Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 6. Aug 2014, 13:30

Hallo Zusammen,

seit Tagen schon habe ich immer wieder die Idee, hier im Forum ein Thema zu eröffnen wo ich von den Versuchen berichte die Lehren Abrahams als Mami umzusetzen in unserem Familienleben. Ich merke, dass schreiben mir sehr viel spass macht und es hilft vor allem Ordnung in meine Gedankenwelt zu bringen.

Ich habe ja schon geschrieben, dass der letzte Workshop von Abraham mich total begeistert und ich schon dran bin, Schritt um Schritt diesen Schatz in mein Leben mit den Kindern einzubauen. Teilweise klappt es schon recht gut, anderes braucht Zeit und manchmal stehe ich noch oft auf der Leitung. Was in der Theorie oder im Workshop sich leicht lesen lässt ist im Alltag von Zeit zu Zeit doch intensiv um diese Erkenntnisse umzusetzen. Intensiv, weil es ein ständiges üben ist. Auch weil immer noch "alte" Muster wieder aufbrechen oder auch weil in gewissen Situationen der Autopilot noch zu stark ist. Schön ist, dass ich diesen Autopilot inzwischen viel schneller bemerke als noch vor einigen Monaten.

Ich bin euch dankbar, wenn ihr mich mit Hintergrund der Lehren Abrahams vielleicht dann auch Inputs gebt, wenn ihr merkt, dass ich auf den Leitung stehe. Vielen Dank!

Liebe Grüsse
Lichtblume
Zuletzt geändert von Lichtblume am 6. Aug 2014, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Schritt um Schritt Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Se

Beitragvon Lichtblume » 6. Aug 2014, 13:52

Also los geht....

ich bin in den letzten Tagen über diesen Satz gestossen von einer Mutter.

"Die Freiheit meiner Kinder hört da auf, wo Sie anderen Menschen ihre Freiheit nehmen!"

Als ich diesen Satz gelesen habe, dachte ich zuerst: Ok das macht sinn...

Aber irgendwie verknotet sich mein Bauchgefühl dabei.. Etwas schwingt nicht und ich bin nun am herausfinden was genau mir an diesem Satz ein negatives Bauchgefühl beschert.....

Denn Freiheit geben wir uns ja selber... wenn man jemandem die Freiheit nimmt, dann ist das ja auch wiederum nur möglich wenn der andere Mensch mich Schwingungsmässig eingeladen hat? Oder?

Also wenn man seinen Kindern dann die Freiheit nimmt, wenn sie anderen die Freiheit nehmen dann trägt ja man nicht zu einer Lösung bei.....

Das trifft ja wieder auf die langläufige Meinung, dass es in der Begleitung der Kindern Grenzen und Regeln braucht, da ohne diese ein Zusammenleben NICHT möglich ist... Da frage ich mich ist das wirklich so? Jemandem Grenzen setzen mit Handlungen heisst ja doch auch wieder den anderen so zu kontrollieren, dass er das macht, damit man sich selber Wohlfühlen kann.

Dieses Thema ist sehr schwer für mich zu verstehen da ich einen riesigen Widerstand spüre aber noch nicht ganz klar sehen kann warum ist so empfinde...

Ich lass das jetzt einfach mal so stehen...

Bis blad

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 6. Aug 2014, 18:24

Ist schon faszinierend. Ich habe ja vom Autopiloten geschrieben. Heute Abend ist mir bewusst geworden, dass ich heute so sehr wieder den Autopilot am laufen hatte. Heute morgen regte ich mich wegen irgend etwas auf und schon war eine Schwingung aktiviert die eins nach dem anderen nachzog. Ein Kontrast nach dem anderen. Als ich vorhin wiedermal damit beschäftigt war, den Boden aufzuwischen, merkte ich, wohin ich heute meine Aufmerksamkeit gelenkt hatte und es ja kein wunder war was dann alles in meine Erfahrungswelt floss. Ok... Auf ein neues... Irgendwo steht ja, dass es immer wieder ein Schiff gibt und wir genügend Zeit und Chancen haben....

Bis bald

Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Viereichen » 6. Aug 2014, 19:21

Hallo liebe Lichtblume,

Kinder kommen auf diese Welt, haben sich diesen bestimmten physischen Körper gewählt, um neue Erfahrungen in das große Ganze einzubringen. Dein spannender Satz mit der Freiheit, die auch die Freiheit meines Nachbarn ist, hat mich zum Schreiben inspiriert.
Wenn Klein-Benny also unbedingt den schönen, roten Lastwagen seines Sandkastenfreundes Dennis haben will und ihm das per kräftigem Tritt in den Allerwertesten verdeutlicht, dann ist das sicherlich schwer hinnehmbar und die Frage nach "Freiheit oder Erziehung" stellt sich unweigerlich für der am Rand auf Mußestunden ausgerichteten Erziehungsberechtigten. Die Frage scheint so alt wie sämtliche Erziehungsratgeber zu sein. Das Summerhill-Projekt ist schon längst gescheitert, jedoch eine einfache Antwort gibt es auch nicht.

Lichtblume hat geschrieben:Denn Freiheit geben wir uns ja selber... wenn man jemandem die Freiheit nimmt, dann ist das ja auch wiederum nur möglich wenn der andere Mensch mich Schwingungsmässig eingeladen hat? Oder?


Wenn ich als Vater am Rande dieser Szene sitzen würde, wäre ich jedenfalls hell wach. Ich würde mir selbst erst einmal sagen: "Moment mal..." Das bringt schon mal eine wichtige Sequenz, um jetzt nicht gleich aus der inneren Mitte hinaus zu katapultieren.
Wird Dennis die schwingungsmäßige Einladung annehmen? Das muss ja nicht sein, es gibt vielerlei Reaktionsmöglichkeiten. Dementsprechend breit ist das Potential auf mögliche elterliche Antworten auf diese Szene. Es gilt glaube ich immer, die jeweilige Szene in´s Rampenlicht zu setzen. Wie genau sieht denn dein Szenario der Mutter mit den Kindern aus? Ein konkretes Beispiel würde sicher weiterhelfen.

Liebe Grüße
Viereichen
Viereichen
 

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon lawofattraction » 7. Aug 2014, 06:47



Wie wäre es damit als Orientierung?


Workshop-Auszug Nr. 134. Ein Kleinod der Information, wie man Kinder aufzieht


Gast: Bitte gebt uns ein Kleinod wie man Kinder aufzieht

Abraham: Lasst sie in Ruhe.

  1. Kümmert Euch um Eure eigenen Angelegenheiten.

  2. Lasst sie ihre eigenen Erfahrungen machen.

  3. Vertraut darauf, dass sie weise sind.

  4. Habt die Erwartung, dass sie die Dinge für sich herausfinden.

  5. Freut Euch an jedem Fehler, den sie machen.

  6. Unterstützt sie in den Dingen, die auf sie zukommen.

  7. Anerkennt ihr Recht und Ihre Fähigkeit, weise für sich selbst zu wählen.

  8. Lehrt sie nur durch die Klarheit Eures eigenen Beispiels.

  9. Lasst sie verstehen, dass Ihr Gefühls-Wesen seid und Euch wohl fühlen möchtet, egal, was geschieht.

  10. Lasst sie der Fokus Eurer Aufmerksamkeit sein, der durch Euch einen Nutzen daraus zieht, dass Ihr im Zweifelsfalle immer die positive Version wählt.

  11. Erwartet immer das Beste von ihnen und für sie.

  12. Erwischt sie niemals dabei, dass sie einen Fehler machen.

  13. Sagt ihnen niemals, dass sie etwas falsch gemacht haben und bauscht es nicht auf.

  14. Schwächt etwas, was sie nicht richtig gemacht haben, durch Eure Perspektive ab und beschönigt solche Dinge, die sie tun, von denen Ihr wisst, dass sie ihnen zu Nutzen sind.

  15. Nehmt als Massstab von richtig und falsch lediglich Euer Gefühl, das heisst, lasst Die Quelle in Euch den Massstab dessen, was richtig oder falsch ist, bestimmen.

  16. Vertraut, dass alles das, was Ihr gelebt habt, Euch durch Euer Inner Being an einen Punkt der absoluten Liebe gebracht hat.

  17. Und vertraut, dass jeder, dem Ihr das angedeihen lässt und der Euer Fokus der Aufmerksam ist, davon einen Nutzen haben wird.

  18. Wisst, dass die Dinge sich für Euch in guter Weise ergeben und vertraut darauf, dass das Universum in Eurem Sinne ausgerichtet ist.

  19. Erwartet, dass die Dinge besser werden, und wenn Ihr stolpert oder etwas sich nicht gut anfühlt, richtet Euch auf und lasst es so schnell wie möglich hinter Euch.

  20. Sucht nach dem Nutzen und dem Wert, wo immer Ihr Euch befindet.

  21. Arbeitet weniger, verbringt weniger Zeit mit dem, was Ihr Arbeit nennt und mehr Zeit mit dem, was Ihr Spiel nennt.

  22. Verbringt mehr Zeit draussen und weniger drinnen.

  23. Trinkt mehr Wasser und weniger andere Dinge.

  24. Haltet Ausschau nach Menschen, mit denen es Spass macht zusammen zu sein und macht sie ausfindig.

  25. Und macht die Leute, mit denen es keinen Spass macht zusammenzusein, verstehen, dass Ihr mit ihnen sein möchtet, wenn es Spass macht und dass es Spass macht, wenn Ihr mit ihnen zusammen seid – aber versucht das nicht zu forcieren.

  26. Habt kein Mitleid mit jemandem und versucht, die Dinge für sie zu erleichtern, weil Ihr Mitleid habt. Eure Aufmerksamkeit auf die Unausgeglichenheit von jemandem verstärkt das, was sie so sein lässt.

  27. Sucht Eure Freude, und wenn Ihr sie gefunden habt, lasst sie in die Welt abstrahlen – das Gesetz der Anziehung wird Euch in machtvoller Weise helfen.

  28. Und, was das Allerwichtigste ist, nehmt es leicht und akzeptiert, dass alles immer gut ausgehen wird.

Workshop in Chicago, Ill., 22. September 2012



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 7. Aug 2014, 06:57

Guten Morgen

@Viereichen: Danke für deine Zeilen. Werde mich in einer ruhigen Zeit dazu äussern.

@Loa: Ist schon lange her, seit ich diesen Workshop gelesen habe. Danke, dass du ihn für mich nochmals hervorgeholt hast :gvibes:

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Viereichen » 7. Aug 2014, 15:38

Liebe Lichtblume,

ich möchte meinen Beitrag von gestern ein einer Stelle korrigieren:
Viereichen hat geschrieben:Das Summerhill-Projekt ist schon längst gescheitert


Ich war mit dieser Meinung nicht ganz auf der Höhe. Das was von dem Pädagogen A.S.Neill in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhundert als in der Pädagogik bezeichnete "antiautoriräre Erziehung" in´s Leben gerufen wurde, lebt vielfältig weiter. Sogar die englische Schule Summerhill selbst existiert noch mit rund 90 Schülern, wovon ich mich eben auf Wiki überzeugt habe. Da die Site schon aufgerufen, habe ich mich gleich noch inhaltlich up-to-date gebracht:
Die Polarisierung und Bezeichnung als "antiautoritäre Schule" ist ein glatter Vorbeischuß des Anliegens und Konzeptes.
A.S. Neill würde eher von "selbstregulativen Konzept" sprechen. Es gibt an dieser Schule Regeln, nur werden sie sehr demokratisch, eben unter max. Beteiligung der Schüler, aufgestellt. Ohne mich jetzt hier weiter zu vertiefen, ich spüre in dem Konzept deutlich Spuren von Abraham. Die 28 Thesen, welche Loa aus dem Workshop 134 hier rein kopiert hat, passen prima zu dem Konzept. Die Wertschätzung, die Ermächtigung, die Freiheit. Was braucht es sonst noch...

Herzliche Grüße und Aussichten,
Viereichen
Viereichen
 

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon backagain » 7. Aug 2014, 22:32

Hallo ihr Lieben

Das passt mal wieder....unglaublich.
Gerade denke ich selbst sehr viel über Kinder und Kindererziehung nach. Und über "Freiheit vs. Erziehung/Grenzen"...usw

Dabei habe ich akut zum Beispiel immer wieder den Fall, dass mein Töchterlein sehr gerne Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist. Sie ist sehr schlau, sehr hübsch, sehr witzig und schlagfertig für ihre fünf Jahre und ist es auch deswegen gewohnt, dass man sie beachtet. Und sie ist auch sehr lieb. Aber ruhig zu bleiben, wenn andere (Erwachsene) sich unterhalten, das fällt ihr wahnsinnig schwer. Sie fängt dann an zu singen, zu pfeifen, Geräusche zu machen, usw. Und auf Dauer ist es sehr anstrengend. Weil auch Erwachsene sich mal über Themen unterhalten möchten, die sie nun eben langweilig findet. (Na sowas....)

Und ich suche nach einem adäquaten Umgang damit. Aufmerksamkeit einfach abziehen gelingt bisher nicht - sie macht knallhart weiter. (Und - ich spüre da auch immer einen Teil in mir, der ihr Verhalten durchaus gutheißt. Manchmal habe ich das Gefühl, unsere Tendenz, unsere Kinder sich "extrem" ausleben zu lassen kommt auch noch aus so einer Trotzhaltung gegenüber unseren eigenen Eltern....mh.... :pfeif: )

Ich glaube, hier hilft dann auch, eine klare Absicht zu formulieren. Und ich glaube, das "Fehlverhalten" der Kinder, das andere einschränkt, rührt oft aus einer unklaren bzw. widersprüchlichen eigenen Schwingung her.

Und so ein einschränkendes Fehlverhalten spüre ich ziemlich häufig auch bei anderen Kindern - übrigens am öftesten und störendsten bei den Kindern, die sich "am freiesten" entfalten dürfen. Da bitten und betteln die Eltern (komm, Schätzchen, lass uns jetzt doch mal gehen, schau mal, es ist schon spät, das musst du doch verstehen, Mausi) , bieten dem Kinder tausende Alternativen an, fragen zwanzigmal nach - und die Kinder haben einen Befehlston drauf und kommandieren die Eltern rum, dass es kaum zu glauben ist.

Ich denke, dass dem zugrunde liegt, dass es den Eltern selbst an Klarheit mangelt. Wir wollen unsere Kinder nicht einschränken, haben aber selbst keine klaren Ideen von dem, was wir wollen bzw. haben zuviel "Verständnis" für unsere Kinder.

Würden wir unsere Absichten (wir gehen jetzt!, und das muss sein, und wir vertrauen auf unseren Überblick und fragen deswegen das Kind auch gar nicht) klarer erkennen, würde wir in einem solchen Fall dem Kind dadurch nicht Grenzen setzen, sondern ihm im Gegenteil die Sicherheit verschaffen, dass da jemand ist, der weiß, was gerade richtig ist.

Ich versuche zur Zeit ganz stark, mich darauf zu konzentrieren, in welchen Fällen dieser fragende Bettelton einfach total unangebracht ist. (In allen :mrgreen: ).

Und ich bemühe mich, da, wo ich es für richtig halte, meine elterliche Absicht eindeutig rüberzubringen, und da wo es geht und ihnen selbst wirklich gut tut, meinen Kinder soviel Freiheit und Eigenverantwortung wie möglich zu verschaffen, und sie dabei in ihrem Wesen zu respektieren, anzuerkennen, und sie einfach die sein zu lassen, die sie sind.

Wenn ein Kind Dinge um sich schmeißt oder ein anderes Kind ans Schienbein tritt, ist das sicherlich kein Ausdruck seines Wesens, und da ist es auch keine Einschränkung, irgendwie "einzugreifen". Wenn ein Kind sagt, dass es nunmal viel lieber malt als Fußball zu spielen, oder gerne langsam isst und Dinge langsam erledigt, dann ist es unglaublich wichtig, das ernst zu nehmen und zu respektieren.

Aber diese Dinge sollten Eltern nicht verwechseln.

Übrigens: Zu Summerhill kann ich ja nun aus eigener Erfahrung etwas berichten, nachdem ich an einer Schule hospitiert habe, die Summerhill als Vorbild hat.
Und stimmt: Es gab auch an dieser Schule über hundert Regeln, die allerdings selbst demokratisch aufgestellt wurden. Und so ziemlich alles und jedes wurde demokratisch in Sitzungen abgestimmt.

Fazit: Der Umgang unter den Schülern miteinander und auch mit den Lernbegleitern war beeidnruckend....wobei die älteren Schüler sich ziemlich abgekapselt hatten und eher unzufrieden wirkten. Aber die jüngeren waren total lieb und offen und tolerant. Nur gelernt haben sie an dieser Schule, glaub ich, nicht allzu viel.....

(Allerdings waren an dieser Schule auch Kinder, die auch in Summerhill gewesen waren, und die meinten, Summerhill sei doch viel ausgereifter und ziemlich paradiesisch gewesen.)

Abschließend noch: Ich meine, dass Ältere schlichtweg einen weiteren Horizont haben, mehr wissen, mehr Überblick haben und das auch weitergeben können und sollen. Aber das nicht durch Maßregeln, Abwertung und Kritik. Sondern immer auf eine inspirierende Weise und anhand eigener Begeisterung und durchs eigene Beispiel. :gvibes:

Und bei Konfliktsituationen sollte der Fokus nicht auf die Grenze fürs Kind gerichtet sein (das Außen), sondern auf die klare Absicht des Erwachsenen, der weiß, wo's langgeht (weil er u.a. auf seine Intuition hört, sich mit Abraham beschäftigt hat und dadurch fundiert selbstsicher geworden ist :P ).

Freiheit hat nichts mit Unklarheit zu tun, sondern im Gegenteil mit Klarheit und dem eigenen Wissen darum, wohin man möchte. Was sich dann auch auf die Kinder überträgt.

PS: Witzig fand ich, als ich an der demokratischen Schule mal den Toberaum betrat, und die Kinder spielten, dass einer der Jungen der König war. Alle anderen standen in Reih und Glied und gehorchten mit Begeisterung. Die wirkten regelrecht erleichtert, dass sie mal nicht frei entscheiden mussten :mrgreen:
Zuletzt geändert von backagain am 7. Aug 2014, 22:52, insgesamt 4-mal geändert.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon backagain » 7. Aug 2014, 22:44

Übrigens hat sich auch das Verhalten meiner Tochter schon gebessert. Heute habe ich ihr ganz ruhig erklärt, wie sehr es mich stört, wenn ich mich unterhalten möchte, dass sie dazwischen pfeift. :mrgreen: Und ich habe mich vor allem darauf konzentriert, diese Absicht einer ungestörten Unterhaltung klar zu sehen und selbst keine Gedanken zuzulassen wie: Das arme Kind, wie muss es sich langweilen....(sie hatte die Möglichkeit, aufzustehen, und im Garten zu spielen).

Sie blieb jedoch sitzen und war ziemlich ruhig - deutlich ruhiger als bei den letzten ähnlichen Anlässen. 8-)
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon lawofattraction » 8. Aug 2014, 08:42

backagain hat geschrieben:Dabei habe ich akut zum Beispiel immer wieder den Fall, dass mein Töchterlein sehr gerne Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist. Sie ist sehr schlau, sehr hübsch, sehr witzig und schlagfertig für ihre fünf Jahre und ist es auch deswegen gewohnt, dass man sie beachtet. Und sie ist auch sehr lieb. Aber ruhig zu bleiben, wenn andere (Erwachsene) sich unterhalten, das fällt ihr wahnsinnig schwer. Sie fängt dann an zu singen, zu pfeifen, Geräusche zu machen, usw. Und auf Dauer ist es sehr anstrengend. Weil auch Erwachsene sich mal über Themen unterhalten möchten, die sie nun eben langweilig findet. (Na sowas....)


backagain hat geschrieben:Aber ruhig zu bleiben, wenn andere (Erwachsene) sich unterhalten, das fällt ihr wahnsinnig schwer. Sie fängt dann an zu singen, zu pfeifen, Geräusche zu machen, usw. Und auf Dauer ist es sehr anstrengend. Weil auch Erwachsene sich mal über Themen unterhalten möchten, die sie nun eben langweilig findet. (Na sowas....)


Hallo Backagain,

Du versuchst hier, aus der Situation heraus zu reparieren. Du möchtest, dass sie ihr Verhalten verändert, so dass Du es beobachten kannst, um Dich selbst gut zu fühlen. Dieses "nervige" Verhalten von Deiner Tochter hat einen Grund, der in gegenseitiger Schwingung bedingt ist. Wobei Abraham betonen, dass es vorrangig die Schwingung der Eltern bzw. Erwachsenen ist, die den Ton angibt. Du machst eine Veränderung des Verhaltens Deiner Tochter zur Bedingung, um Dich selbst gut zu fühlen.

backagain hat geschrieben:Wenn ein Kind Dinge um sich schmeißt oder ein anderes Kind ans Schienbein tritt, ist das sicherlich kein Ausdruck seines Wesens, und da ist es auch keine Einschränkung, irgendwie "einzugreifen".


Grundsätzlich geht es bei all diesen Themen nicht um Verhalten, sondern die Emotionen, die dazu führen. Es geht um das Verständnis, was unsere Emotionen bedeuten und welche Führung sie für uns bedeuten. Unsere Emotionen sind der Anzeiger, wie weit wir uns von uns selbst entfernt haben - kein Kind tritt aus Freude nach einem anderen oder zeigt ein anderes unerwünschtes Verhalten. Deine Tochter gibt durch ihr Stören einer Unterhaltung einen Hinweis darauf, wo ihre Emotionen angesiedelt sind. Und Du hast einen Hinweis, wo Deine Emotionen sind, weil Du Dich gestört fühlst.

backagain hat geschrieben:Heute habe ich ihr ganz ruhig erklärt, wie sehr es mich stört, wenn ich mich unterhalten möchte, dass sie dazwischen pfeift.


Es geht darum, dass Du etwas wünschst, was vom Verhalten anderer abhängt. Du kannst natürlich an sie appellieren, ihr Verhalten zu verändern. Das bedeutet aber immer noch, dass Du Bedingungen anschaust, die Dich stören und deren Verschwinden Du zur Voraussetzung für Dein Wohlgefühl machst. Du magst durch Verbote oder Appelle an Deine Tochter einen vorübergehenden erwünschten Zustand erreichen, an der grundlegenden Dynamik ändert das aber nichts. Denn es sind Deine Schwingung und Dein Aufmerksamkeitsfokus, die das Verhalten weiterhin bestätigen.

Dieser Workshop-Auszug erklärt das ausführlich.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon backagain » 8. Aug 2014, 11:35

Hallo loa

Ich glaube nicht, dass sich unsere Ansichten grundsätzlich unterscheiden.

Hier nochmal mein Fazit:

Es geht nicht darum, Freiheit gegen "Grenzen setzen" abzuwägen. Sondern nur um die klare - alignte - Absicht der Eltern. Die den Kindern übrigens ermöglicht, selbst das Formulieren von klaren Absichten zu erlernen.

Allerdings ist natürlich die Frage, ob diese klare Absicht auch sprachlich kommuniziert werden muss (Du schreibst "Appelle") oder sich einfach schwingungsmäßig überträgt. (Von "Verboten" habe ich gar nichts gesagt.)

Ich denke, eine verbale Kommunikation ist absolut im Sinne Abrahams. In "Ein neuer Anfang" sagen sie das explizit. Aber auch die ist nicht nur von den Worten abhängig, sondern auch vom Tonfall, der Mimik usw....

Das heißt, die Art der Kommunikation drückt unsere innere Haltung/Schwingung aus.

Ein Profi kriegt das vielleicht ohne Reden hin, aber zum Anfangen ist Sprache doch ganz nützlich.

Um nicht im Außen zu reparieren (was ich ja ebenfalls abgelehnt habe) reicht es vielleicht, den eigenen Wunsch (ich möchte mich ungestört unterhalten) zu formulieren und auf ein "Du sollst nicht" ganz zu verzichten.

Allerdings ist auch das dann wirklich nur was für Profis - denn man hat es nicht nur mit dem eigenen Kind, sondern mit einer ganzen Generation zu tun....die tendenziell nicht mehr allzu viel Respekt vor Erwachsenen hat. Was sich aus verschiedenen Gründen so ergeben hat und in vielen Punkten übrigens auch gut ist. Aber oft halt auch problematisch....siehe ungestörte Unterhaltung....

Besonders problematisch wirds, wenn das irgendwann zur Überforderung der Erwachsenen führt und deren Verhalten dann kippt.

Daher mein Rat: Habe als Erwachsener im Umgang mit Kindern Deine Absichten ganz klar und kommuniziere sie klar, auf welchen Wegen auch immer. Und wertschätze, anerkenne und respektiere dabei aber immer die Kinder in ihrem Wesen und in ihrer Freiheit. Folge Deiner Intuition - dann ergeben sich immer weniger Interessenskonflikte.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Viereichen » 8. Aug 2014, 13:09

Hallo,

ich frage mich gerade, warum Debatten über "Erziehung" häufig so schnell anstrengend werden. Das beobachte ich jedenfalls immer wieder in meinem Umfeld. Passend, das es gerade beim Weiterlesen des Threads so wurde, dass ich für mich ein Absteigen auf der Leiter der EGS verspürte. Zum Glück diesen Abschwung erkannt entscheide ich mich dafür, gleich wieder die Stufen nach oben zu benutzen.
Ich erlebe viel Respekt von meinen eigenen Töchtern und den Kindern und Jugendlichen, die mir begegnen. Gerade erst vor einer Stunde hat mir der 18 monatige Nachbarsjunge Leon beim Begegnen auf der Treppe im Haus mit seiner Nuckelflache im Mund zugewinkt; wie kann ich da was anderes behaupten.

Vielleicht war es auch nicht das Ausgangsanliegen von Lichtblume, über die Gegensätze Freiheit versus autoritärer Zwang zu philosphieren. Ich vermute das jetzt einfach mal...

Die Kommunikation folgt unserer jeweiligen inneren Einstellung. Die ganze Thematik verliert ihren Sinn und ihre Schwere, wenn wir unser Inner Being als Ausgangspunkt nehmen. Die ganze Thematik bekommt einen starken Aufwind, wenn wir aus einem inneren Ungleichgewicht heraus handeln und eher verkrampft nach Lösungen suchen.

Ich finde es spannend wie Lichtblume es beschreibt, nach der inneren Reise mit Abraham auf die eigenen Kinder zuzugehen. Inzwischen habe ich selber erwachsene Kinder, auch beruflich nicht mehr mit Kindern und Jugendlichen zu tun, so dass ich mich gerade über dieses Forum dafür interessiere, welche Erfahrungen sich ergeben, welche kreativen Momente im Zusammensein entstehen. Andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben kleine und größere Kinder daheim.
Ein riesiger Schatz, beidseitig voneinander zu lernen. Abraham betonen immer wieder, dass gerade kleine Kinder stark in der Verbundenheit verweilen. Sie strahlen eine melted beingness aus, wie sie häufig auch bei Tieren zu erleben ist. Wenn ich jetzt kleine Kinder hätte, ich würde ihnen wahrscheinlich ständig beim Spielen und Schlafen zu sehen; dabei wahrscheinlich die Zeit vergessen.

Es ist auch kein Geheimnis, dass gerade Kinder wie ein Seismograph spüren, was in ihren Eltern vor sich geht. Ich kann mich selber sehr gut daran erinnern, was ich alles von meinen Eltern er-spürte. Die Gefühle prägen, prägen sich ein.
Ich spüre auch, wie meine Töchter auf mich reagieren. Ob ich in meiner Mitte bin, oder nicht - sie bemerken das sofort. Genau wie anders herum.

Ein schönes Wochenende
Viereichen
Viereichen
 

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon achim-martin » 8. Aug 2014, 13:53

Hallo,

auch wenn ich keine Kinder habe und diese großartige Aufgabe in diesem Leben offenbar an mir vorüberzuziehen scheint, so erinnere ich mich sehr gut an meine eigene Kindheit.

Nach außen war ich sehr gut behütet, und in Wahrheit war das wohl auch der Fall. Innerlich fühlte ich mich aber oft alleingelassen, und das, obwohl ich viel mit meinen Eltern zusammen war. Im Nachhinein habe ich auch als Kind oft falsch über sie geurteilt. Inzwischen erkenne ich auch meine Mitverantwortung als Kind in diesem, meinem Leben an. Als damals vermeintlich getriebener Sohn und getriebene Eltern, die nicht verstanden, wie sehr wir unser eigenes Leben gestalten und auf geistig/intellektuell unterschiedlichen Ebenen zusammen lebend, waren Konflikte oder Verzweiflungen unausweichlich.

M.E. ist ein Hauptgrund das mangelnde Verständnis bzw. Hineinversetzen in eine andere Person. Man sollte stets sehr feinfühlig beobachten, was in dem anderen vorgehen mag. Kinder sind noch keine kleinen Erwachsenen, auch wenn sie eigenständige Seelen sind mit allem ausgestattet, was man für diese Welt benötigt. Ich hatte als Kind z.B. einige gravierende Aussetzer, an die ich mich noch sehr gut erinnere. Das oft übliche Durchdrehen eines Kleinkindes an der Kasse im Supermarkt, wo man sich auf den Boden schmeißt und die Mama vor der versammelten Käuferschar blamieren möchte. Furchtbar, denn ich erinnere mich auch daran, dass ich das eigentlich gar nicht gut fand, aber es dennoch gemacht hab.
Später mal, da war ich schon um die 10 Jahre alt, drehte ich einmal komplett durch, weil jeder in meiner Familie für den Nachmittag etwas vor hatte und ich allein zu Haus bleiben würde.
Das wurde mir nie vorgeworfen, oder darüber großartig diskutiert, sondern es war einfach so. Ich schrie und tobte, aber das änderte nichts an der Situation. Nur dass ich lange brauchte, um wieder ruhiger zu werden... Für diese Situation würde ich nie jemandem die Schuld geben, sondern ich erkenne sie als Teil des Größerwerdens an, so wie Narbenschmerzen, wenn man noch im Wachstum ist, oder simple Blähungsschmerzen als Baby, wenn man noch nicht begreift, wieso das dieses Gefühl auslöst und man beginnt zu plärren...

Ab und an scheint es einfach Auf und Abs zu geben und man sollte als Erwachsener diese Entwicklungsphasen nicht überbewerten, sondern als das anerkennen was sie sind. Nicht alles so wörtlich und extrem ernst nehmen, was ein Kind sagt und macht. Gleichzeitig das Kind wie von Abraham empfohlen als eigenständiges Wesen achten und fördern, mit bedingungsloser Liebe - was natürlich nicht gleichbedeutend mit unbegrenzter Geduld ist.

An dieser Stelle wünsche ich allen Eltern und den Kindern eine wunderbare Reise und die frühe Erkenntnis des Gesagten, man erspart sich dadurch eine Menge Frustration auf beiden Seiten.

lg Achim :ros:
Benutzeravatar
achim-martin
 
Beiträge: 233
Registriert: 04.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon backagain » 8. Aug 2014, 15:03

Hallo Viereichen

Viereichen hat geschrieben:Vielleicht war es auch nicht das Ausgangsanliegen von Lichtblume, über die Gegensätze Freiheit versus autoritärer Zwang zu philosphieren. Ich vermute das jetzt einfach mal...


Ich glaube, hier hat auch niemand über autoritären Zwang philosophiert. Ich jedenfalls nicht. In keinem Moment. Ich habe nur gesagt, dass es wichtig ist, auch als Elternteil eine klare Absicht formulieren zu können.

Allerdings habe ich diesen Satz geschrieben "Ich möchte mich ungestört unterhalten" - und der stammt im Original von meiner Mutter. :mrgreen: Und da schwingt sehr viel autoritäer Kram mit. Leider.

Spannend, wie das bei Dir und Loa ankommt, obwohl ich verzweifelt mit Worten versuche, was anderes zu sagen. :102:

Wie auch immer - sicherlich habt ihr/ hast Du recht. Und sicherlich ist Vieles, das ich schreibe, einfach mein Erleben.

Ich führ das jetzt auch nicht aus, wie's dazu kommt, dass ich Kinder häufiger mal als "respektlos" erlebe. Wobei das auch nicht abwertend gemeint ist!!!! Mir kommt das dann auch eher "orientierungslos" vor....und natürlich trifft es längst nicht auf alle Kinder zu.

Ich habe nur das Gefühl, dass eine Generation früher, also in meiner (und davor sowieso), meistens sehr viel mehr Wert drauf gelegt wurde, dass Eltern ihre Absichten durchsetzen können, auch gegen den Wunsch der Kinder. (Ich kann Opern davon singen!)

Heute ist es aber oft andersrum: Die Wünsche der Kinder stehen ganz oben, und manche Eltern versuchen, sich in Allem danach zu richten. Und verlieren sich dabei selbst ein bisschen. Das ist halt auch nicht optimal.
(Ich hatte in letzter Zeit viele diesbezügliche Gespräche, auch mit Älteren. Die sagen alle Ähnliches...)

Optimal ist es, wenn Respekt, Liebe und Zuwendung wechselseitig sind und jeder auf seine Intentionen hört/hören kann und hören darf.

Wie gesagt - ich versuche bei meinen Kinder sehr stark, das umzusetzen; sie können mir immer sagen, was sie denken und was sie wollen, ich nehme das immer ernst, ich versuche, zu sehen, wer sie wirklich sind...
Und als Lehrerin wurde ich bisher immer geschätzt von meinen Schülern - weil ich sie immer ernst genommen habe. Das habe ich oft gesagt bekommen!

Aber....ich versuche - vor Allem in der "Erziehung" (blödes Wort, übrigens) dabei ebenso, mich und meine Gefühle und Absichten im Blick zu behalten.

That's all.

B.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon backagain » 8. Aug 2014, 22:13

Nochmal ein Nachtrag - Gedanken zum "Nein".

Es gibt - runtergebrochen - ein Grenzen setzendes "Nein", das wie ein Vorwurf oder eine Anklage und sehr abwertend klingt. Davon habe ich als Kind unendlich viele gehört und ich habe sie gehasst.

Ich meine aber, dass es auch ein "Nein" gibt, das gar nicht am Außen herumkrittelt, sondern wirklich nur ganz freundlich vermittelt, dass man selbst eine andere Absicht hat.

Meine "Stiefmutter" beherrscht dieses zweite Nein, das gar nicht weh tut und trotzdem wirkt, wunderbar, und vor allem kann sie dazwischen unglaublich viel "Ja" rüberbringen.

Das möchte ich selbst noch verbessern - auf dieses "Nein" zurückgreifen zu können, wenn es nötig ist, und ansonsten so viel Ja wie möglich auszusenden und zu fühlen!
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Beautiful Mind » 9. Aug 2014, 08:24

Guten Morgen ihr Lieben,

liebe Loa, könnte man dein Post vom 7.8. (Auszüge aus Workshop 134) so zusammen fassen, dass man mit Kindern am besten so umgeht wie die Quelle es mit uns allen tut?

Liebe Grüße,

Beautiful Mind
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
Benutzeravatar
Beautiful Mind
 
Beiträge: 511
Registriert: 07.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon lawofattraction » 9. Aug 2014, 10:16




Liebe Beautiful Mind,

ja, das ist genau das, was das ausdrückt. :danke:

Aus dem WS 184: ... Was Du Deinen Kindern aber beibringen möchtest, ist, wie sie sich gut fühlen können. Du willst ihnen nicht beibringen zu versuchen zu kontrollieren, wie sich andere Menschen fühlen. Das ist eine Schlacht, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Sie würden sie nie gewinnen – und Du auch nicht. Du möchtest ihnen vielmehr beibringen zu kontrollieren, wie sie sich fühlen. Und wir versprechen Dir ...

Gast: Wie macht man das denn?

Abraham: Indem es für Dich wichtig ist, wie Du Dich fühlst. Indem Du ihnen Aufmerksamkeit schenkst, wenn Du Dich gut fühlst. Indem Du sie so behandelst, wie ihr Inner Being sie behandelt. Und wie behandelt ihr Inner Being sie? Ihr Inner Being richtet immer auf sie den Scheinwerfer des Wohlergehens, egal, was geschieht, und weicht nicht von seiner Liebe ab, egal, ob sie freundlich sind oder nicht. Ihr Inner Being nimmt sie nicht als Geiseln, wenn sie nicht nett sind. Ihr Inner Being liebt sie bedingungslos, und das Gleiche ist der Fall für Dein Inner Being.

Wenn Du sie also mit ungeteilter Aufmerksamkeit behandelst, so wie es ihr Inner Being tut, dann kommen sie in Alignment, aber wenn sie nicht dort sind, so sagt Dein Inner Being nicht: „Oh, jetzt bewegen sie sich wieder in Angst und Verzweiflung, also gehen wir auch mal dahin, wo sie sich befinden.“ Die Tatsache, dass Du Angst oder Verzweiflung oder Überwältigung oder was immer die Emotion sein mag, fühlen kannst, genau diese Tatsache bedeutet, dass es eine Quelle gibt, die etwas anderes als das tut. Kannst Du verstehen, worauf wir hinaus wollen?


Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon backagain » 10. Aug 2014, 10:26

So. Jetzt habe ich mich mal eine Weile ganz genau beobachtet im Umgang mit meinen Kindern und Vieles dabei festgestellt.
Vor Allem aber, dass es hier auch wieder zu der scheinbaren Kollision zwischen festen Absichten und "Kontrolle aufgeben" kommt, die ich bei Abraham immer schon ein bisschen paradox gefunden habe. (Es gab sogar mal einen thread dazu....)

Einerseits habe ich bemerkt, dass das, was ich geschrieben habe, in bestimmten Bereichen wirklich stimmt: Nur wenn man klare Ansagen macht und zu diesen steht, wird man von seinen Kindern ernst genommen. Also: Ein Nein, das manchmal ins Ja kippt (oder umgekehrt) macht das Zusammenleben ganz schön schwierigi. Man muss also möglichst vorher genau wissen, ob man jetzt nein oder ja sagen möchte. (Vereinfacht gesagt.)

Andererseits habe ich bemerkt, dass ich gerade bei den Kindern immer noch viel zu viel versuche, sie zu kontrollieren. teilweise auch aus Angst, sonst gegen Konventionen zu verstoßen. Gerade, wenn ich nicht klar sehe, was ich eigentlich selbst will.( Stichwort: Verhalten beim Essen, Rumrennen und Fangen spielen in der Wohnung, Wegräumen augeleerter Spielzeugkisten, usw.)

Auch hier treffen sich das Aufgeben von Kontrolle und die klaren Absichten - je mehr ich nicht mehr irgendwelchen Glaubenssätzen folge - womöglich halbherzig - sondern weiß, was ich möchte, umso eher kann ich eigentlich äußere Kontrolle aufgeben. Weil ich von Anfang an klare Signale aussende.

Ich beschäftige mich da gerade wirklich intensiv damit - bisher hatte ich nämlich immer Zeit, auch für leichtes Chaos (in der Verständigung), aber mit meinem neuen Lehrerberuf wird alles anders.

Lichtblume - bei Dir ist wohl mit dem dritten Kind Vieles nochmal anders geworden, oder?

Mir hilft es aber sehr, mich auch hier von Abraham leiten zu lassen....und einerseits eben klare Absichten zu formulieren, andererseits die Kontrolle aufzugeben, und generell an der Vereinigung dieser beiden Ansätze zu arbeiten. Und manche Absichten auch genau zu überprüfen und eventuell zu verwerfen...

Lieben Gruß!
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 12. Aug 2014, 06:28

Hallo Zusammen,

ich danke für für eure vielen Beiträge. Ich habe sie mit viel Freude gelesen..Ich versuche später dann noch auf eure Beiträge zu antworten.

Was mich momentan sehr stark beschäftigt ist, was "Schwinge" ich als Mami aus, wenn ich von meinem Kind zu hören bekomme "Du hast ja eh nie Zeit" und beleidigt und wütend davon läuft?

Welche Schwingung ist da bei mir dominant? Welche Gedanenmuster darf ich auflösen?

Ich merke einfach, dass es mich wahnsinnig verletzt und traurig macht, weil ich wirklich das Gefühl habe, dass ich alles was in meiner Kraft steht, tue um soviel mit meinen Kindern machen zu können wie es geht. Zeit nehme mit ihnen zu spielen, und einfach da zu sein...

Ist es die Angst die ich spüre, dass ich nicht genug Zeit habe für die Kids,dass er mir das spiegelt?

Danke euch für eure Inputs :gvibes:

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 12. Aug 2014, 08:09

Jetzt kommt mir grad ein Gedanken....

Stelle ich an mich die Anforderung, dass es MEINE Aufgabe ist meine Kinder glücklich zu machen?

Vor ein paar Tage stellte Loa ja ein Zitat ein...

Es ist nicht Eure Aufgabe, andere glücklich zu machen, es ist vielmehr Eure Aufgabe, Euch selbst in Balance zu halten. Wenn Ihr darauf achtet, wie Ihr Euch fühlt und übt, selbst-ermächtigende Gedanken zu denken, die Euch in Übereinstimmung mit Eurem wirklichen Sein bringen, so werdet Ihr ein Beispiel sein für Wohlergehen, das von unschätzbarem Wert ist für alle die, die das Privileg haben, Euch zu beobachten.

Ihr könnt nicht arm genug werden, um armen Menschen zu Wohlergehen zu verhelfen oder krank genug, um Kranken zum Heilsein zu helfen. Ihr ermächtigt nur aus Eurer Position der Stärke und Klarheit und Ausrichtung.


Ist da der Hacken bei mir vergraben?

Ja klar... ICH muss zuerst in Balance kommen.... wenn ich nicht in Balance bin, kann ich meine Kids auch nicht dazu inspirieren, selber dafür zu sorgen, damit sie glücklich sind. Unabhängig davon ob ich grad mit Ihnen spiele oder nicht...

Bis bald
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 13. Aug 2014, 08:50

Im Workshop ist ja auch die Rede davon, dass man die Kinder durch die Augen der Quelle sehen soll. Genau so wie die Quelle die Kinder sieht.

Das geht aber nur, wenn man sich selber als Mami/ Papi durch die Augen der Quelle ansieht. Denn wenn man sich selber nicht durch die Augen der Quelle sieht, dann gelingt das nicht wirklich bei den Kindern.

Also versuche ich mich heute immer wieder bewusst zu Fragen: " was würde die Quelle jetzt in meinen Kindern sehen?" , "Was sieht die Quelle in mir als Mami? " , " Welche Gedanken kann ich finden um dem Näher zu kommen, was die Quelle denkt?"

Konnte diese Sätze schon gut gebrauchen heute...

Mal schauen wohin die Reise geht... :gvibes:

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 13. Aug 2014, 09:50

Das heutige Zitat, welches Loa grad übersetzt hat trifft dieses Thema voll und ganz.

Ich kopiere dieses Zitat hier rein. :gvibes:

Ihr könnt Euch nicht gegenseitig auf Eure Schwächen konzentrieren und dadurch Stärke hervorbringen. Ihr könnt Euch nicht auf die Dinge konzentrieren, die sie tun und von denen Ihr denkt, dass sie falsch sind und dadurch etwas hervorbringen, was Euch ein besseres Gefühl verschafft. Ihr müsst das trommeln, was Euch beim Trommeln Wohlgefühl verschafft. Und wenn Ihr das tut, so werdet Ihr ein starkes Signal des Einflusses sein, das ihnen helfen wird, sich wieder mit denen zu verbinden, die sie wirklich sind.

Wie oft passiert mir das als Mami, dass ich "denke", dass meine Kinder sich falsch verhalten?
Aber warum denken wir, dass es falsch ist? Weil wir das selber in der Kindheit mitbekommen haben? Weil es von der Gesellschaft als "falsch " angesehen wird und wir Angst haben als Eltern zu versagen, wenn wir unsere Kinder anderes "Erziehen" (mag das Wort ja eigentlich nicht..)

Wie oft startet man den Versuch ihr verhalten ändern zu wollen? Und wenn ja , aus welchem Grund?

Ich versuche Immer mehr meine automatischen Reaktionen auf Umstände heraus zu zögern. Heraus zu zögern, dass ich noch Zeit habe mir klar zu werden, warum ich jetzt so reagieren will.... Fühlt sich meine beabsichtige Reaktion gut an? Warum regt mich diese Umstände jetzt so auf?

Diese Fragen rütteln mich oft wach.

Besonders diese Frage rüttelt mich auf: "Oder benutze ich die Situation um aufgestauten ärger an den Kindern herauszulassen? "

Da wird mir nochmals etwas bewusst... wenn ich ärgerlich werde auf meine Kinder.... oder wenn ich mit meinem ärger versuche sie zu etwas zu bringen, damit ich mich besser fühle.... was lernen denn meine Kids von mir? Hilft es mir und den Kindern, wenn ich so reagiere? Führt es zu einer Lösung? Oder lernen die Kids so nur von mir, dass man ärgerlich werden muss, damit die anderen sich so verhalten, dass man sich selber wohlfühlen kann?

Bis bald
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 12. Sep 2014, 10:31

Hallo Zusammen,

ich will so viel mehr hier schreiben, darüber wie sich unser Familienleben mit Hintergrund der Lehren Abrahams entwickelt. Versuche es Schritt weise zu machen.

back again hat geschrieben:
Lichtblume - bei Dir ist wohl mit dem dritten Kind Vieles nochmal anders geworden, oder?



Ich habe viel über deine Frage nachgedacht....

Oh sorry... muss die Kids rufen...

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 12. Sep 2014, 10:52

So, hier bin ich wieder...

2. Versuch zu schreiben :lol:

Ja es hat sich jetzt von 2. zum 3. Kind nochmals sehr viel verändert. Aber es ist ja auch ganz logisch. Wenn ich zurück denke als mein Sohn geboren wurde, hatte ich vom LOA und dem Gesetzt der Anziehung noch keine Ahnung. Wie schon mal geschrieben durchlebte ich um den 1. Geburtstag von meinem Sohn eine sehr schwierige Zeit. Aber so schwierig es damals war, brachte das Erdbeben von damals so viel neues in meinem Leben hervor. Der riesige Wunsch den ich damals aus dem Kontrast hervorgebracht habe trägt mich heute noch. Bei der Geburt meiner 2. Tochter war also das Gesetz der Anziehung schon ein Begriff für mich, aber mehr noch auf der Seite von The Secret. Auch las ich zu dieser Zeit sehr viel Esoterische Bücher. Als dann meine Tochter ca. 2 Jahre alt war schlichen sich die Lehren Abrahams in mein Leben :loveshower: Und seit das lassen sie mich nicht mehr los :gvibes:

Jetzt nach der Geburt von Morgensternchen steht mir dieses Wissen von Abraham zur Verfügung. Welches ich immer mehr versuche in mein Leben zu integrieren. Dieses Wissen gestaltet meine Beziehung zu Morgensternchen als sehr einfach und fliessend. Es ist mir bewusst, dass sie ein ebenso mächtiger Schöpfer ist, wie ich. Und dieses Wissen um ihre Schöpferkraft konnte ich schon so viel mal so deutlich erleben und spüren. Jedesmal ist es wieder etwas ganz aufregendes wenn ich neue Zusammenhänge erkenne. Es berührt mich immer sehr, wenn sie mir hilft Situationen aus einem anderen Licht zu sehen. Da verstehe ich Abraham sehr gut. Irgendwo haben Sie mal geschrieben, dass Kinder eigentlich die Führer der Eltern sind. Führer in diesem Sinn, weil Sie sich der Verbindung zur Quelle noch ganz klar bewusst sind.

So, Mittagessen kochen ruft...

Bis bald

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Umsetzung der Lehre Abrahams im Eltern-Sein

Beitragvon Lichtblume » 16. Sep 2014, 09:03

:danke: Hallo Zusammen,

nach einen Kontrastreichen Tagesstart mit einem von meinen Kids habt ihr mir hier im Forum grad wieder einen Schups in eine sich besser anfühlende Richtung gegeben! Vielen Dank!

Ich kopiere das von euch mal hier rein, damit ich es besser wieder finde, wenn ich es wiedermal gebrauchen kann :lol:

Zitat von Loa:

Ihr seid in der Tat individuelle Wesen mit sehr speziellen Talenten, und es wäre schön, wenn Lehrer die Zeit hätten und wenn die Eltern die Erkenntnis oder Fähigkeit hätten, die Kinder in ihrer Individualität als die ganz besonderen Wesen zu sehen, die sie sind. Statt sie also alle in eine Kategorie zu zwängen, sollten sie die besondere Einsicht schätzen, die jedes Kind zu diesem See der Vielfalt und des Contrast beiträgt, die der Stoff sind, aus dem Kreation erschaffen wird.

Und das von ZaWo:

Wir sind Puppenspieler in Ausbildung und auch Marionetten anderer Filme.

Liebe Grüsse
Lichtblume
Benutzeravatar
Lichtblume
 
Beiträge: 528
Registriert: 06.2011
Geschlecht: weiblich

Nächste

Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste

web tracker