Roter Faden?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Roter Faden?

Beitragvon Daisy » 16. Mai 2010, 15:55

Wenn das eher in Off Topic gehört, liebe Mods, dann verschiebt es bitte. Für mich ist es aber im Moment einfach ein Thema.

Vorhin blieb ich beim TV-Zappen bei einer Doku über Indianerkultur hängen. Ich blieb dran, und es stellte sich heraus, dass es sich um eine Indianer-Subkultur in der DDR handelte :shock:
Von den 50ern bis zur Wende und noch darüber hinaus gab es Gruppierungen von Menschen, die sich in ihrer "Freizeit" dem Indianerleben hingaben. Und zwar Erwachsene, keine Kinder. Und nicht mal eben Kostüm zum Fasching an und fertig - nein - es gab eine ganze Kultur! - 43 Indianerverbände, fiktive Stämme, Menschen, die im Sommer in Tipis lebten und Powwows veranstalteten! Ich hatte davon noch nie vorher gehört, und ich bin in diesem Land geboren und teilweise aufgewachsen - und habe zudem als Kind selbst Indianer gespielt und im Tipi gepennt. Aber das war eben Spiel, das was diese Leute betrieben, war ihnen absolut ernst. So ernst, dass die Stasi Spione einschleuste und es laut der Doku über die "DDR-Indianer" mehr Akten gibt als Aufzeichnungen über die echten Indianer! :shock: Die Akte von dem einen "Häuptling" war über 800 Seiten dick!
Ich saß nur ungläubig vorm Fernseher und bin immer noch ziemlich geschockt. Das ist so surreal, so absurd. Diese Menschen haben nichts, aber auch gar nichts echtes Indianisches, also gar keine Verbindung, keine Wurzeln in der Kultur. Wie kamen sie also darauf? Und wie seltsam mutet das an. Ich war fasziniert und wußte nicht, was ich davon halten soll. Die Sprecherin sagte, kein anderes Land der Welt interessiert sich so für die Indianer wie Deutschland, insbesondere der Osten. Klar, zum Teil war es sicher eine Art Realitätsflucht - aber warum ausgerechnet in die Indianerkultur? Das habe ich mich gefragt. Und in diesem Ausmaß! Der eine hat noch heute eine Farm bei Leipzig - mit echten Büffeln! Und er fertigt die Kleidung selbst an, detailgetreu und in stundenlanger Arbeit. Wenn es nur er wäre, könnte ich es ja noch begreifen, halt ein "Spinner" und sein Hobby, aber dieses Ausmaß, das hat mich fast geängstigt. Das war schon eine Massenbewegung.
Und unwillkürlich kam mir die Frage, ob mein - schon zu Kindertagen dagewesenes - "Beuteschema Indianer" am Ende etwas damit zu tun hat? Ich wußte zwar von dieser Bewegung bis heute gar nichts, aber es gibt ja ein Massenbewußtsein, und es muss ja auch einen Grund geben, dass all diese Menschen sich ausgerechnet diese Kultur auserkoren haben. Mit kam die Frage, ob sie vielleicht in einem "früheren" Leben mal echte Indianer waren und sich für eine Wiedergeburt im größten "Reservat" der Welt - denn nichts anderes war die DDR in meinen Augen - entschieden haben? Ich kann mir diese Absurdität einfach nicht erklären.
Und dass meine eigene Affinität - obgleich es bei mir nicht so sehr um die Kultur geht, sondern um den Indianer als Mann - vielleicht auch daherrührt?

Hm, ich weiß nicht, ob das jemand nachvollziehen kann, aber ich bin im Moment ziemlich aufgewühlt und habe das Gefühl, ich bin da was auf der Spur. Da mußte ich 20 Jahre warten, um etwas zu erfahren, was vielleicht mit mir zu tun hat.

Wenn nicht, dann wie gesagt bitte Off Topic oder meinetwegen auch löschen.

Liebe Grüße
Daisy
 

Re: Roter Faden?

Beitragvon Liebeszauber » 16. Mai 2010, 16:42

, Liebe Daisy,

habe gerade herzlich gelacht - *ähm, liebe mods büdde thread lassen, finde den gut*

Nicht, dass ich dich nicht ernst nehmen würde- no, mir kam dieses hier in den Sinn :arrow:

( Vorab- ich wusste nicht von deiner Vor-Liebe zu den indianischen Männern, jetzt schon :P ).

- Zuerst dachte ich an ... die Seele eines Volkes... vielleicht ist man gerade dabei, die spezifische
Schwingung einer solchen ( bei der Seele des russischen Volkes geht es mir gerade so) in unseren
ziemlich hoch -und immer höher- schwingenden Zeiten/ Welten zu erkennen, oder sie gibt sich nun
besser zu erkennen? Nur so eine Vermutung, ich kann es schlecht in Worte kleiden, bitte verzeih` mir :oops: .

- Amüsiert hat mich wirklich das mit dem indianischen Mann, mein letzter Partner war - aus dem Osten, und das, obwohl ich dies niiiie wollte. Naja, vielleicht so wie an anderer Stelle das Hündchen zu mir kam, verbrachte ich eine hübsche Zeit also mit einem Mann des Ostens. :shock: Und: Er hatte ein seeeeehr indianisches Aussehen, anders kann man`s nicht bezeichnen. Ich liebte also die laangen, gern zum Pferdeschwanz gebundenen Haare, dunkel waren sie, und seine Statur war auch nicht ohne :mrgreen: .
Irgendwie hatte ich immer so das Gefühl, wenn wir irgendwo auftauchten (hier in der Stadt also mal in Ost, mal in West) , war `es ` immer anders mit ihm , als all die anderen Männer. Auch wieder schwer zu beschreiben. Er kam mir halt sehr erdig vor, in Sprache und Gestik wie `hereingezoomt` in das Land, in dem er ja nun aufgewachsen war.. :rleye:
Zwar sprach er ein bissl Dialekt von dort, wo er aufgewachsen war, und doch - - - -wenn man ihn nur sah, lag es sehr nahe, Colorado, Kentucky oder Oklahoma zu assoziieren, und keinesfalls Jena, Eberswalde oder Usedom. ähm

Ich hoffe, das verwirrt dich nun nicht noch mehr und wünsche dir,
dass sich die Geheimnisse um deine Frage bald lüften :ros: für dich
Liebeszauber-in
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Re: Roter Faden?

Beitragvon Daisy » 16. Mai 2010, 16:51

Sehr amüsanter Beitrag, Liebeszauber :lol:

Die Indianer sind übrigens Männer des Ostens - sie kamen einst aus der Mongolei über Asien und Alaska nach Amerika. Weshalb ich immer ein bissel protestiere, wenn sie sich als amerikanische Ureinwohner "aufspielen". Sie sind auch nur Einwanderer gewesen 8-)

Übrigens gibt es die Doku auch online, falls noch jemand mal reinschauen möchte, ins "Rote Reservat".

http://www.blickpunkt.zdf.de/

LG
Daisy
 

Re: Roter Faden?

Beitragvon Shiva » 16. Mai 2010, 17:20

Hallo liebe Daisy,

da halte ich es mit meinem Lieblingssatz: "Energie folgt der Aufmerksamkeit". Von dem Ort in dem ich wohne, ca. 3km entfernt ist auch "ein richtiger Indianerstamm" der auch zu DDR Zeiten und auch heute schon im Fernsehen war, mit allem drum und dran und ich denke, die kennen sich richtig gut aus. Die leben das richtig.

Was die Indianer in der DDR betrifft ist es doch glasklar, dass es "gudulet" wurde, denn die Indianer waren ja die Unterdrückten, Ausgebeuteten usw. und passten so in die Ideologie mal ganz grob gesagt, und was das Wissen darüber betrifft, ein Karl May war ja auch nie in Amerika...

Liebe Grüße von Shiva
Energie folgt der Aufmerksamkeit
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Re: Roter Faden?

Beitragvon Daisy » 16. Mai 2010, 17:35

Ich versteh nicht ganz, worauf du hinauswillst, Shiva. Mir fehlt der Bezug zu meinen Überlegungen.

Dass die "DDR-Indianer" geduldet wurden, weil die Indianer auch die Unterdrückten waren, ist in meinen Augen übrigens ein Widerspruch, denn in der DDR wurde ja - dem System nach - niemand unterdrückt. Und genau deshalb waren sie ja auch Systemfeinde, die überwacht und kontrolliert wurden, nicht einfach geduldet.
Sie lebten auch nicht nach Karl May, sondern nach der Kultur der echten Indianer und beschafften sich ihr Wissen teilweise "illegal" in der deutschen US-Botschaft. Das war schon sehr authentisch, was sie da taten. Es war ihnen ernst.

Ich möchte aber hier nicht so weit von meinem persönlichen Thema und dem LOA-Bezug weg, der Frage, ob meine persönliche Präferenz vielleicht etwas mit diesem Bewußtsein, dieser Bewegung damals, zu tun hat.

Liebe Grüße
Daisy
 

Re: Roter Faden?

Beitragvon Liebeszauber » 16. Mai 2010, 17:35

Dear all,

:gvibes: :huhu: :gvibes:
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