strahlten noch intensiver. „Und wer bist du?“, fragte es neugierig. „Ich bin der Tod!“, sagte der Mann. Da wurde das Mädchen ernst. Es spürte die Traurigkeit des Alten, und so setzte es sich neben ihn, nahm seine Hand und hielt sie. Nach einer Weile fragte das Mädchen: „Warum bist du so traurig… Tod?“ Es hatte ein wenig Hemmungen, diesen Namen auszusprechen. „Ach weißt du“, jammerte der Tod. „Früher, vor langer, langer Zeit… da mochten mich die Menschen noch. Es war so selbstverständlich, dass ich kam und die Seelen abholte, und überall wurde ich freundlich aufgenommen und bewirtet. Ich war sozusagen einer von ihnen, gehörte dazu, und niemand nahm Anstoss daran, dass ich nach der Feier die Seelen mitnahm, um nachhause zu begleiten.“ Er schwieg erschöpft, das Reden hatte ihn angestrengt, und die Trauer ihn wieder übermannt. Still sass das Leben neben ihm, hielt immer noch seine Hand. Plötzlich ruckte sein Kopf hoch, und so etwas wie Wut war in seinen Augen zu sehen. „Und heute?“, fragte er. „Wie ist das heute?“ „Ich weiß es leider nicht“, erwiderte das Leben. „Bisher gab es für mich nur Leben, ich werde heute zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert.“ „Heute…“, sagte der Tod. „Heute haben die Menschen Angst vor mir! Anstatt diese Seelen mir anzuvertrauen, damit ich sie friedlich und in Liebe nachhause begleiten kann, werden die Menschen mit Medikamenten vollgepumpt bis zum Äussersten, werden sie an Maschinen angeschlossen, damit sie nur ja auf der Erde bleiben, egal wie sehr sie leiden! Sogar auf halbem Wege werden mir noch Seelen entrissen!“ Wieder schwieg er erschöpft. Eine Träne löste sich aus dem rechten Augenwinkel, und mit zittriger Stimme fuhr er fort: „Ich will den Menschen nichts Böses. Ich liebe sie so unendlich, und das was ich tue, ist nichts Anderes, als sie in das Paradies zu begleiten, das sie sich doch ihr Leben lang so sehr wünschen. Das Einzige, was sie dafür hinnehmen müssen, ist, ihren physischen Körper, den sie nicht mehr brauchen, zurückzulassen.
Ich führe sie in die Freiheit, in den Frieden! Aber sie wollen mich nicht. Und wenn die Seelen bereit sind, nachhause zu gehen, sind es die Angehörigen, die sich dagegen wehren, die nicht loslassen wollen und können. Dabei machen sie es sich ja nur selber schwer, die Menschen! Aber das verstehen sie wohl nicht.“ Jetzt weinte er bitterlich. „Sieh’ mich an, Leben! So wie heute sah ich nicht immer aus! Ich war geachtet und respektiert, und eingehüllt in glänzende Gewänder.“ Wieder schwieg er eine Weile. „Das, was du heute in meinem Gesicht lesen kannst und an meinem Gewand haften siehst, sind der Kummer und die Sorgen der Menschen. Jedes Mal, wenn ich eine Seele wegtrage, schicken sie mir diese Energien hinterher. Ich bin gebeugt durch soviel Menschenleid, gebeugt durch die Kämpfe, die ich auszustehen habe, bis ich eine Seele erlösen kann.“

Lange blickte das Leben den Tod an, und in seinem Lächeln war so unendlich viel Liebe, dass es dem Tod ganz warm im Herzen wurde. Mit geschlossenen Augen genoss er dieses wundervolle Gefühl. Eng aneinander geschmiegt sassen die beiden auf der Bank, hielten sich an den Händen. Göttliche Energie umhüllte sie, tauchte sie in goldenes Licht, welches in Form einer Säule zwischen Himmel und Erde spannte. „Tod“, sprach das Leben, „Gott hat mich beauftragt, dich bei der Erfüllung deiner Aufgabe zu unterstützen, dir beizustehen. Durch diese göttliche Energie sind wir untrennbar miteinander verbunden, wir sind Eins und sind Eins mit Gott. So lass uns ab nun gemeinsam die Menschen besuchen. Wenn sie gleichzeitig mit dem Tod das Leben sehen, wird dies ihre Angst nehmen. So ist es von Gott gewollt.“
In Tod’s Augen trat ein Leuchten. Seine vergrämten Gesichtszüge entspannten sich, und man konnte beobachten, wie sich sein gebeugter Körper aufrichtete. Er war wieder die stattliche, imposante Erscheinung, die er früher war. Unendlich glücklich über dieses Geschenk umarmte er das Leben, und sie verschmolzen ineinander. Gemeinsam wecken sie nun in der Menschen Herzen Hoffnung und Zuversicht auf Leben –von Ewigkeit zu Ewigkeit.


von Ponte della Luce, 27.5.2005
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Sanaei » 9. Sep 2009, 19:47

Michaela, das ist eine wunderschöne Geschichte ... vielen lieben herzlichen Dank für das Teilen... :ros:
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Sunflower » 11. Sep 2009, 09:50

Ich hab grad eine wunderschöne Karte beim aufraümen wieder gefunden

Tanze ,als sähe dir niemand zu .

Liebe ,als seiest du nie verletzt worden.

Singe,als könne dich niemand hören.

Lebe,als sei Himmel auf Erden.
Guten Morgen,
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon ~~Michaela~~ » 11. Sep 2009, 20:23

Die Schöpfung

Bild


Die gesamte Schöpfung existiert in dir,
und alles, was in dir ist,
existiert auch in der Schöpfung.

Es gibt keine Grenze zwischen dir
und einem Gegenstand, der dir ganz nahe ist,
genauso wie es keine Entfernung zwischen dir
und sehr weit entfernten Gegenständen gibt.

Alle Dinge, die kleinsten und größten,
die niedrigsten und höchsten,
sind in dir vorhanden als ebenbürtig.

Ein einziges Atom enthält alle Elemente der Erde.
Eine einzige Bewegung des Geistes beinhaltet
alle Gesetze des Lebens.

In einem einzigen Tropfen Wasser
findet man das Geheimnis des endlosen Ozeans.

Eine einzige Erscheinungsform deiner selbst
enthält alle Erscheinungsformen des Lebens überhaupt.

Khalil Gibran
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon ~~Michaela~~ » 23. Sep 2009, 18:24

Vor langer Zeit lebte in Indien ein Held. Eines Tages begegnete er Vishnu. Sie wanderten zusammen durch das Land und Vishnu fragte ihn, ob er irgendeinen Wunsch habe, den er ihm erfüllen könne. "Lehre mich, was Maya bedeutet", bat der Mann.

"OH NEIN", sagte Vishnu, "wünsche dir irgend etwas anderes, nur nicht das!" "Aber ich möchte von dir lernen, was Maya bedeutet", beharrte der Mann. "Du kannst dir alles wünschen", sagte Vishnu, "eine schöne, hingebungsvolle Frau, Paläste, große Reichtümer, Gesundheit, ein langes Leben!"

"Ich möchte aber lernen, was Maya bedeutet!", antwortete der Mann beharrlich. "Nun gut", sagte Vishnu, wenn das dein Wunsch ist, werde ich ihn dir erfüllen. Aber hole mir bitte zuerst einen Becher voll Wasser von dem Bauernhaus da drüben und dann werde ich dich lehren, was Maya bedeutet."

Der Mann ging zu dem Bauernhaus und klopfte höflich an die Tür. Die Tür wurde geöffnet von der schönsten Frau, die er je gesehen hatte. Sie war nicht nur wunderschön, sie hatte auch tiefe, seelenvolle Augen. Er sah in diese Augen und verliebte sich. In diesem Augenblick wusste er, dass sie sich von vielen früheren Leben her kannten und dass sie für einander bestimmt waren. Sie wusste es ebenfalls. Sie bat ihn ins Haus und stellte ihn ihrer Familie vor.

Die Eltern hießen ihn willkommen, als sei er ihr eigener, geliebter Sohn. Als er mit ihnen beisammen saß, fühlte er so tiefen Frieden in sich, dass er wusste, hier bin ich zu Hause. Er hielt um die Hand des Mädchens an und die Eltern gaben mit Freuden ihren Segen.

Bald darauf hatte das Paar Kinder. Erst ein Mädchen, dann einen Jungen. Ihre Liebe zu den Kindern vertiefte auch die Liebe zu einander. Die Felder brachten reiche Ernte. Sie lebten glücklich und zufrieden mit den Jahreszeiten.

Eines Tages hörte man ein schreckliches Donnergrollen aus den Bergen. Der Himmel verdunkelte sich und die Erde bebte. Eine gewaltige Flut ergoss sich über das Tal. Ihre Felder wurden zerstört. Der Mann ergriff seine kleine Tochter mit der einen Hand, seine Frau und den Jungen mit der anderen Hand. Sie liefen so schnell sie konnten, aber das Wasser um sie herum begann zu steigen und eine plötzliche Flutwelle trennte die Frau. Eine andere Welle war so gewaltig, dass er den Jungen nicht mehr halten konnte. Er schrie auf und versuchte, nach ihnen zu greifen, da verlor er auch das Mädchen von der anderen Hand. Er schrie erneut auf und das Leid zerriss ihm das Herz. Er klagte und weinte. Um ihn herum tobte der Sturm, der sein Haus, seine Liebe und sein Leben zerstört hatte.

Er blickte nach unten und sah, wie seine Tränen in das schlammige, tosende Wasser fielen. Als die Tränen die Wasseroberfläche berührten, beruhigte sich das Wasser und wurde klar. Er sah auf und erkannte, dass er in einen Becher geweint hatte, den er in der Hand hielt. Er blickte in Vishnus Augen.

Vishnu lächelte. "DAS IST MAYA!", sagte er.


- eine indische Geschichte -



Ich finde die Geschichte immer wieder sehr beeindruckend zu lesen.

Würde mich interessieren, was ihr zu der Geschichte sagt.

lg
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Summersun » 23. Sep 2009, 20:40

Hallo Michaela,

ich verstehe nicht, was einem die Geschichte sagen will.

Gibt es hier auch sowas wie die berühmte "Moral von der Geschicht'" ?

Und was ist eigentlich Maya? :102:

völlig ahnungslose aber herzliche Grüße,
Summersun
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon ~~Michaela~~ » 23. Sep 2009, 20:54

oh entschuldige.....

der Begriff Maya kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Illusion.

Die Moral von der Geschichte ist, daß alles was wir erleben in Warheit eine (selbst-)erschaffene Illusion ist. Für die meisten Menschen ist es schrecklich wenn sie wüßten, daß alles Leid, alle Dramen die sich in einem Leben abspielen können, in Wirklichkeit nur Maya sprich eine Illusion ist.


lg
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Summersun » 23. Sep 2009, 20:57

Ah, okay, mit dieser Hintergrund-Info wird die Geschichte verständlicher.

:danke:
Summersun
 

Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Lemuria » 23. Sep 2009, 21:11

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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Sunflower » 24. Sep 2009, 08:20

Sehr schön Lemuria ,danke :hug:
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Sanaei » 24. Sep 2009, 08:30

danke... :bussi:
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Lemuria » 24. Sep 2009, 10:44

bitte, gern geschehen :ros:

Dies hier mag ich ebenso:

"Der träumende Delphin"
http://www.elkes-paradies.de/Seite68.htm

:gvibes:
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Sunflower » 12. Okt 2009, 10:08

Sein Name war Fleming; er war ein armer schottischer Farmer.
Eines Tages, während er versuchte, den Lebensunterhalt für seine Familie zu sichern, hörte er einen Hilfeschrei aus dem nahegelegenen Moor. Er ließ sein Werkzeug fallen und rannte zu dem Moor. Er fand dort einen erschreckten Junge, bis zur Taille mit schwarzen Dreck beschmutzt, der schrie und sich abmühte, sich selbst zu befreien.
Farmer Fleming rettete den Burschen vor einem möglicherweise langsamen und grauenhaften Tod. Am nächsten Tag fuhr ein nobler Wagen auf die spärlichen Ländereien des Schotten. Ein elegant angezogener Edelmann stieg aus
und stellte sich als der Vater des Jungen vor, den Farmer Fleming gerettet hatte.
"Ich möchte es Ihnen vergelten, dass Sie das Leben meines Sohnes gerettet haben", sagte der Edelmann.
"Nein, ich kann keine Bezahlung annehmen für das was ich tat" winkte der schottische Farmer ab. In diesem Moment kam der eigene Sohn des Farmers aus der Tür der Hütte.
Der Edelmann fragte: "Ist das Ihr Sohn?" - "Ja", antwortete der Farmer stolz.
"Ich schlage Ihnen einen Handel vor: Lassen Sie mich ihm die gleiche Ausbildung zukommen lassen wie meinem Sohn. Wenn der Junge seinem Vater ähnlich ist, wird er zweifellos zu einem Mann werden, aufden wir beide stolz sein können." Und das tat er dann auch.
Der Sohn von Farmer Fleming besuchte die besten Schulen promovierte nach einiger Zeit an der St. Mary's Hospital Medical Schoolin London .Und wurde weltbekannt als Sir Alexander Fleming, dem Entdecker des Penicillins.
Jahre später wurde der gleiche Sohn des Edelmanns, der aus dem Moor gerettet wurde, von einer Lungenentzündung heimgesucht.

Was rettete diesmal sein Leben? Penicillin.

Der Name des Edelmanns? Lord Randolph Churchill.
Der Name seines Sohnes? Sir Winston Churchill.



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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Summersun » 12. Okt 2009, 12:16

Mensch, Sunflower, danke für diese "Geschichte". Gänsehautfaktor pur!
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Shiva » 12. Okt 2009, 19:23

.. man ist die Geschichte schön... ich hatte fast Pipi in den Augen... danke, dass es Euch hier gibt..
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon Sunflower » 12. Okt 2009, 19:43

Ich fand die auch so richtig schön deshalb wollte ich sie mit euch teilen :loveshower:
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon ~~Michaela~~ » 1. Jun 2010, 10:53

Hallöle ihrs,

eine Geschichte, die ich selbst vor paar Jahren geschrieben habe:

Die Reise

Ein Stückchen Holz bricht von seinem Baum und fällt in den Fluß. Er erschrickt: “Was ist das?“ denkt ersich. „Jahrelang habe ich fest an meinem Baum gehangen. Doch jetzt bin ich nicht mehr an derselben Stell.“ Der Fluß plätschert leise vor sich hin. Die Sonne scheint.

„Wo wird mich die Reise wohl hinbringen? Was wird mit mir geschehen?“ fragt ersich.

Das Holzstückchen genießt die wärmenden Sonnenstrahlen und erkundet erstaunt das Leben um sich herum.

Er kommt an Orte vorbei, die er vorher noch nie gesehen hat. Vorbei an saftig grünen Wiesen. Er sieht hoppelnde Hasen, Bienen die sich summend an den vielen bunten Blumen laben. Er sieht Rehe und Wildschweine die ihren Durst am Flussufer stillen. Und ab und zu bemerkt er wie Fische neugierig ihre Nase an ihm stupsen und mit ihm spielen wollen.

„Hallo“ sagt er allen freudig. „Ich bin ein Stück Holz und mach mich auf das Leben zu entdecken. Könnt ihr mir verraten, wohin die Reise geht?“

Die Wildschweine grunzen nur und sagen “Du bist doch nur ein Stück Holz. Viele Jahre hast du nur fest an deinem Baum gesessen. Was kannst du schon? Du bist zu nichts zu gebrauchen.“

Das machte das Holzstück sehr, sehr traurig. “Ja denkt er sich, was kann ich schon? Ich sehe nicht so schön aus wie die Rehe, habe nicht die Kraft wie die Wildschweine. Und schwimme ganz allein auf dem Wasser. Ganz anders wie die Fische, die immer zu mehreren zusammen sind.“

Er ließ sich von nun an nur noch vom Fluß treiben und schaute nicht mehr nach links und rechts. Er sieht die Sterne am Himmel, spürt die Sonne die ihn wärmt, spürt das Prasseln des kühlenden Regens.

Aber es interessiert ihn nicht mehr.

„Ich bin nur ein wertloses Stück Holz“ denkt er sich immer wieder und wird ganz schwermütig. Nicht mal seine Freunde die Fische können ihn aufheitern. „Hey sagen sie, höre nicht auf die Wildschweine. Wir sind doch deine Freunde. Komm schau dich doch um. Alles lebt, das Gras, die Blumen, die Bäume , die Bienen, die Libellen, die Frösche einfach alles. Auch du! Komm wir spielen was zusammen.“

Aber das Stückchen Holz will von allem nichts hören. „Ja denkt er sich ,die Fische haben schon recht. Alles lebt. Aber ich….? Ich treibe nur so dahin.“

Plötzlich kam eine große Welle und schleuderte das Stückchen Holz ans Land.
Dort liegt er. Viele Tage und Nächte.

„So jetzt ist es wohl endgültig aus“ denkt er sich , nicht mal die Fische sind mehr bei mir. Er fühlt sich unendlich traurig und allein.

Auf einmal spürte er, wie er hochgehoben wurde. Verwundert schaut er sich um und sieht ein kleines Mädchen. „Papi, Papi…. Schau mal was ich gefunden habe. Ein wunderschönes Stück Holz“
Das Holzstück traute seinen Ohren nicht, was hat sie gesagt? Wunderschön?
„Oh“ sagt der Vater. „Ja da hast du wirklich ein schönes Stück gefunden. Komm wir nehmen es mit nach Hause“

„Ja, ja“ jubelte das Mädchen „das machen wir“.

Sie kamen an einem viereckigen Kasten, aus dem Rauch herausquellt.

Der Vater nimmt das Stückchen Holz. Holt ein großes Messer und beginnt an dem Holzstück zu schnitzen. „AU, AU,“ schreit das Stückchen Holz „Was machst du denn da??“

„Nun“ sagt der Vater. „Ich habe vor was ganz Besonderes aus dir zu machen. Aber du hast Recht, ich hätte dich Fragen müssen, bevor ich anfange. Es ist deine Entscheidung liebes Stückchen Holz. Wilslt du nun das Stückchen Holz bleiben so wie du bist oder willst du dich verändern. Es liegt an dir.“

Das Holzstückchen denkt lange nach. Nach einiger Zeit sagte es dem Vater:“ ok. Ich weiß zwar nicht was auf mich zukommt. Aber ich bin bereit. Die Schmerzen halte ich schon durch. Wenn ich s mir recht überlege, sind sie gar nicht so schlimm.“

Der Vater freut sich über die Entscheidung des Holzstückchens. Und fängt an zu schnitzen. Er schnitzte und schnitzte.

„So“ sagt der Vater nach einiger Zeit „Es ist vollbracht“ und begutachtete von allen Seiten das Stückchen Holz. „Wunderbar! Mein kleines Mädchen wird aber Augen machen!“

Er packte das Holzstückchen in ein wunderschönes Geschenkpapier ein und legt es unter dem Weihnachtsbaum.

Am Weihnachtsabend packte das kleine Mädchen das Holzstückchen aus. Und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. “Danke, danke Papi für das wunderschöne Geschenk.“

Das Mädchen legte das Stückchen Holz an dem Mund und entlockte ihm zauberhafte, schöne Töne. Sie spielte daraus ein wunderschönes Weihnachtslslied.

Das Holzstückchen spürte den sanften Lufthauch, spürt die feine Schwingungen der Töne. Hört wie die wunderbare Melodie aus seinem inneren heraus kommt uns sie im ganzen Raum bis weit in die Welt hinein zu hören und zu spüren ist. Zeit und Raum sind stehengeblieben. Nur noch diese Töne, diese wunderbare Musik existiert.

„Ja“ sagt das Holzstückchen.

„Das ist Leben, mehr noch DAS IST DIE MAGIE DES LEBENS!

geschrieben: 15.10.2003 (von ~~Michaela~~)
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Re: Geschichen und Gedichte

Beitragvon happy » 13. Dez 2012, 10:36

Wie man zum Engel wird

Wie jedes Jahr sollte auch in diesem die 6. Klasse das weihnachtliche Krippenspiel aufführen. Mitte November begann Lehrer Larssen mit den Vorbereitungen, wobei zunächst die verschiedenen Rollen mit den "begabten" Schauspielern besetzt werden mussten.

Thomas, der für sein Alter hoch aufgeschossen war und als ältester von vier Geschwistern häufig ein ernstes Betragen an den Tag legte, sollte den Joseph spielen.

Tinchen, mit langen Zöpfen und veilchenblauen Augen, wurde zur Maria gewählt. Und so ging es weiter, bis alle Rollen verteilt waren, bis auf die des engherzigen Wirts, der Maria und Joseph von seiner Tür weisen sollte. Es war kein Junge mehr übrig und die beiden letzten Mädchen hatten sich vorsorglich zurückgezogen.

Joseph - alias Thomas - hatte den rettenden Einfall: sein kleiner Bruder könne die Rolle übernehmen, er musste nur lernen, im rechten Augenblick zu sagen, dass kein Zimmer frei sei. Also nahm Thomas den kleinen Tim mit zur Probe. Der wollte gern den Wirt spielen. Er bekam eine blaue Mütze und eine Latzschürze. Die Herberge und die Kulisse waren noch nicht fertig. Tim stand also auf der leeren Bühne und es fiel ihm leicht, "Nein!" zu sagen, als Maria und Joseph nach einem Zimmer fragten. Dann bekam Tim die Masern, aber zum Aufführungstag war er zum Glück wieder auf den Beinen.

In der Schule herrschten Hektik und Festtagsstimmung, als Thomas und Tim eine Stunde vor Beginn der Weihnachtsfeier erschienen. Tim war überwältigt von der Attrappe seiner Herberge, sie hatte ein vorstehendes Dach, eine Laterne und ein Fenster zum Aufklappen. Thomas zeigte ihm, wie er auf das Klopfzeichen von Joseph die Läden aufstoßen sollte.

Die Vorstellung begann. Joseph und Maria betraten die Bühne, schleppten sich zur Herberge und klopften. Die Fensterläden gingen auf und Tim schaute unter seiner großen Wirtsmütze heraus.

"Habt Ihr ein Zimmer frei?", fragte Joseph mit müder Stimme. "Ja, gerne", sagte Tim freundlich. Schweigen im Saal und auf der Bühne, Joseph und Maria blickten hilflos. "Ich glaube, Sie lügen", meinte Joseph, aber die Antwort aus der Herberge war: "Nein."

Hinter der Bühne gab es große Aufregung. Die anderen Schauspieler waren böse, aber Tim erklärte dem Lehrer, Joseph hätte so eine traurige Stimme gehabt, da hätte er nicht nein sagen können, und zu Hause hätten sie auch immer Platz, notfalls auf der Luftmatratze.

Herr Larssen versuchte nun, Tim zu erklären, dass man die Geschichte genauso spielen müsse wie sie aufgeschrieben sei, und Tim versprach, bei der nächsten Aufführung ein böser Wirt zu sein. Er wollte sich Mühe geben.

Die zweite Aufführung fand im Gemeindesaal statt und alle waren noch aufgeregter. Der Saal war restlos besetzt, das heilige Paar erschien auf der Bühne und wanderte zögerlich auf die Herberge zu. Joseph klapperte an den Läden, alles blieb still. Er klapperte erneut, Maria fing an zu schluchzen. Schließlich rief Joseph laut: "Hier ist wohl kein Zimmer frei?". In die Stille, in der man eine Nadel hätte fallen hören können, ertönte ein leises, aber deutliches: "Doch."


Für die dritte und letzte Aufführung wurde Tim seiner Rolle als böser Wirt enthoben. Er bekam Flügel und wurde zu den Engeln versetzt. Sein "Halleluja!" war unüberhörbar und es bestand kein Zweifel, dass er nun am richtigen Platz war...
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