Totale Verwirrung

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Totale Verwirrung

Beitragvon brivas » 9. Mai 2013, 13:51

Hallo zusammen.

Es gibt eine Sache, die ich schon seit einigen Tagen beobachte und nicht recht weiß, wie ich sie einordnen soll.
Vielleicht habt ihr eine Idee...

Ich habe eigentlich gedacht, dass ich auf einem guten Wege bin, die Lehren von Abe in meinem Leben umzusetzen. Glück, Ruhe, Vertrauen - ich konnte Dinge fließen lassen und viele Widerstände abbauen, habe gelernt glücklich zu sein, in dem ich auf meine Gefühle geachtet habe. Es war toll und fühlte sich wie eine Befreiung an.

Aber irgendwie bin ich jetzt an einem Punkt, der eigentlich das komplette Gegenteil ist - es ist nur noch Chaos in mir und ich weiß gar nicht recht warum.

Ich habe das Gefühl, je mehr ich mir darüber klar werde, was ich will, desto diffuser wird alles in meinem Leben.
Teilweise weiß ich gar nicht mehr was los ist... Einerseits habe ich eine tiefe Ruhe in mir und zu mir, aber andererseits ist da eine Anspannung und ich bin aufgewühlt, weil mein Wunsch nach Freiheit so schier unbegreiflich wird und ich nur noch Dinge sehe, die dem indirekt im Weg stehen und die mich überhaupt stören. Der Kontrast wird immer größer zwischen dem was ist und was ich wünsche. Ich weiß gar nicht warum....
Ich versuche das positive zu sehen und ich versuche auch, mich aktiv von diesem Balast zu befreien - aber es scheint keine Ende zu nehmen :102:

Viele in meinem Umfeld sagen, ich wäre seit kurzem so Ernst und ich wirke so angestrengt, nachdenklich und unzufrieden.

Dabei gab es erst vor kurzem diese Zeit, als ich mich schier wohl gefühlt habe. Ich bin morgens aufgestanden und habe ich Welt umarmt.
Ich versuche immer wieder diese Stimmung zu leben, aber es scheint mir teilweise schier unmöglich. Es zeigen sich in meiner Realität ausschließlich unerwünschten Dinge, in einer so krassen Vehemenz.

Das ist eine Frustration, die sich nicht daraus ergibt, dass sich Dinge noch nicht so entwickelt haben wie es mir wünsche. Meine Gedanken über meinen Wunsch sind toll, euphorisch, positiv - ich fühle mich wahrlich auf dem Weg dorthin - aber die Realität steht dem immer mehr entgegen. Je mehr ich weiß was ich will, desto mehr kotzt mich meine momentane Situation an. Und ich kann irgendwie gar nicht anders, als meinen Fokus so verstärkt auf diese Realität zu richten weil sie einfach überall ist. Das macht mich noch wahnsinnig - wie soll denn auf diesem Wege die schönen Dinge anziehen???

Vielleicht hat jemand einen Rat, würd mich freuen...
Britta
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Re: Totale Verwirrung

Beitragvon Winterbraut » 9. Mai 2013, 15:54

Hallo Britta,

Vielleicht versuchst du zu große Schritte bzw. Veränderungen - dann kannst Du möglicherweise mit dem Tempo nicht mithalten...

Ein weiterer Punkt - ich erinnere mich dass es mir phasenweise ähnlich geht: Das Anwenden des Loa nur um zu manifestieren, damit es Dir besser geht, also das Außen zu manipulieren, funktioniert nicht.
Im Gründe geht es bei Abrahm immer um nur um Dein Wohlgefühl, um Dich. Wenn Du das wirklich schwingst, gesellt sich die Entsprechung im Außen dazu.

:hug:

Alles Liebe
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Re: Totale Verwirrung

Beitragvon ladygoon » 11. Mai 2013, 16:30

Hallo Britta,

mir fällt zu Deinem Beitrag folgendes ein, vielleicht kannst Du damit etwas anfangen:

Dein Beitrag erinnert mich daran wie es mir mal ging. Mir geht es in manchen Lebensmomenten noch immer so, so wie Du schreibst scheint es bei Dir momentan in vielen Lebensbereichen so zu sein wie ich es gleich aus meiner Sicht erläutern werde). Das ist eventuell zu viel für Dich im Moment. Ich meine das Dir nicht gefällt was Du erschaffen hast, oder besser es gefällt Dir nicht mehr. Eventuell kommt die Problematik hinzu, dass Du überhaupt nicht weißt warum Du es Dir erschaffen hast weil Du es unbewusst erschaffen hast. Ich meine es fällt viel leichter los zu lassen wenn man sagen kann: oh das hat mir mal aus dem und dem Grund gedient, bzw. gut getan weil ich dieses und jenes damit zum Ausdruck bringen wollte, jetzt gefällt es mir nicht mehr ich lasse es los. So wie Du schreibst fällt Dir das Loslassen jetzt nicht leicht. Mir ging es wie gesagt auch schon so, bei mir war das so weil ich stinksauer auf mich war, zuerst noch unbewusst, zuerst noch auf das was ich mein Leben nannte, dann bewusst. Bei mir war das so weil ich habe etwas erschaffen was ganz und gar nicht dafür gedient hat das ich die Liebe zu mir zum Ausdruck bringe, sondern ich habe die totale Selbstverleugnung erschaffen, absolut für andere da sein, immer das richtige sagen, sich um andere kümmern, (obwohl ich schon längst mal dran war), ich habe das alles absolut im Griff gehabt, mein Leben, immer in Harmonie mit meinen Mitmenschen, ich hatte die totale Kontrolle über mein Leben errungen und war zumindest damals sehr stolz auf mich diesbezüglich :lieb:, da ich da noch dachte das ist der Weg. Dann wurde mir aber total wichtig wie ich mich fühle, das es mir gut geht, da viel mir die Einsicht nicht leicht, dass das worauf ich nun mit meiner neuen Absicht schaue das Gegenteil davon ist und ich, obwohl ich nun auch wieder sehr stolz auf mich und meine neue Absicht war, tatsächlich selbst die Verantwortung für die mich nun ankotzenden Lebenssituationen trage. Zudem hat es mich Jahre gekostet mein Leben so unter Kontrolle zu bekommen. Als ich dann im Prozess sauer wurde und nicht loslassen konnte was mich nun sehr abgestoßen hat, da habe ich mich dann gefragt warum ich mich so ziere es loszulassen, und da wurde mir klar das ich etwas mit mir klären musste, ich war gemein zu mir gewesen, dachte ich dann aus meiner neuen Perspektive herraus, ich habe mich ignoriert, da war ich dann traurig und entäuscht von mir. So viele Jahre habe ich mich bemüht und war doch total auf dem richtigen Weg es ging doch vorwärts....so viele tolle erkenntnisse.. und ich habe doch vorbeigeschossen...knapp aber irgendwie doch total vorbei.... Ich war aber auch froh weil ich meine neue Weltsicht und Selbstsicht auch deshalb erkennen konnte weil ich so "vorbeigeschossen" habe. Ich habe zwar erschaffen zuwider meiner Natur zum wohle alter Vorstellungen die ich eigentlich als neu empfand aber ich habe erschaffen. Diese Selbsterkenntnis ( hier in knapper Form erläutert 8-) :P ) hat mir geholfen das ich Loslassen konnte, ich habe mir vergeben diesbezüglich und konnte mich dann auf meine "neue Welt" konzentrieren. Ich schreibe teilweise in Vergangenheitsform, die Vergangenheitsform bezieht sich auf Bereiche an die ich beim schreiben denke wo ich bereits Ausgewechselt habe, abrahamisiert. Meine Erkenntnis zusammengefasst: Ich habe viel Wert auf Kontrolle gelegt, habe begierig geübt, gelernt, umgesetzt, Fragen gestellt und antworten erhalten, doch heute wegen Abraham weiß ich das ich mir das gar nicht antun muss, mein Ego, mein kleiner Ersatzgott, darf bezüglich der Kontrolle ruhig Urlaub machen...:lol: :P . An was erinnerst Du Dich warum fällt es Dir schwer loszulassen, was würdest Du erkennen müssen wenn Du loslässt...sollche Fragen helfen mir immer .... :danke: Liebst Grüße Franzi
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