Umgang mit Ängsten von Kindern

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 5. Mai 2013, 06:52

Guten Morgen Ihr Lieben,

nachdem ich nun lange allein probiert habe, abrahamisch mit der Situation umzugehen, doch nicht recht weiterkomme, möchte ich Euch fragen, ob ihr einen Tipp habt bzw. seht, wo ich vielleicht auf dem Kabel stehe.

Mein Sohn ist 10 und war schon immer schnell reizüberflutet, hat in den ersten drei Jahren keine Nacht durchgeschlafen, viel geschrieen und wild geträumt und auch 'Leute' gesehen, die ich nicht sehen konnte.

Das alles ist besser geworden, geblieben ist eine starke Angst, Angst dass ich ihn verlasse, vor Ärzten, vor Krankheit und Tod.
Im letzten Sommer war es so schlimm, dass er ständig Panikattacken mit Atemproblemen hatte, er hatte zusätzlich Angst daran zu sterben.
Wir haben das abrahamisch hinbekommen, so weit uns das möglich war, die Situation hat sich aber insofern nicht geändert, dass die grossen Ängste geblieben sind.

Generell bei mir bleiben, Fokus auf das gesunde Kind, ruhig bleiben, Vertrauen in ihn haben, ihm erklären, dass er sich auf das Schöne konzentrieren soll und so weiter, das machen wir bzw. ich alles. Ich habe fast den Eindruck, als sträubt er sich dagegen von mir etwas anzunehmen… obwohl wir ein sehr inniges Verhältnis haben. Oder vielleicht zuuu innnig?

Das Verrückte ist, gleichzeitig ist er sehr selbstständig, fährt schon allein Ubahn durch die ganze Stadt.

...oder ist das alles gar nicht seins, sondern meins? :nachdenk:

Ich habe lange überlegt, und aus einem guten, ruhigen Gefühl heraus einen Termin mit einer Anthroposophischen Kinderpsychologin gemacht, weil er selber Hilfe möchte, jemand, der ihm da raus hilft, mir wie gesagt glaubt er nicht.

Ist das aus abrahamischer Sicht richtig - ich meine, verstärke ich das Problem so, oder ist das möglicherweise die Hilfe, nach der er verlangt? Denn eine Lösung möchte er, allerdings bei mir blockiert er.

Für Eure Sicht auf die Dinge wäre ich sehr dankbar :uns:

Einen wunderbaren Sonntag,
herzlich
Winterbraut
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Lichtblume » 6. Mai 2013, 07:16

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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon shaoli » 6. Mai 2013, 13:45

Hi liebe Winterbraut ,

Änsgte vor Krankheit und Tod sind wohl deshalb so schwierig zu transformieren , weil man ihnen nicht begegnen kann , wie konkreten Ängsten vor Höhe beispielsweise . Ohne Anspruch auf Richtigkeit , sondern aus eigener Erfahrung mit Angst-und Panikattacken aus eben diesen Gründen , würde ich sagen , dass die Angst vor dem Tod eigentlich eine Angst vor Kontrollverlust über das Leben ist und gerade Menschen , die ansonsten stark wirken - eben alles unter Kontrolle haben - scheinen durchlässiger für die Tatsache zu sein , dass sie dies , den Tod , das wann und das wie , vermeidlich nicht kontrollieren können und daher Angst haben , er könne ihnen das Leben willkürlich aus den Händen reißen .

Wirklich guten Erfolg hatte ich persönlich mit einer Konstitutionsbehandlung bei einem gutem Heilpraktiker und einer Bachblütentherapie , die ja auch auf dem Schwingungsprinzip basiert . Ich weiß leider nicht , inwieweit ein zehnjähriges
Kind in der Lage ist , bewußt den Widerstand gegen die eigene Sterblichkeit aufzugeben und den Glauben an die ewige Gültigkeit des Bewußtseins zuzulassen . Vielleicht kann es ein wenig loslassen , wenn man ihm erklärt , dass die Schöpfung , zu der es ja gehört , es so vorgesehen hat , dass jedes Leben irgendwann vorbeigeht . Nicht , um zu strafen , zu trennen oder etwas wegzunehmen , denn vor allem die Angst vor letzterem dürfte mit ursächlich für die Angst vor ( der eigenen ) Vergänglichkeit sein . Das Problem ist , dass die Unsterblichkeit nicht bewiesen werden kann , also kann nur Friede mit der Sterblichkeit geschlossen werden . Das Gute aber , wenn auch nur ein Ansatz da ist , selbst , wenn er unbemerkt auf einer anderen , nicht bewußten Ebene wurzelt , wird durch das LoA weitere " Heilung " angezogen .

So spontan fällt mir noch ein , dass ich die Konzentration meines Kindes vielleicht so oft wie möglich ablenken würde , also dafür sorgen , dass es Dinge tut , auf die es sich voll konznetrieren muß , um eine Lücke zu schaffen für die Umkehrung . Sehr interessant fand ich auch einen Artikel in einer Elternzeitschrift , in dem das einflüstern positiver Botschafen , während das Kind schläft , thematisiert und als sehr erfolgreich dargestellt wurde . " Du bist gesund " , beispielsweise .

Lieben Gruss,
shaoli
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 6. Mai 2013, 16:52

Liebe Shaoli,

danke für Deine Antwort.. :bussi: ... ja einiges von dem das Du angesprochen hast, mache ich auch schon... ablenken, erklären, Bachblüten und Homöopathie habe ich schon vor langer Zeit ausprobiert... mir fällt gerade auf: vielleicht braucht er einfach auch viel mehr Zeit für die Dinge als andere, vielleicht vergleiche ich auch zuviel :roll:

Womit ich viel anfangen kann ist Deine Erklärung, dass diese Angst mit Kontrollverlust zu tun hat - zum einen da ich dies auch kenne (das Gefühl der Kontrolle nicht aufgeben können oder wollen) und zum anderen, weil ich so noch einmal ein anderes Verständnis für diese Angst bekomme und einen anderen Ansatz der Erklärung für ihn - er war immer sehr sicherheitsbedürftig, und mit dem Wachsen wird die Welt ja immer grösser, also ist auch das Lösen aus der Sicherheit des zu Hause seins/Geborgenheit wohl immer wieder mit neuen Gehversuchen verbunden.

Vor ein paar Wochen ist unser Kaninchen gestorben, vielleicht lässt sich hier noch die ein oder andere Parallele ziehen, das konnte er nämlich nach einiger Zeit gut 'abrahamisch' annehmen mit dem Wissen dass es ihr auf jeden Fall gut geht.

Du bist übrigens schon die Zweite mit den Bachblüten, ich werde sie auf jeden Fall heute abend mal wieder herauskramen, verkehrt kann es ja auf keinen Fall sein :gvibes:


Ich habe mich in den letzten Jahren viel damit auseinandergesetzt, ob mein Kind einfach immer MEIN Verhalten und meine Gefühle spiegelt, war dann aber der Meinung, das doch bestimmt auch ein wenig 'Eigenleben' in so einem Kind steckt, zu einem wirklichen Schluss bin ich aber immer noch nicht gekommen... ich werde nochmal die Workshops durchforsten :stimmt:


Alles Liebe und einen schönen Abend :lieb:
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Beautiful Mind » 6. Mai 2013, 22:32

Liebe Winterbraut,

wie wäre für dich und deinen Sohn das Buch "Sara und die Eule" von Esther Hicks? Ich habe es zwar selbst noch nicht gelesen, es soll aber eine wunderschöne Geschichte (nicht nur) für Kinder sein, die besonders Hilft Ängste abzubauen und kindgerecht erklärt, wie das LoA funktioniert.

Lieben Gruß

Beautiful Mind :gvibes:
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 7. Mai 2013, 05:55

Guten Morgen Beautiful Mind,

tolle Idee :danke:

Das kannte ich nicht - bestelle ich direkt :stimmt:


Herzlich :loveshower:

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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Melanie » 7. Mai 2013, 16:05

Hallo Winterbraut,

es gibt ganz viel, was man für Kinder tun kann, um Ängste aufzulösen.
Die Idee mit dem Termin mit der Psychologien finde ich sehr gut. Ich bin selbst Kinder-Coach und arbeite mit der Methode wingwave. Doch bei meinen eigenen Kindern nehme ich gerne fremde Hilfe in Anspruch (wenn ich selbst nicht weiterkomme oder wenn sie auf mich nicht hören). Mit meinem Sohn war ich bei einer Kinesiologin, die hat ganz viele Ängste gelöst, die er von mir übernommen hatte (in der Schwangerschaft hatte ich sehr viel Angst). Er hat auch Bachblüten bekommen und einen Stein (Lapislazuli) für sich. Das war klasse. Wenn dein Sohn glaubt, jemand könnte ihm helfen, ist das doch wunderbar.

Aus dem NLP gibt es viele tolle Möglichkeiten, um mit Ängsten umzugehen. Als Beispiel hatte mein Sohn (8) neulich den Begriff UFO aufgeschnappt und ich habe ihm erklärt, dass wir nicht wissen, ob es irgendwo im Universum noch Leben gibt, weil es so riesig ist. Und dass es durchaus möglich wäre, dass es UFOs gibt. Am Abend hatte er dann große Angst, dass ein UFO bei uns landen könnte. Ich habe mir beschreiben lasse, wie das Ding denn aussieht, was er hört, etc. Es war grau und es waren böse Außerirdische drin (er sammelt StarWars-Karten). Ich habe es mit ihm gemeinsam "verzaubert" - er hat es angemalt (bunt) und ich habe ihn Meister Yoda (positiv) reinsetzen lassen und ein kleines grünes Männchen, das total lustig ist. Danach war es kein Thema mehr.

Aus meiner Praxis erlebe ich, dass Kinder (oder auch Erwachsene) irgendwann ein "traumatisches" Erlebnis hatten und dadurch Ängste entstanden sind, die derjenige selbst nicht mehr loslassen kann. Egal ob wingwave, EMDR (Traumatherapie), Kinesiologie, NLP, EFT, oder andere Methoden - all das kann Menschen helfen, sich selbst zu helfen. Wenn ein seelischer Stress gelöst ist, ist es viel einfacher, positive Gedanken zu denken und sich gut zu fühlen. Ich arbeite auch immer mit Ressourcen, Krafttieren, Lieblingshelden oder so, um den Kindern die eigene Kraft deutlicher zu machen. Z.B. du bist stark wie Pippi Langstrumpf und ankere das dann an eine bestimmte Bewegung.

Aus meiner Erfahrung ist es eine tolle Kombination mit Lao. Wir können sicherlich auch alles alleine lösen, aber manchmal ist es mit ein wenig Hilfe leichter (oder geht schneller). Und wenn ihr beide ein gutes Gefühl dabei habt - go for it.

Herzliche Grüße
Melanie
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon lawofattraction » 8. Mai 2013, 09:06




Liebe Winterbraut,

ich muss zugeben, ich bin um diesen Thread ein wenig herumgeschlichen und habe überlegt, wie Dir am besten aus Abraham-Sicht geantwortet werden könne. Ich habe daher erst einmal abgewartet, um zu sehen, was andere Foris dazu zu sagen haben.

Manchmal kommen Themen auf, die ich als "zu gross" für die Absicht dieses Forums empfinde. Zu diesen Themen zählen auch alle Arten von Traumata und Ängsten, die akut sind und sich lebensbedrohend anfühlen. Ebenfalls habe ich Widerstände, Dinge zu diskutieren, die nicht den Frager direkt betreffen, sondern einen Dritten, vom dem wir nicht wissen, ob er damit einverstanden wäre, dass er hier diskutiert wird. Das ist die eine Sache, die andere ist die, dass die Schilderungen der Erlebnisse Deines Sohnes nur so sein können, wie Du sie empfindest. Sie sind Deine Interpretation von etwas, was Du an Deinem Kind beobachtest.

Versteh mich recht, ich weiss, nein ich bin sicher, dass Du nur das Beste willst für Deinen Jungen und daher für jeden Ratschlag dankbar bist. In diesem Rahmen hier können wir aber nur etwas dazu beitragen, dass Du Dich mit der Situation besser fühlst. Wie gerne wir das verwechseln, siehst Du hier an den Antworten, die so gut wie alle darauf hin zielen, Dir Ratschläge zu geben, was Du Deinem Kind angedeihen lassen kannst, damit er glücklicher leben kann. Es sollte daher hier nicht vorrangig um konkrete Vorschläge gehen, welche äussere Hilfe ihn unterstützen könnte, sondern was Du tun kannst, damit Du in der bestmöglichen Verfassung bist, um für ihn eine echte Stütze zu sein.

Auf einer der Cruises, erinnere ich mich, fragte eine Mutter, was sie tun kann, weil Ihr Kind Angst- und Panikanfälle hatte. Abraham erklären ihr, dass dadurch, dass sie auf den Hotseat sitzt und diese Schilderung "mein Sohn hat Angst und Panik, ....." erzählt, sie das Problem durch ihren Fokus wieder verstärkt. Und alle anderen, die zuhören, dazu einlädt, das ebenfalls zu tun, da sie sich gedanklich durch ihr Zuhören einklinken. Mehr Fokus auf dem Unerwünschten.

Abraham erklären der Mutter, dass sie sich emotional selbst beruhigen muss, bevor sie eine Hilfe für ihr Kind ist. Und das geschieht am besten dann, wenn der Zustand nicht akut ist und das Gefühl besteht, dass sie dringend um Hilfe fragen muss. Vielmehr soll sie nur darüber sprechen, wenn alles ruhig ist und gut läuft und sie ganz bewusst die neue Geschichte ihres Kindes erzählen kann. Dadurch anerkennt sie die Macht ihres Kindes, Veränderung zuzulassen und herbei zu führen und zollt seiner Stärke Anerkennung und seiner Widerstandskraft und seiner Fähigkeit immer wieder in Ausrichtung zu kommen. Letztendlich spricht diese neue Geschichte darüber, was beide, Mutter und Kind, sich für sein Leben erwarten.

Kinder sind von Natur aus voller Freude. Und Kinder sind von Natur aus auf die Energie der Quelle eingestimmt. Aber Kinder erleben genau so Contrast und sortieren die Dinge aus, die sie als erwünscht und unerwünscht unterscheiden. Das ist Lebenserfahrung, die nur durch eigenes Erleben erhalten werden kann. Es ist verständlich, dass Du wünschst, dass sein Leben ruhig und friedvoll verlaufen soll und er so wenig wie möglich Gegenwind erhält. Was Dein Sohn sich für sein Leben vorgenommen hat zu erfahren, entzieht sich Deiner und unserer Kenntnis, und auch für ihn ist das bewusst nicht erfahrbar.

Daher ist es ganz natürlich, dass es auch solche Dinge gibt, die ihn aus der Verbindung reissen. Sei daher vorsichtig, dass das nicht auch mit Dir der Fall ist und Du Dich dadurch beeinflussen lässt. Viele Eltern haben festgestellt, dass sich ihre Kinder dann gut fühlen, wenn sie selbst es tun, je ängstlicher Du bist und je mehr Du Deinen Fokus auf das lenkst, was Du beobachtest, um so ängstlicher wird auch Dein Sohn. Dein Kind ist fast immer eine machtvolle Reflexion davon, wie Du Dich fühlst. Deine eigene Ruhe und Freude und Ausgeglichenheit sind daher das, was ihm am meisten helfen wird.

Welches der Hilfsmittel er für sich wählt, die Du ihm vorschlagen kannst, ist unerheblich. Denn es sind nur Hilfsmittel, die in der akuten Situation Erleichterung schaffen. Und als solche haben sie absolute Berechtigung. Alles, was ihm hilft, seine Widerstände aufzugeben, ist angebracht. Diese Methoden, wie immer sie auch heissen mögen, haben daher durchaus ihre Berechtigung als vorübergehendes Hilfsmittel.

Für Dich als Inspiration könnte ich mir den Workshop 141 vorstellen. Auch wenn auf den ersten Blick das Thema nicht die geringste Beziehung zu Deinem Kind zu haben scheint, so ist darin eine wunderbare Art und Weise beschrieben, wie man einen Menschen langsam an das Wissen um seine Grösse und seine Macht, dieses Leben voller Freude zu erleben, heranführt. Das kann man in kindgerechte Worte verpacken und trifft viel mehr als alles andere den wahren Kern unserer Existenz.

Das zu unterstreichen ist für mein Empfinden die Richtung. Weniger das Anwenden von Praktiken, denen man nach Abbau der Widerstände dann auch noch Heilungskräfte zuschreibt und damit wiederum die eigene Macht geringschätzt. Sie sind lediglich der Kickstarter, um wieder in den Fluss zu kommen, der ins Stocken geraten ist.

Liebe Grüsse
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 8. Mai 2013, 12:19

Ihr Lieben, danke Melanie, und Loa:)

Tja ich glaube dass ist es genau was mich immer so herumeieiern lässt, Loa, dass ich oft verwechsele, wem ich helfen will und warum bzw. für wen ich fragen kann und die wirkliche Verantwortung habe :stimmt:

Diese Therapiegeschichte war genau der Punkt an dem ich unsicher war, ob ich damit nicht einfach MIR versuche Gutes zu tun, aber ihm sozusagen einen Stempel aufdrücke. Andererseits bittet er ja um Hilfestellung.

Ich verstehe aber genau was Du meinst, Loa und es fühlt sich gut an wenn ich mich auf mich konzentriere, daher habe ich ohnehin so lange gewartet mit der Frage... und auch wenn jetzt für einen Moment der Fokus auf 'meiner Interpretation' liegt, glaube ich doch insgesamt ein wenig mehr Klarheit zu bekommen... :stimmt: dafür bin ich ziemlich dankbar.

Ich lese jetzt erstmal alles in Ruhe... und komme dann möglicherweise nochmal mit einer Frage um die Ecke :mrgreen:


Herzlich
:danke:
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 2. Jun 2013, 20:57

Liebe Loa, dear All :gvibes:

jetzt habe ich ziemlich lange alles sacken lassen, bin gut im Vortex angekommen, hab das Kind erstmal Kind sein lassen, bin ganz in Ruhe in den Termin mit der Psychologin gegangen, und siehe da:
Schon Tage vorher sagte mein Sohn (der diesen Termin ja auch gern wollte): Eigentlich habe ich gar keine Angst mehr :mrgreen:
Der Termin war perfekt für mich, hat dem Kind Vollkommenheit attestiert und mir Denkanstösse gegeben - ich glaube mein Sohn hat mich dahingeschleppt damit ich mir nochmal ein paar Sachen zu MIR ansehe :kgrhl:

Ich habe ausserdem festgestellt, das Angst so ein Extra für mich war, als würde sie eine Sonderbehandlung erfahren müssen und gehöre gar nicht so behandelt, wie Abraham es empfehlen und Du, liebe Loa, es mir nocheinmal geschrieben hast, nämlich nach dem guten Gefühl zu gehen.

lawofattraction hat geschrieben:

Das ist die eine Sache, die andere ist die, dass die Schilderungen der Erlebnisse Deines Sohnes nur so sein können, wie Du sie empfindest. Sie sind Deine Interpretation von etwas, was Du an Deinem Kind beobachtest.

....wenn alles ruhig ist und gut läuft und sie ganz bewusst die neue Geschichte ihres Kindes erzählen kann. Dadurch anerkennt sie die Macht ihres Kindes, Veränderung zuzulassen und herbei zu führen und zollt seiner Stärke Anerkennung und seiner Widerstandskraft und seiner Fähigkeit immer wieder in Ausrichtung zu kommen. ...

Kinder sind von Natur aus voller Freude. Und Kinder sind von Natur aus auf die Energie der Quelle eingestimmt. Aber Kinder erleben genau so Contrast und sortieren die Dinge aus, die sie als erwünscht und unerwünscht unterscheiden. Das ist Lebenserfahrung, die nur durch eigenes Erleben erhalten werden kann. Es ist verständlich, dass Du wünschst, dass sein Leben ruhig und friedvoll verlaufen soll und er so wenig wie möglich Gegenwind erhält. Was Dein Sohn sich für sein Leben vorgenommen hat zu erfahren, entzieht sich Deiner und unserer Kenntnis, und auch für ihn ist das bewusst nicht erfahrbar.

.... Viele Eltern haben festgestellt, dass sich ihre Kinder dann gut fühlen, wenn sie selbst es tun, je ängstlicher Du bist und je mehr Du Deinen Fokus auf das lenkst, was Du beobachtest, um so ängstlicher wird auch Dein Sohn. Dein Kind ist fast immer eine machtvolle Reflexion davon, wie Du Dich fühlst. Deine eigene Ruhe und Freude und Ausgeglichenheit sind daher das, was ihm am meisten helfen wird.

.....Das zu unterstreichen ist für mein Empfinden die Richtung. Weniger das Anwenden von Praktiken, denen man nach Abbau der Widerstände dann auch noch Heilungskräfte zuschreibt und damit wiederum die eigene Macht geringschätzt. Sie sind lediglich der Kickstarter, um wieder in den Fluss zu kommen, der ins Stocken geraten ist.


Also einfach wieder Back to the Roots, auf die Gefühle achten, das meintest du auch mit dem Workshop, und dass ich dies kindgerecht verpacken kann?

Ich habe mich allerdings in den letzten Tagen gefragt, inwieweit so ein Kind ein "Eigenleben" hat... denn letztlich ist es doch, dass es ist wie mit allen Menschen die mich umgeben? Bin ich im Vortex, ist das Kind perfekt, bin ich es nicht, spiegelt es das, warum ich aus dem Vortex geflogen bin.
Sollte das tatsächlich so sein, ich hänge da irgendwie noch ein wenig... dann heisst das ja im Klartext, dass auch Trennungsängste zum Beispiel wenn es in den Kindergarten geht, tatsächlich meine sind, nicht die des Kindes?

Hier tun sich grade ganz neue Aspekte für mich auf... ich habe mich bislang eher für eine Mutter gehalten, die gut loslassen kann, denn sobald mein Sohn beim Vater ist, atme ich auf. Ich habe oft das Gefühl, dass er zu dicht an mir ist, zu stark an mir klebt, und das macht mich häufig müde, mehr als das, ich nenne es gebleiert....wenn nun aber alles eigentlich andersherum ist, mir gehen da grade ein paar Kronleuchter auf...dann würde das ja bedeutet, dass meine Erschöpfung eher daherkommt, dass nicht er zu nah an mir ist, sondern ich an ihm...

Oder ich nicht unbedingt an ihm, aber dass ich wohl generell ein nicht ganz stimmiges Verhältnis von Nähe und Distanz zu Menschen habe, dass sogar mir selbst zu anstrengend ist.... :grllll: Insbesondere in Bezug auf Männer, denn er spiegelt ja nicht unbedingt was ich mit ihm Laufen habe, sondern lediglich meine SCHWINGUNG generell zum Thema Beziehungen.... ist das so richtig gedacht? :shock:
Was wiederum die "seltsamen" Freds erklären würde die ich mir ranschwinge, die ja gar nicht seltsam sind, sondern nur zeigen, wo ich mich gerade befinde....

Aber nochmal auf die Ängste und Trennungsängste bezogen:
Wenn ich also sehe, mein Kind kann mich nicht loslassen, dann kann ICH nicht loslassen, wen auch immer :clown:
Und wenn mein Kind Ängste hat, sind dies eher meine? Jetzt wo ich diese Trennungs - und Loslass- Sache so deutlich sehe, erkenne ich grade die Möglichkeit, dass diese Angst tatsächlich meine sein könnte, nämlich einfach diese Lieb-Kind-Nummer, nicht gut genug zu sein (das was ihn ja auch immer stresst), habe ich doch grade gestern noch eine Doku gesehen, in der über zwei Menschen gesagt wurde, wie LIEB sie seien, SO LIEBE Menschen, und ich war so gerührt das ich geheult habe, und dachte echt bei mir: Manno, das soll über mich auch jemand sagen!!! :grllll:
Natürlich macht das Angst, wenn man ständig denkt: Mache ich das auch richtig... das war ja ganz schön tief vergraben. :roll: aber ich hab den Gedanken in letzter Sekunde am Rockzipfel gepackt... :mrgreen:

Ich erinnere mich auch dass ich hier schon mehrmals zum anderen-Menschen-gefallen was geschrieben habe... ich glaube es wird Zeit, dem Ding mal völlig auf die Schliche zu kommen. :genau:

Sollte ich mich total verzettelt haben in diesem Gedankenwust :clown: , dann bitte: Sagt es mir, ich bin echt offen und dankbar für Ratschläge! :loveshower:

Alles Liebe
Winterbraut
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon lawofattraction » 3. Jun 2013, 07:16




Guten Morgen, liebe Winterbraut,

ich freue mich immer so, bei mir und anderen festzustellen, dass es manchmal wirklich vollkommen ausreichend ist, an der Gefühlsskala herumzubasteln, um einen entscheidenden Schritt zu machen. Dein Sohn hat das bestätigt. Wirklich schön. :five:

Winterbraut hat geschrieben:Ich habe mich allerdings in den letzten Tagen gefragt, inwieweit so ein Kind ein "Eigenleben" hat... denn letztlich ist es doch, dass es ist wie mit allen Menschen die mich umgeben?


Grundsätzlich ist es so, dass wir mit allen Menschen um uns herum co-kreieren. In einem Familienverband durch das intensive Zusammenleben noch mehr, und niemand lebt unbeeinflusst vom anderen und kocht sein Süppchen alleine, sondern alle tragen zu dem grossen Suppentopf bei. Daher sind "Probleme" in der Familie und speziell von Kindern, immer etwas, was im Zusammenhang mit allen anderen Personen betrachtet werden muss. Viel zu oft - ich weiss, das ist bei Dir nicht der Fall - wird ein Kind dann therapiert, weil es verhaltensauffällig wird, statt den ganzen Familienverband einzubeziehen und die Gesamtsituation anzuschauen.

Unabhängig davon bin ich überzeugt, dass es so ist, wie Abraham das auch sagen, dass wir alle mit gewissen, meist sehr allgemein gehaltenen, Absichten in diese Welt geboren werden. In Bezug auf Familie, Contrast und die Art und Weise, wie damit umgegangen wird. Mich hat dieser Gedanke ausgesprochen versöhnt, und er sollte jedem dabei helfen, dass weder Schuldgefühle projiziert werden - zum Beispiel auf die eigenen Eltern - noch in Bezug auf die eigenen Kinder sich selbst auferlegt werden. Wir alle haben die Spielregeln akzeptiert, keiner wurde unfreiwillig von der Wolke in ein aufgezwungenes Leben voller Contrast gestossen. :clown:

Winterbraut hat geschrieben:Bin ich im Vortex, ist das Kind perfekt, bin ich es nicht, spiegelt es das, warum ich aus dem Vortex geflogen bin.


Ich sehe das so, dass das Kind immer perfekt ist. Nur ist es dann, wenn Du nicht im Vortex bist, nicht immer für Dich erkennbar. Nicht zwangsläufig spiegelt das Kind den OOV-Zustand der Eltern, robustere Naturen können das manchmal ganz gut ausblenden. Aber oft reagieren Kinder natürlich auf missgelaunte Erwachsene auch mit schlechten Gefühlen und fühlen sich sogar noch dafür verantwortlich.

Winterbraut hat geschrieben:Sollte das tatsächlich so sein, ich hänge da irgendwie noch ein wenig... dann heisst das ja im Klartext, dass auch Trennungsängste zum Beispiel wenn es in den Kindergarten geht, tatsächlich meine sind, nicht die des Kindes?


Das LoA greift ein wenig weiter. Gleiches zieht Gleiches an bezieht sich auf die beiden Varianten - Erwünschtes und nicht Erwünschtes. Ganz grob könnte man in dem Fall sagen "Angst vor Trennung und Wunsch nach Trennung". Das heisst: die Mutter hat Angst vor Trennung, das Kind übernimmt sie. Oder: das Kind hat Angst vor Trennung, weil die Mutter die Nähe als zu stark empfindet, also eher mehr Trennung wünscht. Erklären tust Du es selbst im nächsten Absatz:

Winterbraut hat geschrieben:Hier tun sich grade ganz neue Aspekte für mich auf... ich habe mich bislang eher für eine Mutter gehalten, die gut loslassen kann, denn sobald mein Sohn beim Vater ist, atme ich auf. Ich habe oft das Gefühl, dass er zu dicht an mir ist, zu stark an mir klebt, und das macht mich häufig müde, mehr als das, ich nenne es gebleiert....


Vielleicht solltest Du hier noch ein wenig Feinarbeit leisten. Ich sage das Folgende mit allem Vorbehalt, da es nur eine von vielen Möglichkeiten ist: Dein Sohn scheint ein sehr empfindsames Kind zu sein, und es wäre möglich, dass er ganz subtile Unterströmungen des Wunsches nach mehr Freiheit von Dir aufnimmt, die ihm das Gefühl geben, dass er "unerwünscht" ist und daher anfängt zu klammern.

Nicht jeder Mensch hat das gleiche Bedürfnis nach Freiraum, was für den einen nicht genug ist, kann für den anderen schon viel zu viel sein. Das Gleichgewicht ist sehr prekär - was von einem Kind freudig als Freiheit empfunden wird, wenn die Mutter ihm mehr Freiräume gibt, kann beim anderen Gefühle des Abweisens hervorrufen, die Verlustangst verursachen und zum Klammern führen.

Wie gesagt, eine von vielen Möglichkeiten. Vor allem möchte ich nochmals betonen, dass es kein richtig und falsch und kein gut und schlecht gibt. Wir sind alle hier, um zu lernen, virtuos mit unseren Tools das Leben so schön wie möglich zu gestalten. Contrast ist "eingebaut" und von allen Beteiligten gewollt. Daher lernen wir auch oft über Trial and Error und wissen nach dem Erleben von Contrast auch erst, wie wir es anders machen können.

Sieh daher das Gesagte bitte als etwas an, was eine Situation urteilsfrei vor dem Hintergrund des LoA ausleuchtet und nicht in irgendeiner Weise Deine Qualitäten als Mutter oder Dein Vorgehen kritisiert. Wir tappen ja so gerne und so schnell in die Falle, uns unzulänglich zu fühlen, wie uns allen das auch beigebracht wurde, wenn nicht alles schulbuchmässig läuft, ohne jedoch die wahren Hintergründe unseres Lebens von Contrast-Erleben und Ausdehnung sowie vorgeburtliche Absichten auch nur ansatzweise zu berücksichtigen.

Winterbraut hat geschrieben:habe ich doch grade gestern noch eine Doku gesehen, in der über zwei Menschen gesagt wurde, wie LIEB sie seien, SO LIEBE Menschen, und ich war so gerührt das ich geheult habe, und dachte echt bei mir: Manno, das soll über mich auch jemand sagen!!!


Ich bin überzeugt, wenn jemand Dein Kind fragt, dass er sagen wird "meine Mami ist die liebste Mami der Welt". :bussi:

Winterbraut hat geschrieben:Natürlich macht das Angst, wenn man ständig denkt: Mache ich das auch richtig... das war ja ganz schön tief vergraben. aber ich hab den Gedanken in letzter Sekunde am Rockzipfel gepackt...


Sei nicht so hart zu Dir. Freu Dich im Gegenteil darüber, dass Du etwas auf die Spur gekommen bist, was Dich im Leben behindert. Die Themen Nähe und Distanz sowie Wohlverhalten, um zu gefallen, sind meiner Erfahrung nach die Universalthemen, die uns alle beschäftigen. Wie weit kann ("darf") man seine eigenen Bedürfnisse durchsetzen, ohne dadurch Schuldgefühle zu bekommen und lernen, Freiraum für sich zu beanspruchen?

Je entspannter Dein Umgang damit sein wird, um so mehr wird sich auch Dein Sohn entspannen. Je mehr Du an Dich selbst glaubst, je mehr Du von Deiner Wertigkeit überzeugt bist und davon, dass Dir das Beste im Leben zusteht, und dass das für alle Menschen der Fall ist, um so mehr wird das auf Deinen Sohn abstrahlen, der diese Kenntnis um unseren Ursprung und die Verbindung zu Allem-Was-Ist ebenfalls in sich trägt und nur re-aktivieren muss.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 3. Jun 2013, 09:53

Hallo liebe Loa,

lawofattraction hat geschrieben:
dass es manchmal wirklich vollkommen ausreichend ist, an der Gefühlsskala herumzubasteln, um einen entscheidenden Schritt zu machen. Dein Sohn hat das bestätigt. Wirklich schön. :five:


ja das war cool :stimmt:

lawofattraction hat geschrieben:
Ich sehe das so, dass das Kind immer perfekt ist. Nur ist es dann, wenn Du nicht im Vortex bist, nicht immer für Dich erkennbar. Nicht zwangsläufig spiegelt das Kind den OOV-Zustand der Eltern, robustere Naturen können das manchmal ganz gut ausblenden. Aber oft reagieren Kinder natürlich auf missgelaunte Erwachsene auch mit schlechten Gefühlen und fühlen sich sogar noch dafür verantwortlich.


Ja so hatte ich das gemeint mich aber wohl etwas verfriemelt... mein Sohn gehört wohl zu den Schwämmchen die alles in sich aufsaugen, als Baby schon...er war permanent reizüberflutet, insofern passt er ganz gut zu mir, ich bin das auch schnell :pfeif:


lawofattraction hat geschrieben:
Vielleicht solltest Du hier noch ein wenig Feinarbeit leisten. Ich sage das Folgende mit allem Vorbehalt, da es nur eine von vielen Möglichkeiten ist: Dein Sohn scheint ein sehr empfindsames Kind zu sein, und es wäre möglich, dass er ganz subtile Unterströmungen des Wunsches nach mehr Freiheit von Dir aufnimmt, die ihm das Gefühl geben, dass er "unerwünscht" ist und daher anfängt zu klammern.

Nicht jeder Mensch hat das gleiche Bedürfnis nach Freiraum, was für den einen nicht genug ist, kann für den anderen schon viel zu viel sein. Das Gleichgewicht ist sehr prekär - was von einem Kind freudig als Freiheit empfunden wird, wenn die Mutter ihm mehr Freiräume gibt, kann beim anderen Gefühle des Abweisens hervorrufen, die Verlustangst verursachen und zum Klammern führen.


Das ist genau der Punkt. Ich habe sooo oft in mich hineingefühlt um herausfinden ob ICH die Glucke bin, und es kam immer nein. Die Psychologin hat mich nochmal verunsichert, naja sie hat halt ihre Gesetzmässigkeiten und Schubladen... ich sehe es genau wie Du ...und kann das sehr gut annehmen...
Es gab so viele Anzeichen, dass es genau SO ist, z.B. war immer okay, wenn er aus sich heraus von mir entfernt hat, solange er wusste wo ich bin, ich durfte aber nie gehen, nicht einmal in den Keller, da war er schon 7 Jahre, weil er Sorge hatte ich komme nicht zurück...uiuiui... :shock: Hab schon oft gedacht, er glaubt ich bin so eine Mutter die ihn aus Versehen an der Tanke vergisst oder so :kgrhl:

Naja gut annehmen und damit super umgehen ist jetzt ein wenig übertrieben :pfeif: ...das tut mir manchmal natürlich wahnsinnig leid dass ich ihn fast abschiebe, im Ausgleich darf er viele viele Dinge mit mir machen, wo andere Mütter einen Krampf kriegen würden, die mich aber überhaupt nicht stören .... :lol: Das ist ja schon das erste General und ein Stüfchen die Leiter die hoch?

Also wäre es natürlich viel schöner und einfacher für ihn, wenn ich mich ganz damit annehmen könnte... meinst du das? :tja: Dann könnten wir uns beide mal so richtig entkrampfen :kgrhl:

Wäre das so ein Feintuning? Mir klar machen wo ich wiederum Sicherheit geben kann und go generell und dann ins gute Gefühl, wo sonst das latente schlechte Gewissen ist?

Ach jetzt les ich grad noch mal in Deinem Post, ich bin sicher so ist das der richtige Weg :loveshower:

Danke :danke:
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon lawofattraction » 3. Jun 2013, 11:29




Hallo liebe Winterbraut,

Winterbraut hat geschrieben:Naja gut annehmen und damit super umgehen ist jetzt ein wenig übertrieben :pfeif: ...das tut mir manchmal natürlich wahnsinnig leid dass ich ihn fast abschiebe, im Ausgleich darf er viele viele Dinge mit mir machen, wo andere Mütter einen Krampf kriegen würden, die mich aber überhaupt nicht stören .... :lol: Das ist ja schon das erste General und ein Stüfchen die Leiter die hoch?


Ich kann solche "Ausgleiche" nicht als Ersatz sehen bzw. als etwas, was ein Kind - oder auch ein Erwachsener - statt eines Herzenswunsches bekommt oder was in diesem Fall ihm die Angst nehmen kann. Ich denke nicht, dass es ihn beruhigt zu denken "ich fühle mich abgeschoben, aber darf dafür viel länger als andere Kinder draussen spielen" oder "ich darf alleine mit dem Bus in die Stadt fahren". Das sind zwei verschiedene Dinge. Die Angst wird von ihm ja real empfunden, hat irgendwo einen Ursprung und wird heute noch immer weiter auf die Gegenwart übertragen, obwohl sie jetzt nicht mehr akut ist - so wie die Idee, dass die Mutter im Keller verschwindet und nicht mehr wieder kommt.

Und als "Stüfchen" für Dich ist es eigentlich nur eine Beschwichtigung des schlechten Gewissens. Du möchtest ja an einen Punkt kommen, Dein Bedürfnis nach Freiraum zu beanspruchen, ohne dass es in anderen eine Reaktion der Abwehr oder der Angst hervorruft. Das wird aber nur dann der Fall sein, wenn Du dies Bedürfnis als Selbstverständnis annimmst und daher in anderen genau dieses Selbstverständnis reflektiert wird.

Möglicherweise hat Dein Sohn als Baby irgendwann eine Abwesenheits-Situation als lebensbedrohlich empfunden, zu einer Zeit als er das nicht artikulieren konnte und die Anwesenheit der Mutter Überleben bedeute. Ich würde durchaus einmal eine Gelegenheit wahrnehmen (auch hier gibt es die inspirierte Aktion), ihm in kindgerechten Worten so etwas zu erklären, dass wir immer weiter Angst empfinden können, obwohl die Gefahr längst vorbei ist bzw. dass das, was als Gefahr empfunden wurde, keine war. Ebenfalls thematisieren würde ich auch das Bedürfnis nach Zeit für uns alleine, dass wir alle unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben haben und es uns am besten geht, wenn wir das auch berücksichtigen. Was aber nicht bedeutet, dass Du ihn nicht liebst und nicht die Zeit, die Ihr miteinander verbringt, schön findest und das auch so bleiben soll. Und dass Du für ihn da bist, aber Deine eigene Zeit brauchst, um ausgeglichen zu sein. So bereitest Du vielleicht ein Terrain, auf dem Verständnis fruchten kann.

Überlege doch einmal mit ihm spielerisch, wie er in den Angst-Situationen etwas finden kann, was ihm Sicherheit gibt. Ich habe mit Kindern und NLP ganz wunderbare Erfahrungen gemacht. Ich erinnere mich an einen Fall, der ganz ähnlich gelagert war. Ein Stein, der das versinnbildlicht, was er in dem Moment brauchte, in der Tasche, hat in dem Fall einem Jungen, der sich über Monate aus Angst, die Eltern würden verschwinden, das Haus würde abbrennen oder sonstige Katastrophen geschehen, weigerte in die Schule zu gehen, innerhalb eines Tages geholfen, diese Angst zu überwinden. Dieser Sicherheitsanker in der Hosentasche war für ihn ausreichend, wenn die Angstgedanken kamen. Das kann auch ein Spielzeug, ein Foto, irgendetwas sein, was für ihn stellvertretend für Sicherheit und Vertrauen steht.

Und sieh ihn so oft wie möglich als fähig, ein glückliches Leben zu führen, mit innerer Sicherheit, Freiheit zur Entfaltung und dem Erkennen seines Selbstwertes und seiner Eigenständigkeit. Das ist ja genau das, was wir alle uns wünschen, daher ist dieser Wunsch in ihm auch vorhanden, wird also unbedingt und ganz sicher in Resonanz mit Deinem positiven Fokus gehen. Alles andere würde ich aussen vor lassen, allenfalls negative Gedanken generalisieren, aber sonst das Thema einfach mal ruhen lassen.

Winterbraut hat geschrieben:Also wäre es natürlich viel schöner und einfacher für ihn, wenn ich mich ganz damit annehmen könnte... meinst du das? :tja: Dann könnten wir uns beide mal so richtig entkrampfen :kgrhl:


Ja, nimm Dich an, und nimm auch ihn so an, wie er im Moment ist. Das ist immer die Voraussetzung für den weiteren Ausbau eines neuen Grids, den Du ja schon erfolgreich angefangen hast zu gestalten.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon lunast02 » 3. Jun 2013, 12:55

Hallo ihr Lieben,
ich lese immer mal wieder in den unterschiedlichsten Threats mit und bin sprachlos obder Offenheit und liebevollen Unterstützung seitens dieses Forums. Danke Winterbraut, danke loa, danke Forumsmitglieder für euer Sein! Es ist großartig zu wissen, das wir auf dem Weg begleitet sind!
Fühlt euch umarmt!
Rosa
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 3. Jun 2013, 13:23

Liebe Loa,

ohman, ich merke grade ich sollte viel öfter mal mich hier mitteilen - es ist so viel einfacher die eigenen Gedanken mal von verschiedenen Seiten zu beleuchten bzw. beleuchtet zu bekommen :hug:
Ich bin echt sehr dankbar und Du hast absolut recht, mit Austausch oder Ausgleich ist es nicht getan, das befriedigt ja überhaupt nicht! Zumal es tatsächlich eine solche Situation gab als er ein Baby war...
Ich kann mich sogar erinnern wie schrecklich ich selbst das als Kind fand,- mittlerweile fiel es mir gar nicht mehr auf... dafür ab jetzt! :stimmt:

Das mit dem Anker ist eine ganz schöne und tolle Idee...

:danke:
Alles Liebe
Winterbraut
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon Winterbraut » 9. Jun 2013, 10:09

Moin moin liebe Loa,

:danke:

das war eine super mega tolle Anregung mit dem Anker, ich hab gleich Deine erste Idee mit dem Stein umgesetzt (bloss nicht zu kompliziert :mrgreen: ) er hat jetzt einen Schlafstein (den wir in der Nacht vorher 'gefüllt' haben) - und direkt letzte Nacht fremdübernachtet mit zelten im Garten auf dem Kindergeburtstag... :loveshower:

:danke:

Ich freu mich voll und er noch mehr :kgrhl:

Herzlich
Winterbraut
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Re: Umgang mit Ängsten von Kindern

Beitragvon lawofattraction » 10. Jun 2013, 16:07




Das sind gute, sehr gute, Nachrichten, liebe Winterbraut. Kinder sind so viel eher bereit als wir Erwachsenen, die Magie unseres Daseins für sich in Anspruch zu nehmen. Ich freue mich mit Dir und mit Deinem Sohn.

In der Cancun-Cruise ist eine phantastische Unterhaltung einer Dame mit Abraham, in der es um ein Kind geht und wie sie damit umgehen kann, sich nicht um ihn zu sorgen, sondern vielmehr nur seine Vortex-Version anzuschauen und vor allem, wie wir ganz bei uns bleiben können, ohne die Schwingung anderer Menschen einzuschliessen.

Im Moment finde ich das noch nicht bei unseren Video-Clips, ich hoffe, es wird später bei Youtube eingestellt.

Lieben Gruss
Loa



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