Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Maike » 24. Okt 2016, 00:54

Hi Ihr Lieben,

ich bastel an meinen neusten Fragezeichen rum und mir will es nicht so recht gelingen, sie auf den Punkt zu bringen. Möglicherweise bringt ja schon das Schreiben einen roten Faden rein.

Ich mache Gedanken darüber, inwieweit wir der äußeren Realität unterlegen sind. Ja, das ist eine ziemliche verquere Frage in einem Forum, in dem es um Realitätsgestaltung geht. Inwieweit ist es tatsächlich möglich, die äußere Realität mit der inneren zu sprengen? Und inwieweit kann ich meine innere Realität wandeln? Inwieweit beeinflussen sich innere und äußere Realität?
Das Zitat vom 23.10. passt gut zu dem, was ich meine.

Ist es die "Chance" eines guten Jobs oder Unfreiheit? Weil das, was Ihr wirklich wollt, Freiheit ist, setzen viele von Euch die Beschäftigung für andere Menschen mit Unfreiheit gleich. Wenn Ihr Euch aber vorstellt, dass die Firma als Entität nicht viel anders ist als Individuen, so kann es für Euch leichter machen, die Entscheidungen Eures Arbeitgeber zu verstehen. Lange bevor die Gebäude gebaut wurden oder die Arbeiter kamen, hatte der Visionär der Firma eine Idee davon, die anfing, Energie hervorzubringen. Und Jahre später werdet Ihr vielleicht als Teil des Teams eingestellt; und ohne dass es Euch klar ist, kommt Ihr nun in den Genuss dieser immer weiter strömenden Energie.


Was ist aber, wenn jemand das Arbeiten für andere oder überhaupt arbeiten zu müssen als Unfreiheit empfindet und den Wunsch hat, ohne Arbeit Geld zu bekommen?
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich, andere Geldquellen zu haben?
Und sprechen Abraham in dem Zitat davon, dass ich meine innere Realität der äußeren anpasse? Wir hatten hier, glaube ich, schon einmal darüber gesprochen, dass die wenigsten davon überzeugt sind, ohne Arbeit an Geld zu gelangen und dass es daher sinnvoller ist, sich auf einen Job zu fokussieren. Aber schränke ich mich damit nicht selbst in meiner Schöpferkraft ein? Ist es nicht eher eine Vernunftsentscheidung zu sagen, dass ich mich auf einen Job fokussiere, wenn ich doch lieber andere Einkommensquellen hätte?

Was ich damit sagen will, ich treffe durchaus Entscheidungen, weil ich weiß, dass meine Überzeugungen gerade nichts anderes hergeben als das, was sich mit in dem Moment bietet. Aber wie sehr Querdenker oder Schöpfer kann man tatsächlich sein?

Das ist ein fiktives Beispiel, denn es ist zu viel los in meinem Kopf, als dass ich gerade ein eigenes Bsp. anführen könnte.

Ich erlebe mich in jüngster Zeit in einer Pendelbewegung. Ein leichtes Ausdehnen der äußeren Realität durch Ausdehnung der inneren Realität, dem dann wieder ein Anpassen der inneren Realität folgt. D.h. ich dehne meine inneren Grenzen aus, modelliere meine Glaubenssätze, erfahre eine entsprechende Änderung der äußeren Realität und sehe mich dann auch wieder darin, mein Inneres dem Äußeren anzugleichen.
Das wäre ja bspw. so, wenn ich nun gerne Geld ohne dafür arbeiten zu gehen hätte, meine Geld-GS verändere, in Folge dessen eine Veränderung der äußeren Realität erlebe in Form eines Jobs und mich dann mit dem Job zufriedenstelle, weil es nun mal das war, was gerade möglich war.
D.h. um das Zitat wieder einzuflechten: statt mir weiterhin Geld ohne Arbeit zu wünschen, beginne ich die Einstellung gegenüber dem Job zu verändern. Genau das ist es eben das, wo ich z.Zt. denke, dass wir doch äußeren Bedingungen unterliegen.

Oder nehmen wir Partnerwunsch als Bsp. Jemand wünscht sich einen bestimmten Typ oder eine Person mit speziellen Eigenschaften. Es kommen dann auch Kandidaten eingetrudelt. Nichts dabei, was einen vollends überzeugen würde, aber der eine Kandidat ist insoweit ok als dass ich mich damit zufriedengeben kann. Der Rest erfolgt dann über eine verändert Sichtweise auf diese Person.

Oder von mir aus wünscht sich jemand ein rotes Auto mit 120 PS. Er bekommt ein grünes Auto mit 70 PS. Jetzt wäre die Entscheidung zu sagen: ist noch nicht das, was ich wollte. Ich warte noch weiter ab. Oder aber: Wenigstens schon mal ein Auto, ich fahre erstmal das.

Ich muss sagen, dass diese kompromissbereite Haltung mir in einigen Dingen deutlich leichter fällt als in anderen. Vermutlich in den Dingen, in denen ich pragmatisch sein kann. Denn "Hauptsache Auto" würde durchaus meiner Einstellung entsprechen. Bei einem Partner, den ich dann nicht so dolle fände, würde es sich aber merkwürdig anfühlen zu sagen: Hauptsache jemand da. Klar, da ist immer noch dieses Unfolding und ich kann mich einfach daran freuen, ein paar nette Menschen kennengelernt zu haben, einen unterhaltsamen Abend verbracht zu haben und vielleicht sogar eine neue Bekanntschaft dazu gewonnen zu haben. Ich muss ja nicht den halbguten Typen zu meinem Partner auserkiesen.

Wo ist der Unterschied zwischen Realitätsgestaltung, Pragmatismus und Schönfärberei?

Ich hoffe, eine Diskussion ins Rollen zu bringen, die mehr Klarheit mit sich bringt, auch über den Knackpunkt in meinem Kopf, den ich gerade noch nicht ausmachen kann.


Lieben Gruß
Maike
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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon lawofattraction » 24. Okt 2016, 15:25




Liebe Maike,

ich habe mal ein paar Punkte heraus gepickt, die mir ins Auge gestochen sind:

Maike hat geschrieben:Was ist aber, wenn jemand das Arbeiten für andere oder überhaupt arbeiten zu müssen als Unfreiheit empfindet und den Wunsch hat, ohne Arbeit Geld zu bekommen?


Getreu dem LoA wird dieser Widerstand niemals etwas anderes bringen als das, wogegen sich aufgelehnt wird.

Maike hat geschrieben:Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich, andere Geldquellen zu haben?


So gross wie Du Dir das wünschst, auch ohne die konkreten Mittel und Wege zu kennen, und so umfangreich wie der Glaube daran es zulässt.

Maike hat geschrieben:D.h. ich dehne meine inneren Grenzen aus, modelliere meine Glaubenssätze, erfahre eine entsprechende Änderung der äußeren Realität und sehe mich dann auch wieder darin, mein Inneres dem Äußeren anzugleichen.


Die äussere Realität, die sich der inneren angepasst hat, ist ja eine Manifestation. Die hat Dein Inneres hervorgebracht, das daraufhin nicht angeglichen werden muss - es ist der Schöpfer dieser Manifestation, die nun aus Deinen Gedanken ein "Ding" gemacht hat. Die Manifestation dient sofort als Sprungbrett für weitere Ausdehnung ohne einen notwendigen Rückschritt, sondern ist vielmehr der Startschuss für ein stetiges Weiterschreiten. "You can never become less than life has caused you to be".

Wenn Du meinst, das Innen nun wieder an das aussen Beobachtbare angleichen zu müssen, so kann das allenfalls auf eine Art und Weise geschehen, die entweder bei positiven Manifestationen als Bestätigung eine Vertiefung der GS ist oder aber bei negativen Manifestationen zu Reflexion und gegebenenfalls Veränderung der gedanklichen Inhalte führt. Trotzdem ist es immer ein Weiterschreiten, eine Entwicklung aus der Manifestation heraus.

Maike hat geschrieben:Und sprechen Abraham in dem Zitat davon, dass ich meine innere Realität der äußeren anpasse?


Ich denke, sie sprechen davon, diese Situation aus einer Metaposition zu betrachten und wertschätzend das Zusammenspiel des Wirkens aller universellen Kräfte zu erkennen, die von der Inspiration zu dieser Firma, den Aktionen der Initiatoren über alle, die irgendwie dazu beigetragen haben bis hin zur Schaffung dieses Jobs reicht, den die Person heute einnimmt.

Es geht um die Wertschätzung dessen, was sich hier aus Gedanken-Energie und Intention manifestiert hat - auch im WS Nr. 216 als Step 6 beschrieben.

Maike hat geschrieben:Ist es nicht eher eine Vernunftsentscheidung zu sagen, dass ich mich auf einen Job fokussiere, wenn ich doch lieber andere Einkommensquellen hätte?


Nicht nur ist es eine Vernunftsentscheidung, sondern auch ein Widerstand gegen die Möglichkeiten anderer Einkommensquellen.

Maike hat geschrieben:Was ich damit sagen will, ich treffe durchaus Entscheidungen, weil ich weiß, dass meine Überzeugungen gerade nichts anderes hergeben als das, was sich mit in dem Moment bietet. Aber wie sehr Querdenker oder Schöpfer kann man tatsächlich sein?


Wenn Du Deine Begrenzung durch GS erkennst, wäre es ja nicht sehr schlau, sich dagegen aufzulehnen oder unter rosa Sauce zu begraben. Die Akzeptanz ist das „making peace with where you are and eager for more“.

Du kannst Schöpfer nur in dem Ausmass sein, in dem Du es selbst für möglich hältst. Die Akzeptanz versöhnt Dich mit Deinem Standpunkt und ebnet den Weg für die Eagerness, Neues zu erfahren.

Maike hat geschrieben:Oder von mir aus wünscht sich jemand ein rotes Auto mit 120 PS. Er bekommt ein grünes Auto mit 70 PS. Jetzt wäre die Entscheidung zu sagen: ist noch nicht das, was ich wollte. Ich warte noch weiter ab. Oder aber: Wenigstens schon mal ein Auto, ich fahre erstmal das.


Die Frage ist ja immer, wie man sich dabei fühlt. Entsteht dadurch das Gefühl, dass man etwas Erwünschtes nicht erreichen konnte und sich mit Minderwertigem zufrieden geben muss oder aber ist man glücklich, ein nettes kleines Transportmittel zu haben, das durchaus in der Zukunft etwas Grösserem den Weg bahnen kann.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Hamfor » 25. Okt 2016, 09:25

~

Oja, da ist gut was los in Deinem Post, Maike.


Maike hat geschrieben:Wo ist der Unterschied zwischen Realitätsgestaltung, Pragmatismus und Schönfärberei?


Aus meiner Sicht: Realitätsgestaltung ist innere geistige Gestaltung, die die äußere Entsprechung, die äußere Wirkung nach sich zieht. Pragmatismus ist Holzhacken, weil eventuell bald der Winter kommt. Schönfärberei ist, Vergangenes ummodellieren, Unangenehmes umstrukturieren zu wollen und bei aller Umstrukturierung bleibt der Blick größtenteils auf dem alten Gedöns, weswegen sich dann gewundert wird, dass die rosa Brille nichts nützt, denn man fühlt sich immer noch schief.

Den Unterschied sehe ich, dass ich die beiden Erstgenannten für sinnvoll erachte, Letztgenanntes eher fragwürdig, obwohl ich ein exzellenter Schönfärber bin, aber nicht viel drauf gebe, was die Sache schon wieder hinfällig macht.


Maike hat geschrieben:Ich hoffe, eine Diskussion ins Rollen zu bringen, die mehr Klarheit mit sich bringt, auch über den Knackpunkt in meinem Kopf, den ich gerade noch nicht ausmachen kann.


Knackpunkt könnte sein, dass Du Deinen inneren Bildern und Empfindungen nicht traust und sie Dir zu geringwertig erscheinen?

Materie, Handfestes wird ja gerne eher für voll genommen als eine herrliche kleine Idee eines Kusses. Also Leute! Bei mir spannt sich da sofort Freude auf, was nicht heißt, dass der vollendete Kuss dann nicht noch die Freude letztlich potenziert und es rein bei der Idee bleiben müsste, die Verwirklichung aber weit vor der Materie beginnt und auch spürbar ist und deshalb absolut real und essentiell. Sozusagen die Idee die Zündschnur ist, die Freude dann der Funken, der das Ganze ins Erleben bringt.

Der automatische, gewohnheitsmäßige Abgleich mit dem Dadraußen ist oft viel zu schnell. Man gibt der Wandlung keine Zeit, ich bin da lange festgehangen, weil ich immer Synchronität ununterbrochen sehen wollte, also unmittelbare Verwirklichung, was auch so ist, wenn man die ganz subtilen Ebenen der Gefühlswelt anschaut. Was Materie angeht, da braucht's der Verdichtung wegen Zeit. Man muss sich ja auch fragen, ob das überhaupt so cool wäre, wenn gleich immer alles reingeflattert kommt, was im Geist so rumschwirrt. Es würde uns erschlagen an sofortiger Dichte geistiger Inhalte.

Das Innere wird aus meiner Sicht definitiv unterschätzt, es wird zu sehr Aufmerksamkeit in die Erscheinungen investiert.

Stell' Dich mal eine Weile in die Welt und betrachte die Dinge. Wenn man nicht groß in Oh und Ach der Interpretation (!) wegen verfällt, wird man relativ schnell merken, dass die Dinge an sich leer sind. Ein Stuhl ist ein Stuhl. Ohne die Begrifflichkeit Stuhl bleibt es ein Ding. Ohne die Begrifflichkeit Ding bleibt es etwas Unbekanntes - und es braucht den Geist (und das Empfinden), damit aus dem Unbekannten wieder etwas wird. Was ich dann mit dem Stuhl mache oder ob er mir gefällt oder ob ich lieber einen anderen dastehen hätte, ist zunächst geistiger Natur, was im Grunde schon beweist, dass Geist der Ursprung von aller Sicht ist (wie sehe ich etwas, welche Bedeutung verleihe ich) und im Zuge dessen Ursprung aller Dinge und ihrer Charakteristik.

Nichts geht von den Dingen aus oder einer Welt. Noch nie im Leben sagte ein Stuhl zu mir: Komm, Hamfor, ich weiß, ich bin ein Stuhl: Sit down, please.

Und dann im Gegenzug:

Stell' Dich mal eine Weile in die Welt und betrachte nicht die Dinge, sondern allein Dein inneres Geschehen.

Was ist näher, was ist unmittelbarer, was ist sofort wandelbar mittels Ausrichtung und bringt das Entsprechende hervor? Der Stuhl, die Welt?


Ich mache Gedanken darüber, inwieweit wir der äußeren Realität unterlegen sind. Ja, das ist eine ziemliche verquere Frage in einem Forum, in dem es um Realitätsgestaltung geht. Inwieweit ist es tatsächlich möglich, die äußere Realität mit der inneren zu sprengen? Und inwieweit kann ich meine innere Realität wandeln? Inwieweit beeinflussen sich innere und äußere Realität?


Zu sprengen. :mrgreen:

Du fragst nach einer möglichen Unterlegenheit. Grad kann ich da nur sagen, hört sich das für mich so an, als würdest Du die Welt eben entsprechend erhöhen und abspalten als Teil, der nicht so will. Wie wer?

Jedenfalls viel Stoff in Deinen Fragen, mein Motor läuft zwar, aber noch nicht so flüssigrund, ich nähere mich mal an.


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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Kirasunny » 25. Okt 2016, 10:49

Ach was Hamfor, der Stuhl redet nicht mit Dir und sagt, setz Dich, lieber Hamfor? :kgrhl:
Hmm ich glaube immer zu hören, dass Schokolade zu mir sagt, ess mich! :nachdenk:

Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Was macht ihr, um eben nicht ungeduldig zu werden, wenn eine Manifestation ihre Zeit braucht, um in der Realität aufzutauchen? Wenn ich beispielsweise einen Job möchte und ich es für mich als wichtig ansehe einen zu bekommen.Und es tauchen Dinge auf, zu denen ich nicht die grosse Lust habe. Weshalb ziehe ich so etwas an, Ungeduld oder zeigt mir das Universum etwas, was als Sprungbrett dient für andere Dinge?
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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Hamfor » 25. Okt 2016, 11:06

~

Kirasunny hat geschrieben:Hmm ich glaube immer zu hören, dass Schokolade zu mir sagt, ess mich! :nachdenk:


Besonders Frauen, die gern mal ein schlechtes Gewissen gegenüber Schokolade entwickeln, projizieren in ebenjene eine eigene Stimme, die sie auffordert, über sie herzufallen, weil man doch irgendwie große Sympathie füreinander hegt und was sich anzieht, will sich haben. Und wenn dann danach der Kummer groß ist (der eingebildete), kann sich berufen werden auf: Derdieoderdas hat ja gesagt! Und schlopp, haben wir die Trennung (oder Trennkost?) unter Dach und Fach und ja bloß nur nie wieder Schokolade!

Zur Ungeduld bin ich ein schlechter Ratgeber. Sie ist meiner Beobachtung nach entweder verbunden mit kindhaftem Habenwollen und in Folge Widerstand gegen die Gegebenheiten, die dann wiederum die Ungeduld anstacheln. Oder aber Ungeduld kann auch gute Triebfeder für Freude sein, wenn man einfach mal kurz absichtlich die Finger stillhält, auch wenn man grad was willwillwill - und auf den echten Impuls wartet, etwas zu tun oder auch nicht zu tun.

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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Hamfor » 25. Okt 2016, 13:59

~

Maike - mir geht da nochmal Deine Threadfrage durch den Kopf. Wieviel Wirklichkeit braucht man? Und ich muss mal die Frage erweitern, um besser zu verstehen, worauf Du abzielst. Nämlich: Wieviel Wirklichkeit braucht man wofür? Meinst Du, um sich selbst zu überzeugen? Und meinst Du grundsätzlich so äußere sichtbare Wirkungen in Form?

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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Kirasunny » 27. Okt 2016, 09:40

:danke: hamfor für deine
Antwort!

Ja, ich kann echt niemanden und nichts den schwarzen Peter zuschieben. Naja zum Glück brauche ich mir keine Gedanken über eine Trennkost zu machen.

Deine Antwort hat mir geholfen eine Entscheidung zu treffen. Brauchte irgendwie einen Impuls von aussen, da ich mir nicht ganz vertraut habe, um weiter die Finger still zu halten und nicht aus dem Mangel heraus zu handeln. Und weiter auf einen "richtigen" Impuls warten.
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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Maike » 30. Okt 2016, 17:52

Hallo liebe Foris,

danke erstmal an alle für die Antworten!!
Danke auch für den Hinweis von Loa auf den WS zu Step 6. Vermutlich ist das ein wichtiger Teil meines Themas.

Was mich an mir am meisten nervt, ist, dass ich einfach konstant unzufrieden bin. Der große Coup, den ich vor ein paar Wochen gelandet habe, war Anfang diesen Jahres noch völlig unvorstellbar für mich. Die Vorfreude darauf, wenn es endlich richtig losgeht, ist groß. Trotzdem fiel mir natürlich sofort auf, dass ich mir mit dieser Manifesation einen Strich durch die Rechnung gemacht habe, was einen anderen Wunsch betrifft. Der Wunsch lässt sich trotzdem noch erfüllen, aber nicht so, wie ich es wollte.
Ich bin wie ein kleines Kind, dem das neue Spielzeug am zweiten Weihnachtstag bereits langweilig ist. :oops:

Oder ist es etwa so, dass die Manifestationen einfach auch gratis Klarheit im Gepäck haben über die nächsten Wünsche? Sie gehören ja zum Contrast dazu.

Ich glaube, von dieser permanenten Unzufriedenheit kommt auch die Vorstellung, meine innere Veränderung, die die äußere hervorgebracht hat, nach der ohys. Manifestation der äußeren Welt (wieder) anzugleichen. Nach dem Motto: Beides auf einmal geht halt nicht. Du musst dich schon entscheiden.

Tja, und da gehe ich mir gerade gehörig selbst auf den Geist. Ich würde gerne zufriedener sein, aber möchte auch nicht verzichten. Ist das vielleicht der Punkt, an dem ich lernen könnte, zufrieden zu sein und darauf zu vertrauen, dass alles geht und ich die "Planungs"details nicht im Voraus kennen muss?!

Lieben Gruß
Maike
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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon Hamfor » 31. Okt 2016, 22:42

~

Maike hat geschrieben:Ich bin wie ein kleines Kind, dem das neue Spielzeug am zweiten Weihnachtstag bereits langweilig ist. :oops:



Zweiter ist ja noch gut.

Ich habe früher meine Schwester beobachtet, wie sie kurz vor Weihnachten - sie meinte doch tatsächlich, sie sei unbeobachtet - öhm, kurz vor Weihnachten? - nein, mindestens vier Wochen zuvor anfing, in irgendwelchen Schränken zu schauen, hier und dort, wo da was ist, das ihre Wünschen entspricht. Meine Eltern waren wie alle Eltern clever und dort, wo sie schaute, war nur das, was immer schon da war. Ich habe sie weiter nebenher beobachtet, wie sie immer wissbegieriger wurde, es klingelte ja auch schon irgendwann das dritte Glöckchen :mrgreen:, sie beinahe schon an den absurdesten Stellen schaute, ob sie den Dingen nicht vorauseilen könnte. Ich dachte immer, was wäre, wenn sie jetzt all die Geschenke entdecken würde, was wäre dann noch übrig von ihrer Euphorie, ihrem Entdeckergeist, ihrer Faszination für das Neue? Ich hoffte, dass meine Eltern wirklich so clever sind... Ganze vier Wochen von Vorfreude und ja, es war auch Freude, als das Gewünschte ausgepackt wurde. Am nächsten Tage jedoch war der Funken verglüht. Es war da. Es war schön, dass es da war, aber es brandeten neue Wünsche empor...

Du musst auf nichts verzichten, Maike. Vielleicht solltest Du Deine Details noch detailreicher machen, das könnte hilfreich sein. Ein Stück Holz so lange kleinhacken, bis es sich eben von selbst erledigt und man gut durchtrainiert hervorgeht. :teuflischgut:

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Re: Wie viel Wirklichkeit braucht man?

Beitragvon lawofattraction » 1. Nov 2016, 09:05

Maike hat geschrieben:Ich bin wie ein kleines Kind, dem das neue Spielzeug am zweiten Weihnachtstag bereits langweilig ist. :oops:


Liebe Maike,

aber das ist doch die Melodie des Universums. Mehr, mehr, mehr. Wie wollen wir herausfinden, was wir wirklich wollen, wenn in diesem ganzen Prozess nicht auch Dinge auftauchen, von denen wir nach kurzer Zeit feststellen, dass sie doch noch nicht in Umfang, Fülle oder Intensität das darstellen, was wir in einem anderen Moment als wünschenswert erachtet haben? Denn das mag im nächsten Moment wieder durch die weitere Entwicklung überholt sein.

Das ist das Prinzip von Contrast. Es ist doch nichts Schlechtes daran, dass wir erkennen, dass wir wieder in einem Step-1 Moment gelandet sind, der sich nach einiger Übung auch als Step-5-Moment erweisen kann, was bedeutet, dass Du nicht mehr ungehalten mit Dir selbst bist, dass Du wieder neuen Contrast hervor gebracht hast.

Der Anspruch, schnell zu wissen, was wir wollen, um dann dabei zu bleiben und auf eine Beständigkeit zu hoffen, widerspricht der ganzen Idee der Ausdehnung des Universums, die doch gerade durch immer weitere Entwicklung und daraus erfolgende neue Wünsche entsteht. Die Manifestation ist der Beweis, dass Du widerstandslos warst. Um dann wieder von diesem Sprungbrett aufs Neue zu sondieren und auszusortieren und zu entscheiden und zu manifestieren.

Maike hat geschrieben:Ich glaube, von dieser permanenten Unzufriedenheit kommt auch die Vorstellung, meine innere Veränderung, die die äußere hervorgebracht hat, nach der ohys. Manifestation der äußeren Welt (wieder) anzugleichen.


Du meinst Stagnation und das Verbot weiterer Ausdehnung nach einmal erfolgter Manifestation? "Nun hat "das Universum" mir also dies und das geliefert und ich muss dankbar diese Situation akzeptieren und darf sie nicht mehr verändern?" Der nachfolgende Auszug ist aus dem WS 132:

"Ich sollte in der Lage sein, schnell zu identifizieren, was ich gerne möchte, und ich sollte vollumfänglich wissen, was ich möchte. Und wenn ich das dann herausgefunden habe, sollte ich auch dabei bleiben. Denn alles andere ist unbeständig.“

Das kommt daher, weil Du als Kind, wenn Du ein Spielzeug oder etwas anderes wolltest und dachtest, dass es ganz schön sei, es für eine Weile zu haben, die ganze Fülle davon viel schneller entdeckt hast und das war dann für Dich nicht ausreichend. Und dann sagte jemand zu Dir: "Du wolltest das, Du hast das ausgesucht, also spiel jetzt auch damit."

Und dann sagtest Du: "Ich wollte es wirklich, ich wollte es, als ich es noch nicht hatte, ich habe es entdeckt, ich habe es erkundet und damit abgeschlossen - und jetzt möchte ich mehr." Dann sagen sie zu Dir: "Nein, nein, nein, Du kannst jetzt nicht mehr wollen. Ich bin noch nicht damit fertig, dass Du das da wolltest. Du musst daraus noch mehr Freude rausquetschen, es hat schliesslich $75 gekostet. Du musst da noch viel mehr Freude rausholen."

Also gibt es eine ganze Menge falscher Vorstellungen, so dass Du Dir nicht die Erlaubnis gibst, weiter zu gehen und weiter und weiter und weiter und weiter.


Maike hat geschrieben:Was mich an mir am meisten nervt, ist, dass ich einfach konstant unzufrieden bin.


Ich würde das zunächst einmal ganz anders ausdrücken. Denn diese Unzufriedenheit ist das innere Wissen, dass es keinen Schlusspunkt gibt, dass wir niemals einen Fixpunkt erreichen, an dem wir nicht mehr wünschen. Was Du Unzufriedenheit nennst, ist nicht zu vermeidende Ausdehnung, Maike - und zwar Ausdehnung des Universums ebenso wie Deine individuelle.

Maike hat geschrieben:Ich würde gerne zufriedener sein, aber möchte auch nicht verzichten. Ist das vielleicht der Punkt, an dem ich lernen könnte, zufrieden zu sein und darauf zu vertrauen, dass alles geht und ich die "Planungs"details nicht im Voraus kennen muss?!


lawofattraction hat geschrieben:Die Akzeptanz ist das „making peace with where you are and eager for more“.


Wenn Du Frieden schliesst mit dem, was sich als Manifestation zeigt, so ist das auch ein Anerkennen der eigenen Schöpfermacht. Egal, wie das Ergebnis aussehen mag. "Eager for more" hat das Versprechen des Kommenden in sich und ein ziemliches Spannungsmoment, wie sich das gestalten wird. Da ist kein Platz für vorgefertigte und genau strukturierte Ablaufpläne und Details. Du bist Co-Creatorin mit einer ganzen Menge anderer Co-Creatoren, und nur das Vertrauen in das "it´s done" wird Dir die innere Zuversicht geben, Dich diesem Orchesterwerk anzuvertrauen, ohne das "wer, wie, wann und wo" zu kennen.

Meinem Empfinden nach zieht sich mangelndes Vertrauen wie ein roter Faden durch viele Deiner Posts. Vertrauen in Deine eigenen Fähigkeiten, Dein Leben nach Deinen Vorstellungen zu gestalten und nicht zuletzt Vertrauen in dieses Konzept, das wir die Abraham-Lehre nennen. Ohne den festen Glauben an seine Richtigkeit werden immer Zweifel als gedankliche Saboteure dazwischen schiessen.

Lieben Gruss
Loa



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