Verständnisfrage

Diverse Quellen / Lehrer / Channeler / Das Gesetz der Anziehung

Verständnisfrage

Beitragvon Daisy » 18. Sep 2009, 21:16

Da ich beruflich beim Film unterwegs bin und auch sehr gern schreibe, ist das Drehbuch-Schreiben eine meiner Lieblings-LOA-Beschäftigungen. Oft schreibe ich auch Tagebuch, und zwar als die Person, die die Dinge schon erlebt hat, die ich gern erleben möchte.
Kürzlich habe ich gelesen, dass die Schauspielerin Jennifer Jason Leigh, eine Vertreterin des Method Acting (= man lebt die Rolle 24 Stunden am Tag, auch im Privatleben), für jeden ihrer Filmcharaktere ein Tagebuch hatte, d.h., wenn sie einen Film dreht, IST sie in der Zeit dieser Charakter und schreibt als dieser Tagebuch.

Ich finde die Idee super interessant, obwohl ich schon Angst hätte, mich total in der Rolle zu verlieren, und dabei kam mir der Bezug zur Drehbuch-Übung und Living as if. Ich meine, Abraham nach müßte sie ja dann quasi manifestieren, was sie da in die Tagebücher schreibt, ja im Grunde die ganze Person zum Leben erwecken, sprich, sich selbst total verändern. Aber das passiert nicht.

Wie kommt das? :nachdenk:
Daisy
 

Re: Verständnisfrage

Beitragvon sita » 19. Sep 2009, 05:48

Hallo Daisy,

ich finde es ein wenig schwierig, über die Empfindungen eines anderen nachzusinnen. Woher sollte ich wissen, was sich von dem, was sie da 24 Std. spielt, in ihrem Leben manifestiert/ändert. Da müßten wir schon sie fragen, welche Erfahrungen sie damit macht.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich dadurch mein Repertoire erweitern würde, was andere Charaktere angeht und dass ich das bei Bedarf leben könnte. Oder wenn ich eine reiche Frau spielen würde, dass ich mich dann besser in so ein Leben reindenken könnte. Denke mir auch, dass das Bewußtsein, eine Rolle zu spielen, wesentlich ist. Aber was nimmt diese Frau wirklich von ihren Rollen mit in ihr Leben?

Also alles Mutmaßungen. Deshalb bleibe ich lieber bei meinen eigenen Erfahrungen.

LG
Sita
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Re: Verständnisfrage

Beitragvon lawofattraction » 19. Sep 2009, 07:42

Daisy hat geschrieben:... für jeden ihrer Filmcharaktere ein Tagebuch hatte, d.h., wenn sie einen Film dreht, IST sie in der Zeit dieser Charakter und schreibt als dieser Tagebuch.


Hallo Daisy,

ich glaube, es kommt auf die Intention der Person an. Tut sie das mit der expliziten Absicht, ihrer Rolle mehr Tiefe und Ausdruck zu geben, so wird sich das auch nur genau da auswirken.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Verständnisfrage

Beitragvon HappyWhirl » 19. Sep 2009, 21:07

Ja, solange es kein "so möchte ich sein" ist, ich also nicht emoptional beteiligt bin, ist es eher eine Übung, einen anderen Charakter besser zu erfassen ....

Happy Whir
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Re: Verständnisfrage

Beitragvon Daisy » 23. Sep 2009, 23:00

Beim Method Acting geht es aber eben genau darum, emotional nicht nur beteiligt zu sein, sondern eigene Emotionen aus vergangenen Ereignissen wieder und wieder zu durchleben, damit man sie in der Rolle dann jederzeit reaktivieren kann. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das Uni da einen Unterschied erkennt, denn es gibt de facto keinen, nur den, dass die Emotionen für die Rolle gewollt getriggert werden.

Auch das Acting as if im Schauspiel birgt keinen Unterschied zum Acting as if als Manifestations-Tool.

LG
Daisy
 

Re: Verständnisfrage

Beitragvon lawofattraction » 24. Sep 2009, 07:48

Daisy hat geschrieben: Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das Uni da einen Unterschied erkennt, denn es gibt de facto keinen, nur den, dass die Emotionen für die Rolle gewollt getriggert werden.





Hallo Daisy,

über diesen Satz gibst Du Dir selbst die Antwort. Allerdings ist da etwas zu beachten: Dein Satz würde nur einen Sinn machen, wenn das Universum etwas von uns Getrenntes wäre, das als Instanz über uns steht und "erkennen" muss, was es nicht weiss, sich also auf äussere Anzeichen wie Acting as if oder was immer "verlassen" muss.

Wir alle sind das Universum, und daher weiss es, welches die Absicht dahinter ist, nämlich eine gelungene Performance einzustudieren, nicht aber im Leben diese Rolle einzunehmen.

Lieben Gruss
Loa



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