Trauer

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Trauer

Beitragvon Ekieh » 16. Jan 2015, 11:38

Hallo Glücksfinder,

lawofattraction hat geschrieben:

Wir haben oft eine gewisse Solidarität zu unserer Familie und nahestehenden und geliebten Menschen, die dann ein eigenes Weiterkommen oder Glücklichsein nicht zulässt, wenn die anderen das während ihrer Lebenszeit nicht erfahren durften. Eigene Wünsche zu verfolgen, fühlt sich dann wie Verrat an, da das Gefühl aufkommt, dass man sich dadurch noch weiter entfernen würde, als das als Lebender und auch noch glücklich Lebender ohnehin der Fall ist.

Solche Muster laufen unbewusst ab, aber sie sind deswegen nicht weniger machtvoll.





ich verfolge die Unterhaltung zwischen dir und Loa , weil...wie soll es anders sein - ich in Resonanz bin.
Mein Lebensgefährte ist vor gut zwei Jahren ins nicht physische zurückgegangen. Ein halbes Jahr hab ich gedacht ich schaff das nicht, dann kamen nach und nach meine Kräfte wieder, ich konnte wieder aufstehen und atmen.

Jetzt ist es gut zwei Jahre her und es ist genauso wie Loa schreibt.
Mir geht es wieder besser und ich verspüre sogar wieder Freude, aber jedes Mal wenn ich innerlich ein Aufschwung erahne meldet sich so ein undefinierbare Gefühl welches sich bei dir wahrscheinlich beim Lotto spielen einstellt.

So was wie: das geht doch nicht oder das war doch mein Lebensmensch oder es wird sowieso nicht mehr so oder, oder...
unterm Strich, mein Unterbewusstsein hält mich zurück. Dennoch sehe ich dass als eine riesige Entwicklung und setze auf die Zeit. Also vielleicht nochmal zwei Jahr, vergessen werde ich ihn nie aber ich merke eben das sich mein Blick wieder weitet. Auch dank Ehster und diesem Forum hier.

In diesem Sinne
wünsch ich allen ein schönes Wochenende
Ekieh
 
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon Glücksfinder » 16. Jan 2015, 13:38

Liebe Ekieh,

Ekieh hat geschrieben:Hallo Glücksfinder,
ich verfolge die Unterhaltung zwischen dir und Loa , weil...wie soll es anders sein - ich in Resonanz bin.

für mich habe ich die Erkenntnis daraus gezogen, dass ich mein Glück und meine Zufriedenheit nie wieder von einem anderen Menschen abhängig mache. Welche Macht gebe ich anderen über mich, dass ich sie nach ihrem Tod derart auf mich einwirken lasse? Gebe ich damit nicht auch ein Stück weit Verantwortung ab an andere bzw. nehme sie in Verantwortung für mein Wohlsein?

Positiv ausgedrückt bedeutet das für mich, dass ich mich sehr viel mehr um mein Inner Being kümmere, damit ich selbst in solchen Situationen nicht (mehr) aus der Bahn geworfen werde. Was ja nicht bedeutet, dass man über den Verlust nicht trauern darf, aber dies dann in Dimensionen, die ein 'normales' Leben ermöglichen.

Ekieh hat geschrieben:aber jedes Mal wenn ich innerlich ein Aufschwung erahne meldet sich so ein undefinierbare Gefühl welches sich bei dir wahrscheinlich beim Lotto spielen einstellt.

Dabei ist meine Erfahrung, dass sich das sich dessen bewusst werden oftmals schon sehr hilfreich ist und die Lösung im Sinne von Loslassen dann ganz von selbst kommt. Mir hat der Hinweis von Loa jedenfalls schon jetzt sehr geholfen.

Liebe Grüße,

Glücksfinder
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon Ekieh » 16. Jan 2015, 16:18

Hallo Glücksfinder,

Glücksfinder hat geschrieben:für mich habe ich die Erkenntnis daraus gezogen, dass ich mein Glück und meine Zufriedenheit nie wieder von einem anderen Menschen abhängig mache. Welche Macht gebe ich anderen über mich, dass ich sie nach ihrem Tod derart auf mich einwirken lasse? Gebe ich damit nicht auch ein Stück weit Verantwortung ab an andere bzw. nehme sie in Verantwortung für mein Wohlsein?


Ganz genau, aber was du schreibst ist der Idealzustand eines "Erleuchteten". Ich bin ein Mensch und so einfach ist das nun mal nicht. Wenn man über viele Jahre tief mit jemanden verbunden war, Kinder hat usw. fällt die Reaktion auf einen endgültigen Abschied auch dementsprechend aus.

Ich bin weder sachlich noch pragmatisch und plane selten, aber auch das liegt wohl in unsern Genen und ist eine Frage der Mentalität.
Und in meinen Genen ist tief verankert das ich gerne lebe und liebe und dazu gehört dann eben auch dieser fiese Kontrast.
Außerdem bin ich ziemlich Angstfrei, ich hatte so ein schönes Leben und was sind dagegen diese zwei Jahre Schmerz? Den nehme ich dann auch in Kauf. Denn jetzt wo dieser Schmerz abklingt, lässt sich wieder ursprüngliche Gewissheit erahnen.

Was ich damit sagen will, wenn ich aus Angst vor Abstürzen also aus Angst vor dem Leben immer versuchen würde an der Oberfläche zu bleiben und Abstand zuhalten, wäre das Leben nicht mehr lebenswert und unter solchen Umständen würde ich nicht auf diesem Planeten weilen wollen.

Liebe Grüße
Ekieh
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon Glücksfinder » 16. Jan 2015, 18:39

Ekieh hat geschrieben:Wenn man über viele Jahre tief mit jemanden verbunden war, Kinder hat usw. fällt die Reaktion auf einen endgültigen Abschied auch dementsprechend aus.

Das ist mir ja ganz genauso gegangen, und dass, obwohl wir schon getrennt waren. Mich von niemanden mehr abhängig machen wollen, die Gedanken sind mir auch nicht über Nacht gekommen. Wenn man ein erfülltes Leben mit einem Partner verbringen durfte, müsste man nicht dann eigentlich dankbar für die Zeit sein? Müsste diese Dankbarkeit nicht viel stärker sein als die Trauer um den Verlust? Ich weiß es selbst auch nicht. Wenn sich ein Partner zum Beispiel trennt, so habe ich mal gelernt, lässt man ihn, wenn man ihn wirklich liebt, ziehen. Ist es beim Tod nicht vielleicht ähnlich?

Ich betrachte den Tod zum Beispiel auch nicht als endgültig. Spätestens, wenn ich sterbe, so bin ich überzeugt, sieht man sich wieder (da kann meine Schwester erstmal was erleben ;), was es für mich etwas leichter macht.

Ekieh hat geschrieben:Was ich damit sagen will, wenn ich aus Angst vor Abstürzen also aus Angst vor dem Leben immer versuchen würde an der Oberfläche zu bleiben und Abstand zuhalten,

Ich bin mir nicht sicher, ob das die Konsequenz daraus wäre. Vielleicht hast Du recht. Aber vielleicht suchen wir einfach auch zu sehr unser eigenes Glück bei anderen. Wenn ich zu 100% im Einklang mit mir wäre, wie würde ich dann auf eine Trennung oder den Tod eines geliebten Menschen reagieren? Eine interessante Frage.
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon backagain » 16. Jan 2015, 19:03

Mal so in den Raum geworfen, ohne dass ich wirklich bei Euch mitreden kann. (Die einzige Trennung, die ich gerade erlebe, ist eine je temporäre von meinen Kindern, die mich aber auch schon sehr traurig gemacht hat.)

Tatsache ist aber, dass mir diese Trennung am leichtesten fällt, wenn ich ganz und gar mit mir im Einklang bin. Weil - ich mich genau dann mit meinen Kindern am verbundensten fühle, auch wenn sie nicht da sind.

Dennoch bin ich mit dem Zustand nicht zufrieden - aber da kann ich darauf fokussieren, was ich mir stattdessen wünsche. Das geht natürlich nicht, wenn jemand gestorben ist. (Und es tut mir leid, dass ich da so lapidar drüber rede...)

Da kann ich aber wenigstens diese geistige Verbindung aufrecht erhalten. Und ich denke, die ist dann am echtesten, wenn sie auch aus dem Alignment heraus erfolgt.

In jedem Fall ist es für mich so, dass größere Verbundenheit mit mir selbst größere Verbundenheit mit allen anderen hervorruft, hüben wie drüben.....

Ich denke auch, dass wir anstreben sollten, unser Glück möglichst wenig von anderen abhängig zu machen. Aber nicht, indem wir uns von der Welt abtrennen und innerlich zurückziehen. Je angebundener wir uns fühlen, umso unabhängiger sind wir von Einzelerscheinungen, und umso bedingungsloser und tiefer können wir lieben.

(Dennoch bin auch ich in gewisser Weise sehr abhängig von anderen...von ihrer Zuwendung, ihrem Lächeln, davon dass ich spüre, gesehen zu werden, davon, dass mich andere umarmen....aber auch dafür ist wieder umso mehr Offenheit da und es kommt und geschieht umso leichter, je weniger ich darum ringe oder an irgendwas festhalte - je weniger ich es akut "brauche". Es macht mich durch und durch glücklich - aber ich "brauche" es nicht aus einem Mangel heraus....statt dessen gebe ich es immer mehr, und es vervielfacht sich dann....)

B
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon backagain » 16. Jan 2015, 20:26

Was ich damit sagen will:

Rückzug von der Welt in sich selbst und Oberflächlichkeit der Beziehungen schützen kaum vor Verletzung durch Verlust und machen höchstens hart und kalt.

Was wirklich schützt ist Öffnung....
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon Ekieh » 16. Jan 2015, 21:34

Glücksfinder hat geschrieben:Wenn sich ein Partner zum Beispiel trennt, so habe ich mal gelernt, lässt man ihn, wenn man ihn wirklich liebt, ziehen. Ist es beim Tod nicht vielleicht ähnlich?


Für mich sind das zwei Situationen die völlig unterschiedliche Emotionen auslösen.
Bei einer Trennung kann ich auch wütend sein, trotzig unter dem Motto – na dann eben nicht, du kannst um eine Entschuldigung bitten oder auf eine hoffen,
natürlich auch Traurigkeit, da sich die Gefühle abwechseln, mischt sich die Energie.
Bei Tod ist da nur tiefe Ohnmacht, Trauer und Ungläubigkeit – da kannst du nichts mehr machen, nicht hoffen nichts arrangieren, gar nichts.
So habe ich es erlebt, ich konnte nur abwarten bis die Zeit mich erlöst.

Glücksfinder hat geschrieben:Wenn man ein erfülltes Leben mit einem Partner verbringen durfte, müsste man nicht dann eigentlich dankbar für die Zeit sein? Müsste diese Dankbarkeit nicht viel stärker sein als die Trauer um den Verlust?


Und ja, ich bin dankbar und irgendwann wird das Gefühl auch überwiegen.

Glücksfinder hat geschrieben:Wenn ich zu 100% im Einklang mit mir wäre, wie würde ich dann auf eine Trennung oder den Tod eines geliebten Menschen reagieren? Eine interessante Frage.


Ja, wirklich eine gute Frage.

Aber wie gesagt, jeder hat da seine ureigene Gefühlswelt und dem Anderen beizubringen wie es ist, ist eigentlich unnötig und auch nicht möglich.
Und du hast schon recht, was weiß man schon, ich habe auch kein Patentrezept. Man kann nur hoffen, dass es einen beim nächsten Mal nicht wieder so überrollt.

Ich glaube wir sind hier etwas vom Thema „Manifestation ohne Alignment“ abgekommen und deshalb werde ich dass jetzt nicht weiter überstrapazieren.
Ich finde es gut dass du Musik machst, damit kann man sich ein wenig beruhigen, auch nur so eine Annahme, mein Mann war auch Gitarrist.

Liebe Grüße Ekieh
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Re: Manifestation ohne Alignment?

Beitragvon lawofattraction » 17. Jan 2015, 09:00

Ekieh hat geschrieben:Ich glaube wir sind hier etwas vom Thema „Manifestation ohne Alignment“ abgekommen und deshalb werde ich dass jetzt nicht weiter überstrapazieren.


Liebe Ekieh, dear All,

ich würde gerne diese Beiträge, die dann doch in ein anderes Thema berühren, abtrennen und in einem neuen Thread auch weiter die Diskussion dazu ermöglichen.

Ich fände es schade, wenn ein so wichtiges Thema in einem Thread versinkt, der von seiner Überschrift her nicht dazu veranlasst, es hier zu suchen.

Ich schlage vor, dass wir ab Deinem gestrigen Beitrag 11.38 die Beiträge verschieben. Wem fällt eine passende Überschrift ein?

Lieben Gruss
Loa



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Re: Trauer

Beitragvon Glücksfinder » 17. Jan 2015, 14:25

lawofattraction hat geschrieben:Wem fällt eine passende Überschrift ein?

Gar nicht so einfach. Wie wäre es mit 'Der Schmerz der Trauer', 'Wenn die Trauer einen überwältigt' oder 'Warum trauern wir'?
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