Geld - Haben und Nichthaben

Diverse Quellen / Lehrer / Channeler / Das Gesetz der Anziehung

Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 5. Jan 2010, 14:09




Hallo Ihr Lieben,

Nachfolgend ein Text zu einer Aufstellungsarbeit über Glaubenssätze zum Geld. Die darin aufgezeigten Glaubenssätze helfen vielleicht dem einen oder anderen auf die Spur, warum es mit dem Geld-Fluss nicht so richtig klappt. Stört Euch nicht daran, dass er auch die Wiedergabe von Aufstellungen enthält. Wichtig finde ich den Gedanken dahinter und das Rückschauen in die eigene Familie, was dort in Bezug auf Haben und Nichthaben geschehen ist. Familiengeschichten geben oft wertvolle Hinweise und Rückschlüsse, warum wir eigenen Wohlstand nicht zulassen.




Die Aufstellung der übernommenen Geld-Glaubenssätze

Einige Grundthesen:

1. Die übernommene Geld-Glaubenssätze (eher Geld-Gefühle) sind innere, oft unterbewußt wirkende Haltungen, die wir in der Kindheit entweder von unseren Eltern, Bezugspersonen, oder aus dem System übernommen haben. Es ist möglich, die Situationen, die zu ihrer Entstehung geführt hatte, aufzustellen. Dadurch ist eine Veränderung auf der psychisch tieferen Ebene möglich.

2. In den Aufstellungen stehen neben tatsächlichen Personen (Vater, Oma...) oft Begriffe wie Geld, Reichtum, Armsein, Schulden, bzw. Stellvertreter von „kleinem“ bzw. „großem“ Geld, weiterhin auch „Erbe“, „Grundstück“, „Hof“, „Fabrik“ und ähnliche Familiengüter. Es zeigen sich aus anderen Aufstellungen bisher nicht bekannte Zusammenhänge.

3. Vergleichbar zur Familienaufstellungen scheint es in den Geldaufstellungen relativ viele Geheimnisse vorkommen.

4. Die in das Geldseminar mitgebrachten unterschwelligen Erwartungen (danach werde ich endlich reich) wirken sich auf das Ergebnis der Aufstellung hinderlich aus.

Vor einigen Jahren leitete ich in Prag einen Aufstellungsseminar, im Verlauf dessen sich ein Klient mit einem Geldproblem gemeldet habe. Statt der sich anbietender Suche nach der Quelle seines Problems in der Herkunftsfamilie, folgte ich meinem spontanen Einfall und ließ ich einen Stellvertreter für ihn selbst, den kleinsten tschechischen Geldschein (50 Kronen) und den größten (5000 Kronen) auszuwählen und aufzustellen. Diese Aufstellung wurde sehr bewegt, sowohl witzig und lustig – sofern sich so etwas mit dem nötigen Respekt zu der Aufstellungsarbeit sagen läßt – wie tief und innig. Es haben sich einige überraschende Überzeugungen des Klienten gezeigt und seine Projektionen zu realen Personen, die hinter den Geldscheinen als Schatten standen. Ich weiß nicht, ob der Klient seines Problems los wurde, doch seine spontan nach der Aufstellung geäußerte Reaktion wurde getragen vom plötzlich einsetzenden Verstehen der Zusammenhänge. Es war der Anfang meiner Interesse für die Aufstellung der Geldglaubensätze und der Beginn einer ganzen Seminarreihe. Nach mehr als Hundert Aufstellungen mit dieser Thematik möchte ich ein Resümee ziehen und diese Art der Arbeit im Detail vorstellen.

Die übernommenen oder erlernten Geld-Glaubensätze kann man als innere Bilder (bzw. akustische oder gefühlte Komplexe) verstehen, die das kleine Kind in der Verbindung mit Geld internalisiert. Sie sind also nicht nur Überzeugungen auf einer logisch-verbalen Ebene (klassische Glaubensätze), sondern gehen tiefer und entstehen manchmal schon vor dem Erlernen der Sprache. Ein kleines „Krabbelkind“, wenn es den Geldbeutel der Mama entdeckt, steckt diesen in den Mund. Es schmeckt interessant – echtes Leder – und die sich unterhaltende Mama wird dies mit einem Seitenblick ohne besonderen Reaktion quittieren. Doch wenn das Kind in der Erkundung des Inhalts zum Geld – zum Beispiel einem älteren Geldschein – vordringt und beginnt, es zu kosten, wird die Mutter sofort einschreiten. „Pfui, nimm es sofort aus dem Mund, es sind Bazillen darauf!“ Ein inneres Bild – Geldscheine haben etwas schlechtes, gefährliches, ekelhaftes und vor allem unsichtbares, was an ihnen haftet – entsteht. Dies ist natürlich nur ein sehr vereinfachtes Beispiel zur Verdeutlichung der Entstehung und der Art der Geld-Glaubensätze.

Ähnlich fixieren sich die nicht konkreten, jedoch sehr spürbaren familiären Überzeugungen, die das System der Familie transportiert. Eine latente Angst der Familie oder ihrer einzelnen Mitglieder vor dem „großen, Unglück anziehendem“ Geld, von welcher konkreten Ursache auch immer stammend, wirkt sich auf das kleinste Systemmitglied – das Kind – wie ein diffuses Gefühl, das eine Haltung oder Überzeugung bewirkt, derer Verankerung in einem vor-kognitiven Bereich liegt. Eben dieser Art der Verankerung macht es schwer möglich, den oder die Geld-Glaubenssätze zu erkennen und vor allem sie zu verändern. Auch wenn wir uns bewußt sind, daß die Gefährlichkeit der Akkumulation von größerem Geld lediglich unsere vererbte Überzeugung ist, bewirken Entscheidungen und Vorsätze, dies nicht mehr zu tun, recht wenig. Auch das Mantrieren der Gegensätze eines als solchen erkannten Glaubenssatzes ist nicht sehr hilfreich. Die Überzeugung sitzt dort, wo ihn nur ähnliche Reize – Gefühle, Bilder, gehörte Wahrnehmungen oder kinästhetische Erlebnisse – erreichen. So gesehen ist es ein wenig irreführend, vom Glaubenssatz zu sprechen – vielmehr handelt es sich um eine zum Gefühlskomplex gewordene Erfahrung, die wahrscheinlich auch noch körperlich fixiert ist.

Die systemische Aufstellung eignet sich gerade durch ihre auf allen Ebenen der Wahrnehmung basierten Wirkung zum Tauchgang zu diesen Teilen der Psyche. Auch hier wird die Realität nicht (nur) erkannt, sondern erfahren, zumindest als ihr paralleles oder alternatives Bild. Um es einfach zu sagen – den Geldschein, der in der Aufstellung steht, kann ich nicht nur sehen, hören und riechen, ich kann ihn auch am Ende der Aufstellung umarmen, sympathisch finden und damit ihm im ganzen Spektrum der Wahrnehmung begegnen. Meiner unterbewußten Abneigung vor Bakterien wird dadurch ein Alternativbild entgegengesetzt. Und mehr noch – ich kann die diffusen Gefühle, die sich in meinem System auf das Geld beziehen, dechiffrieren und zu ihrem Ursprung finden.

Bei dieser Erforschung der Geld-Überzeugungen finden wir dann eine Reihe von „Lebenshaltungen“, die jedoch tiefer als das verbal Ausdruckbare liegen. Trotzdem können wir sie in Sätzen äußern und diese Sätze sind dann als ein Ausdruck der darunter liegenden Komplexe wert, in der Aufstellung benannt zu werden. Hier einige Beispiele dieser Sätze:

• Geld macht nicht glücklich (d.h. es macht unglücklich, auch: Geld gleich Sorgen)
• Geld ist schmutzig, sündhaft, unrein
• Ich habe es nicht verdient (Variante: Ich bin noch nicht gut genug)
• Schnell bekommen, schnell zerronnen
• Wenn du viel hast, wird es dir schon jemand nehmen (Variante: Großes Geld zieht Verbrecher an)
• Geld ist zu irdisch, zu banal, zu niedrig (oft in „esoterischen“ Kreisen zu finden)
• Ich muß das Geld halten („Hortungszwang“, oft bei einem wegen Geldnot gestorbenen Systemmitglied)
• Ich muß das Geld sofort ausgeben (z.B. wenn einer im System um das eingesparte Geld gebracht wurde) usw.

Ein anderes, interessantes Aspekt der Aufstellungen der Geld-Glaubenssätze ist das relativ häufiges vorkommen der sogenannten „Geheimnissen“, zumindest in der Relation zu meiner übrigen Arbeit. In stehe den „Geheimnissen“ in Aufstellungen recht reserviert gegenüber und stelle sie nur dann auf, wenn es das System unbedingt erzwingt. Doch in den Geldaufstellungen kam gerade diese Situation recht häufig – deshalb fragte ich mich in den ersten Geldseminaren, ob ich etwas übersehe oder falsch mache. Doch das Arbeiten, oder besser das Geschehenlassen spricht deutliche Sprache – in vielen Aufstellungen existieren „Geldgeheimnisse“, um welche die übrigen Mitglieder des Systems herumkreisen wie um ein schwarzes Loch. Ich vermute inzwischen, daß die Umstände um das Geld, um seine Quellen und sein eventuelles Verschwinden vielleicht noch mehr geschützt werden, als andere familiären Geschehnisse. Wie oft geschieht es, daß eine Familie unrechtmäßig zum Vermögen kommt? Wie tief sitzt das Schamgefühl, wenn einer sein ganzes Geld verliert? Wenn Vater das familiäre Erbe im Alkohol ertrinkt oder verspielt? Möglicherweise werden die traumatischen Erlebnisse auf der materiellen Ebene noch weniger kommuniziert, wie andere „schlimmen Familiengeschichten“. Analog zu den tief in dem systemischen Unterbewußtsein verborgenen Traumata wie z.B. Mord, die in dritten oder vierten Generation zu schweren Psychosen führen können, is es denkbar, daß gerade die unsichtbaren Geld-Traumata, die übrigens oft mit Unrecht und Verbrechen verbunden sind, die persistierende Art unserer Geldprobleme erklären können. Die Gespenster dieser Art der Vergangenheit sind den Erscheinungen in den „hounting houses“, in den Spukschlössern vergleichbar – auch sie haben ein äußerst zähes Leben.

Weiter zeigten sich in den Geldaufstellungen häufig Zusammenhänge, die ich in anderen Aufstellungen so bisher nicht erfahren habe. Das macht diese Arbeit sowohl hochgradig spannend, wie gleichzeitig auch anstrengend – eine ständige Offenheit neuen und noch nicht bekannten Phänomenen ist die Voraussetzung. Hier einige Erfahrungen aus den Aufstellungen. Ich nenne sie nicht Gesätzmäßigkeiten, denn dafür ist es noch zu früh, es sind eher „Arbeitshypothesen“.

Schuld – Schulden: Wie im zweiten Aufstellungsbeispiel bereits zur Sprache kam, so äußert sich in einigen Aufstellungen eine Schuld möglicherweise so, daß die nachkommende Familienangehörige sich verschulden.
Plus-Geld und Minus-Geld: Einige Stellvertreter für das Geld (in verschiedenen Aufstellungen) veränderten sich jedesmal ein bißchen rätselhaft, wenn sie den Platz von einem Familienmitglied zum anderen wechselten. Aus der Aufstellung scheint es möglich und plausibel, daß sie jeweils das „Plus-Geld“ (Vermögen) und „Minus-Geld“ (Schulden) gleichzeitig vertraten.

Geld macht weiteres Geld: Es ist oft vorgekommen, daß das Geld am Ende der Aufstellung anfängt, spontan weitere „Verbündete“ für sich selbst in die Aufstellung zu ziehen. Einmal wollte es mit jemanden Tanzen und begann, fieberhaft andere Teilnehmer auf die Aufstellungsfläche zu ziehen. Ein anderes mal rannte es umher, damit es „gesehen wird“. Ein drittes mal drehte sich der Stellvertreter gutgelaunt um seine eigene Achse. Solche spontane Aktionen haben natürlich immer große Heiterkeit zur Folge.

Geld wird durch den Fluß der Liebe angezogen. Der Energienfluß zwischen den Ahnen und ihren Kindern im System zieht das Geld an. Hier zeigt sich auch, daß sex bzw. die Spannung zwischen der Reihe der männlichen Vorfahren und den Weiblichen, wenn sie frotal gegenüber stehen und es zwischen ihnen „funkt“, einen fast magischen Sog auf das Geld ausüben. Flapsig gesagt ist Geld an der Materialisierung interessiert.

Am Ende möchte ich noch ein Aspekt der Geldaufstellungen erwähnen – die Erwartung des Klienten. Meiner Erfahrung nach ist die Erwartung des Klienten, diese mit konkreter Hoffnung in einer bestimmten Richtung verbundene Haltung, größer als bei anderen Aufstellungen. Auch bei sehr erfahrenen Klienten ist es nicht selten, daß sie zu Geldaufstellung mit ähnlicher Hoffnung kommen – wenngleich auch scherzhaft verklärten – wie sie jedes Wochenende das Lotto spielen. „Ich muß das aufstellen, damit ich endlich zum Geld kommen“ ist der Glaubenssatz (hier haben wir die Glaubensätze wieder...), das unter dem laut geäußerten „Mal sehen“ verborgen liegt. Natürlich auch jeder Klient in den „normalen“ Seminaren hegt eine Hoffnung auf die Besserung seiner Lage, auf die Lösung seines Problems. Doch die Geld-Hoffnung ist viel konkreter und vor allem meßbarer.

Gerade durch diese Erwartung werden aber die Ergebnisse der Geldaufstellung geschwächt. Die Vorstellung, wie exakt soll das Ergebnis aussehen, grenzt zum einen die Offenheit des Klienten für die Lösung ein. Zum anderen stellt den Klienten in die Position des Größeren und das nicht nur gegenüber dem Leiter, sondern auch quasi gegenüber dem System, ja dem Universum. Alles, außer der erhofften Lösung ist „falsch“, doch gerade durch diese Einteilung in richtig und falsch stellt sich der Klient (natürlich ohne Absicht) dorthin, wo es kein Einklang mehr geben kann, also auch keine systemische Lösung. So wäre dann die Geldaufstellung doch nur ein Lotto – denn hier gibt es auch entweder „richtige“ Zahlen oder falsche.

Ich konnte und wollte hier nur einige Aspekte der Geldaufstellungen zeigen. Diese Arbeit, wenngleich noch mit Fragezeichen verbunden, ist aufregend, neu und spannend. Es lehrt uns eine neue Sichtweise auf unsere allgegenwärtige Geldprobleme und zeigt uns auch, wie wenig real sind unsere Wahrnehmungen von Mangel und Überfluss, Armut und Reichtum. Wie sehr sie doch Kinder unserer Überzeugungen sind und wenn sich diese verändern, können auch unsere handfeste Geldprobleme sich im Nichts (oder besser im Wohlsein) auflösen, wie die Gespenster der Nacht, wenn die Sonne aufgeht.

Fallbeispiele:

Um die Arbeit in den Geldaufstellungen ein wenig zu verdeutlichen, beschreibe ich hier zwei Aufstellungen. (Ich verzichte auf die detaillierte Beschreibung der Fälle mit Positionen, da ich glaube, der Seele der Aufstellung so besser gerecht zu werden)

Fall eins: Klientin, 40 J., sagt, daß sie einen Mangel an Energie empfindet, sich mit Geldsachen zu auseinandersetzen. „Wenn ein lukratives Angebot käme, so würde ich nicht mehr wollen...“ sagt sie.
Ihre Großmutter hat „nicht aus der Liebe“ geheiratet, sondern wegen eines Hofs, den die Familie allerdings an den Staat während der ersten Ära des Sozialismus verloren hatte. „Das war ein großes Unrecht“, sagt die Klientin dazu und meint (fälschlicherweise – siehe unten) die Verstaatlichung. Der Ehegatte der Großmutter – der Großvater – begann später, einige Jahre nach dem Verlust des Hofs, Selbstmord. Wir stellen auf: Die Klientin, die Mutter, die beiden Großeltern, das Hof, den Staat (CSSR).

In der Aufstellung stehen sich recht bald die Großmutter und der Großvater in einem seltsamen stillen und verbissenen Streit gegenüber, jeder auf einer Seite des Hofs (Großmutter über den Großvater: „Er stört mich hier“). Die restliche Familienmitglieder schauen sich aufmerksam dieses energetisches Tauziehen an – keiner kann da aber etwas machen. Schließlich verlässt der Hof das Ehepaar und „wandert aus“ unter die Obhut des Staates. Dazu die Mutter der Klientin: „Gottseidank“. Und die Enkelin (Stellvetr. Klientin) nach einer Weile: „Mama, jetzt haben wir über den Großvater gesiegt“. Der Großvater steht fassungslos da und sagt „Nun habe ich keinen Lebenssinn“.

Hier sehen wir, wie die Überzeugung entsteht, die man in etwa mit den Worten umschreiben könnte: „Haben bedeutet Streit und unerträgliche Schuld.“ Und vielleicht auch: „Es lohnt nicht, in Besitz Energie zu investieren“.

Im weiteren Verlauf kann nun die Klientin das Schicksal des Großvaters und damit den Hofverlust achten und damit dort lassen, wo es entstanden ist. Sie fühlt sich nun ohne „der Schwere in den Beinen“.

Fall 2: Klientin, kurz nach der Scheidung, die von ihr ausging, mit einem 9-jähriger Sohn und Geldproblemen (leicht verschuldet), hat Ängste, daß sie den Sohn nicht nicht ernähren kann. Ihre Großmutter mußte ihre vier Kinder, darunter auch die Mutter der Klientin, in einen Kinderheim geben, da sie nicht in der Lage war, sie zu erziehen. Der Ehemann der Großmutter (Großvater) ging gleich nach dem zweiten Weltkrieg für zehn Jahre ins Gefängnis, weil er in der Tschechei mit den Deutschen kollaboriert hatte.

Wir stellen die Klientin, ihre Mutter, die beiden Großeltern und die Schulden auf. Der Großvater ist während der ganzen Aufstellung wie versteinert – er sagt, er empfinde eine Mauer um sich herum. Die Frauen (die Großmutter, die Mutter und die Klientin) empfinden ihre Lage als einsam, verloren, hoffnungslos und schmerzhaft. Die Schulden stehten bei der Klientin und sind unruhig. Wir legen nun in die Aufstellung vier Stellvertreter für die Opfer des Krieges – Deutschen und Tschechen. Die Mutter beginnt heftig zu weinen und die Schulden bewegen sich hin zu dieser Gruppe. Die Großmutter schaut die Toten an und sagt mit Tränen in den Augen: „Meine Kinder haben dafür bezahlt“. Sie kniet sich nun nacheinander neben jedem der vier Opfer und nimmt für eine Weile wortlos ihre Hand. Alle sind sehr bewegt. Danach kommt zu ihr ihre Tochter (die Mutter der Klientin) und umarmt sie weinend. Sie sagt „mutti, du hast mir sehr gefehlt“ und „jetzt gebe ich die Schuld ab.“ Dasselbe kann jetzt die Tochter (die Klientin) zu ihrer Mutter sagen und auch zur Großmutter: „Oma, ich achte dich und dein Schicksal. Gerne nehme ich von dir das Leben, das zu mir durch meine Mutter kam und mache etwas daraus.“ Sie fühlt sich nun viel leichter, positiv verbunden mit der Oma und gestärkt. Die Schulden bleiben bei der Liegenden, aber sie fühlen sich jetzt überflüssig und werden aus der Aufstellung entlassen.

Text entstammt der Seite http://www.janbily.de/



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Isi » 5. Jan 2010, 19:48

Das ist schon sehr interessant, liebe Loa!
Da ist mir schon einiges in meiner Familiengeschichte bewusst geworden (was ich hier aber nicht ausbreiten möchte). Ich hatte aber immer das Gefühl, dass das mit mir nichts mehr zu tun hat :nachdenk: .
Ich bin sicher, dass es der Schein in meiner Geldbörse gar nicht mehr abwarten kann, sich in der derzeitigen Währung zu aktivieren :vortex: !
Sollte ich es in diesem Sommer in den "hohen Norden" schaffen, wäre das sicherlich mal ein spannendes Thema.
Werde mal mit meiner Freundin darüber sprechen, die auch Familienaufstellungen macht.
Isi
 

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon LillyB » 5. Jan 2010, 21:36

Haben und Sein. Erich Fromm. Danke für das Thema liebe Loa. Seit Kindheit an, denke ich, dass ich für meine Eltern sorgen müßte (Kriegskinder). Mir wurde Armutsbewußtsein beigebracht, welches ich nie im Herzen trug. Also es gab nur eine Scheibe Brot abends. Und die dürfe man nicht zu sehr belegen. Ansonsten Abmahnung.

Trotzdem wurde ich mit Reichbewußtsein geboren, von Mutter Seiten aus. Vater seitens treffen alle diese Mutmaßungen ins Ziel. (bis heute, allerdings keine Schulden) Armuts- Ungerechtikeitssinn. Er publiziert das auch. Den Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Er liebt die Kritik und ist auch in entsprechenden Publikationen zu lesen. Doch reiche ihm einen Goldtaler, schon bin ich - mehr wert - .

Immer habe ich für andere gezahlt. Der Unterschied heute Dank LOA ist:

Ich tue das sehr gerne :gvibes: Ich bin ein absoluter Magnet fürs Geld anziehen. Habe immer viel verdient, zwischendurch auch ganz viel verloren. Genau genommen dreimal alles. Doch alles doppelt und dreifach zurück bekommen. Das ist nun mein Glückspaket, wohl aus anderen Parallel oder früheren Leben, ist mir Armutdenken überhaupt nicht mitgegeben.

Heute denke ich. Dass so mancher, die meisten, selbst LOA-Liebhaber, Geld zum Götzenbild macht. Das gilt auch für äußerliche Statussymbole und Anerkennung. In mir ist trotzdem immer noch der Gedanke, für meine Eltern sorgen zu wollen. Das würde wahrscheinlich eine interessante Aufstellung ergeben, denn ich kann keinen natürlichen Grund in mir selbst finden. In meinen sonstigen persönlichen Beziehungen, auch Partnerschaften, war es niemals ein Thema.

Darf ich Dich fragen, warum Du dieses Thema hier in der Form eingestellt hast?

Danke und ALOHA
Lilly
Der Himmel ist blau (Die Ärzte)
Benutzeravatar
LillyB
 
Beiträge: 1280
Registriert: 09.2009
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Jona » 5. Jan 2010, 23:07

Klasse! *freu* Dieser Beitrag kommt wie gerufen...oder sollte wohl besser heißen, den habe ich mir gerufen ;-)

Danke Loa!!!
Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben.
- Hermann Hesse, Demian
Benutzeravatar
Jona
 
Beiträge: 32
Registriert: 09.2009
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Sunflower » 5. Jan 2010, 23:56

Ein interessanter Gedanke ,dass wir auch dieses Bewußtsein "erben". Aus meiner Geschichte heraus kann ich es mir vorstellen .Ich werde mich mal damit beschäftigen .
Sunflower
Guten Morgen,
hier spricht das Universum.Ich werde mich heute um all deine Probleme und Wünsche kümmern.
Dazu werde ich deine Hilfe nicht brauchen.
Also genieße den Tag
Benutzeravatar
Sunflower
 
Beiträge: 543
Registriert: 09.2009
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 6. Jan 2010, 09:34

LillyB hat geschrieben:Darf ich Dich fragen, warum Du dieses Thema hier in der Form eingestellt hast?


Hallo Lilly,

ich bin durch meinen Beruf damit in Kontakt gekommen. Der Einfachheit halber habe ich das in der Fassung eingestellt, statt daraus einen Text zu machen, der die Aufstellungsarbeit aussen vor lässt. Ich freue mich immer über Themen, die Interesse und Resonanz im Forum erwecken können. Wobei sicher meist auch eine eigene Resonanz vorhanden ist. 8-) Ich kenne auch das Leben in grossem Luxus und das absolute Gegenteil.


LillyB hat geschrieben:Heute denke ich. Dass so mancher, die meisten, selbst LOA-Liebhaber, Geld zum Götzenbild macht.


Ich habe früher auch einmal so gedacht. Nachdem ich die Realitätsgestaltung und vor allem Abraham kennenlernte, habe ich ein solches Denken schnell als nicht förderlichen Glaubenssatz erkannt und verändert. Ich kann nicht auf der einen Seite Geld wünschen und auf der anderen Seite darüber derart denken. Das eine schliesst das andere aus.

Aber wer könnte das besser sagen als Abraham selbst: post1799.html#p1799

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon LillyB » 6. Jan 2010, 10:35

Haha, sollte da bei mir noch etwas hängen geblieben sein? Kann ich im Leben nicht sehen, doch vielleicht noch ein Fitzelchen. Also das Wort "Götze" wird mal ausgetauscht. :gvibes:

Aber was macht ein Coach, welches Gebiet auch immer? Er lebt doch davon sich auf das Prob zu konzentrieren?

ALOHA
Lilly
Der Himmel ist blau (Die Ärzte)
Benutzeravatar
LillyB
 
Beiträge: 1280
Registriert: 09.2009
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 6. Jan 2010, 10:54

LillyB hat geschrieben:
Aber was macht ein Coach, welches Gebiet auch immer? Er lebt doch davon sich auf das Prob zu konzentrieren?



Das tun ja im Prinzip alle "helfenden Berufe" - seien es Ärzte, Psychologen oder Coaches oder Lebensberater oder was immer. Es sei denn, sie tun das, was Abraham vorschlagen und konzentrieren sich auf das Potential der Menschen statt auf die Problembearbeitung. Warum sind wohl manche Menschen jahrelang in psychologischer Behandlung?



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon LillyB » 6. Jan 2010, 11:13

Ja. Mein Vater beispielsweise war in einer Behindertenwerkstatt tätig und dieser Beruf hat ihn (so damals sichtbar für mich) oft ausgelaugt. Jedenfalls schien er abends so nach Hause zu kommen. Trotzdem liebte er den Job.

Ich sagte immer, ich könne das gar nicht, und wisse gar nicht wie ich einen solchen Abstand finden söllte. Von den jahrelangen Behandlungen, Therapien habe ich auch oft gelesen (selbst nie Kontakt gehabt), nur zu einer Psychotherapeutin privat. Diese wie viele Berufe werden ja oft auch rein für sich selbst gewählt - im Sinne weil sie so jemanden an der eigenen Seite gebrauchen - hätte können,in einem Helferberuf, dann selbst ausüben, darstellen. Ein ähnliches Verhältnis habe ich zu Aufstellungen. Teils sehe, höre ich mit großer Verwunderung, dass es funktioniert, teils denke ich, wozu das Ganze? Wozu da nochmals drin herumrühren, wenn ich doch die Story ohne Kenntnis der genauen Einzelheiten neu schreiben kann?

Bei mir hat dieser Thread gerade einen großen Ruck innerlich gemacht. Und zwar in Richtung innerlichem Verständnis. Ach und noch zu meinem Vater (der Kritiker :twisted: ). Er ist trotzdem ein erstaunlicher Realitätsgestalter, so dass ich schon ein paar Mal zu ihm gesagt habe: Das ist ja wie beim Universum bestellt! :gvibes: (er glaubt aber nicht dran) hat aber hin und wiederWahr- und Klarträume z.B.

:danke:
Lilly
Der Himmel ist blau (Die Ärzte)
Benutzeravatar
LillyB
 
Beiträge: 1280
Registriert: 09.2009
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 6. Jan 2010, 11:39




Hi Lilly,

Aufstellungen rühren ja nicht in Altem bzw. sollten es nicht tun - im Gegenteil, es ist erfahrungsgemäss das Beste, das in der Aufstellung Geschehene einfach in sich wirken zu lassen. Dadurch ergeben sich Strukturen, die weitgehend auf eine Deutung verzichten. Nicht drüber sprechen, sondern darauf vertrauen, dass eine innere Instanz die Ent-Wicklung 8-) übernimmt. Aus einer solchen Einstellung heraus haben viele Menschen erlebt, dass mit einem Mal ein Knoten aufgegangen ist oder sich eine Angelegenheit wie durch Magie aufgelöst hat.

Die Aufstellungen von zB Krankheitssymptomen oder Themen wie Geld oder Schulden oder Beruf oder Angst etc. gehen oft ohne Worte und unkommentiert vor sich. Oder besser gesagt, so kann es sein. Es entwickelt sich eine Dynamik zwischen dem Aufsteller und der Thematik, die ihre Ergebnisse auf einer anderen Ebene als der Bewusstheit hervorbringt. Oft können auch mehrere Möglichkeiten entstehen. Das wiederum gibt dem Aufsteller eine tiefere Einsicht und lässt verschiedene Wege offen, um zu handeln. Die Ergebnisse sind oft ganz tiefgreifend und finden auch ohne äussere Beeinflussung durch Helfer statt.


Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Lumina » 6. Jan 2010, 18:51

Das sind ja wieder mal höchst interessante Themen hier! :mrgreen:

Ich weiß nicht, ob ich damit übereinstimmen kann, aber es hat zumindest meine Gedanken angeregt. :nachdenk:

Bei mir war es so: Etwa bis ich 6 Jahre alt war, war meine Familie recht wohlhabend (eigenes Haus, Luxus hier und da war mal drin), dann ging mein Vater pleite und zwar nicht nur einmal :roll: sondern einmal mit einer Bäckerei und dann nochmal mit einem Imbiss, davon blieben etwa 200.000 DM Schulden zurück, außerdem gingen Haus und Ersparnisse drauf. :rleye:
Trotzdem hatte ICH nie das Gefühl, zu wenig Geld zu haben, denn durch irgendendwelche Umstände hatte ich meistens mehr Geld als meine Klassenkameraden: Erst hatte meine Oma (väterlicherseits) die Angewohnheit zu dem Geburtstag jedes Familienmitgliedes nicht nur dem Geburtstagskind selbst, sondern auch den anderen Familienmitgliedern jedesmal 150 DM in bar zu schenken; es war also egal, ob ich selbst Geburtstag hatte, oder Mama oder Papa, ich habe immer abkassiert und die Geburtstage waren auch gut übers Jahr verteilt. :stimmt: Mein Taschengeld war auch höher als das meiner Altersgenossen bis ich ungefähr 12 Jahre alt war - meine Eltern hatten es nämlich über Jahre nicht erhöht und die besagte Oma hatte auf einmal nichts mehr. Doch da plötzlich :lol: bekomme ich von meinem Opa (mütterlicherseits) richtige Batzen von Geld für gute Noten (um einiges später in der Oberstufe gab er mir manchmal 50 Euro für eine 1 in einer einzigen Klausur :shock: ). Außerdem ging ich Zeitschriften austragen, aber nicht wegen dem Geld, sondern, weil ich das als Job lustig fand und das Gefühl des selbst verdienten Geldes mal genießen bzw. ausprobieren wollte.

Und jetzt studiere ich und wohne noch zu Hause, ich werde praktisch noch ein bisschen durchgefüttert, bekomme den höchsten Bafög-Satz, gebe zwar etwa 40% meinen Eltern, aber habe eigentlich schon ne Menge Moos zur Verfügung. :loveshower: Und selbst wenn ich jetzt bald ausziehe, ist es mit dem Kindergeld zusammen abzüglich der Miete auch nicht gerade wenig, obwohl ich nicht nebenher arbeiten gehe. (Irgendwann habe ich den Entschluss gefasst, dass mir mehr Freizeit wichtiger ist als mehr Geld).

Ich habe also dieses "Armutsbewusstsein" von meinen Eltern nicht übernommen - wie ist das zu erklären?

Vielleicht weil die früheren Jahre (entscheidend für die Prägung) eher reich waren?

LG,
Lumina
You are loved. All is well.


Schaut bei meinem neuen Youtubekanal "EvergrowingLove" vorbei.
Benutzeravatar
Lumina
 
Beiträge: 144
Registriert: 11.2009
Wohnort: Bad Nauheim
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Shiva » 6. Jan 2010, 20:04

[font=Comic Sans MS][size=100] Hallo Ihr Lieben,

auch ich möchte mal bei diesem Thema mitmischen. Obwohl Lumina noch sehr jung ist (denke ich) musste ich über den Beitrag schmunzeln und er hat mir noch mehr Mut gemacht.

Ich weiß nicht (blöde nä) inwieweit ich von meiner Famile was Geld betrifft erzogen wurde. Dazu ist wichtig zu sagen dass ich aus der ehem. DDR komme und "viele Verführungen" die es in in "alten Ländern gab nicht möglich waren. Ich kenne z.B. bewusst niemanden der sich zu DDR Zeiten hoch verschuldet hat oder so. Ein Farbfernsher kostetet 6.000 Ostmark und sie gab es nicht und wenn man sich einen gekauft hat, dann hat man ihn bar bezahlt, also wenn man die Köhle hatte.

Ich war schon als Kind immer fleißig und habe immer was getan (Altstoffe gesammelt, Teller gewaschen oder weiß der Geier) Dabei habe ich mich aber nicht schlecht gefühlt und hatte auch immer schön Geld. Und an "Ermangelung an Verführungen der Konsumgüter" war immer Geld da und wiederum konnte ich mir Besonderheitn leisten, was dann später auch Neid erzeugt hat.

Bei mit kam erst das "Probelm Geld" mit einem Partner, der ständig das Geld zusammengehalten hat. (Es könnte ja was passieren). Noch dazu hatte ihm mal jemand am Tisch (sowas wie channeln nehme ich an) gesagt, "Er wird erst viel Geld haben wenn er alt ist". Na toll... das kann dauern.

Es kam dann so, dass ich irgendwie selber in den Sog des Mangels kam, obwohl es uns in dem Sinne nie schlecht ging, aber ich war chronisch unzufrieden. Das hat dazu geführt, dass ich mich 2002 neben meiner Arbeit selbstständig gemacht habe - und 2009 dort meinen Durchbruch geschafft habe - was 2010 sicher so weiter geht.

Was wil ich damit sagen. Erst nachdem ich mich nach The Secret und Law of Attraktion näher mit MIR beschäftigt habe ging es besser. Ich denke an MICH was lange nciht so war, wei andere immer an 1. Stelle gestanden haben und ich bin dabei, mein Herz auch Geld gegenüber zu öffnen - denn Geld zu haben ist schön. Vieles kann man machen, einfach spontan mal 500 km zu fahren um Freunde zu besuchen, dort auch was mitzubringen und auch essen zu gehen usw... Ich bin dabei dafür mein Herz "umzupolen" :kgrhl:

Meiner Tochter geht es wie Lumina, sie ist jetzt 2 Jahre neben der Ausbildung JEDES Wochenende arbeiten gegangen. Da sie aber einen guten Abschluss machen will, hat sie damit aufgehört. Früher hätte ich ihr ins Gewissen geredet, weil ja sonst das Geld nicht reicht oder so, zumal sie nicht mehr zuhause wohnt. ABER Shiva hat gelernt.. ich vertraue.. ihr auf Ihre Intuition und darauf, dass sie alles locker schafft.

... ich hoffe man kann das alles nachvollziehen.. ich bin so ein "Frei-nach-Schnautze-Schreiber"

Liebe Grüße shiva 8-)
Energie folgt der Aufmerksamkeit
Benutzeravatar
Shiva
 
Beiträge: 540
Registriert: 09.2009
Wohnort: mitten drin ;-))
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 7. Jan 2010, 09:56

Lumina hat geschrieben:Ich habe also dieses "Armutsbewusstsein" von meinen Eltern nicht übernommen - wie ist das zu erklären?
Vielleicht weil die früheren Jahre (entscheidend für die Prägung) eher reich waren?


Hallo Lumina,

das muss ja nicht zwangsläufig der Fall sein, es gibt keine absolute Wahrheit, die für alles Gültigkeit hat.

Vielleicht hatten Deine Eltern gar kein Armutsbewusstsein. Möglicherweise sind sie mit den Geschehnissen eher einsichtig umgegangen und waren voller Optimismus in Bezug auf neue Lebensumstände. Oder vielleicht haben sie darauf geachtet, dass sie Dich nicht mit ihren Problemen belastet haben und diese Dinge nicht vor Dir erörtert.

Bei diesen Prägungen scheint es immer eine Möglichkeit zu geben, aber nicht notwendigerweise eine Wahrscheinlichkeit. Freu Dich, dass es bei Dir keine Spuren hinterlassen hat.

Lieben Gruss
Loa


*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Lumina » 7. Jan 2010, 18:17

Hallo Loa, :lieb:

lawofattraction hat geschrieben:Hallo Lumina,

Vielleicht hatten Deine Eltern gar kein Armutsbewusstsein. Möglicherweise sind sie mit den Geschehnissen eher einsichtig umgegangen und waren voller Optimismus in Bezug auf neue Lebensumstände. Oder vielleicht haben sie darauf geachtet, dass sie Dich nicht mit ihren Problemen belastet haben und diese Dinge nicht vor Dir erörtert.


Alles andere als das! 8-) Meine Mutter hatte bei den Unternehmungen meines Vaters in den Verträgen mit unterschrieben und obwohl jetzt schon längst die Restschuldbefreiung durch ist, hat sie ihm immernoch nicht verziehen (ist mehr eine Zweckgemeinschaft als eine Ehe gewesen seitdem).
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen als Kind war es, Kassetten aufzunehmen und irgendetwas darauf zu plappern (allein und auch mit Freunden). Später habe ich sie mir nochmal angehört und fast überall hört man meine Eltern im Hintergrund streiten und zetern. :roll:
Soweit ich weiß, hat mir das aber nie etwas ausgemacht, das war eben normal. :nachdenk: Und viele Leute haben mir schon gesagt, ich wäre der friedlichste Mensch, den sie kennen. :gvibes:

Ich glaube, ich habe einfach in jeder Hinsicht einen Gegenpol zu meinen Eltern gebildet. :mrgreen:



@Shiva:
Ich bin 22, also eigentlich nicht mehr ganz so jung, aber ich fühle mich eigentlich noch etwas jünger. :tja: Ich muss auch noch jedes Mal meinen Personalausweis vorzeigen, wenn ich Lotto spielen will. :lol:
An deinem Beispiel kann man wirklich sehen, dass die äußeren Umstande in einer Gesellschaft nicht so sehr das Wohlbefinden bestimmen, wie man vielleicht denkt. Man orientiert sich ja meist am Standard der unmittelbaren Umgebung und wenn man dem in etwa entspricht, ist man meist zufrieden.
Was du sagst, stimmt auf jeden Fall: Man muss sich mehr um sich selbst kümmern, als das die meisten tun. Ansonsten blockiert man seinen eigenen Geldfluss, nur weil man mit einem Geizhals zusammenwohnt. 8-) Man kann ja anderen auch etwas Gutes tun, aber nur, wenn man auch selbst ein gutes Gefühl dabei hat, sonst bringt es sowieso nichts.


LG,
Lumina
You are loved. All is well.


Schaut bei meinem neuen Youtubekanal "EvergrowingLove" vorbei.
Benutzeravatar
Lumina
 
Beiträge: 144
Registriert: 11.2009
Wohnort: Bad Nauheim
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Sanaei » 9. Jan 2010, 10:50

hallo zusammen,

ich bin jemand, der aus so einer Familie kommt - bzw. einem sehr reichen Teil und einem armen Teil... bei mir hiess es immer: das Geld langt nicht, oder aber: das können wir uns nicht leisten... oder aber der reiche Teil kaufte uns das Fleisch für den Sonntag und Mama das Gemüse und die Kartoffeln...

Mein Gefühl zu Geld ist nach wie vor sehr ambivalent... aber es schlägt immer mehr in die Richtung, dass es a) genug Geld gibt und b) ich mir alles leisten kann... und die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre zeigen genau darauf hin - es reicht locker, es ist alles im grünen Bereich, ich fühle mich mittlerweile wohl mit Geld, ziehe es manchmal stärker, manchmal weniger stark an - es ist wie ein Spiel, das ich mittlerweile spielen kann. Und die Erfahrungen, die aus diesem Spiel resultieren, zeigen mir, das es funktioniert.

Ich konnte mir alles leisten, was ich letztes Jahr wollte und somit weiss ich auch, das es dieses Jahr so weitergehen wird. Es ist auch das nötige Vertrauen da, dass die Dinge, die ich mir wünsche, zu mir kommen werden - wie auch immer - mit oder ohne Geld... einfach, weil die Dinge zu mir gehören und ich es mir wert bin, sie zu haben.

Oder aber, und hier setzte auch eine stärkere Wahrnehmung ein - was ist der Wunsch dahinter... ich frage mich bei diesem oder jenem Wunsch - was möchte ich wirklich? Und komme dann aber auch rigoros andere Lösungen, die gar nichts mehr mit Geld haben zu tun haben, und kann sie mir so erfüllen oder aber sie werden erfüllt - oder noch schöner: sie lösen sich als erkannt auf und verflüchtigen sich... das natürlich eher bei Kopf-Wünschen und nicht bei Herzens-Wünschen...

Es ist ein Spiel, das schön ist zu spielen, das Freude macht - und das wiederum zieht weitere Freude an... und ich glaube, eine unverkrampfte Haltung zum Thema Geld haben, löst sicher vieles auf... - das ist so meine Haupterfahrung dazu.

liebe Grüsse,
Sanaei
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe Deiner Gedanken an... (Marc Aurel)
Benutzeravatar
Sanaei
 
Beiträge: 1941
Registriert: 09.2009
Wohnort: in mir...
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon sonnenblumenwiese » 2. Mär 2011, 19:50

Guten Abend, allerseits!

Ich habe auch das Glück, dass ich mich schon immer als sehr reich empfunden habe und es wohl dadurch auch bin.


Ich habe eine Frage zu Abraham und Aufstellungen. Bei den Aufstellungen nehmen die Teilnehmer eine Identität an und bei dem, wo ich mal zugeschaut habe, mussten einige anschließend wieder aklimatisiert werden, weil es ihnen richtig schlecht ging. Nun wollte ich seit ein paar Jahren mal selber aufstellen, aber ich glaube nicht, dass dieses aufstellen (austellen allgemein) für die Beteiligten so gut ist. Einige davon begeben sich in eine sehr negative Position und mache stellvertretend negative Erfahrungen. Wie ist das mit Abraham zu vereinbaren?
Eure Sonnenblumenwiese :ros:
sonnenblumenwiese
 
Beiträge: 12
Registriert: 03.2011
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 3. Mär 2011, 07:54




Hallo Sonnenblumenwiese,

zuerst einmal herzlich willkommen bei uns. :ros: Ich hoffe, dass der Austausch für Dich erfreulich ist und Dir Klarheit zu Deinen Fragen bringt.

sonnenblumenwiese hat geschrieben:Wie ist das mit Abraham zu vereinbaren?


Wie Du in Deinem anderen Thread schreibst, bist Du seit vielen Jahren mit den Teachings vertraut. Dann weisst Du auch, dass Abraham nichts ablehnen oder befürworten, sondern immer wieder empfehlen, sich auf das eigene Gefühl zu verlassen.

Bei den Therapeuten, die das Familienstellen anbieten, gibt es gute und weniger gute Professionals, genau so wie es gute und schlechte Zahnärzte oder Schuhmacher gibt. Ich verlasse mich bei allem darauf, dass meine Schwingung mir genau die Personen in mein Erleben holt, mit denen ich Kontakt haben möchte. Gleiches zieht Gleiches an.

Du kannst bei jedem Aufsteller als Beobachter anwesend sein, ohne dass Du gleich selbst aufstellst. Wenn Du das möchtest, wirst Du auch als Stellvertreter aufgestellt, um eine Erfahrung dessen zu haben, was bei einer Aufstellung geschieht und welche Energie dort fliesst. Auf diese Weise kannst Du Dir ein Bild machen über die Vorgehensweise des Aufstellers, wie er mit seinen Klienten umgeht und alle Fragen stellen, die Dir am Herzen liegen. Jeder seriöse Aufsteller wird Dir gerne die Gelegenheit geben, Dich umfassend zu informieren. Und dann folge einfach Deinem Gefühl bei der Auswahl für eine eigene Aufstellung.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon sonnenblumenwiese » 3. Mär 2011, 10:41

Hallo Loa, herzlichen Dank für deinen Willkommensgruß :ros:

Ja, ich sehe das auch so, dass Abraham nichts ablehnen. Ich denke explizit an die Stelle, wo die Stellvertreter in
die zugedachten Rollen schlüpfen. Die Gefühle, die ich als Stellvertreter fühle, sind vielleicht negaiv, weil die zugedachte Person vielleicht Kummer hat. Dieses stellvertrende Fühlen zieht mich doch dann schwingungstechnisch runter, oder nicht?

Aus diesem Grund schaue ich auch keine Endzeit-Katastrophenfilme. Mir geht es bei so filmen schlecht und dies Schwingung möchte ich nicht haben.

Wenn ich aber stellvertretend Kummer fühle, sende ich auch negative Schwingungen aus.

Als Alternative habe ich mal von Aufstellungen gehört, die mithilfe von Pappfiguren gemacht werden.

Lieben Gruß von der Sonnenblumenwiese
sonnenblumenwiese
 
Beiträge: 12
Registriert: 03.2011
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon lawofattraction » 3. Mär 2011, 11:12

sonnenblumenwiese hat geschrieben:Ich denke explizit an die Stelle, wo die Stellvertreter in die zugedachten Rollen schlüpfen. Die Gefühle, die ich als Stellvertreter fühle, sind vielleicht negaiv, weil die zugedachte Person vielleicht Kummer hat. Dieses stellvertrende Fühlen zieht mich doch dann schwingungstechnisch runter, oder nicht?


Hallo Sonnenblumenwiese,

das sehe ich nicht so. Wer sich als Stellvertreter zur Verfügung stellt, tut das explizit mit der Absicht, dem Aufstellenden dadurch für eine definierte Zeitspanne etwas aufzuzeigen, was der selbst nicht erkennen kann. Und wenn diese Absicht klar ist, dann ist in dem Moment, wo die Aufstellung beendet ist, auch die "Rolle" beendet.

Es ist meine Erfahrung, dass die Menschen aus den schlimmsten Szenen heraustreten, tief seufzen, sich die Tränen abwischen und problemlos zum Tagesgeschehen übergehen. Über die Aufstellung sollte ohnehin nach deren Beendigung von niemandem gesprochen werden. Idealerweise findest Du einen Aufsteller, der das verstanden hat und dabei Hilfestellung geben kann.

Nicht vergleichen kann man das mit dem Anschauen von Katastrophen- oder Greuelfilmen. Hier wird Unterhaltung gesucht über ein bestimmtes Geschehen, das heisst, die Absicht dahinter ist, von der Handlung auf irgendeine Art und Weise berührt zu werden. Anderenfalls könnte man sich das Anschauen ja sparen 8-) . Und da idealerweise - gemäss der Absicht der Produzenten der Filme - das Filmeschauen den Betrachter in seinen Bann zieht und in eine Art Trance schickt, sind auch Identifizierungen mit dem Geschehen nicht unüblich. Manch ein Möchtegern-Cowboy kam zur Blütezeit der einschlägigen Filme mit wankendem John-Wayne-Schritt aus dem Kino. Oft hält so etwas lange nach, ist aber, wie gesagt, ein gesuchter Effekt des Filmeschauens.

Bei der bewussten Realitätsgestaltung kommt es ganz massgeblich auf die Absicht an.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon sonnenblumenwiese » 3. Mär 2011, 12:19

Danke, für deine Ausführung. Interessante Betrachtungsweise der Dinge.
Darüber denk ich erstmal nach bevor ich dir Antworte.

Lieben Gruße von der Sonnenblumenwiese
sonnenblumenwiese
 
Beiträge: 12
Registriert: 03.2011
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon wodny muz » 3. Mär 2011, 12:21

lawofattraction hat geschrieben:Manch ein Möchtegern-Cowboy kam zur Blütezeit der einschlägigen Filme mit wankendem John-Wayne-Schritt aus dem Kino.

:kgrhl: Die Erinnerung an das Bild hat mir fröhlichste Gefühle bereitet, danke dir für die Heiterkeit, liebe Loa. Heute kommen die Männer alle als George Clooney aus dem Kino und trinken Espresso. :kgrhl: :kgrhl:
Möchtest du glücklich sein oder Recht haben?(Ein Kurs in Wundern)
wodny muz
 
Beiträge: 264
Registriert: 08.2010
Wohnort: Norddeutschland
Geschlecht: männlich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Pink » 3. Mär 2011, 13:25

Hallo Sonnenblumenwiese,

wobei die meisten nicht wirklich wie Clooney aussehen. :nachdenk:

Liebe Grüße
Pink
Benutzeravatar
Pink
 
Beiträge: 206
Registriert: 10.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Geld - Haben und Nichthaben

Beitragvon Violetta » 25. Nov 2011, 13:26

Nee, die sehen eher aus wie Olli Dittrich :genau:
Violetta
 
Beiträge: 3
Registriert: 11.2011
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Realitätsgestaltung Allgemein"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker