Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Molly » 10. Apr 2012, 15:21

Ich kenne mich mit dem Thema des zu Hause unterrichtens nicht gut aus, aber habe die Befürchtung, dass auch zu Hause unterrichtete Kinder irgendwann in allgemeingültigen Prüfungen Abschlüsse erreichen müssen. Das grenzt die zeit und den Lehrplan sicher ein?

Mein persönlicher großer, großer widerstand bei dem Thema ist (habe ja auch zwei Jungs hier) dass ich nicht Lehrerin sein will. :shock:
Ich will die Rolle einfach nicht und alles, was ich damit verbinde. Denn das chilligeste, entspannteste Kind wird irgendwann andere wollen als ich. Und ich anders als das Kind (habe ich da einen fiesen Glaubenssatz entdeckt?) Es gestaltet sich in meinen Augen also eine zusätzliche Reibungsstelle, die ich auch "auslagern" könnte. Ich bin vor allem liebevolle und entspannte und inspirierte und engagierte Mama: weil ich mich nicht mit lernen und Hausaufgaben herumschlage (wir haben sogar nachmittags einen Lehrer). So kann ich die Interessen der Jungs vertiefen wie ich will und wie sie wollen. Ohne Leistungsdruck dahinter. Schon das Thema Hausaufgaben ist für mich eher negativ besetzt, ich will mir lieber nicht vorstellen, wie es aussieht, wenn man sein Kind nicht nur fördern, versorgen und zu einem netten Menschen erziehen will (und verkommen darf es ja auch nicht ;-) h , sondern auch noch für Unterricht und Co zuständig ist. Not my pie :pfeif:
Zudem fände ich, für das jüngere Kind, exklusive Mama-Zeit, wenn der große in der Schule ist, auch schön.

Aber ich habe auch den großen Impuls zu sagen: ich Wünsche dir und euch viel Spaß und Glück. Ein mutiger Schritt, rocke deinen Traum! :loveshower:
I am such a fortunate girl
Molly
 
Beiträge: 65
Registriert: 01.2012
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 12. Apr 2012, 10:51

Lichtblume hat geschrieben:Dann steht auf Seite: 90

Aber uns ist natürlich bewusst, dass dann, wenn sich andere Menschen ihre Erfahrungen bei dirbzu Hause erschaffen, wo du es täglich mit ansehen und hören musst, ihre Schöpfung sich unmittelbar auf deine eigene auswirkt.Daher ist es durchaus angebracht, wenn du ihnen diese Auswirkungen deutlich mitteilst


Das Rätsel ist gelöst - ich habe in meinem Buch nachgeschaut. Es handelt sich um eine nicht korrekte Übersetzung; nur aus dem Kontext und dem Wissen um die Abraham-Lehre heraus wird das verständlich. Und leider, sagen auch Abraham, sind die Übersetzungen oft nicht korrekt. Richtig muss es heissen:

"Wir verstehen natürlich, dass dann, wenn sie ihre Erfahrungen unter Deinem Dach erschaffen und Du das täglich anschaust und anhörst, ihre Schöpfung Deine eigene beeinflusst und dass Du ihnen eigentlich sagen solltest (möchtest), wie Dich das beeinträchtigt."

Die Wichtigkeit in der Übersetzung, das Verständnis für dieses Bedürfnis ("but we certainly understand"), den Kindern die Auswirkung des Streits auf sie mitteilen ("you should have something to say"), ist etwas ganz anderes als "uns ist es bewusst" und "es ist angebracht, etwas zu sagen". Sie fahren fort, dass dann, wenn das eigene Wohlgefühl von ihrer Fähigkeit andere zu kontrollieren abhängt, diese Mutter nie glücklich wird, da es ein hoffnungsloses Unterfangen ist, andere kontrollieren zu wollen.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon wodny muz » 12. Apr 2012, 17:10

Hallo zusammen,

ich glaube auch, dass wir gezielt hierher kommen, um durch Kontraste Ausdehnung zu erfahren. Allerdings glaube ich auch, dass nicht jeder wünscht, die gleichen Kontraste zu erleben wie alle anderen, sonst müssten ja alle gleichzeitig Single und verheiratet, angestellt und selbständig usw. sein, um alle Formen und Arten der Kontraste erleben zu können. Warum ist für den einen von uns Partnerschaft der Haupt-Kontrast und für den nächsten Fülle usw. So könnte es auch sein, dass für manche Kinder homeschooling der "gewünschte" Kontrast, besser die gewählte Erfahrung ist und für die andere eine andere Schulform. "Gewünschte" Erfahrungen meine ich in dem Sinne, dass nach der Geburt eine "Default-Schwingung" da ist, von der aus die nächsten Erfahrungen angezogen werden.

Esther war für Abraham die geeigneter Übersetzerin, gerade weil sie bestimte Erfahrungen in Ihrem Leben nicht gemacht hat (Lee Carroll ebenfalls bei Kryon). Sie hat sich also -egal wie bewusst- von bestimmten Erfahrungen absichtlich fern gehalten, um unvoreingenommen (und damit so objektiv wie möglich) in Bezug auf bestimmte Themen zu sein. Wenn ich mir vorstelle, dass es in der nächsten Generation vielleicht mal Lehrer benötigt, die nicht Ihre eigene Schulzeit als Maßstab für die Erziehung ihrer Schüler nehmen, könnte also auch eine andere Sozialisation dafür erforderlich sein.

Da man ja nichts für andere erschaffen kann, gilt das auch für Kinder. Ich meine deshalb, dass die Schwingung der Kinder das (Erziehungs-) Verhalten der Eltern so beeinflusst, dass Co-Creation im Bezug auf Erziehung oder Wahl der Schulform entsteht. Die Kinder wählen ja auch bewusst für ihre Inkarnation die Eltern sowie Zeit und Ort, um die gewünschten Kontraste erfahren zu können. Um beim Beispiel homeschooling zu bleiben, mussten dafür ja nicht nur das Land, sondern auch der Kanton und die Haltung der Eltern zusammenpassen, sich also gegenseitig anziehen.

Meinen Eltern wurde vorgeworfen, dass sie ihre Kinder überbehüteten und -zugleich!- vernachlässigten. Es gab aus Sicht des Massenbewusstseins beide Elemente. Ich hatte immer das Gefühl, genau richtig (also entsprechend meiner Wünsche) aufzuwachsen (natürlich fand ich sie auch machmal ungerecht :lol: ). Dabei hatte ich das Glück, dass meine Eltern nie versuchten, "kindgerecht" zu denken, sondern meist vorrangig sich am IB ihrer Kinder zu orientieren, auch wenn sie es anders nannten. Mein Brüder hatten zwar die gleichen Eltern :) und auch die gleiche Erziehung, aber trotzdem andere Erfahrungen/Kontraste. Sie kommen bspw. mit Abraham nicht klar, sondern bevorzugen die ihnen näherstehenden spirituellen Lehrer, während die kooperativen Komponenten meines Aufwachsens mich gerade zu Abraham geführt haben.

Da ich keine Kinder habe stellt sich mir die Frage nach dem "Behüten" bzw. "Er-/Entmächtigen" bei meinen Mitarbeitern. Auch da merke ich, wie das Massenbewusstsein eine große Rolle spielt. Z.B. gilt bei Mitarbeiterführung, dass man Mitarbeiter nicht "hängen lassen" soll (Hilfe anbieten), wenn sie mit einem Problem nicht weiterkommen oder von einem Kunden bedrängt werden. Dazu kommen dann noch rechtliche Vorschriften, wenn es sich um die sog. "Fürsorgepflicht" des Arbeitgebers handelt. Natürlich kann ich mir schwingungsmäßig auf Dauer Teams "komponieren", bei denen alle diese Fragen nicht mehr auftauchen, aber solange es Kontraste gibt ist ja die Frage, wie damit umzugehen, wenn so ein Fall eintritt.

Ich habe dafür drei "Ansätze" gefunden, die sich vielleicht auch auf Kinder übertragen lassen: 1. Abraham sagen ja, dass Kinder so lange auf Erwachsene angewiesen sind bis sie die "Kulturfertigkeiten" (Laufen, Essen, Sprechen etc.) erlernt haben. Das übertrage ich auf Mitarbeiter und frage mich, ob sie die Aufgabe aufgrund der fachlichen Ausbildung schon lösen könnten. 2. Ich versetze mich in den Anderen, um die Situation besser verstehen zu können (allerdings mit meinem gesamten Wissen, sowohl intellektuell als auch spirituell) und 3. ich versuche, nicht den aktuellen Menschen, sondern das IB dahinter zu sehen. Dadurch laufe ich nicht in die Falle, bei anderen eine Bedürftigkeit zu postulieren bzw. deren Verhalten zu bewerten und kann leichter auf Wertschätzung umschalten. Vieles davon läuft nicht mehr bewusst, sondern ergibt sich automatisch/intuitiv aus der eigenen neuen Haltung zur Selbstverantwortung i.S. Abrahams.

Liebe Grüße,
wodny
Möchtest du glücklich sein oder Recht haben?(Ein Kurs in Wundern)
wodny muz
 
Beiträge: 264
Registriert: 08.2010
Wohnort: Norddeutschland
Geschlecht: männlich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 12. Apr 2012, 22:15

Guten Abend alle Zusammen,

es war sehr spannend und bereichern für mich, eure Antworten zu lesen und nun eine längere Zeit mal darüber nach zu denken. Ich merke immer mehr, dass ich nicht einfach sofort antworten kann sondern einfach Zeit brauche um über eure Antworten nach zu sinnen, sie von einem anderen Blickwinkel zu betrachten, dann mein Verhalten beobachten, meine Situation aus einem anderen Blickwinkel an zu schauen und dann evt. andere Handlungen zu machen.

Ich denke, das Thema "Bildung zu Hause" wie wir es hier in der Schweiz nennen ist ein sehr heikles und begleitet von vielen Emotionen geprägtes Thema. Viele lehnen es ganz klar ab, können sich so etwas überhaupt nicht vorstellen, sehen dahinter sogar eine Gefahr für die Gesellschaft. Das sieht man auch daher, dass es nur noch in 5 Kantonen möglich ist, seine Kinder ohne Lehrerpatent zu Hause zu Unterrichten. Auch sind letztes Jahr 2 Familie hier in der Schweiz ans Bundesgericht gegangen, um erreichen zu können, dass sie ihre Kinder zu Hause unterrichten dürfen. Der Fall wurde abgelehnt. Nicht wegen der Argumentation der Antragsteller sondern schlicht und einfach so vermute ich, aus Angst vor einer anderen Gesellschaftsordnung die heissen könnte "Es geht genau so gut ohne Schule"

Ich verstehe die Befürchtungen und die Argumente die gegen eine "Bildung zu Hause" sprechen. Dachte ich doch noch vor 2 Jahren genau so darüber. Ich konnte mir es anders gar nicht vorstellen. Aber dann wurde es mir bewusst, was es für mich und meine Familie bedeutet, dass dann die Kinder plötzlich die Mehrheit des Tages zur Schule gehen. Das ganze Familiengefüge wird auseinander gerissen und die Kinder müssen plötzlich, fernab von Eltern und Geschwister eine beträchtliche Zeit ihres Tages verbringen. Wenn wir mal überlegen, dass es gar nicht so lange her ist, dass Kinder ganz selbstverständlich zu Hause gelernt haben, ist die "Schule" so wie wir sie kennen, gar noch nicht so lange üblich.

Zu welchem Zeitpunkt im Leben wird von uns verlangt, dass wir die meiste Zeit des Tages mit Menschen im gleichen Alter verbringen, um so zu lernen wie das Leben funktioniert? Das wird von den Kindern verlangt und dann von den älteren Menschen.

Wie würden wir uns fühlen, wenn von uns verlangt werden würde, dass wir die meiste Zeit des Tages "nur" noch mit Menschen gleichen Alters verbringen dürfen? Und davon 1 Mensch (in dem Fall der Lehrer) vor uns steht und uns sagt, was wir zu tun haben, wann wir etwas machen müssen, wie lange wir mit diesen Tätigkeiten beschäftigt sein dürfen etc.

Ich bin dankbar zu lesen, dass es Schulen gibt die immer mehr die Bedürfnisse der Kinder erkennen. Dass es Lehrer gibt die "anders" denken. Die das ureigene Potential erkennen, welches in jedem Kind steckt und es darin unterstützt.

Aber trotzdem Schule bleibt Schule in der es nie möglich sein wird, dass jedes Kind nach seinem eigenen Weg lernen kann.

Es braucht auch hier Freiheit. Freiheit ist unser alles Geburtsrecht! Freiheit entscheiden zu können welchen Weg man gehen will.

lawofattraction hat geschrieben:
Diese Aussage widerspricht sich ja nun in ihrer Essenz. Die Eltern haben es entschieden - woher willst Du wissen, was Dein Kind - als Ausdehnung des Nicht-Physischen - "braucht" und was es entscheiden würde? Wie kann denn ein Kind das entscheiden, wenn es keine Vergleichsmöglichkeiten hat? "Einen eigenen Weg finden" setzt vor allem einmal Wahlmöglichkeiten voraus, anderenfalls bleibt das der Weg, den jemand anders vorgibt.


Aber Kinder die in die in unserer Gesellschaft in die Schule geschickt werden können ja auch nicht "frei" entscheiden....
Sie werden ja auch nicht gefragt. Die Gesellschaft entscheidet über die Kinder! Weil die Gesellschaft wie in so vielen Fällen meint zu wissen was richtig und was falsch ist.


Daneben ist es fraglich warum wir in unserer Gesellschaft der Meinung sind, dass die "schule" den richtigen Ort für das Lernen ist... Das ganze Leben bietet genügend Gelegenheit für einen Kontrast, Gelegenheiten zum lernen. Da braucht es keine Schule um die Kinder zu unterrichten. Das macht das Leben ganz alleine schon selber. In seiner ganzen Herrlichkeit und Vielfalt.

Und das wunderschönste ist doch, dass der Drang zum wachsen und zum lernen ganz automatisch in den Kindern vorhanden ist. Ein Kind will wachsen, ein Kind will entdecken, es will lernen. Und das vom 1 Atemzug an das es auf dieser Welt macht. Und das ohne, dass wir Erwachsenen etwas tun müssen. Was Kinder brauchen ist eine liebevolle Umgebung in denen sie die Freiheit bekommen, genau das zu lernen was sie lernen wollen. Und dann geschieht das Lernen ganz von alleine. Das Lernen geschieht dann aus Ihrem innersten Wesen aus ihrem innersten Kern aus. So wie ja auch bei uns Erwachsenen. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass wir uns eigentlich mal überlegen müsse, dass wir bei unseren Kindern in die Schule gehen sollten :kgrhl: In vielen Bereichen wissen sie doch so viel mehr als wir. Wieviel haben wir vergessen, was unsere Kinder noch wissen :clown: Da wird mir als Mami grad bewusst, wenn ich das so schreibe, dass ich noch viel mehr zurück treten kann. Meine Kinder beobachten kann und zulassen soll, dass sie mir eine Welt zeigen, die ich vergessen habe! Die Kinder haben die Macht und die Kraft uns dorthin zu führen wo auch wir hingehören. Die Kinder erinnern uns, an unseres "Inneres Kind-Ich" Was würde geschehen, wenn wir die Welt vielmehr aus den Augen der Kinder sehen würden?

Nochmals zum dem natürlichen Drang der Kindern... Habt ihr mal überlegt, wer euch beigebracht hat als kleines neugeborenes Baby bei eurer Mutter an der Brust zu trinken? Wer hat euch beigebracht eure Händchen zu gebrauchen? Euch auf den Bauch und wieder auf den Rücken zu drehen? Zu sitzen? Zu stehen? Und dann zu laufen? Zu sprechen? Die Liste könnt noch weiter fortgeführt werden....

Es war euer innigster Wunsch und den Drang zu wachsen, zu lernen, neue Erfahrungen zu machen, sich aus zu dehnen, Kontrast zu erleben etc. Für all diese Lehrschritte, hat kein Kind der Welt einen Lehrer gebraucht, der es ihm beibringt!
Oder habt ihr schon mal erlebt, dass Eltern einen Lehrer anstellen, nur das er ihrem Kind beibringt wie es Sitzen muss oder wie es lernen soll mit Gabel und Messer zu essen?

Das Kind hatte den Wunsch und dann hat es einfach die Menschen in seinem Umfeld beobachtet. Und dann geübt, geübt und nochmals geübt. Ohne sich jemals vom Ziel abbringen zu lassen. Wenn ich daran denke, wie oft meine kleine Tochter noch umfällt weil sie schneller ans Ziel will, aber ihre kleinen Beinchen noch nicht nach kommen. Sie fällt um und steht wieder auf - einfach so und weil sie ihr Ziel nie aus den Augen verliert und den Glauben an sich selber, dass sie dieses Ziel auch erreichen wird. Einfach in ihre Tempo!

lawofattraction hat geschrieben:Das bringt mich zu der Frage, wie Du denn mit den unterschiedlichen Wissensbedürfnissen und Beschäftigungsbedürfnissen der Kinder umgehst? Denn zweifellos sind die bei 3 Jahren Altersunterschied gewaltig. Einen Energieüberschuss und Aggressionsverhalten kann Dein Sohn in einer Klasse Gleichaltriger sehr gut lernen und auch kompensieren, zuhause wohl weniger.


Sicher sind 3 Jahre viel... Aber wie oben schon beschrieben, teilen wir unsere Leben mit Menschen ganz unterschiedlichsten Alters, Bedürfnisse und Erfahrungen. Und für uns alle ist es immer ein Lehrprozess mit diesen Faktoren umgehen zu können, bez. sich in unserer Gesellschaft bewegen zu können in der jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse und Erfahrungen gemacht hat. Dazu kommt dann noch die Herausforderung des Alters.

Also wo können diese Faktoren am besten geübt werden von den Kindern? Ich meinte im Leben selber. In ganz normalen alltäglichen Situationen wo sie mit Menschen jedes Alters in Kontakt kommen. Wo sie erfahren, dass jeder Mensch seine ureigene Erfahrungen gemacht hat und seine ganz speziellen Bedürfnisse hat.

Ich versuche im Alltag die Kinder in alles einzubeziehen, was auch ich grad tue. Also werden sie mit den unterschiedlichsten Situationen konfrontiert. Wenn wir unterwegs sind begegnen sie alles Arten von Menschen und können so auch lernen sich in den verschiedensten Situationen zu recht zu finden. Egal ob wir zu Hause sind oder unterwegs lasse ich und mein Mann natürlich auch, den Kindern viel Freiraum zum entdecken, zu beobachten und selber aus zu probieren. Zum Beispiel bin ich häufig mit den Kindern auf dem Spielplatz, der grad auch den Pausenplatz der Schulkinder ist. Mein Sohn hat nun Tagelang den Schulkindern immer zu gesehen, wie sie miteinander gespielt haben ohne selber mit ihnen zu spielen. Ich liess ihn einfach. Ich vertraute darauf, dass er wenn er soweit war, dass er dann den richtigen Schritt macht und mitspielt mit den Kindern. Und das tat er dann auch.

Meine Tochter ist da anders. Wenn die Schulkinder Fussball-Spielen rennt sie los und würde am liebsten den Ball weg schappen :kgrhl: und mitspielen. Dort muss ich eingreifen, jedenfalls so lange sie noch zu klein ist, ich kann sie schlecht in ein Fussballmatsch laufen lassen. Aber wenn nach der Schule nur noch 2-3 Kinder da sind und Ball spielen, lasse ich sie bewusst laufen (natürlich so, dass sie nicht überrannt wird oder irgendwo steht wo es für sie nicht gut ist) und ich konnte so beobachten, dass die Kinder sie dann mit spielen liessen, oder ihr denn Ball gegeben haben zum spielen. Das war so schön zu beobachten :loveshower:

Ich beobachte einfach, wie alles einfach von selber kommt. Wie Abraham so schön sagt, ein Fluss, der von alleine fliesst. Das merke ich aber jetzt einfach immer mehr, weil auch ich lerne den Fluss fliessen zu lassen... bei mir selber oder eben bei meinen Kindern. Es ist eine Riesen Herausforderung, diesen Weg zu gehen, ich meine die Kinder "zu Hause lernen " zu lassen. Aber eine Herausforderung die ich jeden Tag auf das neue anpacke. Jeden Tag neues zu lernen und vor allem MIT DEN EIGENEN KINDERN ZU WACHSEN erfüllt mich immer mehr mit Stolz und Begeisterung. Ich sage jeden Tag auf das Neue "JA" zu diesem Weg. Denn es ist einfach schön, gemeinsam zu wachsen, gemeinsam zu lernen, gemeinsam neue Themen zu erforschen. Denn ich sehe mich nicht als Lehrerin meiner Kinder. Sie sind ihr eigener Lehrer. Ich sehe mich vielmehr als Begleiterin. Ich habe das Glück meine Kinder auf einem Stück ihres Lebens zu begleiten und wenn sie dann so weit sind werden sie aus dem Nest fliegen und ich werde sie dann gehen lassen, aus dem einzigen Grund weil ich sie liebe und weil ich weiss, dass jedes Lebewesen das Recht hat "frei" zu sein! Ich lasse sie jeden Tag ein Stück los, übergebe ihnen jeden Tag ein stück mehr Verantwortung für ihr Leben. Immer so viel, wie ich weiss, dass sie damit umgehen können.

lawofattraction hat geschrieben:Zu Deinem Thema des Home-Schoolings fiel mir spontan ein, dass Du mal thematisiert hattest, dass Dein Sohn Euch am Morgen weckte, da er spielen wollte, Du und die kleine Tochter aber noch schlafen wolltet. Ich empfand Dich als sehr beschützend der Kleinen gegenüber und Deine Worte über den Jungen - nunja, etwas genervt.


Meine Mutter hat mir oft als erzählt, dass Kinder zu haben eine riesige Aufgabe und Herausforderung sei - Ich konnte das erst glauben als ich selber Mutter wurde. Ein Kind zu empfangen, es dann auf die Welt zu bringen und dann zu erleben, dass dieses winzige Wesen in deinen Armen, körperlich gesehen, total von dir als Mutter abhängig ist, ist eine so glaube ich wundervollsten Erfahrungen die es gibt. Aber daneben auch die schwierigste Erfahrung die einem wirklich an die Grenzen und an den Rand deiner Kräfte bringen kann! Glück, Freude, Seligkeit und daneben totale körperliche Erschöpfung, genervt sein und manchmal auch nicht zu wissen wie weiter, liegen für mich als Mami nahe beieinander.

Als mein Sohn geboren wurde, war ich noch nicht so weit wie ich es jetzt bin. Das heisst, ich hatte noch keine Ahnung, dass ich meine Leben bewusst gestalte. Ich hatte meinen "inneren Kern" meine "innere Stimme" noch nicht entdeckt. Das führte dazu, dass ich 1 Jahr nach seiner Geburt total am Ende meiner Kräfte war. Hatte Panikattacken etc.

Dank wundervollen Menschen (darunter mein Mann) und mein starken Wunsch wieder gesund zu werden, brachten mich dann auf den Weg der mit hierhin geführt hat. Ich habe mich aufgerappelt. Stein um Stein erklommen. Die ganze Zeit des Wachsens waren begleitet davon, dass mein Sohn sehr sehr viel geschriehen hat. Ich habe oft nicht mehr gewusst, wie ich mit seinem schreien, oder seinen Wutanfällen umgehen sollte, war oft auch wieder an dem Rand meiner Grenzen. Aber langsam aber sicher kann ich immer besser damit umgehen. Ich habe mein "inneres - Ich " entdeckt. Ich habe entdeckt, dass in mir Licht ist, und das auch in meinem Sohn Licht ist. Ich habe gelernt zu begreifen, dass wir zusammen etwas lernen wollen. Das dass war gewesen war einen Sinn hatte. Zu wachsen zu lernen sie aus zu denen. Ich denke ich müsste meinem Sohn einfach mal DANKE sagen, hätte sie unser gemeinsame Weg nicht so gestaltet, wäre ich jetzt nicht hier wo ich jetzt bin. Auch jetzt noch haben wir viel zu lernen. Aber ich weiss, dass wir das schaffen werden!

Nun auf deine Bemerkung wegen dem genervt sein. Ja ich war oft genervt, weil ich einfach oft nicht mehr konnte. Wusste keinen Rat mehr, habe mich dann aber immer wieder aufgefangen. Dazu kam, dass ich seit mein Sohn auf der Welt ist, keine einzige Nacht mehr, mehr als 2-3 Stunden geschlafen habe und das zerrt auch! Wenn der Schlaf fehlt über so lange Zeit, dass ist die Geduld auch nicht immer da wo man sie gerne hätte. Auch da heisst es üben, üben, üben!

lawofattraction hat geschrieben:Und wie findet dann zu einem späteren Zeitpunkt die Integration in die Gesellschaft statt, wenn die Kinder eine solche Integration nicht gelernt haben?


Eben wie schon beschrieben. Dass man den Kindern jede erdenkliche Chance und Möglichkeit gibt mit allen Menschen in einen Lebendigen Ausstausch treten zu können. Und das in mitten dem Leben selber und nicht abgedonnert mit gleichalterigen!

Ich will einfach hier ganz klar betonen, dass ich NICHT gegen die Schule bin. Jeder sollte, selber für sich und seine Familie entscheiden können, welchen Weg sie gehen wollen. Und vor dieser Entscheidung haben ich den allen grössten Respekt!

Zaungast hat geschrieben:Am ehesten kann man Kinder, denke ich, unterstützen, wenn man ihnen beibringt, mit Druck und Disziplinforderungen sinnvoll und gewinnbringend umzugehen....auch, indem man ihnen z.B. beibringt, eine positive Haltung zu der scheinbar unangenehmen Aufgabe einzunehmen und besser anfühlende Gedanken zu finden usw...
Ihnen wirklich nahebringt, warum gewisse unangenehme Aufgaben sich lohnen, und andererseits das Selbstvertrauen verschafft, wirklichen Quatsch als solchen zu erkennen und eben schwingungsmäßig abzuwenden...
(Wirklicher Quatsch meint echt sinnlose Fleißaufgaben und leere Auswendiglernerei..usw.)
Indem man ihnen also abrahamische Grundsätze als Werkzeuge in die Hand gibt, um mit dem ganz normalen Leben klar zu kommen und es so umzugestalten, dass sie dort Angenehmes in ihr Leben ziehen.



Da stimme ich mit dir überrein. Auch ich versuche meinen Kindern die Möglichkeit zu geben, zu lernen auch mit unangenehmen Aufgaben fertig zu werden. Das heisst, nur weil sie zu Hause lernen ich Ihnen alle Steine aus dem Weg räume! Sie dürfen auch lernen, dass es Tätigkeiten gibt, die gemacht werden müssen, auch wenn man "keine Lust" darauf hat. Versuche ihnen dann auf zu zeigen, dass man wenn man die Tätigkeit aus einem anderen Blickwinkel betrachtet auch positiv sehen kann.

Zaungast hat geschrieben:
So wenig Kontrolle wie möglich, so viel Vertrauen wie möglich...( da lerne ich auch ständig dazu)
Aber mein Wohlgefühl gilt ebenso wie das der Kinder...und die Grenzen und Vorgaben kommen da, wo ich das Gefühl habe, dass meine Grenzen überschritten werden.
Und wo der Spaß mal fehlt, ist nicht Abwenden die Lösung, sondern Umwandeln.


Meine eigenen Grenzen würden übrigens recht häufig überschritten werden, wenn ich die Erziehung und den Unterricht und all das, was dazu gehört, zu Hause stattfinden lassen müsste. Uff....wo bliebe da ich? Allein die Zeit, die die ganze Vorbereitung in Anspruch nimmt bzw. nehmen würde...[/quote]

Da ich meine Kindern direkt "im Leben" lernen lassen will, wir nennen das hier in der Schweiz unschooling, ergeben sich keine Vorbereitungen die dem Sinn, die die Lehrer in der Schule treffen müssen. Das Lernen mit unseren Kinder gestaltet sich für mich und mein Mann spontan und immer im Bezug auf das Leben selber. Also das heisst, dass wir keine Stundenplan haben, der besagt, was wir wann und wo machen. Wir lassen die Kinder selber lernen und gestalten einfach die Umgebung so, dass ein Lernen stattfinden kann. Also wir schaffen eine Umgebung die Lust macht, neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln. Wir lassen die Kinder teil haben. Wenn ich sehe, dass mein Sohn für einen neuen Lehrnschritt bereit ist, bez. wenn gewisse Fragen immer wieder kommen, kaufen wir Materialien, damit unser Sohn sich mit diesem Thema auseinander setzen kann. Im Begleitung natürlich von uns als Eltern. Damit Fragen die aufkommen beantwortet werden können. Da versuche ich aber immer das so zu handhaben, dass mein Sohn die Möglichkeit hat, selber die Lösung oder die Antwort zu finden. Es gibt so viele Beispiele dazu, würde aber den Umfang sprengen wenn ich jetzt noch mehr aufzählen würde, als das ich bis jetzt schon tat. :pfeif:

Lia hat geschrieben:
Das natürliche Lernverhalten von Kindern kann sich in jeder Umgebung perfekt entwickeln, solange es nicht durch fremde, von aussen aufgelegte Strukturen, Regeln usw., die sich das Kind dann zu eigen macht, gehemmt wird. Darum kümmert sich das innere Wesen des kleinen Menschen, mit seiner immensen Liebe zur Welt. Die Kontraste entstehen auch Zuhause, es gibt ja auch viele Kinder, die nicht mal Zuhause unterrichtet werden, sondern komplett nur das machen, wozu sie gerade Lust haben.


Das finde ich sehr schön geschrieben. Vielen Dank!

@wodny: Vielen Dank für deine Zeilen.

Uff. Nun habe ich viel geschrieben. Der Text ist nun sehr lang geworden, zum Teil sicher aus Emotional. Ich habe einfach geschrieben und geschrieben, so wie ich es sehe und fühle! Und auch weil ich nun auch, wegen dem was ich hier geschrieben habe, überzeugt bin von dem Weg den wir gewählt haben.

Ich habe wirklich in den letzten Tagen gezweifelt ob ich wirklich richtig entschieden habe... weil eure Beiträge mich zweifeln liessen, aber nun kann ich wirklich "JA" sagen zu meinem Weg! Ich denke, das hat auch damit zu tun was mir selber bewusst wurde, direkt wo ich nun diesen langen Text geschrieben habe. Daher Danke euch allen!

Daher danke für diesen Satz, das tut so richtig gut!!!

Molly hat geschrieben:Aber ich habe auch den großen Impuls zu sagen: ich Wünsche dir und euch viel Spaß und Glück. Ein mutiger Schritt, rocke deinen Traum!


Liebe LOA, vielen Dank, dass du das Rätsel gelöst hast! Ich werde mich ein andermal darüber noch melden, da ich noch Fragen dazu habe. Werde nun aber deinen Text nun auch wieder auf mich wirken lassen, so dass ich genügend Zeit habe, darüber nach zu denken.

Ich würde gerne noch einen Link hier ins Forum stellen von einer Familie, die ich selber noch nicht persönlich kenne, die über`s Internet von ihrem Leben erzählen da sie ihren 3 Kindern die Möglichkeit geben zu Hause zu leben. Da gibt es so wundervolle Texte und Erfahrungen die aus ihrem Leben berichten die so schön zeigen, wie Kinder eben auch ohne Schule lernen können. Ich weiss nicht ob ich den Link hier posten darf? Wenn nicht, schreibt mir doch eine PN, so werde ich den Link durch geben.

So oder so! Ich wünsche besonders alle Eltern alles Liebe und Gute für Ihren gemeinsamen Weg mit ihren Kindern. Viel Freude, Glück, Kraft und Sonnenschein und zwar EGAL welchen Weg ihr geht!!! Ob mit oder ohne Schule, ALLES ALLES GUTE!

Von ganzem Herzen euch allen eine gute Nacht!

Liebe Grüsse
Lichtblume
Zuletzt geändert von Lichtblume am 12. Apr 2012, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 12. Apr 2012, 22:17

Ps: Ach ja. Bitte entschuldigt wenn ich hier und da Schreibfehler gemacht habe, oder ein Satz von der Satzstellung nicht so stimmt, ich habe einfach nur so geschrieben und bin nun froh, dass ich fertig bin und das schreiben konnte was ich wollte. Machst gut! :uns:
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 13. Apr 2012, 07:45




Hallo liebe Lichtblume,

ich danke Dir für Deinen flammenden Verteidigungsbericht zu Deiner Entscheidung, Deine Kinder nicht am herkömmlichen Schulsystem teilnehmen zu lassen. Verwundert dabei hat mich allerdings, dass es sich nicht einmal um Homeschooling handelt, sondern etwas, das Du Unschooling nennst, dem, so wie ich Dich verstehe, gar kein Curriculum zugrunde liegt.

An dieser Stelle möchte ich jedoch auf jede weitere Diskussion verzichten, auch wenn in Deinen Argumenten für die Freiheit sehr viel Einschränkendes und Begrenzendes und Unfreies enthalten ist - zumindest dann, wenn man Abraham verinnerlicht hat. Und nicht das Gegenüberstellen von Gesellschaftsformen ist die Intention dieses Forums, sondern die Betrachtung unserer Erfahrungen mit Hinblick auf die Abrahamlehre .

In der Überzeugung, "all is well" und dass jeder Lebensweg für die beteiligten Menschen der genau richtige ist, bin ich natürlich auch sicher, dass das bei Dir und Deiner Familie der Fall ist. Deine Ängste werden Dir durch diese Entscheidung nicht genommen, aber in der Gewissheit einer Struktur - egal, ob sie nun im Inneren einer kleinen Familie stattfindet oder in einem grösseren Umfeld wie Schule - ist der Umgang damit wesentlich leichter.

Und wenn ich vom Thema auch nicht direkt betroffen bin, so war die Diskussion doch eine Bereicherung, so wie alles, was veranlasst, über den eigenen Tellerrand zu sehen. Dir und Deiner Familie wünsche ich nur das Beste, wobei mir das Wichtigste erscheint zu beherzigen, eine einmal getroffene Entscheidung nicht anzuzweifeln, aber auch den Weitblick zu haben, eine andere zu treffen, selbst wenn sie der ersten diametral entgegengesetzt ist.

I love contrast.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lia » 13. Apr 2012, 08:51

Liebe Lichtblume,

ich habe den Eindruck, dass sich bei Dir wirklich sehr viel geklärt hat, Deine Worte sind einfach aus dem Fluss geströmt.

Dass das Thema Unschooling noch für viele Menschen fremd ist, zeigt sich auch dadurch, dass sehr viele und tiefsitzende Überzeugungen wachgerufen werden und dadurch viele wunde Punkte berührt werden. Aber diese haben nichts mit Eurem Weg zu tun und genau dahin hast Du Dich hinbewegt. Ich freue mich sehr mit Dir!!

Auch ich wünsche Dir und Deinen Lieben viel Freude beim gemeinsamen Wachsen!

Lieben Gruss,

Lia
Lia
 
Beiträge: 41
Registriert: 01.2012
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Zaungast » 13. Apr 2012, 08:56

Liebe Lichtblume

Ich möche mich auch für die spannende Diskussion bedanken. In mir hat sie etwas angeschlagen... :clown: ...(dennoch werde ich meinen Sohn jetzt nicht aus der Schule nehmen und auch nicht in die Schweiz umziehen :clown: )
Aber sie hat einfach wichtige Fragen aufgeworfen oder mir wieder mehr zu Bewusstsein gebracht.

Ich wünsche euch viel Glück!


Im übrigen fände ich es gut, den Schuldiskussionsteil abzutrennen und einen eigenen thread zu erstellen, etwa:
Kindliche Freiheit im Sinne Abrahams( und Schule)...., oder so etwas.

(Und man könnte dann sogar noch etwas allgemeiner weiterdiskutieren oder zumindest recherchieren...ich finde das Thema insgesamt interessant.)

Außerdem findet man die Diskussion dann später auch leichter...

Lieben Gruß,

Z.
Zaungast
 

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 14. Apr 2012, 17:06

Hallo Zusammen,

ich hoffe, liebe LOA, dass es dir recht ist (natürlich auch allen anderen) wenn ich aufgrund der oberen Diskussion folgendes Video aus einer Sendung in der Schweiz poste. Ich habe das Video nun eben selber gerade gefunden und spüre den innerlichen Impuls dieses Video mit euch zu teilen.

Ich weiss es hat mit den Lehren Abrahams auf den 1. Blick nicht viel zu tun, und doch denke ich, dass die Begleitung von Kindern in unserer Zukunft doch eine sehr wichtige Aufgabe ist, so dass eine Bewusste Realitätsgestaltung verbunden mit anderen Wegen doch miteinander Hand in Hand geht.

Also hier den LInk: http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3 ... 352702ac03

Ich wünsche euch einen schönen Abend.

Liebe Grüsse
Lichtblume

Ps: Vielen Dank für eure Antworten auf meinen langem Beitrag. Ich werde mich dann separat dazu noch melden.
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 14. Apr 2012, 18:17




Natürlich, liebe Lichtblume, kannst Du das Video hier einstellen. :five: Ich habe es mit Freude angeschaut, da es einen sehr sympathischen jungen Mann zeigt, der seinen ureigenen Weg gegangen ist - und dieser Wege gibt es Millionen. Er hat halt als Vierjähriger morgens um sechs Uhr ganz alleine Gitarre gespielt - das überzeugt mich davon, dass er seinem Bliss gefolgt ist. Vielleicht kannst Du uns Ähnliches auch eines Tages von Deinen Kindern berichten.

Aber wie ich schon sagte, geht es hier doch nicht um Konzepte der Lebensführung auf den verschiedenen Gebieten, sondern wie wir Abrahams Lehre anwenden. Daher musst Du hier auch niemanden von Deinem "Erziehungs"-Konzept überzeugen. Ganz abgesehen davon - für jeden "Beweis" gibt es auch immer Gegenbeweise. :clown: Und ich hätte mich viel mehr gefreut, wenn Du ganz selbstverständlich und überzeugt über Dein Umgehen mit der Bildung und Ausbildung Deiner Kinder berichtet hättest ohne die Versuche, deren Richtigkeit untermauern und beweisen zu wollen. Denn dies Bestreben geht nun wieder gegen das Wohlgefühl.

Take it easy, alles ist richtig - genau so, wie es ist. Und was andere denken, ist vollkommen unerheblich, solange Du von der Richtigkeit Deiner Entscheidung überzeugt bist und Dich nicht aus dem Tritt bringen lässt. Wir sind da nur die Peanut Gallery. :mrgreen:

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 15. Apr 2012, 05:50

Liebe LOA,

Danke dir für deine Antwort. :danke:
Mit diesem Video, wollte ich niemanden von euch von meinem Weg überzeugen, oder damit sagen dass unser Weg der richtige Umgang mit den Kindern ist in der heutigen Zeit. Jede Eltern entscheiden sich für den richtigen Weg. :genau: Wie schon jemand geschrieben hat, kann es ja wirklich sein, dass die Kinder selber auch diesen Weg mit erschaffen ( andere Frage, entscheiden wir eigentlich schon vor der Geburt mit anderen Seelen, was wir zusammen erleben bez. Erschaffen wollen :hä: )

Das Video hat mich einfach so stark berührt und ja mir selber auch wieder Kraft gegeben bei meinem täglich "ja" zu diesem weg, dass ich es einfach mit euch teilen wollte. :uns:

Der Weg ist doch auch für uns noch so neu, so viele Fragen... Denn auch ich bin ja selber zur Schule gegangen und wusste bis vor ca. 2 Jahren nichts davon, dass es auch einen anderen Weg gibt. Daneben beschäftige ich mich nun intensiv mit den Lehren von Abraham und versuche das alles in mein Leben ein zu ordnen. Besonders nun in der Begleitung meiner Kindern. Das alleine wirft jeden Tag x- Fragen auf. Denn auch ich bin ja selber nicht von Eltern begleitet worden, die diese Lehren anwenden. Klar so geht es vielen Eltern, denke ich.

Manchmal fühle ich mich wie ich auf einer mir völlig unbekannten Insel gelanten bin, ich möchte unbedingt bleiben, muss mich aber erst jeden Tag auf das neue dort zurecht finden.

So, mein Sohn will an seiner Eisenbahn weiterbauen (brio). Mometan probiert er aus der Holzeisenbahn die normalerweise auf den Boden liegt, eine Art Bahn zu machen, die auf den Berg und wieder runter fährt. Er hat nun Alu- Dosen unter die Holzschienen geklebt und mit Hilfe von Kartonschachteln eine Art Brücke gebaut. Bin gespannt :loveshower:

Melde mich später wieder.......

Liebe Grüsse
Lichtblume

Ps: Mein Sohn hat die smillies gesetzt und er wartet nun ganz gespannt neben mir, dass er sie in meinem Text sieht, wenn ich ihn abgeschickt habe. :gvibes:
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 15. Apr 2012, 08:45




Moin, Ihr Lieben,

dann mal wieder ein wenig Abraham: :clown:

Lichtblume hat geschrieben:Jede Eltern entscheiden sich für den richtigen Weg. :genau:


Für ihren richtigen Weg, der aber nicht zwangsläufig der der Kinder sein muss. Die vorgeburtliche Intention ihrer Kindern kennen auch die Eltern nicht. Kleine Kinder übernehmen ja erst einmal die Schwingung der Eltern und ebenfalls ihre Glaubenssätze. Sie machen dann aber einen fortschreitenden Ablösungsprozess durch, wenn die eigenen Wünsche immer klarer definiert werden können. Das beinhaltet auch das Lossagen von den elterlichen GS und die Annahme anderer Überzeugungen, die durch eigene Schlussfolgerungen und durch Einflüsse ausserhalb des direkten Umfeldes als passender angesehen werden.

Landläufig wird dieser erste Lösungsschritt vom direkten Umfeld der Familie dann getan, wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, dann in die Schule, und in der Pubertät findet meist eine ganz drastische Lösung statt, indem oft gegen alles rebelliert wird, was die Eltern für richtig befinden. Solche Ablösungsvorgänge sind wichtig insofern, als durch das erweiterte Umfeld eine viel breitere Erfahrungspalette für das Kind gegeben ist, aus der es seine Vorlieben definieren und sein Leben kreativ erschaffen kann - also ein weit gespanntes Contrast-Angebot. Und Contrast, maximale Vielfalt, ist das, was Abraham jedem empfehlen, um sein Schöpfertum aus dem Vollen ausschöpfen zu können.

Lichtblume hat geschrieben:Wie schon jemand geschrieben hat, kann es ja wirklich sein, dass die Kinder selber auch diesen Weg mit erschaffen ( andere Frage, entscheiden wir eigentlich schon vor der Geburt mit anderen Seelen, was wir zusammen erleben bez. Erschaffen wollen :hä: )


So, wie Abraham das erklären, verabreden wir uns vielleicht mit anderen, die wir in diesem Leben treffen könnten, aber wir ziehen nur jene an, die in jedem gegebenen Moment unserer Schwingung entsprechen. Und wir haben keine konkrete Pläne, etwas Bestimmtes zu erfahren. Lediglich die übergeordneten Themen sind grob umrissen - wie zum Beispiel Abhängigkeit und Dominanz oder Unterdrückung und Entmächtigung - die ganze Bandbreite menschlichen Verhaltens eben, die auf vielerlei Art und Weise erfahren werden kann.

Man begibt sich in die Familie, die zum Zeitpunkt der Geburt die optimalen Umstände als Sprungbbrett für das gewählte Erfahrungsgebiet bieten kann. Selbst wenn wir uns mit anderen verabreden, so ziehen wir nur die an, die unserer augenblicklichen Schwingung entsprechen. Auch dann, wenn wir vor unserer physischen Geburt Verabredungen getroffen haben, werden wir nur mit solchen Menschen zusammentreffen, die wir durch unsere Gedanken anziehen.

Abraham betonen immer wieder, dass wir besser der Versuchung widerstehen sollen, diese energetischen Vorgänge in die Visualisation eines "Bühnenstückes" umsetzen zu wollen. Es finden keine "Seelenkonferenzen" statt, bei denen ein zukünftiges Vorgehen beschlossen wird, sondern es wird lediglich eine generelle Marschrichtung intendiert, die sich aber in jedem Moment durch Co-Creation wieder verändern kann. Es ist einfach nichts in unserer Zukunft festgeschrieben, da wir in jedem Moment die Möglichkeit des Neuerschaffens haben.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 16. Apr 2012, 14:13

Liebe LOA,

Ich danke dir für deine Erklärung aus der Sicht von Abraham. Du sprichst von Co-Creation. Das heisst ja das wir zusammen eine gemeinsame Realität erschaffen, oder? Wie stark ist den der Einfluss von jemanden anderen jetzt zum Beispiel im Bezug auf mein persönliches Leben? Wie muss ich mir diese Co- Creation vorstellen? Ist das so dass wir alle an einem gemeinsamen Bild malen oder hat jeder sein eigenes Bild? Weil wie zum Beispiel das Erschaffen der Realität in dem Familiengefüge, hat ja jeder sein Anteil dran. Wie kann es dann zu Veränderungen kommen? Müssen alle bei der Veränderung mitwirken oder reicht es völlig, wenn ich, da ich ja meine Realität erschaffe, meinen Blickwinkel ändere? Wie wirkt da die Co-Creation?

Ich danke die! :danke:

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 17. Apr 2012, 07:04




Hallo Lichtblume,

jedes Mal, wenn wir mit anderen zusammen sind, erschaffen wir in Co-Creation. Im Prinzip gibt es gar keine isolierte singuläre Kreation, da müsste man schon als Eremit irgendwo leben. Und selbst dort sind wir von Co-Creationen umgeben, wie zum Beispiel dem Wetter - und vielen anderen Faktoren.

Lichtblume hat geschrieben:Wie stark ist den der Einfluss von jemanden anderen jetzt zum Beispiel im Bezug auf mein persönliches Leben?


Wir kommen mit anderen ja aufgrund unserer matchenden Schwingung zusammen, die manchmal in die gleiche Wunschrichtung zeigt, aber auch konträr sein kann. Derjenige, der seine Schwingung am besten halten kann, hat natürlich die Voraussetzung für die Erfüllung seiner Wünsche.

Wenn Du ein Beispiel zu Deinem Thema herbeiziehst, dann sind da drei Kreatoren - Deine Kinder und Du. Du schriebst einmal, dass Dein Sohn Dich und Deine Tochter morgens aufweckte und Ihr nicht mehr schlafen konntet, da er jemanden zum Spielen suchte. Wenn es ihm gelungen ist, Aufmerksamkeit zu bekommen und beschäftigt zu werden, war eindeutig seine Schwingung dominant. Hat er sich was anderem zugewendet und Du konntest weiter schlafen, hast Du Deine Schwingung gut ausbalanciert. Jeder hat seine Intentionen und die können einen Konflikt verursachen.

Wenn wir uns nun ganz auf den Schwingungsaspekt konzentrieren, dann wird der, der seinen Wunsch am widerstandsfreisten projizieren kann, auch seine Erfüllung erfahren, und zwar nicht durch verbale Überzeugung oder Manipulation, sondern die anderen passen sich ihm an und werden keinen Widerstand mehr leisten. Oder sie gehen aus dem Raum und fallen so auch als Störfaktor weg.



Lichtblume hat geschrieben: Müssen alle bei der Veränderung mitwirken oder reicht es völlig, wenn ich, da ich ja meine Realität erschaffe, meinen Blickwinkel ändere?


Es kommt immer nur auf Deine eigene Schwingung an. Jeder erschafft im Prinzip immer nur für sich, lediglich sind die Richtungen der Wünsche oft identisch oder ähnlich, aber auch gegensätzlich. In jedem Fall aber sind wir Co-Creatoren, das Ergebnis kommt auf die Reinheit der eigenen Schwingung und deren widerstandsfreie oder -behaftete Energie an.

Blickwinkel ändern ist vielleicht etwas schwach ausgedrückt. Du musst in der Lage sein, ohne Widerstand hereinzulassen oder zuzulassen. Das bedeutet, das "andere", was vielleicht konträr ist zu Deinen Wünschen, aufgrund Deiner Schwingung nicht mal zu bemerken. In dem Moment bist Du ja bereits zu Deinem Wunsch geworden, Du hast seine Erfüllung schwingungsmässig vorweg genommen und er kann sich im Physischen manifestieren.

Lieben Gruss
Loa


EDIT: Und ein druckfrisches Beispiel: :mrgreen: Ich habe gerade die Hunde gefüttert, obwohl ich eigentlich noch hier schreiben wollte. Aber mein Jungspund hat solch durchdringende Hungerarien gesungen, dass ich nachgegeben habe. Wer also konnte/konnte nicht in dieser Co-Creation die Schwingung halten? :clown:



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lia » 17. Apr 2012, 10:51

Liebe LoA,

vielen Dank für Deine Erläuterung von Co Creation, es ist so spannend!

Meine Frage die dann noch auftaucht ist, was passiert dann schwingungsmässig mit dem, der seine Schwingung also nicht halten konnte? Du schreibst, sie passen sich an oder verlassen den Raum. Wie genau geschieht diese Anpassung? Warum fühlt man sich manchmal dabei unwohl, manchmal aber auch wohl! Fühlt man sich schlecht weil man die Schwingung nicht halten konnte oder schwingt man dann in der Schwingung des anderen mit und fühlt sich damit wohl?

Um beim Beispiel von Lichtblume und ihrem Sohn zu bleiben: wenn die Mutter ihre Schwingung aufrecht erhalten kann und z. B. nicht mal bemerkt, dass er wach ist und spielen möchte, hat er dann die Wahl zwischen Mamas Schwingung (weiterschlafen) und seiner Schwingung (spielen), aber dann halt allein?

Wenn er dann alleine spielen geht, dann könnte er wieder zu seinem Wohlgefühl finden, indem er von "zusammen spielen" zu z. B."spanndende Sachen beim Spielen erleben" wechselt? Oder er fühlt er sich gar nicht unwohl aufgrund Mamas Wohlfühlschwingung im Schlaf?

Wenn Du Deinen Hund dann doch fütterst, stelle ich mir vor, dass Du dann bewusst auf eine Schwingung wechselst, mit der es dann für Dich auch okey ist Dein Schreiben zu unterbrechen. Stimmt das so?


Mit liebem Gruss,
Lia
Lia
 
Beiträge: 41
Registriert: 01.2012
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 17. Apr 2012, 15:11

Liebe LOA, Liebe, Lia,

:danke: Ist wirklich spannend es aus der Sicht der Schwingungen zu betrachten. Das Thema Schwingung fasziniert mich so wieso :gvibes:

lawofattraction hat geschrieben:
Wenn Du ein Beispiel zu Deinem Thema herbeiziehst, dann sind da drei Kreatoren - Deine Kinder und Du. Du schriebst einmal, dass Dein Sohn Dich und Deine Tochter morgens aufweckte und Ihr nicht mehr schlafen konntet, da er jemanden zum Spielen suchte. Wenn es ihm gelungen ist, Aufmerksamkeit zu bekommen und beschäftigt zu werden, war eindeutig seine Schwingung dominant. Hat er sich was anderem zugewendet und Du konntest weiter schlafen, hast Du Deine Schwingung gut ausbalanciert. Jeder hat seine Intentionen und die können einen Konflikt verursachen.


Wie kann man denn seine Schwingung ausbalancieren? Da braucht es doch allgemeine Vorarbeit bevor so ein Ereignis eintrifft? Du hast irgendwo mal geschrieben, dass man den Weg ebnen soll bevor man ihn betritt. Ist es das was du gemeint hast, seine Schwingung ausbalancieren?

Um bei dem Beispiel zu bleiben. Du hast recht, wenn ich es schaffe in diesen Momenten ruhig zu bleiben, also wenn er wach wird und dass ich dann gelassen und in der Mitte bleibe kann, dass er sich wieder hingelegen hat und nochmals geschlafen hat. :genau:
Hingegen wenn ich aus dem gestressten Gefühlen reagiere und Gedanken denke, oh nein, jetzt ist er schon wieder wach und ich würde soooo gerne noch schlafen.... :rleye: dann schläft er garantiert nicht wieder ein! Wenn ich aber gelassen bleiben kann, dann mit ihm aufstehe, dann wird es oft ein gemütlicher Morgen :five: der schön ist für uns beide.

Das gleiche habe ich bei meiner Tochter schon erlebt. Nur merke ich, dass sie noch viel schneller auf meine Schwingung reagiert. Ist das weil sie noch kleiner ist?

Also wenn ich merke, sie wird am Morgen immer unruhiger. Sie ist noch sehr müde, weint immer wieder, aber findet irgendwie den Schlaf nicht mehr so richtig, bez. sie erwacht immer wieder. Wenn ich dann in mir Frieden fühle, dann schläft sie recht schnell ein und schläft dann ruhig und auch so lange bis sie ausgeschlafen hat. Ist meine Schwingung in diesem Fall die Dominantere und sie passt sich dieser Schwingung an?

lawofattraction hat geschrieben:
Jeder hat seine Intentionen und die können einen Konflikt verursachen.


Das ist sowieso etwas was ich schon mal immer fragen wollte. Wie verhält man sich nach den Lehren von Abraham in einem Konflikt?

Ich habe mich in den letzten Wochen das immer wieder gefragt. Es gibt Situationen da kann ich in einem Konflikt ruhig bleiben und mich weiterhin auf mein "Wohl" Fühlen konzentrieren. Also irgendwie habe ich das Gefühl die Konflikt- Schwingung prallt an mir ab und hat keinen Einfluss auf mich. Wie lässt sich das erklären?

Dann gibt es aber auch Momente, da erwischt es mich total und ich reagiere völlig Emotional und ich lasse mich hinreissen.

Auch da ein Beispiel (auch wieder mit meinen Kindern) Wir lagen am Abend im Bett, Tochter war an mich gekuschelt schon eingeschlafen, da sagte mein Sohn, dass er auf das WC muss. Ich habe ihm dann gesagt, dass er schnell auf das WC gehen soll. Dann sehr schnell wurde er sehr laut und hat geschrien, dass ich mit kommen soll. Ich bat ihn dann mehrmals er soll doch bitte schnell alleine gehen, da seine Schwester schon schlafe, aber erwachen würde, wenn ich jetzt aufstehen würde. Er könne mir ja immer rufen wenn etwas sei. Ich wusste, dass da auch die Angst mitspielte, bei meinem Sohn, davon alleine in den unteren Stock zu gehen, da es schon nicht mehr so hell war. Ich wollte ihm Mut machen, es doch selber zu probieren, da ich wusste, dass er es konnte.
Er hörte mir aber nicht zu und schrie wie am Spiess. Solange bis meine Tochter wach wurde. Da hat mein Geduldsfaden gerissen und ich wurde zum ersten mal wirklich zornig (sonst wurde ich immer wütend.) Ich sagte, er solle nun sofort auf das WC gehen. Er war total verdattert und ging dann begleitet mit Schreien auf das WC. Als er zurück gekommen ist, legte er sich ins Bett ohne etwas zu sagen. Er fragte dann warum ich laut wurde. Ich sagte ihm, dass mich diese Situation nun einfach zornig gemacht hat. Ich wünschte ihm dann eine Gute Nacht und er mir auch.

Was war da Schwingungsmässig passiert? Wie geht man damit um? Was kann ich daraus lernen? Irgendwie fühlte ich mich danach auch schuldig, weil ich zornig wurde auf meinen Sohn. Aber irgendwie fühlte sich der Zorn auch besser an, also die Wut oder sogar Ohnmachtgefühle, die ich früher empfand wenn er so geschrien hat.

Warum eigentlich fangen Kinder ab einem gewissen Alter an, mit schreien auf sich aufmerksam zu machen? Viele reden von der Trotzphase, aber das stimmt für mich so nicht einfach. Für mich ist das eine zu einfache Erklärung. Was
passiert Schwingungsmässig wenn Kinder anfangen zu schreien und Zeitweise nicht mehr damit aufhören zu können.

Wollen sie und ihre eigene Bedürfnisse anerkannt werden? Nur wie reagieren wenn sie bei allem was für sie nicht grad stimmt, grad mit Schreien reagieren?

lawofattraction hat geschrieben:
Blickwinkel ändern ist vielleicht etwas schwach ausgedrückt. Du musst in der Lage sein, ohne Widerstand hereinzulassen oder zuzulassen. Das bedeutet, das "andere", was vielleicht konträr ist zu Deinen Wünschen, aufgrund Deiner Schwingung nicht mal zu bemerken.


Wie meinst du das "andere" nicht zu bemerken? Ich kann ja schlecht die Augen davor verschliessen....
Oder meinst du einfach die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken?

Bin gespannt auf deine Antwort. Es fühlt sich toll an, neues lernen zu können, dass ich euch allen einfach Danke sagen will! Danke dass es hier in diesem Forum so wundervolle Menschen gibt, die sich Zeit nehmen mich auf meinem Weg zu begleiten. Auf einem Weg, auf dem ich nun so viel Neues lernen kann! DANKE :uns:

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 17. Apr 2012, 16:47

Lia hat geschrieben:Meine Frage die dann noch auftaucht ist, was passiert dann schwingungsmässig mit dem, der seine Schwingung also nicht halten konnte? Du schreibst, sie passen sich an oder verlassen den Raum. Wie genau geschieht diese Anpassung?


Hallo Lia,

wenn ich schwingungsmässig ausgerichtet bin auf meinen Wunsch, bedeutet das, dass ich keine gespaltene Energie habe und mein "ich" sich harmonisch mit dem "ICH" vereint. Und das ist von anderen Menschen spürbar, es wird empfunden als Harmonie oder Autentizität. Entweder kann ein anderer, der niedrig schwingt, auf unser Schwingungsniveau heraufsteigen - so er damit in Einklang kommen kann - oder aber er wird sich aus dem Schwingungskreis entfernen. Es geht also um Anziehung und mangelnde Anziehung.

Lia hat geschrieben:Wenn Du Deinen Hund dann doch fütterst, stelle ich mir vor, dass Du dann bewusst auf eine Schwingung wechselst, mit der es dann für Dich auch okey ist Dein Schreiben zu unterbrechen. Stimmt das so?


Ich könnte sauer sein, dass er mich unterbricht oder aber verstehen, dass er hungrig ist und meine Tätigkeit kurz unterbrechen. Wobei ich immer das vorziehen werde, was mir am wenigsten Verdruss bereitet, und das ist natürlich kein Gegenangehen, sondern eben ein kurzes Nachgeben im Interesse meines eigenen Wohlgefühls.

Und jetzt auch an Lichtblume,

Ihr dürft nicht vergessen, dass Schwingung nicht etwas ist, was man mal gerade in bestimmten Situationen "fabriziert". Schwingung ist die Energie, die wir aufgrund unserer Gedanken und Gefühle zu einem bestimmten Thema unser Eigen nennen. Schwingung fusst auf unseren Überzeugungen und Glaubenssätzen und sie ist auch alles das, was wir durch unsere Sinne interpretieren. Und jeder hat eine ureigene Interpretation aufgrund seiner bisherigen Lebenserfahrung.

In einer gelassenen Schwingung verbleiben, auch wenn es knatschige Kinder oder Hunde gibt, erfordert schon ein wenig "Vorarbeit", so zum Beispiel das Lernen, sich selbst in unangenehmen Situationen nicht beeindrucken zu lassen und nach dem nächstbesten Gedanken zu suchen, unangenehmen Situationen keine Aufmerksamkeit zu schenken und auf Angenehmes zu fokussieren. Es erfordert auch das Anerkennen des Schöpfertums jedes anderen Wesens, mit dem wir in Verbindung kommen, das Erkennen, dass es keine Hierarchie gibt zwischen kleinen und grossen Menschen. Und vor allem das An-Erkennen, dass wir niemanden kontrollieren können, auch keine Kinder.

Zu Deinem Beispiel empfehle ich nochmals die Workshops, die umfangreich zu all dem Stellung nehmen. Aus dem WS 40:

Wenn wir ein Kind hätten - und das gilt eigentlich für jeden Menschen - und Ihr erwischt ihn bei etwas Unangebrachtem, so würden wir das nicht mit Worten verstärken. Wir würden es zur Kennntis nehmen, und uns bewusst werden, was es ist, das wir unerwünscht finden und daraus würde eine Wunschrakete dessen entstehen, was wir sehr wohl wünschen. Und dann würden wir visualisieren, visualisieren, visualisieren - so lange, bis wir Frieden mit unserer Vorstellung finden. Wenn Ihr jemanden und das, was sie getan haben, als Gegenstand einer Vision nehmt und damit Zeit verbringt, so wird sich Eure Beziehung verbessern, und wenn Eure Beziehung sich verbessert hat, werden sie daraus Nutzen ziehen können.

Aber wenn Ihr sie überrascht und sie seht und Euch Sorgen macht und darüber nachdenkt und Dinge in Gang setzt, um etwas zu verhindern, dann werdet ihr es nicht nur noch verstärken, sondern Ihr habt Euch dazu noch dieser Sache verpflichtet; und jetzt findet Ihr Euch beide inmitten dieser Sache, die Ihr nicht wollt, bis sie so gross wird, dass Ihr ausbrechen müsst. Und dann geht Ihr beide getrennter Wege, jeder mit der gleichen Schwingung. Und Ihr zieht andere Menschen an, um die Rolle zu übernehmen, die Ihr zusammen ins Leben gerufen habt.


Lichtblume hat geschrieben:Warum eigentlich fangen Kinder ab einem gewissen Alter an, mit schreien auf sich aufmerksam zu machen?


Wenn Kinder noch sehr klein sind, ist das Schreien für sie der einzige Weg, auf Unlust aufmerksam zu machen. Je grösser ein Kind wird und je besser es mit Sprache umgehen und argumentieren kann, um so weniger wird es durch Schreien aufmerksam machen. Naja, die meisten, viele denken ja immer noch, je lauter sie in Diskussionen sind, um so mehr werden sie gehört. :clown:

Unser aller einziges Ziel im Leben ist Wohlgefühl. Und wenn alleine spielen oder aufs Klo gehen oder aufräumen oder teilen oder gehorchen für das Kind kein Wohlgefühl darstellt, wird es sein Unlustgefühl dazu bekanntgeben. Geschrieen oder gemotzt oder in Worten mitgeteilt. Noch viel unverfälschter als Erwachsene, eben weil sie ihr Ziel ohne Umwege und auch ohne grössere Rücksicht auf andere anstreben.

Lichtblume hat geschrieben:Wie meinst du das "andere" nicht zu bemerken? Ich kann ja schlecht die Augen davor verschliessen.... Oder meinst du einfach die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken?


Alles, was Du betrachtest und ihm Aufmerksamkeit schenkst, wird dadurch verstärkt. Das LoA bringt Dir davon immer noch mehr. Wenn es also etwas ist, was Dir nicht gefällt, hast Du die Wahl hinzuschauen oder nicht.

Unsere erste und vornehmste Aufgabe ist unser eigenes Wohlgefühl. Wer das negiert und versucht, es auf eigene Kosten anderen genehm zu machen oder wer versucht, durch Kontrolle Harmonie zuschaffen, ist auf verlorenem Posten.

Abrahams Lehre ist drastisch. Sie rüttelt an den Grundfesten unserer Überzeugungen und an vielen Glaubens-Dingen, die wir - oft nie hinterfragt - von anderen übernommen und als richtig angenommen haben. Sie deformiert gesellschaftliche Normen, in die wir uns kritiklos eingefügt haben. Sie fordert zu "Egoismus" auf und dazu, uns an die allererste Stelle der Wichtigkeit zu setzen. Ein solches Verständnis muss harmonisch über eine Zeitlang wachsen, es kann kaum in Wochen oder Monaten erlernt werden. Aber jeden Tag ein wenig mehr, und jeden Tag ein wenig freudiger.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 17. Apr 2012, 17:22

Danke LOA :hug:

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon Lichtblume » 18. Apr 2012, 13:36

Liebe LOA,

wollte dich das gestern schon mal fragen. Könnte man bei diesem Thema, die Beiträge zu Co-Creation, und dann wegen den Schwingungen, vom ursprünglichen Thema abtrennen?

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Unterschiedliche Bedürfnis unter Geschwister

Beitragvon lawofattraction » 18. Apr 2012, 14:11





Das macht für mich keinen Sinn, denn es handelt sich ja immer um eine Betrachtung des gleichen Themas. Man kann keine Beiträge herausnehmen, ohne dadurch den Sinn der vorherigen, auf die sich auch bezogen wird, einzuschränken. Und genauso wenig möchte ich in verschiedenen Threads die gleichen Beiträge haben, damit alle Posts sinngemäss zusammen passen.

Es ist daher immer angebracht, sich vor dem Schreiben zu überlegen, ob das, was man sagen möchte noch passend ist oder ob es nicht besser wäre, einen neuen Thread anzufangen.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8974
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Vorherige

Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 1 Gast

web tracker