Verzeihen - oder was ?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 3. Dez 2009, 22:04

In mir ist seit einer Woche so viel los wie lange nicht mehr.

Ein Thema ist heute aufgetaucht, als ich Kartoffeln schälte. In meinem Leben scheint es so zu sein, dass ich mit manchen Menschen nicht ins Reine komme. Also auf der äußeren Ebene. Da hilft kein Reden, keine Gesten. Also wirft mich das auf mich selbst zurück und ich muss wohl meine Perspektive ändern. Das ist mir bei meinen Eltern für mich selbst gelungen, nehme ich an.

Allerdings ist für mich der Begriff Verzeihen irgendwie nicht passend. Ich kann es eher als ein Verstehen ihrer Lebensumstände für mich einordnen.

Jetzt ist da noch ein Mensch, der mir heute in dem Zusammenhang in den Sinn kam. Ich kenne ihn seit 18 Jahren, er ist der Vater meiner Tochter. Als wir uns getrennt haben vor 14 Jahren sind wir im Guten auseinandergegangen, besser noch, wir haben uns dann besser, kameradschaftlicher verstanden. Das änderte sich als er heiratete und eine neue Familie gründete. Ich versuche jetzt ganz neutral zu sein und zu schildern wie Dinge bei mir ankamen. Irgendwie merke ich jetzt schon beim Schreiben, dass ich immer versuche, es allen recht zu machen.

Jedenfalls hat dieser Mann mich menschlich immer wieder sehr enttäuscht, so scheint es mir. Da es nie eine Aussprache gab, bin ich irgendwann dann wieder zur Tagesordnung übergegangen und habe so getan als sei nichts gewesen.

Eine Freundin, der ich kürzlich davon erzählte, bemerkte, „du fühlst dich also von ihm übervorteilt“. Da musste ich ihr Recht geben. So fühle ich mich.

Vielleicht muss ich zum Hintergrund noch sagen, dass ich selber mit meiner Mutter aufgewachsen bin, die meinen Vater vor mir immer schlecht gemacht hat. Ich habe meinen Vater vor ca. 9 Jahren ausfindig gemacht und kennengelernt. Er scheint ein Mensch zu sein, der von sich aus diese Anstrengung mir und seinen anderen Kindern gegenüber nie gemacht hätte. Es scheint ihn nicht zu interessieren.

Ich denke, dass es für mich ziemlich wichtig ist, hier irgendwie einen Frieden zu finden. Ich sehe aber selber vor lauter Bäume den Wald nicht.

Habt ihr eine Idee?
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Diana » 4. Dez 2009, 09:52

Hallo Downstream!

Habe deinen Text heute morgen schon mal gelesen und musste mir dann erstmal Gedanken machen, bevor ich dir antworten kann.

Ich habe in meinem Umfeld sehr extreme Menschen, bei denen es laufend Gründe für Verletzungen und Verzeihen geben würde. Viele Freunde fragen mich, wie ich damit umgehen kann.

Hier meine Antwort:

Ich kann nicht bestimmen wie andere sich verhalten sollen. Aber ich kann entscheiden, wie ich mich damit fühle und wie ich damit umgehe. Das gelingt mir nicht immer in den ersten fünf Minuten, aber ich schaffe es relativ Abstand zu der Situation zu bekommen. Dazu brauche keine Anstöße von außen.

Vielleicht kannst du einen Zwischenschritt einlegen, indem du dir vorstellst, wie du dich fühlen möchtest. Du kannst dir auch vorstellen, wie du den anderen eigentlich hättest. Aber am hilfreichsten ist es, wenn du es schaffst, dich gut zu fühlen, auch wenn der andere sich noch immer so verhält.

Ganz wichtig ist es, die negativen Gefühle anzunehmen, anzusehen :"ahja, das bist du also, angst, neid, wut, etc...Schön und gut, aber ich möchte mich jetzt lieber, fröhlich, leicht, verliebt, etc. fühlen"

Ich wünsche dir alles Liebe. Diana
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon lawofattraction » 4. Dez 2009, 10:15


Hallo liebe Downstream,

ich möchte einen Gedanken aufgreifen aufgrund eines Satzes, den Du schreibst. Voraus schicken will ich aber noch folgendes: Meine Denkanssätze und meine Handlungen sind heute immer mehr bestimmt von der Idee der Schwingung als von handlungsorientierten Überlegungen. In Deinem Fall also könnte ich sagen "wenn es Dich beunruhigt, sprich mit ihm darüber, öffne Dich und lass ihn wissen, wie Du DIch fühlst."

Allerdings bin ich von solchen Vorgehensweisen nicht mehr sonderlich überzeugt, da mein Ansatz heute ganz radikal ist und ich immer, immer bei mir nachschaue. Weil ich davon überzeugt bin, dass es meine Schwingung ist, die mich mit Situationen und Personen zusammenbringt und nur ich - sollte mir etwas nicht gefallen - das auch verändern kann. Ich weiss, dass ich im Aussen immer meine eigene Energie wiederfinde und das Aussen sich nur verändern kann, wenn ich es vorher innen getan habe.


downstream hat geschrieben:Jedenfalls hat dieser Mann mich menschlich immer wieder sehr enttäuscht, so scheint es mir.

du fühlst dich also von ihm übervorteilt


Enttäuschen tut einen ja nicht der andere, sondern es sind die eigenen Erwartungen, die hier nicht erfüllt werden. Ent-Täuschung, also die Täuschung identifizieren, ist das Erkennen, dass Deine Hoffnung, etwas sei auf eine bestimmte Weise, sich nicht erfüllt hat und Du nun die traurige Konsequenz Deiner eigenen Desillusionierung erlebst. Es hat damit zu tun, dass Erwartungen in jemand anderen gesetzt wurden, die derjenige nicht halten konnte. Wäre das nämlich der Fall gewesen, so hätte er es getan. Niemand verletzt willentlich jemand anderen oder fügt ihm Böses oder Leid zu, wenn er eine "bessere" Alternative zum Handeln hätte. Jeder Mensch tut in jedem Moment das Beste, was ihm in dieser Situation möglich ist - das ist ein Satz der bei mir Scheunentore des Verständnis geöffnet hat.

Die Enttäuschung dreht sich also um Dich. Sicher unter anderen darum, dass Du nicht in der Lage warst, mit dem anderen in einer Art und Weise umzugehen, dass Ihr beide Euch miteinander wohl gefühlt habt. Und Enttäuschung darüber, dass Du abhängig warst in Deinem Wohlgefühl vom Verhalten eines anderen. Das ist nicht das, was unser Inner Being uns sagt "schau nach aussen und such Dir da möglichst viele Menschen, die mit Dir einer Meinung sind und die die gleichen Ansichten wie Du haben, damit sie Dein Wohlgefühl aufrecht erhalten.". Vielmehr sagt es "Du bist wertvoll, Du bist wunderbar und Du bist der geniale Schöpfer Deiner eigenen Realität. Und Du bist in Deinem Wohlgefühl nie, nie abhängig von anderen Menschen".


Irgendwie merke ich jetzt schon beim Schreiben, dass ich immer versuche, es allen recht zu machen.


Warum versucht jemand, es anderen immer "recht" zu machen? Vielleicht, weil sie sich selbst nicht genug wertschätzt und meint, dass ein Wohlverhalten nach anderer Leute Massstäben sie "wertvoller" macht, ihr Akzeptanz bringt und sie dadurch glücklicher werden lässt?

Ich denke, unsere ganze Existenz stützt sich darauf, unseren eigenen Wert zu erkennen und die Absurdität der emotionalen Abhängigkeit von anderen Menschen zu durchschauen und aufzuhören, im Aussen zu suchen, um innen den eigenen Wert und Glück und Freude zu spüren. Mit diesen Gedanken würde ich ein wenig "spielen" und schauen, wo sie für Dich zutreffen und wo sich vielleicht ein Muster in Deinem Leben festgesetzt hat. Denn:

Wir werden nicht glücklich, weil andere uns akzeptieren, sondern weil wir uns selbst akzeptieren.

Liebe Grüsse
Loa



Und ein Edit: Jemandem verzeihen sucht im Aussen, schiebt die Verantwortung wieder weg von einem selbst zu einem anderen ...



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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 4. Dez 2009, 11:38

Liebe LoA,

danke für deine Antwort.

"wenn es Dich beunruhigt, sprich mit ihm darüber, öffne Dich und lass ihn wissen, wie Du DIch fühlst."

Du hast Recht, ich bin in der Vergangenheit auch mehr und mehr zu der Überzeugung gekommen, dass dieser ganze Aktionismus, also mein Handeln im Außen, Gespräche führen mit den Menschen, die mir in dieser tricky Angelegenheit wohl Lehrer sind, nichts bezwecken. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich mich solchen Menschen öffne, sie dies ausnutzen und es gegen mich verwenden. Das hat mich in der Ansicht bestärkt, dass ich die Lösung wohl bei mir allein finde.

Und den anderen Hinweis, dass Menschen nicht willentlich mir Böses tun, kann ich auch unterschreiben. Ich habe durch diesen Gedanken auch Frieden mit meinen Eltern geschaffen, innerlich, da dies im Außen gar nicht möglich ist.

So, das waren jetzt nur die Überlegungen zu deinen ersten beiden Absätzen. Den Rest muss ich mir noch ein paar Mal durchlesen und darüber nachdenken.

Aber mir kam direkt ein Gedanke in den Sinn, dass ich - alles jetzt innerlich - mich mehr für mich einsetze. Ich erkenne mehr und mehr meinen Wert, ich traue mich nur manchen Menschen gegenüber oft nicht, mich zu behaupten. Ich hatte mir in letzter Zeit mal so ein Bild gemacht, dass mich so ein innerlicher Anwalt an die Hand nimmt und sagt, so, jetzt kämpfen wir mal für dich. Lass dir nicht so viel gefallen, beziehe jetzt mal Stellung - und zwar für dich!
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 4. Dez 2009, 11:41

Danke Diana,

das waren auch sehr hilfreiche Gedanken. So, jetzt habe ich ein schönes Paket, worüber ich nachdenken kann.

Bin mal gespannt, was sich tut. Bis bald.
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon lawofattraction » 4. Dez 2009, 11:55




Hallo Downstream,


Downstream hat geschrieben:Ich hatte mir in letzter Zeit mal so ein Bild gemacht, dass mich so ein innerlicher Anwalt an die Hand nimmt und sagt, so, jetzt kämpfen wir mal für dich. Lass dir nicht so viel gefallen, beziehe jetzt mal Stellung - und zwar für dich!



Ja, solche inneren Bilder sind sehr hilfreich und können einen sehr stärken. Schliesslich geschieht es durch unsere gedankliche Kreativität und die daraus folgenden Gefühle, dass unsere Vorstellungen physische Gestalt annehmen.

Ich selbst finde ganz viel Kraft in dem Gedanken, dass unser Inner Being uns niemals anders als wertschätzend, zu allem fähig, wertvoll und liebevoll und mit allen anderen schönen Attributen bestückt sieht. Wie könnte ich mich dem verschliessen, indem ich ein anderes Bild von mir habe?


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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 4. Dez 2009, 18:22

Ja, stimmt, LoA.
Ich habe manchmal so Momente, wo ich mich so "weichgespült" fühle, zu viel falsches Verständnis erzeuge, eigentlich gegen meine innere Überzeugung, und mich dabei nicht leiden kann. Ich bin in solchen Momenten dann wohl von meinem Inner Being ganz schön getrennt.

Da ist wohl noch ein altes Muster in mir, dass jetzt angeguckt werden will.
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon LillyB » 4. Dez 2009, 18:28

Danke allen! :)

Der Thread ist super und ich habe da jetzt ganz viel mitgenommen. Meine Muster sind da zwar schon bedeutend weniger, was solche Situationen angeht. Denn es kommt ja, liebe Downstream und Dein Anwalt :stimmt: immer wieder neue Erkenntnisse. Und die Zeiten werden kürzer, Situationen weniger, wo sich der Knoten löst und ich kann dann das Geschenk der Sitution annehmen. Und die eigene Wertschätzung steigt und wird authentischer.

Echt klasse Thread :ros: allen eine davon *überreich

ALOHA
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 4. Dez 2009, 22:41

LoA, ich hab noch mal die Absätze mit der Enttäuschung durchgelesen. Ich hab deinen Punkt verstanden. Mit solchen Enttäuschungen hab ich auch schon zu tun gehabt. Aber das war es da nicht. Vielleicht ist Enttäuschung nicht das richtige Wort.

Ich hab heute viel nachgedacht. Was ist es denn, auf abrahamisch, wenn jemand dir etwas aufsetzt? Also eine Lüge in dein Leben bringt. Also, ich war nicht direkt beteiligt sondern meine Tochter, also hat es mich auch betroffen. Ich wurde mit einer Situation konfrontiert, mit der ich nicht einverstanden war, mit der ich mich aber abfinden sollte. Das Ganze liegt 10 Jahre zurück.

Ich denke, es gibt einfach Leute, die "hinterpforzig" sind, denen man nicht trauen kann. Und dummerweise passe ich wohl nicht auf, so dass ich mich manchmal solchen Menschen anvertraue.

Wieso ziehe ich ein solches Verhalten an? Hat einer eine Idee was mein Kopf dann denkt? :hä:
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon lawofattraction » 5. Dez 2009, 09:20

Downstream hat geschrieben:Ich denke, es gibt einfach Leute, die "hinterpforzig" sind, denen man nicht trauen kann. Und dummerweise passe ich wohl nicht auf, so dass ich mich manchmal solchen Menschen anvertraue.

Wieso ziehe ich ein solches Verhalten an? Hat einer eine Idee was mein Kopf dann denkt? :hä:



Hallo Downstream,

ja, ich habe eine Idee. Aber eher eine grundsätzliche, nicht dazu, was in Dir vorgehen mag - das weisst nur Du. Wenn man einen solchen Glaubenssatz mit sich rumschleppt, so kann man auch damit zur Bestätigung konfrontiert werden. Ich kann wirklich nur jedem, der sich mit RG beschäftigt, empfehlen, ganz radikal ein Programm einzubauen, das klarmacht, dass unsere eigene Schwingung, und nur die, die Erlebnisse in unsere Existenz bringt. Denn wenn es ans Eigene geht, habe ich schon so oft gehört "nein, so bin ich nicht, ich würde so etwas nie tun etc." Ich spreche jetzt generell und nicht explizit von Dir, liebe Downstream.

Gleiche Schwingung bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man auch "so" ist. Aber wer jemanden wegen seines So-Seins verurteilt oder gegen jemanden in seinem Verhalten oder Identität andrückt , der ist eben doch in der gleichen Schwingung. Dort, wo wir die Aufmerksamkeit hinlenken, wird unsere Schwingung aktiviert. Das ist eine unverrückbare Tatsache. Wer sich das klarmacht, sucht dann nicht mehr im Aussen, sondern innen, was es zu bereinigen gibt. Das kann übrigens auch ganz generell sein und muss nicht an einem bestimmten Individuum festgemacht werden. Ich denke da nur an die Reizwörter Politik oder Pharmaindustrie oder Impfung oder Finanzkrise oder was immer so im Massenbewusstsein zu einer gegebenen Zeit aktiviert wird.

Und genau deshalb ist doch unser Gefühls-Leitsystem so genial. Es bedarf ein wenig der Selbstbeobachtung. Niemand, der z.B. denkt, er könne einem anderen nicht trauen, fühlt sich gut. Da haben wir doch ein untrügerisches Zeichen und die Möglichkeit das zu verändern. Denn auch das ist einzig und alleine unsere Aufgabe, und zwar im Inneren verändern, nicht im Aussen. Alle für die Veränderung notwendigen Komponente sind gegeben, man muss nichts kaufen, braucht niemanden anders dafür, sondern muss lediglich die eigene Beobachtung der Gefühle und danach die eigene Einsicht bemühen - für meine Begriffe ein absolut geniales System.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 5. Dez 2009, 11:55

Ich denke, du hast Recht. Mein Problem ist momentan, dass ich da mit dem Verstand einfach nicht weiterkomme. Ich wünsche mir jetzt einfach, dass ich von innen eine Einsicht bekomme. Die äußeren Umstände scheinen so, dass sie mich dazu bringen, dieses Thema endlich mal vom Tisch zu bekommen, damit es endlich weitergeht - und ich fühle mich so ungeduldig dabei.

Ich danke dir für deine Worte.

Liebe Grüße
eine nachdenkliche Downstream
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon ZaWo » 5. Dez 2009, 15:41

Hallo Downstream,

Ich denke, es gibt einfach Leute, die "hinterpforzig" sind, denen man nicht trauen kann. Und dummerweise passe ich wohl nicht auf, so dass ich mich manchmal solchen Menschen anvertraue.


Ich glaube, der Anspruch einem anderen zu trauen oder auch nicht trauen zu können ist ein in sich falscher Gedanke. Andersrum gesagt: Niemandem ist zu trauen. bzw. Jedem ist zu trauen. Beides richtig. Und oftmals ist das sogenannte Vertrauen nichts anderes als eine Prognose, dass sich ein anderer stets so verhält, dass es dir immer Wohlgefühl beschert.
Wie sich ein anderer verhält bzw. sich dir gegenüber per LoA überhaupt nur verhalten kann, liegt an deiner eigenen Anziehung. In solchen Fällen hilft es mir gedanklich andere Menschen als austauschbare Variablen zu sehen, die ein Schauspiel aufführen, dass von dir mithilfe des LoA arangiert wurde.

Setzt du also deinen eigenen Schwingungston in eine Situation, dann muss sich diese entsprechend entfalten. Entweder die bereits in deiner Realtiät vorhandenen Menschen ändern sich dann oder sie müssen deinen Film verlassen, was aber jetzt kein Vertrauensbruch ist, sondern die höhere Macht des LoA und von dir selbst initiiert.....ob du es weisst oder auch nicht.

Das Verlassen von Realitäten drückt sich oft in heftigem Geschepper (z.B. Streit, emotionale Gefechte etc.) aus. Abe nennen das Break-Up-Party. Da wird sich manchmal so einiges "angetan". Das passiert, wenn die Beteiligten vom dem Gefühlszustand Ohnmacht z.B. über die Rache wieder versuchen sich zu alignen, weil Trennungen oder auch nur Uneinigkeit sich manchmal ganz schön schlecht anfühlen können.

Jeder, wie er kann. Und zu verzeihen gibt es dabei nix. Ich denke Verständnis der Prozesse und auch von sich selbst ist bei solchen Dingen besser angesiedelt. :P

Lieber Gruss
ZaWo
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Downstream » 6. Dez 2009, 14:32

Ihr Lieben,
mir geht es heute so viel besser als gestern und die Zeit davor.

Irgendwie habe ich mich gestern nicht verstanden gefühlt, und jetzt weiß ich, warum.
Ich habe mich in Details verloren, und das Gesamtbild nicht gesehen. :genau:

Aber gestern war ich in dem Gefühl, dass ich mich nicht verstanden fühlte. Das hat mich wütend gemacht, auf was weiß ich auch nicht. Ich bin irgendwie sehr aufgewühlt durch den Tag geirrt. Hatte richtig Herzklopfen und meine Brust hat sich so eng angefühlt. Früher hätte ich gedacht, da formiert sich eine Erkältung. Seit einiger Zeit aber fühlt es sich so an, als ob etwas hochkommt, das ich jetzt anschauen kann und dann loslassen kann.

Ich bin also ziemlich orientierungslos gestern durch den Tag. Bin aber dabei auf Menschen gestoßen, die mir wohl gesonnen waren, die mir etwas Gutes getan haben, die ein nettes Wort für mich hatten. Habe sogar etwas Schönes bei einer Tombola gewonnen. Alles sehr seltsam. :hä:

Dann habe ich mich entschieden, ich komme mit dem Verstand nicht weiter, ich gebe die Lösungsfindung an meinen Universal Manager ab und habe mich mit anderen Dingen beschäftigt.

Heute Morgen kam mir in den Sinn, ich hole mir mal ein großes Zeichenblatt und mache mal eine Gegenüberstellung von Eigenschaften, die mir zum Vater meiner Tochter und mir einfielen.
Nächste Gedanken: Ich bin mit diesem Menschen durch ein gemeinsames Kind verknüpft und wir kennen uns jetzt schon eine lange Weile. Wir sind beide sehr unterschiedliche Menschen.

Dann kam mir der Gedanke, dieser Mensch, der mich immer wieder mit Dingen konfrontiert, die ich nicht haben will, der mich immer wieder so „nervt“, mich stört, was bezweckt der damit? Die grobstofflichen Umstände sind teilweise so absurd, dass ich keine Idee hatte, wie ich so etwas in mein Leben gezogen haben kann. :102:

Dann kam der Gedanke: Ja klar, wir sind Co-Creatoren, die voneinander oder miteinander etwas lernen wollen. Und anhand der Eigenschaften, die ich auf dieser Liste auf beiden Seiten eingetragen habe, habe ich gemerkt, wir sind mit dem Prozess noch nicht durch. Das Kind wird bald erwachsen sein, wir werden uns aus den Augen verlieren, also: die Zeit läuft. Und dieses „Stören“ von seiner Seite will mich daran erinnern, dass ich eine wichtige Lektion noch nicht erfüllt habe. :genau:

Eben, als ich den Text im Kopf vorbereitet habe, habe ich Erleichterung empfunden. Jetzt nach dem Schreiben fühle ich mich aufgeregt, aber ich weiß nicht in welche Richtung aufgeregt. Ist es Freude, dass ich etwas Wichtiges herausgefunden habe oder Angst, dass meine Fantasie mit mir durchgeht? Ich weiß, ich weiß, diese Antwort werde ich wohl bei mir selber finden.

Ich bin sehr froh, dass ich zu diesem Forum geführt wurde, weil mich hier eben niemand an die Hand nimmt und mir sagt, welches meine Lösung ist. Der bequeme Teil in mir will genau das, aber ein anderer Teil will das unbedingt selber herausbekommen. Und irgendwie fühlt sich das seltsam an.

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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon zimtstern » 19. Mär 2011, 04:17

Hallo,

ich wollte eigentlich ein neues Thema aufmachen, bin dann aber auf diesen Thread gestoßen und dachte das mein Anliegen hier vielleicht auch ganz gut reinpasst.

In letzter Zeit bin ich förmlich davon besessen Rache auszuüben, ich denke nicht dass ich das in die Tat umsetzen würde, aber in Gedanken bin ich permanent damit beschäftigt.

Das ganze fing ursprünglich mit meinem Vater an,
als Kind fühlte ich mich von ihm missachtet, daraus wurde dann Verachtung meinerseits,
das reichte aber nicht um dieses Ohnmachtsgefühl loszuwerden, und ich fing an richtig fiese Rachgedanken zu entwickeln.

Eines Tages entschuldigte er sich bei mir, erklärte mir seine damalige Situation und veränderte tatsächlich sein Verhalten. Er ist inzwischen sehr viel mehr an mir interessiert, - eigentlich müßte ich mich ja darüber freuen, was kann man mehr erwarten (im herkömmlichen Sinne).
Aber dieses plötzliche Interesse und Verständnis macht mich ebenfalls total wahnsinnig. Ich fühle mich schon wieder total ohnmächtig. Irgendwie ziehe ich ihn ständig in mein Leben, - in Gedanken war er es sowieso schon immer (wegen meiner Wut und den Rachegedanken), aber jetzt ruft er an, steht vor der Tür oder läd zum Familienessen ein.

Mein Verstand sagt mir, ich darf nicht mehr wütend auf ihn sein, er hat sich entschuldigt, sein Verhalten verändert, und wenn ich ihm jetzt keine Chance gebe, dann bin ich die Böse.
Ich darf also nicht nur keine Wut empfinden, sondern muss ihm auch noch danbkar sein.
Ich fühle mich ohnmächtig, weil ich es nicht schaffe diese Treffenen abzusagen, aus schlechtem Gewissen.

(Und das schlimmste, - in mir gibt es immer noch das kleine Mädchen, dass sich nach der Anerkennung und Wertschätzung seines Papas sehnt.)

Genauer gesagt ist es diese Ohnmacht, die mich ständig verfolgt... ich versuche sie mit Wut und Rachegedanken zu überwinden, und so weit ich weiß sagen Abraham auch, dass Wut besser ist als Ohnmacht, - aber eben nur vorrübergehend,
wer in der Wut und Rache hängen bleibt wird auf Dauer sicher auch nicht glücklich. (denn man macht sich ja weiterhin von anderen abhängig)

Nur wie komme ich da raus? Mir ist klar dass mich die Ohnmacht (bzw. Situationen und Menschen die mich diese spüren lassen) nicht verfolgt, sondern dass ich diese anziehe,
aber es ist wie ein Teufelskreislauf aus dem ich nicht herauskomme... "Ohnmacht, Wut, Rache,-> Ohnmacht, ..."...

Hat jemand eine Idee wie ich diesen Kreislauf durchbrechen kann? Ich weiß einfach nicht wo ich ansetzen könnte...

Ganz lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Maria » 19. Mär 2011, 08:52

Liebe Zimtstern,

als ich Deinen Beitrag gelesen habe dachte ich gleich: „Warum nicht mal eine Pause einlegen?“

Vielleicht hast Du Lust Deinem Vater zu erklären, dass Du erst mal mit Dir selbst (bzw. der neuen Situation) klar kommen willst und gerne nach einer gewissen Zeit auf ihn wieder zukommen möchtest?

„Sich Ohnmächtig fühlen“ hat ja auch damit zu tun, dass man das Gefühl hat, "das Aussen steuert". Mit einer gewissen Pause in eurem Kontakt, die Du selbst vorgeschlagen hast, hättest Du die Initiative ergriffen und auch mit der Wiederaufnahme gönnst Du Dir die Initiative. :five:

Wenn Du schon lange Zeit in dieser „Schwingung Ohnmacht bzw. Rache“ bist, ist es sehr einfach/natürlich darin zu verharren, lass Dir ein wenig Zeit und blicke auf die Dinge/Themen, die Dich da raus holen können. Sicherlich ist Entspannung/Meditation hilfreich, aber auch, wie Abraham ja anraten, immer wieder in den Vortex zu gehen, bzw. zu merken wann Du drin bist und dann versuchen diese Zeit zu verlängern. :genau:

Ich fand (und finde es immer noch) wichtig meine Gefühle besser kennen zu lernen. Ich werde immer besser darin, zu erkennen, wo ich gerade stehe und weiß inzwischen auch was mich glücklich macht. Nehmen Themen überhand, die mich unglücklich machen, meditiere ich und/oder tanze zu guter Musik. Ich nutze meinen MP3 Player jetzt täglich.

Jetzt steuere ich mich schon viel besser als zum Jahreswechsel und diese innere Sicherheit, dass ich (emotional) unabhängig sein kann, stärkt mich total. Ich blicke viel weniger auf „Andere“ und deren Meinung ist auch zunehmen unwichtiger. Statt dessen macht sich ein herrliches Gefühl von Freiheit und Frieden breit und immer mehr kreative Ideen, wie ich Abraham`s Lehren für mich umsetzen kann. :vortex:

Viel Spaß beim Spielen mit all den schönen Möglichkeiten wünsche ich Dir. :gvibes:

Herzliche Grüße

:heartsmiel: Maria
Maria
 

Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon wodny muz » 19. Mär 2011, 12:18

Liebe Zimtstern,

wie du ja selbst schreibst, fühlt sich Rache besser als Ohnmacht, also bist du die EGS von Stufe 22 (Ohnmacht) auf Stufe 18 (Rache) heraufgeklettert. Allerdings wie du schreibst wohl weniger durch bewusstes Gestalten, sondern eher ein wenig durch Zeitablauf (Zeit heilt die Wunden). Jetzt geht es bei dir daum, die EGS weiter hochzuklettern (Anleitung und Beispiele findest du unter obigem Link und in dem Methoden-Buch von Abraham "Wunscherfüllung").

Auf jeder Stufe kannst du zunächst die jeweiligen Stromaufwärts-Gedanken (Rache) aufschreiben und dann dazu Stromabwärts-Gedanken versuchen zu finden, die dich auf die nächste Stufe hochschwingen lassen, also jetzt erst mal zur Wut. Bei bewusster Realitätsgestaltung geht es ja gerade darum, diese Aufgabe bewusst zu tun, denn mit Abwarten würde es in 30, 40 Jahren wahrscheinlich auch klappen :lol:.

Die Sache mit deinem Vater ist deshalb so problematisch, weil die Beziehung zu Eltern eben eine besondere ist, die viele Überzeugungen und Glaubenssätze geschaffen hat. Eine gute Erklärung und ein gutes Beispiel geben Abraham in dem Buch "Wie unsere Gefühle die Realität erschafen" (Beispiel 9, S. 127). Deine Schwingung bzgl. deines Vaters enthält eben noch die Sehnsucht, von den Eltern geliebt, versorgt etc. zu werden und damit ziehst du ihn zu dir an. Diese Schwingung resultiert aus dem Glaubenssatz wir müssen undsere Eltern lieben und diese uns.

Das Verhalten deines Vaters hat zwar bei dir eine Schwingung zu ihm manifestiert, die dich jetzt hindert, über die Rache hinauszukommen, aber es nicht mehr dein Vater das Problem, sondern nur die Essenz, also die Schwingung. Ich habe mir angewöhnt, den Auslöser zwar noch kurz anzusehen, um zu erkennen, welche Schwingung ich verändern müsste, aber dann nicht weiter die Ursache zu analysieren. Das, was dein Vater damals gemacht hat, war damals und ist gaaaaaanz alt und damit vollständig erledigt. Bei dir ist nur noch deine Schwingung davon übrig. Da dein Vater aber jetzt nicht mehr so ist, könntest du diese Schwingung viele einfacher verändern als damals in der Situation.

Du kannst zwar frei entscheiden, keinen Kontakt mehr zu deinen Vater haben zu wollen, aber das ändert nichts daran, dass du die Schwingung verändern musst, die vielleicht schwingt "Verwandte wollen mich nicht lieben" oder "ich bin nicht wichtig für andere". Wenn du die zu verändernde Schwingung nicht endeckst, dann wirst du zwar deinen Vater los, aber bei anderen Menschen könnte dir dann wieder Ähnliches begegnen, was du nicht willst.

Ich benutze oft das Focus Wheel (Rad der Aufmerksamkeit), um mir Klarheit darüber zu verschaffen, welche Schwingung es zu verändern gilt. Übrigens, das gestrige Zitat passte perfekt dazu http://www.abrahamforum.org/abraham-zitate/das-tagliche-abraham-zitat-t5-550.html#p26386.

Liebe Grüße,
wodny
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Swan » 19. Mär 2011, 12:21

Hallo ihr Lieben,
ein sehr interessanter Thread und sehr wertvolle Tipps, :danke:

Immer dann, wenn es bei mir mit dem "Verzeihen" klemmte, war ich in der Opferrolle gefangen. Ein wirklich mieses Gefühl :roll: . Wie will man irgendwo aus einem Drama aussteigen, wenn man die Verantwortung für dieses Gefühl woanders hinschiebt?. Wenn man mit dem Gedanken infiziert ist, dass man ungerecht behandelt wurde...und nur der "Verursacher" das auch wieder gut machen kann.
Das ist ein extremer Kleister, der dich genau dort weiter an diesem Wartepunkt festhält.

Zu erkennen, dass man genau dieses Drama mitinszeniert/kreiert hat, um sich weiter auszudehen, erschafft einen ganze anderen Blickwinkel und auch ein besseres Gefühl dazu - raus aus dem Opferdasein.
Da ist etwas, was es zu erkennen gibt und was geheilt werden will. Und das bekomme ich so oft vorgesetzt, bis ich es kapiert habe und meine Schwingung dazu geändert habe.

Der folgende Link ist zwar nun kein Abe-Link, aber dort gibt es eine Geschichte die sehr lesenswert ist, denn sie handelt vom hier besprochenen Thema:
***http://www.energyclinic.ch/download/Jills_Geschichte.pdf***
(Ich hoffe, ich darf die Adresse zur Geschichte hier einstellen - ansonsten bitte ich um Korrektur)

Wenn ich erkannt habe, dass es eine Co-Creation ist, muss ich überhaupt nicht mehr vergeben oder verzeihen, das habe ich mit dem (An-)Erkennen bereits getan.

Und diesen Satz von Loa finde ich ganz wichtig:
Niemand verletzt willentlich jemand anderen oder fügt ihm Böses oder Leid zu, wenn er eine "bessere" Alternative zum Handeln hätte. Jeder Mensch tut in jedem Moment das Beste, was ihm in dieser Situation möglich ist - das ist ein Satz der bei mir Scheunentore des Verständnis geöffnet hat.

Euch ALLEN ein bezauberndes Wochenende, :ros:
Swan
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon zimtstern » 19. Mär 2011, 12:42

Hallo liebe Maria, danke für deine Antwort :lieb: und danke für das Stichwort "Pause".

Eigentlich wollte ich sofort schreiben dass mir das unmöglich ist...es ist mein Thema schlecht hin (und bei meinem Vater spitzt es sich zu) - ich könnte von meinem momentanen Gefühl aus niemals um eine Kontaktpause bitten... Ich fühle mich ihm gegenüber so ohnmächtig, dass ich mich absoult nicht die Gesprächsbasis auf einer Augenhöhe habe und deshlab auch nicht die Initiative ergreifen kann (was sicher, da gebe ich dir recht, sehr befreiend wäre)...

aber,
das Stichwort Pause lies mich an einen Workshop erinnern den es als Video gibt (L.A. 2007 oder 2008?) -
da geben Abraham ein Beispiel, und zwar geht es um einen Spaziergänger der auf den Weg zum Strand ist.
Ein Unkbekannter hält ihn allerdings an und droht ihm mit Prügel sollte er tatsächlich zum Strand gehen.
Nun könnte der Spazierer sich sagen "Ich lasse mir doch von dem nichts sagen, und gehe einfach doch zum Strand", was logisch klingt,
aber der Spazierer ist überrascht, verwirrt und ängstlich, aus dieser Emotion heraus würde es wahrscheinlich tatsächlich dazu kommen dass ihn der Unbekannte verprügelt, sollte er doch zum Strand gehen.

Abraham raten dem Spazierenden nicht zum Strand zu gehen, sich aber bewußt zu machen dass er in Gedanken immer noch frei ist. Er soll in Gedanken an den Strand gehen, sich alles ausmalen, es genießen.. so oft hingehen wie er es sich wünscht,
das ganze wird automatisch zu einer Schwinung führen die diesen Unbekannten und andere dieser Art ganz sicher nicht mehr in sein Leben zieht, und er wird ohne Angst so oft er will an den Strand gehen können.

Dieses "die Situation erst mal akzeptieren wie sie ist" (äußerlich) ist für mich eine Art Pause,
er baut Widerstand ab, in dem Moment wo er sich sagt "was solls, so ist es nun mal grade, meine Freiheit in Gedanken kann mir niemand nehmen", und hat Zeit seine Schwinungen zu bereinigen, sich neu auszurichten...

Nur weiß ich jetzt trotzdem noch nicht so genau wie ich das auf die Situation mit meinem Vater übertragen kann, denn leider ist es da ja nicht so offensichtlich.. er sagt ja nicht "mache was ich will, oder ich strafe dich wieder mit missachtung"...
Wobei, unausgesprochen ist es das ja tatsächlich was ich befürchte.

Hmm...

Ich könnte also den Widerstand aufgeben und mir sagen "ok, so ist es nun mal grade, - ich emfinde das so, habe Angst, fühle mich Ohnmächtig, - aber es wird sich nicht ändern wenn ich nun immer wieder darauf hinweise, ich werde das ganze erst mal so akzeptieren, es ist das Resultat (...) meiner Schöpfung, - trotzdem kann es mir niemand nehmen mir meine Wunschsituation auszumalen, die möglichst beste Variante der jetzigen Situation die ich mir nur vorstellen kann, und auch wenn ich es in der physischen Realität noch nicht schaffe mich konkret so zu verhalten wie in der Wunschvorstellung, verbessere ich meine Schwingung und richte mich automatisch neu aus"...

Nur, jetzt spüre ich grade schon wieder einen Widerstand... ach Mensch!
Ich kann mir die Situation nicht positiv vorstellen... egal wie ich mir die Situation ausmale, es läuft immer darauf hinaus dass ich mich schon wieder von meinem Vater abhängig mache... Mir eine Situation auszumalen in der ich über "diesen Dingen" stehe, nicht ein anderer Mensch die Hauptrolle spielt, funktioniert einfach nicht :|

Jetzt bin ich wahrscheinlich bei dem Thema eigene Wertschätzung... Ich will von außen signalisiert bekommen dass ich etwas wert bin. klar...
Ich weiß dass das ganze nicht funktoniert, kein Mensch wird glücklich wenn er die Wertschätzung anderer Menschen braucht um glücklich zu sein... man wird das ganze ja nie unter Kontrolle haben. Das sagt mir mein Verstand.

Mein Verstand.. aber tief in mir drin ist beinahe so etwas wie ein Junkie, der nur nach Anerkennung giert, dem alles egal ist, wenn er wieder "Stoff" braucht... "nur noch ein mal"...

Wie oft muss ich das ganze noch durchleben bis ich endlich dazu bereit bin?

Edit:

Lieben Dank, Wodny und Swan, ich habe eure Antworten eben erst gesehen und werde sie mir gleich genauer anschauen, ich schicke das erst mal ab, sonst wird es zu verwirrend.

Ganz lieben Gruß erst mal,

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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon ZaWo » 19. Mär 2011, 13:02

Hallo Zimtstern,

du bist bzgl deines Vaters out-of-vortex. Punkt.

Ich vermute auch ganz stark, dass dein Vater bzgl. dir ebenfalls out-of-vortex ist, z.B. in Schuldgefühlen. Es geht nicht anders, wegen der Schwingungsgleichheit.

Was ihr beiden hier veranstaltet - plastisch ausgedrückt - ist der Tanz zweier Verwirrter, da außerhalb des Vortex nicht die geringste Klarheit herrscht. Und jeder von euch tanzt auf seine eigene Weise.

Hör nicht auf ihn und höre auch nicht auf dich, solange du außerhalb des Vortex bist. Wo ist dein Gefühl? :clown: Genau! Nur da ist die einzige Orientierungsmöglichkeit.

Wenn du also eine Pause einlegst, um dich wieder zu alignen, dann tust du euch beiden einen Gefallen. Sollte er an dir zerren, weil er seine Schuldgefühle mit deiner Hilfe in den Griff zu bekommen meint, dann ist das sicherlich sehr nervig, aber nicht wahr. deshalb spielt dein EGS verrückt. Ebenfalls ist es nicht wahr, dass du mit ihm weitere out-of-vortex-Situationen erzeugen musst.

Deine Gefühle sind genial richtig. Hör auf mit dem, was du da gerade tust und kümmere dich um andere Dinge in deinem Leben. Die optimale Lösung für euer Verhältnis ist im Vortex vorhanden und kann sich dir nur zeigen, wenn du dich dorthin begibst. Verlange von niemandem und ganz besonders nicht von deinem Vater, dass er es versteht. Tu dir was Gutes und lass deine Freude für dich "arbeiten".

Lieber Gruss
ZaWo
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Kia » 19. Mär 2011, 13:28

ZaWo hat geschrieben:Deine Gefühle sind genial richtig. Hör auf mit dem, was du da gerade tust und kümmere dich um andere Dinge in deinem Leben. Die optimale Lösung für euer Verhältnis, ist im Vortex vorhanden und kann sich dir nur zeigen, wenn du dich dorthin begibst. Verlange von niemandem und ganz besonders nicht von deinem Vater, dass er es versteht. Tu dir was Gutes und lass deine Freude für dich "arbeiten".


Empfinde ich genau so, ja; wenn einer Schuldgefühle hat und der andere Schuldzuweisungen macht ergänzt sich das gut. Es gibt auf dieser Ebene keine Lösung.

Und all die guten Gefühle und guten Assoziationen und wunderbaren Virtuellen Realitäten sind jetzt - genau jetzt sofort zugänglich - wenn Du loslässt, ihn vom Haken lässt, Dich selbst vom Haken lässt und erst mal in die Liebe und Freude kommst zu DIR SELBST, sozusagen Deine eigene IN-THE-VORTEX-VERSION erschaffst, durch Dich gut fühlen, glücklich und zufrieden sein.

Und Dein Vater muss - es ist Gesetz - zu dieser in-the-Vortex-Version von Dir schwingungsgleich werden, also auch in seinen eigenen Vortex hinein gehen, oder es schwingt ihn aus Deiner Umgebung raus, wäre ja auch nicht schlimm, und das kann sich später auch wieder verändern.

Der beste Einstieg ist es, dafür zu sorgen, wie Zawo schreibt, dass es Dir gut geht, stabil gut geht. Aus meiner Erfahrung ist das leichter ohne Kontakt.

Wichtig ist nur, ihm zu sagen, dass Du diese Entscheidung nicht wegen IHM triffst und nicht gegen ihn womöglich, sondern FÜR DICH SELBST. Denn es ist ganz natürlich, dass er sonst an Dir "rumquengelt", weil er sich durch Kontaktsperre bestraft fühlt (ist natürlich nicht so, wird aber gerne so interpretiert und es kommt zu neuen Verletzungen) und die miesen Gefühle dann wieder Dir in die Schuhe schiebt. Das wäre nicht tragisch, aber ein echtes Ausruhen und Neu-Ausrichten ist natürlich einfacher, wenn der andere Mensch (Dein Vater in dem Falle) innerlich auch ja sagen kann dazu. Obwohl Du dann halt, falls ihm das nicht gelingt, das Abgrenzen lernen müsstest - auch eine gute Übung.

Lieben Gruss
Kia
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon zimtstern » 20. Mär 2011, 07:45

Ganz lieben Dank für eure Antworten! :lieb:

Ich denke eigentlich dass es mir leicht fällt in den Vortex zu kommen und mich richtig gut zu fühlen, alles ist im Gleichgewicht - ABER - dort existiert weder mein Vater noch sonst irgendetwas worauf ich im Leben so meinen Fokus richte und was mir schlechte Gefühle bereitet. (Also finde ich dort keine Lösung für das Problem, und mir kommt es auch gar nicht in den Sinn nach einer Lösung für ein Problem, das "dort" nicht vorhanden ist, zu suchen) Tue ich es trotzdem, bin ich bereits "out of the Vortex"...

Im Vortex habe ich immer das Gefühl die Dinge aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen, und manche Probleme die ich im Alltag habe, werden so unwichtg und klein, dass sie gar keine Rolle spielen, dafür tauchen andere Dinge auf, an die ich vorher gar nicht gedacht habe, die mich richtig erfreuen.

Ich denke aber, ich muss meine Probleme doch lösen. (die Sache mit meinem Vater bzw. das Gefühl der Ohnmacht und nicht in Ordnung zu sein.)

Ich war als Kind immer sehr verträumt, und mir wurde immer vorgeworfen ich würde flüchten und im "wahren Leben" nicht für Ordnung sorgen.

Irgendwann entwickelte sich tatsächlich so etwas wie ein schlechtes Gewissen wenn ich am träumen war, und ich fing an mich selbst "zu wecken" wenn ich diesen Zustand registrierte...

Vielleicht habe ich deshalb auch in Bezug auf "im Vortex sein" ein schlechts Gewissen.. nicht währenddessen, aber danach. Ich kämpfe regelrecht gegen das gute Gefühl an, dass noch nachhallt, und sage mir "nein, das ist doch alles gar nicht wahr, guck dich um, du erstickst vor lauter Problemen - und es werden immer mehr!".
(So wie mir das als Kind immer vorgeworfen wurde).

Ich dachte immer, all meine Probleme die ich heute habe, die resultieren aus meiner Verträumtheit bzw. dem Hang zum träumen.
Ehrlich gesagt, das fällt mir jetzt erst auf.

Aber eigentlich weiß ich ja, hätte ich mich mehr auf meine Träume fokusiert und weniger auf die scheinbaren Probleme, dann hätte ich heute nicht so eine große Menge an scheinbaren Problemen (bzw. schlechten Gefühlen)...

Dabei dachte ich auch immer, das Leben muss sich schlecht anfühlen... für positive Resultate muss man sich anstrengen, sogar leiden... alles andere hat man nicht verdient. Wenn sich das Leben zu gut und leicht anfühlt, dann stimmt etwas nicht, und wahrscheinlich bricht gleich der Himmel über mir zusammen.

Dabei habe ich solche Aussagen und Glaubenssätze schon als Kind bezweifelt, und doch haben sie sich scheinbar irgendwie in mir festgesetzt... Wenn ich das mache und glaube, was alle anderen Menschen glauben und tun, dann bin ich nun mal auf der sicheren Seite! (:clown: )

Also meint ihr, ich bräuchte nur mehr Vertrauen in meine positiven Visionen, und so bald sich meine Aufmerksamkeit wieder einem scheinbaren Problem /etwas das sich schlecht anfühlt zuwendet, - dann fokusiere ich wieder die positiven Dinge, die sich gut anfühlen?
Und das ist kein flüchten?

Wenn beispielsweise meine Wohnung total im Chaos versinkt, soll ich mich dann zwingen aufzuräumen, obwohl ich dabei kotzen könnte (sorry :mrgreen: ), oder soll ich lieber in schönen Gedanken schwelgen und was das Handeln betrifft auf spontane Impulse vertrauen? Und dem Impuls auch nur nachgehen wenn er sich leicht und positiv anfühlt?

Als Kind und junge Jugendliche habe ich das immer so gemacht, ich habe erst aufgeräumt wenn ich mich wirklich spontan danach gefühlt habe, und dann ging es auch ganz schnell. Davor konnte es tage- wenn nicht sogar wochenlang richtig chaotisch aussehen.. mir ist es gar nicht aufgefallen.
Oft hat es meine Mutter ab einem bestimmten Punkt nicht mehr ertragen abzuwarten wann ich endlich aufräume, und hat es selbst getan... wie von Zauberhand war mein Zimmer dann plötzlich sauber.
Wenn das mal kein LOA in Aktion war :P

Aber irgendwann dachte ich mir, ich bin jetzt erwachsen, ich muss wie alle anderen Erwachsenen regelmäßig, am besten nach Plan, aufräumen.. Jundliche können ruhig mal im Chaos leben, da sagt ja keiner was.. aber bei einer erwachsenen Frau? Die Leute werden sonst was denken... Und so ging die ganze Leichtigkeit flöten, in so ziemlich jedem Lebensbereich.

Also war es so, wie ich es früher getan habe eigentlich richtig/besser? Klar, mein Gefühl sagt mir ja, denn ich habe mich besser gefühlt, aber es gibt da immer dieses "aber" im Hinterkopf, zum Beispiel denke ich heute ja tatsächlich dass meine jetzigen Probleme die Konsequenz der "Leichtigkeit" (gedankenlosigkeit) aus Jugendzeiten sind... Auch wenn ich weiß dass es gemäß dem LOA so nicht sein kann, aber dieses Gefühl bekomme ich einfach nicht weg...
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon lawofattraction » 20. Mär 2011, 08:41

zimtstern hat geschrieben:Ich denke aber, ich muss meine Probleme doch lösen. (die Sache mit meinem Vater bzw. das Gefühl der Ohnmacht und nicht in Ordnung zu sein.)


Hallo Zimtstern,

die Lösung liegt genau dort, wo Du Dir klar machst, dass das Jetzt Dein Kraftpunkt ist. Du kannst im Jetzt beschliessen anders zu denken, anders zu handeln, anders mit den Menschen und Dir selbst umgehen - egal, was vorher geschehen ist. Und Du kannst im Jetzt ein für alle Male die Entscheidung treffen, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Und das tust Du für Dich und Dein weiteres Leben, für niemand anderen.

Wenn Du das Gesetz der Anziehung wirklich verstehst, dann wird Dir klar, dass es keine Opfer und keine Täter gibt. Keine Schuldigen und keine, die Schuld zuweisen können. Und was gibt es denn dann zu lösen?

Koste doch einfach mal diesen phantastischen Gedanken aus, dass Du Heute voller Bewusstheit anfangen kannst, Dein ganzes Leben neu zu gestalten, nach Deinen Vorstellungen, nach Deinen Wünschen, voller Freude und mit all den Kriterien, die für Dich wichtig sind. Das Einzige, das Du aufgeben musst, ist das Rühren in der Vergangenheit.

Das ist doch wahrhaftig ein kleiner "Preis", gemessen an dem Wunderbaren, was es Dir bringen wird, oder?

Lieben Gruss
Loa



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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Maria » 20. Mär 2011, 09:11

Liebe Zimtstern,

mir fällt beim durchlesen Deines letzten Kommentars auf, dass es gar nicht mehr um Deinen Vater geht, sondern auf Dein Verhalten generell im Leben. Willst Du der Meinung der Mehrheit folgen, oder Deiner inneren Stimme?

Manchmal mag die innere Stimme und die „Anderen“ im Außen übereinstimmen, oft tun sie das aber nicht.

Es ist Deine Entscheidung und Du triffst sie in jedem Moment wieder neu – Du bist frei! :gvibes:

Du beschreibst Deine Situation als Kind – damals hast Du Deiner inneren Stimme oft Raum gegeben und es scheint aus Deiner heutigen Sicht so, als ob es zwar für Dich besser so war, aber Du dennoch im Chaos zu versinken drohtest (so habe ich jedenfalls Deine Ausführungen interpretiert).

Ich denke Kinder/Jugendliche können schneller wieder zu ihrem Inneren Zugang finden, wie die meisten Erwachsenen, sie fallen ohne Leitfaden aber auch immer wieder heraus. Sie sind vor der Meinung „Anderer“ nicht geschützt und wanken, wenn sie keine Richtlinie haben. Sie verfallen in Widerstand, wenn die Erwachsenen ihre Forderungen stellen. „Nicht aufräumen“ heißt auch der negativen Erwartung der Eltern zu folgen. Kinder und Erwachsene sind oft gegenseitig in Erwartungen verfangen, der klare Blick fehlt immer mal wieder.

Das Leben eines Erwachsenen, der gezielt nach seiner inneren Stimme lebt und außerdem weiß, wie er mit den Erwartungen seiner Umgebung umgeht, sieht ganz anders aus.

Ich vermute, Du wirst nicht im Chaos enden – im Gegenteil, Du wirst sehr schnell finden wie einfach es ist aufzuräumen und wie glücklich Dich das macht. Du brauchst keine Trotzreaktion mehr – Du bist erwachsen. Mit dem zusätzlichen Leitfaden, den Abraham bieten, kannst Du ganz anders agieren und Deinen Zugang zur inneren Stimme immer „ungestörter“ ausbauen. :loveshower:

Wie Dein Leben unter solchen Bedingungen aussehen wird, kannst Du jetzt noch nicht voraus sagen, denn es wird eine stete Vertiefung Deiner inneren Verbindung bedeuten. :gvibes:


Herzliche Grüße

:heartsmiel: Maria
Maria
 

Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon Maria » 20. Mär 2011, 09:16

:danke: Loa, ich lese das erst jetzt- war zu beschäftigt mit meinen Formulierungen.

Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht, das fasst meine Erkenntnisse für mich in dieser Woche nochmals zusammen - wie für mich geschrieben - Danke :bussi:

Herzliche Grüße

Maria
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Re: Verzeihen - oder was ?

Beitragvon zimtstern » 20. Mär 2011, 19:40

Danke Loa und Maria,

im Prinzip verstehe ich das ja, denn nur im "Jetzt" kann es die Übereinstimmung zwischen meinem kleinen und großen Ich geben, so bald ich etwas aus der Vergangenheit bedauere oder für die Zukunft erhoffe, bin ich nicht mehr im Jetzt.
Mir ist auch klar das träumen nicht gleich zu setzen mit "im Vortex sein" ist (jedenfalls diese Art von "wegträumen" bei der man eigentlich aus dem Jetzt flüchtet).
Ich weiß, würde ich die Sache richtig verstehen dann würde ich nicht wegträumen wollen sondern es gäbe nichts schöneres als im Jetzt zu sein.

Wenn Du das Gesetz der Anziehung wirklich verstehst, dann wird Dir klar, dass es keine Opfer und keine Täter gibt. Keine Schuldigen und keine, die Schuld zuweisen können. Und was gibt es denn dann zu lösen?


Was es mir so schwierig macht, - mir ist schon lange klar (jedenfalls vom Verstand her) dass ich niemanden die Schuld für etwas geben kann. aber ich bin so fest darin verwurzelt dass es immer einen Schuldigen gibt, und am Ende gebe ich mir dann selbst die Schuld. Denn es heißt ja, ich, nur ich, bin die Verantwortliche... wenn es mir also schlecht geht, dann habe ich etwas falsch gemacht. (Bin dann Opfer und Schuldige gleichzeitig).
Ich weiß, letzteres stimmt nicht mit dem LOA überein...
Ersteres, also "meine Verantwortung = meine Schuld" ist aber schon irgendwie missverständlicher.

Ich dachte ja immer ich hätte schon einen großen Schritt gemacht, nicht mehr anderen die Schuld zu geben, sondern bei mir selbst danach zu suchen... Aber eigentlich bin ich da in meinem alten Muster geblieben,
ich habe es nur mal wieder allen recht machen wollen und mich dadurch noch mehr zum Opfer gemacht.

Dass "meine Verantwortung/"Macht" nicht mit "meine Schuld" gleichzusetzen ist, kann man ja auch nur verstehen wenn man sich bewußt macht dass es genrell kein richtig und falsch gibt.
Das hakt es bei mir noch...

Ich habe schon so oft versucht das zu verstehen, und ich hatte dabei auch schon ein paar "lichte" Momente,
mir war ganz klar, dass ja niemand urteilt, (außer mir selbst) , und wenn ich leide weil ich urteile, dann kann ich damit aufhören und es einfach anders machen.

Aber dieses Gefühl/Verständnis verschwindet immer wieder so schnell...

Vielleicht müßte ich mir diesen Punkt "niemand (bspw. die Quelle) urteilt, außer mir selbst" noch mal genauer unter die Lupe nehmen.
Denn genau genommen urteilen ja auch die Mitmenschen. (aus meiner Sicht)
Aber dass ich diese urteilenden Menschen in meine Realität hinein ziehe hängt ja wiederrum von mir ab, würde ich nicht urteilen, (etwas bedauern, mich ärgern, mich selbst verurteilen) - also mich nicht lange damit aufhalten mich schlecht zu fühlen, dann würde ich diese "Urteile" auch nicht in mein Leben ziehen.

Puh... würde ich das doch mal wirklich begreifen.

Vielleicht müßte ich es sogar trainieren nicht so schnell wegzuträumen/zu flüchten, sondern im Jetzt zu bleiben. Doch wenn ich gegen dieses wegträumen ankämpfe, dann entwickle ich Wiederstand und bin auch nicht im Jetzt. Das wegträumen fühlt sich immer so angenehm an... erst mal.
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