Trennung a la Abraham

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 26. Jun 2014, 22:47

Det weesick. Aber ich komm meistens nicht von unten.

Gerade hab ich mit einem Freund auf facebook herumgeblödelt - und schon gehts mir wieder viel besser.

Bring yourself back to feeling good....

Es könnte auch eine Falle sein, zu lange bei Wut und Rache rumzuhängen, weil man da irgendwann gar nicht mehr rauskommt. Ich kenne auch solche Fälle....aber das ist deren business. Ich sags nur.

Also - genaugenommen rase ich hin und her, auf und ab zwischen Wut, Ärger, Misstrauen und Wohlgefühl, guter Laune und sogar Euphorie.

Aber der Blick geht nach oben.

Und eben: Mit Freunden reden, Geschichten schreiben (Gute Nacht Geschichten für meine Kinder oder neulich eine Beziehungsfabel für Erwachsene, in der ich meinen Ex als Tyrannosaurus Rex karikiert habe, der Komplexe wegen seiner kurzen Arme hat) bringen mich auch schnell wieder nach oben...bei der Fabel war dann doch auch Rache mit drin - aber so verpackt (ich hab mich selbst amüsiert) , dass es mich aus den Rachegedanken auch schon wieder rausgeholt hat.

Und - auch, dass Du gantwortet hast und damit die erste warst, die heute Abend mit mir geredet hat...hat schon gepuscht. Danke! Danach noch der total nette Chat auf fb....

Ich hatte mir vorhin sehr leid getan - aber jetzt ist alles wieder schick.

Und so gehe ich jetzt schlafen.

Alles wird gut :mrgreen:
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 26. Jun 2014, 23:23

Und weißt Du - dafür versuche ich ja, den ganzen Mist a la Abraham in den Griff zu bekommen.

Dass es gut ist, und dass ich mir zugestehen soll, Wut, Trauer und Rachegefühle zu spüren, das würde mir wahrscheinlich auch ein Therapeut sagen.

Aber Hallo? Ich habe keine LUST, so etwas lange zu verspüren.

Denn ICH will mich gut fühlen.

Gut fühlen hat für mich immer mit einem stabilen Selbstwertgefühl zu tun. Alle die Gefühle am unteren Ende der Skala sind umgekehrt mit Hilflosigkeit, Angst, Kleinheit, Verteidigung verbunden - dem Gegenteil von Selbstbewusstsein.

Aber ich WILL ein sehr gesundes Selbstbewusstsein, das Gefühl innerer Größe und Stabilität. Und ich will es bald - bzw. da es ja eh immer mal wieder da ist - ich will es dauerhaft(er).

Für mich!

Wut und Rache können dahin führen - aber man muss das echt im Blick behalten, obs klappt und ob sich danach etwas zum Positiven hin verändert. Dann ist es gut.

Sich besser fühlen auf anderen Wegen ist aber noch geeigneter. Für mich gehört dazu, die eigene "Macht" im Sinne von Fähigkeit und Stärke zu spüren, zu merken, dass man sich auf sich selbst verlassen kann, dass man etwas schaffen und bewirken kann. Kreativ sein ist da für mich zum Beispiel ganz hilfreich. Oder der Kontakt mit anderen Menschen - wenn es nicht ums Jammern geht, sondern um lebendigen Austausch. Spaß haben. Usw...

Gute Nacht :clown:

PS: Und je stabiler mein Selbstwert, desto friedlicher wird auch der wildeste Dinosaurier. Weil er gar nicht anders kann. Aber das umzusetzen....ist halt ne Herausforderung.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 29. Jun 2014, 22:46

Hilfe von außen bei klarer Absicht!

Mir ist jetzt ganz klar, welche Regelung ich möchte für den Umgang von mir und meinem Exmann mit den Kindern.
Eine Hürde dabei wird sein, dass der Ex einen sehr starken Willen hat und den Kindern erzählen wird, bzw. schon erzählt hat, dass sein Wunsch der richtige ist. Folgerichtig haben mir das meine Kinder beide umgehend mitgeteilt. (Papa sagt....was Du willst, geht gar nicht....usw....ziemlich unschön.)

Nun ist es natürlich total unangenehm, den Kindern zu erzählen, dass ihr (ziemlich dominanter) Vater irrt, und es ist eigentlich blöd, die Kinder da mit reinzuziehen. (Was ich ihnen dennoch erzählt habe, breite ich hier nicht aus.)

Aber heute haben wir zusammen Kika geguckt...und genau bei einem Film eingeschalten, der u.a. dieses Thema beinhaltet. Ein sehr dominanter Vater (Dinosaurier - wie lustig, s.o.) hat seine Tochter gezwungen, ihm zu folgen, statt der Horde anderer Dinos und ihren Freunden, als ein Feuer ausgebrochen war. Prompt wurden die beiden vom Feuer eingeschlossen, während die anderen den richtigen Weg gefunden haben. Allerdings wurde ihnen noch geholfen (In einem Land vor unserer Zeit, Teil 3).

Mein Sohn hat höchst aufmerksam zugeschaut und an den entsprechenden Stellen festgestellt, dass Väter auch mal irren können, egal, wie autoritär sie auftreten.

Das Verhalten des Vaters war immer wieder Thema - er hat seine Haltung schließlich noch geändert und ist ziemlich vernünftig geworden, was mein Sohn ebenfalls erleichtert kommentiert hat. Er hat's also mitgekriegt...

Ich habe dazu gar nichts gesagt und mich einfach gefreut, dass der Film sicher wirken wird.

Sowas passiert, wenn man den Wunsch abgibt.... :gvibes:

PS: Hammer, oder? Ich schreibe oben von Dinosauriern - und prompt....LOA in action! Ich liebe es!!!
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 5. Jul 2014, 09:17

Ich habe übrigens den Film dann gleich auf DVD bestellt, die Kinder haben sich gefreut, und wir haben ihn nochmal geguckt.

Da wir ihn ja nun alle schon kannten, haben wir zwischendrin immer wieder auf Stop gestellt und darüber geredet.

Diesmal haben die Kinder zunächst wirklich ganz laut gesagt, was dieser eine Vater-Dino doch für ein Depp ist.

Ja, aber....meinem Sohn habe ich auch ganz deutlich angemerkt, dass ihn das ziemlich traurig gemacht hat. Irgendwie war mindestens uns Großen (der Kleinen noch nicht bewusst) klar, dass es um ihren Vater geht. Und irgendwie haben sie auch brav das gesagt, von dem sie dachten, dass ich es erwarte...

Und ich habe gemerkt, dass das bei mir auch nicht die ganze Wahrheit trifft - das mit dem "Depp".

Also habe ich den Kindern erklärt, dass mir dieser Charakter allemal noch lieber ist als die, die nur schweigend dastehen, und gar nichts tun. Dass er auch eine Menge Energie hat. Im übrigen ist er am Ende auch sehr stark an der Verteidigung der Gruppe gegen die "Scharfzähne" beteiligt und macht das hervorragend.
Und: Er handelt aus Liebe und Sorge um sein Kind....allerdings macht er das ziemlich unsinnig.

Aber außerdem hat seine Tochter eindeutig ziemlich viel von seinem Charakter abbekommen (ganz schön klug, diese Filmemacher - kein "schwarz-weiß-Denken" mehr wie in alten Zeichentrickfilmen, sondern eine realistische Abbildung des Lebens. :stimmt: ) - und das ist auch gut so.

Mein Großer war sehr erleichtert mit dieser Lösung/Erklärung - dass der Kerl zwar sehr unüberlegt und dogmatisch handelt, übers Ziel hinaus schießt usw., aber auch eine Menge Power hat und auf jeden Fall aus Liebe handelt.

Damit konnten wir dann alle leben.

Ich liebe es, wenn ich meinen Kindern anhand von Geschichten ein bisschen was erklären kann - mindestens meine Sichtweise. Besser hätten wirs nicht treffen können als mit diesem Film. :gvibes:
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 25. Mär 2015, 20:45

Puh. Ich weiß gar nicht, ob ich das alles nochmal lesen möchte. Eher nicht. :clown:
Es hat sich sehr viel getan seit meinem letzten Beitrag.

Die Lage hatte sich nochmal zugespitzt - insbesondere, was das Umgangsrecht von uns beiden mit den Kindern anbelangt. Beinahe wären wir doch vor Gericht gelandet.

Aber immer wieder habe ich mich daran erinnert, wie ich hier gesagt hatte, dass ich eine Einigung ohne Anwälte möchte.

Ich hatte mir dann doch eine Anwältin gesucht - die unheimlich nett und klug war und mir das letzte Beratungsgespräch, das eines Freitags Abends über eine Stunde dauerte, nicht in Rechnung stellen wollte und mich bestärkte, dass ich insgesamt sehr klug und besonnen gehandelt hätte.

Langer Rede kurzer Sinn. Es ergab sich kurz nach der endgültigen Zuspitzung und einem sehr unerfreulichen Gespräch beim Jugendamt, dass ich erstens zeitlich und beruflich selbst total in die Breduille geriet und außerdem wieder sehr stark den Wunsch nach Frieden verspürte.

Und den Wunsch danach, die Lösung zu finden, die für die Kinder am besten ist.

Und plötzlich - ich glaube, es war auch nach der Lektüre hier - spürte ich den Impuls, einfach loszulassen.

Kurz darauf - aus heiterem Himmel :gvibes: - schickte mein "böser" Ex-Mann mir zum ersten Mal seit der Trennung eine lange Mail mit Fragen, in denen er mein Verhalten erklärt haben wollte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er kaum Zeit gehabt für Organisatorisches, geschweige denn für Klärungsgespräche. Die Mail beantwortete ich ganz ausführlich - und plötzlich war Frieden. Wir fingen wieder an miteinander zu reden und haben mittlerweile einen respektvollen und freundlichen Umgangston gefunden.

Wann immer ich mir Sorgen um die Kinder mache, sage ich mir, dass die ihre eigene Realität erschaffen, und dass sie darin sehr sehr gut sind und noch dazu unsere volle Unterstützung haben. Unterstützung im Sinne von Vertrauen.

Ich fokussiere auf die netten Seiten meines Ex-Mannes.....er kann zum Beispiel wunderbar selbst erfundene Gute-Nacht-Geschichten erzählen. Er hat einen ähnlichen Humor wie ich - da treffen wir uns immer wieder.... :mrgreen:

Tja, und so ist es. Ich habe begonnen, die kinderfreie Zeit zu genießen, und erlebe die Zeit mit den Beiden besonders intensiv. Und mir wird immer klarer, dass ihr Wohlergehen - abgesehen von ihnen selbst - vor allem von der Schwingung abhängt, die zwischen uns beiden herrscht. Und die ist jetzt ok.

Sobald Sorgen auftauchen - schwenke ich um zu besser anfühlenden Gedanken. Lasse los und fokussiere auf Frieden. Sehe meine Kinder als machtvolle Schöpfer, die ihren Weg gehen werden. Hier ziehe ich das wirklich durch - und es wirkt Wunder.

Und so wird es auch weitergehen.

b.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Vorherige

Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker