Spüren, ob man schon bereit ist

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Spüren, ob man schon bereit ist

Beitragvon Winner » 6. Jul 2013, 10:15

Hallo ihr Lieben,

in diesem Worksop spricht der Mann über das Suchen und Finden von Gold. Er ging vor und während der Suche (anscheinend) davon aus, das Gold auch zu Finden. Tat es aber dann nicht.

Mir geht es mit einigen Dingen auch so. Ich nehme an: "OK ich bin ready!" Bereit jetzt diesen Schritt zu gehen und danach sehe ich: "Oh ok da brauch ich wohl noch ein bisschen." Was an sich auch nicht schlimm ist, letztendlich freue ich mich über jede Erkenntnis und das Wachstum. Aber...manchmal auch eben nicht.

Sei es bei einem Wettbewerb, an dem man annimmt man habe genug geübt und sei so gut wie noch nie zuvor. Danach oder sogar einige Jahre später erkennt man jedoch: "Nun kann ich es viel besser. Damals war ich doch nicht so gut wie ich dachte, das bin ich erst jetzt."

Klar, man kommt nie an einem Punkt an und ist dann wunschlos glücklich und ich denke, nichts ist an sich unverbesserlich, aber irgendwann will man sich ja auch mit seiner Leistung zufriedengeben (nicht für immer aber wenigstens für eine längere Zeit).

Ich frage mich also, ob man je vorher wissen kann, ob man für etwas bereit ist? Gibt es diese Sicherheit, bzw. können wir sie spüren? Ich kann mich noch erinnern, als ich mehrere tausend Euro gewonnen habe, da wusste ich zweifellos, dass ich gewinne. Aber es gab auch einige andere Wünsche, bei denen ich ein ähnliches Gefühl hatte, diese Wünsche sich aber letztlich doch nicht manifestiert haben.

Ich denke mir auch, dass wenn alles direkt so klappt wie man wünscht, es die Spannung und den Spaß im Leben natürlich um einiges verringern würden, aber darum geht es für bei der bewussten Realitätsgestaltung eben doch auch - dass sich die Dinge so manifestieren, wie man sie sich vorstellt (oder sogar besser :clown: )

Das hat mich in letzter Zeit auch davon abgehalten ins kalte Wasser zu springen. Ich bin in einigen Dinge eine Perfektionistin geworden und will mir meinen Weg so gut es eben geht ebnen, um eben bereit zu sein. Aber kann man das jemals vorher wissen? Auch wenn man es spürt, bzw. meint zu spüren, kann es immer noch anders kommen. Auch wenn das "andere" sogar besser ist...

Ich hoffe, einige von euch verstehen, was ich meine... :mrgreen: :kuss:

Liebe Grüße
Winner :lieb:
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Re: Spüren, ob man schon bereit ist

Beitragvon lawofattraction » 7. Jul 2013, 09:39




Hallo liebe Winner,

ich picke mal ein paar Punkte heraus und schreibe Dir dazu meine Gedanken:

Winner hat geschrieben:Sei es bei einem Wettbewerb, an dem man annimmt man habe genug geübt und sei so gut wie noch nie zuvor. Danach oder sogar einige Jahre später erkennt man jedoch: "Nun kann ich es viel besser. Damals war ich doch nicht so gut wie ich dachte, das bin ich erst jetzt."


Wir sind in einer konstanten Evolution befindlich - individuell und als Kollektiv. Da ist es nur natürlich, dass wir auch "immer bessere" Fertigkeiten und ein grösseres Wissen entwickeln. Kollektiv gemäss dem morph(ogenet)ischen Feld sogar auch solche, die wir nicht explizit einüben, uns aber als kollektives Wissen zur Verfügung stehen.

Stell Dir vor, ein Kind würde davon Abstand nehmen, Dinge auszuprobieren, da es weiss, dass es die als Erwachsener viel besser kann. Es gibt eine Parabel von einem Mann, der durch den Wald geht und einen schönen Stock schneiden will. Als er am Ende des Waldes ankommt, hat er immer noch keinen, da er bei jedem sagte "weiter vorne ist sicher ein noch schönerer". Der wunderbare Gedanke ist doch für unser Leben "you can´t get it done and you never get it wrong".

Winner hat geschrieben:Ich frage mich also, ob man je vorher wissen kann, ob man für etwas bereit ist? Gibt es diese Sicherheit, bzw. können wir sie spüren?


Für mein Empfinden kommt Inspiration, auch die des Wissens, blitzartig und ist ein starker Vorwärts-Impuls, dem wir folgen möchten. Natürlich kann er unterdrückt werden, dann verliert sich auch die Inspiration und die Idee wird vom Gedanken-Virus durchsetzt. Daher ist ein "vorher wissen" auch etwas, was sich auf rationalen Überlegungen aufbaut und wahrscheinlich nicht auf Inspiration. Inspiration ist selten ein andauernder Zustand, sondern viel eher eine spontane Idee, ein Impuls. Das Bedürfnis nach Sicherheit und das Streben, keine Fehler zu machen, lässt alles Fliessende stocken und nimmt jede Leichtigkeit aus einer Angelegenheit.

Winner hat geschrieben:Das hat mich in letzter Zeit auch davon abgehalten ins kalte Wasser zu springen. Ich bin in einigen Dinge eine Perfektionistin geworden und will mir meinen Weg so gut es eben geht ebnen, um eben bereit zu sein. Aber kann man das jemals vorher wissen? Auch wenn man es spürt, bzw. meint zu spüren, kann es immer noch anders kommen. Auch wenn das "andere" sogar besser ist...


Hier empfinde ich beim Lesen ein ganz starkes Rück-Versicherungsbedürfnis. Vielleicht sogar Angst vor dem Unbekannten. Perfektionismus ist das ständige Streben nach etwas Besseren. Interessant ist dabei, dass dieses endgültige Bessere meist gar nicht definiert ist, sondern lediglich ein "besser als das Aktuelle" angepeilt wird.

Dieses Erkennen, dass die Dinge oder wir selbst oder Kenntnisse noch nicht perfekt sind, birgt in sich aber getreu dem LoA das Momentum, das Perfekte nie zu finden. Es wird zu einer endlosen Suche. Und trägt in sich die Möglichkeit der Resignation, der Unzufriedenheit und schliesslich auch der Verbitterung. Stete Unzufriedenheit mit dem Status Quo lässt ja niemals wirkliche Freude über etwas Erreichtes aufkommen, da der Blick immer weiter auf ein noch nicht erreichtes nicht klar definiertes Ziel gerichtet ist.

Wir haben im Leben nun einmal keine Garantie - für nichts. Es ist das Abenteuer des Lebens, sich vertrauensvoll auf das einzulassen, was kommt. Manchmal ohne den Weg zu sehen und auch, ins kalte Wasser zu springen. Aber die Geschenke, die hinter der Wegbiegung oder im Wasser zu finden sind, sind oft unvergleichlich schöner als das, was bei aller Vorsicht und Absicherung auf dem platten Weg zu finden ist.

Unser Leben ist lebendig. Mit Hochs und Tiefs und Höhenflügen und Abstürzen. Wer das eine nicht kennt, wird auch das andere nicht erleben. Wenn ich denke, was ich alles verpasst hätte, wenn ich mich nicht kopfüber in Situationen gestürzt hätte, bei denen ich einen starken Vorwärts-Impuls hatte, deren Ausgang ich zu Beginn aber nicht übersehen konnte und die meist die allerschönsten Überraschungen und Geschenke darstellten.

Heute sage ich mir oft "everything is always working out for me" - ganz einfach, weil mein gelebtes Leben mir das wieder und wieder bewiesen hat, wenn ich dem Impuls meiner Inspiration gefolgt bin, auch ohne den geringsten Überblick über einen möglichen Ausgang zu haben. Hätte ich auf Sicherheit gesetzt und auf Perfektion gewartet - nur ein Beispiel das des Erlernens von fremden Sprachen - hätte ich nie in fremden Ländern gelebt, hätte keine anderen Kulturen und Menschen anderer Denkweisen kennen gelernt, hätte meinen Horizont in dem erschöpft, was in der sicher erreichbaren Umgebung vorhanden war. Die explizite Situation und die Bedürfnisse sind natürlich für jeden Menschen anders, für mich weiss ich heute, dass mich das wie eine Blume hätte vertrocknen lassen.

Ist es nicht viel bereichernder, sich auf Neues einzulassen in der Gewissheit, dass das LoA uns all das bringen wird, was wir brauchen und dass wir bestens ausgerüstet sind, mit allen Dingen umzugehen, die uns auf unserem Weg begegnen? Vertrauen in das Leben ist etwas, was das Leben erst reich und schön macht, es bedeutet Leben ohne Angst, was hinter der nächsten Wegkurve kommt und ein Gefühl der eigenen Fähigkeit, mit Dingen umzugehen, die wir heute noch gar nicht kennen. Es ist das Geschenk, uneingeschränkt aus diesem Riesenozean der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten wählen zu können. Beschränkungen sind immer nur etwas, was wir selbst uns auferlegen.

Nicht zuletzt haben wir ein phantastisch funktionierendes Führungssystem, das wir durch aufmerksames Beobachten erlernen können und durch das wir uns immer besser selbst kennen lernen. Und dann erkennst Du auch, wann es Zeit ist zu reagieren und wann Zeit, eine Weile zu warten.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Spüren, ob man schon bereit ist

Beitragvon Winner » 9. Jul 2013, 22:57

Tausend Dank für deine so hilfreiche Antwort, liebe Loa! :ros:

Ja Thema ist etwas, an dem ich arbeiten möchte, da ich "große" Träume habe, ich mir aber noch in ihrer Erfüllung aufgrund der Angst (vor was genau, weiß ich auch nicht) selbst im Weg stehe.

Ich habe jedoch über deine Beispiele eine Weile nachgedacht und es ja auch nun eimal so, dass wir hierhin gekommen sind, um uns durch unserer Erfahrungen auszudehnen. Diese Lebensenergie will fließen und der Hunger nach neue Erfahrungen gestillt werden. Lasse ich das nicht zu (aus Zweifeln, Angst oder welchen Gründen auch immer) geht es mir schlecht...

lawofattraction hat geschrieben:Das Bedürfnis nach Sicherheit und das Streben, keine Fehler zu machen, lässt alles Fliessende stocken und nimmt jede Leichtigkeit aus einer Angelegenheit.


Und das spüre ich sogar in der Bauchgegend... aber vor allem in Sachen Liebe kann ich sagen, dass ich da schon Fortschritte gemacht habe. Fast anderthalb Jahre lang, habe ich versucht auf Nummer sicher zu gehen, jetzt lasse ich es einfach fließen und gehe zum allerersten mal davon aus, dass wenn es nicht bei ihm "klappt", etwas bzw jemand der Besser zu mir kommt. Hauptsache die Energie fließt jetzt in dem Moment frei.

lawofattraction hat geschrieben:Ist es nicht viel bereichernder, sich auf Neues einzulassen in der Gewissheit, dass das LoA uns all das bringen wird, was wir brauchen und dass wir bestens ausgerüstet sind, mit allen Dingen umzugehen, die uns auf unserem Weg begegnen?


Und genau diese Gewissheit von der du hier sprichst habe bzw. spüre ich in Bezug auf einige Wünsche nicht. Ich würde nicht sagen, dass ich Angst habe, aber vielleicht kommt etwas anders und da ich mich gut fühlen will, rede ich es mir schön. Ich will mein Ziel einfach nicht aus den Augen verlieren und mich auch nicht durch Hindernisse beirren lassen. Und genau das, möchte ich halt üben...
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Re: Spüren, ob man schon bereit ist

Beitragvon lawofattraction » 10. Jul 2013, 06:59

Winner hat geschrieben:
lawofattraction hat geschrieben:Ist es nicht viel bereichernder, sich auf Neues einzulassen in der Gewissheit, dass das LoA uns all das bringen wird, was wir brauchen und dass wir bestens ausgerüstet sind, mit allen Dingen umzugehen, die uns auf unserem Weg begegnen?


Und genau diese Gewissheit von der du hier sprichst habe bzw. spüre ich in Bezug auf einige Wünsche nicht. Ich würde nicht sagen, dass ich Angst habe, aber vielleicht kommt etwas anders und da ich mich gut fühlen will, rede ich es mir schön. Ich will mein Ziel einfach nicht aus den Augen verlieren und mich auch nicht durch Hindernisse beirren lassen. Und genau das, möchte ich halt üben...


Hallo Winner,

ich bin mir nicht ganz sicher, dass ich das hier richtig interpretiere. Daher das Gesagte mit Vorbehalt.

Alle unsere Wünsche sind im Vortex ja bereits vorhanden. Dein Ziel ist bekannt, der Weg dahin aber nicht. Wenn Du nun davon sprichst, dass Du Dein Ziel nicht aus den Augen verlieren willst, meinst Du damit, dass es sich auf einem ganz bestimmten Weg verwirklichen soll? Kann das, "was anders kommt" nicht auch einer der kreativen Wege des Universums sein, das auf eine Art und Weise die co-operativen Komponenten sammelt, die wir gar nicht aus unserer begrenzten linearen Sicht überschauen können?

Lieben Gruss
Loa



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Re: Spüren, ob man schon bereit ist

Beitragvon Winner » 10. Jul 2013, 23:03

lawofattraction hat geschrieben:Wenn Du nun davon sprichst, dass Du Dein Ziel nicht aus den Augen verlieren willst, meinst Du damit, dass es sich auf einem ganz bestimmten Weg verwirklichen soll? Kann das, "was anders kommt" nicht auch einer der kreativen Wege des Universums sein, das auf eine Art und Weise die co-operativen Komponenten sammelt, die wir gar nicht aus unserer begrenzten linearen Sicht überschauen können?


Hallo liebe Loa,

ja, der Wunsch kann sich auf vielen Wegen erfüllen, das glaube ich. Nur frage ich mich, ob ich gerade auf dem richtigen Weg bin. Und da ich es nicht weiß, bzw. nicht davon ausgehe, muss ich theoretisch üben, diesen Weg zum Richtigen zu machen, oder eben einen anderen gehen, oder? Letztendlich ist jeder Weg ja der Richtige, solange ich es schaffe, genau das zu glauben bzw. in schwingunsmässiger Ausrichtung mit meinem Wunsch zu kommen. Und da hapert es eben. Die Gewissheit, dass auch dieser Weg nach Rom führt....

Liebe Grüße
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