Selbstmitleid/ Kindheit

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 27. Aug 2015, 20:35

Hallo zusammen

Ich fühle mich jetzt eigentlich nicht mehr inspiriert, nochmal zu antworten. Ich finde, ich habe alles, was ich zum Thema zu sagen hatte (zuletzt) oben geschrieben - sehr lang und sehr breit und sehr ausführlich. :clown:
Vielleicht zu ausführlich. Und dabei nicht ganz verständlich....?

Aber ich fühle mich definitiv nicht inspiriert, das jetzt nochmal auseinander zu klamüsern.

Liebe loa - zum "ja aber", Durchaus. In mir haust auch ein Widerspruchsgeist. Aber ich bin mir dessen vollkommen bewusst, und ich versuche, das Widersprechen um des Widersprechens willen tunlichst zu vermeiden.

Ich hinterfrage allerdings Äußerungen, habe ein Problem mit logischen Fehlern und stehe sehr gerne zu meiner Meinung.
Man wird von mir nie ein "Oha, jetzt verstehe ich alles" hören, wenn ich nichts verstehe, oder ein "Großartig", wenn ich etwas nicht großartig finde - empfinde...also, das entsprechende Gefühl dazu habe.

Und: Ich unterscheide auch sehr deutlich zwischen Sichtweisen von anderen und - zum Beispiel - Denkwegen.
Also, wenn mir jemand was erklärt, und es macht für mich keinen Sinn, sag ich das. Und wenn es Sinn macht, sage ich: Dankeschön. Hab's kapiert. Toll.

Wenn aber jemand für sich einen Weg wählt oder eine Sichtweise vertritt, versuche ich, meine Brille abzusetzen, den anderen ernst zu nehmen und als kompetent und "fähig" zu sehen. Sag mir Bescheid, wenn Du mich beim Gegenteil erwischst. :clown:

Schönen Abend euch allen,

b.
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon Kein_Schnee » 29. Aug 2015, 06:08

backagain hat geschrieben:Ich fühle mich jetzt eigentlich nicht mehr inspiriert, nochmal zu antworten. Ich finde, ich habe alles, was ich zum Thema zu sagen hatte (zuletzt) oben geschrieben - sehr lang und sehr breit und sehr ausführlich.
Vielleicht zu ausführlich.


Liebe backagain,

warum antwortest Du, wenn Du Dich dazu nicht inspiriert fühlst?

Und: willst Du nur Antworten, die Dich in Deinem Unwohlsein bestärken: "Ja, verständlich, dass es Dir damit schlecht geht.", oder willst Du da raus?
Dein letzter Post klingt für mich so, als hättest Du gar nicht gelesen, was wir Dir geantwortet haben…

Lieben Gruß,

KeinSchnee
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 08:58

Hallo Keine_Schnee

Irgendwie muss ich mich klarer ausdrücken.

Es geht mir wieder gut.
Ich habe kein Unwohlsein mehr.
Telefonate sind total entspannt.
Wenn ich bei mir bleibe, und meine eigenen Zweifel aufräume, wird sich unser Verhältnis entspannen.
Kontaktabbruch ist für mich kein Mittel der Wahl und gar nicht nötig.
Mir gehts wieder prima.
Meine Probleme sind, wenn, dann solche mit mir selbst.
Meine Beziehung zu meiner Mutter wird erschwert durch Glaubenssätze, die auch in mir vorhanden sind. Ich lasse jetzt los. Dann wird sich die Beziehung weiter entspannen.

Etc...hab ich alles oben geschrieben. Und mehr!

Wie kommst du auf die Idee, dass ich mich in meinem Unwohlsein bestärkt sehen möchte? Ey, das ist ziemlich billiges Schubladendenken und hat null mit mir zu tun.

Ich hatte ein Problem, ich hab's gelöst. Und dann kriege ich noch drei Antworten, die sich auf das "Problem" beziehen, das sich für mich schon längst total entspannt hat. Naja, ist vielleicht nicht rübergekommen.

Aber zum Beispiel hier:

backagain hat geschrieben:Gedanklicher Abstand ist auch ausreichend vorhanden. Und räumlicher auch, wie gesagt.
Ich sagte ja, ich bin da schon sehr sehr weit gekommen. Der Knoten ist schon ziemlich aufgelöst. Und fühlt sich gerade jetzt nochmals deutlich lockerer an.


Ich hatte mit meiner Mutter sogar ein sehr nettes Telefonat neulich. Alles gut.

Ich weiß, was ich tue. Trotzdem haut es mich manchmal aus den Latschen - bin auch nur ein Mensch. Aber im Allgemeinen kriege ich meine Krisen sehr schnell in den Griff - und ich habe mich über alle inspirierenden Antworten gefreut.

Nur die letzten drei bezogen sich auf etwas, das passé war. Ich dachte, das wäre rübergekommen, dass das passé ist.

Bzw. habt ihr mir teilweise Tipps gegeben oder Dinge erzählt, die ich ja selbst geschrieben hatte. Für mein Empfinden wenigstens. Aber das ist wohl anders rübergekommen.

Ich habe z.B. sowas geschrieben wie: Wenn ich meine negativen Gedanken aus der Beziehung rausnehme, wird sich unser Verhältnis sicher entspannen.
Und dann schreiben loa und du: Doch doch, das Verhältnis kann besser werden.

Ja, wees ick doch - stand ja bei mir selber.

Und Ähnliches....

Und ich kriege dreimal einen Kontaktabbruch empfohlen, wenn ich deutlich sage - vorher: Kommt für mich nicht in Frage.

Also, Klartext: Es geht mir wieder gut, ich bin aus der Schmollecke raus, ich empfinde sogar wieder liebevolle Gefühle für meine Mutter, was sich gut anfühlt - alles schick.

Lieben Gruß,

b.
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 29. Aug 2015, 09:51




Hallo Backagain,

du hast um Ratschläge gebeten und sie bekommen. Dass sie nicht das sind oder waren, was Du erwartet hast, kannst Du ursächlich nur bei Dir finden. Du erinnerst Dich – das LoA? Die Antworten können nur Deiner Schwingung entsprechen. Auch die, die Deiner Meinung nach nicht - mehr - notwendig waren. :pfeif: Deine Meckerei über die Antworten ist nicht sehr freundlich denen gegenüber, die sich die Mühe gemacht haben, durch Deine Anklageschrift zu lesen und den Versuch gemacht haben, Dir etwas aufzuzeigen.

Zur Erinnerung:

Und solche Besuche sind für mich jedesmal eine große Herausforderung. (Die bei meinem Vater ebenfalls, aber das ist gerade nicht aktuell.) Dabei dachte ich, ich hätte mit all dem Kram abgeschlossen.


Aaaber - ich frage mich, wie ich grundsätzlich und fundamental mit allem aufräumen kann. Denn diese Gefühle bedeuten nunmal, dass da ein Mangel ist. Und der kommt immer mal wieder raus.


Und dann merke ich, dass ich da noch längst nicht losgelassen habe. Dass das vielleicht gar nicht geht? Und ich frage mich, inwieweit das überhaupt gut zu machen ist.


Aber: Ich werde das Gefühl nicht los, dass da etwas in der Tiefe schlummert, was so einfach nicht wegzukriegen ist.


Und der Besuch meiner Mutter hat mich viel mehr erschüttert, als ich gedacht hätte. Sodass ich denke - da ist noch was.


Vielleicht sollte ich doch einfach wegschauen. Aber das habe ich ja jetzt lange gemacht. Und dann plötzlich das Gefühl, nur Farbe über etwas zu kippen oder gekippt zu haben.


Und doch - manchmal bin ich irgendwie eingepanzert - halte die Dinge entweder von mir fern oder stelle mich darüber...über Dinge und Menschen. Und das ist nicht befriedigend.


Und auch diese Verzweiflung von wegen: Ich krieg das nie los und ein Teil von mir bleibt immer davon in Mitleidenschaft gezogen.


Du hast also innerhalb von Tagen all dies verarbeitet und auf die Reihe bekommen? Dann gratuliere ich Dir zu dieser sagenhaften Leistung. Das bringt wohl kaum ein anderer Mensch zustande.

Oder hast Du aus Langeweile mal was als Thema präsentiert und bist nun ungehalten, welche Wendung das genommen hat?

Lieben Gruss
Loa



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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 09:58

Hallo Loa

Genau deswegen habe ich nicht Klartext gesprochen, zuerst, sondern mich etwas gewunden ausgedrückt. Weil ich wusste, ich bekomme ein: Das kann doch gar nicht sein.

lawofattraction hat geschrieben:Du hast also innerhalb von Tagen all dies verarbeitet und auf die Reihe bekommen? Dann gratuliere ich Dir zu dieser sagenhaften Leistung. Das bringt wohl kaum ein anderer Mensch zustande.


Naja, also erstens sind Menschen nicht alle gleich.

Zweitens habe ich es nicht komplett verarbeitet. Aber einen für mich schlüssen Ansatz gefunden, damit umzugehen. Und den erläutert. Damit war die Sache für mich gegessen.

An der Umsetzung arbeite ich. So wie ich seit Jahren - mit viel Erfolg - an meiner Entwicklung arbeite.

Und ich weiß und bin sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Mehr ist es nicht.

Gruß,
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 10:03

lawofattraction hat geschrieben:Deine Meckerei über die Antworten ist nicht sehr freundlich denen gegenüber, die sich die Mühe gemacht haben, durch Deine Anklageschrift zu lesen und den Versuch gemacht haben, Dir etwas aufzuzeigen.


Weil sie sich nur durch den Teil gelesen haben, bei dem ich noch in der Opferrolle hing.
Der Teil, in dem ich die Tür nach draußen aufgemacht habe, wurde nicht gelesen. Hat Segelbrot ja sogar explizit gesagt.

Und das hat mich genervt. Wenn ich merke, dass es jemandem gelingt, sich selbst aus etwas heraus zu wurschteln, dann hacke ich doch nicht auf dem herum, das ihn vorher behindert hat. Im Sinne von: Hey, was, Dir geht es besser, kann ja gar nicht sein. Leide lieber weiter, damit ich dir zeigen kann, wo Deine Fehler liegen.

Da wär's doch echt schöner zu sagen: Prima, ich freue mich mit Dir.

Aber gut - it is loa - alles selbst angezogen. Ich arbeite an meinem Stil und schreibe zukünftig kürzer und prägnanter. Dann kommt sowas hoffentlich nicht mehr vor.

b
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 29. Aug 2015, 10:15




backagain hat geschrieben:Weil sie sich nur durch den Teil gelesen haben, bei dem ich noch in der Opferrolle hing.
Der Teil, in dem ich die Tür nach draußen aufgemacht habe, wurde nicht gelesen. Hat Segelbrot ja sogar explizit gesagt.

Und das hat mich genervt. Wenn ich merke, dass es jemandem gelingt, sich selbst aus etwas heraus zu wurschteln, dann hacke ich doch nicht auf dem herum, das ihn vorher behindert hat. Im Sinne von: Hey, was, Dir geht es besser, kann ja gar nicht sein. Leide lieber weiter, damit ich dir zeigen kann, wo Deine Fehler liegen.


Du kannst den Menschen nun mal nicht vorschreiben, wie sie reagieren - hier nicht und auch anderswo nicht und Dein Wohlgefühl davon abhängig machen. Warum sagst Du Dir nicht "blöde Kuh, hat nichts verstanden" und gut ists.

Den letzten Satz lasse ich lieber unkommentiert. Very aligned.



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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 10:21

lawofattraction hat geschrieben: Warum sagst Du Dir nicht "blöde Kuh, hat nichts verstanden" und gut ists.


Weil es dann keine Kommunikation gibt?
Ich habe lange überlegt, ob ich antworten soll. Aber mir selbst ist es immer lieber, irgend eine Antwort zu kriegen, als Schweigen im Walde. Dann kann ich mich damit auseinandersetzen, und am Ende kommt manchmal was bei raus.

Außerdem wird "keine Antwort" auch immer interpretiert. Und ich wollte den Interpretationsspielraum zumindest eingrenzen.
Warum? Weil ich ein Mensch bin vielleicht. Weil es mir am Ende doch wichtig ist, was andere über mich denken. Weil sonst jeder Austausch müßig wäre?

Übrigens fand ich Segelbrots Beitrag noch am Angenehmsten - genau weil sie ja explizit gesagt hat, dass sie nur den Eingangspost gelesen hat. Und dazu hat ja alles bestens gepasst. Und der Rest meiner Antworten war nunmal lang und viel....

So, da sind wir mal wieder....

Das war's jetzt wirklich von meiner Seite - mehr kommt hier nicht mehr.

b.
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 29. Aug 2015, 10:31




backagain hat geschrieben:mehr kommt hier nicht mehr.

Von mir schon - bin gerade in der Laune. :pfeif:

backagain hat geschrieben: lawofattraction hat geschrieben:
Warum sagst Du Dir nicht "blöde Kuh, hat nichts verstanden" und gut ists.

Weil es dann keine Kommunikation gibt?


Aber genau die daraus resultierende Kommunikation schmetterst Du doch ab.

backagain hat geschrieben:Außerdem wird "keine Antwort" auch immer interpretiert. Und ich wollte den Interpretationsspielraum zumindest eingrenzen.


Wishful thinking - das wird Dir nie gelingen.



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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon Kein_Schnee » 29. Aug 2015, 10:45

Liebe backagain,

zu unterstellen, keiner hätte Deinen "jetzt hab ich's" Post gelesen, ist auch wieder nur ein Spiegel Deiner Erwartung.
Ich habe ihn nämlich sehr wohl gelesen, habe dabei aber weiterhin das Gefühl gehabt, das Du es eben NICHT hast.
Deshalb habe ich nochmal meine Eingangsfrage aufgegriffen, aus welchem Grund Du weiterhin diesen Kontakt zu Deiner Mutter hast, wenn sowas dabei heraus kommt.
Dein "jetzt hab ich's" Post erscheint mir wie ein "rosa Soße, Hauptsache weg mit dem Problem, Mutter ist ja jetzt wieder nur am Telefon" und geht eigentlich gar nicht auf das aktuelle Dilemma ein, nämlich Mutter ist da, Kinder sind da.

Der Grund, warum auf einmal alles ganz easy ist, ist für mein Empfinden die Erleichterung, dass Du dieses tiefe negative Gefühl erst mal los bist.
Aber wie gesagt, Deine Mutter ist nicht da.
Und ehrlich gesagt habe ich bis jetzt nicht verstanden, was Deine Mutter Dir eigentlich bedeutet…


Lieben Gruß,

KeinSchnee
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 11:39

Kein_Schnee hat geschrieben:Und ehrlich gesagt habe ich bis jetzt nicht verstanden, was Deine Mutter Dir eigentlich bedeutet…


Hallo Kein_Schnee

Das ist eine interessante Frage. Aber nicht die meines Eingangsposts. Die Frage war: Wie gehe ich mit diesen ekligen Gefühlen um. Ich habe einen Ansatz gefunden. Das reicht.

Der Rest geht mir eigentlich zu weit.

Stell Dir vor, jemand kommt zu Dir und sagt, er möchte Saxofon spielen lernen. Aber irgendwie haut es nicht hin. Er hasst momentan das Instrument, er hat Rückenschmerzen etc. Ihr schaut euch das an, und die Person kommt selber zu der Einsicht, dass ihre Haltung ziemlich verkorkst und verkrampft ist. Die innere und die äußere. Sie findet einen Weg, in Zukunft an ihrer Haltung zu arbeiten und empfindet das als sehr befreiend. Natürlich ist damit nicht alles von heute auf morgen gelöst, aber allein das Wissen, eine Methode (griechisch: Weg) gefunden zu haben, macht die Person froh.

Ist es da die passende Frage, darauf rumzureiten, warum die Person überhaupt dieses Instrument spielen lernen möchte? Ich finde, das übertritt eine Grenze. Das ist Sache der Person,....

Und sollte die Person diese Frage beantwortet haben wollen, sucht sie einen Therapeuten auf und beackert das dort. (Ich will diese Frage übrigens nicht beantwortet haben. Punktum.)

Ja, der Vergleich hinkt, ist nicht perfekt - aber wir wollen uns ja nicht mit Wortklaubereien aufhalten.

Was sie mir bedeutet oder nicht ist meine Sache und war nicht Inhalt meiner Frage.

Und ob es rosa Sauce ist, wenn ich sage: Ich habe eine Perspektive....das ist auch meine Sache.
Bleibt man bei einer Einsicht und verfolgt diese, ist es keine. Wendet man den Blick ab bis zum nächsten Clash - dann ist es rosa Sauce. Aber wer bitte hält sich dermaßen in meinem Kopf auf, dass er das beurteilen könnte? Ich hoffe, niemand. Genauso, wie ich mich aus den Köpfen anderer fern halte.

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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 12:06

PS: Wenn Du schreiben würdest: "Ich habe das Gefühl, diese Frage könnte Dir weiterhelfen", dann hätte ich (fast) kein Problem damit.

Aber wenn Du schreibst: "Ich habe immer noch nicht verstanden...." , dann ist das für mich nicht ok. Warum musst du das verstehen? Muss ich verstehen, warum du unbedingt reich sein willst?

Aber das ist schon wieder ein grundsätzliches Ding. Als ich in Wien lebte, hörte ich oft auf der Straße: Ih vasteh des ned....

Und ich dachte immer: Warum musst du das denn verstehen? Lasst doch die Menschen machen....vertraut den anderen, dass sie ihre Gründe haben und ihre Entscheidungen treffen können.

Ich versteh das nicht, dass so viele Menschen immer so Vieles verstehen wollen, was eigentlich gar nicht zu ihnen gehört. :mrgreen: :pfeif:
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 29. Aug 2015, 12:19




backagain hat geschrieben:Ist es da die passende Frage, darauf rumzureiten, warum die Person überhaupt dieses Instrument spielen lernen möchte? Ich finde, das übertritt eine Grenze. Das ist Sache der Person,....


Hallo Backagain,

wenn es eine Grenzüberschreitung hier gäbe, wer sollte diese Grenze gesetzt haben?

Ruf Dir nochmal in Erinnerung, wo Du hier schreibst - in einem Forum unter dem Unterforum Erfahrungsaustausch. Hier tauschen sich Menschen aus, die fast alle auf einem Weg zu ihrem persönlichen Wohlbefinden sind und sich gegenseitig dabei unterstützten und ermuntern.

Und oft wird ein eigenes Thema angerührt, zu dem man seine Erfahrungen mitteilt. Wenngleich Du die Threaderöffnerin bist, so gibt es doch auch ganz viele andere Leser, die möglicherweise ein ähnliches Thema haben und mit den Antworten etwas anfangen können, auch wenn Du sie als überflüssig für Dich von Dir weist.

Es gibt hier kein Monopol auf Ausschliesslichkeitsbehandlung und keinen Anspruch auf Antworten, die nur in das eigene Wohlfühlniveau passen. Das ist an einem solchen Ort nicht machbar und erst recht nicht erwünscht. Ganz abgesehen davon, dass das nicht möglich ist, da nur Du Deine Ansprüche kennst und zudem Schwingung etwas höchst Variables ist.

Wer mit diesen gemischten Antworten und höchst individuellen Empfehlungen nicht umgehen kann, sollte sich vielleicht bei persönlichen Angelegenheiten doch eher an einen Therapeuten wenden mit einem ausdrücklichen Therapieauftrag und kann sich dann auch bei empfundenen Grenzüberschreitungen beschweren.

Es ist doch das Einfachste der Welt, über etwas hinweg zu lesen, was Dir nicht passt. Dazu erinnere ich die Abraham-Analogie, dass Du auch nicht von einem Buffet alles essen musst, was dort aufgebaut ist. Du suchst Dir das heraus, was passt.

backagain hat geschrieben:Genauso, wie ich mich aus den Köpfen anderer fern halte.


Ausser dem Deiner Mutter. Das kann ich mir nun aber doch nicht verkneifen. :pfeif:

Lieben Gruss
Loa


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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 29. Aug 2015, 12:28



backagain hat geschrieben:Aber wenn Du schreibst: "Ich habe immer noch nicht verstanden...." , dann ist das für mich nicht ok. Warum musst du das verstehen? Muss ich verstehen, warum du unbedingt reich sein willst?

Und ich dachte immer: Warum musst du das denn verstehen? Lasst doch die Menschen machen....vertraut den anderen, dass sie ihre Gründe haben und ihre Entscheidungen treffen können.

Ich versteh das nicht, dass so viele Menschen immer so Vieles verstehen wollen, was eigentlich gar nicht zu ihnen gehört. :mrgreen: :pfeif:


Anderen gute Ratschläge geben ist in der Tat einfacher als sie selbst zu beherzigen ....

Genau das ist - sorry, war - doch das Thema Deiner Eingangsüberlegungen. Oder?



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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 12:30

lawofattraction hat geschrieben:Wer mit diesen gemischten Antworten und höchst individuellen Empfehlungen nicht umgehen kann,...


Wer sagt denn, dass ich damit nicht umgehen kann?
Ich äußere meine Meinung dazu und mein Empfinden.
Hab ich irgendjemandem hier gesagt: "Schreib nicht in meinem thread"?
Aber weder bin ich besonders ungehalten noch sonstwas.

Wenn Antworten dabei sind, die anderen helfen, wunderbar.

Aber wenn ich zurückantworte, teile ich meine Empfindung mit und schreibe nicht extra dazu: Vielleicht hilft es anderen, aber mich stört das gerade. So altruistisch bin ich dann doch nicht.
.
Ich bin halt jetzt mal ganz direkt - so wie etliche andere hier auch.

(Wenn ich jetzt hier Antworten sammeln würde, in denen jemand erklärt bekommt, dass er oder sie so und so nicht schreiben soll....dann hätte ich schon was zu tun.)

So what - ich habe mich entschieden, in eigenen threads ebenfalls mein Empfinden direkt mitzuteilen.
Wenn das macht, dass ich in Zukunft keine Antworten mehr bekomme - mein Pech. :clown:

lawofattraction hat geschrieben:Ausser dem Deiner Mutter. Das kann ich mir nun aber doch nicht verkneifen.


Vollkommen richtig. Genau das möchte ich mir - unter anderem - auch abgewöhnen.

Tschö

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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 12:32

lawofattraction hat geschrieben:

backagain hat geschrieben:Aber wenn Du schreibst: "Ich habe immer noch nicht verstanden...." , dann ist das für mich nicht ok. Warum musst du das verstehen? Muss ich verstehen, warum du unbedingt reich sein willst?

Und ich dachte immer: Warum musst du das denn verstehen? Lasst doch die Menschen machen....vertraut den anderen, dass sie ihre Gründe haben und ihre Entscheidungen treffen können.

Ich versteh das nicht, dass so viele Menschen immer so Vieles verstehen wollen, was eigentlich gar nicht zu ihnen gehört. :mrgreen: :pfeif:


Anderen gute Ratschläge geben ist in der Tat einfacher als sie selbst zu beherzigen ....

Genau das ist - sorry, war - doch das Thema Deiner Eingangsüberlegungen. Oder?


-------------------------------

Erkennst Du die Selbstironie da wirklich nicht? Ok - keine Selbstironie mehr.

Aber ehrlich - man kann doch nicht so plakativ Blödsinn schreiben. Das muss doch klar sein, dass ich das nicht ernst meine, sondern dem Ganzen ein bisschen die Ernsthaftigkeit nehmen will.

Naja, nix muss....
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 29. Aug 2015, 12:35

:clown:

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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon Kein_Schnee » 29. Aug 2015, 12:55

backagain hat geschrieben:Stell Dir vor, jemand kommt zu Dir und sagt, er möchte Saxofon spielen lernen. Aber irgendwie haut es nicht hin. Er hasst momentan das Instrument, er hat Rückenschmerzen etc.


Dann würde ich ihn nach Hause schicken, denn ich bin weder Physio - noch Psychotherapeutin.

backagain hat geschrieben:Das ist eine interessante Frage. Aber nicht die meines Eingangsposts. Die Frage war: Wie gehe ich mit diesen ekligen Gefühlen um. Ich habe einen Ansatz gefunden. Das reicht.

Du möchtest also die ekligen Gefühle behalten, aber wissen, wie Du damit umgehst?
Wie Loa ja bereits geschrieben hat, ist dies der besagte Sturz aus dem Flugzeug.
Aber das möchtest Du nicht hören.

backagain hat geschrieben:Ich versteh das nicht, dass so viele Menschen immer so Vieles verstehen wollen, was eigentlich gar nicht zu ihnen gehört.

Es ist nicht, dass ich dafür brenne, zu verstehen, was Du für Deine Mutter empfindest, backagain.
Für mich liegt darin der Schlüssel zur Gesamtsituation.

lawofattraction hat geschrieben:Wer mit diesen gemischten Antworten und höchst individuellen Empfehlungen nicht umgehen kann, sollte sich vielleicht bei persönlichen Angelegenheiten doch eher an einen Therapeuten wenden mit einem ausdrücklichen Therapieauftrag und kann sich dann auch bei empfundenen Grenzüberschreitungen beschweren.


Dem kann ich mich nur anschließen.

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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 13:18

Ganz offensichtlich sehen wie die Dinge aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.
Das ist ok. Das kommt oft vor und ist völlig in Ordnung.

Ob ich irgendwas hören möchte oder nicht ist allerdings auch wieder meine Sache. Meine Realität....

Nimm Du, liebe kein_schnee, aus der Unterhaltung das mit, das Dir selbst hilft, und sei so lieb und gestehe mir zu, mir meins selber rauszusuchen.

Meine Sichtweise auf die Welt ist eine unter Tausenden und Deine auch. Sich darüber zu streiten ist sinnlos.
Und anderen auf Teufel komm raus die eigene Sichtweise als die womöglich einzig richtige andrehen zu wollen, fällt wohl auch unter wishful thinking.

Können wir es jetzt dabei belassen? Das wäre so schön :ros:
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon backagain » 29. Aug 2015, 21:24

Und ich schreibe doch nochmal.

Ich habe heute ganz viel verstanden - heute war ein Selbstfindungstag. Allerdings sind meine Erklärungen mehr psychologischer Art - von daher lasse ich mich hier darüber nicht aus.

Mir ist aber ganz klar, dass meine Probleme nicht behoben sind. Ich bin nur einen großen Schritt weiter im Verständnis dessen, was Sache ist. Und auch dessen, wo meine wunden Punkte liegen.

"Grenzüberschreitung" ist so ein Punkt. Denn wenn jemand sich deiner bedient, um seinen eigenen Selbstwert aufzupeppen (in der Kindheit), dann macht das auf diesem Gebiet halt besonders empfindlich.( Das ist keine Schuldzuweisung, sondern ein Statement.)

Dazu gäbe es jetzt noch einen Roman - aber eben: Passt nicht hierher.
Also - wenn ich zu empfindlich reagiert habe: Sorry, aber das ist bei mir ein wunder Punkt.

Noch zu meiner Mutter: Bei all dem, was ich ihr unterstelle und was sie in mir auslöst: Sie hat es nicht absichtlich getan. Und: Sie hat mir auch viel Positives mitgegeben.

Das ist der kopfmäßige Zugang, den ich eingangs von mir gewiesen habe, und der jetzt wieder geht.

Der ist für den Moment ok - und ich entscheide, wann und wo ich mich mit den echten Verletzungen auseinandersetze. Aber nicht hier....sowas gehört nicht in ein Forum.

Und wie auch immer: Ein Kontaktabbruch würde überhaupt nichts ändern. Die Löcher, die zu stopfen sind, sind in mir drin. Es sind zum Glück keine gigantisch großen. Aber sie sind da. Und machen u.a. mein Wesen aus, meine Schwingung....womit wir wieder bei Abraham wären.

Mir ist wichtig, weder das Außen noch die Vergangenheit großartig in meinen Weg mit einzubeziehen.

Ich schaue drauf, mir noch näher zu kommen. Mir noch mehr zu vertrauen. Zu mir zu stehen. Zu wissen, was ich will. Meine Selbstwirksamkeit zu erleben. Mich als Person zu stärken. Echte Liebe für mich zu empfinden. Nicht mehr auf Distanz zu gehen....Nähe auszuhalten. Weicher zu werden. Gleichzeitig meine Grenzen nach außen deutlich zu setzen. Und damit meine Schwingung "zu bereinigen".
(Meinen eigenen narzisstischen Anteil - ehm - aufzuräumen.)



Schönen Abend,

b.
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Re: Selbstmitleid/ Kindheit

Beitragvon lawofattraction » 30. Aug 2015, 08:40




Liebe Backagain, dear All,

ich gehe mal das Wagnis ein, dass Deine Ausführungen keine weiteren Antworten eingeladen haben - aber das ist eben das "Risiko" einer Beteiligung in einem Forum. :lol:

backagain hat geschrieben: Die Löcher, die zu stopfen sind, sind in mir drin. Es sind zum Glück keine gigantisch großen. Aber sie sind da.


Es gibt keine Löcher zu stopfen - Du bist nicht durchlöchert wie ein alter Socken, den man reparieren muss. Das ist die wichtigste Information, die Abraham uns geben konnten. Wir sind gut so, sind in Ordnung und sind heil und wertvoll genau so, wie wir sind. Es sind nur unsere verqueren Gedanken, dass irgend ein Geschehen der Vergangenheit uns so in Mitleidenschaft ziehen könne, dass wir reparaturbedürftig sind.

Ein paar allgemeine Betrachtungen dazu, die nicht konkret Dich meinen: Sicher haben wir Dinge erlebt, die nicht schön waren, davon wird sich keiner hier im kleinen und auch im grösseren Kreis der Menschheit ausschliessen. Denn es wird niemanden geben, der immer nur Schönes erlebt und niemals emotionale Schmerzen erlebt hat. Aber man muss diese Dinge nicht immer wieder anschauen, in ihnen bohren, sie verantwortlich machen für das, was nicht richtig läuft im Umgang mit anderen Menschen. Wenn solch ein Weltblick vorhanden ist, dass die Vergangenheit "schuld" ist daran, wie wir uns heute fühlen, dann werden auch immer wieder zwischenmenschliche Probleme auftreten und die Verletzungen werden ewig präsent sein.

Irgendwann wird es Zeit, Frieden mit dem zu schliessen, was war und zu sehen, dass wir zwar die "harten Fakten" der Vergangenheit nicht verändern können, wohl aber unsere Sicht darauf. Wie Du ja selbst sagst, wählt jeder Mensch in jedem Moment die beste Möglichkeit für sein Handeln, zu der er fähig ist. Das gilt sogar für solche Menschen, die Grausames tun. Denn alle suchen Relief von ihren Schmerzen und streben Wohlgefühl an, und für manche ist das dann, wenn sie auf einem ganz niedrigen Disk sind, eben etwas, was für andere menschenverachtend und abscheulich ist.

Wenn jemand Frieden schliessen kann mit dem, was gewesen ist und auch die Blessings dessen sehen kann, was war - als selbst (aus dem NP) gewählter Weg, tiefgehende Emotionen zu erfahren - wird klar, dass uns das geformt hat und uns zu der Persönlichkeit hat werden lassen, die wir heute sind. Wer lernt, mit den nicht so schönen Gefühlen umzugehen und beständig nach sich besser anfühlenden Emotionen zu schauen, wird feststellen, dass die schmerzhaften Erinnerungen verblassen und irgendwann die Erinnerung an die schönen Erlebnisse immer mehr überhand nehmen.

Wenn wir das beherzigen, sind wir auf einem guten Weg, haben Einsicht und Verständnis, wie die Dinge funktionieren. Sich lange oder länger mit etwas beschäftigen schafft immer wieder neue Ereignisse der Art, die man doch eigentlich so gerne aus dem Leben verbannen möchte. Wer immer wieder anderen die Schuld für die eigene Gefühlslage gibt, hat noch nicht die Verantwortung übernommen, hat noch nicht verstanden, dass nicht "die anderen" etwas in uns heilen können, sondern lediglich wir selbst.

Verantwortung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass nur wir in der Lage sind, durch unsere eigenen Gedanken und Gefühle etwas zu verändern. Das kann niemand anders für uns übernehmen, und noch so viele Entschuldigungen oder Erklärungen der anderen können das nicht fertig bringen - falls sie zu einer solchen Einsicht überhaupt in der Lage sind, was oft nicht der Fall ist.

Es ist sicher nicht ein schneller Weg, und auch kein einfacher und es geht meist auch nicht ohne Rückschritte und Entmutigung - und sicher auch einige Gedanken ans Resignieren. Wobei, das als Anmerkung, das vorübergehende Abbrechen des Kontaktes kein Aufgeben oder Resignieren ist, sondern der temporäre Rückzug aus einer Situation dann, wenn man erkennt, dass wir uns dadurch Zeit geben, etwas zu verarbeiten und zu soothen. Weil oft ein Kontakt immer wieder die gleichen Wunden aufreisst, die so nicht heilen können.

Aber sicherlich ist das nur einer der Wege, mir hat er sehr geholfen, für mich einiges auszusortieren und einen inneren Standpunkt zu erreichen, der als Ausgangs-Basis einer neuen, anderen Sichtweise auch die Absprungsrampe für eine veränderte Beziehung zu meiner Mutter sein konnte. Denn ich habe das ja schliesslich selbst erlebt, spreche aus eigener Erfahrung.

Wir alle erwarten von unseren Müttern als wichtigster erster Bezugsperson bedingungslose Liebe, möchten akzeptiert werden auch mit unseren Fehlern. Und stellen irgendwann fest, dass das nicht der Fall ist, und das tut ganz schrecklich weh. Und dann soll man als Erwachsene noch den Spagat schaffen, genau diese Person zu lieben oder zumindest mit ihren Eigenarten zu akzeptieren, das heisst, trotz allem, was geschehen ist??

Ja, genau das ist der Weg, und vielleicht ist es der wichtigste Weg persönlicher Entwicklung überhaupt. Denn wir tun das für uns, für niemand anderen. Wir heilen damit auch das kleine Kind in uns, das sich immer noch nach der Liebe und dem Verständnis der Mutter sehnt. Manchmal mögen da noch Gedanken aufkommen wie "aber sie hat das doch gar nicht verdient, sie hat es doch verbockt, sie tut mir doch auch heute noch immer wieder weh, sie ist doch die Schuldige und ich muss nun den Karren aus dem Dreck schieben?"

Aber nur so werden wir wieder ganz "ohne Löcher", werden heil, vor allem auch dann, wenn wir eine Lebensphilosophie unser eigen nennen, die weiter greift als das Physische und diese immense Idee des Nicht-Physischen mit einbezieht. Diesen nicht-physischen Teil, der zu uns gehört und wir zu ihm und der uns immer mit bedingungsloser Liebe anschaut und der niemals Fehl oder Tadel in uns finden wird - genau so, wie wir das von unserer Mutter erwartet haben.

Liebe Grüsse und Euch allen einen wunderschönen Sonntag
Loa



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