Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Dies und Jenes

Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Birdie » 16. Jan 2015, 12:46

Hallo Ihr,
ich wollte mich gerade entschuldigen, sorry sagen für diesen Thread, aber das muss ich ja nicht. Denn wer nicht mitschwingt, der liest das nicht, oder liest es und bleibt bei sich...

ich habe mich in letzter Zeit vom Forum und von Abraham fern gehalten.
Ich gebe es ehrlich zu: ich komme nicht mehr klar!
Vom Verstand begreife ich es, aber Grau ist alle Theorie.

Nun habe ich gestern etliche neue Threads entdeckt und Fragen und Antworten gelesen und merke immer deutlicher was ich schon seit längerer Zeit fühle: mein Leben gleicht der Titanic. - Momentum äußerst negativer Art ist in meinem gesamten langen Leben so stark geworden, dass es kein PKW ist, der da nun ungebremst den Abhang hinabrollt, sondern es ist wie die Titanic, die trotz Vollbremsung dem Eisberg nicht mehr ausweichen kann.


Ich schaffe es nicht, meinem Leben eine haltbarere Wendung zum Positiven zu geben.
Ich schaffe es nicht mit Freude zu leben.
Ich schaffe es nicht meine Mangelgedanken/Gefühle abzubauen.

Wie zuvor, trotz einiger Jahre mit Lesen und Lernen und Üben von Abraham,, davor Louise Haye, fühle ich mich die meiste Zeit unsicher, überfordert davon, überhaupt am "Leben" zu sein. Für mich ist das wie eine Strafe oder Plage, keine Freude oder Geschenk.

Obwohl ich natürlich nicht ununterbrochen "schwarz" sehe, mich auch freuen kann, aber es "reicht" nicht.
Alles was ich mir an Positiven Gedanken oder auch nur Erleichterung vorne aufbaue, reiße ich mit dem Hintern beim ersten Umdrehen wieder ein - und beginne von vorne und von vorne und von vorne.

Wenn ich aufwache,egal ob mitten in der Nacht oder morgens, fühle ich starke Beklemmung und Bedrückung. Ich lenke mich sofort ab, gebe mich dem nicht hin, aber dieser Zustand kehrt jeden Tag aufs Neue wieder.
Angst, Mangel und ein unbändiger Hass auf mich selbst, ein nicht zu bremsender Zerstörungstrieb gegen mich beherrschen mich wie Dämonen, mein Leben lang.
Hatte ich die Absicht so etwas auf Dauer ein langes Leben lang zu erfahren?
Weiß ich nicht.
Mir war natürlich klar, dass sich das nicht so ratzfatz weg "loaisieren" lässt....den Anspruch habe ich auch nicht erst in Erwägung gezogen, das wäre reiner Selbstbetrug.
Wenn ich Abraham Videos sehe und die Hotseater, dann wird mir klar, dass sie alle, sagen wir mal "normale" Menschen sind, keine durchgeknallten Psychofreaks wie ich, die ich schon im Alter von 9 Jahren den ersten Suicidversuch machte.

Einige Hotseater arbeiten mit Menschen, die so sind wie ich und fragen um Rat wie sie ihnen helfen können, aber ich habe noch nie einen Hotseater gesehen, der fragt: Abraham, ich kann nicht mehr, ich möchte abbrechen, weil ich mich selbst nicht mehr ertragen kann,ich hasse mich solange ich denken kann und ich schaffe es nicht, das zu bessern.

Vielleicht ist mein Gehirn inzwischen beschädigt durch den Missbrauch der verschiedenen Substanzen, die ich in diesem Leben konsumiert habe und es liegt daran, dass ich nicht weiterkomme. "Clean" bin ich seit über 10 Jahren. Aber vielleicht ist da im Kopf was kaputt gegangen.
Ich weiß es nicht.

Ich spreche es jetzt auch ehrlich aus: ich habe noch nie in diesem Leben wirklich gerne gelebt.
Schon im Vorschulalter wollte ich von hier "weg"....ich fühlte, dass etwas mit mir nicht stimmt und mit 13 Jahren wollte ich nur noch sterben, ich sah mich auf einen Abgrund zurasen....ich sah mein künftiges Leben, wie es ablaufen wird (nicht die Tatsachen, sondern wie es sich anfühlen wird)
Ich weiß, das klingt bescheuert, aber es war so.

Und ich habe mich daran gehalten und mir ein echtes Sch***leben kreiirt....unbewusst.....und dann durch das Bewusstwerden und Erkennen, wie LoA funktioniert wollte ich mein Leben ändern.
Anfangs schien es auch besser zu werden, seit einem Jahr geht es wieder rasant bergab.

Generalisierung und Erleichterung finden, das waren meine Werkzeuge die letzten Monate, aber mir entgleitet alles!
Kaum habe ich ein wenig Erleichterung gefunden, haut mir irgendwas die Füße weg und ich schlage wirklich hart auf . Aus oft ganz lächerlichen Gründen. Manchmal reicht ein Blick in den Spiegel.
Z.B, hatte ich Erleichterung gefunden am vorletzten Sonntag und dachte so bei mir.... prima, aber sollte jetzt mein PC die Füße von sich strecken, dann würde ich mich sicher wieder schlecht fühlen.
Am Nachmittag wollte ich den Laptop hochfahren, wie jeden Tag, und es ging nicht mehr, das Teil war in der Tat kaputt.
Wow....also im Erschaffen von Negativem bin ich offenbar Meister.
Es gibt etliche solcher Beispiele und das macht mir zusätzlich Angst.

Vor zwei Wochen habe ich es aufgegeben.
Ich mache nichts mehr... Sch*** auf das LoA, mir egal, es kommt eh wie es eben kommt. Ich bin ein armes Schwein, nicht nur finanziell, und fertig. lass doch ,ist doch egal...blablabla....
Na klar, was kann ich erwarten, wenn ich so denke wie ich denke...so negativ drauf bin, aber ich schaffe es nicht und das ist die Endlosschleife.

Ich fühle mich unendlich erschöpft und müde davon....ich muss mir eingestehen, dass ich es in diesem Leben nicht mehr erreichen kann zu mir selber freundlicher zu sein und aufzuhören mich selber runter zu machen. Meinen Zorn, meine Wut und meine Angst zu mildern, mein Starren auf Mangel abzubauen, wenigstens soweit, dass ich ein einigermaßen entspanntes Restleben führen kann.
Es überschwemmt mich immer wieder und macht mich blind für alles andere.

Ich bin kein junger Hüpfer mehr, sondern inzwischen ein lahmes altes Pferd - ich habe eh den größten Teil an (Lebens)Jahren hinter mich gebracht, ich möchte es abbrechen. Ich kann nicht mehr weiter.

Als ich vor einigen Jahren beinahe tödlich verunglückte lag ich noch unter Schock im Krankenhaus und fühlte mich eingehüllt in ein Gefühl von Liebe, Wärme und Verständnis .
Für mich war das der Kontakt zu meinem IB, was ich schon öfter fühlen durfte, wenn ich in arge Bedrängnis geraten war.
Damals hatte ich keinerlei Vorkehrungen getroffen für den Fall, dass mir etwas zustößt, meine Tiere wären unversorgt. Und ihre Unterbringung war nicht geregelt. Ich konnte nicht sterben. ich wollte es auch nicht, weil die Art und Weise selbst für mich zu grausig gewesen wäre.
Ich fühlte, wie mein IB genau weiß, wie schwer mir dieses Leben hier schon immer gefallen ist und dass ich eigentlich immer "weg" wollte.
Und ich hatte Schuldgefühle deswegen, ich war ja eben wie durch ein Wunder gerettet worden!
Und dann war es so, als würde sich mein IB amüsieren, aber auf liebevolle Art, es war als wenn es "sagen" würde: du kannst jederzeit "gehen", es gibt kein Muss...wenn du gehen willst, sag mir Bescheid.
Das war ein ungeheuer erleichterndes Gefühl /Wissen.
ich habe das nie vergessen und es ist ja auch genau das was ich bei Abraham immer wieder gelesen habe.

Ich will nur noch meine Ruhe und meinen Frieden - vor mir selbst - und solange ich in diesem Körper bin, werde ich den nicht finden....ich kann nicht mehr und ich mag auch nicht mehr

Ich werde mir nichts antun, auf keinen Fall!
Ich weiß, dass das auch nicht nötig ist.

Ich "lebe" jetzt weiter wie bisher auch...

Herzliche Grüße,
Birdie
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 16. Jan 2015, 15:13

Hallo Birdie

Es tut mir sehr leid, Deine Worte zu lesen.

Ich vermute, Du weißt jetzt nicht, wer ich bin - aber ich bin mindestens ebensolange im Forum wie Du. Nur habe ich gelegentlich den Namen geändert - und wir haben selten miteinander gesprochen.

Aber ich habe Deine Beiträge immer verfolgt, mich immer über Deine Liebe zu den Vögeln gefreut, mich immer für die Vögel gefreut, wenn sie von Dir gerettet wurden...ich habe Deinen Unfall mitverfolgt....

Und eine andere Krise, die Du schonmal hattest. Die hast Du auch überwunden!

Zwei Sachen: Das eine ist, dass Loslassen wirklich besser ist als Andrücken, denke ich. Niemand wird gezwungen, glücklich zu sein. Aber dass Du soviel versucht hast, zeigt ja, dass Du es Dir doch wünschst. Und das beweist, dass nicht alles an Dir "weg will". :gvibes:

Dass Du den Unfall überlebt hast beweist auch, dass da noch eine Menge Lebenswille ist.
Dein Post auch.
Und das reicht. Lass los.....und sag Dir aber - ich will leben und ich wäre gerne so glücklich, wie es eben geht.

Das andere: Hast Du mal eine Familienaufstellung versucht?

Dein "Wegwollen" schon als Kind klingt sehr nach Verstrickungen....und nach einer blöden Kindheit.

Aber probiers mal. Und wenn Du es Dir nicht leisten kannst - dann wünsch es Dir einfach. .... Irgendwer wird Dir dann schon übern Weg laufen, der Dir hilft. (Man muss ohnehin aufpassen - ich hab das mal bei jemandem gemacht, der nach meinem Empfinden viel zu viel mit dem Verstand gedacht hat und viel zu viel Information wollte.....da kam nichts bei rum. Und das war auch beinahe das einzige Mal. Aber ich habs im Kopf oft alleine gemacht und es wirkt wahre Wunder. Allerdings braucht es sehr viel inneren Halt dazu....gerade, wenn gruselige Dinge im Spiel sind. Das waren sie bei mir nicht....deswegen kann ich das im Alleingang machen. Aber wenn es um härteren Tobak geht, würde ich mir immer Beistand suchen. Außerdem fehlt Dir das ja auch. Dir fehlen Menschen...
Wie auch immer: Es gibt natürlich sehr kompetente Menschen, die das gut können mit dem Familienstellen....und vielleicht könnte Dir das Erleichterung verschaffen. Oder zumindest ein bisschen mehr Klarheit.... )

Grüß Deine Mauersegler!

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 16. Jan 2015, 15:40

Und noch etwas. :clown:
Ich sage nicht, dass ich es schlimm finde, wenn Du "weg" willst.
Ich denke nur, dass es eben nicht stimmt.

Oder nur teilweise.

Sonst wäre das ja sogar ein echter Trost...denn gehen kann man immer. Und das sogenannte Nichtphysische ist ja auch keine Bedrohung sondern eher Erlösung - aber das schreibst Du selbst.

Aber ich glaube nicht, dass Du wirklich schon willst. Ich glaube, dass Du immer noch nach dem lebendigen, halbwegs glücklichen Leben hier auf der materiellen Seite suchst. Sieh mal ab von diesem: Ich versuche mich gut zu fühlen. Oder: bedingungslos gut zu fühlen.
Oder: Ich muss mich lieben.

Lass nach und nach immer mehr los. Alles - Deine Gedanken, wie die Welt zu sein hat, wie Menschen sich zu verhalten haben, wie Du Dich fühlen solltest, wie Du Dich behandeln solltest,....alles das: in the bin. Ab in den Mülleimer.

Immer mehr Entspannung - immer soviel, wie gerade geht, ohne dass Du umfällst. :clown:

Lass Deine Vorstellungen über Welt, Finanzlage, Mitmenschen etc. los. Lerne Stück für Stück, die Dinge zu akzeptieren und Dich "dem-was-ist" hinzugeben. (Eigentlich tust Du das ja genau jetzt, und das ist wohl genau das Richtige!)

Nimm die Welt an. Auch wenn sie manchmal grausig ist und fies zu Dir war. Gib Stück für Stück Kontrolle und Kontrollversuche ab. (Keine Ahnung - vielleicht liege ich total daneben, und Du hast das längst versucht. Aber vielleicht hilft es auch.) Gib auch die Kontrolle über Dich selbst ab. Wieso schlechtes Gewissen? Weil Du gerettest wurdest? DU hast Dich doch gerettet. Und DU kannst gehen, wenn du willst. Du brauchst auch keinem IB Bescheid sagen. Das ist nicht Dein "Chef" sondern Du bist es selbst, also, Du BIST Dein IB....und Du kannst machen was Du willst. Bleiben, gehen, kontrollieren, loslassen....

Aber wenn Du das Loslassen weiter übst - und mir scheint, das tust Du gerade und bist damit auf dem allerbesten Wege - , dann bauen sich Enttäuschung und Druck ab, und stattdessen kommen die hilfreichen Dinge und Menschen von alleine auf Dich zu und das Leben hier drüben wird vielleicht doch nochmal angenehm.

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Ekieh » 17. Jan 2015, 10:36

Hallo Birdie,

wenn das ein Zustand ist in dem du dich schon Jahrzehnte befindest, hast du denn schon mal mit einem Arzt darüber gesprochen? Das hört sich fast an wie eine ernsthafte depressive Erkrankung.
Manchmal gibt es auch organische Gründe, wenn z.B. eine veränderte Aktivität der Botenstoffe im Gehirn, stattfindet. Stresshormone können Depressionen u.a. auslösen.
Es ist keine Schande sich auf diese Weise helfen zu lassen, ich denke auch dieses Hilfsmittel ist zulässig wenn es Erleichterung verschafft.

Lieben Gruß Ekieh
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 17. Jan 2015, 10:56

Gerade ist mir noch etwas aufgefallen, birdie:

Du vergleichst Dein Leben mit der Titanic. Das ist natürlich einerseits sehr dramatisch.
Aber andererseits - was für ein Bild! Was für eine Power strahlt dieses Schiff aus....

Mit all den Lichtern und all der großartigen Innenausstattung...

Und das passt. Hast Du mal Dein Post selbst gelesen? Es liest sich gut! Ich meine, es steckt viel Geist darin. Natürlich ist das, was Du schreibst, inhaltlich nicht besonders schön, aber Du kannst schreiben. Du kannst formulieren. Deine Worte haben Kraft. Und das spiegelt viel von dem, was in Dir steckt.

Schreib doch Deine Geschichte auf. Ich würde sie gerne lesen. (Und wenn der laptop abstürzt, dann per Hand, wenn es geht.)

Gib Dich dem Schiffsbild noch ein wenig mehr hin, und warte noch ein Weilchen mit dem Abstieg in die Tiefen des Ozeans...(und zeig dem Eisberg den Mittelfinger :clown: )

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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Birdie » 17. Jan 2015, 13:27

Vielen Dank, liebe Backagain,
ich sag nur mal kurz, dass ich deine Gedanken mit Interesse gelesen habe und mich etwas später dazu äußern möchte.

Ich möchte, sofern es mir möglich ist, auch nicht auf weitere unschöne Einzelheiten meines Lebens eingehen.
Für zielführend (wohin auch immer) halte ich das auch nicht.

Ich habe es als erleichternd gefunden, meine Gedanken hier niederzuschreiben. Die Wahrheit, wie ich sie empfinde.
Und auch im Laufe des Tages hatte ich kein "schlechtes Gewissen" es getan zu haben, obwohl es ja sehr privat ist.

Aus reiner Freude schreibe ich schon seit längerer Zeit an einem Roman, schreiben -nur so - war schon immer mein Ding.
Natürlich geht es dabei um Vögel....eine Lektorin habe ich und sogar einen interessierten Verlag. Ohne dass ich mich darum bemüht hätte. Nur müsste das Buch natürlich auch mal fertig werden, und da bin ich nicht so sicher, ob ich das schaffe, bevor die Titanic absäuft. :clown:
Meine schwarzen Humor habe ich wenigstens immer dabei,egal wie besch*** es mir geht,

:ros:
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Birdie » 17. Jan 2015, 13:30

Liebe Ekieh,
ich habe das alles schon durch.
Den Psychobetrieb kenne ich als Patient in und auswendig.
Liebe Grüße,
Birdie
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Schornsteinfegerin » 17. Jan 2015, 13:49

Mit dem Schreiben unseres Romans werden wir nie fertig.

Wenn man dann beim Schreiben schon an das Ende denkt (das es nicht gibt), machts keinen Spaß ... und der Fluss wird blockiert. Dann gibts oft noch nicht mal einen Anfang, obwohl wir ja längst angefangen haben und niemand den Anfang wirklich kennt, da es ihn nicht gibt.

Wenn alles Wurscht ist und die ganzen Versuche nur dazu führten, das Wurscht-Sein und Wurscht-Fühlen nicht genießen zu können, dann ist es Zeit, die Wurst einfach zu essen.

Und auf die nächste zu lauern. So macht das unser Hund. Und der ist mein größter und liebster Lehrer!

Herzliche Grüße von Wurst zu Wurst

Jutta
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 17. Jan 2015, 14:36

Hallo Birdie

Wunderbar! Ich glaube daran, dass dieser Roman gut wird. Und ich freue mich darauf, ihn zu lesen! Ehrlich! Ich liebe Vögel sehr. Mein Sohn auch...
Schwarzen Humor liebe ich auch. Deinen Stil auch.

Also....mach hinne. :mrgreen:

Warum zum Teufel überhaupt das schlechte Gewissen erwähnen:

Birdie hat geschrieben:Ich habe es als erleichternd gefunden, meine Gedanken hier niederzuschreiben. Die Wahrheit, wie ich sie empfinde.
Und auch im Laufe des Tages hatte ich kein "schlechtes Gewissen" es getan zu haben, obwohl es ja sehr privat ist.


Ich finde, alles, was jemand von sich preisgibt ist auch ein Geschenk für andere. Naja, fast alles...

Und was ist schon "privat" vor dem Hintergrund, dass eh alles eins ist. Und was wäre das Problem bei "privat"? Solange es echt ist....da haben Leser mehr davon als von Geschichten, die vielleicht zwanghaft optmistisch und dabei unaufrichtig sind.

Zweitens: Worte, die sich noch dazu gut lesen, als Erleichterung aufzuschreiben ist doch bestens. Wo könnte man da überhaupt ein Problem vermuten? Ich schätze, Esther wäre nicht böse. :mrgreen:
Was du tust, ist doch genau das, was Abrahams immer sagen:
Den Widerstand aufgeben, flussabwärts fahren (sogar meer-runterwärts :clown: )...alles im grünen Bereich. :P
Und die Leser teilhaben lassen an Deinen - hm - Bewältigungsstrategien.

Birdie, ich finde Dich (und fand dich immer) normaler als so manchen Menschen aus meinem Umfeld, der sich schön an die Spielregeln hält und dabei permanent krampfhaft die A...backen zusammenkneift. :P

Also, schreib fertig, finde den Verleger oder stells als Blog ins Internet (kostet fast gar nichts) ...und dann kannste gehen. Aber keineswegs vorher :mrgreen: .

Nein geht auch nicht; dann musst Du noch ein bisschen in Buchhandlungen herumfahren und lesen.... :P

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Birdie » 18. Jan 2015, 15:33

Liebe Backagain,

es ist eigentlich alles gesagt....
Ich habe mich entschieden, gehen zu wollen.
Ich habe genug herumprobiert, wie ich ja schon schrieb - und dass ich es nun wirklich leid bin.
ich habe keine Lust mehr.

Ja, die Titanic...großes Maul und nix dahinter :clown:
SO sehe ich mich eigentlich auch, Ein Gigant....der erkennt,dass er zum Zwerg geworden ist, nachdem er ins Physische gekommen ist.....und es nicht fertigbrachte,daran etwas zu ändern...
Egal, ich will das nicht wiederholen.
Ich glaube felsenfest an das LoA, nur kann ich nicht in einer für mich gesunden Art und Weise damit umgehen.

Es heißt ja: trefft eine Entscheidung.
Ich habe lange rumgeeiert, weil ich, wie du richtig vermutest, es einfach nicht glauben wollte, dass dies mein Leben gewesen sein soll.
Gehen oder nicht gehen-gehen oder doch noch bleiben? Noch mal versuchen?
Dass da nichts mehr kommt von dem was ich mir wünschte....keine großen gewaltigen Dinge, aber das Gespür dafür, wie es ist bewusst mein Leben zu gestalten....nur ein Restleben, was mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, wenn es dann zum Ende kommt, das wäre schon toll gewesen.. So abzutreten mit dem Gefühl "versagt" zu haben und so wenig Freude gehabt zu haben, das schien mir doch recht öde, aber gut, dann ist es halt so.
Dann habe ich dieses Mal halt die Theorie gelernt, oder besser, wieder erinnert und vllt schafft mir das einen anderen verbesserten Start für das nächste Mal.
Ich weiß es nicht.
Es gibt ja kein Karma, welches ich mir nun aufgeladen habe und abarbeiten müsste. Und dazu den ganzen Dreck aus wer weiß wie vielen vorherigen Existenzen...an all da habe ich ja mal geglaubt.

Ich ertappe mich seit einem Jahr dabei, dass ich kleine Kinder oder Jugendliche beobachte und mir vorstelle, wie es sein wird, wieder am Anfang zu sein.

Was ich hier schreibe ist nur sehr unzulänglich und jeder der es liest wird es anders interpretieren (haben ja recht viele reingeklickt).
es ist ja nie möglich wirklich in einen andern hineinzusehen und die Motivationen und Hintergründe zu begreifen, die einen antreiben oder zerstören.es ist mir auch nicht wichtig, ob ich "verstanden" werde.

Ich selbst verstehe sehr gut, warum es bei mir so krass läuft wie es das nun einmal tut, aber ich bin sicher, ich habe blinde Flecken, die ich ums Verrecken nicht sehen kann. Na gut, dann eben nicht, you never get it done....

ich habe mich entschieden, aber das wie und genaue wann, darum kümmere ich mich nicht....

Ich schreibe weiter meinen Mauerseglerroman...Egal ob er je fertig wird oder nicht(auf FB werden Teile davon gelesen)...ich stolpere weiter durch mein Leben hier mit meiner Angst vor noch mehr Armut und Bedrängnissen aller Art, psychisch oder physisch.

Mein Schwager , zu dem ich eigentlich kein besonders enges Verhältnis hatte,( er hat mich auch immer zu sehr an mich selbst erinnert) ist vor einigen Jahren ins Nichtphysische gegangen....kein "Suicid". Aber sein Abgang war so perfekt inszeniert und so punktgenau, dass selbst Leute, die vollkommene "ich glaube nur was ich sehen und anfassen kann" Menschen sind, ins Grübeln kamen.
Auch er litt lebenslang unter starken Komplexen,Ängsten und Minderwertigkeitsgefühlen. Ihm war es zuletzt unmöglich für seine Zukunft eine Entscheidung zu treffen, Stellung zu beziehen, das "Ruder herumzureißen", wie man so schön sagt....stattdessen ist er "lieber" ins Nichtphysische zurückgegangen.
Ja, klar, ich kann das auch nur aus meiner Warte sehen, denke aber, dass ich mit meiner Einschätzung ziemlich richtig liege....

Ich bin nicht traurig...so an der Oberfläche ja, sicher, aber darunter nicht.

LG,
Birdie
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 18. Jan 2015, 16:44

Hallo Birdie

Ich kann das alles gut nachvollziehen. Sogar den Wunsch, gehen zu wollen, ehrlich. Ich steckte zwischen 17 und 24 in einer sogenannten Depression und dachte oft ans Sterben.....und noch heute überkommt mich manchmal dieses Gefühl der Sinnlosigkeit...

Tatsache ist, dass ich auch vor etwas mehr als einem Jahr öfter den Gedanken hatte, dass ich eigentlich auch verschwinden könnte, wenn da nicht die Kinder wären...

Wie auch immer - ich will nicht von mir erzählen, sondern nur sagen, dass Deine Gedanken und Gefühle nachvollziehbar sind. Bestimmt auch für andere.

Denn wir haben ja alle - oder wenigstens die meisten - große Träume am Anfang, und merken nach und nach, dass wir ganz oft darauf warten, dass "endlich unser Leben anfängt". Bis es vorbei ist, manchmal :clown:

Wenn es keine großen Träume sind, dann haben wir wenigstens - und das ja immer - den Wunsch glücklich zu sein.

Und ob das gelingt, hat ja oft gar nicht so viel mit dem zu tun, was um uns herum passiert. Klar - Krankheit beeinträchtigt meistens, Einsamkeit fast immer....ganz oft das Wetter (heute fällt es mir so viel leichter, mich gut zu fühlen...das ist ein Wahnsinnstag, oder?)....

Aber manchmal stimmt eben auch scheinbar alles, und trotzdem zieht uns alles runter.

Und manchmal machen uns ganz kleine, zarte Gedanken oder Handlungen tief glücklich (Brot zu backen, zum Beispiel).

Ich schätze, Du hast tatsächlich alles durch, was man aktiv tun kann. Und es klingt so, als wüsstest Du ganz genau, was Du willst.

Ich frage Dich nur eine Sache: Warum ist es eine Erleichterung, hier zu schreiben.

Und das frage ich ganz und gar unpolemisch, ehrlich!!!!

Aber wenn Du in Dich hinein horchst - was war der Beweggrund, hier zu schreiben? Einfach gesehen/ gelesen zu werden?
Uns eine andere Sichtweise zu vermitteln? Eine Geschichte zu erzählen?

Oder doch noch einen ultimativen Tipp zu kriegen? Letzteres ja wohl eher nicht.... Oder doch???

(Einen hätt ich noch: :pfeif: Hast Du "Jetzt" von Eckhart Tolle gelesen? Bestimmt... Aber dem ging's wie Dir....nur war er jünger. Und es ist ja klar - je älter man wird, desto einzementierter ist das Selbstbild. Wenn man drauf besteht.... )

Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, ich habe schon ganz viel gelernt von dem, was ich lernen wollte. (Klavier spielen, Spinoza gelesen, Weltbild fertiggestellt). Jetzt will ich in diesem Leben noch irgendeine ganz bodenständige Aufgabe anständig durchführen - sprich, eine gute Musiklehrerin werden. Und ansonsten immer mehr nach Anbindung ans Große Ganze suchen, was heißt, im Hier und Jetzt zu sein und dabei froh.

Das ist eigentlich machbar für jeden. Dazu brauchts keine große Übung und keine große Manifestationskraft.

Jedenfalls: Eine sinnvolle, schöne Tätigkeit findet sich immer, und im Hier und Jetzt ankommen geht auch jederzeit und überall. :mrgreen:

Und mit diesen beiden Dingen kann man es schon zum Lächeln bringen....

Falls du doch noch willst.

Werde Lesepatin an einer Grundschule oder verwalte an einer Schule die Schülerbücherei. Die Kinder beleben einen total und wirken sehr verjüngend. Lesen ist wunderschön, man ist umgeben von Geschichten...
Und lies "Jetzt"....

Aber Du willst ja nicht mehr. Dann schreib mir wenigstens per pn (bitte...wenn du magst :ros: )....die Adresse der fb-Seite, wo Du Deinen Roman veröffentlichst.

Und lass Dir noch ein bisschen Zeit. Ein Frühling geht noch, oder?

Lieben Gruß,

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Birdie » 18. Jan 2015, 18:21

Liebe Backagain,
ich antworte dir per PN .

Nur die eine Frage beantworte ich hier....weswegen ich Erleichterung empfand meine Gedanken aufzuschreiben:
weil ich sie schon mein Leben lang mit mir herumtrage.
In den letzten Jahrzehnten schweigend in mich selbst verkrochen, denn das Thema ruft ja heftige Emotionen hervor.
Wer nicht "leben" will, muss (geistig)krank sein und gehört schlimmstenfalls vor sich selbst geschützt.

Ein Sperrfeuer an guten Ratschlägen, Drohungen (Karma etc, Gottes Zorn) oder dem Implantieren von Schuldgefühlen, (wie kannst du so undankbar sein, andere sind todkrank und würden gerne leben und du willst dein Leben "wegwerfen") habe ich in jungen Jahren erfahren, als ich noch ab und zu mich zu meinen Gefühlen diesbezüglich geäußert habe, weil ich es nicht für mich behalten konnte.

Und warum gerade hier im Forum,?
weil ich so oft von Abraham gelesen habe: ihr seid hierhergekommen voller "eagerness" Begierig hier zu sein, Contrast zu erleben und euch auszudehnen. Ihr seid hier um Freude zu empfinden.
Und ich immer: Hä? ich muss da irgendwo gepennt haben als die Begierde und die Freude auf das physische Leben verteilt wurden.

Und es wurde bei mir auch nicht anders, obwohl ich Phasen hatte, in denen ich dachte, ich habe es begriffen wie Abraham das meinen.., Ich schwamm downstream mit Mauersegler Cecilia im Gepäck nach Frankfurt /M. und ließ sie nach 1 1/2 Jahren Pflege in die Freiheit, against all odds - selbst wenn ich mich freue und entspannt bin, verspüre ich nicht das Bedürfnis bitte noch recht lange hierbleiben zu können. Nur weg hier, besser heute als Morgen.
So lange ich hier im Forum bin, habe ich es nie gewagt das klar auszusprechen....weil es die dunkle Seite ist und es nicht hierher gehört.....so war mein Gedanke.

Abrahams Erklärungen zum Thema "Tod" waren für mich eine extreme Erleichterung nach all dem Quatsch, den ich aus der Esoterikecke oder aus dem christlichen Verständnis erfahren und geglaubt hatte.

So, nun habe ich es getan...., damit ist es "gut" naja...wie man es nimmt,

ich habe nichts dagegen wenn dieser Thread nun geschlossen wird

:ros:
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Schornsteinfegerin » 18. Jan 2015, 19:46

Ich kenne deine "Forengeschichte" nicht, Birdie, lese nicht viel in den persönlichen Beiträgen, möchte dir nur mitteilen, dass ich nichts emotional Aufreibendes oder "Dramatisches" in deinen Zeilen finde.

Über den Umgang mit "Tod" könnte man unendlich lange nachdenken, "diskutieren", und all die Glaubenssätze, die dazu existieren, aufkochen. Aber bzw. und genau DAS ist das Schmerzhafte, dieses Herumphilosophieren in Gedanken um etwas, das es gar nicht gibt bzw. nicht gäbe, würden sich die Gedanken nicht ständig damit befassen. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du zu alledem keine Böcke mehr, und ich finde, das ist ein super Zustand!

Da gibts -- zumindest von meiner Seite -- nichts weiter zu bemerken.

Wünsche dir so und so und auch so einen guten Flug :)

Liebe Grüße

Jutta
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon lawofattraction » 19. Jan 2015, 07:40

Schornsteinfegerin hat geschrieben:Ich kenne deine "Forengeschichte" nicht, Birdie, lese nicht viel in den persönlichen Beiträgen, möchte dir nur mitteilen, dass ich nichts emotional Aufreibendes oder "Dramatisches" in deinen Zeilen finde.


Hallo Jutta,

es hängt massgeblich von der eigenen Schwingung ab, ob man etwas erkennt oder nicht. Backagain ist ja durchaus schwingungsmässig mit Birdies Ausführungen in Resonanz gegangen.

Anderer Menschen Erfahrungen und Gefühle kann man nicht infrage stellen, sondern lässt sie idealerweise dann, wenn man meint, nicht in Resonanz zu sein, einfach mal als gültig stehen. Niemand braucht eine Bestätigung von aussen, ob die eigenen Gefühle zutreffend sind oder nicht.

Schornsteinfegerin hat geschrieben:Über den Umgang mit "Tod" könnte man unendlich lange nachdenken, "diskutieren", und all die Glaubenssätze, die dazu existieren, aufkochen. Aber bzw. und genau DAS ist das Schmerzhafte, dieses Herumphilosophieren in Gedanken um etwas, das es gar nicht gibt bzw. nicht gäbe, würden sich die Gedanken nicht ständig damit befassen. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du zu alledem keine Böcke mehr, und ich finde, das ist ein super Zustand!


Es geht Birdie nicht um den Tod, es geht ihr um das Leben.

Schornsteinfegerin hat geschrieben:Da gibts -- zumindest von meiner Seite -- nichts weiter zu bemerken.

Wünsche dir so und so und auch so einen guten Flug :)


Es würde mich wirklich interessieren, mit welcher die Absicht Du Deinen Post geschrieben hast und mit welchem Aspekt Du in Resonanz gegangen bist.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 19. Jan 2015, 08:26

Liebe Birdie

Nachdem Dein thread ja nun weitergeht, schreibe ich Dir auch nochmal.

Du hast geschrieben, dass Du Kindern und Jugendlichen zusiehst und Dich fragst, wie es ist, nochmal von vorne anzufangen.

Aber Du weißt schon, dass Du in jedem Moment von vorne anfangen kannst, oder?

Ich hatte irgendwo mal geschrieben, dass es für die Bereinigung der "großen" Lebensprobleme "ans Eingemachte" geht und dass das eine riesige Herausforderung sei...

Danach habe ich darüber nachgedacht. Und ja - einerseits ist es so: Viele Haltungen, Sichtweisen und das Selbstbild haben sich irgendwann so verfestigt, dass es beinahe unmöglich aussieht, da noch auszusteigen.

(Man hat so oft etwas angefangen und nicht zu Ende gebracht - warum sollte es diesmal anders sein. Man hat so oft aufgehört zu rauchen...und wieder angefangen...warum sollte es diesmal....etc....man ist so oft ins Loch gefallen, warum....)

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist: Doch - Du kannst in jedem Moment das Ruder rumreißen.

Du kannst in jedem Moment einen ganz neuen Ansatzpunkt finden, der Dir bisher einfach verschlossen war.

Es tut irgendwie wahnsinnig weh.....und irgendwie ist es ganz leicht.

Du hast so viel geschafft! Du bist von den Medikamenten losgekommen. Und Du hast so vielen Vögeln das Leben gerettet. Schau mal, was das auch für eine Symbolkraft hat.....

Ich habe mir gestern Dein Video angesehen, in dem Du Cornelia in die Luft entlässt - sooo schön. Und Du bist eine besondere Frau. Ich sage das, weil Du vom Blick in den Spiegel gesprochen hast.....Du hast eine tolle Ausstrahlung.


Du hast nur zu wenig Selbstvertrauen. Das wird klar, wenn Du sagst: Ich habe mich bisher nicht getraut, das hier zu schreiben, weil Abraham sagen....oder früher habe ich x geglaubt, heute y....
Wenn Du zitierst, was die Leute früher gesagt haben, wenn Du ihnen Deine Gefühle mitgeteilt hast.

Du solltest darüber lachen und verstehen, dass niemand von außen bestimmen kann, wie Du zu denken oder zu fühlen hast. Kehr die Schuldgefühle ein für alle Mal in den Keller.

Fang an, die Wahrheit in Dir selbst zu suchen. Abraham helfen da ungemein, aber was DU für gültig erachtest, was DU fühlst, ist letztlich Dein Ding.

Und Du hast das Zeug dazu, Deine Wahrheit in Dir zu finden.

Auch wenn Du nicht mehr 20 bist. (Oder gerade deswegen. :clown: )

Wenn Du gehen willst, geh als BIRDIE.
Diesem Wunsch zu gehen nachzugeben, ist ein erster Emanzipationsschritt. Aber probiere doch noch ein paar andere, lebendigere....

Es ist nicht so schwierig wie es aussieht!

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 19. Jan 2015, 08:43

Mir fällt dazu noch eine Geschichte ein:

Als ich etwa vier Jahre alt war, bekam ich ein Dreirad geschenkt. Wir hatten eine abschüssige Garageneinfahrt, und ich spielte dort herum. Irgendwann fuhr ich dann wohl die Einfahrt hinunter und das Dreirad wurde immer schneller. Mein Vater stand daneben und rief "lenk". (Ich kann mich nicht mehr erinnern, aber ich kann mir gut vorstellen, auf welche Art er das rief....etwas abwertend vermutlich....er hat leider diese Angewohnheit....und es hat mich immer erst recht in Panik versetzt. )

Ich war also total in Panik, nahm die Hände vom Lenker und knallte natürlich voll ins Garagentor hinein. Dabei hätte es wirklich nur einer kleinen Lenkerbewegung bedurft.

Dieses Verhalten habe ich bei mir später oft festgestellt - dieses Gefühl: Ich schaff das einfach nicht, ich kann das nicht. Das ist mir zu groß....ich gebe lieber auf.

Das entspringt aber auch einer Haltung, Schwierigkeiten dort zu sehen, wo es eigentlich ganz leicht geht. Oder Widerstand...oder...ach...es ist mir mittlerweile egal!

Heute gucke ich nur noch auf den nächsten Schritt, achte auch nicht mehr drauf "wie" mir jemand etwas sagt, sondern höre auf MEINE Intuition.
Die hätte vermutlich - etwas freundlicher - aber ebenfalls: "lenk" gesagt. :clown:

Und es geht....und es ist NICHT schwer.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 19. Jan 2015, 10:16

Und es geht weiter...

Abraham sagen, wir sind auf diese Welt gekommen, um Freude zu empfinden.

Aber sie sagen auch: Be who you really are.

Den Lenker loszulassen kann manchmal downstream sein. Es kann eine große Erleichterung sein.
Aber man muss schon genau hinschauen, in welchem Ausmaß man loslässt. Wenn es "gehen" impliziert, dann hinterlässt es langfristig keine guten Gefühle und erleichtert nur im Moment. (Wenn es um "gehen auf Raten" geht.)

Denn: Letztlich ist es gerade das Lenken, das uns Freude bereitet. Egal, was es ist - es ist das Erschaffen und das aktive Erkennen, die uns froh machen.

Vielleicht bist Du auf diese Welt gekommen, um das Lenken zu lernen?

Dann macht das am Anfang keinen Spaß, wenn da zu viel "ich kann das nicht, ich will nicht" mitschwingt. Und der "Anfang" kann ruhig mal 40 oder 50 oder 60 Jahre dauern. :clown:
Oder auch länger....aber dann ...ich weiß nicht.....geht man vielleicht auch in die nächste Runde, um dort dann das Lenken zu lernen??? (Das wäre dann doch so ne Art Karma...keine Ahnung). Also kann man auch gleich damit anfangen...???

Und jetzt bin ich weg!

B. (die immer mehr findet, dass Mauersegler wunderschöne Vögel sind!)

Aber
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Birdie » 19. Jan 2015, 11:04

backagain hat geschrieben:
Vielleicht bist Du auf diese Welt gekommen, um das Lenken zu lernen?

Nee, das fühle ich nicht so. Ich fühle mich als uralte Seele...obwohl, was besagt das schon, ist nur so ein Ausdruck.

backagain hat geschrieben:Dann macht das am Anfang keinen Spaß, wenn da zu viel "ich kann das nicht, ich will nicht" mitschwingt. Und der "Anfang" kann ruhig mal 40 oder 50 oder 60 Jahre dauern. :clown:
Oder auch länger....aber dann ...ich weiß nicht.....geht man vielleicht auch in die nächste Runde, um dort dann das Lenken zu lernen??? (Das wäre dann doch so ne Art Karma...keine Ahnung). Also kann man auch gleich damit anfangen...???

Mag sein - das fühlt sich für meine Situation aber auch nicht stimmig an.
Mit Neuanfang meine ich tatsächlich einen Neustart....Heute kann ich nur mit dem arbeiten was noch da ist.
backagain hat geschrieben:B. (die immer mehr findet, dass Mauersegler wunderschöne Vögel sind!)

Wie wahr !

Liebe Grüße,
Birdie
Mein Herz schlägt für den Vogel - den Gipfel, das Meisterwerk der Schöpfung
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Schornsteinfegerin » 19. Jan 2015, 12:33

lawofattraction hat geschrieben:
Schornsteinfegerin hat geschrieben:Ich kenne deine "Forengeschichte" nicht, Birdie, lese nicht viel in den persönlichen Beiträgen, möchte dir nur mitteilen, dass ich nichts emotional Aufreibendes oder "Dramatisches" in deinen Zeilen finde.


Hallo Jutta,

es hängt massgeblich von der eigenen Schwingung ab, ob man etwas erkennt oder nicht. Backagain ist ja durchaus schwingungsmässig mit Birdies Ausführungen in Resonanz gegangen.

Anderer Menschen Erfahrungen und Gefühle kann man nicht infrage stellen, sondern lässt sie idealerweise dann, wenn man meint, nicht in Resonanz zu sein, einfach mal als gültig stehen. Niemand braucht eine Bestätigung von aussen, ob die eigenen Gefühle zutreffend sind oder nicht.

Schornsteinfegerin hat geschrieben:Über den Umgang mit "Tod" könnte man unendlich lange nachdenken, "diskutieren", und all die Glaubenssätze, die dazu existieren, aufkochen. Aber bzw. und genau DAS ist das Schmerzhafte, dieses Herumphilosophieren in Gedanken um etwas, das es gar nicht gibt bzw. nicht gäbe, würden sich die Gedanken nicht ständig damit befassen. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du zu alledem keine Böcke mehr, und ich finde, das ist ein super Zustand!


Es geht Birdie nicht um den Tod, es geht ihr um das Leben.

Schornsteinfegerin hat geschrieben:Da gibts -- zumindest von meiner Seite -- nichts weiter zu bemerken.

Wünsche dir so und so und auch so einen guten Flug :)


Es würde mich wirklich interessieren, mit welcher die Absicht Du Deinen Post geschrieben hast und mit welchem Aspekt Du in Resonanz gegangen bist.

Lieben Gruss
Loa





Liebe Loa,

ich habe mich direkt an Birdie gewandt. Die Resonanz, die Frequenz, wie auch immer du das für dich nennen magst, lässt sich nicht in Worte fassen. Entweder es kommt an oder nicht. Bei dir ist es offenbar nicht angekommen.

Vielleicht ein anderes Mal. Die meinen Worte lasse ich einfach so stehen. Das ist ja das Schöne an der Schriftsprache.

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag :)

Liebe Grüße

Jutta
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Kein_Schnee » 19. Jan 2015, 14:16

Hallo Birdie,

Birdie hat geschrieben:ich sah mein künftiges Leben, wie es ablaufen wird (nicht die Tatsachen, sondern wie es sich anfühlen wird)
Ich weiß, das klingt bescheuert, aber es war so.


Dazu fiel mir sofort ein, was Bashar dazu sagt.
Finde ich im Moment sehr interessant!:
https://www.youtube.com/watch?v=wH7gu6h ... C687BB2908

Alles Liebe,

KeinSchnee
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 19. Jan 2015, 14:55

Da muss ich jetzt mal dazwischenreden, Kein_Schnee

Nein, ehrlich - mein Kommentar hat eigentlich in Birdies Thread eigentlich wenig zu suchen. Aber wenn Du, Kein_Schnee, ihr Bashar anbietest...

Entschuldigt - das ist sehr abstrakt. Aber es spielt eine Rolle für das eigene Denken, denke ich....

Also:

In diesen ganzen Argumentationen (Zukunft gibt es nicht, Vergangenheit gibt es nicht, alles ist Illusion usw.) steckt immer immer derselbe logische Denkfehler.

Wir können überhaupt nur ein Konzept von irgendetwas bilden, wenn dem in der Realität etwas entspricht - zumindest in Bestandteilen. (Einhorn gibt es nicht, aber Pferd und Horn schon.)
Und wenn es einen Hintergrund oder Gegensatz gibt, von dem es sich abgrenzt.

Oder umgekehrt: Das, was wir erleben, belegen wir mit einem Namen.
Wir belegen das, was wir als "Vergangenheit" erleben mit diesem Namen. Und das "ist" Vergangenheit.

Es ergibt nun keinen Sinn zu sagen: In Wahrheit ist alles ganz anders. Und "eigentlich" ist alles nur ein Moment.
Denn auch das Konzept "Moment" gibt es nur vor dem Hintergrund des Konzeptes einer ausgedehnten Zeit.
Verwerfe ich letzteres, fällt auch der Moment in sich zusammen.

Oder andersrum: Das, was wir als ausgedehnte Zeit erleben und so benennen, ist eben das, was ausgedehnte Zeit ausmacht.....

Also nein - wir erleben nicht alles in einem einzigen Moment, weil es "einen Moment" überhaupt nur vor dem Hintergrund von Zeit geben kann.
(Genauso kann es "Illusion" nur vor dem Hintergrund von Wahrheit/Realität geben...)

Somit finde ich Bashar nicht besonders hilfreich. Außerdem - was habe ich davon zu denken, dass es parallele Universen gibt (was auch nur im raumzeitlichen Denken einen Sinn macht....).

_____________________________________________________________________________________________

Eine andere Sache ist das mit dem Neustart: Ich denke, ich als ich - als B. - mit dem Gedächtnis von B. und den Erfahrungen von B. - gehe bei meinem Tod - in dieser Zusammensetzung - vermutlich verloren. Genauso wird es bei Birdie sein.

Einige Gedanken und Ideen und Schwingungen allerdings bleiben erhalten. Bzw. existieren schon anderswo...bzw. vielleicht sogar alle....

Ich habe immer das Gefühl, ich bin eine Mischung von Schwingung (so wie ein bestimmter Klang eine bestimmte Mischung von Obertönen ist), und diese konkrete Mischung ist einmalig. Die wirds auch so nicht mehr wieder geben. Aber alle Bestandteile werden in anderen Zusammensetzungen wieder auftauchen, und die Ideen, die mir am wichtigsten sind, die "MICH" wirklich ausmachen, die leben auch weiter - bzw. sind tatsächlich ewig und zeitlos. (Das ist was anderes als "ein Moment".)

Deswegen ist es sehr erhebend, wenn diese wichtigen Ideen oder die Essenz meiner Mischung sich in meinem physischen Leben zum Klingen bringen. Oder, um im letzten Bild zu bleiben: Wenn wir im Jetzt das Lenken lernen.

Ich denke, das ist immer unser Ziel....Erschaffen, Fokussieren, Wachsen, WIR SELBST sein...das ist, was wir alle möchten.

Und auch, wenn es aussieht, als würde nichts klappen, tun wir es.

Auch Birdie HAT ohnehin sehr vieles er-und geschaffen. Sie hat tiefe Spuren hier im Forum hinterlassen, sie hat dieses Forum inspiriert, sie hat vielen Tieren das Leben gerettet....

Aber Birdie - ich vermute, das alles siehst Du wirklich ganz anders. Du sagst, dass Du Dich als uralte Seele fühlst. Vielleicht, weil Du die Kraft spürst, die in DIR steckt, aber Du kannst sie diesmal nicht rauslassen?

Vielleicht liege ich ja auch total daneben - woher sollte ausgerechnet ich auch wissen, wie das alles abläuft mit Leben und Sterben. Aber Leben ist immer - erstrebenswerter, denn nur hier gibt es diese Dinge: Wachstum, Ausdehung, Klang, Dimensionalität---Lebendigkeit eben.

Wie auch immer - tu das, wobei Du dich am wohlsten fühlst - dann ist es das Richtige.

Wenn Du hier nichts mehr erschaffen möchtest oder kannst, hier keine Kraft mehr hast....aber ich denke, Du hättest doch noch das Zeug dafür.
Vielleicht ist aber auch Zeit für eine Erholungspause. Allerdings wirst Du danach nicht mehr genau dieselbe sein, schätze ich. :clown:

Und jetzt schweige ich endgültig in diesem Thread. Versprochen.

Alles Gute!

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 19. Jan 2015, 15:31

Sorry - geht nicht

Warum ich diesen langen Sermon über die Zeit und den Moment geschrieben habe:

Ich finde, solche Lehren schwächen eher. Weil man sie nicht wirklich nachvollziehen kann.

Und dann denkt man: Oh, da sagt einer was und der heißt Bashar und bewegt den Mund so komisch und hat die Augen geschlossen - das muss wahr sein und ist bestimmt eine große Lehre.
Aber ich kann's gefühlsmäßig nicht verstehen - dann muss ich wohl noch viel lernen, ich kleines Würstchen....

Naja...

Vergangenheit ist das, was ich an Erinnerung mit mir herumtrage. Und damit muss ich irgendwas machen. Wenigstens zulassen - und dann neu anfangen. Aber ich kanns nicht wegschieben mit der Begründung: Gibt es ja gar nicht.

B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon Kein_Schnee » 19. Jan 2015, 15:42

Liebe Backagain,

ich finde, wenn die Idee / Tatsache mit Paralleluniversen passt, dann genau hier.
Birdie sieht eine andere Möglichkeit ihrer Existenz ziemlich klar vor sich und dies kann eben eine andere Version ihrer selbst sein, die bereits existiert, gleichzeitig.
Laut Bahsar existieren alle erdenklichen Versionen von einem selbst zur selben Zeit und man switcht permanent von einer zur anderen, was uns ein lineares Gefühl vermittelt.
Wenn Birdie nun sehr stark von einem Model ihrer selbst "gerufen" wird, ist die Möglichkeit zu switchen, bezw. von dieser Version ihrer Existenz zu lernen oder zu partizipieren doch sehr groß.
Will sagen: Sie ist womöglich näher an dem dran, was sie möchte, als sie vielleicht vermutet.

Laut Bashar leben wir gerade in einer "Zeitspanne", die es mehr denn je erlaubt, die verschiedenen Dimensionen unserer selbst wahrzunehmen und das Vergessen schwindet.
Seine Aufforderung, mehr "man selbst zu sein" als jemals zuvor, mit der Voraussicht, auf mehr von sich selbst Zugriff zu haben, finde ich äußerst spannend!
Wenn Birdie die Absicht hat, abzubrechen, kann dies eben auch auf andere Art geschehen, als durch den physischen Tod.
Das finde ich sehr wichtig, zumal ich auch in jungen Jahren Suizidgedanken hatte.
Die Möglichkeit, mir das Leben nehmen zu können, empfand ich damals als tröstlich.
Doch mittlerweile will ich wissen, wie es weiter geht und bin heiß drauf, mich weiter zu entwickeln, weiter zu expandieren und die schier unbegrenzten Möglichkeiten zu ergründen.

Und letztlich sagen die Abrahams genau das gleiche, nur mit anderen Worten.

Und liebe Backagain: Nur weil Du damit nichts anfangen kannst, heißt das nicht, dass Birdie es nicht kann.
Mich bgeistert diese Idee und sie spricht mich Gefühlsmäßig sehr an.

Lieben Gruß,

KeinSchnee
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon backagain » 19. Jan 2015, 15:48

Lass uns in einem neuen thread weiterdiskutieren, liebe Kein_Schnee.
Du darfst Dir einen Namen ausdenken :ros: Wenn du magst :clown:
Aber erst morgen oder spät heute Abend. Ich sitze an einem Unterrichtsentwurf, und es wird mir auf Teufel komm raus nicht gelingen, meine Existenz noch rechtzeitig zu switchen... :mrgreen: Arbeite ich nicht konzentriert weiter, wird mir in diesem Leben etwas sehr Blödes passieren. :oops:
Aber ehrlich - ich philosophiere extrem gerne über diese Themen. Ab morgen wieder.... und nicht mehr in Birdies Thread.
Lieben Gruß,
B.
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Re: Abbrechen - mein Leben ist wie die Titanic

Beitragvon lawofattraction » 19. Jan 2015, 15:57




Wer sich emotional in den ganz tiefen Gefilden bewegt, kann weder mit Abraham noch Bashar etwas anfangen. Diese Informationen scheinen dann wie Hohn - sie geben Informationen, die von der Schwingung her gar nicht angenommen werden können.

Schwingungsmässig gegebene Hilfe kann dann von jemandem kommen, der einfach still ist oder aber von jemandem, der in der Lage ist, sich auf diese Ebene hinunter zu bewegen. Entweder mit eigener emotionaler Beteiligung oder auch ohne.

Ich habe den Eindruck, dass Du, liebe Backagain, Birdie diese Hilfe geben konntest. Selbst dann, wenn sie im Moment nicht einmal das voll umfänglich annehmen kann. Für jemanden, der sich so machtlos fühlt, ist selbst der kleinste Strohhalm manchmal ein echter Rettungsanker.

Kein_Schnee hat geschrieben:Mich bgeistert diese Idee und sie spricht mich Gefühlsmäßig sehr an.


Nun hast Du Deinen Standpunkt nochmals vertreten. Ob das für Birdie eine Unterstützung ist, mag ich nicht beurteilen.

Ich sperre den Thread, wobei jeder auf seiner Themen-Ebene, die ihn hier angesprochen hat, gerne einen eigenen Thread eröffnen kann.

Birdie, ich wünsche Dir, dass Du die Stärke erkennen kannst, die in Dir steckt. Und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir Dich hier wieder lesen werden - dann mit anderen Vorzeichen.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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