Trennung a la Abraham

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 28. Mär 2014, 22:18

Kleines Update:

Das, was ich heute zu erzählen habe, hat eigentlich eher weniger mit der Trennung zun tun, aber irgendwie doch. Denn ich habe mich in der letzten Zeit vor allem immer wieder auf meinen "pie" konzentriert. Wenn etwas weh getan hat: Fokus abziehen und das tun, was mich froh macht.

Eine Hauptbaustelle war meine berufliche Zukunft. Klar muss oder müsste mein Mann Unterhalt zahlen, erstmal - aber was soll das? Ich habe auch große Lust, zu arbeiten und mich darin zu verwirklichen.

Von meinen Lehrerplänen haben ich schon berichtet.

Letztes Wochenende unternahm ich alleine einen "Ausflug" an einen meiner Lieblingsorte dieser Welt - zum Glück nur 100 Km von meinem Wohnort entfernt. Da wir kein Auto haben und ich alleine fuhr (ursprünglich wollte ich die Kinder mitnehmen, entschied mich dann aber dagegen), suchte ich eine Mitfahrgelegenheit. Es ging um ein Arbeitswochenende mit Großputz (Schweinestall ausmisten und dgl. - es war großartig!) Von der Fahrerin, die mich mitnahm, hörte ich von einer freien Schule in Berlin, und was ich hörte, imponierte mir ungemein.

Die Schule basiert auf demokratischen Prinzipien, es gibt keine Klassen, keine Stundenpläne, ganz viel Freiheit und ganz viel "Vom Leben lernen" und "selbstbestimmt lernen". Dabei ist die Darstellung im Netz aber unheimlich durchdacht, strukturiert und klug, sie berufen sich auf Einsichten der Hirnforschung, haben das Ganze von sehr langer Hand vorbereitet und wirken sehr versiert in dem, was sie tun.

Wieder zu Hause suchte ich nämlich sofort die Webseite der Schule - und siehe da: Unter "Jobs" gabs eine freie Stelle.

Zwar nicht genau für meine studierten Fächer - eigentlich gar nicht 8-) , aber immerhin für eine Fremdnsprache, die nicht Englisch ist. Ich spreche auch ziemlich gut Spanisch und habe mir im Leben noch so Manches andere selbst beigebracht.

Am Morgen las ich die Stellenausschreibung, am Nachmittag schickte ich alle meine Unterlagen ab - heute kam die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Obwohl ich eigentlich kaum eine der fachlichen Voraussetzungen so richtig erfülle. Zumindest in Hinsicht auf einen Studienabschluss. :shock: 8-) :lol:

Aber einstellungsmäßig zu 100 %. :mrgreen:

Gerade lese ich die ausführliche Konzeption der Schule - die entspricht in allen Details meinen Vorstellungen von Bildung und Erziehung. Und sie haben mich eingeladen. Hammer! :loveshower:

Da tun sich so unendlich viele Möglichkeiten auf...

Ich bin so euphorisch....und nichts davon hätte sich ohne die Trennung ergeben. Und auch nicht, wenn ich im Elend versunken wäre oder Widerstand gegen irgendwas geleistet hätte.

Jetzt warte ich das Gespräch ab - genau in einer Woche.

Und ich bin irgendwie seeeeeehr optimistisch. 8-)

Schönes Wochenende...

B.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon Phoenix » 29. Mär 2014, 08:56

Guten Morgen B,
deine Berichte lesen sich für mich grad wie Schokoladeneis mit Sahne, hmmm ..... Herzaufgeh ....
Je besser es ist, umso besser wird es .....
Ich freu mich total mit dir :herzen:
Viele bunte Frühlingsgrüße
Phoenix
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 29. Mär 2014, 10:48

Guten Morgen, liebe Phoenix

Und vielen Dank fürs Mitfreuen und das Schokoladeneis mit Sahne. Das machts gleich nochmal schöner. :ros:

Ich bin auch so stolz auf mich, weil es mir immer und immer besser gelingt, innerlich stabil und aligned zu bleiben.

Schleichen sich Zweifel ein (Demokratische Schule, kann das überhaupt funktionieren? Summerhill - war das nicht ein totaler Reinfall? Bestimmt verdiene ich da nix usw...) schwenke ich sofort um auf:

Aber das kreiere ich mir doch alles selber. Es wird alles genau passen. Und ich werde so viel verdienen, wie ich brauche. Und ob das funktioniert oder nicht, liegt doch dann an mir. Wie das Modell heißt, ist sowieso egal. Was zählt, ist meine Schwingung, egal, ob ich an einer staatlichen Schule oder einer freien arbeite oder mich auf die Straße stelle und singe. (Naja - bei Letzterem sinds noch andere Schwingungen, die reinspielen. Das probiere ich lieber nicht aus :mrgreen: ).

Und wenn es nichts wird - dann kommt etwas anderes, Passenderes.

Es ist so schön. Mein Alignment überträgt sich auch auf andere - z.B. meinen Ex-Gatten - der immer noch in derselben Wohnung wohnt. Wir verstehen uns grad ganz prima und gehen einander sofort aus dem Weg, wenns irgendwie unangenehm wird.

Und die Kinder? Denen gehts gut. Die sind bestens gelaunt. Obwohl sie wissen, dass Papa bald weg ist.

Aber ich glaube, wenn man Kindern vermittelt dass alles gut ist wie es ist, dann übernehmen die das einfach. Nur wenn man ihnen ständig mitteilt, dass alles Mögliche falsch ist und anders sein sollte - na, dann werden sie auch unglücklich.

Das Leben macht gerade einfach nur Spaß. :kniefall:

Bis bald,

B.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 31. Mär 2014, 09:47

Mein Gott....gestern wars mir mal wieder so klar, warum wir uns getrennt haben.

Ich habe gestern mit meinem Sohn, seinem Freund und dessen Mutter einen so wunderbaren Tag im Park verbracht.
Bei strahlendem Sonnenschein im T-shirt, mit Federballspielen wie die Wilden, Wasserbombenschlacht, Fangen Spielen, einem (sehr schönen :mrgreen: ) Jongleur zuschauend, selbstgedrehte Zigaretten in der Sonne rauchend, und einfach nur glücklich.

Und irgendwann kam mein Mann mit unserer Tochter hinzu, blickte auf die angrenzenden Häuser mit Parkblick und Balkönchen, und das erste, was er sagte war: Qué envidia!

Wie neidisch ich bin ...auf diese Leute mit Balkönchen in der Sonne.

Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, gestern auf irgendwen neidisch zu sein. (Und überhaupt kenne ich Neidgefühle fast gar nicht mehr. Na - eigentlich gar nicht mehr. Ich gucke die Leute an und empfange ihre Ausstrahlung, und was sie haben oder tun, ist mir total egal. Ist die Ausstrahlung angenehm, freue ich mich, ist sie's nicht, gehe ich weg. Wo soll da Neid Platz haben... )

Und gestern dachte ich die ganze Zeit nur: Wie großartig das ist, mitten in der Stadt hab ich so einen kleinen netten Park direkt vor der Tür, mein Sohn hat so einen tollen Freund, ich liebe meinen Kiez, ich liebe das Leben hier, ich liebe, dass hier kaum Autos fahren, zehn Minuten vom Zentrum der Stadt entfernt (sofern man bei dieser Stadt von einem Zentrum sprechen kann...), ich liebe die Sonne und diesen wunderhübschen Jongleur... :kniefall:

Ganz andere Schwingung beim Herrn Ex-Gemahl. Da kann man nix machen...da musste er sich einfach rausschwingen.... :P
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 1. Apr 2014, 09:59

Puh. Heute ist so ein Einbruch-Tag. Jedenfalls gewesen bisher.

Heute ist ne Menge Wut hochgekommen und halt so ganz menschliche Gefühle, und ich habe mich kein bisschen mehr erleuchtet gefühlt.

Allerdings merke ich, dass mir das überhaupt nicht gefällt. Über den Dingen zu stehen und die Opferrolle ewig weit hinter sich zu lassen, fühlt sich einfach tausendmal besser an.

Zunächst habe ich dann mal meinem Sohn - der ein bisschen krank zu Hause ist - erzählt, wie toll ich bin. Weil ich weder ausflippe noch Szenen mache noch beleidigt bin, sondern meine Schwingung/Stimmung so hoch wie möglich halte. Obwohl ich seinen Papa - der als Papa prima ist - als Mann gerade einfach nur unendlich dämlich finde.

Ich habe ihm auch erklärt warum und wie das geht, mit dem Stimmung hochhalten. Damit er was lernt fürs Leben. :mrgreen:

Wir haben uns ein bisschen über die Liebe unterhalten - war nett. Er ist neun...

Dann habe ich ihm erzählt, dass mir aber genau das mit der guten Laune heute schwer fällt. Und dass ich gerne ein Laserschwert hätte, um den einen oder anderen meiner Mitmenschen ein bisschen platt zu machen. Das hat ihm sehr gut gefallen :mrgreen:

Daraufhin haben wir einen kleinen Schwertkampf mit seinem Spielzeuglaserschwert durchgeführt und ich habe mir böse Dinge vorgestellt. (Hoffentlich sind meine schöpferischen Fähigkeiten heute nicht extrem wirksam, sonst hab' ich später ein Problem. )

Und jetzt gelingt es mir schon wieder, aus der Komödie gedanklich auszusteigen und alles mit Humor zu sehen.

Ich glaube, ich habs geschafft, diesen Einbruch hinter mir zu lassen.

Aber ich habe gemerkt, dass man Wut einfach manchmal rauslassen muss - insbesondere, wenns einen nach noch weiter unten verfrachtet hat. Dann hat die Wut eine ziemlich kathartische Wirkung.... :mrgreen:

In diesem Sinne - ein Hoch auf Darth Vader
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 1. Apr 2014, 10:33

Übrigens - der pragmatische Ratschlag meines Sohnes:

Such Dir doch auch einfach einen neuen Mann. :shock:

Diese Berliner Kinder - die schockiert nix mehr.

Meine Antwort: Ok. Und keine Sorge, ich werde Euch nicht damit behelligen. Den such' ich für mich alleine.

Er: Wieso denn?

Ich: Na, Du hast doch nen Papa. Und der bleibt Dir auch erhalten. Ihr braucht doch nicht noch einen...

Er: Na gut. Aber mir ist das egal....du darfst machen, was Du willst. Klar hab ich Papa. Und habe ihn lieb. Aber Du findest bestimmt bald wieder jemanden...

Danke, liebes Kind. Da sieht man's mal wieder - wenn man Kindern nicht von vornerherein einbleut, was Konventionen sind und dass man sich dran zu halten habe, dann sehen die Vieles viel entspannter, als man glaubt.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 1. Apr 2014, 20:38

Also, der Tag war ein bisschen doof. Ich glaube aber auch, dass ich krank werde. Und das ist nochmal eine extra-harte Nuss, finde ich. Schwingung hoch halten bei Krankheit, Müdigkeit oder sieben Tage Regenwetter stellt eine besondere Herausforderung dar.

Nun, heute sinds nur Krankheitsanzeichen. (Jaja, auch selbst manifestiert. Außerdem haben wirs alle mit dem Hals, und das passt ja. Aber andererseits geht Angina auch grad rum wie verrückt.)

Wie auch immer - ich bin trotzdem zufrieden. Ich habe nämlich vor allem gemerkt, dass die schlechten Gefühle und die Wut einer Unklarheit entsprangen, die mir nicht gefiel.

Vorher war alles klar - und somit brauchte ich nicht wütend zu sein.
Doch plötzlich war da ein Durcheinander und Gedanken wie: hätte man nicht, wäre es nicht möglich gewesen, hätte ich nicht, wo waren meine Fehler, und seine, usw.

Dann habe ich mir einfach nur Klarheit gewünscht.

Und die hat sich postwendend eingestellt - danke Uni. :kniefall:
Jetzt kann ich wieder loslassen.

Eine sehr interessante Erfahrung - je mehr Klarheit, desto einfacher ist das Loslassen.

Das werde ich mir an die Wand pinnen, glaube ich.

Damit kann ich gut schlafen gehen und schauen, ob ich morgen auch krank bin, wie mein Kind, oder wieder fit. Ist mir aber jetzt egal.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 9. Apr 2014, 15:00

Ich hatte mich ja bei einer freien Schule beworben. Beim Vorstellungsgespräch war ich letzte Woche. Heute morgen kam die Einladung zur einwöchigen Hospitation - der letzte Schritt vor der Zusage.

Es gibt Vieles, was dagegen spricht. Weiter Weg, gar nicht meine Fächer, wenig Geld. Der Verdienst entspricht in etwa dem, was mein Mann mir an Unterhalt zahlen müsste, nicht mehr.

Der Arbeitsaufwand (Vorbereitung usw.) wird ganz schön groß sein, so ohne Erfahrung.

Ich könnte mich quer stellen, trotzig sein und sagen - nö - da arbeite ich lieber nicht.... (also, rechtlich wäre das tricky, aber machbar.)

Ich habe aber auf mein Gefühl gehört, und auf die Freude geachtet, die ich beim Lesen der Einladung empfunden habe. Und die war groß. Also werde ich das auf jeden Fall annehmen, wenn die Hospitation gut läuft.

Das Gefühl sagt ganz klar: Geh in diese Richtung, das ist der richtige Weg! :loveshower:
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 9. Apr 2014, 21:38

Ich stelle jetzt noch dieses Video ein, über das ich durch Zufall gestoplert bin. (Eigentlich war ich auf der Suche nach Kunst-und Kulturseiten auf facebook. :-) )

Mit Trennung hat das nichts mehr zu tun, sondern viel mehr mit Unterricht.

Aber so ist es bei mir auch. Ich ziehe jetzt den Fokus vom alten Leben endgültig ab.

Da sind natürlich noch praktische Dinge, die es zu regeln gilt, aber ich habe vollstes Vertrauen, dass das alles friedlich gelingt.

Und ich möchte Euch nun nicht weiter mit diesem Kram langweilen - inwieweit das dann mit Abraham zu tun hat, weiß ich ohnehin nicht. Das Video hingegen hat viel damit zu tun - sehr viel.

Von daher...

Viel Spaß

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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon Amata » 10. Apr 2014, 12:49

Hi backagain,

ich habe alle deine Beiträge in diesem thread mit großem Vergnügen und Bewunderung gelesen, du bist echt eine lebendige Entsprechung zu den Abraham-Aussagen in den Büchern. Danke für deine ausführliche, kontinuierliche und authentische Dokumentierung deiner Erfahrungen, ich schneide mir eine Scheibe davon ab ... :danke:

Herzliche Grüße
Angelika
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 11. Apr 2014, 08:43

Hallo Amata

Freut mich, wenn's hilft. Aber lass mal die Bewunderung weg :bussi:
Denn die Dinge sind letztlich einfach wie sie sind.
Man kann auch meine Situation auf keine andere übertragen.
Z.B. war die Beziehung vorher schon so abgekühlt, und ich hatte mich schon so lange mit Loslassen und "Downstream Denken" befasst - da war das alles nicht sooo schwierig.

Andererseits hab ich auch immer noch zu kämpfen....natürlich sind da oft Gedanken wie "unfair"....etc...führe ich jetzt absichtlich nicht aus.


Das Wichtigste - das Allerwichtigste - aber, das merke ich jeden Tag, ist nicht, irgendwelche Situationen zu lösen, klare Gedanken zu fassen, Details so oder so zu betrachten, sondern einfach alignment.

(Also doch - Klarheit ist für mich auch sehr sehr wichtig. Verstehen und erkennen. Aber es kommt trotzdem erst an zweiter Stelle.)

Das war immer schon mein Hauptaugenmerk bei Abraham. (Mein persönliches - das findet auch jeder für sich selbst heraus, was am ehesten geht und am besten "hilft".)

Aber ich merke, dass ich, wenn ich den Fokus komplett abziehe, und zum Beispiel, so wie gestern, meinen Kindern eine selbstausgedachte Geschichte erzähle, die uns alle froh macht, oder wenn ich mit Freunden auf facebook herumblödele und am Ende lachend am Tisch sitze....dass mir danach alles andere so ziemlich egal ist. Ich fühle mich gut und stark....

Gestern gegen sieben war ich todmüde....gegen elf Uhr abends dann fühlte ich mich ausgeruht, fit und motiviert. Weil ich es ins totale alignment hineingeschafft hatte.

Und das ist für mich jetzt in jeder Situation das Wesentliche - wie komme ich da wieder hin. Besser anfühlende Gedanken helfen manchmal, sind aber manchmal auch mühsam. Babysteps halt.

Gelegentlich total angebracht, aber mir helfen andere Dinge meistens schneller und effektiver. Sogar wütend werden kann da mal dazu gehören. Tolle Musik. Schöne Bilder. Spaß mit Freunden. Lustige Comics. Federballspielen im Park. Sport überhaupt. Die wunderbaren Details dieses Lebens betrachten und auskosten....Pläne schmieden. Mir Perspektiven ausdenken und den Blick darauf richten. Kreativ sein. Und einfach ich selbst sein.


Und so mache ich weiter :loveshower:

Lieben Gruß!
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 11. Apr 2014, 09:16

Kurz nachdem die Seilbahn eingestürzt ist....

Alignment pur!!!


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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 25. Jun 2014, 12:19

Guten Tag zusammen
Ich setze die Geschichte mal fort...denn natürlich war das alles nur der Anfang.

Dann habe ich aufgehört, hier zu schreiben - und dann ging es erst richtig los. Auszug, Streit ums Geld, Streit um die Kinder....ein Meisterstück, wenn man das mit Loslassen und Vertrauen hinzukriegen versucht. Und ohne Rechtsanwälte...

Aber bis jetzt scheint es irgendwie geklappt zu haben. Dabei wurde es wirklich fürchterlich. Und ist es noch - aber es gibt Hoffnung am Ende des Tunnels.

Erfreulich war aber zunächst die Geschichte mit meinem Job. Ich war mir ja sicher, dass ich ihn erhalten würde.
Dann unterhielt ich mich eines Abends mit einer Dame, und erzählte ihr von meinen Berufsplänen. Bei der Gelegenheit erklärte ich detailliert, dass es ja noch Plan B gäbe - Lehrerin an einer regulären Grundschule. Als sogenannte Quereinsteigerin - sollte das mit der anderen Schule nicht klappen. Und beim Erzählen spürte ich plötzlich ganz deutlich, dass Plan B eigentlich viel mehr Sinn ergab - vor allem finanziell. Das war so ein Gefühl - wie ein Wunsch...

Am nächsten Morgen hatte ich die Absage von Schule Nummer eins im Postfach.

Ich war in Panik...und dachte aber an dieses Gefühl beim Erzählen von Plan B. Naja, langer Rede kurzer Sinn - Plan B klappte dann und Ende August beginne ich, als reguläre Grundschullehrerin zu arbeiten. In meinem Fach - Musik. Dank der neuen Lehrpläne darf ich da soviel reformpädagogische Ansätze reinpacken, wie ich will - meine Begeisterung für die freie Schule läuft also nicht ins Leere, aber finanziell sieht das nun noch deutlich besser aus.
(Das Hospitieren an der freien Schule hingegen war doch ein bisschen desillusionierend gewesen.)

Und der Rest - wer sowas schonmal erlebt hat, kennt das vielleicht. Vor Allem beim Streit um die Kinder (mein Exmann möchte sie zu 50 % der Zeit bei sich haben) geht an die Grenzen dessen, was durch Zulassen und das Vermeiden von Widerstand möglich ist. Ich habe es ernstlich versucht - und vielleicht war es gut. Das wird sich weisen.

Aber nun waren sie schon zweimal eine ganze Woche bei ihm. Für mich war/ist das die Hölle. Denn nichts auf der Welt bedeutet mir so viel wie diese Kinder, und die leere Wohnung ohne sie, und sie nicht hier um mich zu haben....man kann sich das, glaube ich, nur vorstellen, wenn man selber Kinder hat und immer sehr sehr viel Zeit mit ihnen verbracht hat. Außerdem ist die Kleine wirklich noch ziemlich klein...

Und dann zu sagen: Don't push against it....das hat mich beinahe an den Rand des Wahnsinns getrieben. Aber die Alternative wäre gewesen zu kämpfen, womöglich mit Anwälten und Jugendamt. Das mag ich nicht, das ist gegen Abraham, dabei hätten vor allem die Kinder gelitten - es war und ist undenkbar für mich.

Dann schien es aber nur "Nachgeben" zu geben - und ich bin fast durchgedreht.

Naja, heute hatten wir ein gutes Gespräch - das erste seit langer langer Zeit. Und haben nun doch erstmal einen Kompromiss gefunden, mit dem ich zumindest etwas besser leben kann. Und morgen treffen wir uns wieder - haben auch vereinbart, ab jetzt regelmäßig miteinander zu reden, und das war der Vorschlag meines Exmannes. Das ist ziemlich beeindruckend - er ist Gesprächen bisher immer ausgewichen. Und es wäre mit Widerstand wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Ich weiß es nicht. Aber ich versuche, das Vertrauen, das alles gut wird/ist - irgendwie aufrecht zu erhalten.

Und mein Gott - wieviele Ratschläge habe ich erhalten in letzter Zeit - bis hin zum Angebot, mir Geld zu leihen für den besten Anwalt. Nein danke, habe ich gesagt. Ich kämpfe nicht. Und ich zerre nicht an meinen Kindern....

Im Gegenteil versuche ich, drauf zu schauen, dass es gut ist, dass ihr Vater sich jetzt so viel Zeit für sie nimmt, so präsent ist (auch wenn x Leute um mich herum sagen, er würde nur versuchen, irgendwem etwas zu beweisen...und wie kann er nur....)
Ja, ich habe auch oft gedacht: Wie kann er nur. Er war nie da, immer verreist, ich konnte kaum mal Abends weggehen...und er hat sich nur sehr wenig um seine Kinder gekümmert. Wenn, dann sehr nett und lustig, aber sehr sehr wenig. Und dann das. Damit hatte ich im Leben nicht gerechnet.

Die schlimmeren Dinge, die ich noch über ihn gedacht habe, schreibe ich nicht auf.

Aber er ist trotzdem auch ein guter Vater, und wenn wir es irgendwann schaffen, gemeinsam friedlich diese Kinder großzuziehen, ohne dass die leiden, dann war alles richtig. Auch der Verzicht auf einen Kampf.

Ich versuche, immer wieder die Kurve zu kriegen....

Und so geht es weiter - Abraham steh mir bei. :-)
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 25. Jun 2014, 13:40

Ich muss nochmal was nachtragen:

Natürlich ist "nicht kämpfen" nicht dasselbe wie "nachgeben".
Sondern idealerweise richtet man sich widerstandsfrei auf seinen Wunsch aus und muss dann weiter gar nichts tun.

Manchmal sind aber die Umstände eben so, dass der Wunsch sich erst langsam formiert oder sehr vage ist. Zum Beispiel: Es soll allen gut gehen.

Und ich habe bemerkt, dass es meinen Kindern mit diesen ganzen Wochen beim Vater scheinbar erstmal gut geht. Klar - endlich hat er mal Zeit für sie, ist gut gelaunt....
Nur mir halt überhaupt nicht. Und ich habe auch Zweifel, dass es ihnen dauerhaft damit gut geht usw....

Aber da komme ich dann schon ins Grübeln....was ja nichts bringt. Woher kann ich wissen, wie es wem wann mit welcher Regelung oder Nicht-Regelung gut geht.

Trotzdem musste ich in letzter Zeit permanent Entscheidungen fällen, zumindest für den Moment. Und wenn der andere mit einer Entscheidung halt gar nicht einverstanden ist und beginnt zu drohen....dann ist man plötzlich im Zugzwang und steht eben doch vor der Alternative: Kämpfen oder Nachgeben. Dazwischen gibts dann für den Moment nicht viel.

Ich schreibe das so ausführlich, weil es solche Fälle ja auch in anderen Situationen gibt...

Und wenn ich die Wahl hatte, zum Beispiel meine Kinder eigenmächtig von Schule und Kita abzuholen, weil wir uns nicht einigen konnten, oder eben nachzugeben....da ist mir dazwischen nicht mehr viel eingefallen, außer mich zu Hause mit der Frage zu beschäftigen, was mein Wunsch ist.

Und immer wieder an die Stelle zu kommen: Es soll allen gut gehen.

Was aber dazu geführt hat, dass "Abwarten" gleich "Nachgeben" war.

Vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen - oder ich war nicht gut genug ausgerichtet (aus Angst, zu konkret zu wünschen, und damit vielleicht den Wünschen der Kinder etwas in den Weg zu stellen...es ist knifflig).

Vielleicht ist aber ohnehin alles richtig gekommen. Denn - auch mir muss es ja gut gehen. Und ich bin die Einzige, auf die ich überhaupt Einfluss habe.

(Und so hat es sich dann auch gefügt, dass mich heute morgen um sieben das Telefon "zufällig" weckte, nachdem ich um drei ins Bett gegangen war. Nur deswegen war ich um acht angezogen und geduscht - und wusste plötzlich, dass ich handeln muss. Und passte meinen Exmann auf der Straße ab und sagte ihm, wir müssten reden. Das habe ich ja getan. So gesehen habe ich ja gar nicht mehr nachgegeben....fällt mir jetzt erst auf. Das war dann aber ein Handeln, dass sich zwingend ergab - ich wäre sonst zu Hause die Wände hoch glaufen. Und - das Gespräch war befriedigend. Also - passt ja eh alles. Ich habs nur nicht bemerkt....)

Ich zweifle nur, ob ich das nicht schon früher hätte tun sollen. Aber das ist jetzt eh müßig. Ich werde versuchen, weiter so zu verfahren....Handeln nur aus einer inneren Notwendigkeit heraus.

Aber einfach ist das nicht....zu unterscheiden, was "inspiriertes Handeln" ist (bei einem gefühlten Angriff), und was "Kampf" ist....
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon labelle » 25. Jun 2014, 16:56

Hallo liebe backagain,

erst einmal möchte ich Dir schreiben, dass du das ganz toll machst!!!!!!!!!!!!!!!! :stimmt: :ros:

Bei Deinen letzten Sätzen hab ich einen Impuls verspürt Dir zu schreiben....... :pfeif:

Also inspiriertes Handeln entsteht aus einem Impuls heraus
und
Kampf ist aus dem Widerstand geboren.

Das zu meiner Theorie, in der Praxis ist das ja nun alles nicht so simple........
NOCH NICHT......

Einen schönen Abend wünsch ich Dir noch!!!!

Ich bin gespannt wie es bei Dir weitergeht, ich lese gerne aktives Abraham Leben
um selber auch immer mehr zu lernen. :lieb:
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 25. Jun 2014, 17:48

Hallo labelle

und dankeschön. :ros: Ein schönes Profilbild hast du...neu? Heute habe ich mich sehr daran gefreut. :danke:

Ich denke, ich kenne den Unterschied zwischen inspiriertem Handeln und Kämpfen schon ganz gut. Aber es gibt Situationen, in denen es schwer ist, inspiriert zu handeln. Oder zumindest mir schwerfällt. Ich tendiere dann zum Nachgeben - auf die Gefahr hin, mich selbst zu verleugnen. Weil ich nur die Alternative "Kampf" sehe und die ablehne. (Warum, sei mal dahin gestellt.)

Machtspiele in Beziehungen sind da ein sehr gutes Beispiel. Aber auch insgesamt das Zusammensein mit sehr autoritären oder dominanten Menschen, die dann auch zu diversen Einschüchterungstricks greifen. Man - oder ich - gerät da gerne in eine Verteidigungshaltung, wird dann vielleicht laut, aggressiv, was in Richtung Kampf geht und außerdem völlig sinnlos ist. Oder man geht weg, gibt klein bei - das ist aber nicht im Sinne Abrahams.

Gibt es von Abraham einen Workshop zum Umgang mit....Narzissten?

Ich sage nicht, dass mein Exgatte "nur" Narzisst ist - er hat auch angenehme Seiten. Aber seine Machtspielchen sind schon sehr ausgefuchst - und ich muss einen neuen Umgang damit lernen.

Heute morgen habe ich es gut gemacht - und es gab eine positive Schwingung zwischen uns. Aber die kippt - ich merke, dass er sich schon wieder von mir bedroht fühlt und seinerseits umschwenkt. (Das merke ich übrigens ohne jegliche Kommunikation. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich meistens richtig liege, wenn ich "aus der Ferne" solche Gefühle habe....)

Interessanterweise hat mir eine innere Stimme seit mehreren Tagen gesagt: Lies "Krabat" wieder, von Ottfried Preußler. Und worum geht es am Ende - darum, sich dem Willen des "Meisters" (Müllermeister, der zaubern kann - es ist ein Jugendbuch) zu widersetzen. Krabat tut das - ohne direkten Kampf. Und er übt sehr lange dafür, diesem Willen stand zu halten.

Ein Motiv, das in vielen Büchern vorkommt - auch zum Beispiel bei Harry Potter.

Immer geht es darum, denen, die sich um Gerechtigkeit und Einfühlungsvermögen nicht scheren, die Stirn zu bieten...und das geht nur, wenn der eigene Wille fest genug ist, das alignment ausreichend, die Ausrichtung ganz klar.

Ich gehe jetzt üben...weiß noch nicht, wie.

Schönen Abend
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 25. Jun 2014, 18:45

bring yourself back to feeling good, bring yourself back to feeling good, bring yourself back to feeling good...

beim google-abraham-orakel erhalten :-)
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 26. Jun 2014, 15:46

Heute nochmal ein Gespräch gehabt.

Mann war sehr freundlich, kooperativ, nett. Nur an der Kinderregelung ( dem Kompromiss, mit dem ich leben kann) wollte er nochmal was ändern.

Da habe ich mich gesammelt - und mir sind einfach die richtigen Dinge eingefallen. Ich habe nicht angegriffen sondern nur das gesagt, was ich sagen musste. Und was scheinbar angekommen ist.

Zwar ist das letzte Wort nicht gefallen (sagt er) aber ich werde nun weiter so verfahren:

Sammeln, fokussieren und das Richtige sagen. :gvibes:

("Das Richtige" in dem Sinne, dass es Worte sind, die wirken und die eigene Absicht ganz klar unterstützen. Inspirierte Worte - kein Widerstand. :clown: )

Schönen Tag!

PS: Ich hatte kurzzeitig wieder Zweifel, ob das, was ich will, auch im Sinne der Kinder ist. Aber dann habe ich das ignoriert - ich MUSS auf MEIN Wohlgefühl achten.

(Abgesehen davon, dass ich sicher bin, dass es für sie ok ist. Er wollte einen wochenweisen Wechsel, ich möchte fünf Tage beim Vater, neun Tage bei mir. Das ist so, weil er zwischendurch viel reist - das kann er dann dazwischen tun. Ich habe sozusagen von seiner Woche noch zwei Tage abbekommen. Das bedeutet für die Kinder möglichst wenig Wechsel und viel Kontinuität, Wochenenden sind ohnehin abwechselnd, die zwei Extratage sind Wochentage...und mit fünf Tagen ohne sie kann ich leben. Aber mit mehr nicht.
Interessant und wichtig für mich war dabei zu lernen, auch in diesem Fall nur auf MEIN Wohlgefühl zu achten und nicht mehr für andere mit zu denken. )
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon ZaWo » 26. Jun 2014, 20:55

Wenn ich das so lese, werde ich das Gefühl nicht los - nein, ich glaube -, dass du dabei bist, dich selbst zu verraten.

Willst du den Kompromiss oder willst du in Wirklichkeit mehr? Abe sagen nie, dass man sich auf Kompromisse konzentrieren soll, sondern auf dass, was man wirklich möchte. Du kannst deine eigenen Wünsche nicht beeinflussen, sondern nur untergraben. Und klar sind da bei dir Widerstände, da sich deine Wünsche ja gerade erst aufgrund des Kontrastes konkretisieren. Die lassen sich aber nicht durch schöne Worte, überdimensioniertes Entgegenkommen und artige Gespräche wegzaubern.

Und, wenn du ihn anmeckern willst, dann tu es, bevor es sich in dir festfrisst. Aus meiner Erfahrung befreit das. Vielleicht ist es ja gerade gut, ihm nicht laufend entgegenzukommen, sondern mehr dir. Gutmenschtums-Bestreben verbessert eben nicht die Schwingung, sondern Erleichterungsgefühle.

Klar möchtest du, dass es deinen Kindern gut geht. Das ist in deinem Vortex und längst vom LoA bei der Führung berücksichtigt.

Von was für einer Ausgangslage gehst du denn aus? "Normaler" Usus ist Kinder bei der Mutter und jedes zweite Wochenende plus halbe Feiertage und halbe Ferien beim Vater. Was zwickt dich, dass du das gegen dein Wohlbefinden anders machen willst?

Und ja, ich würde dafür auch zum Anwalt gehen, weil es ein Ich-will-und-werde wäre. Zurr dir eine gute, rechtlich fixierte Basis fest. (Trennungsvereinbarung) Ausnahmen im Bedarfsfall kannst du dann immer noch machen.
ZaWo
 

Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 26. Jun 2014, 21:16

Hey Zawo. Danke für Deine Antwort.
Und du hast vollkommen recht - ich war dabei, mich zu verraten. Mit der ganzen Woche hätte ich mich mehr als verraten.
Fünf Tage sind ok. Der Vater ist für die Kinder sehr wichtig, und ich habe gesehen, dass es ihnen bei ihm gut geht.
Und ich möchte selber, dass sie auch Alltag mit ihm haben. Das ist doch wunderbar, wenn sie unter der Woche sehen, dass auch er einkauft, putzt, kocht.... :clown:
Außerdem ist es schön für sie.
(Und normaler Usus hier bei uns wird immer mehr das Wechselmodell - 50/50....)

Und ich fange als Quereinsteigerin / Lehrerin an. d.h. ich muss ohne Vorkenntnisse, ohne entsprechendes Studium und ohne Referendariat wöchentlich 14 Unterrichtsstunden aus dem Ärmel schütteln, plus Seminare und Prüfungen. (Berufsbegleitendes Ref.) Ohne die fünf "freien" Tage würde ich das nur unter sehr großem Stress hinkriegen - und von dem Stress hätte dann niemand was.

So wie's jetzt ist, fühlt es sich für mich ganz und gar rund an. Und wenn er damit nicht einverstanden ist, geht kein Weg am Gericht vorbei.

Ich war auf dem besten Weg zum Selbstverrat - jetzt hab ich wieder klaren Kurs.
Aber ja - es darf sich nichts mehr festfressen. Ich neige gelegentlich zum Gutmenschentum - und das ist meistens eine große Lüge. (Und geht später immer nach hinten los.)

Angriff als Verteidigung kann aber auch nicht die Lösung sein. Das meine ich eben - ich versuche, den Weg zu finden, der friedlich läuft, nicht dank Nachgeben, Einstecken oder Runterschlucken, sondern aufgrund reiner Schwingung und klarem Fokus.

Meine inspirierten Worte waren auch nicht nur nett. Aber sie waren nicht aggressiv. Diesmal. Wenn ich das weiter so hinkriege, dann ist es gut.

Ich denke, das ist eine ziemlich grundsätzliche Frage, wenn man Abraham wirklich ernst nimmt: Wie kann man, gegen den Widerstand von anderen, seine Wünsche verwirklichen, ohne eigenen Widerstand. Knifflig.

Aber ich nehme das ernst - ernster denn je - denn es geht um die Kinder. Und Elternkrieg wäre für sie das Schlimmste. Bisher sind sie immer noch gut drauf - erstaunlich gut.

Aber nochmal danke - wie gesagt - Deine Denkrichtung passt schon ziemlich gut. In die "wir-haben-uns-ja-alle-so-lieb-Falle" darf ich nicht tappen.

Schönen Abend und Gruß in den Süden :clown:

Edit: Hast Recht - ich habe "Kompromiss" geschrieben. Es ist einer im Vergleich zu dem, was ich selbst anfänglich dachte. Aber eigentlich ist er eine gute Lösung - und somit eben kein Kompromiss mehr - da ich die Zeit dringend brauchen werde.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon ZaWo » 26. Jun 2014, 21:28

Ich habe eine ähnliche Regelung:

Jedes zweite Wochenende von Freitag Abend bis Montag Morgen in die Schule bringen und ein Abend pro Woche. Kommt auch so ca. 9:5 hin.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon ZaWo » 26. Jun 2014, 21:47

Aber ich nehme das ernst - ernster denn je - denn es geht um die Kinder. Und Elternkrieg wäre für sie das Schlimmste. Bisher sind sie immer noch gut drauf - erstaunlich gut.


Ach Hach. Dieser achsoschlimme, um GottesWillen zu vermeidende Elternkrieg. Muss ja stimmen. Sagt ja jeder. :pfeif:
Ich persönlich halte das (heute) für Quatsch. Im zwischenmenschlichen Bereich wird die Kommunikation durch Schwingung dominiert. Soll heißen, du kannst 10-mal "der liebe Papa" sagen, wenn du es nicht meinst, dann spürt ein Kind die unterschwellige nicht passende Schwingung und diese Zerrissenheit. Ich finde dann ist Transparenz besser.

Ich habe mit meinem Sohn auf zwei Ebenen agiert. Ich habe ihm z.B. erklärt, dass ich stinksauer auf seinen Papa bin und das auch raus muss, dass das aber nichts mit ihm zu tun hat. Das funktionierte gut und da war er erst 3.
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 26. Jun 2014, 22:02

Hoppla - das war die Antwort auf den ersten Beitrag:

...na dann...

Außerdem wird die Zeit weisen, was sich wie entwickelt. Schließlich ist das Leben immer gut für Überrschungen - die keine sind, wenn der Fokus stimmt. :clown:
Und ganz unüberraschend werden die Kinder ja auch älter und äußern dann nochmal eigene Wünsche...

Schönes WE schonmal - mit oder ohne Kind.....
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon backagain » 26. Jun 2014, 22:13

Ja, ich bin ganz einverstanden, dass geheuchelter Friede auch für nix gut ist.
Ich habe neulich genau dasselbe gemacht. Völlig ausgeflippt, meinem Sohn genau das erklärt, was Du schreibst usw....

(Tochter war noch nicht zu Hause.)

Die Kinder müssen verstehen, dass Eltern auch Menschen sind, und dass man Emotionen nicht einfach wegkicken kann. Heucheln bringt gar nix.

Aaaber - auf lange Frist - gehts mir um ehrlichen Frieden. So friedlich wie er sein kann.

Ich kenne an meinem Exmann grob gesagt zwei Seiten. Eine ist sehr - lustig, nett, charmant.... und eine ist - unbeschreiblich.

Aber wenn ich es auf Krieg ankommen lasse und nur auf die unbeschreibliche Seite schaue, um mich ja nicht über'n Tisch ziehen zu lassen, dann leiden die Kinder echt. Das weiß ich. Und ich auch - denn ich mag keinen Krieg.

Wenn wir kooperieren, haben alle was davon. Dann kann auch mal einer für den anderen einspringen, usw.

Und - nach Abraham müsste es ja von mir abhängen, welche Resonanz ich hervorrufe. Also, wenn schon, denn schon...dann probier ich das aus. Widerstand, Streit, womöglich Abwertung.....das klingt für mich nicht sehr abrahamisch.

(Wobei ich ja, wie Du Dich vielleicht noch erinnerst, kein Hardcore-Anhänger bin. Aber mir gefällt die Idee, Frieden durch "friedliche" Schwingung und meine Ziele nur durch klare Absichten zu erreichen. Weil - ich - mich damit am wohlsten fühle. )

We will see....
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Re: Trennung a la Abraham

Beitragvon ZaWo » 26. Jun 2014, 22:21

Und - nach Abraham müsste es ja von mir abhängen, welche Resonanz ich hervorrufe. Also, wenn schon, denn schon...dann probier ich das aus. Widerstand, Streit, womöglich Abwertung.....das klingt für mich nicht sehr abrahamisch.


Es ist dann sehr abrahamisch, wenn du von den unteren emotionalen Gefilden kommst. Für die Vortex-Version reicht es natürlich nicht. Wut, Rache, Abwertung sind Zwischenetappen.
Viele tappen in die Falle, gleich mit einem Riesenschritt das Endziel (Friede, Liebe, Freude, Wohlgefühl) erreichen zu wollen. Der Weg dahin hat aber viele kleine Schritte, die man sich auch erlauben darf/muss.
ZaWo
 

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