Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Dies und Jenes

Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Viereichen » 27. Dez 2014, 14:53

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Loa,

ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, es gelingt mir immer besser, mich vor dem Anmelden und Schreiben im Abraham-Forum in den Vortex zu begeben.
Ich wollte im Thread "Empathie, Mitgefühl und Mitleid" unter der Rubrik: Realitätsgestaltung, Abraham-Hicks-Diskussion einen Text posten. Das ging nicht, der "gesperrt" Button leuchtete mir rot entgegen. Sofort fragte ich mich, was denn hier geschehen sei? O.k., für mein Gefühl waren die Beiträge ab Mittag 25.12. nicht gerade auf der disk des Wohlgefühls und der Leichtigkeit geschrieben. So meinte ich zu erkennen, dass du liebe Loa, den Beitrag lieber auf "off-Topic" verschoben hättest, Kri darauf nicht eingehen wollte. (Vermute ich mal, er hatte sich zu deiner Empfehlung eine neue Off-Topic Überschrift zu wählen seither noch nicht geäußert.) Warum ist dieser Thread nun plötzlich gesperrt?

Nun Loa frage ich dich ausserdem noch als die wohl profundeste Abrahamkennerin in diesem Land und Forum-Initiatorin, Betreiberin: Wieviel Zulassen ist möglich?
Ich frage dich nicht um das Forum in die ein- oder andere Richtung zu lenken. Das kann ich nicht - und möchte ich nicht. Dass sich hier im Forum Männer generell schwerer tun, das fällt mir schon seit Jahren auf. Vielleicht bin ich der Einzige, dem das auffällt. Vielleicht müssen wir Männer uns zunächst an die eigene Nase fassen, doch ist es abrahamkonform wenn ich in "Männer und Frauen" trenne, unterscheide? Ich glaube nicht und daher lasse ich es auch dann wieder. Es ist Vielfalt. Und Vielfalt ist Reichtum, unendlicher Reichtum.

Gedankenfreiheit ist auch in Deutschland ein (heute) fast selbstverständliches Recht. Dabei wurde es über die Jahrhunderte hart erkämpft. So im 18. Jhdt.:

"Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei." (Schlesisch. Volkslied 1842)


Leben mit Abraham setzt eine hohe Sensibilität voraus. So lernen wir auf dem Weg mit den universellen Gesetzen im Gepäck immer stärker, auf unsere Gefühle zu achten. Dadurch werden wir auch empfindlicher, jemand mag beim Lesen eines bestimmten Beitrages im Forum daher plötzlich Unbehagen verspüren, wie weit das auch auf der Emotionalen Skala hinabreichen mag. Das mag bei mir auch passieren. Doch es ist immer die zweite Frage: Wie reagiere ich auf so einen Anflug!

Ein "order per mufti" kann nicht die Lösung sein. Liebe Loa und das ist dir mit Sicherheit auch bekannt: Dass war wir im "Nicht-haben-Wollen" zur Seite drängen, kommt im Hintereingang wieder zu uns. Das ist so klar wie Klosbrühe und voll kompatibel mit den universellen Gesetzen. Warum machst du das dann? Ich verstehe es einfach nicht?

Ist es möglicherweise ein Verwechseln mit der abrahamschen Emfpehlung, sich einer unerwünschten Sache nicht mit zuviel Aufmerksamkeit zu widmen, weil sie sonst in uns aktiv wird und uns runterzieht?
Meine persönliche Antwort dazu: Wenn mir eine Sache keine Angst macht, dann zieht sie mich auch nicht runter. Und wenn ich eine Sache aus Abwehr/Angst als unerwünscht deklariere, dann würde ich darin ein untrügliches Signal erkennen, eine unbeirrbare Ansprache - nur für mich. Mich wieder in den Vortex zu begeben.

Dieses Forum ist für mich Heimat in der Beschäftigung mit der Abraham-Lehre. So hoffe ich, liebe Loa, dass du meine Zeilen lesen magst. Ob sie was bewirken können, keine Ahnung. Ich habe es dann wenigstens versucht. Jeder Beitrag ist Reichtum, sofern er nicht allgemeine Forumsregeln direkt verletzen mag. Wenn das geschieht, könnte auch ein benanntes Gremium (oder z.Bp. die Moderatoren) über einen Ausschluss entscheiden. Order per mufti ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht die richtige Antwort. Das hier nicht einfach in den Ausguss zu giessen, das ist mein Wunsch für das Neue Jahr. Es wäre ein großer Gewinn.

Einen schönen, entspannten
Sonntag allen,
Viereichen
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon ZaWo » 27. Dez 2014, 18:04

Na Hauptsache, du konntest mal wieder eine deiner Quengeltiraden absetzen.
ZaWo
 

Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon katgirl » 27. Dez 2014, 20:46

Lieber Viereichen,
geh doch einfach mal ins engl. Forum und schau mal über den Tellerrand.
Du wirst erstaunt sein, wieviele Beiträge dort täglich gesperrt und verschoben werden. Du wirst erstaunt sein, wie Dir einfach mitgeteilt wird, dass Handlungen von Moderatoren nie kommentiert werden. Du wirst erstaunt sein, dass diese Vorgehensweise auch von männlichen Moderatoren knallhart durchgezogen wird.
Du wirst erstaunt sein, wie Du immer wieder darauf verwiesen wirst Dir die einzelnen Bücher, WS und das Glossar zu Gemüte zu führen und zu verinnerlichen.
Du wirst erstaunt sein, dass Du immer wieder in der Essenz den einen Hinweis bekommst; Fühl Dich besser. Mach die Übungen. Finde einen Weg Dich besser zu fühlen.

Probiere es doch einfach mal aus. Es gibt so tolle Übersetzungsprogramme für Deine Texte.

lg
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Thomas » 27. Dez 2014, 21:30

Lieber Viereichen,

ich Mann! Ich widerspreche Dir in dieser bestimmten Intention, auch wenn...o.k.?
Ich kann Deinen Einwurf schlecht nachvollziehen. Warum?
Ganz einfach, "Kir" hat sich verabschiedet. Womit? Genau, mit Recht.
"Kir" wollte scheinbar was anderes, als das, was viele andere hier wollen.
Irrtiert mich, dass man(n) das am Geschlecht versucht festzumachen. Bzw., dass Du den geschlechtspezifischen Einwurf machst.
Und auch Dein Hinweis auf eines der in der deutschen Gechichte historisch doch sehr umstrittenen Zitate ist alles ausser hilfreich. Weil, dieses Forum hat ausschließlich freie Gedanken zum Inhalt.
Die, die damit nicht, schlecht oder wenig klarkommen, gehen früher oder bald.

Von daher hat die Forumsregie in dem Fall es richtig gemacht.
Aber inhaltlich ging es um vor Kir doch um was anderes, oder? Hm...
Liebe Grüße
Thomas
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Viereichen » 11. Jan 2015, 19:56

Liebe Zawo,

ob das eine "Quengeltirade" von mir war, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein.
Ich habe mich jedenfalls beim Schreiben ausgeglichen und angebunden gefühlt. Dagegen spüre ich in deinem mageren Einzeiler zu meiner Thematik etwas dünnen Zynismus heraus. Vielleicht magst du ja noch etwas mehr Inhalt beisteuern... Zwar glaube ich ich mit meinem Threadthema ein heikles Thema aufgeworfen zu haben, jedoch keinesfalls kränkend oder in einer abwertenden Weise geschrieben zu haben. Falls jemand das anders sieht, bitte konkrete Hinweise darauf. Loas Dienste oder Verdienste mit, bzw. in diesem Forum würde ich nie in Abrede stellen wollen. Dass damit tagtäglich sehr viel verbunden ist, kann ich durchaus nachvollziehen. Doch ich trenne an dieser Stelle auch das eine vom anderen.

In einem per decret demokratischen Land möchte ich auch demokratisch behandelt werden. Das gilt auch für ein Forum. Da sich das Forum "Abrahamforum" nennt denke ich, dass Form und Inhalt sich nicht unterscheiden sollten, sonst wäre das doch irgendwie paradox - oder nicht?
Und mir geht in diesem Zusammenhang einfach nicht das dritte universelle Gesetz aus dem Kopf. Und dieses für Jerry so wichtige Kapitel des Zulassens hat eine so große Liebe, ein so großes Herz, dass natürlich selbstverständlich alle Querulanten, Querdenker und sonst wie schräg gestrickten Menschen darin nicht toleriert, sondern liebevoll zugelassen werden; insofern sie nicht konkret und verifizierbar die Spielregeln verletzen.

Kommt rein, macht die Tür auf, wie kleingeistig wäre ich, wenn ich nicht dieses bunte Leben in dieser Vielfalt in vollen Zügen genießen könnte.

So antworte ich gern auch einmal auf einen Thread von jemand, der vielleicht nicht gerade die Sonnensegel gehisst, bzw. sich auf der obersten disk des Wohlgefühls aufhält. Ach so; jemand meint jetzt: Gleich und gleich ziehen sich hier an?! Ich sehe das anders, ich bin angeschlossen und ein negativer Beitrag wird es auch in 18+ Sekunden nicht schaffen, mich herunter zu stoßen. Nicht die Worte, die Schwingung macht´s. Eine prima Übung, gelingt mir inzwischen immer besser.....Obendrein kann ich vielleicht jemanden in Not ein wenig näher zur Hoffnung downstream führen.

Liebe katgirl,

danke für dein dann doch schon etwas fokussierteres Eingehen auf mein Anliegen:
katgirl hat geschrieben:geh doch einfach mal ins engl. Forum und schau mal über den Tellerrand.
Du wirst erstaunt sein, wieviele Beiträge dort täglich gesperrt und verschoben werden. Du wirst erstaunt sein, wie Dir einfach mitgeteilt wird, dass Handlungen von Moderatoren nie kommentiert werden. Du wirst erstaunt sein, dass diese Vorgehensweise auch von männlichen Moderatoren knallhart durchgezogen wird.


Leider hilft mir dein Beitrag in meinem Votum für mehr Zulassen im Forum auch nicht weiter. Abraham sagen selbst, dass wir uns in unserem Handeln auf unser InnerBeing verlassen sollen, der Verweis auf andere Foren ist da doch eher eine Sicht nach aussen. Wie ich finde, zu dünn.

Lieber Thomas,

"Kir" hat sich hier selber verabschiedet, das stimmt. Ich behaupte nicht sagen zu können, was konkret "Kir" in dem Forum gesucht hat. Sicherlich hat auch er das persönliche Wachstumspotential in sich, das wir für uns i.d.R. selber in Anspruch nehmen, bzw. an das wir glauben.
Thomas hat geschrieben:Irrtiert mich, dass man(n) das am Geschlecht versucht festzumachen. Bzw., dass Du den geschlechtspezifischen Einwurf machst.

Und, ich mache es am Geschlecht fest, denn "Kir" steht stellvertretend für manchen männlichen Abgang hier im Forum. Ich kann hierfür Beispiele nennen, möchte an dieser Stelle jedoch nicht polarisieren.

Liebe Loa,

schade, dass du dich nicht meldest, möglicherweise auch über die Form einer PM. Wie soll ich das jetzt deuten, da ja dein Vorgehen angesprochen ist und du ansonsten viele Kommentare absetzt?
Ich würde mich immer noch freuen, wenn du mich ernst nimmst.

Allen herzliche Grüße
und einen guten Start in die neue Woche,
Viereichen
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon katgirl » 11. Jan 2015, 20:28

:hä: Du hast jetzt seit dem 27.12. auf dem Thema herumgekaut? Oh! Oder ärgert es Dich, dass niemand auf Deinen Kommentar weiter eingegangen ist? Anerkennung? Wahrgenommen werden? :102:
Wenn Du so überzeugt bist, dann stell' doch Deine Texte ins engl. Forum ein, dort sind die aktiven Moderatoren 4 Männer und eine Frau und trete den Gegenbeweis an, dass Du von anderen Moderatoren besser behandelt werden würdest.
Tschüssi
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Viereichen » 12. Jan 2015, 11:25

Liebe Katgirl,

du vermutest, dass ich seit dem 27. 12. auf dem Thema "herumgekaut" habe?

Da kann ich dich in deiner Vorannahme nicht bestätigen. Auch das Gefühl "Ärger", welches gleich im nächsten Satz der Antwort zeigt mir eher, dass die Bereitschaft zu einer sachlichen, inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Geschriebenem von dir bisher nicht vorhanden ist.

Es geht mir jetzt auch gut. Dass kann ich dir leider über solche, vielleicht etwas sterilen Zeilen wohl eher schwer übermitteln...

Ich vermute bei dir als mein momentanes Gegenüber jedoch Widerstände, Abwehr, sonst würde sicherlich nicht die Ratschläge erfolgen, mich mit der Thematik in das engl. Forum zu begeben, bzw. der Verweis auf meine Gefühlsarbeit aus deinem vorletzten Beitrag.

Ist das die Lösung? Was würde Esther tun, wenn sie bei einem ihrer Workshops jemand wie "Kir" treffen würde? Würde sie ihm sagen, geh doch woanders hin? Ist es nicht ein Teil des abrahamschen Zulassens, des dritten universellen Gesetzes, die Chance in einer Begegnung zu erkennen?

Liebe Grüße
Viereichen
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon ZaWo » 12. Jan 2015, 12:00

Yo, Viereichen, wir haben jetzt wirklich alle verstanden, dass dir die Realität in der du dich befindest nicht gefällt.
Ich weiß ja auch, dass du beruflich ein Coach bist. So gesehen habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass etwas Not existieren muss, damit du dann deine zarte, liebevolle Hand ausstrecken kannst. :102:

Was ich allerdings nicht verstehe, ist wie du in einem Abrahamforum nicht nur punktuell emotional, sondern konsequent und durchgängig am Außen rummäkelst und im Außen was zu verändern suchst.

Jetzt stellst du auch noch die Forderung auf, Loa möge sich so verhalten wie Esther. Sag mal, gehst's noch. Wie verhältst du dich denn?

Wenn du Kir coachtechnisch bei Seite stehen möchtest, dann schick ihm doch eine PN und tu hier nicht so als ginge es dir um Kir.

Wenn du ernst genommen werden möchtest und nicht so selbstentwürdigend darum bitten möchtest , dann fühl mal in dich rein und sprich aufrichtig (zu dir). We can't buck your current.

Menno, was ein Programm. :kgrhl:
ZaWo
 

Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Maddalina » 12. Jan 2015, 12:24

mhmmm....

Abraham sagen auch gerne folgendes: wenn Du bestimmte Bedingung/Verhaltensweisen von Anderen brauchst, damit es Dir gut geht, dann hast DU das Problem.

möchte diesbezüglich gerne auf das tägliche Abrahamzitat von gestern hinweisen ;-)

Lasst es Euch gut gehen :ros:

Liebe Grüße,

Maddalina
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon katgirl » 12. Jan 2015, 12:41

Viereichen hat geschrieben:
Ist das die Lösung? Was würde Esther tun, wenn sie bei einem ihrer Workshops jemand wie "Kir" treffen würde? Würde sie ihm sagen, geh doch woanders hin?

Ja.
Esther/Abraham haben auch schon Leute zurückgewiesen.
Und Esther hält sich normalerweise von den Teilnehmern fern, weil ihr nichts wichtiger ist, als ihr eigenes Wohlbefinden.
Und genau wegen solcher Ich-fühl-Mich-gut-ich-hab-recht-Endlosdiskussionen hatten sie ihr eigenes Forum geschlossen.
Das ichfühlmichgut-ichbinimalignment-Totschlagsargument kann auch eine Menge Rosa Soße sein.

Ist es nicht ein Teil des abrahamschen Zulassens, des dritten universellen Gesetzes, die Chance in einer Begegnung zu erkennen?

Zulassen ist einfach nur besser fühlen. Chancen kann eine Begegnung nur haben, wenn man ein Match dazu ist. Du kannst Dir nicht Gesundheit wünschen und Dir gleichzeitig Leidensgeschichten in Krankheitsmedien reinziehen. Oder reich sein wollen und Obdachlose beobachten. Da ist keine Chance.

Im übrigen gibt es keinen 'Kir' im Forum. Wenn hier noch nicht mal der Name richtig genannt wird, kann er Dir Viereichen auch nicht so wichtig sein. Du benutzt ihn ( nur als Projektionsfläche). Lg
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Viereichen » 12. Jan 2015, 13:41

Liebes Forum,

viel zum Nachdenken, die neuen Beiträge sind für mein Gefühl kein gedanklicher Einstieg auf mein Thema.

Jede(r) mag sich selber fragen, welche Intentionen bei ihr/ihm im Vordergrund stehen. Ich kann auch niemand überzeugen, dass die "Kunst des Zulassens" etwas anderes meint, als nur seinen Wohlfühl-Bauchnabel zu streicheln. Das zu erkennen mag tatsächlich eine Kunst sein. Nicht umsonst werden Abraham diesen Begriff so gewählt haben. Ich verstehe die Zeilen auf Seite 200 des Klassikers Low of attraction als Erweiterung nach aussen. Meine persönliche Übersetzung dazu zum Abschluss:

Weil ich mich in den Vortex begeben kann, lösen andere Meinungen keine Ängste in mir aus. Ich kann meinem Nächsten nicht nur mit Respekt und Achtung begegnen, vielmehr ihn als Teil des Gesamtpuzzles verstehen und das große Ganze darin erkennen und lieben lernen.

Ich wünsche allen, auch den stillen Mitleser/innen einen gelungenen Tag mit viel Freude im Herzen.

Liebe Grüße
Viereichen
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Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon ZaWo » 12. Jan 2015, 13:50

Was mir mal sehr geholfen hat, als ich mich in dieser zerstörerischen "Ich-muss-alles-akzeptieren-sonst-bin ich/du-böse"-Phase befunden habe, war folgender Satz (historisch in keinster Weise belegt :P ):
"Jesus hat gesagt, du sollst die Menschen lieben. Er hat nicht gesagt, du sollst jeden in dein Haus einladen."
Na GottseiDank. :rleye:
ZaWo
 

Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Viereichen » 14. Jan 2015, 11:18

ZaWo hat geschrieben:Was mir mal sehr geholfen hat, als ich mich in dieser zerstörerischen "Ich-muss-alles-akzeptieren-sonst-bin ich/du-böse"-Phase befunden habe, war folgender Satz (historisch in keinster Weise belegt ):
"Jesus hat gesagt, du sollst die Menschen lieben. Er hat nicht gesagt, du sollst jeden in dein Haus einladen."
Na GottseiDank.


Liebe Zawo,

was möchtest du mir mitteilen? Es geht mir gut.

Warum denkst du in deinem Beitrag an so etwas wie "selbstzörerische Phasen"?! Ich finde es schön, dass du einen Menschen zitierst, der sich in seinem physischen Leben nachweislich sehr häufig auf einer hohen disk befunden hat.
Das Zitat, welches du meinst ist aus dem 19. Kap. des Matthäusevangeliums und heißt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", welches das jüdische Doppelgebot der Liebe aufgreift. Wer sich ein wenig mit Theologie beschäftigt weiß, es ist von Jesus viel offener, viel menschenliebender ausgelegt, als auch zu seiner Zeit übliche Praxis war.
Dein Satz liebe ZaWo
ZaWo hat geschrieben:Er hat nicht gesagt, du sollst jeden in dein Haus einladen

paßt da nicht rein, auch nicht die dahinter stehende Denkschematik. Möglicherweise ist es deine ganz persönliche Denkweise, die auch die ein oder andere Teilnehmerin im Forum mitträgt. An Jesus jedoch kannst du das nicht dranhängen. Das wäre theologische Falschdeutung und Fehldeutung, wie sie leider immer wieder geschieht.


Fakt ist: Jesus hat sich mit den Aussätzigen, Sündern, Prostituierten und sonst wie nicht gerade in der Esoterikszene von damals Vollberauschten in Gemeinschaft begeben, sich ihnen zugewandt. Es war ihm S-egal, was die anderen Mitgläubigen darüber dachten. Er hat auch nicht diese chronische Angst vieler Zeitgenossen gehabt, dass so eine Negativ-disk des Gegenübers ihm sein schönes Lätzchen beschmutzen könnte: Im Klartext: Dass er von der Not des anderen heruntergezogen werden könnte.
Vielmehr: Jesus war häufig im vortex. Jesus wandert auf einen Hügel und macht eine open-air session für jeden Menschen, der gerade auf dem Weg daher kommt. Was daraus entstanden ist, nennen die Christen die "Bergpredigt", wohl das berühmteste Kapitel aus den Evangelien, nachzulesen im Matthäus-Evangelium, Kap. 5-7. Vielleicht der ein oder anderen Leserin jetzt zu viel christliches Gedankengut hier, doch das falschgefärbte Zitat mußte ich einfach richtigstellen.

So wünsche ich mir vielleicht eher, dass du nicht antwortest, liebe ZaWo - und einfach mal in Ruhe nachdenkst. Im Grunde kann es mir auch egal sein, doch im Innersten spüre ich, dass wir gar nicht so weit entfernt sein mögen - wie es scheint

Herzliche Grüße
Viereichen

Je suis Charlie
Viereichen
 

Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon ZaWo » 14. Jan 2015, 13:17

Hach Gottchen Viereichen, danke für deine altväterlichen Ausführungen. Ich hoffe für dich, dass diese von jemandem gelesen werden, der was damit anfangen kann und falls nicht, dass es wenigstens dir zur Klarheit oder Ähnlichem verholfen hat.

In diesem Sinne.
ZaWo
ZaWo
 

Re: Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten, wirklich?

Beitragvon Aladin » 17. Apr 2015, 16:48

Hallo ZaWo,

ZaWo hat geschrieben:
"Jesus hat gesagt, du sollst die Menschen lieben. Er hat nicht gesagt, du sollst jeden in dein Haus einladen."


Diese Sätze gefallen mir ausgesprochen gut.

Egal, wer auch immer das gesagt und wie gemeint hat, es ist ohnehin schwer jemanden zu zitieren, der vor Urzeiten lebte und keinerlei Schriftstücke hinterlassen hat.

Der Gedanke aber ist inspirierend. Man kann jemanden lieben, ihn annehmen, wie er ist, aber man muss auch sich selbst gut behandeln und muss niemanden zu nahe an sich heranrücken lassen.

Ein guter Freund formulierte mal vor Jahrhunderten :mrgreen:
augenzwinkernd: "ich liebe dich, was gehts dich an"

Auch nicht schlecht. Wenn wir lieben, geht es uns primär gut, wir können dann hervorragende Gedanken denken, benerven niemanden, sind letztlich für andere Gedanken nicht verantwortlich.

Dennoch, immer wieder schön, wenn man sich versteht, gegenseitig befruchtet, klasse Ideen tauscht. Freiwillig, ohne Zwang und Erwartung.

Liebe Grüße
Aladin :ros:
Aladin
 


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