Tod

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Tod

Beitragvon Jatina » 30. Dez 2014, 13:59

Liebe Forenmitglieder,

aus eigenem gerade erlebten, schlimmsten Verlustes des geliebten Menschen, stelle ich mir gerade immer wieder die Frage:
Wenn jemand an Krebs stirbt, ist es dann nicht doch ein Fehler im Denken der das veursacht hat? Abraham erklärt ja immer wieder, dass Krebs die Folge von kritischen Gedanken ist, über lange Jahre praktiziert. Das es das "schlampige" Denken ist, das dazu führt. Andrerseits betonen sie immer, das das Inner Being bestimmt, wann der Zeitpunkt des Sterbens der nächste logische Schritt ist und das in Bezug auf den Tod, keine Fehler gibt- :102:
Kann mir da jemand weiterhelfen??

Vielen Dank.
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon lawofattraction » 30. Dez 2014, 15:43




Hallo Jatina,

es tut mir sehr leid, dass Du eine traurige Zeit erlebst und eine geliebte Person nun nicht mehr bei Dir ist. Ich wünsche Dir viel Kraft und auch Verständnis, damit Dein Schmerz bald nachlässt.

Jatina hat geschrieben:Wenn jemand an Krebs stirbt, ist es dann nicht doch ein Fehler im Denken der das veursacht hat?


So kann man das nicht sagen. Es ist ja nicht so, dass jemand bewusst solche Dinge denkt, die ihm nicht gut tun. Vielmehr spulen doch alle Menschen mehr oder weniger ein Programm ab aufgrund der Dinge, die sie in ihrem Leben erfahren und gelernt haben und die ihrer Existenz einen gewissen Rahmen geben. Oft ist das vollkommen automatisiert und kann gar nicht als nicht förderlich erkannt werden. Insofern gibt es keine falschen Gedanken, sondern lediglich Gedanken, die uns gut tun und solche, bei denen das nicht der Fall ist.

Keinesfalls aber kann man irgend jemandem solche Gedanken als falsch vorwerfen. Selbst wir, die wir ja um die Realitätsgestaltung wissen, tappen doch immer wieder in die Falle, unbewusst auf ein negatives Gedankenkarussell aufzuspringen und uns in diesen Gedanken viel zu lange aufzuhalten.

Es ist wohl in der Tat so, dass solche Gedanken, wenn sie vorherrschen und über lange Zeit gedacht werden, zu Krankheit führen und letztendlich eine solche Krankheit auch in das physische Ende, wenn nicht irgendwann ein Weg gefunden wird, sie zu verändern. Dann ist der Tod nur noch Erlösung aus einem Kreis, der anders nicht durchbrochen werden kann.

Es liegt ja Wahrheit in der Aussage, die oft beim Tod eines Menschen gemacht wird, der lange an einer schweren Krankheit gelitten hat, dass es ihnen nun besser geht und ihr Leiden ein Ende hat. Sie haben sich im Moment ihres Todes von all den Belastungen befreit, die sie während ihrer Lebenszeit nicht oder nur sehr schwer loslassen konnten, um mehr Freude in ihrem Leben zu leben. Gerade Menschen, die an Krebs erkranken, sind ja oft solche, die das Wohl anderer immer vor das eigene stellen und daher vielfach über alle Gebühr mit den anderen zusammen leiden. Wenn wir Abraham glauben, dann ist der physische Übergang eine Befreiung und ein explosionsartiges Eintreten von Wohlgefühl und Verständnis.

Versuche doch, diese Seiten zu erkennen und das Nachdenken über die Wenns und Abers hinter Dir zu lassen. Es tut Dir nicht gut und es bringt auch keine Antworten.

Der Tod ist ein Mysterium, das wir wohl nicht voll erkunden können, so lange wir im Körper leben. Aber wir können unseren Gedanken eine Richtung geben, die das positive Anerkennen zum Ziel hat, weil das auch eine energetische Verbindung mit den Lieben ermöglicht, die jetzt nicht mehr bei uns, sondern rein nicht-physisch sind.

Ich wünsche Dir alles Gute
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Tod

Beitragvon Viereichen » 30. Dez 2014, 17:05

Liebe Jatina,

ich wünsche dir viel Kraft in einer Situation, die sicherlich für dich nicht leicht ist.

Viele Worte erübrigen sich da, ich hoffe du findest Raum für deine Trauer. Ich persönlich mag den Begriff "schlampig" denken nicht. Denn er impliziert Härte, Strenge, die höchstens von einem verinnerlichten Eltern-Ich kommen mag, niemals von der allumfassenden Liebe des InnerBeing. Es gibt immer Gründe, warum man sich so oder so verhält.

Es fällt mir allerdings noch ein, dass Abraham in dem neuen Büchlein "Die Botschaft" Abraham zu den Themen Krebs und Tod Stellung bezieht. Möglicherweise kann das auch deine Fragen zu einer Antwort führen.

Herzliche Grüße
Viereichen
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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 30. Dez 2014, 18:55

Liebe Loa,

danke für dein Mitgefühl und deine Antwort.
Ich war mir im Klaren, dass ich mich mit dieser Frage nicht im Alignment befinde. Aber ich habe so oft alles was Abraham zum Thema Tod und Trauer, und Transition gesagt haben angehört und gelesen, dass ich in diesen 2 Aussagen irgendwie ein Nichtsorechtzusammenpassen gefühlt habe. Und der "Verlust" ist noch so frisch und schmerzlich, dass ich eben alles durch und durch verstehen will, um wieder einigermaßen in Richtung Ausrichtung zu kommen.

lawofattraction hat geschrieben:es tut mir sehr leid, dass Du eine traurige Zeit erlebst und eine geliebte Person nun nicht mehr bei Dir ist. Ich wünsche Dir viel Kraft und auch Verständnis, damit Dein Schmerz bald nachlässt.


Laut Abraham ist ja genau das nicht geschehen, dass die geliebte Person nicht mehr bei mir ist. Gerade durch die Erfahrung von Esther mit dem verstorbenen Jerry ist das ja immer im Mittelpunkt - zumindest der neueren - Unterhaltungen über den Tod. Auch wir waren 30 Jahre zusammen und ebenfalls, wie Esther und Jerry, keine Stunde getrennt.

Lieber Viereichen,

auch dir, danke für deinen Zuspruch.

Viereichen hat geschrieben:Ich persönlich mag den Begriff "schlampig" denken nicht. Denn er impliziert Härte, Strenge, die höchstens von einem verinnerlichten Eltern-Ich kommen mag, niemals von der allumfassenden Liebe des InnerBeing.


Der Begriff "sloppy thinking" (schlampiges Denken), stammt ja von Abraham selbst und wird, finde ich zumindest gerade in den neueren Beiträgen, häufig verwendet.

Habe ich das falsch übersetzt??

Liebe Grüße
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon lawofattraction » 30. Dez 2014, 19:54




Hallo Jatina,

es ist immer schwer, jemandem in einer solch existenziellen Situation adäquat zu antworten. Da ist es oft besser, ganz leise zu treten und - sollte eine weitere Unterhaltung gewünscht sein - später in die Tiefe zu gehen. Denn natürlich hast Du recht, dass es keine Trennung durch den Tod gibt, sondern lediglich eine veränderte Wahrnehmung der anderen Person, die nun nicht mehr in der Physis existiert.

Nun, 3 Jahre nachdem Jerry in die andere Dimension gegangen ist, reden Abraham auch viel offener und klarer über das, was Esther und Jerry heute verbindet. Sie sagen ganz deutlich, dass Esther sich nun sicher ist, dass die Beziehung vorher auf ihren Bedürfnissen in dieser Verbindung aufgebaut war, sie jetzt aber erfährt, dass dieser Kontakt zwischen dem Physischen und dem Nicht-Physischen genau so erfüllend wie vorher oder noch viel mehr erfüllend sein kann. Ich möchte hoffen, dass uns das allen so gehen wird mit unseren nicht mehr hier weilenden Liebsten, und in einem kleineren Ausmass kann ich das selbst erfahren mit denen, die nicht mehr im Körper bei mir sind.

Der Ausdruck des "schlampigen Denkens" stammt ja von mir, zumindest denke ich, dass ich es hier im Forum geprägt habe. Und ja, ich bin der Überzeugung, dass ich mit dem Herzen und nicht mit irgendwelchen psychologisch-gedanklichen Behinderungen übersetze und daher in dem Ausdruck "schlampig" nicht die geringste Kritik empfinde. Für mich spiegelt er die augenzwinkernde Art Abrahams perfekt wider. Unser Inner Being bzw. das Universum reagiert nicht aufgrund von Worten, sondern aufgrund von Schwingung. Wie ein Wort empfunden wird, hängt - wie alles andere - immer von der Schwingung der Lesenden ab, daher ist das Empfinden von Worten höchst subjektiv.

Neue Situationen, wenn wir sie nicht selbst forciert haben, fordern oft das letzte an Kraft von uns. Und wenn ich diese konkrete Situation wie die Deine auch nicht kenne, so weiss ich doch, dass jedes Quäntchen an Stärke gefordert ist. Die wünsche ich Dir von ganzem Herzen.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 30. Dez 2014, 20:08

Liebe Loa,

ich danke dir von Herzen für deine warmen Worte.

lawofattraction hat geschrieben:Nun, 3 Jahre nachdem Jerry in die andere Dimension gegangen ist, reden Abraham auch viel offener und klarer über das, was Esther und Jerry heute verbindet. Sie sagen ganz deutlich, dass Esther sich nun sicher ist, dass die Beziehung vorher auf ihren Bedürfnissen in dieser Verbindung aufgebaut war, sie jetzt aber erfährt, dass dieser Kontakt zwischen dem Physischen und dem Nicht-Physischen genau so erfüllend wie vorher oder noch viel mehr erfüllend sein kann.


Das wünsche ich mir, wie ich mir noch nie etwas in meinem Leben gewünscht habe. Möge ich diesen Schwingungszustand zulassen können.

herzlichst
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon Glücksfinder » 30. Dez 2014, 22:12

Liebe Jatina,

meine Schwester ist 2009 verstorben, meine Exfrau vergangenes Jahr, an dem ersten Geburtstag ihres jüngsten Kindes. Meine Exfrau starb an den Folgen von Krebs.

Beide Todesfälle haben mich gelehrt, dass jeder Mensch einen unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und Umsetzungshorizont hat, der frei jeder Bewertung ist.

Es ist noch nicht so lange her, da lief eine Dokumentation im Fernsehen über eine krebskranke Frau in Südostasien, deren Freundin bereits an Krebs verstorben war. Sie weigerte sich, eine Chemotherapie zu machen und fiel aufgrund ihrer massiven Erkrankung im Endstadium irgendwann ins Koma. Dabei hatte sie ein Tunnelerlebnis im Rahmen einer Nahtoderfahrung, traf ihre bereits verstorbene Freundin und unterhielt sich mit ihr. Der Frau tat es sehr leid, ihre Freundin beim Sterben nicht begleitet zu haben und die Freundin sagte, dass dies überhaupt kein Problem sei. Die Frau erwachte anschließend aus dem Koma mit der Gewissheit, dass sie leben würde. Vier Wochen später war sie vollständig geheilt. Schulmedizinisch unerklärbar.

Ich hatte für meine Exfrau Heiler organisiert, sie lehnte ab. Es hätte auch nichts gebracht, da sie sich dafür nicht öffnen konnte. Heute respektiere ich es; genauso wie auch die Entscheidung meiner Schwester.

Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, dann, Deine Trauer zuzulassen. Ich habe in den vergangenen Jahren viel geweint und es hat geholfen. Ohne meinen Glauben an ein Leben nach dem Tod wäre ich vermutlich inzwischen wahnsinnig geworden. Vielleicht hilft Dir dies hier, Sitzungsprotokolle eines spirituellen Kreises, den ich vor einigen Jahren gefunden habe:

http://psychowissenschaften.de/ -> Medialer Arbeitskreis

Alles Liebe für Dich,

Glücksfinder
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Re: Tod

Beitragvon Beautiful Mind » 30. Dez 2014, 23:09

Hallo Jatina,

von Herzen mein Mitgefühl! Das Thema Tod stellt uns doch immer wieder vor Fragen, die wir vielleicht nie ganz beantworten bekommen.

Letztens habe ich ein Buch gelesen, das mich sehr tief im Herzen berührt hat. Noch nie hat mir jemand so klar und schön gezeigt, wie es vermutlich hinter dem Vohang aussieht, wie diese Autorin, bzw eigentlich ist es ja ihr Bruder, der das geschrieben hat.

Ich finde es sehr abrahamkonform obwohl es wenig auf die Realitätsgestaltung im Diesseits eingeht. Ich habe es gleich 2 mal hintereinander gelesen.

Mein Fazit danach war: es ist alles richtig, kein Mensch macht oder denkt irgendetwas falsch in seinem Leben.

Das Buch ist von Annie Kagan: Das zweite Leben des Billy Fingers.

Liebe Grüße,
Beautiful Mind
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 31. Dez 2014, 00:22

Ihr Lieben,

zuerst dachte ich, nein frage nicht nach. Begebe dich nicht - außerhalb des Vortex - auf eine Suche nach Antworten.
Abraham sind da ja eindeutig und doch habe ich jetzt das Gefühl, das euer Feedback mich bereichert, relief gibt. Das ich ein wenig Ausrichtung finden kann, durch den einen oder anderen Pfad.

Auf jeden Fall: Danke für die Hinweise! Und Glücksfinder, für deine Offenheit. Meine Trauer läßt sich garnicht verdrängen, Tränen sind meine ständigen Begleiter, zumindest im Moment, wie lange dieser auch dauern mag.

Die "out of vortex" Fragen tarnen sich vielleicht auch manchmal mit dem Mantel des Strebens nach Erkenntnis. Und das kann doch nichts Schlechtes sein? Oder doch?

Danke an der Stelle ich verfolge die Hinweise.

Alles Liebe
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon lawofattraction » 31. Dez 2014, 08:23




Guten Morgen, liebe Jatina,

wie schön, dass die unterschiedlichen Antworten Dir ein wenig Erleichterungen bringen konnten. Je mehr Facetten es in einem Moment wie diesem gibt, um sie zu betrachten, um so grösser ist auch die Wahrscheinlichkeit, einen Hinweis für sich selbst zu finden.

Jatina hat geschrieben:Die "out of vortex" Fragen tarnen sich vielleicht auch manchmal mit dem Mantel des Strebens nach Erkenntnis.


Immer. Out of Vortex wirft Fragen und Zweifel auf und den dringenden Wunsch, mehr zu erfahren, mehr zu verstehen und das, was im Moment als fehlende Balance erspürt wird, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. OOV führt in die Ausdehnung und das oft freudige Erkennen einer Lösung, wenn wieder ein Puzzleteilchen seinen Platz gefunden hat.

Daher ist so gut wie jede Frage eine Bereicherung für den Frager und genau so für die Person, die antwortet. Jedes Sich-Auseinandersetzen mit einer Frage, um die Antwort zu formulieren, setzt einen inneren Prozess in Gang durch die Beschäftigung mit dem Thema. Meine Erfahrung ist es, dass ich dabei auch als Antwortgeber oft eine ganz erstaunliche Ausdehnung meiner eigenen Gedanken feststellen kann.

Jatina hat geschrieben:Und das kann doch nichts Schlechtes sein? Oder doch?


Mit der Aufteilung in gut und schlecht haben Abraham ja gründlich aufgeräumt. Was für eine Befreiung! Wenn man von der Prämisse ausgeht, dass jeder Mensch in jedem gegebenen Moment für seine Handlungen die für ihn bestmögliche Alternative wählt - ganz egal, wie abwegig oder schrecklich sie von aussen betrachtet für andere sein mag - dann wird klar, dass man eine solche Klassifizierung in gut oder schlecht nicht mehr vornehmen kann. Unser Universum lebt von der Ausdehnung durch Contrast, das Gleiche gilt für uns Menschen. Ohne zeitweise OOV-Zustände würde alles zum Stillstand und schliesslich zum Erliegen kommen.

Ich danke Dir für das Vertrauen, das Du mit Deinen Fragen ausdrückst und uns allen hier entgegen bringst.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 31. Dez 2014, 10:08

Liebe Loa,

danke für dein Feedback.
Es gibt einen Hotseaterbeitrag - unter einigen anderen - der ebenfalls seine Frau an Brustkrebs sterben sah. Hier geht Abraham genau darauf ein, dass sie es als absoluten "Vorteil" sehen, wenn einem dieses geschieht. Schon happig.

One of our favorite things about people you love making their transition ...is that it does activate within you a desire to be in the Vortex in a stronger way than anything else that could happen.

https://www.youtube.com/watch?v=VepSRAKAKSs

Hier ist sogar die Rede davon, dass der Seelenpartner und der "Verlassene" bereits vor der Inkarnation ein Agreement hätten, dem Zurückgelassenen die ultimative Chance zu geben zur allerhöchsten Motivation sich selbst in den Vortex, ins Alignment zu bringen, um der Geliebten wieder nah zu sein. Der wahre Grund aber, und das ist Abe sehr wichtig, ist das alignment mit dem eigenen IB.
Ich denke meine größte Herausforderung ist, ausgerechnet in der tiefsten Trauer, dieses Alignment zu erahnen oder gar zu erreichen, da es ja auch die Jahre während der Erkrankung, mir nur minimal gelungen ist. Da gibt es, das merke ich auch noch, Schuldgefühle, aber das ist ein weiterer Stolperstein und ein weites Feld.

Aber was bleibt mir? Im Glauben an die Wahrheit in diesen Worten, scheint mir im Moment, die einzige, wenn auch manchmal klitzekleine, Erleichterung zu liegen.

Froh an deiner/eurer Unterstützung

Jatina
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Re: Tod

Beitragvon lawofattraction » 31. Dez 2014, 10:21




Liebe Jatina,

vielleicht hilft es, nicht das grosse Ziel zu fixieren, sondern die kleinen Babyschritte zu feiern. Jede Minute, jede Sekunde, die Du in den Vortex gehen kannst und Erleichterung von den quälenden Gedanken findest, sind ein Fortschritt.

Sei nachsichtig mir Dir, verlange nicht, dass Du Sprünge machst, zu denen Du nicht in der Lage bist. Alles hat seine Zeit, und die Zeit, die Du brauchst, ist genau richtig. Sei gut zu Dir - so gut, wie das Dein Inner Being tut.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 31. Dez 2014, 10:29

Ja, liebe Loa,

du hast Recht.
Also, erstmal heute überstehen. Jede Stunde, Sekunde, auch Mitternacht.

Danke auch für die Neujahrswünsche (im eigenen Thread), möge es so sein, wie du schreibst.

Alles Liebe
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon lawofattraction » 2. Jan 2015, 09:29




Guten Morgen, Ihr Lieben,

liebe Beautiful Mind, vielen Dank für den Hinweis auf das Buch

Beautiful Mind hat geschrieben:Annie Kagan: Das zweite Leben des Billy Fingers.


Ich habe auf Amazon rein gelesen und fand es so inspirierend, dass ich es mir sofort bestellt habe.

Ein anderes Buch, "Grace and Grit" - "Mut und Gnade" von Ken Wilber hat mich tief beeindruckt. Wilber ist ein amerikanischer Autor, der es wie kein anderer fertig gebracht hat, alle Erkenntnisdisziplinen wie Spirituelle Evolution, Psychologie, Philosophie und Mystik in seiner "Integralen Theorie" zusammenzufassen.

In dem Buch beschreibt er den Weg der Krebskrankheit seiner Frau Treya von ihrer Entdeckung kurz nach der Hochzeit bis zu ihrem Tod im Jahre 1989, wobei auch immer wieder Passagen der Gedanken von Treya Raum finden. Er berichtet ohne Schönreden über seine Schuldgefühle, seine zeitweiligen Anflüge von Hoffnungslosigkeit, seine Wut und Verzweiflung und schildert seine oft hilflosen Versuche, mit dieser Extrem-Situation fertig zu werden. Das alles wird mit dem Hintergrund seiner oft von tiefer Weisheit geprägten Einsichten geschildert.

Im Moment mag das vielleicht eine zu schwere Lektüre für Dich sein, liebe Jatina; zu einem späteren Zeitpunkt aber, kann ich mir vorstellen, geben diese Schilderungen sehr viel Einsicht in das, was eine von der Krankheit und der Konfrontation mit dem physischen Tod Betroffene sowie ihr Ehemann durchleben. Ich habe das Buch schon vielmals gelesen. Es bewegt mich immer noch tief und hat mir viele Erkenntnisse beschert.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 2. Jan 2015, 13:27

Liebe Loa,

ich habe mir das von Beautyful Mind empfohlene Buch auch sofort bestellt, hatte gleich ein gutes Gefühl. Danke an diese Stelle für den Hinweis!
Die andere Lektüre von Wilber erinnert mich, glaube ich, noch zu sehr an all die Literatur, die viele und eben auch wir, während dieser Erkrankung rauf und runter gelesen haben. Alles, praktisch was es zum Thema gibt, auch im Hinblick auf alternative Heilmethoden, Psychologie, Methoden, Ernährung, Karma, natürlich auch Abraham und, und, und ...
Da bin ich müde.

Wissen und Erleichterung im was jetzt ist, wäre das was ich mir gerade erhoffe.

Danke dir für die Empfehlung und liebe Grüße
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon Viereichen » 3. Jan 2015, 18:50

Liebe Jatina,

ich habe dich nicht vergessen, das Leben geht ja weiter.
Inzwischen sind vielfältige Beiträge eingegangen, damit merkst du vielleicht auch, dass du nicht allein mit dem Schmerz bist. Glücksfinder hat dir den Tip gegeben, die Trauer einfach zuzulassen - und von seiner eigenen Trauererfahrung berichtet.

Vielleicht kommen irgendwann auch noch andere Gefühle:
lawofattraction hat geschrieben:In dem Buch beschreibt er den Weg der Krebskrankheit seiner Frau Treya von ihrer Entdeckung kurz nach der Hochzeit bis zu ihrem Tod im Jahre 1989, wobei auch immer wieder Passagen der Gedanken von Treya Raum finden. Er berichtet ohne Schönreden über seine Schuldgefühle, seine zeitweiligen Anflüge von Hoffnungslosigkeit, seine Wut und Verzweiflung und schildert seine oft hilflosen Versuche, mit dieser Extrem-Situation fertig zu werden.


Das ist es doch, dass es gerade in so einer Grenzsituation um mehr als um Trauerbewältigung geht. Das ist oft nicht allein zu stemmen. Ich würde mir einen für mich passenden Rahmen suchen. Ein klitzekleiner Teil davon ist möglicherweise dieser Thread hier. Manchmal ist auch ein Buch ein bester Freund, so hatte ich mir schon manchmal selber helfen können. Doch halten kann dich ein Buch nicht, wenn du vor Wut oder Zorn ausrasten magst oder dich die Frage nach dem "Warum" durchbohrt. In diesem Fall würde ich mich unmittelbar in Menschenhände, in konkrete Hilfe begeben.


lawofattraction hat geschrieben:vielleicht hilft es, nicht das grosse Ziel zu fixieren, sondern die kleinen Babyschritte zu feiern. Jede Minute, jede Sekunde, die Du in den Vortex gehen kannst und Erleichterung von den quälenden Gedanken findest, sind ein Fortschritt.


Das was hier Loa schön formuliert bleibt dir immer, das kann dir niemand nehmen. Alle Selbsthilfegruppen, die nach dem 12-Schritt-Programm arbeiten ist dieses Prinzip in etwas abgewandelter Form, ohne den abrahamschen Hintergrund, bekannt: "Nur für Heute", z.B. Nur für Heute will ich gut für mich sorgen. Diese überschaubare Zeiteinheit, ein Tag, scheint gerade in Grenzsituationen eine große Hilfe zu sein. Mir war es das schon nach meiner Trennung von der Familie. Dieser Fokus auf das "Nur für Heute" zog mir quasi wieder die Füße auf den Boden. Denn Heute ist konkret, ist eine Menge Gegenwart. Die läßt sich gestalten - auch wenn das neue Leben, eine neue Vision noch nicht das Alte ersetzt.

Welchen Weg du auch wählst,
viele liebe Grüße,
Viereichen
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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 4. Jan 2015, 11:29

Lieber Viereichen,

danke für deinen erneuten Post an mich!
Für mich ist dieses Forum nicht nur ein "klitzekleiner" Teil. Das ganze Forum ist ein großer Teil, auch schon bevor meine Geliebte in das Nichtphysische gewechselt hat, um es einmal ganz abrahamisch auszudrücken. Aber wer, wenn nicht du und die anderen hier, sollte verstehen wie mächtig Formulierungen und Worte sind.
Überhaupt, kann ich mir im Moment überhaupt nichts anderes vorstellen, außer der Lehre Abrahams, was mich dahin bringen könnte, was man als "relief" bezeichnen könnte.

Ich weiß nicht genau, was du mit einem "Rahmen" meinst? Therapie? Oder Selbsthilfegruppe?

Liebe Grüße
Jatina
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Re: Tod

Beitragvon Viereichen » 4. Jan 2015, 12:49

Hallo liebe Jatina,

es freut mich, wenn der Austausch für dich hier nicht nur ein "klitzekleiner" Teil, sondern viel mehr ist.

Ich habe bewusst die wie ich finde sehr offene Formulierung "Rahmen" gewählt. Denn wer kann schon wissen, was in deiner Situation stimmig und passend sein mag? Wer sonst, außer dir?

So mag das hier alles für dich im Moment tatsächlich der genau richtige Rahmen sein. Und Morgen kann es schon anders sein, oder Übermorgen. Ich gehe eher davon aus, dass Trauerprozesse verschiedene Phasen durchlaufen. So habe ich es erlebt. Das ist ja auch nicht neu, sondern dafür gibt es genügend Belege aus Büchern zur Thematik. Nur kann man diese dort nachzulesenden Inhalte dann auch wieder zum Teil relativieren, es bleibt individuell, ein ganz persönlicher Akt, eine persönliche Blaupause des Lebens.

Eine Selbsthilfegruppe für Trauernde kann ein möglicher Weg sein - wer ihn gehen mag. Dort ist ein Rahmen, der mit sehr viel Achtsamkeit gestaltet ist. Es kann sehr befreiend sein, nicht nur daheim im Spiegel die eigenen tränenden Augen anzublicken, sondern beim Hören der Erfahrungen anderer Menschen etwas Gemeinsames zu fühlen; vielleicht dabei auch die Träne im anderen Auge zu entdecken. Das kann verbinden. Auch das Hören der Erfahrungen anderer Teilnehmer. Die größte "aktive" Komponnente einer SHG ist die aktive Passivität - das aufmerksame Hören. Möglicherweise kann auch die spontane, schweigsame, liebevolle Umarmung diesen Verbindungseffekt herstellen. In lebendigen SHG´s wird viel umarmt. Und intensiv umarmt, nicht nur mit einer Scheibenwischerumarmung mal am Rücken rauf und runter. Dann spüre ich die Wärme des anderen, den Herzschlag, den Atem. Und wie ich finde, es hat etwas mit dem heutigen Tageszitat zu tun. In der Verbindung meines Atems, des fremden Atems kann ich mich sehr leicht mit meinem InnerBeing verbinden, dem umfassenden Sein. Das kann mir ein virtuelles Forum nicht bieten. Es kommuniziert über den visuellen Akt, das geschriebene Wort. Wir Menschen sind aber grund auf vielsinnig. Das NLP bezeichnet diese Ausgerichtetheit als Repräsentationssysteme. Ein akkustisch veranlagter Mensch, wird sich bei einer Hörmeditation wahrscheinlich mehr angesprochen fühlen, als von jeglich geschriebenen Meditationszeilen.


So bin ich viele Jahre lang u.a. in eine Selbsthilfegruppe der EA (Emotions Anonymous) und der coDA (Co-Dependentens Anonymous) gegangen. Auch dort ist alles freiwillig, kann man fortrennen, wenn einem danach zu Mute ist. Es wird dich jedoch (es ist eine Grundregel der Achtsamkeit in SHG´s) niemand angreifen, wenn du deine Worte nicht in standesgemäße Form faßt. Bei Verletzungen dieser Grundregel steht jedem Besucher eine Gesprächsmöglichkeit nach dem Treffen zur Verfügung. Das bekommt kein viruelles Forum auf den Boden, schließlich sitzen die Menschen verstreut und entfernt. In meiner Zeit bin ich auch manchmal nur wegen einer wohltuenden Umarmung hingegangen, das allein hat sich schon gelohnt.... Martin Buber hat mal gesagt: "Das Ich entsteht am Du". Doch wenn du diesen Weg gehst, muss das ja nicht ein entweder-oder bedeuten. Vielleicht ist das mit dem Testen hier nur ein klitzekleiner Teil, doch ist es nicht letztlich die Nähe zum Menschen hinter der Tastatur? Auch hier: Nicht die Worte - das Gefühl bringt´s. Ich danke dir für die Nähe! Ich habe gestern von meinen Töchtern erfahren, dass sie nicht zum geplanten, gemeinsamen Besuch meiner Eltern kommen. Das hatte mich traurig gemacht, jetzt fühle ich mich im Aufwind.

Mir hat Heute schon das Tageszitat von Loa viel Kraft gegeben. "Atmen".... es braucht eigentlich nicht viel, um sich zu verbinden.

Herzliche Grüße
Viereichen
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Re: Tod

Beitragvon lawofattraction » 5. Jan 2015, 10:50




Hallo liebe Jatina,

ich könnte mir vorstellen, dass dieser Workshop für Dich einiges an Information hat, die Dir im Moment etwas Erleichterung geben kann.

Da ich weder bei Youtube noch hier bei den Videos diesen Clip gefunden habe und ihn als sehr erhellend erachte, habe ich ihn übersetzt und bei den Workshops eingestellt.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 5. Jan 2015, 11:07

Lieber Viereichen,

Erstmal wieder ein Dank an dich für deine Ausführungen und geteilte Erfahrungen.
Ich habe, denke ich, verstanden, was du in deinem Post an mich sagen wolltest. "Das war meine Erfahrung, aber der Trauerweg ist für jeden ein anderer", so würde ich es zusammenfassen.

Jetzt ist es für mich im Moment so, dass ich jenseits der "üblichen" Trauerbewältigung nach dem Abrahamischen Weg suche, was vielleicht nicht ganz richtig formuliert ist. Vielmehr würde ich gerne, so wie es auch Esther ergangen ist, bei aller unvermeidlichen Trauer und Bestürzung über den Tod der Geliebten, spüren, dass sie da ist. Das wir verbunden sind, dass ich mit ihr sprechen kann. Das ich durch und durch spüre, dass mein IB und ihres, nicht nur vereint sind, sondern tatsächlich eins sind. Ich weiß, das ist die Kür. Abraham sagen aber an vielen Stellen, dass dieses tiefste Gefühl der Verlassenheit, der Trauer und des Elends eben diesen gewaltigen Bouncingpunkt darstellen, dieses tatsächlich zu erreichen.

Natürlich kommt dann bei mir ebenfalls der Gedanke auf: Du musst doch trauern, tief trauern. Trauerarbeit leisten. Dich mit anderen der Trauer stellen.
Es gibt einen Clip zum Anhören auf Youtube, da antwortet Abraham einer Mutter, deren Sohn tödlich verunglückt ist, dass sie den Kontakt ausschließlich haben kann, wenn sie selbst im Vortex ist. Dieser Zustand läßt sich aber nunmal nicht erreichen, während man so traurig ist.
https://www.youtube.com/watch?v=NLuQ0CRdCss

Und da kommt das in Spiel was du in deinem Post schreibst:
Viereichen hat geschrieben:Eine Selbsthilfegruppe für Trauernde kann ein möglicher Weg sein - wer ihn gehen mag. Dort ist ein Rahmen, der mit sehr viel Achtsamkeit gestaltet ist. Es kann sehr befreiend sein, nicht nur daheim im Spiegel die eigenen tränenden Augen anzublicken, sondern beim Hören der Erfahrungen anderer Menschen etwas Gemeinsames zu fühlen; vielleicht dabei auch die Träne im anderen Auge zu entdecken. Das kann verbinden

Abe sagen in dieser Beratung dazu, laß´ dies sein, don´t beat the drum und schon garnicht mit solchen die die gleiche Geschichte zu erzählen haben.

Meine Herausforderung ist die Trauer zu transformieren in die von Abe versprochene, jetzt auch vorhandene Kraft, um mich mit meinen eigenen IB zu verbinden und dann auch mit meiner Geliebten verbunden zu sein.

Und deshalb suche ich hier in diesem Forum nach Antworten, bei jenen die Abrahams Haltung zum Tod kennen.

Liebe Grüße
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Re: Tod

Beitragvon Jatina » 5. Jan 2015, 11:10

Liebe Loa,

danke für den Workshop. Da war gerade eine Überschneidung unserer Posts.

Ich habe ihn irgendwo schon einmal gehört, vielleicht wurde er wieder entfernt, werde ihn aber jetzt genüßlich in deutsch lesen.

Danke!
Jatina
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