Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 1. Mär 2015, 12:40

Hallo Zusammen,

ich suche Klarheit über eine Lebenssituation in der eine mir nah stehende Person steckt und wie ich darauf reagieren soll.
Ich schildere kurz die Situation.

Schüler (nahstehende Person) macht eine Ausbildung im Therapeutischen Bereich. (Malen, Kunst) In dieser Ausbildung kommen natürlich auch die eigenen Lernprozesse ins Spiel und werden in Gruppenarbeit "Therapeutisch" angesehen.

Der Schüler befindet sich schon länger in einem starken Umbruch und es kommen einige verdeckte Erlebnisse zum Vorschein. Bei einer Fallbesprechung, eben auf diesen Umbruch des Schüler angesprochen, gerät der Lehrer völlig aus seiner Balance und hackt nur noch auf dem "negativen" herum und fordert den Schüler auf endlich mal etwas zu machen und diese Situationen genau anzuschauen, damit "Heilung" geschehen kann. Daraufhin ist der Schüler total eingeschüchtert und fühlt sich in seinem individuellen Prozess nicht angenommen. Der Lehrer hat im Vorfeld immer wieder betont, wie wichtig es ist, den Klienten nie zu drängen und ihm die individuelle Zeit zu lassen. Weil es sonst nur noch schlimmer wird. Er lässt auch nicht gelten als der Schüler über seine positiven Fortschritte erzählt und kommt immer wieder auf das "negative" zu sprechen.

Was passiert hier? Wie kommt man aus einer solchen Situation wieder heraus?

Wie kann ich mich verhalten, wenn der Schüler mich um Rat fragt?

Ich danke euch für eure Gedanken.

Liebe Grüsse
Lichtblume
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon lawofattraction » 1. Mär 2015, 13:23

Lichtblume hat geschrieben:Wie kann ich mich verhalten, wenn der Schüler mich um Rat fragt?


Hallo Lichtblume,

hat er das denn? Wenn Du Dich schon vorher gedanklich auf solche Situationen vorbereitest, kann das LoA gar nicht anders, als Dir die auch zu servieren. :mrgreen:

Lichtblume hat geschrieben:Was passiert hier? Wie kommt man aus einer solchen Situation wieder heraus?


Indem "man" (Schüler) das klar anspricht, und zwar mit dem Lehrer direkt.

Ich erinnere mich, dass Du schon einmal so eine ähnliche Situation geschildert hast, bei der Du Dich zwischen zwei Stühle gesetzt hast. Weder hast Du vollkommenen Einblick in das, was in Deinem Bekannten vor sich geht, da Du nur die subjektive Schilderung kennst. Und wahrscheinlich weisst Du noch weniger, was in dem Lehrer vor sich geht.

Es bringt nur Unannehmlichkeiten, wenn man hier Seiten ergreift. Lies mal in den Workshops nach, was Abraham dazu sagen, sich in anderer Leute Angelegenheiten zu begeben. Don´t put it in your pie. Und traue jedem anderen zu, seine Angelegenheiten ohne Deine Hilfe auf die Reihe zu bekommen.

Ein eigenes Helferbedürfnis der anscheinend ungerecht Behandelten - die das ja auch nur via LoA angezogen haben - lässt auf eine emotionale Verbandelung mit dem Thema schliessen. Da würde ich zuerst einmal hinschauen, und wenn es da etwas zu klären gibt, wird das solche zukünftigen Situationen ausschliessen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 1. Mär 2015, 13:37

Liebe Loa,

Der Schüler hat mich um Rat gefragt, bevor ich um diese Situation wusste.

Was ich verstehen will, ist was man ausstrahlt wenn man von aussen kritisiert wird?

Hier geht es nicht darum , mich zwischen die Stühle zu setzen sondern ich will die Hintergründe des Loas verstehen welches in einem solchen Fall ja auch gewirkt hat.

Auch weil ich die Situation verstehe, da ich selber auch Mühe habe mit Kritik umzugehen.

Wo kann ich persönlich ansetzen?

Liebe Grüsse
Lichtblume
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon lawofattraction » 1. Mär 2015, 13:56

Lichtblume hat geschrieben:Was ich verstehen will, ist was man ausstrahlt wenn man von aussen kritisiert wird?
,

Da gibts mehrere Möglichkeiten: Angst vor Kritik, selbst kritisch sein, kritische Leute kritisieren, Kritik als "Korrektionsmittel" ablehnen .... und noch anderes.

Lichtblume hat geschrieben:Auch weil ich die Situation verstehe, da ich selber auch Mühe habe mit Kritik umzugehen.


Und deshalb hast Du sie wohl angezogen. Wie gehst Du denn mit Kritik um? Das wäre etwas - wenn es konstruktiv ist - was Du der Person mit auf den Weg geben könntest. Deine Vorgehensweise zu erklären wäre das Einzige, was Du tun kannst, ohne das dann wieder selbst einzuladen.

Grundsätzlich solltest Du Dir darüber im klaren sein, dass solche Situationen immer Deine eigene Schwingung beeinträchtigen - durchs Zuhören, durchs Erklären, durchs Rechtfertigen und die generelle Aufmerksamkeit darauf und Dich fragen, ob Du das denn willst. Deinem Bekannten magst Du durch das Zuhören kurzfristig Erleichterung bescheren, konkret helfen kannst Du ohnehin nicht. Daher sollte Dir Deine Schwingung wichtiger als alles andere sein.

Wäre ich in Deiner Situation, würde ich der Person empfehlen, zuerst einmal das Gespräch zu suchen und sich auf ein solches Gespräch so vorzubereiten, dass sie auf Vorwürfe oder Schuldzuweisungen verzichtet.




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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 1. Mär 2015, 14:36

Dank für deine Zeilen. Melde mich später genauer zu deinen Fragen.

Bis dann

Liebe Grüsse
Lichtblume
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 1. Mär 2015, 14:54

lawofattraction hat geschrieben:Wie gehst Du denn mit Kritik um?


Deine Frage lässt mich nicht in Ruhe. Kritik an meiner Person oder Entscheidungen lösen in mir sehr schmerzhafte Gefühle aus, wodurch ich mich dann meistens verschliesse und mich aus der Situation entferne, da es so weh tut. Das Gefühl versagt zu haben, nicht geliebt zu werden sitzt sehr tief. Wenn jemand Kritik äussert, bekomme ich immer das Gefühl, dass ich im Grunde "schlecht" oder "nichts wert bin"

Wie komme ich da raus, damit ich solche Situationen nicht immer anziehe?

nachdenkliche Grüsse von mir

Lichtblume
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 1. Mär 2015, 14:56

Ps: Noch was. Durch meine Angst vor Kritik, versuchte ich in der Vergangenheit immer es "allen" Recht zu machen.
Stellte ihr Wohlbefinden über meines... nun dämmert es mir, dass das so ja nicht funktionieren kann!

Liebe Grüsse
Lichtblume
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon lawofattraction » 1. Mär 2015, 18:20




Liebe Lichtblume,

solche Gefühle wie die, die Du beschreibst, sind das, was ich "Kindergefühle" nenne. Sie stammen in der Mehrzahl der Fälle aus der Kindheit, als das Kind Kritik mit Liebesentzug und Herabsetzung gleichgesetzt hat.

Dabei entsteht Kritik vordergründig aus anderen Motiven. Kritik wird fast immer dann angewandt, wenn der Kritiker denkt, dass ihn ein verändertes Verhalten der anderen Person glücklich(er) machen wird. Eigentlich steckt also der Wunsch dahinter, dass der andere "besser" sein sollte als er ist. Nicht, weil das den anderen glücklich macht, sondern weil sich der Kritiker besser fühlen möchte.

Da wünschen sich die Eltern anderes Benehmen oder Wohlverhalten der Kinder oder bessere Schulnoten oder ein anderes Aussehen, da sie Bedingungen stellen für ihre - und ja, jetzt kommts trotzdem - Zuwendung, für ihre Liebesbeweise. Oder Partner oder Lehrer oder Schüler, Chefs und Kollegen - ganz egal, wer der Kritiker ist - denn Kritik wird ja auf allen Ebenen ausgeübt. Es dreht sich also wieder um die bedingungslose Liebe, die nicht unvermindert weiterbestehen darf, obwohl die andere Person sich nicht den eigenen Wünschen anpasst.

Ich könnte mir vorstellen, dass Dir die wiederholte Lektüre der Workshops mit dem Thema der bedingungslosen Liebe ein wenig helfen könnten. Lies sie, werde Dir klar, dass wir fast alle im Kindesalter von ziemlich hilflosen und doch gutwilligen Menschen umgeben waren, die ihr Bestes taten, aber nicht unbedingt das Beste für uns.

Es geht um Verständnis der Dynamik unseres Zusammenlebens und des Erkennens, dass auch solche Erlebnisse durchaus einen fördernden Effekt haben können. Diejenigen, die den Grundstein für solche Unzulänglichkeitsgefühle gelegt haben, haben das nicht aus Böswilligkeit getan oder um andere zu verletzten, ihr Motor war vielmehr das uns allen innewohnende Streben nach Wohlgefühl. Sie konnten das aber nicht erkennen, weil sie es dann anders gemacht hätten.

Frieden schliessen mit Situationen ist immer ein erster Schritt, der Erleichterung bringt und wegweisend für eine unbelastetere Zukunft ist.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 1. Mär 2015, 23:58

Liebe Loa,

in der Tat kann ich mir wirklich vorstellen, dass diese Gefühle aus der Kindheit stammen. Deine Erklärungen dazu leuchten mir ein.

lawofattraction hat geschrieben:
Es geht um Verständnis der Dynamik unseres Zusammenlebens und des Erkennens, dass auch solche Erlebnisse durchaus einen fördernden Effekt haben können. Diejenigen, die den Grundstein für solche Unzulänglichkeitsgefühle gelegt haben, haben das nicht aus Böswilligkeit getan oder um andere zu verletzten, ihr Motor war vielmehr das uns allen innewohnende Streben nach Wohlgefühl. Sie konnten das aber nicht erkennen, weil sie es dann anders gemacht hätten.

Frieden schliessen mit Situationen ist immer ein erster Schritt, der Erleichterung bringt und wegweisend für eine unbelastetere Zukunft ist.

Lieben Gruss
Loa


Ich merke einfach, dass ich nun beide Seiten kenne. Durch dass ich nun selber Mutter bin, kann ich gewisse Reaktionen die ich bei meinen Eltern erlebt habe, besser verstehen.

Es gab eine intensive Zeit in der ich sehr haderte mit diesen "Fehlern" von meinen Eltern. Es brauchte Zeit, Frieden damit zu schliessen. Anschliessen brauchte es auch eine lange Zeit in der ich "Frieden" geschlossen habe, dass ich als Mutter nun auch meine "Fehler" gemacht habe und vermutlich immer noch mache. Aber da frage ich mich, ob das Wort "Fehler" wirklich seine Berechtigung hat. Es sind ja schlussendlich alles Prozesse die zu unserem Wachstum dazu gehören.

lawofattraction hat geschrieben:
Sie stammen in der Mehrzahl der Fälle aus der Kindheit, als das Kind Kritik mit Liebesentzug und Herabsetzung gleichgesetzt hat.


Ich schlage hier das Rad aus meiner Kindheit zu meinem Leben nun als Mutter. Ich merke wie oft ich, sehr oft total unbewusst meinem Sohn, meine Liebe entzogen habe. Hier suche ich nach Lösungen wie Kontraste ohne diesen Liebesentzug bewältigt werden können. Wie beenden wir, Salomon verwendete hier ja den Begriff "die Kette des Schmerzes" , diese Kette? Unsere Eltern haben sich so verhalten, wir haben diese Schwingung übernommen und geben sie wenn wir uns nicht anders entscheiden nun an unsere Kinder weiter...

Das erfordert für mich als Mutter eine ständige Auseinandersetzung wie ich den Umgang mit meinen Kindern leben will. Immer mehr begreife ich, dass meine Worte nicht "lehren". Sondern, dass ich nur durch Vorleben eine Änderung vielleicht herbeiführen kann. In meinem Vorleben der Schwingung.

Der Punkt ist, um nochmals auf diesen Liebesentzug zu sprechen zu kommen. Wenn ich diesen Liebesentzug vermeiden will, was kann ich tun? Denn dieser Entzug passiert immer dann wenn ich total aus meiner Verbindung gerate in extremen Situationen. Stichwort die heftigen Wutausbrüche. Wenn diese Wutausbrüche mich an meine Grenzen bringen. Das passiert immer dann, wenn es in Situationen geschieht in denen ich sonst schon "den Kopf und meine Hände" voll habe und diese Wutausbrüche dann nur noch den "Tropfen" in ein schon volles Fass darstellen. Dann muss entweder ich den Raum verlassen oder ich schicke meinen Sohn aus dem Raum. Oder eben, meine Wut explodiert dann auch. Dann bemerke ich, dass ich nun meine Liebe entzogen habe. (das zeigt mir die Reaktion von meinem Sohn) Ja und dann fühle ich mich total schlecht.

Gehören denn solche Situation dazu, damit ein Umdenken passieren kann? Brauchen wir Menschen solche Situationen, weil ohne das erleben, keine andere Entscheidung getroffen werden kann. Eigentlich ja... denn es ist ja nichts weiter als ein Kontrast, jener uns zeigt, dass wir auch etwas anderes wählen können, wenn das was wir erleben nicht übereinstimmt, mit dem was wir uns wünschen. Ich habe oben geschrieben, ob man das vermeiden kann (Erfahrung Liebesentzug) dann ist vielleicht das vermeiden wollen gar nicht wünschenswert, weil wir uns so die Wahlmöglichkeit nehmen würden? Eine Situation vermeiden wollen bedeuten uns selber die Wahlmöglichkeit zu nehmen, also uns selber an unserem Wachstum hindern zu wollen. Vermutlich aber auch, aus der Angst heraus, keine für uns stimmige Lösung zu finden. Oder der Situation nicht gewachsen zu sein.

Ich lasse das mal so stehen... und mache mir in Ruhe weiter Gedanken dazu.

Jedenfalls DANKE Loa!

Liebe Grüsse
Lichtblume

Ps: Im anderen Thema, hast du mir geschrieben, dass jemandem helfen wollen, auch bedeutet, dass man jemand anderem nicht zutraut selber eine Lösung zu finden. Im Bezug auf diesen Schüler habe ich mir heute Nachmittag immer wieder gesagt, dass er selber mächtig genug ist eine Lösung zu finden, welche für ihn stimmt. Als ich das auch fühlen konnte, dieses Vertrauen dass es genau richtig kommt für diese Person, und dass sie fähig ist das zu schaffen, fühlte ich in mir eine Ruhe die einfach wohltuend ist. Erleichternd! Ich muss für niemand anderes Entscheidungen treffen, nur für mich alleine! Es fühlt sich an, wie eine grosse Last von meinen Schultern gefallen ist.
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon lawofattraction » 2. Mär 2015, 08:59

Lichtblume hat geschrieben:Aber da frage ich mich, ob das Wort "Fehler" wirklich seine Berechtigung hat. Es sind ja schlussendlich alles Prozesse die zu unserem Wachstum dazu gehören.


Liebe Lichtblume,

das sehe ich auch so wie Du. Wir sind keine Maschinen, die auf bestimmte Situationen wie in einer Gebrauchsanleitung beschriebenen Weise reagieren, sondern sind alle Menschen mit einem unterschiedlichen Hintergrund vielfältiger Erfahrungen, die verschiedene emotionale Reaktionen bedingen. Grundsätzlich kann man auch voraussetzen, dass Menschen immer aus den für sie in diesem Moment besten Absichten handeln und keine gewollte Bösartigkeit hinter den Aktionen steht.

Und schliesslich scheinen wir ja alle mit einem Plan auf diese Welt gekommen zu sein, bestimmte Emotionen zu erfahren und zu lernen, damit umzugehen. Auch ist in unser Spiel eine Variante eingebaut, dass es immer weiteren Contrast geben wird, der nach erfolgter Lösung von Situationen und Reaktionen auf einer höheren Ebene wieder neue zu lösende Situationen präsentiert.

Da Liebe für andere eigentlich nur in dem Umfang gegeben werden kann, wie man sich selbst akzeptiert und liebt, ist es logisch, dass wir uns intensiv um das eigene Wohlgefühl kümmern und immer mehr darauf verzichten lernen, uns für begangene "Fehler" zu bestrafen und herab zu setzen. Das Streben nach harmonischen und liebevollen zwischenmenschlichen Beziehungen ist ja schliesslich in uns allen vorhanden, lediglich die Umsetzung ist oft erschwert und behindert durch automatisierte einstudierte Reaktionen und auch Überreste von diesen von mir erwähnen "Kindergefühlen".

Ich habe hier so weit ausgeholt, da es wichtig ist, dass wir uns nicht bestrafen oder überzogene Ansprüche an uns selbst stellen, wenn wir von uns selbst zu hoch gelegte Messlatten nicht erreichen können. Was Abraham lehren, ist ja immer die Darstellung einer Idealvorstellung, nach der man streben kann oder sollte oder darf, die aber Ziel und nicht aktuelle Gegebenheit ist.

Ich habe an mir selbst festgestellt, dass Nachsicht mit mir selbst und Akzeptanz der Dinge, die nicht meinen Idealvorstellungen entsprechen, auch ein Weg zu mehr Flexibilität, Lockerheit und Freude sind. Viel mehr als sich bei jedem "Fehltritt" vorzunehmen, es das nächste Mal besser zu machen, ist ja eigentlich nicht möglich, da Selbstkritik und Unnachsichtigkeit mit gemachten Fehlern diese schliesslich nicht ungeschehen oder "besser" machen. Da ist es doch viel sinnvoller, sich zu sagen, dass es diesmal noch nicht so geklappt hat, wie vorgenommen und erwartet, in einer zukünftigen Situation damit anders umgehen zu können. Dieser Wunsch nach sich immer erweiterndem Verständnis und entsprechendem Handeln kann ein grosses Anziehungspotential haben, wenn wir darauf verzichten, uns für jedes Mal, das weniger als ideal ist, zu bestrafen.

Denn schliesslich ist Dein Wunsch sicherlich, für Deine Kinder "die beste" Mutter zu sein. Wobei bei aller Berücksichtigung dessen, was wir von Abraham hören, das durchaus der Fall ist. Auch Deine Kinder haben einen Lebensplan mit bestimmten Zielen, die wohl in genau der Familie, in die sie hinein geboren wurden, gegeben sind. In einem Familienverband sind wir ja keine Einzelwesen, die nur individuelle Entwicklungen durchmachen, sondern Entwicklung ist gegeben durch das ganze Handeln und alle gemeinsam gemachten Erfahrungen. Geistiges und emotionales Wachsen sind daher in erster Linie durch die Interaktion mit den anderen gegeben. Es dreht sich also für alle Beteiligten um eine eigene Entwicklung innerhalb dieses grösseren Organismus Familie.

Wenn ich überlege, wie wir jetzt wieder auf dieses Thema gekommen sind, so wird wieder einmal klar, dass alles bei uns selbst anfängt. Ein Thema, wie das im Eröffnungsthread, das scheinbar Probleme anderer Menschen betrifft, zeigt im Endeffekt dadurch, dass wir damit in Berührung kommen, dass es auch uns "gehört".

Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich an Deiner Stelle immer mal wieder diese "bedingungslosen Workshops" lesen würde. Und ich möchte Dir wirklich ans Herz legen, nachsichtig und liebevoll mit Dir selbst zu sein und keine überzogenen Ansprüche an Dich selbst zu stellen. Die Lebensumstände, die Du gewählt hast, drei Kinder beim Grosswerden zu begleiten, sind keine leichte Aufgabe, hinzu kommt das Homeschooling, Job, Haushalt und was noch immer. Schau viel öfter auf das, was Du richtig machst und wo Du Dich beglückwünschen kannst statt auf die paar Male, wo es nicht klappt. Das kommt nämlich manchmal zu kurz, wenn wir zu konzentriert auf die eigene hohe Messlatte starren. Tunnelblick kann man in beide Richtungen entwickeln, auf das, was gut gelaufen ist ebenso wie auf die Male, wo etwas nicht gerade ideal war. Je mehr Du in die Wunschrichtung schaust, um so häufiger kann Dir das LoA das auch bescheren. All is well.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 2. Mär 2015, 09:14

Liebe Loa,

ich lasse deine Zeilen nun mal setzen. Vielen Dank für die Zeit die du dir immer wieder nimmst um mich auf meinem Weg zu begleiten! :bussi:

Liebe Grüsse
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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon lawofattraction » 2. Mär 2015, 09:25




Das mache ich sehr gerne, liebe Lichtblume. :hug: Ich erkenne Deinen grossen Wunsch nach Verständnis und danach, diese Dir selbst gestellte "Aufgabe Familie" bestmöglich zu erfüllen. Bei Dir rauscht Gesagtes nicht durch, da setze ich mich gerne ein Weilchen hin und schreibe und freue mich, wenn ich Dir ein wenig Unterstützung geben kann. :gvibes:



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Re: Suche Klarheit Beziehung zwischen Lehrer - Schüler

Beitragvon Lichtblume » 2. Mär 2015, 09:29

DANKE LOA :loveshower:
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