selber Schuld?

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selber Schuld?

Beitragvon Wondera » 9. Jan 2010, 17:16

Hallo zusammen

Ich beschäftige mich schon seit langem intensiv mit dem Thema LoA. Bin eigentlich überzeugt, dass dies ein Lebensgesetz ist, im Sinne „nach deinem Glauben geschehe dir“. Nun hat sich bei mir ein Herzenswunsch, den ich seit langer Zeit hege, nicht erfüllt. Ich denke schon, dass früher oder später etwas anderes in mein Leben tritt, das mich erfüllt und bei dem ich sagen werde, auch wenn es dannzumal eine grosse Enttäuschung war, es war schon recht so. Diese Einstellung ist momentan aber sehr kopfgesteuert… (ich muss sie mir vehement einreden) und kein wirklicher Trost :roll:

Nun meine Frage, wie seht Ihr das: Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich nun Schuldgefühle hege, da meine Schwingungen nicht mit meinem Wunsch übereingestimmt haben? Hmm. Bis anhin kannte ich diesbezgl. Schuldgefühle nicht, da ich davon ausgehe, dass immer das angezogen wird, was meiner Schwingung entspricht und somit also das Richtige. Doch der Gedanke beschäftigt mich nun sehr. Bin ich selbst schuld, wenn etwas nicht so eintritt, wie ich es mir vorgestellt, erhofft, gewünscht habe?

Danke für Eure Meinungen.

Wondera
Ein gutes Herz mit einem wachen Geist ist eine Schönheit, die nie verwelkt.
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Re: selber Schuld?

Beitragvon lawofattraction » 9. Jan 2010, 17:51



Hallo Wondera,

schimpfst Du ein Baby, weil es nicht aufrecht gehen kann? Oder sagst Du, der Siebenjährige ist "schuld", dass er keine Abiturthemen beherrscht?

Sich Schuldgefühle für nicht eingetroffene Manifestation einzureden ist ebenso sinnlos. Wir sind Lernende der Bewussten Realitätsgestaltung, und wer lernt, wird immer wieder einmal eine Manifestation erleben, die nicht so ganz den Wünschen entspricht. Das ist sogar im grossen Plan des Universums zu seiner Ausdehung vorgesehen. Wir können unsere Wünsche immer überdenken und die Ziele genauer feststecken. Jede Nichterfüllung verfeinert einen Wunsch und lässt ihn in immer zutreffenderer Art und Weise auf Dich warten.

Deine Schwingung entsteht durch Deine Gedanken und Gefühle, und bestimmt den Anziehungspunkt für das Aussen. Sie ist nichts anderes als ein Messinstrument, das sagt "hier ja" und "dort nein". Und wenn die Ereignisse Dir sagen, dass es ein nein war, dann hast Du die Möglichkeit, etwas daran zu verändern. Mit Freude, weil Du weisst, dass die perfekte Manifestation auf Dich warten wird.

Im Universum gibt es nichts und niemanden, der uns Klassenziele oder eine Agenda vorlegt. Wir haben alle Zeit der Welt, an unseren Wünschen rumzufeilen und sie auf immer neue Weise zu definieren, je nachdem, was geschieht und welche neuen Facetten da in uns auftauchen.

Warum sollten wir selbst uns knechten und beschimpfen, wenn wir noch eine Runde drehen, um uns klarer zu werden und präziser zu definieren, wenn das Grosse Ganze uns wohlwollend alles sein und tun und haben lässt, was wir wünschen?

Schuld ist eine Erfindung von Menschen, um andere Menschen und sich selbst zu erniedrigen und entwürdigen. Es wird Zeit, dass wir uns kollektiv davon befreien. Nicht zuletzt auch dazu dient ein Forum wie das unsere.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: selber Schuld?

Beitragvon ZaWo » 9. Jan 2010, 18:07

Hallo Wondera,

deine Wünsche sind bereits erfüllt und ausgeführt, wenn du sie erzeugst. It's done. Sie sind da. Und du wirst sie auch erhalten. IT's DONE...DONE....DONE. Was du derzeit erlebst ist die Diskrepanz zwischen deinem derzeitigen Erleben und dem Erleben deines IBs, dem du diese Wunscherfüllung bereits zum Geschenk gemacht hast.

Wenn man überhaupt in die Richtung Schuld und Unfähigkeit denken möchte, dann höchstens wegen dem Zeitverzug mit dem du hinter deinen Kreationen hinterherhinkst. Und dieses Hinterhinken verstärkt die Größe und Schönheit deiner Kreationen ja noch weiterhin. Also auch hier von mangelnder Schaffenskraft keine Spur.

Schuldgefühle kannst du nur empfinden, wenn du glaubst, dass du was nicht hinkriegst. Du hast es aber bereits hingekriegt, dafür musst du überhaupt nichts tun.
Schuld ist ein Gefühlszustand (der zweite von unten im EGS) und kein inhaltliches Geschehen. Da habe ich lange gebraucht das zu begreifen.
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Re: selber Schuld?

Beitragvon Lumina » 9. Jan 2010, 19:09

Liebe Wondera, :lieb:

ich habe schon länger die Einstellung, dass es so etwas wie "Schuld" eigentlich nicht gibt, das ist ein Denkfehler der Menschheit. Schuld ist einfach falsch gedeutete Macht. :genau:

Deine Wunschraketen hast du gestartet, jetzt heißt es für dich nur noch vom Schuldgefühl zu besseren Gefühlen zu kommen. Versuche zunächst in dir das Gefühl zu erzeugen, "auf dem Weg zu sein", egal wie du das anstellst. Wenn es ein Herzenswunsch ist, spielt es keine Rolle, wie lange es dauert, denn du könntest die Manifestation sowieso nur genießen, wenn du dich von allen Widerständen befreit hast.

Es ist immer gut, wenn man sich wirklich das Gefühl eingesteht, das man gerade bezüglich eines Wunsches hegt, manchmal muss einen auch jemand anderes darauf hinweisen, manchmal belügt man sich nämlich auch ein wenig selbst :clown: (habe ich bei mir selbst beobachtet), doch nur wenn du das Gefühl wirklich in dir spürst, kannst du zu besseren Gefühlen wechseln, indem du Gedanken wählst, die sich wie "Erleichterung" anfühlen. :stimmt:


Ich wünsche dir viel Spaß beim Erschaffen! :loveshower:

LG,
Lumina
You are loved. All is well.


Schaut bei meinem neuen Youtubekanal "EvergrowingLove" vorbei.
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Re: selber Schuld?

Beitragvon Summersun » 10. Jan 2010, 11:11

Tu' Dir was Gutes:

Streiche das Wort "Schuld" aus Deinem Wortschatz.

Verantwortung oder Urheberschaft sein m.E. viel bessere Worte. Sie betonen Deine Macht (deine Schöpferkraft) und heben Dich (bzw. Deine Schwingung) an.
Summersun
 

Re: selber Schuld?

Beitragvon ZaWo » 10. Jan 2010, 13:10

...oder du erlaubst dir mal so richtig wütend zu werden, dass die Drecks-Realitätsgestaltung nicht so pronto funktioniert, wie du es gerne hättest :gaah: und es dir verdammt nochmal zusteht.

und dann vielleicht weiter zu Schuldzuweisung:

"Und dann kommt auch noch meine blöde Freundin daher und wagt es mir Unfähigkeit zu unterstellen. Soll se es doch selbst besser machen die blöde Kuh. Sie ist schuld, dass ich mich jetzt auch noch unfähig fühle. Kein Wunder, dass da nix Gescheites rauskommen kann. Mit solchen Idioten im Umfeld ist eine gute Schwingung ja überhaupt nicht möglich."


:P
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Re: selber Schuld?

Beitragvon ZaWo » 10. Jan 2010, 13:37

Summersun schreibt:

Streiche das Wort "Schuld" aus Deinem Wortschatz.


Das wird ja viel empfohlen (z.B. auch von Louise Hay) und ich finde das insoweit auch richtig, als es faktisch keine Schuld gibt. Streichen würde ich es selbst aber nicht mehr, da ich glaube, dass der Schuldbegriff in Form von Sich-Schuldig-Fühlen oder anderen Schuld zuweisen für das Gefühlsklettern wirklich gut ist. Er kommt ja zweimal in der EGS vor: Einmal passiv und einmal aktiv. Sich schuldig fühlen und schuldig sein sind zwei verschiedene Sachverhalte, wobei ersterer nicht wegzudefinieren ist....er kann nur hindurchgefühlt werden. (feeling forward)

Der Kletterschritt aus tiefster Depression ist die Bewegung in Schuldgefühle. Selbst schuld kommt mir immer noch ermächtigender vor als Ohnmacht. Und jemanden so richtig ordentlich zu beschimpfen (Schuld zuweisen) setzt auch Energien frei, wenn man von unten kommt.

Sollte man das Wort Schuld wirklich streichen? Und wenn ja, warum? Nicht dass da ein esoterisches No-Go erzeugt wird, dass dann zum eigenen Blockierstein beim Gefühlsklettern wird - genau, wie die vielverbreitete Annahme, dass fähige Menschen nicht wütend werden, die mich selbst mal sehr behindert hatte.

Was meint ihr?
ZaWo
 

Re: selber Schuld?

Beitragvon LillyB » 10. Jan 2010, 13:58

Hallo Zawo und alle,

hm. Früher hatte ich das für ein paar Jahre gestrichen. Das war schon witzig, wie andere Wörter, die ich einfach nicht mehr nutzte, konnte ich mich (außer - es wurde von anderen genannt) gar nicht mehr an das Wort erinnern, welches normalerweise den Umstand umschrieb. Das war nun wieder aus meinen Intensiv-NLP-Studien. Auch einfach weil ich keine Lust mehr hatte, mich ständig wegen irgendwas aufzuregen.

Der Punkt ist ja, dass es vielen damit einfach sehr sehr schlecht geht und ganz weitreichende Dramen darauf aufgebaut werden, die wie man hier auch im Geld-Aufstellungs-Thread lesen kann, sogar Generationen betreffe kann, soweit dieser Begriff stark genug verinnerlicht wurde. Weiterhin ist die Selbstschuldzuweisung eines der ungesündesten Bewertungen, die ich je beobachtet habe, deren gleich die Selbstbestrafung/ -verurteilung folgt.

Was allerdings Dein Wutausbruch mit Schuldzuweisung betrifft, so empfinde ich das als widerum ziemlich gesund gegenüber etwas "herunter zu schlucken" oder einem Sticker aufzukleben, bzw. unter den Teppich zu kehren. In diesem Beispiel (mache ich auch gern zum Klettern der EGS) sage ich einfach, bin halt ziemlich "temperamentvoll"

:teuflischgut:

Das Herauslassen ist eine unglaubliche Erleichterung und wird auch von Byron Katie in "The Work" als Anfangssatz geraten: Richtig rauszulassen. Eben damit nichts fadenscheiniges bearbeitet wird, sondern der Gedanke mit anhängendem Emotionsgebilde. Oft fallen sich ja auch Streitende, wenn sie so richtig alles rausgelassen haben, lachend in die Arme.

ALOHA
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Re: selber Schuld?

Beitragvon lawofattraction » 10. Jan 2010, 15:15




Schuld erweckt ja den irrigen Glauben, man könne damit etwas Geschehenes wieder "gut" machen. Ausserdem redet die Schuld ein, dass man selbst oder jemand anderer "schlecht" ist. Und indem man sich schuldig fühlt, "bezahlt" man für diese Schlechtigkeit. Ron Smothermon sagt in seinem "Drehbuch", dass die Schuld auch als Freikarte dient, etwas immer wieder zu tun. Man bezahlt dafür, und wenn man bezahlt hat, kann man es ja auch wieder tun. Dadurch wird auch das Vergehen immer wieder aktiviert und in diesem Kreislauf ausgespielt. Er sagt, wenn man nun mit einem Zustand des Schuldigseins aufhört, so ist das trotz der Schuld, nicht wegen ihr.

Ich scheine für mich das Schuldkonzept wohl wirklich als Glauben eliminiert zu haben. Passiert etwas, was in dies alte Muster reingreifen könnte und es taucht ein Gedanke in der Richtung auf, habe ich sofort ein inneres Grinsen parat und erinnere mich daran. Manchmal folge ich dem Drama, weil Drama so schön ist, :teuflischgut: weiss aber die ganze Zeit, dass ich in einer Farce mitspiele und jederzeit aussteigen kann. Selbstschuld ebenso wie Schuldzuweisung an andere. Und mal richtig ausrasten kann ich auch, ohne den Schuldkomplex mitwirken zu lassen. Einfach nur auf eine besch... Situation wettern und was die mir Unangehmes bereitet.

Eben hatte ich *zufällig* ein langes Gespräch mit einer sehr guten Freundin. Sie rief mich an, um mir von etwas zu erzählen, das sie getan hat und weswegen sie Schuldgefühle hatte. Wir haben das dann zusammen aufgedröselt und gesehen, wie unsinnig diese Gefühle sind. Ist etwas rückgängig zu machen? Wer ist der Ankläger und be- oder verurteilt? Hat es irgendeinen konstruktiven Nutzen, Schuld zu empfinden? oder anderen die Schuld zuzuschieben?

Das alles führt immer nur in Unwohlseinsgefühle. Daher plädiere ich auch für das Abschaffen des Schuldgedanken. Aber wie immer gibt es ja wirklich keine allgemeingültigen Richtlinien und jeder muss da seinem Wohlgefühl folgen.



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Re: selber Schuld?

Beitragvon Wondera » 10. Jan 2010, 22:25

Ganz herzlichen Dank für Eure Gedanken betr. Schuld! Sie geben mir viel, vorallem spüre ich, dass sich ein Schuldgefühl in dieser Sache nicht einnistet und ich schon wieder ein viel, viel zuversichtlicheres Gefühl habe.

@zawo: Ab deinen Zeilen betr. "blöde Freundin, Idiotin etc." musste ich breit grinsen. Sie sind so witzig! Ich werde sie der Freundin vorlegen, damit wir beide lachen können.

Liebe Grüsse, wondera
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