Und was hinterlasse ich?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Und was hinterlasse ich?

Beitragvon Winner » 5. Aug 2015, 15:40

Ihr Lieben,

da ich seit einigen Tagen auf wundervolle Art und Weise den von mir nicht sehr geliebten Job verloren habe, habe ich endlich mehr Zeit mir über mein Leben Gedanken zu machen (manchmal ist das was Gutes, manchmal aber auch nicht). Ich möchte ihm eine neue Richtung geben, weiß aber noch nicht wirklich wie usw. ...

Naja, jedenfalls tue ich nun mehr von dem, was mich glücklich macht und interessiere ich mich immer mehr für Kunst, gehe in Ausstellungen, höre Musik oder schaue mir Filme an etc. Erst kürzlich habe ich die Ausstellung eines Künstlers gesehen, die mich gefesselt hat. Auch eine Dokumentation von vielen Musikern, die mich inspirieren haben mich innerlich sehr zum Nachdenken gebracht.

Vieler dieser Künstler starben jung, haben uns dennoch so viel Schönes hinterlassen und leben aufgrund ihrer Gabe immer noch weiter. Sind sind in die Geschichte eingegangen und haben Millionen Menschen berührt und inspiriert. Und dann bin da ich und ich denke mir: Und was mache ich? Was ist mein Beitrag? Früher wollte ich z.B. Sängerin werden, bin von dem Traum abgekommen und versuche nun Stück für Stück diesen Traum wieder aufleben zu lassen, doch es nervt mich zu denken, dass ich berühmt dadurch werden möchte. Ich frage mich, warum ich mich schon seit so langem danach sehne und diesen Traum nach Ruhm habe?

Ich weiß, dass Hierarchien, eine Illusion sind. Jeder Mensch ist wertvoll, keiner steht über einem anderen, dennoch würde ich mich besser fühlen, wenn ich meinem Leben einen "größeren" Sinn geben würde. Ich kann sehr stolz auf mich sein, habe schon viel erreicht und erlebt und bin bereit mehr über das Leben und mich zu lernen. Doch ich fühle mich so, als würde ich den falschen Weg gehen. Als habe ich mich noch nicht wirklich gefunden, um die zu sein, zu der ich bestimmt wurde zu sein...

Es gibt Tage, da ist es mir egal und ich bin einfach nur glücklich im Jetzt und dann wieder Tage, an denen ich schaue und sich nichts in die gewünschte Richtung ändert und ich mir denke, dass ich das etwas zu lahm angehe. Was ist da nur los?


Lieben Gruß
Winner :ros:
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Re: Und was hinterlasse ich?

Beitragvon Maike » 5. Aug 2015, 16:24

Hallo Winner,

nervt es dich, dass du dir Ruhm wünschst oder fühlt es sich einfach nach einem zu großen Sprung an von deinem jetzigen Setpoint aus? Ginge es bei Ruhm für dich um die Bestätigung und die Zuneigung anderer Menschen? Oder wäre Ruhm für dich etwas, woran du Freude hast?

Vom Kopf her begreife ich es so, dass wir uns um das Wie nicht kümmern brauchen. Ich habe das nicht immer und tief genug internalisiert, darum nur vom Kopf her.

Winner hat geschrieben:Doch ich fühle mich so, als würde ich den falschen Weg gehen. Als habe ich mich noch nicht wirklich gefunden, um die zu sein, zu der ich bestimmt wurde zu sein...


Vielleicht verlangst du gerade einfach zu viel von dir? Wenn du Spaß hast am Singen, dann sing. Ich liebe es, durch die Straßen zu schlendern und dabei gute Musiker zu hören, die einfach ihr Instrument spielen oder singen, weil sie Spaß dran haben. Ich bezahle auch gerne für ein gutes Konzert, so ist das nicht. :mrgreen:

Mein Eindruck ist, dass du vieles an das Singen knüpfst. Bedingungen und Einschränkungen.

Winner hat geschrieben:Und was mache ich? Was ist mein Beitrag?


Freude?!

Liebe Grüße
Maike
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Re: Und was hinterlasse ich?

Beitragvon Winner » 6. Aug 2015, 08:44

Liebe Maike,

Maike hat geschrieben:nervt es dich, dass du dir Ruhm wünschst oder fühlt es sich einfach nach einem zu großen Sprung an von deinem jetzigen Setpoint aus? Ginge es bei Ruhm für dich um die Bestätigung und die Zuneigung anderer Menschen? Oder wäre Ruhm für dich etwas, woran du Freude hast?


Es nervt mich, da ich es irgendwie seltsam finde, dass man sich so etwas wünscht. Ich frage mich ständig, woher diese Sehnsucht kommt. Eigentlich denke ich ja, dass ich keine Bestätigung oder Bewunderung von Außen brauche, trotzdem träume ich davon, weil es sich schön anfühlt. Also beides.

Maike hat geschrieben:Vielleicht verlangst du gerade einfach zu viel von dir? Wenn du Spaß hast am Singen, dann sing.


Stimmt. Da sollte ich mich einfach immer mehr drauf fokussieren. Stück für Stück.

Danke dir liebe Maike für die Anregungen zum Nachdenken :lieb:
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Re: Und was hinterlasse ich?

Beitragvon katgirl » 6. Aug 2015, 09:33

:uns: huhu,

"Und was hinterlasse ich?" ............... Mich Selbst !!!!!

Die Frage mit ihrer Zeit-Raum-Beschränkung löst sich, wenn du Dich als das anerkennst, was Du wirklich bist. Ein ewig erschaffendes Wesen.
Lg
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Re: Und was hinterlasse ich?

Beitragvon lawofattraction » 6. Aug 2015, 12:33





Stamford, 16. Mai 2015 - Aligning with his life´s purpose


www.youtube.com Video From : www.youtube.com




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Und was hinterlasse ich?

Beitragvon lawofattraction » 7. Aug 2015, 08:57

Winner hat geschrieben:Es nervt mich, da ich es irgendwie seltsam finde, dass man sich so etwas wünscht.


Hallo Winner,

wer ist "man"? Solch ausweichende Sprache benützen wir meist dann, wenn wir andere durch Generalisierung mit ins Boot holen, um nicht ganz alleine damit zu stehen oder aber einen eigenen Wunsch zu rechtfertigen. Steckt dahinter vielleicht eine mahnende Stimme, (Abraham: "It´s not your Inner Being talking, it´s your mother") die ermahnt, sich nicht in Träumen zu verlieren und lieber etwas Handfestes als Beruf auszuüben?

Warum nervt Dich Dein eigener Wunsch? Vielleicht nervt Dich eher, dass Du ihn nicht zulässt und statt dessen der Peanut Gallery Aufmerksamkeit zollst? Oder Angst vor Versagen hast? Irgendwo scheinen da ja ein paar hinderliche Gedanken rumzulungern, mit denen Du bereits früher diesen Wunsch erfolgreich in den Keller verbannt hast.

Winner hat geschrieben:Es nervt mich, da ich es irgendwie seltsam finde, dass man sich so etwas wünscht. Ich frage mich ständig, woher diese Sehnsucht kommt. Eigentlich denke ich ja, dass ich keine Bestätigung oder Bewunderung von Außen brauche, trotzdem träume ich davon, weil es sich schön anfühlt. Also beides.


Warum ist es wichtig für Dich zu wissen, woher diese Sehnsucht kommt? Reicht es nicht, dass sie da ist? Und anerkannt werden will? Es gibt keine Verstandeserklärungen, die Deine Gefühle so für Dich aufschlüsseln können, dass sie mit einem Mal Sinn machen.

Ich würde einfach mal nachfühlen, welches Gefühl es denn ist, das Du mit der Bewunderung und Anerkennung suchst. Das könnte Dir ein paar interessante Hinweise geben.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Und was hinterlasse ich?

Beitragvon Winner » 11. Aug 2015, 10:02

Hallo liebe Loa,

danke für das Video! Hat mich mal wieder an einiges erinnert :)

lawofattraction hat geschrieben:Steckt dahinter vielleicht eine mahnende Stimme, (Abraham: "It´s not your Inner Being talking, it´s your mother") die ermahnt, sich nicht in Träumen zu verlieren und lieber etwas Handfestes als Beruf auszuüben?

Ja allerdings. Meine Eltern haben mir immer sehr ins Gewissen gesprochen und tun das immer noch. So sehr, dass ich manchmal einfach für Tage und Wochen, den Kontakt abbrechen möchte, dies aber nicht kann, da sie sonst etwas tun, was Mitleid erweckt (anrufen und mir Vorwürfe machen oder aufzählen, was sie schon alles für mich aufgegeben haben etc.). Ich fühle mich, als würde ich in ihrer Schuld stehen, auch wenn ich das nicht will. Ich war erst am Wochenende zu Hause und bin seitdem körperlich schwach. Ich will nicht sauer auf sie sein, sie haben immer ihr Bestes getan, nur möchte ich einfach frei von ihnen sein, was ich mir selbst irgendwie (noch) nicht ermöglichen kann.

lawofattraction hat geschrieben:Warum nervt Dich Dein eigener Wunsch? Vielleicht nervt Dich eher, dass Du ihn nicht zulässt und statt dessen der Peanut Gallery Aufmerksamkeit zollst? Oder Angst vor Versagen hast? Irgendwo scheinen da ja ein paar hinderliche Gedanken rumzulungern, mit denen Du bereits früher diesen Wunsch erfolgreich in den Keller verbannt hast.

Er nervt mich, weil ich keinen Weg sehe. Wenn man studiert, hat man etwas in der Hand und bewirbt sich danach damit auf Jobs und hat einen relativ "sicheren" Weg vor sich. Der Wunsch Sängerin zu werden, naja ich frage mich wie ich ihn angehen soll? Da gibt es so viele verschiedene Schritte, von denen ich keinen sehe, bzw. mich nicht darin.
Die Angst zu Versagen kommt auch noch hinzu. Ich weiß jedenfalls woran es liegen könnte, manchmal bin ich auch relativ überzeugt, gehe einen Schritt in die richtige Richtung und dann passiert lange Zeit wieder nichts und ich falle ins alte Muster zurück.
Die Peanut Gallery bzw. meine Mutter kommt auch noch dazu...

Naja, aber ich bin froh nun zu wissen, woran es liegt und habe den Wunsch das zu ändern. Danke Loa für deine Fragen, die mir weitere Erkenntnisse gebracht haben. Werde mich darin üben, mehr um mich zu kümmern.

lawofattraction hat geschrieben:Ich würde einfach mal nachfühlen, welches Gefühl es denn ist, das Du mit der Bewunderung und Anerkennung suchst. Das könnte Dir ein paar interessante Hinweise geben.

Das werde ich :gvibes:
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