Wünsche aussitzen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Wünsche aussitzen

Beitragvon Daisy » 23. Mai 2010, 13:05

Heute nacht hatte ich ein sehr interessantes Gespräch, unter anderem ging es darum, was man früher mal so alles toll fand und unbedingt haben wollte und dass man da heute drüber lacht und denkt: Mensch, was hätte ich alles für Zeit und Geld sparen können. Ein Beispiel: Als später Teenager war ich oft mit Rockbands unterwegs, habe Geld rausgeschmissen, um sie sehen zu können, Geld rausgeschmissen, um Raritäten sammeln zu können, etc. Meine Zeit und ganze Aufmerksamkeit galt diesen Menschen, denen ich im Grunde außer nettem Zeitvertreib und Ego-Boosting nicht viel bedeutete. Und obwohl das damals alles total wichtig für mich war, kann ich heute fast gar nicht mehr glauben, dass das mal Teil meines Lebens war. Es ist wie eine andere, weit weit entfernte Realität, fast so, als wäre es gar nicht mir passiert, sondern jemand anders. Ich mag Rockmusik nicht mal wirklich! Ich habe immer gesagt, die hätten auch Schlager singen können, ich hätte sie als Typen trotzdem toll gefunden. Aber ich habe geglaubt, ich mag diese Musik, und es gehörte eben dazu, es war ein großes romantisches Bild.
Und so ist es mit vielen Dingen im Leben - man will sie haben, warum auch immer.
Sofortige Bedürfnisbefriedigung, ohne dass man sich mal fragt: Will ich das denn wirklich?
Klar, irgendwo schon. Irgendnen Zweck muss es ja erfüllen. Aber rückblickend kann ich viele Dinge eben nicht mehr nachvollziehen, sie haben mich nicht glücklich gemacht, ich dachte halt, dieses Drama gehört zum Erwachsenenleben dazu. Und DAS wiederum machte mich dann für den Moment glücklich. Heute schaue ich zurück und will mit vielen Dingen gar nichts mehr zu tun haben. Ich kann drüber lachen, und will auch die Zeit und das Geld nicht zurück, aber inzwischen achte ich genauer drauf, was ich will und warum.

Und ich dachte so bei mir: Wieviele Wünsche könnte man doch einfach aussitzen. Was man da an Energie, Zeit und Geld sparen und wie man soviel mehr einfach bei sich bleiben könnte! Wie bei einem Impulskauf, wo man dann zu Hause sitzt und denkt: Okay, die Schuhe sind hübsch, aber ich zieh sie doch eh nich an und habe auch gar keinen Platz dafür. Mußte das jetzt sein?
Ja ich weiß, wir entwickeln uns, und diese Dinge gehören eben einfach dazu, aber ich kann nicht umhin zu denken: Auch das ist ein Glaubenssatz. Eben da das alles Parallel-Realiäten sind, nichts was aufeinander aufbaut.

Und im nächsten Moment kam mir dann die Frage: Was passiert, wenn wir diesen vermeintlichen Wünschen nicht nachgeben? Bleiben sie dann, oder treten andere an ihre Stelle? Finde gerade nicht die richtigen Worte, um zu fassen, was ich meine, aber vielleicht verstehts ja jemand trotzdem. Ich merke nämlich in letzter Zeit, da ich - wie ich schon schrieb - meine Energie und Aufmerksamkeit für mich behalte und oft gar nichts tue, sondern tun lasse - regelrecht vibriere vor Energie. Und sich Dinge dann von allein fügen und synchronisieren, und zwar so perfekt, wie ich es mir gar nicht hätte wünschen können.
Sind viele Wünsche einfach nur Ablenkung von uns selbst?

Hinweis: Ich rede hier nicht vom erleuchteten (buddhistischen) Freisein vom Wollen. Kein wegmeditiertes, Leiden vermeiden sollendes Abschwören von Wünschen, sondern von (offenbar, wie in meinem Fall) rein unnötigen Wünschen.

Frohe Pfingsten
Daisy
 

Re: Wünsche aussitzen

Beitragvon Luxus » 23. Mai 2010, 13:20

Liebe Daisy, :heartsmiel:

das hast Du fließend aus dem Herzen geschrieben. Alles ist fühlbar,
ein herzliches Dankeschön. Das mit dem Wünschen erfahre ich auch so,
dass manches kaum zu Ende gedacht * sich schon vor der eigenen
Nase greifbar macht. 68 Sekunden im Feldtest. :gvibes:

Dass das Wünschen schön und hilfreich ist, ja tatsächlich eine Voraussetzung
für weitere Entwicklung, habe ich hier bei Abrahams gelernt. Vorher lebte
ich auch mehr das Motto, dass der Wunsch an sich, der Beginn allen
Leidens ist. Das ist jedoch wahrhaft Ansichtssache. ...denn wie viele wundervolle
Erfahrungen, wären mir nicht bekannt geworden, hätte ich sie nicht dem Leben
gedanklich als Hinweiszettel übergeben?

Genau genommen ist es doch eine Gnade, dass Mensch wünschen kann.
Was soll sonst der Verstand, die Fantasie und alles Andere beflügelnde,
wenn Mensch es, um zu leben angeblich gar nicht braucht?

Wünschen ist schön. Hätte der Mensch keine Wünsche, könnte er ja
auch nicht erkennen, dass sie vom Leben durch die Magie der Anziehung
erfüllt werden. Wünsche sind für mich eine Art Ticket, mehr über mich
und menschliche Fähigkeiten und Gaben zu erfahren.

Erfüllter Sonntag :gvibes:
mit Freude im Bauch


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Re: Wünsche aussitzen

Beitragvon achim-martin » 23. Mai 2010, 14:53

Ihr sprecht mir aus der Seele!

Wisst Ihr, gestern hab ich mit meinem Partner ein langes Gespräch geführt, indem es um so "tolle" Wünsche wie den Jackpot geht...

Beide stellten wir fest, hätten wir vor einem Monat auch nur 100.000 Euro gewonnen, wären wir in Urlaub gefahren, hätten ein paar Schulden abgezahlt und somit einige sehr wertvolle und freudvolle Kontakte nicht gemacht. Wir wollten und wollen aktiv und ohne Stress gut beschäftigt sein mit unserem Wirken. Nette und produktive Kontakte, Freunde haben, auf die man zählen kann.
Genau in diese Richtung verliefen die letzten Wochen - exakt, was wir beide uns seit Monaten affirmieren. Die berühmte Million hätte alles zunichte gemacht. Ich bin verdammt dankbar, dass andere gewonnen haben. Wir können immer noch gewinnen, aber nicht um den Preis der Menschlichkeit.
Klar, man hätte andere Kontakte gemacht, aber eben nicht, wie es für uns gut ist und wir es uns wünschen. Das Universum brachte uns genau auf den Punkt, was wir brauchten und wünschten.

So, und jetzt kann die Million kommen.... :gvibes:

In diesem Sinne

lg Achim :ros:
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