Das bedenkenlose Schreiben

Dies und Jenes

Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 28. Sep 2011, 15:18

Zaungast hat geschrieben:Liebe Luxus
falls Du meine Anregung meinst - ich dachte eigentlich, das wäre eine abrahamische Binsenweisheit. :shock:



Lieber Zaungast Z., :lieb:

ich Danke Dir für Deine immer wieder heiteren Kommentare,
direkt aus dem Garten nebenan. Abrahamsche Binsenweisheiten
sind von mir immer wieder gern erinnertes Gedankengut. Bereits
das Wort „Binsen“ weist darauf hin, dass der Große Geist der
Deutschen Sprache damit hatte mehr im Sinn, als allgemein vom
Menschen wahrgenommen wird. Nicht nur, dass das Bin darin
enthalten ist, so wird diese Pflanze auch noch überaus nützlich
zur Abwasserreinigung eingesetzt. Sie filtert all den Schmutz,
welcher die Klarheit des Geistes unschön trübt heraus und
zurück bleibt klares Wasser, welches sich durch die gegebene Natur
selbst erfrischt und geläutert hat.

Also habe ich mir gedacht, dass immer mal wieder eine Binse pflanzen,
auch nützlich bei der Reinigung des Ganzen wirken kann. :heartsmiel:

Nun noch ein Wort zum Ersetzen des Wortes „Pro…“ durch das
Wort „Baustelle“. Im Bau findet sich das Au, welches wohl allerseits
verständlich ist. Dann all die Suggestionen zum Gedanken Baustelle:
Schmutz, Lärm, schweißige Kerle, doofe Helme und so weiter,
finde ich auch nicht erfrischender als Problem. Im eigentlichen
Sinn zeigt sich mir die Baustelle als eine ganze Sammlung von Pro...
Natürlich werfe ich das hier nicht einfach so über den Zaun,
ohne mir bereits schönere Gedanken dazu gemacht zu haben.

Ich ordne dem Gedanken Baustelle mal ein anderes Bild als (mir) gewohnt zu.
…und denke da an einen Baum. Es dauert bis er keimt, es dauert bis
er Blätter treibt, es dauert bis er ausgewachsen ist und
Mensch ihn abernten kann.

So gesehen ist der Baum für mich eine Art Baustelle in der Natur.
Doch obwohl er stets im Aufbau befindlich ist, staubt es um ihn nicht
(bis auf den Blütenpollen selbstverständlich, doch dieser ist ja zauberhaft :).
Mensch kann in jeder Wachstums- oder Reifephase des Baumes bei diesem Stille,
klare Luft und geistige Erfrischung finden. Wenn es mir nun gelingt,
jede scheinbare Baustelle in meinem Leben, derart wahrzunehmen,
dann wandele ich nur noch durch Baumalleen und das finde ich schön.

Nun könnte ich ewig mit Dir so weiterplaudern, doch ich sehe gerade,
dass Du hinter dem Zaun ein kleines Nickerchen machst und schleiche
mich leise kichernd davon.

Schöne Träume :loveshower:

Luxus
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Flower1973 » 28. Sep 2011, 15:34

Liebe Luxus,

ich finde deine Zaunwortspiele super :stimmt:

Ich hab mich dabei köstlich amüsiert :danke:
:kgrhl:
Lg Flower - die nun auch ein Schläfchen hintern Zaun macht, da ich heute ziemlich schläfrig bin :lieb:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 28. Sep 2011, 16:54

Liebes Blümchen, :gvibes:

ja, ja, das Amüsement, welch geniale Schöpfung aus der
geistigen Welt, wie schön, dass es Dich einfach gepackt hat.
Das bedenkenlose Schreiben ist für mich
wie ein Baden in der Freude Quelle.

Samtige Grüße

Luxus

PS: Was würde eigentlich passieren, wenn Du
vor dem Zaun das Nickerchen machst?
:loveshower:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon katgirl » 28. Sep 2011, 17:04

Hallo Luxus,
ich finde das Wort "Baustelle" als Ersatz auch super. Da steckt Dynamik und Energie drin, nichts statisches, festgeschriebenes.
Ich bin der Bauherr, Baggerfahrer oder Sprengmeister und ich kann meine Baustelle je nach belieben verändern; weiterbauen oder einreißen.
Das Baumaterial ist alles schon bestellt und ich brauche es nur annehmen.
Das sind meine Gedanken bei dem Ersatzwort.

Zu Deiner Baumanalogie fiel mir sofort unser Apfelbäumchen ein. Seit einem Jahr steht es verdorrt im Garten; ein Stämmchen mit 3 Ästchen, kahl und der obere Teil rottet vor sich hin.
Aber es steht immer noch da, wo wir es gepflanzt haben; wir haben es einfach steh'n lassen. Ein lebloser Stock in der Landschaft. Bisher!
Vor 2 Wochen kamen die ersten zaghaften Triebe, unten, direkt aus der Erde. Und diese neuen Triebe haben sich zu 3 richtig gut kräftig grünen Ästen ausgebreitet.
Die Apfelbaumbaustelle lebt und sie baut sich selbst weiter. Herrlich.
lg
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Flower1973 » 28. Sep 2011, 18:01

Hallo Ihr Lieben!

Ah da ist der Tread - gefunden. dachte schon es gibt ihn nicht mehr. Liebe Zimtstern, ich hoffe, du hast mit deinem Tread gut arbeiten können und ich hoffe, du bist uns nicht böse, das er nun off T. geworden ist. :hug:

Liebe Luxus,
vor dem Zaun, würde ich sicher gestört werden bei meinem Schläfchen :clown: Jetzt aber ehrlich, hab mich in die Gartenliege gelegt und war 1 Minute später im Land der Träume - total übermüdet.

Schönen Abend ihr Lieben,
Flower
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Flower1973 » 28. Sep 2011, 18:42

Ach so, der Tread wurde geteilt :lieb:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon katgirl » 28. Sep 2011, 18:45

Jo.
Im Universum geht nichts verloren. :clown:
lg
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 28. Sep 2011, 21:52

Liebes Blümchen, :lieb:

so ist das halt. Dem Einen bereitet das Schreiben Freude,
dem Anderen das Verschieben, Ordnen und Erzeugen von Einheit
im Detail. Mir bereitet z. B. sogar das Putzen von Häusern Freude.
...und alles hat seine Berechtigung, insbesondere wenn es noch mehr Freude,
Lachen und Liebe erschafft.

Jeder Mensch kann wählen, was ihn erfreut. Das ist doch
wahrhaft Gerechtigkeit. Noch schöner aber ist, dass wenn man
gar keine Wahl trifft, einfach in die Stille lauscht, mit mal die
Freude von Innen auftaucht und immer wieder Abrahams Hinweis
bestätigt, dass der Sinn des Ganzen gefühlte Freude ist,
die den Menschen unglaublich belebt.

Ich liebe, wertschätze und danke mit ganzem Herzen für dieses
Forum, welches wahrhaft hilfreich ist, alles Alte loszulassen und
die leeren Räume dann mit purer Freude neu zu füllen.

Schöne Momente mit
Wachstumseffekt
:bussi:

Luxus
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Optimistin » 29. Sep 2011, 06:10

Guten Morgen!
Das Wort "Problem" kann man doch prima auseinander nehmen: Pro- blem, pro, also für mich :gvibes: , ich kann damit machen was immer ich will, ich kann kann meine Gedanken vollkommen neu ausrichten, ich kann es von allen Seiten beleuchten und es hängt nur von mir ab, wie ich den Kontrast beurteile !
ich wünsche euch einen schönen Tag
optimistin
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Zaungast » 29. Sep 2011, 07:33

Noch ein wenig Senf :clown:

Pro|blem, das: Das Wort Problem stammt ursprünglich aus dem Griechischen und kommt vom probállein, das wörtlich “vor- oder hinwerfen” bedeutet. Es wurde in dem Sinne verwendet, einem Gremium eine schwierige Frage zur Besprechung vorzutragen. Das, was zur Lösung vorgelegt wurde, das problematon, stellt ein Hindernis oder eine Aufgabe dar, welche überwunden werden muss.
quelle: http://www.geistesblitz.de/2008/problem ... etrachtet/

Naja, wie auch immer...solange wir uns auf die Lösung konzentrieren und nicht auf die Baustelle (oder da nur auf die schweissigen Kerle, sofern sie gut aussehen :mrgreen: (denn dann, finde ich, machen die die Baustellen gerade attraktiv) ), ist alles ok, denke ich.

Mir ist heute Nacht jeglicher Schlaf in die Binsen gegangen, weswegen ich mich auch kein wenig geläutert fühle - daher werde ich jetzt zunächst von der Pflichterfüllung absehen, dem Universum - also mir selbst - danken, dass es mir das ermöglicht, und mich wieder in die Federn werfen. Juhuuuuiiiii....(Und von Baustellen mit hübschen Kerlen träumen :clown: )

Zzzzzzzzzzzzzzzzzz....
Zaungast
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon katgirl » 29. Sep 2011, 08:23

Hallo Ihr Lieben.
Meine Erkenntnis zur Baustelle:
Ich darf & kann meine Baustelle auch einfach nur mal sein lassen. Ich muss nicht ständig werkeln, weiterbauen, planen und überwachen.
(werkeln und weiterbauen = agieren; planen und überwachen = kontrollieren)
Ich kann diese Baustelle einfach nur sein lassen, sie betrachten und sie sehen, als ob sie schon fertig wäre.
Die Baustelle, das unfertige, als fertiges sehen.
Und irgendwann, wenn vielleicht neues Baumaterial zu mir gefunden hat, sie weiterbauen oder einreißen und etwas gänzlich Neues anfangen.
Es gibt viele Bauruinen, viele unfertige Häuser; meine Baustelle kann auch so aussehen.
Ich muss meine Baustelle nicht bis übermorgen fertig gestellt haben.
Die unfertigen Baustellen, die ich gesehen habe, haben mit diesen Gedanken einen ganz neuen Zusammenhang bekommen; eine Erkenntnis die tiefer geht oder weiter.
Unfertige Häuser, Baustellen, als Sinnbild meiner Ängste, Verzweiflungen, Aufreger und Wut.
Es ist da, aber noch nicht fertig.
Es ist da, kann aber jederzeit von mir verändert werden.
Es ist da, kann aber jederzeit von mir eingerissen werden.
Es ist da, kann aber jederzeit von mir umgeplant werden.

Ich fühle Macht, pure reine Macht und Kraft, wenn ich dieses Ersatzwort "Baustelle" annehme.
Alles als eine Ansammlung von Zement, Steinen, Sand, Wasser, Kies zu sehen; das Gerippe eines Hauses, was ausgefüllt werden will (oder auch nicht).
Ich sehe als Bild unfertige Häuser vor mir, die einfach sind.
Und irgendwann kann ich hier nun ansetzen, dass sie zu fertigen Häusern werden oder
zu einer wundervollen blütenreichen Wiese mit Apfelbäumen drauf.

Das fühlt sich soooooooooooo guuuuuuuuuuuuuut an.

:uns:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon katgirl » 29. Sep 2011, 09:03

Ich sehe die unfertigen Ferienhäuser oder den gerippehaften Würfelbau (den ich im Urlaub erstaunt erblickte) vor mir,
transformiere es auf meinen "ErsatzBaustellenZustand" und bin zufrieden.

Unfertig, aber veränderbar, dynamisch.
Es sieht nur statisch aus, tut so, als ob es "in Stein gemeißelt" wäre;
aber das ist nur Fassade; der Schein des Sein.
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 29. Sep 2011, 14:21

Liebes Katgirl, :lieb:

Dankeschön für das Mitteilen Deiner Begeisterung bezüglich des
Spiels mit dem Gedanken der Baustelle. Es hat mich daran erinnert,
wie gern Kinder mit Bauklötzern spielen und es sie meist zum Lachen
bringt, wenn ein großer Turm auch mal kippt. Dann wird er eben
wieder aufgebaut, oder sich nach einem anderen Spiel umgeschaut.
Die Fülle wird einfach erlebt. Das finde ich schön.

Freude am Bau

Luxus

PS: Gerade fällt mir der Gedanke Bauch zu, in welchen ja die Gefühle
sind, mit denen Mensch sein Leben gestalten und verändern kann.
Was wohl das ch, welches hinter dem Bau steht bedeutet?
Bau könnte doch glatt die bewusste Ausdehnung beinhalten. :gvibes:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 29. Sep 2011, 14:53

Lieber Zaungast Z., :lieb:

ich gratuliere zum freien Tag und wünsche einen angenehmen
Schlaf, mit Träumen der feinsten Art garniert. Dankeschön, dass
Dein Zaun auch an dieses Grundstück grenzt, und wir somit locker
weiterplaudern können.

Heute möchte ich mal hier ein Loblied auf die Fantasie im Menschen singen,
denn was würde das ganze wundervolle LoA für Sinn machen, wenn der
Mensch in seiner Vorstellungskraft, nicht über das ihm bereits Bekannte
hinausgehen kann? Das Leben wäre Langeweile und ewige Wiederholung
von traditionellen Wünschen und deren Folgen. Ich liebe die Gabe der
Fantasie und finde es unbeschreiblich schön, sie mit dem LoA spielen
zu sehen. Genau betrachtet ist die Fantasie jene Garantie bzw. der Schlüssel
zum ewigen Leben. Eventuell müssen ja nur jene Altern und körperlich Sterben,
die ihrem Leben aus Mangel an Fantasie, nichts mehr hinzufügen können.
Ach, die Fantasie, wo ich bin ist auch sie.

Goldene Gedanken :bussi:

Luxus

PS: Ich liebe den Menschen, mit all seinen Gaben und Fähigkeiten, in jeder
Form und jedem Ausdruck. Ich liebe die unendliche Vielfalt. Für mich sind
der Mensch und seine Möglichkeiten, dass Schönste und Wunderbarste,
was mir bis jetzt bekannt ist. Für dieses Empfinden bin ich achtfach dankbar.
Mir war gerade so, deshalb habe ich es bedenkenlos hier hingeschrieben. :loveshower:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Zaungast » 29. Sep 2011, 21:40

Hallo, du Luxusmädchen

...und schon wieder nimmst Du mir den Gedanken aus der Tastatur... :clown:
Gerade gestern habe ich intensiv über Routine, Neuerungen, Veränderungen, Ausdehnung und Phantasie nachgedacht.
Nur wollt ich nichts dazu schreiben...

Aber ja, die Phantasie hält uns jung. Weil sie uns dem Zeitlauf entkommen lässt. Phantasie ist der mächtigste Gegenspieler von Alltag und Langeweile. Manchmal ein wenig zu mächtig - wenn die Kommunikation mit den ordnungsgemäss laufenden Uhren und Ereignissen ins Holpern kommt :mrgreen: - aber sie ist eine wunderbare Macht.

Ich (er)lebe jeden Tag mehr ein (ge)doppeltes Leben - eines nach Uhr und Stundenplan, und eines (das - phantasievolle) nach innerem Kompass, Freude, Erfüllung und Ewigkeit. - Und am schönsten ist es, wenn sich beide berühren und wirklich überschneiden. (Man nennt das auch Vortex :clown: )

Und ich lebe ein Leben, das mir diese Doppelung auch wirklich ermöglicht bzw. vereinfacht. :gvibes: Dankeeeee... (ans Leben).

Geschlafen habe ich dann doch nicht, frei hatte ich auch nicht, aber "frei". Ich habe geputzt, aufgeräumt und Wäsche gewaschen...und ich war kreativ und habe bei mehreren gemütlichen Tassen Kaffee Fotos im Internet zusammengesucht, die zu einer Art Kollage werden sollen. Das Ganze hat einen Zweck. Aber beim nächsten Stimmungsloch werde ich das einfach so tun...ich habe soooooo schöne Bilder gefunden :loveshower:

Gehab dich wohl und auch Du, Kat, auf Deinen Bau(m)stellen. :clown:

Hasta pronto,

Z.
Zaungast
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Zaungast » 30. Sep 2011, 13:34

Nachdem hier nun ganz bedenkenlos geschrieben werden kann, möchte ich doch schnell zu bedenken geben, dass sich bei mir selbst allerhand Bedenken gegenüber meinem eigenen Geschreibsel eingestellt haben. (Was gar nicht selten der Fall ist.)
Schliesslich gibt es auch eine Art von Phantasie, die uns gefangen hält.
Von der haben wir aber natürlich nicht gesprochen...
Vielleicht wäre es besser, von spielerischer Phantasie zu sprechen. Von der, die nichts, aber auch gar nichts will...

Das hast du, weiseste aller weisen Musen, ja ohnehin getan, habe ich gerade gelesen.

"Das Spiel der Phantasie mit dem loa"...das nehme ich jetzt mal mit in die Dusche...

(..um dann später genüsslich an einem weiteren "Was-ist-das-denn-eigentlich"-Knochen zu kauen und mich eventuell damit leise knurrend unters Sofa zu verkriechen, falls mir jemand weismachen möchte, dass solche Fragen unsinnig sind) (Dann müsste ich allerdings gleich wieder duschen... :mrgreen: ))

LG,
Z.
Zaungast
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Flower1973 » 30. Sep 2011, 15:24

Hallo Ihr Lieben,

es ist herrlich hier mitzulesen! Ihr werft hier mit Witzbrocken herum, es ist einfach nur köstlich.
So redegewndt und einfallsreich - da kann ich gar nicht mithalten :lieb:

Aber schön zumindestens mitzulesen :clown:

Lg Flower
Flower1973
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon katgirl » 30. Sep 2011, 20:19

Bei hellem Kerzenschein,
sitz ich hier allein,
lass die Gedanken schweifen.
Gegangen sind die Einen (Bauarbeiter reimt sich hier nur bedingt)
geflossen sind die Tränen,
gegangen ist die Wut,
verflogen sind die Zweifel, erstickt der Trauer Nebel.
Geblieben sind Gedanken, die bringen neuen Mut.
So sitz ich hier und schreibe
und bleibe doch bei Mir.
Bei hellem Kerzenschein,
sitz ich hier nicht allein,
fühl Freude, Wissen, Wohl und Sein.
Kenn nicht der Zukunft Wege,
doch werd ich immer sein.

@Zimtstern: Danke für Deinen Gadankenanstoß mit dem Brief (im Ausgangsthread). Ich habe heute meinem größeren Ich eine Mail geschickt. Es hat riesigen Spaß gemacht, dass zu schreiben.
Und ich habe jetzt so richtig Lust, mich nur noch um meinen Teil zu kümmern. Irgendwoher kam dann auch heute eine ermahnende Stimme, dass ich doch bitteschön selbst meine vorgeschlagene Arbeitsteilung einhalten soll.
lg
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Zaungast » 30. Sep 2011, 20:33

Hallo Blümchen

Freut mich, wenns Dir Freude macht mitzulesen. Dann hat der Unsinn wenigstens irgendeinen Sinn :clown:

Und das Schöne ist ja (aber das weisst Du eh) - man muss niemals nirgendwo nicht mithalten.
Jeder persönliche Abraham - jedes IB - bringt etwas anderes hervor. So wie Kristalle, die auch nie gleich sind und doch immer wunderschön.

Unter meinem Sofa bin ich übrigens zu folgender Erkenntnis gekommen: Phantasie, wie ich sie meine (und vielleicht auch die leuchtende Luxus), ist einfach ein Tanz des Geistes.
Der natürlich auch bei jedem anders aussieht.
Bei mir besteht er häufig in wilden Assoziationen und Metaphern.
In Bezug auf das loa hat dieser Tanz aber nur die Aufgabe, den Geist frei zu schütteln und ihn zu entspannen (Widerstand abzubauen, dem IB aus dem Weg zu treten, das Zulassen zu ermöglichen.)

Ich hoffe ernsthaft, dass sich keine meiner Assoziationen jemals tatsächlich und wörtlich manifestieren - und ich mich beispielsweise schwanzwedelnd auf dem Teppich wiederfinde 8-)

Ja...wie ist das überhaupt, wenn man zumeist in Gleichnissen, Bildern und Metaphern denkt; Was legt man dann eigentlich hinein in den Vortex?
(Meeeeeiiiiin Gott - ich stelle mir das gerade vor- ziemliches Durcheinander da drin :mrgreen: )

Wie auch immer - bei mir ist es so: Je wilder und fröhlicher das Gedankenkarusell, desto leichter passieren zur selben Zeit erfreuliche Dinge, die ich bestimmt mal irgendwann hineingelegt habe.
Aber da hat sicher jeder seine ganz ureigene Methode, und solange es fliesst, ist alles gut.
Nur wenn man anfängt, sich immer wieder im selben Kreis zu drehen und dabei starr wird - egal, ob es sich um Phantasie oder Gedanken über sogenannte Fakten handelt- dann fängt man an, stromaufwärts zu schwimmen.

Gute Nacht,

Z.
Zaungast
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Zaungast » 30. Sep 2011, 20:37

(....Kat....wir sind hier beim bedenkenlosen Schreiben; für Poesie und Poeten ist zwei Stockwerke weiter unten, gleich um die Ecke rechts..... :oops: )

Sorry,
hey, schön, dass es Dir gut geht! Weiter so und wenn ich jetzt gleich ein Weinchen aufmache, proste ich Dir auch mal eben zu!

Gute Nacht

Z.
Zaungast
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon katgirl » 30. Sep 2011, 20:48

Zaungast hat geschrieben:Ja...wie ist das überhaupt, wenn man zumeist in Gleichnissen, Bildern und Metaphern denkt; Was legt man dann eigentlich hinein in den Vortex?

Dein Gefühl. Deine Assoziation der Essenz Deiner Wünsche.

Wo ist der Unterschied zwischen Poesie und bedenkenlosen Schreiben ?
Ist Poesie nicht bedenkenloses Schreiben ?
Ist bedenkenloses Schreiben nicht Poesie ?
Poesie fließt aus mir heraus, bedenkenloses Schreiben fließt aus mir heraus.
Das eine im Reim, das andere im Sein.
Poesie ist auch das Märchen, die Sage, die Geschichte oder das ungereimte Gedicht.
Bedenkenloses Schreiben ist Schreiben ohne Be-denken. Schreiben ohne Be oder Schreiben ohne denken.
Ohne Denken zu Schreiben ist Fließen; fließende Worte ohne die Blokade des Verstandes. Loses Schreiben.
Alles sind Worte, in Reihe und Zeile aufgereiht, hintereinander.
Den Gedanken gleich.

Prösterchen zurück :prost:
lg
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Zaungast » 30. Sep 2011, 21:47

Du hast natürlich vollkommen recht.
Und es ist ja auch Luxus' thread - ich kann das nämlich gar nicht - bin sogar Weltmeister im Bedenken.

Wie auch immer: Es scheint sich bei Dir wirklich etwas zu bewegen und das ist einfach feierungswürdig.
Ein dreifaches Hoch auf den Frühling mitten im Winter!
Auf dass bald auch im Aussen die Knospen spriessen mögen wie bei deinem Apfelbäumchen.

Alles Liebe,
Z.
Zaungast
 

Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 1. Okt 2011, 01:05

Lieber Zaungast Z., :lieb:

Dankeschön für Deine kitzligen Antworten und auch dafür, dass ich nun auf dem Bild
sehen kann, mit wem ich da hinter dem Zaun im Gespräch bin. Ich liebe grün.
Ich liebe Vögel, ihr Singen und Zwitschern und dass sie so puschlig sind,
wenn man sie in der Hand hält.

Gerade erkenne ich, dass das bedenkenlose Schreiben ein Garant dafür ist,
dass man nie vom Thema abweichen kann. Diese Art zu schreiben erinnert,
beleuchtet, fühlt ein und nach, wenn es z. B. beim eigentlichen Akt der Erfahrung
vergessen wurde.
Es inspiriert mich immer wieder loszulassen, was ich sowieso nicht halten kann,
und meist auch nicht will. Ich liebe diese Gabe im Menschen, sich lautlos fließend
und fühlbar auszudrücken. Es geschieht so sanft und dennoch rasant,
ein Wunder für mich. Natürlich geht das auch im Selbstgespräch,
doch leise bereitet mir mehr Wohlgefühl. Es ist, wie es ist.
Katgirl hat recht, bedenkenloses Schreiben kann auch Poesie sein.
Poesie ist * was fließt, keine Ecken und Kanten hat, einfach in des
Menschen Bewusstsein strömt und fühlbar wird, sein Herz oder gar die Seele
berührt. Poesie hinterlässt immer Stille, die sich mit schönen Gefühlen
erfüllt.

Zurück zur Fantasie. Selbstverständlich kann der Mensch auch seine Fantasie
anderweitig nutzen, als sich damit Wohlgefühl im Körper zu bereiten. Alles ist ja
bekanntlich möglich und noch mehr machbar. Abrahams zeigen das in einem Workshop
auch speziell auf, dass das sich Sorgenmachen nichts anderes als Fantasiemissbrauch ist.
In dem Beispiel geht es um Kinder oder andere Geliebte, die später als angekündigt
nach Hause kommen und wie sich der Kopf dann vorstellt, was alles so passiert sein kann.
Die Vorstellung ist meist nicht gerade herzerfreuend und driftet weit von jenem ab,
was Mensch sich wirklich wünscht. :roll:

Heute hält mich nichts mehr innerlich davon ab, gleichgültig was auch geschieht,
für mich gedanklich das Allerbeste daraus zu machen. Anfänglich empfand ich
meine Sorglosigkeit fast wie kühle Gleichgültigkeit, doch auch das verschwand, denn
eines Tages wurde mir bewusst, dass jene scheinbare Kühle lediglich einer klaren Sicht
dessen, was wirklich war im Jetzt * entsprang.

Deinen Zeilen entnehme ich, dass Du ein selbstbestimmtes Leben führst.
Ich sende freudvolle Glückwünsche. Eigentlich sind wir ja immer,
wenn wir allein sind, vollkommen frei in unserer eigenen Welt. Insbesondere
empfinde ich das beim Regen, wenn er so dicht fällt, dass die Außenwelt
hinter ihm verschwindet, vielleicht sich sogar ganz auflöst.
Da ist dann ein Empfinden in mir, welches unbeschreiblich ist. Ich bin dann
ganz weich, geborgen und freudvoll gestimmt, könnte ewig so sitzen und in den Regen
lauschen und sehen. …und nach dem Regen ist alles so sauber, bunt, frisch
und leuchtend, als wäre alles neugeboren.

Hier endet das bedenkenlos Schreiben und es folgt noch ein Zitat von
Abrahams, und zwar eines meiner Allerliebsten...

„Wir hätten gerne, dass Ihr atmet statt zu versuchen, dass Ihr entspannt statt Anstrengung zu unternehmen, dass Ihr lächelt statt zu kämpfen und dass Ihr seid statt zu tun.“

aus dem Tageszitat vom 24.08.2011


Ich finde das ist doch ein ganz wunderbarer Wunsch und ich erfülle ihn gern.
Leben ist erstaunlich leicht, reich und schön.
Es will getanzt und nicht gesteppt werden.

Ich setzte nach, der letzte Satz war extrem bedenkenlos.

Freude in allen Leben für Dich
und stets humorige Nachbarn


Luxus

PS: Was fällt Dir denn zu dem Gedanken „Mischen“,
incl. möglicher Vorsilben ein?
Das ist ein „Wo macht das Mischen Sinn*Knochen“.
Ich habe nur ein paar ganz dünne Scheiben abgesäbelt.
Sozusagen als Vorkoster. Lass es Dir schmecken. :loveshower:
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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 1. Okt 2011, 01:18

Liebes Blümchen, :lieb:

ich schließe mich den Gedanken von Zaungast Z. bedenkenlos an,
was die Vielfalt der Verteilung von Gaben anbelangt.
Kann es sein, dass Du Dich selbst begrenzend wahrnimmst?
Deine Beiträge sind zauberhaft, liebevoll und vollkommen mit- und nachfühlbar.
…und das Lachen ist ebenfalls in zahlreichen Deiner Postings * inspirierend
und zündend mit eingewebt. Du bist aus einem Licht gemacht,
welches derart hell und fühlbar ist, dass sozusagen *
nicht einmal ein Blinder was Dunkles sieht.

Umarmung im Geist
mit Fühlbarkeit
:bussi:

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Re: Das bedenkenlose Schreiben

Beitragvon Luxus » 1. Okt 2011, 01:37

Zaungast hat geschrieben:(....Kat....wir sind hier beim bedenkenlosen Schreiben; für Poesie und Poeten ist zwei Stockwerke weiter unten, gleich um die Ecke rechts..... :oops: )
Z.


Ich dachte, wie sind hier schon im untersten Stock. :shock:
Das erinnert mich an den Film "Die Muse", in dem ein Mensch für ein Betriebsgelände
keine Fahrgenehmigung für sein Auto hatte und den Pförtner dann fragte,
ob es auch noch tiefer geht und es auch noch eine Kriechgenehmigung gibt. :kgrhl:
Ich liebe diesen Film.
Danke für das Extralachen, um diese Zeit ein ganz besonderes Vergnügen.

Grüße in und
aus dem Vortex

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