Wieviel Selbstdisziplin ist aktuell notwendig?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Wieviel Selbstdisziplin ist aktuell notwendig?

Beitragvon Viereichen » 29. Dez 2012, 11:18

Hallo,
ist es nicht so, dass wir es alle eigentlich recht gut machen wollen - so auch beim Einüben der universellen Gesetze?
Bei mir es es jedenfalls so, für die anderen Menschen kann ich schlecht sprechen.

So versuche ich immer wieder erneut, meinen Schwingungshaushalt in Ordnung zu bringen und mich weniger, es gelingt jedes Jahr ein wenig besser :gvibes: , in den Kram anderer Menschen einzumischen.

Und wenn dann mal wieder was nicht klappen sollte, ich mich wie gestern Abend plötzlich nicht so gut fühle; es eigentlich nicht so recht erklären kann warum, dann neben dem Schlecht-fühlen auch noch die Differenz zum Sein im Vortex gedanklich mir ein schlechtes Gewissen bereitet, dann stehe ich da mit meinen Fragezeichen :hä:.

Dann kommt mir an diesem Morgen, an dem ich mich wieder gut fühle, plötzlich die Eingebung, dass ich mich eigentlich nur in den Arm zu nehmen brauche, dass ich gar nicht die EGS hochzuklettern brauche; dieser ständige Imperativ: an sich zu arbeiten, an sich zu arbeiten, an sich zu arbeiten....und dass ich es im Grunde instinktiv zum gestrigen Tagesausklang wohl nicht ganz falsch gemacht habe, mir statt anstrengenden Programmierungs-PC Arbeiten einfach eine Kerze im Wohnzimmer anzündete und mir eine softige Komödie im TV über die Seele habe gleiten lassen.
Dass ich in den letzten Jahren so viel in meinem Leben in Richtung "Wohlfühlen" umstellen konnte und das mich das womöglich jetzt zeitweise (ich habe den Eindruck immer mehr....) quasi in der Funktion Autopilot trägt...

Wahrscheinlich geht es nicht ohne Disziplin, Abraham betonen ja immer wieder das ständige Üben und erklären, was unsere Aufgabe ist. (Ich brauche das hier nicht zu wiederholen). Doch gibt es nicht auch eine Kür? Wenn es dann immer mehr von Selbst läuft und ich mich vom Umfang des Nicht-Physischen einfach tragen lassen kann. Mir kommt jedenfalls gerade ein Hauch von Ahnung davon, was da noch auf mich zukommen könnte. Welche Fülle ich dann einfach nur genieße, genieße, genieße...
Gerade das Reinrauschen in unangenehme Situationen, dass ja wohl niemand gerne liebt, scheint schon den Keim für weitere Ausdehnung und inneren Wachstum in sich zu tragen.

Wieviel Kür ist denn bei euch schon möglich, ist denn schon jemand sehr weit vom Pflichtprogamm losgelöst und genießt nur noch die Kür? :loveshower:

Das wäre ja was.......
Viereichen
 

Re: Wieviel Selbstdisziplin ist aktuell notwendig?

Beitragvon Maria » 29. Dez 2012, 12:32

Lieber Viereichen,

tja das ist komisch ich habe die besten Gefühle des Tages wenn ich mich hin setze und meine Meditation und anschließende Grid-Arbeit mache, dennoch läuft es unter „Pflichtprogramm“ bei mir und dementsprechend muss ich mir einen kleinen Schups geben – so wie eben beim Sport und beim Geschirr spülen. Und immer öfter macht ja auch das Geschirrspülen und der Sport Spaß, wenn ich diese Tätigkeiten achtsam betreibe und nicht den Autopilot einstelle.

Allerdings gehört es wie selbstverständlich zu meinem Leben dazu und ich weiss, will ich ein gutes Ergebnis und eine hohe Lebensqualität haben, dann sollte ich es machen. So wie die anderen Routineaufgaben auch. In letzter Zeit bringt es immer mehr Spaß und Leichtigkeit in mein Leben. Es entwickelt sich weiter.

Gestern habe ich mir z.B. vorgestellt wie leicht es sein könnte wenn ich so reich wäre, dass ich nie wieder zu arbeiten bräuchte und einfach entscheiden könnte was ich einkaufen will, an welchem Ort ich frühstücken will (heute mal Paris oder Wien?), mit welchem Verkehrsmittel ich fahren möchte (z.B. kleines Motorflugzeug oder doch lieber ICE 1. Klasse?) usw. Ich hatte hinterher ein Wahnsinnsgefühl von Leichtigkeit und Glück. :kgrhl:

Mir ist erst Mal aufgefallen wie viel Zeit ich in meinem Leben damit verbracht habe die Welt und die Menschheit retten zu wollen (oder mich dafür schuldig zu fühlen, dass ich sie noch nicht gerettet habe). – Jetzt darf ich meine Zeit damit „verschwenden“ solche Luxusgedanken zu denken – wie frei ist das denn !?! Wahnsinn!!! :loveshower:

Ich sehe aber auch die Vorteile auf meiner Arbeit und all die netten Kollegen die ich gerne treffe. Schließlich ziehe ich diese auch in meine tägliche Wertschätzung mit ein und dementsprechend vertiefen sich die guten Gefühle und Erlebnisse. Ich merke also immer stärker, dass ich gar nicht so schnell reich werden brauche, weil es auch so schön ist. :uns:

Das alles ist für mich immer noch unglaublich – das ich so ein Leben führe. Zwar fühle ich mich damit manchmal als ein ziemlicher Exot und Außenseiter, aber hey das eintauschen gegen ein normales Leben? Selbst wenn es ein „normales Leben“ eines außerordentlich erfolgreichen Menschen wäre, wenn ich nicht wüsste was ich tue und warum ich es tue würde die Sache doch nur halb soviel Spaß machen.

Also die Pflicht wird immer mehr zur Kür und das ist für mich in Ordnung, denn ich kann den Übergang genießen. Das Gefühl der Erleichterung tut schon mal unglaublich gut. :stimmt:

Mit einem Fuss in der einen Welt und mit dem anderen Fuss in der anderen Welt, das macht mich zur Maria im „Wonderland“! :gvibes:


Herzliche Grüße

Maria
Maria
 

Re: Wieviel Selbstdisziplin ist aktuell notwendig?

Beitragvon Viereichen » 2. Jan 2013, 19:30

Liebe Maria,
ich danke dir für Antwort vom letzten Jahr :danke: . Nun - so alt ist sie ja nun auch wieder nicht. Mein PC wollte es, dass ich erst im Neuen Jahr antworte. (Genauer gesagt, meine Systemfestplatte hatte sich nach treuen Dienstjahren zum Jahresende verabschiedet) :kniefall:

Deine Gedanken haben mich doch sehr angesprochen. Ähnlich wie das heutige Zitat. Das steckt viel drin.
Bei mir gibt es auch "Pflichtprogramm". Doch wenn ich mich ein wenig besinne, dann stelle ich fest, dass ich schon eine Menge Freiheiten dagegen eintauschen konnte. Eine Stunde joggen am heutigen Abend mit ein wenig Sonnenuntergangsfeeling (der Horizont zeigte sich hinter den Wolken mit einem schönen rot...) war auf jeden Fall Kür.

Ich ackere schon lange nicht mehr in einem 10 Stunden Job. Ich habe viel Zeit und langweilig ist es mir fast nie.
Dafür nehme ich einen geringeren Wohlstand in Kauf. Und dennoch fahre ich Auto (17 Jahre alt, aber mit grüner Plakete), wohne schön in einer netten Mietwohnung, kann meinen Kindern was zu Weihnachten schenken. Und noch ein paar Dinge mehr...also irgendwie ist das in der Summe auch hohe Lebensqualität. Wer definiert das schon.....

Im Jahr 2013 werde ich mich mehr mit Fülle beschäftigen. Das ist die Realität. Es ist doch eine prima Übung, wenn ständig irgendwo die Stimmen vom Gegenteil irgendwo her zu vernehmen sind. So ähnlich ist glaube ich die Übung mit dem Nagelbett. Wo kein Schmerz da ist, spürt man ihn auch nicht.
Da ist es auch Meditation, wenn ich mich nur mit dem Wort "Fülle" beschäftige. Also den Kurs halten - das klingt wesentlich freier als "Pflichtprogramm". Ich kann selbst steuern, wo hin das geht. Dann ziehe ich die Menschen an, die Situationen.... brauche dann nur noch die Netze einzuholen.

Also Maria, nehme mich doch bitte mal mit deinem Motorflugzeug mit, vielleicht einen Rundkurs über die Vogesen, Col de la Schlucht....
Oder vielleicht mache ich heute Abend vor dem Schlafen gehen eine Wanderung in den Bergen, im schönen Hochsommer mit strahlend blauen Himmel. Übernachte dann in einem kleinen Zelt und schau den Sternen zu. Da hätte ich jetzt am meisten Lust drauf....
Morgen früh gehe ich arbeiten, aber das wird bestimmt auch schön. Ich fahre nämlich in´s Elsass. Auf den Straßen wird nicht viel los sein. Schöne Musik an; dann genieß ich die Fahrt einfach....

Herzliche Grüße
Ralf
Viereichen
 


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