Sucht, Selbstakzeptanz

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 1. Mär 2014, 11:10

Hallo,
ich bins mal wieder. Irgendwie brauche ich mal wieder eine Bestätigung, dass ich doch nicht alles falsch mache, bzw. einen Rat, wie ich mit mir umgehen soll. Abraham ist und bleiben doch ein großer Teil meiner inneren Überzeugung, im Moment herrscht aber so ein Wirrwar.

Im Vordergrund steht das Thema Sucht. Irgendwie war ich Zeit meines Lebens ein Sucht Typ,im Prinzip kann ich von allem süchtig werden, was ich anfasse, Essen, Männer, Sport, Substanzen.
Eigentlich bin ich sehr stolz, vieles mit meinem ganz eigenen Weg hinter mir gelassen zu haben, im Nachhinein im Sinne von Abraham. Indem ich einfach aufgehört habe, es zum Problem zu machen, mir gegönnt habe, bis ich es einfach tatsächlich nicht mehr brauchte, wollte. Teils geschahen richtige Wunder, ich habe so mit harten Drogen aufgehört, könnte jetzt sogar, wenn ich wollte, ohne dass es mich in dem Sinne süchtig machen würde, und selbst der Wunsch, immer so viel essen zu können, wie ich will, und dabei immer dünner zu werden, wurde erhört.
Man sieht mir mein Leben und meine Vergangenheit nicht an, ich bin Mitte 30, werde aber stets locker 10 bis 15 Jahre jünger geschätzt. Nicht immer ein Vorteil in allen Lebensbereichen, aber natürlich freut es mich, dass gerade ich als unschuldig, gesundheitsbewußt und dies und das angesehen werde, und für diese angebliche Schönheit müsste man ja asketisch oder so leben.

Auch bin ich stolz, nach einem Schicksalsschlag vor nicht allzu langer Zeit darüber hinweg zu sein, mich in einem verantwortungsvollen Job, trotz aller Herausforderungen, bei denen ich früher längst alles hingeschmissen hätte, ganz gut zu machen, die eine und andere stoffliche Abhängigkeit gerade überwunden zu haben, irgendwie läuft alles.
Wenn ich nicht dann und wann merken würde, Mist, ich bin stärker von einer anderen Substanz abhängig, war ich zwar immer schon, nun ists aber eines der wenigen Laster, nimmt mehr raum ein, tut mir nicht immer gut, mir wird manchmal alles zu viel. Also toll, was ich schon geleistet habe, aber ich mache und mus ses doh mehr und mehr zum Problem machen. Dabei weiß ich, so ticke ich nicht, noch nie kam ich mit Vorsätzen zurecht oder Warnungen anderer, das hat alles immer nur noch schlimmer gemacht. Ich spüre jetzt schon, wie es das schlimmer macht.Ich beschäftige mich zu sehr mit dem, was ich nicht will, und genau das tritt dann ein, lass mich dann doch wieder treiben und versuche zu ignorieren, lasse mich dann doch wieder von den Kommentaren anderer beeinflussen. Mir will einfach kein Weg, kein gescheiter Umgang einfallen.
Mir ist bewußt, dass die Sucht Funktionen hat, Ziel in der Therapie ist es, die anders zu ersetzen, aber das ist nichts, was von heute auf morgen geht, daür ist es zu vielschichtig, erfüllt zu viele verschiedenste Funktionen.

Ich merke, ich muss das irgendwie stoppen, der Weg, auf dem ich gerade bin, ist nicht gut. Nicht das, was ich tue, und die Problembeschäftigung schon gar nicht.
Leider weiß ich aber eben aus der Vergangenheit, was ich erreicht habe, ließ sich nie bewußt herbei zaubern, es geschah irgendwie durch loslassen, Akzeptanz, sonst hätte ich das niemals geschafft, bei dem heute noch Leute meinen, das wären Wunder, die eigentlich nicht sein könnten.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Phoenix » 2. Mär 2014, 09:51

Guten Morgen Malea,

Malea hat geschrieben:Ich merke, ich muss das irgendwie stoppen, der Weg, auf dem ich gerade bin, ist nicht gut. Nicht das, was ich tue, und die Problembeschäftigung schon gar nicht.
Leider weiß ich aber eben aus der Vergangenheit, was ich erreicht habe, ließ sich nie bewußt herbei zaubern, es geschah irgendwie durch loslassen, Akzeptanz,


Und wenn du deinen Universal Manager beauftragst, dir eine Situationen oder Umstände zu kreieren, die dir das Abbiegen auf einen anderen Weg ermöglichen?
Damit kannst du die Problemhaltung erstmal loslassen, weil du ja abgegeben hast ....
Solltest ihn dann natürlich auch machen lassen und dich anderem zuwenden. Ich hab das öfter so erlebt, dass dann wie aus heiterem Himmel Umstände in mein Leben traten, die genau passten und mir fiel erst später auf, dass das die Folge von Abgeben und Loslassen war.

Schöne Märzgrüße
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 2. Mär 2014, 10:27

Guten morgen,

danke für den Tipp, die Idee erscheint gut.
Muss mal darüber nachdenken, wie genau ich das übertrage und umsetzen könnte, fällt mir noch etwas schwer, da ich den Universalen Manager in der Vergangenheit nur bei lästigen Kleinigkeiten angewendet habe, z.B. ich möchte mit der Bahn zügig von A nach B kommen, dann auch mit gutem Erfolg.

Der Kanckepunkt bei dem Thema ist ja, dass ein Teil von mir das nicht so richtig abgeben möchte, da es mir ja irgendetwas gibt, teils kann ich sogar konkret sagen, was, sonst würde ich es nicht machen, und nur ein anderer Teil sich immer wieder meldet, das kann mir Probleme machen, wenn ich so weiter mache, werde ich krank u.s.w. Und es natürlich überhaupt kein schönes Gefühl ist, irgendwas nicht unter Kontrolle zu haben.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Phoenix » 2. Mär 2014, 11:41

Naja, entscheiden musst du dich schon, es abzugeben, kannst ja nicht baden, ohne dich nass zu machen :pfeif:
Viel Erfolg :stimmt:
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Dunkelelfe » 20. Apr 2014, 16:20

Also wenn du das so schreibst, dass du "einfach aufgehört hast, deine Süchte zum Problem zu machen" und sie damit loslassen konntest, dann kann ich nur meinen Hut vor dir ziehen. :stimmt: Da hat doch ein großes Umdenken stattgefunden, auch wenn du es im Nachhinein als eher unbewusst beschreibst - so verstehe ich das zumindest.

Bei meinen Süchten merke ich auch, dass ich damit versuche, negative Gefühle zu kompensieren. Ich will was Besseres fühlen oder mich ablenken. Aber wenn ich dabei ganz genau auf meine Gefühle achte, dann merke ich, dass im Hintergrund ein mieses Gefühl bestehen bleibt. Ich sehe meine Süchte daher eher als eine "Weglauf-Taktik" an. Denn es ist der Gedanke dabei, dass ich mich gerade mit den Themen, die mir schlechte Gefühle bereiten, nicht auseinandersetzen will. Ich will sie nicht akzeptieren. Und dabei schleppe ich dieses miese Gefühl noch in Tätigkeiten mit, von denen ich mir eigentlich bessere Gefühle erhoffe. Und selbst wenn zwischendurch gute Gefühle aufkamen, ist das Schokoladenessen, das Pc-Spiel oder die Fernsehsendung, etc. dann zu Ende, machen sich die schlechten Gefühle wieder umso stärker bemerkbar. Also will alles in mir um jeden Preis wieder die guten Gefühle, um weiter weglaufen zu können und so wird das ganze nach meinem Verstehen zur Sucht.

Ich mache mir das Bemerken dieser unterschwelligen Angst und das miese Gefühl mittlerweile zunutze, indem ich übe, darauf zu achten, wie es mir gerade geht. Wenn ich dann den Drang merke, zu flüchten, kann ich mich daran erinnern, dass es mir eigentlich nicht wirklich hilft. Und ich beginne, nach Alternativen Ausschau zu halten, mit denen ich mich wirklich gut fühle. Und dafür muss ich erstmal inne halten. Akzeptieren, dass ich mich gerade nicht gut fühle. Und dass es nur aufwärts geht, wenn ich mir das Problem ansehe und akzeptiere, dass es gerade da ist. Das heißt nicht, dass ich mich damit auseinander setzen muss, wenn ich gerade nicht will. Es ist einfach nur irgendwas da, vor dem ich flüchten möchte. Punkt.

Dann erst suche ich mir etwas, womit ich die Emotionale Leitskala wieder ein Stück raufklettere.

Ich verzichte z.B. auch mal bewusst darauf, mich von irgendwas berieseln zu lassen, werkel was vor mich hin und lasse meine Gedanken einfach laufen, bis ich insgesamt ruhiger geworden bin. Dann bin ich auch wieder bereit, Positivem meine Aufmerksamkeit zu schenken. :-) (Habe nach etwas gesucht, bei dem ich was Produktives mache, so dass ich allein dadurch schon ein gutes Gefühl bekomme)

Und was ich auch wichtig finde, ist, sich für Rückschläge nicht zu verurteilen. Ich weiß, dass ist nicht unbedingt leicht. Aber ich denke der Schlüssel ist wirklich dabei, liebevoll mit sich selbst umzugehen. (Auch ein Thema, das ich noch übe.)
Ich kann natürlich nur von meinen Erfahrungen schreiben. Ob es bei dir genauso ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass du auf einem guten Weg bist, denn in deinem Beitrag spüre ich eine tolle Entschlossenheit! Und deine Erfolge finde ich ganz ganz toll!!! Denn die sind nicht einfach so passiert! Das warst du! :-)
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 21. Apr 2014, 22:20

Vielen Dank Dunklelfe für deinen langen und inspirierenden Beitrag. Darin sin so viele Punkt enthalten, übr die ich nachdnk, teils schon lang, über die ich viel zu berichten hätte.
Doch ist mir mal wieder aufgefallen, was mich wohl tatsächlich traurig macht. Dass ich mich nie dazugehörig fühle.

Die Frage, ob Abraham Bücher nicht doch nur für eine bestimmte Spezies geschrieben sind, können sie was anderes erreichen? Da weiter helfen? Warum ist es so, dass bestimmte Menschen keinen Zugriff darauf haben? Muss ich mich deshalb schlecht fühlen? Könnte sich eine Inderin theortisch mit diesem Forum anfreunen?
Es geht mir dabei in erster Linie um persönliche Fragen, weil ich den Draht wieder finden möchte...
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Dunkelelfe » 25. Apr 2014, 23:47

:-) Hoffe ja, dass ich etwas weiterhelfen konnte.
Bin selbst noch am Schauen, was mir speziell weiterhilft, da ich immer wieder auf das Thema "Akzeptieren dessen was ist" zurückkomme. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir beide das finden, was uns weiterbringt. :gvibes:

Die einen fühlen sich von Abraham angesprochen. Andere nicht und die finden anderweitig etwas für sich. Allein über das Gesetz der Anziehung gibt es mittlerweile viele Bücher und Autoren. Ich glaube, Abraham selbst haben mal gesagt, dass man das Gesetz der Anziehung an sich gar nicht zu kennen braucht, damit man ein erfülltes und glückliches Leben führen kann. Es reicht, wenn man sich darauf konzentriert, sich überwiegend gut zu fühlen.
Andere machen Lebenserfahrungen oder treffen auf Mitmenschen, die sie zum Umdenken bewegen. Oder es könnte durch ein Lied sein, eine Geschichte, ein Bild, etc. etc.

Zu glauben, dass Menschen keinen Zugriff auf etwas hätten, was ihnen hilft, ist genau das: Nur ein Glaube. Halte einfach mal bei deinen Mitmenschen Ausschau. Ich war selbst erstmal überrascht und erlebe immer wieder, dass jeder seinen ganz eigenen Weg findet, mit dem er glücklich wird.
Seitdem ich das den Leuten nun zutraue, dass sie das schaffen, kann ich ihre Lebenswege auch viel besser akzeptieren, egal in welcher Lebenslage sie sich befinden. So wie in uns der Wunsch nach Unterstützung entstand und uns u.a. zu Abraham geführt hat, ist das auch für alle anderen möglich. Jeder zu seiner Zeit, in der er dafür bereit ist und zu jeder Art von Unterstützung, die für ihn gerade passt.

Meinst du mit dem Dazugehören speziell zu den Leuten hier im Forum, die gefühlt schon so viel weiter sind im bewussten Nutzen des LoA? (Hihi, so geht es mir zumindest, wenn ich durch die Themen lese, dass ich mir denke: Boah, wie weit die schon sind! Während ich schon froh bin, dass ich meine Übungen täglich mache, mit denen ich überhaupt mal was Positives fühle. ;-) )
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 11:13

Ja, das Akzeptieren ist so ein wichtiger Punkt, doch werde ich damit im Moment nicht schlau. Weil ich einfach bestimmte Dinge nicht akzeptieren kann, die ja auch tatsächlich nicht wünschenswert sind.Und irgenwie weiß, dass es doh nur über diesen Weg funktioniert.

Ich selbst hab den Blick für Abraham verloren, und irgendwie doch nicht. Weil es im Prinzip etwas ist, woran ich immer glaubte und was ich nach jahrelanger intensiver Beschäftigung in mir habe.
Nur will das nach all den Erfahrungen nicht mehr so fluppen, also ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass etwas anderes in meinem Unterbewußtsein stärker ist, und wie das so ist, je genauer man hinschaut, seine Muster kennt, gewisse Ding passieren, umso mehr wird es zum Glaubenssatz, weil es ja das ist, was die momentane Realität ist.
In den ersten jahren der beschäftigung wr es hingegen so viel einfacher. Ich sah mich immer Vorwärtskommen, war euphorich, gab es mal einen kleinen Rückfall, hab ich einfach so weiter gemacht, in dem Gefühl, die Kurve bewegt sich trotzdem immer aufwärts. Bis ich irgendwann so berg ab ging, schlimmer denn je, und ich nicht mehr daran glauben konnte, je etwas Positives damit bewirkt zu haben, schien mir alles Illusion gewesen zu sein, ein Kratzen an der Oberfläche.

Seitdem denke ich trotzdem dauernd an Abraham, und was ich genau nicht so mache, wie es für mich gut wäre, und war nie wieder annähernd bei dem Gefühl, mit mir im Reinen zu sein und dass alels seienen Sinn hat, wie es ist. Ich vermisse das, es scheint mir jedoch so weit entfernt.

Das mit en Gruppen und dazu gehören meinte ich auf mein ganzes Leben bezogen. Und auch auf das Forum, bzw. Menschen, die sich mit Abraham und ähnlichem beschäftigen. Momentan habe ich das Gefühl, ich kann mich weder mit denen austauschen, die ein ganz anderes Weltbild haben, noch mit denen, die eigentlich Dinge ähnlich sehen. Ja, vielleicht weil ich mich dann blöd fühle, weil es bei ihnen reibungsloser klappt, oder scheinbar die Dinge konkreter und einfacher erscheinen.
Z.B. hatte ich Gespräche mit einem Bekannten, der nach Abraham lebt, als es mir gerade richtig schlecht ging. Es funktionierte einfach nicht, es schien so hoffnungslos. Und das machte mich dann noch trauriger.

Ich habe gar nicht das Gefühl, dass ich vor negativen Gefühlen flüchte durch Ablenkungen. Vielleicht funktioniert es mal für einen Augenblick, eher ist es jedoch so ein Hineinfallen lassen, bei mir verstärkt sich dann das, was sowieso schon in mir ist. So ein bißchen a la, ich spüre dies und das in mir, und jetzt nochmal so richtig rein ins Extreme, wenn schon denn schon.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon labelle » 26. Apr 2014, 11:58

Hallo liebe Malea,

ich kenn das natürlich auch, wie so viele............
Ich glaube, je mehr Du Dich kennst desto mehr wirst Du Dir der Dinge bewusst, und
dann wird es manchmal schmerzvoller, weil es einem klarer wird, und niemandem anderen die Schuld geben kann.
Denn das merkt man dann ganz genau, dass es mit seinen eigenen Gefühlen zu tun hat.

Manchmal denke ich auch , es lebt sich um so manches leichter , wenn man nichts weiss,
und dann kann man gut auf andere alles abschieben und anderen Umständen die Schuld geben.

Was Du geschrieben hast, mit dem Extremen, das hab ich auch,
ich hab dann das Gefühl, ich werde in einen Sog in das Gefühl gezogen, und es wird alles schlimmer.
Aber ich glaube, dass passiert deswegen, weil sich dann etwas löst, wie bei einem Kessel wo der Druck
abgeht, und so ist das mit dem Gefühl, du gibst Dich dem Gefühl hin, und dann will alles raus ,
was so die ganzen Jahre rauswollte und gelebt werden wollte. Und das fühlt sich dann so extrem an!!!!!!!!!!!!

Ich lebe häufig meine Gefühle aus, Robert Betz sagt z. B. Du musst das Gefühl nicht ausleben,
das Gefühl will nur gefühlt werden.........
Na ja, wenn ich in einer bestimmten Situation bin, dann kann ich das Gefühl nicht nur akzeptieren--ich für mich--
dann muss ich dem Gefühl Ausdruck verleihen.
Und z. B. Menschen sagen , dass ich das bescheuert finde, was sie da gerade sagen.

Jeder hat ja so bestimmte Themenbereiche die sehr präsent sind...........

Einen schönen Samstag
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 12:21

Tja, sehr wahr, man müste nicht alles ausleben.
Ich habe nie an der Wahrheit von Abraham gezweifelt, natürlich ist das alles richtig, aber je mehr ich über mich gelernt habe, umso weniger machtvoller fühle ich mich. Weil das Unterbewusstsein so viel mächtiger ist, und ich nun mal die Erfahrung gemacht habe, dass zumindest meins sich nicht so einfach austricksen lässt. Und so fühle ich mich letztendlich doch von "Zufall" oder "Schicksal" gesteuert, immer weniger hatte ich die Energie, es wieder mit dieser oder jener Methode zu versuchen, was immer schon in mir war, scheint zu übermächtig.
Manchmal funktionierts mit ach leckt mih doch alle am Arsch, dann bin ich eben so ud lass mich treiben, hat schon seinen Sinn.

Mich stört ebenfalls, dass ich nicht mehr so positiv gegenüber anderen fühlen kann, wie ich es lange Zeit schon konnte. Klar war es nicht so einfach zu erkennen, ich bin jetzt für alles verantwortlich, doch ich hatte das Gefühl, ich kann die ganze Welt lieben und jedem alles verzeihen und so nehmen, wie sie sind.
Tja, und was hatte ich davon, ich glaube ich habe mich in dem positiv wollen verheddert und wurde so richtig mies behandelt. Irgendwann bin ich dann doch wieder zu dem, ihr behandelt mich alle scheiße übergegangen, auch wenn ich weiß, dass ich das selbst anziehe, trotzdem fühlt es sich so an und ich kann nicht alles verzeihen, hinnehmen, sagen, du bist ein toller Mensch und ich schuld, das ging im Kleinen, im Großen tue ich mich noch schwerer. Vor allem in der Situation. Wenn jemand etwas wirklich Schlimmes tut, z.B. etwas Strafbares, bin ich nicht so weit zu sagen, wie habe ich das jetzt angezogen, dann fühle ich Hass, Wut, und ja, auch auf mich selbst, denn ich habe es angezogen, und der andere meint, das mit mir machen zu können, weil ich schlecht bin.
Das bewußte steuern funktionierte nur dann halbwegs gut, wenn es um Kleinigkeiten ging, wie z.B. die Verkäuferin ist unfreundlich zu mir. Dann tat mir Abraham gut und es wirkte, sich hinzusetzen und sich das anzugucken.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon labelle » 26. Apr 2014, 12:49

Hallo Malea,

Du hast Dir ja selbst die Antwort gegeben,

Malea hat geschrieben,
dann fühle ich Hass, Wut, und ja, auch auf mich selbst, denn ich habe es angezogen, und der andere meint, das mit mir machen zu können, weil ich schlecht bin.

Es geht um Selbstwert und Selbstliebe....
Wie bei den meisten da bist Du nicht die Einzige,
es hilft einem oft nicht, wenn man weiss dass es anderen nicht anders geht, es sieht häufig anders aus,
aber das ist die Fassade.
Keiner lässt sich dahinter schauen- im normalen Leben.

Aber es ist das schwierigste sich selbst zu lieben, und wert zu schätzen.
Mich hat mal eine Freundin gefragt, na ja jeder redet von wert schätzen, es soll mir mal jemand sagen,
wie man das macht,?
Ein ganz einfacher Satz , der total schwer umzusetzen ist, " liebe Dich , weil Du lebst nur weil Du da bist,Du bist einzigartig und unersetzbar , weil es Dich nur einmal auf dieser Welt gibt.
das ist bedingungslose Liebe.

AAAAAAAAAAAAber das ist das schwierigste , wenn noch einiges von der Kindheit an verletzten Gefühlen und Schmerz vorhanden ist.
Ich glaube, es gibt aber keine Alternative um ein schönes und freies Leben zu führen.

L.G. labelle
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 14:08

Natürlich gehts um Selbstliebe.
Irgendwo haben Abraham mal geschrieben, dass man woanders anfangen soll mit dem Wertschätzen, weil es bei sich selbst das Schwierigste ist.
Das habe ich damals beherzigt, nur irgendwann war ich doch wieder frustriert, dass ich zwar gelernt habe, die Aufmerksamkeit bei anderen auf das Positive zu richten, aber doch nie einen Hauch etwas an meinem eigenen Selbstwertgefühl verändern konnte. Teilweise habe ich mir das eingebildet, indem ich mir immer wieder aufgesagt habe, ich kann das, doch es stimmt einfach nicht.
Ja und jetzt? Kann ich im Prinzip alles knicken, denn ehrlich gesagt habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der sich selbst so wenig schätzt, wie ich das tue. Das hat weniger mit objektiven Gründen zu tun, ich bin schon besser darin, mir Schwächen zu verzeihen, sage auch nicht, dies und das ist es jetzt konkret, weswegen ich mich nicht mag, es ist einfach so ein allgemeines Grundgefühl, mit dem ich mal positiver und mal negativer umgehe. Es ist aber immer da.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon labelle » 26. Apr 2014, 15:53

Hallo Malea,

Malea hat geschrieben
Kann ich im Prinzip alles knicken, denn ehrlich gesagt habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der sich selbst so wenig schätzt, wie ich das tue
Also das ist schon sehr Opferfass!!!!!!!!!!!!!!

Aber wahrscheinlich brauchst Du das im Moment!

Und manchmal geht es in dem Moment nicht weiter, und manchmal möchte irgendetwas in Dir nicht begreifen
im wahrsten Sinne des Wortes.

Es braucht alles seine Zeit!!!
Liebe Grüße :hug:
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Dunkelelfe » 26. Apr 2014, 17:43

Also für mich klingt das so, als wärst du schonmal ganz schön weit gekommen gewesen und dass kann nur jemand, der auch was auf dem Kasten hat, meiner Meinung nach. ;-) Hast du es schonmal mit einer täglich geführten Positivliste probiert, in die du nur das reinschreibst, was du an dir magst und deine persönlichen Erfolge? Mich hat das auch erstmal ganz schön Überwindung gekostet und anfangs habe ich beim Aufschreiben gar nichts Positives gefühlt. Aber das kommt tatsächlich mit der Zeit.

Ich sehe solche Übungen nicht als Techniken an, um gleich mit der Wunscherfüllung loszulegen, sondern um mich selbst zu stabilisieren. Da ich der Meinung bin, lange Zeit genug ganz unten in den schlechten Gefühlen dringesteckt zu haben. Und ich merke mittlerweile, dass ich diese Übungen auch wirklich brauche und sie mir gut tun. Um mich quasi langsam dran zu gewöhnen, dass es auch Positives gibt und ich mich wohl fühlen darf. Vielleicht hilft dir das ebenfalls, erstmal wieder eine Basis aufzubauen.

Ansonsten hat es mir noch dieser Artikel geholfen zu wissen, dass es ganz normal ist, dass es nach den Erfolgen auch gefühlt ganz drastisch abwärts gehen kann. Der Artikel ist von Deliberate Receiving - Artikel über das Gesetz der Anziehung auf Deutsch

Viele Leute die mit dieser Arbeit anfangen machen die Erfahrung, daß ihre Probleme größer werden wenn sie zu meditieren anfangen und sich auf Gedanken konzentrieren die sich besser anfühlen. Oft entscheiden sie, daß es ihre Arbeit mit dem Gesetz der Anziehung war durch die ihre Probleme größer wurden, und geben auf.

Jedoch werden Ihre Probleme nicht wirklich größer. Sie haben nur einfach ihre Kern Vibration gesteigert was bewirkt, daß sich niedrige Frequenzen, die noch vorhanden sind, schlimmer als vorher anfühlen. Sie bemerken diese niedrigen Frequenzen einfach mehr. Es ist als ob Du Kopfschmerzen hast und Dir mit dem Hammer auf den Daumen haust. Du bemerkst das Kopfweh kaum mehr weil Dein Daumen so weh tut. Der Doktor verarztet Deinen Daumen und es hört auf weh zu tun. Aber sobald dieser Schmerz weg ist, bemerkst Du Dein Kopfweh wieder verstärkt. Natürlich kannst Du Dich entschließen den Doktor für die Kopfschmerzen verantwortlich machen. Wenn er schließlich Deinen Daumen nicht geheilt hätte, dann würdest Du niemals den Schmerz in Deinem Kopf bemerkt haben. Oder Du kannst erkennen, daß die Kopfschmerzen immer schon da waren, froh sein, daß es Deinem Daumen besser geht und an der Heilung von dem Schmerz arbeiten der noch da ist.

Also pass auf wie Du Dich fühlst, insgesamt und zu einem bestimmten Thema. Wenn Du Dich nicht 100%ig freudig und sicher fühlst, dann stimmst Du nicht mit Deinem Inneren Ich überein. Schon allein daß Du Dich gut fühlst ist eine erstrebenswerte Belohnung, aber so kommst Du auch viel näher zur Manifestierung von was Du wirklich willst.

Read more: http://www.deliberatereceiving.com/erkl ... z300hLTdqb
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 19:01

Ich fühle mich als Opfer von mir selbst. Der Rest ist ja nur eine Folge davon, eine Bestätigung.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 19:22

Der Artikel ist gut.
Genau damit hab ich mich ja in der Vergangenheit auch über Wasser gehalten und bin immer sofort wieder aufgestanden, wenns ein Stückchen zurück ging.
Das gilt ja nicht nur für spirituelle Wege, sondern auch für die stinknormalen Psychotherapie.
Doch wenn ich so überlege, wie lange mache ich das schon, seit 20 Jahren der herkömmluche Weg, seit 4 bis 5 Jahren Abraham, bis vor einem Jahr recht intensiv. Da denk ich mir eben manchmal schon, herrje, ich kann doch nicht für ewig in der unangenehmen Zwischenphase stecken, in der mir alles überdeutlich bewußt ist, teils sogar durch Kleinigkeiten immer noch ein Fünkchen bewußter wird...
Den herkömmlihen Weg habe ich nun auch endgültig abgeschlossen, nachdem mir der letzte Psychologe, meine allerletzte Hoffnung, gesagt hat, er würde mich nicht verstehen, seine Rolle nicht finden,man sei wohl nicht auf einer wellenlänge. Obwohl er an die 70 ist, schon viel gesehen hat, Kliniken aufgebaut hat für speziell mein Störungsbild.
Ich glaube da wurde auch wieder deutlich, dass für mich über allem die Abraham Lehre schwebt, deshalb konnte er meine Gedankengänge nicht richtig verstehen, ich andererseits aber eben doch reagiere, wie jemand, der noch nie davon gehört hat.
Ich glaube, das hat ihn verwirrt, und mich verwirrt es ja auch immer wieder. ich mag nicht mehr auf den Seiten sein, in denen sich bestimmte Grüppchen untereinander austauschen, die vielleicht ähnliche Probleme haben. Andereseits ist es hier ja auch nicht so, oder ist mir noch nicht begegnet, dass jemand geschrieben hat, er hat großartige Behinderungen in den Griff gekriegt mit der Positiv Liste. Mag es alles geben, Leute, die plötzlich wieder laufen können oder Schizophrene, die wundergeheilt sind. Aber genau so einen Austausch hatte ich noch nie.
Bei mittelmäßigen Verstimmungen kann der Glaube an Abraham bei mir Wunder wirken und die Methoden sind toll, aber es blieb stets dabei.

Ich weiß halt auch nicht, einerseits stimmt es, ich muss es ja schon mal drauf gehabt haben, denn die guten Gefühle und die Wirkung der Methoden war ja echt. Andererseits scheine ich gehemmt zu sein, weil es mich in die blödeste Situation geführt hat. Ist dann ja auch eine Art Konditionierung.

Oh ja, mit den Listen habe ich es jahrelang betrieben, ich wusste zwar immer, wenns mir zu chlecht geht, habe ich manchmal keinen Zugang dazu oder es ist zumindest sehr schwierig, doch insgesamt war ich oft so glücklich damit.
Aber dann konnt ichs plötzlich gar nicht mehr...
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon backagain » 26. Apr 2014, 20:33

Und was passiert, wenn Du mal komplett die Waffen streckst?
Einfach aufgibst?
Und Dich all den schlechten Gefühlen einfach hingibst?

Wenn Du einfach mal alle "sollte" (ich sollte eigentlich keine Drogen/Tabletten nehmen, ich sollte mich selbst lieben, ich sollte die Menschen lieben..usw.) streichst? Das kann sehr erleichternd sein.

Es kann aber natürlich auch gefährlich sein.

Aber dir erstmal einfach endlich alles zu erlauben, wogegen du seit 20 Jahren ankämpfst, könnte auch eine Hilfe sein....?
Das ist jedenfalls auch eine Form von "Widerstand aufgeben", und von "downstream denken"....

Dir zuzugestehen, dass du, für wie lange Zeit auch immer, erstmal eher vor Dich hinvegetierst als lebensfroh den american dream zu erfüllen, und, bildlich gesprochen, in dieser Zeit halt eher eine alte Distel in der Ecke denn eine Rose bist. Aber das mit Überzeugung. Und Akzeptanz - es ist so, wie es ist, Punkt. (Und - Disteln können viel reizvoller sein als Rosen :P )

Niemand "muss" heil sein...und wer bestimmt überhaupt, was "heil" ist...

Ach so, und das ganze mit "ich sollte alle Menschen lieben", "allen verzeihen", "immer die Schuld bei mir suchen" usw.....das ist sowieso Käse. Ich weiß auch nicht, ob ich solche "solltes" explizit bei Abraham gelesen habe....wenn sie sich auch abzuleiten scheinen. Dann aber auch wieder nicht. Denn sich beschuldigen ist definitiv nicht geeignet, um die Stimmung anzuheben!

Wenn Du die Menschen nicht liebst, dann ist das erstmal so. Wenn Du aus einem Schwingungstief nicht rauskommst, dann ist das eben so.

Ich finde, der wichtigste Schritt zur Entstehung von Selbstliebe ist, sich komplett selbst "sein zu lassen, wie man ist". Erstmal aufzuhören, Normen erfüllen zu wollen - wenn es womöglich eh nicht geht. Make peace with where you are. Und gönn Dir Erholung!!!
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon backagain » 26. Apr 2014, 21:03

Habe gerade nochmal Dein Einganspost gelesen und festgestellt, dass Du diese "Methode" eh schon angewendet hast.

Andereseits lesen sich andere Antworten von Dir so, als jagtest Du doch Idealbildern, wie es sein sollte und wie Du sein solltest usw. hinterher...

Naja, wenn Du was damit anfangen kannst, was ich geschrieben habe, ist es gut, und wenn nicht, dann auch. 8-)
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 22:02

Hey, doch ich muss sagen, deine Zeilen haben mir gerade sehr geholfen ;-)
Denn das ist es, was ich in meinen besten Zeiten so sagen und fühlen konnte. Wozu ich ja auch irgendwie immer zurück kehre, unbewußt, weil ich wie gesagt kein Mensch der Vorsätze bin. Das habe ich halbwegs akzeptiert, also es überrascht mich nicht mehr, wenn ich zwar ein paar Tage begeistert einen Vorsatz durchziehe, mit voller Überzeugung, und dann plötzlich ganz anders denke.
Aber genau das macht es so schwierig, ich glaube mir fehlt dieses Grundbestreben, bei einer Sache zu bleiben. Es ist nie unecht, was ich mache, oder falsch, nur wechselhaft. Und so ist deine Erkenntnis, dass ich manchmal so und manchmal ganz anders klinge, genau der Punkt. Und das hat mich manchmal bei Abraham irritiert, dass angeblich niemand von hier nach da kann sofort und umgekehrt, ich kanns phasenweise stündlich. Und habe immer das Gefühl, meine Gedanken und Empfindungen sind in dem Moment vollkommen echt, inzwischen natürlich mit dem Bewusstsein, das wird nicht lange so bleiben, weils auch schon wieder eine Regel ist.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 22:17

Tja, was passiert, wenn ich die Waffen strecke? Eine sehr interessante Frage.
Ich habe Angst, dass ich mich umbringe, oder für immer weggesperrt werde. Aber eigentlich sagt mir meine Erfahrung, dass wahrscheinlich als direkte Folge erstmal nichts passieren würde. Das habe ich gelernt, das macht mich vielleicht manchmal auch so leichtsinnig. Denn irgendwie ging immer alles weiter, als wäre nichts gewesen, ich kann immer irgndwie funktionieren, ich habe zig Selbstmordversuche überlebt, den ersten mit 12. Das ist auch so etwas, das ist in mir drin. Phasenweise hab ich mich drüber lustig gemacht, dass ich mich genau einmal in der Woche umbringen will, die anderen 6 Tage war ich total euphorisch.

Manchmal sehe ich sogar, dass ich diese Methode mit der Generalisierung oder der radikalen Akzeptanz oft unterbewußt eingesetzthabe. Z. B. was das Thema Männer betrifft. Doch es verwirrt andere Menschen, und das ist teiweise das Einzige, woran mir etwas liegt, und dann auch wieder nicht, ich will so sein dürfen, wie ich bin, und es ist mir peinlich, dass gerade diejenigen, die alles richtig gemacht haben, das ausbaden müssen.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Malea » 26. Apr 2014, 22:34

Ein Beispiel für die radikale Akzeptanz ist wie gesagt das mit den Männern. Irgendwann habe ich zu mir gesagt, gut, ist doch alles Käse mit der großen Liebe und ich bin beziehungsunfähig, dafür scheine ich die Gabe zu haben, den Menschen das Gefühl zu vermitteln, genau das wollten sie schon immer, darauf haben sie gewartet, ich sollte ein Geschäft draus machen. Und es hat mich phasenweise unheimlich befreit. Aber so einfach sind die Dinge eben doch nicht, es handelt sich dann um Kompromisse, bei denen klar ist, dass sie nicht die letztendliche Erfüllung sind.
Und mal abgesehen von den eigenen Schwankungen, lasse ich manchmal doch die Äußerungen anderer an mich heran. Es gibt kaum jemanden, der das verstehen kann, manche findens aus eigenen Vorteilen toll, die Mehrheit wendet sich angewidert ab, verstehen tut es keiner. Ich bin nicht so weit, dass ich alles an mir abprallen lassen kann, dafür bin ich mir selbst zu uneins.
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon backagain » 26. Apr 2014, 23:59

Abprallen lassen klingt für mich ohnehin auch nicht nach einer guten Lösung.
Abprallen lassen ist Widerstand. Sich abschotten, zumachen....das verhindert dann aber auch das Angebunden-Sein.

Alignment, wenn man Dinge abprallen lässt, geht meineserachtens nicht.

Klar, Du könntest sagen - war nur ein Wort. Gemeint habe ich - mir Dinge nicht zu Herzen nehmen.
Aber geschrieben hast Du das - abprallen. Und das ist nunmal was anderes.

Ist aber auch manchmal notwendig, wenn die innere Stabilität nicht gegeben ist und man sich eigentlich total schutzbedürftig fühlt.
Ich kann mich erinnern, dass ich früher in Zeiten von Depressionen mich immer wie so eine unreife Kastanie gefühlt habe. Die einfach nicht fertig ist für die Welt und gerne noch ihre Stacheln drumrum hätte, die aber jemand zu früh "geschält" hat. Da ist dann ein Schutzwall außen herum sehr notwendig. Oder totaler Rückzug. (Oder Alkohol, Zigaretten usw.....weil das scheinbar hilft. Tut es aber halt nicht wirklich.)

Ziel ist aber, innen drinnen stabil zu werden. Sodass die unangenehmen Dinge dann eher transformiert werden können, integriert, sogar weiterhelfen, statt abzuprallen. (Ich habe es mir zur Regel gemacht, den Dingen, die mich am meisten nerven, die meiste Aufmerksamkeit zu schenken. Ärgert mich jemand mit einer Aussage, so schaue ich mir die extra genau an. Klammere die Person/ den Sprecher aus und nehme nur den Satz, bis ich mit ihm klarkomme und ihn integriert habe. )

Die Frage ist - wie kommt man zu der inneren Stabilität? Die dann die Schwankungen nach und nach minimiert und die es einem erlaubt, friedfertig und berechenbarer mit der Umwelt umzugehen. Und ich weiß tatsächlich auch nicht, ob Abraham hier die ganz guten Lösungen parat haben. Andererseits - auch der Psychotherapeut hat die nicht unbedingt.

Und wenn man ein intelligenter Kopf ist - so wie Du - dann kann man auch versuchen, darauf zu fokussieren und diesen Weg zur Stabilität sich langsam selbst zu erschließen. Im eigenen Tempo. Ohne Idealvorstellungen, was man schon erreicht haben sollte. (Bzw. sollte das eigentlich jedem gelingen. :oops: )

Klar - Schwankungen sind für die Umwelt nur sehr schwer zu verstehen. Und diese Nähe-Distanz-Spielchen. Aber - was will man machen. Es ist nunmal so. Und - auch die anderen, die das "ausbaden" müssen, haben das, nunja, in ihrer Schwingung.

Ich habe zum Beispiel vielleicht selbst ein kleines oder größeres Problem mit zuviel Nähe. Und mir war immer "peinlich", dass mein Exmann das "ausbaden" musste. Aber am Tag nach unserer Hochzeit war er derjenige, der Panik hatte. Und jetzt, wo er eine neue Freundin hat, lebt diese etliche hundert Kilometer weit entfernt. Und überhaupt - bei genauem Hinschauen hat er dasselbe Problem mit Nähe wie ich - falls ich noch eines habe. :mrgreen: . Der musste nix "ausbaden" - das war "Gleiches zieht Gleiches" an. Also, vergiss mal die Verantwortung für die anderen.

Und überhaupt - was heißt denn "richtig machen". "Richtig" macht man es dann, wenn man nichts darstellen möchte sondern man selbst ist. Aufs eigene Wohlgefühl hört und nicht auf Konventionen. (Dann gerät man aber kaum an Disteln oder nimmt sich das seinerseits nicht mehr zu Herzen. :-) )

Und wenn man das tut - aufs Wohlgefühl und die innere Stimme hören und im Alignment handeln - dann können plötzlich ganz erstaunliche Dinge sich als "richtig" und "falsch" herausstellen.

Aber auch das will gelernt und geübt sein. Immer mehr aufs eigene Gefühl und die innere Stimme zu hören und der zu vertrauen, und die üblichen Ideen von "richtig" und "falsch" nach und nach den Hasen zu geben. 8-)


Und das mit den Regeln - es gibt keine. Nur, wenn Du sie aufstellst. Natürlich gibts Wahrscheinlichkeiten. Und so, wie man sich neue Gedankengänge, Richtlinien, Verhaltensweisen, Weltinterpretationen usw. auch antrainieren und einüben kann, kann man sich natürlich auch andere Muster - schädliche Muster - antrainieren.

Aber - die entspringen nicht Deinem inneren Wesen, sondern sind Müll, den Du etwas zu oft wiederholt hast, sodass er sich nun festgesetzt hat. Und den Du dir halt wieder abtrainieren musst.

(Ich finde übrigens Humor einen sehr guten Ansatz. Über Selbstmordversuche lachen - das klingt für mich sehr heilsam. 8-) Es gibt da sogar einen Film....habe aber den Namen vergessen. Ich erinnere mich nur noch, wie der Protagonist sich an einem Wasserrohr aufhängen wollte, das dann leider kaputt ging. Er stand da nur da wie ein begossener Pudel.....)

Zurück zum Thema. Du kannst jederzeit entgegensteuern. Und da helfen Abraham doch sehr!

Du kannst dir neue Denkweisen angewöhnen, die sofort aktiviert werden, sobald du in eine Negativ-Schleife rutschst.
Gerade, wenn Du schon "Regeln" und Muster kennst, bist du ja für dich selbst doch vorhersehbar. Und kannst dir vorab schon überlegen, welche Gedanken/Verhaltensweisen helfen, wenns wieder bergab geht.

(Mir hilft es zum Beispiel, dann doch schnell mal von igrendwoher mir Anerkennung zu holen. Oder bestimmte Musik aufzulegen. Oder mich auf facebook auszutoben, nach tollen Bildern und Videos zu suchen und die zu veröffentlichen, lustige Kommentare zu schreiben, mit Freunden zu chatten....)
Oder aber auch mir zu sagen: Das ist jetzt das 1367 Mal, dass es bergab geht. Das bedeutet, dass es schon 1366 Mal bergauf ging, und auch diesmal komme ich garantiert wieder ins Wohlgefühl.

Und ich glaube, Du bist selbst sehr gut in der Lage, da noch andere Ideen zu finden. Vertrau mal (noch) mehr auf Deine eigene Inspiration, Klugheit, Kreativität. Lass die Vorsätze weg, schau dir immer nur den aktuellen Moment an, und überlege in jedem Moment, wie du mit ihm umgehen willst - sofern er beginnt, lästig zu werden. Experimentiere - und wenns nicht klappt, dann probiers beim nächsten Mal anders. Es gibt eh keinen Zeitplan, keine Ansprüche, kein zu erfüllendes Soll. Erlaube Dir, Stabilität ganz friedlich und nach und nach zu lernen.

Schönen Abend....:-)
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon backagain » 27. Apr 2014, 00:28

Und wenn Du auf Dich selbst (noch) nicht vertrauen kannst - dann vertraue auf die Hilfe von außen, die unweigerlich kommt, wenn Du nur die Richtung vorgibst.
Du musst das "Wie" gar nicht bestimmen.
Es reicht, wenn Du Dir bewusst wirst, was Du wirklich willst.
Stabilität? Dich selbst finden? Stärke? Vertrauen in Dich selbst?
Schalte die Ratio und die Bedenken und die verstandesmäßigen Urteile über die Welt aus.
Und warte einfach auf die Hilfe und Unterstützung, die von sonst woher kommen - in Form von Büchern, Sprüchen an einer Klowand, Menschen, die plötzlich da sind...
Und wenn da etwas ist, und das fühlt sich gut an - schnapp es Dir - urteilslos - und freue Dich einfach von ganzem Herzen darüber. Und dann kommt mehr davon! :ros:
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon Phoenix » 27. Apr 2014, 07:45

Wowwwwwh backagain, genau auf den Punkt gebracht.... das kommt auch für mich grade richtig ... siehste Malea, funktioniert immer wieder ... in jeder Sekunde kann ich alles umdrehen ....
DANKESCHÖN :ros: und schönen Sonntag :hug:
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Re: Sucht, Selbstakzeptanz

Beitragvon labelle » 27. Apr 2014, 08:21

Hallo backagain,

von mir auch ein WOW ,
das trifft es auch für mich in diesem Moment............

ich experimentiere auch herum , mal agiere ich so mal reagiere ich so,
aber ja es geht um die innere Stabilität und ich komme ab und an dahin wenn ich meine Gefühle aushalte.
Sonst habe ich versucht sie ein bisschen auszuhalten, und dann zu negieren.

Und deshalb bin ich seit Jahren nicht weiter gekommen,
ich habe gemerkt , ich hatte Angst , wenn ich bestimmte Situationen aushalten muss und somit meine Gefühle aushalten muss, dass ich dann von anderen " manipuliert " werde , dass heisst, das andere mir sagen,
wie ich bin , wie ich wirke aussehe , handele , handeln soll u. s. w.
Aber das war das kleine Mädchen, und auf einmal merke ich , nein niemand kann mir mehr sagen wer ich bin ,
ich habe meine eigene Meinung über mich und die lasse ich mir auch nicht mehr nehmen ,
ausser wenn ich will.

Und ich bin stark genug , Menschen auszuhalten die mich Scheisse finden, an mir herum meckern und nörgeln,
mich abwerten.
Natürlich wäre es mir lieber alle würden mich mögen, aber das ist nicht so wichtig wie mein eigenes mich mögen.

Aber es ist auch bei mir eine kleines Pflänzchen , das erst mal gedeihen muss, und da muss man ganz behutsam mit umgehen, und dran bleiben.

Einen schönen Sonntag
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