Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon zimtstern » 13. Jun 2011, 14:29

Hallo ihr Lieben,

seit 2, 3 Wochen wache ich morgens auf, und noch bevor ich überhaupt richtig wach bin, bevor ich einen bewußten Gedanken fassen kann oder ein Bild vor Augen habe, wird mir furchtbar übel... Mein Magen verkrampft sich schmerzhaft und ich habe das Gefühl als würde ich in ein undendliches Tief fallen... mir ist jedesmal zum weinen zu Mute.

Manchmal wache ich in der Nacht oder am frühen Morgen auf, schaue auf die Uhr, sehe dass ich noch weiter schlafen kann, und alles ist in Ordnung,
wache ich aber morgens zur Aufsteh-Zeit auf, dann geht es sofort los, meist habe ich noch nicht mal die Uhrzeit auf dem Wecker richtig erkannt, ich habe sogar das Gefühl dass ich noch halb im Traum bin,
aber mein Magen verkrampft sich und ich fühle mich einfach total schlecht.

Wenn ich dann anfange bewußt zu denken, mich frage was für ein Tag ist heute, was steht heute an.. mich wieder in dieser Realität orientiere und einfinde (nach den Träumen in der Nacht), dann geht es mir langsam besser.
Als würde ich die Kontrolle wieder erlangen.

Im Moment gibt es einige Themen/Dinge die für anspannung in meinem Leben sorgen,
aber ich dachte eigentlich ich hätte sie einigermaßen im Griff,
ich habe mir alles in Portionen und Abschnitte eingeteilt, so dass es weniger belastend/überwältigend ist, und male mir Dinge die noch kommen so aus, wie ich sie mir wünsche,
und das hilft mir auch jedes mal dass es mir wieder besser, teilweise sogar richtig gut geht,
aber irgendwie scheint da Nachts etwas zu passieren was dazu führt dass ich morgens mit einem so schlechten Gefühl, ich würde fast sagen Depression und Angst aufwache.

Ich kannte das früher nur umgekehrt,
ich wachte morgens auf und mir ging es noch so lange gut, bis mir einfiel was für ein Tag es ist und was (vielleicht) ungutes ansteht.. das kennt vermutlich jeder...

Abends, kurz vorm einschlafen, wenn es mir gut geht (und es mir auch schon die meiste Zeit des Tages gut ging), dann denke ich wirklich jedes mal dass ich morgen Früh sicher gut aufwachen werden, ich kann es mir gar nicht anders vorstellen, denn was sollte in der Nacht noch schlechtes passieren...

Aber dann ist es doch jedes mal anders...

Offenbaren sich in der Nacht meine viel tiefer sitzenden Ängste und Sorgen?
Nachts im Schlaf und in den Träumen ist man doch ganz widerstandslos... Das macht mir Angst, - lebe ich tagsüber etwa in einer art "Traumwelt" und nachts erwischt mich, paradoxerweise, die harte Realität?
Das würde ja bedeuten meine Entspanntheit (die ich mir in den letzten Wochen erarbeiten mußte, weil es mir zuvor gar nicht gut ging) am Tage ist gar nicht echt...?

*Seufz* aber wie kann ich daran etwas ändern, wo könnte ich ansetzen?

Hat jemand einen Rat oder eine Idee dazu?

Ich würde mich wirklich wirklich sehr freuen,

ganz lieben Dank,

Zimtstern
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon Heartphilia » 13. Jun 2011, 14:35

Hallo zimtstern,

ich kenne das Gefühl und ich mache es dann so, dass ich mir bewusst 5-10 Minuten nehme und langsam atme wie Abraham es sagen und mir dann Stück für Stück immer bessere Gedanken ins Bewusstsein rufe, um mich sozusagen hochzukrabbeln. Was man aber tun könnte, damit man mit so einem Gefühl gar nicht erst aufwacht, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich versuche ja auch im Vortex schlafen zu gehen. Trotzdem wacht man mit diesem ekligen Gefühl im Magen auf.

Liebe Grüße
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon zimtstern » 13. Jun 2011, 15:21

Liebe Heartphilia,

es ist irgendwie beruhigend zu lesen dass es jemandem ähnlich geht :lieb:

Vielleicht hat ja jemand einen Rat, wie man das verändern könnte...

Lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon zimtstern » 13. Jun 2011, 17:37

Ich habe mir noch ein paar Gedanken zu dem unmittelbarem Tief nach dem aufwachen gemacht,

handelt es sich dabei eigentlich um ein Art Contrast Erlebnis?

Ich habe mir schlechte Gefühle jeder Art nämlich immer so erklärt, dass wir nur deshalb unzufrieden sind (und uns deshalb schlecht etc. fühlen), weil sich unser "großes Ich" bereits, gemäß unseren Wünschen, ausgedehnt hat, aber unser "kleiens Ich" noch nicht hinterher gekommen ist.

Abraham sagen ja, wir würden uns absolut zufrieden fühlen, gäbe es nicht diese vorausgegangene Ausdehnung und die Kluft die wir zu dieser Ausdehnung (noch) spüren.

Es gibt ja dieses Beispiel von Abraham mit der Auto Navigation.
Wir haben einen Wunsch (Zielort), und in dem Moment indem wir diesen Wunsch verspüren, ist das Große Ich bereits dort. (es ist das, was wir wünschen, so zu sagen).
Man könnte sich vorstellen dass das Navigationsgerät bereits am Zielort ist, und uns (dem kleinen Ich) nun den Weg zu dem Ziel navigiert. Statt der Stimme des Navigationsgerätes, dass uns kurze Anweisungen wie "gleich rechts abbiegen, noch 5km" gibt, haben wir unsere Gefühle als Navigation.
Schlechte Gefühle jeder Art zeigen an dass wir nicht übereinstimmen mit unserem "Navi".

Worauf ich aber noch mal hinaus wollte, und was "schlechte Gefühle" jeder Art in ein ganz anderes, positiveres Licht rückt, ist ja der Punkt dass wir uns nicht grundlos schlecht fühlen bzw. besser noch, dem schlechten Gefühl etwas sehr gutes (eine Ausdehnung, Wachstum) vorausging, wäre das nicht so, würden wir uns auch nicht schlecht fühlen, denn es gäbe keine Kluft.

Im Prinzip ist es so, als würde jemand der bspw. eine besondere Fähigkeit hat, immer unter seinen Fähigkeiten bleiben,
so jemand spürt wahrscheinlich dass etwas nicht stimmt, dass eigentlich mehr möglich wäre.
Wäre mehr nicht möglich, könnte man das viel eher akzeptieren.

Ich schreibe das, weil ich bei schlechten Gefühlen jeder Art, immer das Gefühl (oder die Angst) habe, dass das ein Zeichen dafür ist, dass etwas tatsächlich schlecht ist.
Zum Beispiel ich selbst, oder etwas anderes.
(Ich selbst bin "unfähig", oder ein Ereignis ist tatsächlich bedrohlich, etc.)

Und in der Tat ist ein schlechtes Gefühl ja ein wichtiger Hinweis, den man nicht einfach übergehen sollte, aber vermutlich ein oft missinterpretierter Hinweis.
Es ist kein Hinweis auf eine unveränderliche Tatsache im Außen (wie etwa auf der Instinkt-Ebene, eine unmittelbare Gefahr), es ist einfach nur ein Hinweis dass der Jetzt-Zustand (unseres kleinen Ichs) noch nicht dem des großen Ichs entspricht.
Das wir noch unter dem, was bereits möglich ist, leben.

Alles was uns entmächtigt, uns abhängig macht, gehört nicht zu uns und kann nicht richtig sein. (Stammt vermutlich aus einer übernommenen Überzeugung). Also kann das schlechte Gefühl auch kein Hinweis darauf sein, dass wir schlecht/unfähig/unwürdig sind.

Aber wie oft macht man schlechte Gefühle (Ängste, Sorgen) zu "sich selbst erfüllenden Prophezeiungen"?...

Jedenfalls dachte ich mir deshalb zu dem schlechten Gefühl am morgen,
dass es vielleicht doch besser wäre, das schlechte Gefühl kurz zu betrachten (inne zu halten) und nicht direkt umzuswitchen auf etwas das sich besser anfühlt, das bringt zwar kurzfristig eine Erleichterung, aber langfristig wacht man ja trotzdem immer wieder mit diesem schlechten Gefühl auf (so ist es jedenfalls bei mir).

Ich vermute, wenn man etwas schon länger hat, und man ständig hofft dass es doch verschwinden möge, dann wächst innerlich der Widerstand und man wird es erst recht nicht los (zieht es vielmehr sogar noch an).

Man muss also vom Gejagten zum Jäger werden,
nicht das schlechte Gefühl erwischt einen "kalt", sondern man erwischt das Gefühl ;-)

Ich werde also heute Abend schlafen gehen,
nicht mit dem unterschwelligen Gefühl "hoffentlich fühlte ich mich morgen Früh nicht so schlecht", sondern mit der Absicht das schlechte Gefühl zu erwischen und zu untersuchen.
Vielleicht kommen mir dann zum Beispiel Bilder in den Kopf, die mir wichtige Hinweise geben, woher dieses scheinbar grundlos schlechte Gefühl eigentlich kommt, oder besser gesagt, um welche Kluft es sich da handelt.

(Ich weiß, das klingt alles nicht nach Vortex, nicht nach glücklich sein, fließen lassen... aber ich denke es ist so eine Art "Prä-"Vortex Arbeit, so ähnlich wie die Methoden).

Mal schaun...

Ich würde mich trotzdem freuen, wenn jemand vielleicht noch den ein oder anderen Gedanken dazu hätte...
:-)

Lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon wodny muz » 13. Jun 2011, 17:59

Liebe Zimtstern,

ich kenne exakt das gleiche seit ich Abraham anwende. Den Einschlafprozess mache ich nach Abrahams Empfehlungen und bin beim Einschlafen auch wieder bei recht guten Gefühlen. Morgens gelingt dann aber der Aufwachprozess nicht, weil in diesem Moment jeder positive Gedanke automatisch die Mangelseite aufzeigt. Heute Morgen kam mir eine Lösung für die Situtation, nämlich sofort aufzustehen und zu handeln, also irgendwas zu tun (z.B. duschen). Durch die Ablenkung geht es schneller vorüber habe ich festgestellt und irgendwann sind auch wieder andere Gedanken möglich.

Den Fokus von dem Problem ganz abzuziehen wäre natürlich das Beste, deshalb hbe ich hier auch noch nicht darüber geschrieben, das ist aber wie bei anderen Schmerzen auch in dem Moment nicht möglich. Wenn es besser ist, im Laufe des Tags, erfreue ich mich daran, dass ich inzwischen nicht mehr davon aufwache, sondern das erst nach ein paar Minuten einsetzt und dieser Zeitraum immer länger wird. Dieser Fortschritt geht weiter und die Dauer wird kürzer, jetzt wo ich ein "Gegenmittel" kenne bis es wieder weg ist, wenn die Vortex-Zeit am Tag wieder zunimmt. So versuche ich zu Zeiten ohne Schmerz daran positiv zu arbeiten.

Wir hatten vor längerer Zeit dieses Thema schon mal und Loa hat damals vermutet, dass es daran liegen könne, dass der Unterschied zwischen der widerstandsfreien Schlafzeit und dem, was am Tag passiert, zu groß ist. Das, was am Tag uns erwartet, ist ja schwingungsmäßig vermutlich schon erreichbar, so dass wir das vielleicht in dem Moment wahrnehmen, auch -oder gerade- ohne zu denken.

Für mich habe ich noch zwei weitere Ursachen entdeckt, die vielleicht Einfluss hatten: seit ich Kind bin, beschäftigt mich die Frage, inwieweit wir handeln müssen und wann wir zurücktreten und das Uni handeln lassen. Nachdem ich als Jugendlicher und Student das Universum viel habe machen lassen, habe ich dann 20 Jahre wieder das Handeln übernommen, weil ich dachte, dass das vernünftiger wäre. Das hat natürlich so geklappt, wie unser Handeln eben "Erfolg" bringen kann. Seit Abraham ist die Frage wieder stärker in meinem Fokus und sie ist immer noch genauso unbeantwortet wie vor 20 Jahren. Auch wenn ich Abrahams Erklärungen und Antworten dazu kenne, habe ich immer noch keinen Weg gefunden, das so umzusetzen wie ich es verstanden habe. So ist das Aufwachen für mich immer wieder die Konfrontation mit dieser Frage: aufstehen und handeln oder aufstehen und nicht/wenig handeln (dann könnte ich ja liegen bleiben :lol:). Und jetzt ist für mich die Herausforderung, nur aus dem Vortex heraus zu handeln, aber nicht in den Vortex zu kommen, also besser nicht zu handeln, aber handeln zu müssen. Ich denke also, dass das daher kommt, noch nicht alles von Abraham verstanden zu haben bzw. umsetzen zu können. Wird sich vermutlich mit zunehmendem Verständnis lösen.

Lieben Gruß,
wodny
Möchtest du glücklich sein oder Recht haben?(Ein Kurs in Wundern)
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 13. Jun 2011, 19:24

Hallo,
ich habe mir den alten Aufwach-Thread durchgelesen. Das Thema scheint schon länger aktuell zu sein.
Als ich mit Affirmationen begonnen hatte, hatte ich zwar eine sehr positive Aufwachphase, dafür aber unschöne Träume.
Die Träume haben sich mittlerweile gelegt.
Aber das Aufwachen ist ein Grauen.
Mir kommen aus dem Nichts irgendwelche blöden Gedanken, die sich dann wieder zu Negativspiralen drehen.
Am ehesten fange ich das mit Aufstehen ab oder wenn ich mir gezielt, was raussuche, wofür sich dieser Tag lohnt und wenn es nur mein momentaner Lieblingstee ist.
Ich habe festgestellt, dass ich auch bei Müdigkeit keinen einzigen positiven Gedanken finden kann. Müde sein ist ähnlich doof, wie Aufwachen, im Bezug auf positive Gedanken finden.

Loa Tageszitat hat geschrieben: Tut einfach Euer Bestes, um ausgeglichen zu bleiben. Eines der hauptsächlichen Dinge, die ein Ungleichgewicht von Energie verursachen, ist, zu viel von Euch selbst zu verlangen in Bezug auf Zeit und Anstrengung. Anders gesagt, Ihr könnt Euch nicht ständig übernehmen, so dass Ihr physisch müde seid, und dann erwarten, fröhlich zu sein. Die Faustregel muss also diese sein: "Ich werde sehr, sehr, sehr glücklich sein und dann das tun, für das ich dann noch Zeit habe.


Ich glaube, ich muss gelassener werden; vor Allem gegenüber mir selbst.
Ich kann nicht den ganzen Tag rumhetzen (physisch und psychisch ) und dann verlangen auch noch gut drauf zu sein.
Allein dieser Wohlfühl Energieschub bedeutet ja auch für den Körper eine Umstellphase, weil er das nicht (mehr) gewohnt ist.
Und dann von jetzt auf gleich mentales Wohlsein erzwingen zu wollen geht nicht, weil dann der Körper Stopp sagt und die Energien gegeneinander laufen.

LG
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon zimtstern » 13. Jun 2011, 20:28

Liebe Wodny muz und Katgirl,

ja, bei mir hilft es auch am besten wenn ich erst mal etwas tue, scheinbar hilft tatsächlich auch schon das körperlich und geistige wach werden, und eben die Ablenkung durch aktives handeln (möglicherweise auch einfach die Tatsache dass man durch Handeln auch wieder Kontrolle "hineinbringt),
auch hilft es mir wenn ich mich zB. auf ein leckeres Frückstück freuen kann,
folgt dem schlechten aufwachen aber die Erkenntnis verschlafen zu haben und mich beeilen zu müssen, ist das der reinste Horror.
Obwohl das "in Eile sein" natürlich auch ablenkt...

Es ist wirklich komisch, früher hatte mal eine Phase da bin ich oft weinend eingeschlafen und am nächsten morgen ging es mir oft unerwartet viel besser... jetzt ist es genau umgekehrt, ich bin vor dem einschlafen teilweise regelrecht euphorisch und wache dann mit so einem miesen Gefühl auf :/...

Ich kann mir gut vorstellen dass es tatsächlich der Unterschied zur Nacht ist, der uns direkt nach dem aufwachen ganz besonders stark auffällt und uns vermutlich auch in der empfindlichsten Phase erwischt.

Interessant ist auch der Gedanke mit dem Konflikt (Handeln oder nicht Handeln zB.),
vielleicht bekommen wir morgens das "aufgetischt" was uns unterschwellig grade am meisten beschäftigt, eben so ein Art Lebens Konflikt.

Das würde aber meine Theorie bekräftigen dass wir tagsüber eher verdrängen... Bis abends haben wir es dann geschafft, es geht uns gut, wir sehen die Dinge so wie wir sie sehen wollen,
dann schlafen wir ein, sind absolut widerstandslos, unser verdrängter Konflikt löst sich auf, - nein er löst sich nicht auf, er ist einfach nicht vorhanden auf dieser widerstandslosen Ebene, - aber unser Verstand, der nachts ja nicht aktiv ist, hat den Konflikt natürlich nocht nicht gelöst, er ist nach wie vor da, nur erleben wir ihn nachts nicht, weil der Verstand ausgeschalet ist.
Morgens wachen wir dann auf, und sofort ist auch unser Verstand wieder wach, der Konflikt in Reinform auch, aber auf der anderen Seite sind wir auch noch nicht ganz raus aus der Nacht/Traum-Ebene, wir sind noch widerstandslos genug, um nicht zu verdrängen, also erwischt uns der Konflikt knallhart.
Erst wenn wir in die Gänge kommen, wir wieder alles unter Kontrolle haben, dann fangen wir an wieder zu verdrängen und uns auf positive Dinge zu konzentrieren, wodurch es uns natürlich besser geht, so lange bis wir wieder die Kontrolle verlieren...

Also ist es zwar auf der einen Seite gut, sich auf positive Dinge zu konzentrieren, die Stimmung zu stabilisieren und zu erhöhen,
aber der Konflikt ist nicht gelöst...

Übrigens glaube ich, dass eigentlich alle Konflikte etwas mit Entscheidungen, zu tun haben.

Wenn man sich fragt ob es besser ist zu handeln, oder die Dinge einfach fließen zu lassen... dann wissen wir ja eigentlich dass wir die Dinge am besten aus dem Vortex heraus einfach fließen lassen sollten und der Impuls zum Handeln schon kommt, wenn es richtig ist... aber mit dieser Absicht kommt man gar nicht erst in den Vortex, also fragen wir uns wieder "was tun".. so lange bis uns das Leben Umstände bereitet in denen wir gar nicht mehr fragen können "was tun"... weil man einfach nichts tun kann.

Letztendlich geht es gar nicht darum ob handeln oder nicht handeln, das eine oder das andere... ich glaube es gibt kein richtig und falsch,
es gibt nur die Absicht hinter dem was man tut, oder nicht tut.

Vor einer Weile habe ich in "Erkenntnis des Tages" von Kia einen Beitrag zum Thema "Entscheidungen treffen" gelesen.
neue-energie/die-erkenntnis-des-tages-t271-325.html#p25337

(Auszug:)
Kia hat geschrieben:
Es ist ein grosser Unterschied zwischen Nachdenken über ein Ergebnis und Entscheiden, wie ein Ergebnis sein wird.

Also unsicher sein, wo es durch geht, wo ich unentschieden bin, wie es ausgeht und zu wählen, zu entscheiden, wie das Ergebnis sein wird. Und sicher zu sein in meiner Entscheidung und wenn ich entscheide, das Ergebnis bereits wahrzunehmen, bevor ich in die Erfahrung hinein gehe, also ich mache eine Entscheidung über das Ergebnis, das ich will...(...)

Da ist die feste kraftvolle Entscheidung und darauf wird geantwortet, das bewegt, das ist, was bestimmt, die Kraft des Moments, die Schwingung, meine Ausschwingung des Moments, gibt den Rahmen, von dem aus alles passiert.
(...)



Jetzt muss ich erst mal nachdenken :gvibes:

Lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 13. Jun 2011, 21:07

Hallo Zimtstern,
sehr hilfreich finde ich auch diesen Ausschnitt aus den Deconstructing Thoughts.

Nichts ist von großer Bedeutung. Es gibt wirklich nichts, dass ich jetzt gerade tun muss. Ich werde das alles nicht heute herausfinden. Ich werde niemals „alles“ herausfinden. Ich brauche nicht „alles“ herauszufinden. Ich kam nicht hierher, um „alles“ herauszufinden. Ich kam nicht hierher, um „alles“ herauszufinden und dann allen anderen zu erzählen, was ich herausgefunden habe. Nichts ist von großer Bedeutung. Es gibt vermutlich einen Grund für meine Existenz. Ich bin nicht wirklich sicher, was dieser ist... Ich habe viele Sachen ausprobiert...und…bin nun irgendwie müde.
Nichts ist von großer Bedeutung. Ich bin froh, dass nichts von großer Bedeutung ist. Ich bin froh, dass ich jetzt gerade nichts herauszufinden brauche. Ich frage mich, ob irgendjemand alles herausfindet. Vermutlich nicht. ...


Das ist mein Aufwach-Ansatzpunkt, wo ich die Richtung meiner Gedanken lenken muss.
LG
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon Liebeszauber » 13. Jun 2011, 21:58

Bin auch -nicht erst seit Abe übrigens sondern schon immer morgens schwer in die Gänge kommend- seit letztes Jahr mit Schwermütigkeit am Hadern, sobald ich morgens die Augen aufschlage. Ich wache in den Nächten noch öfter auf o.ä., doch erlebe ich das alles schon entspannter als vor wenigen Monaten, den Übungen von Abraham sei Dank. FW`s haben immer wieder geholfen, und " Was wäre wenn" ebenso. Das nächtliche Aufwachen hatte ich recht lange vorher aufgebaut, wie mir vor Kurzem klar wurde, allein durch stetes Wiederholen der Problematik :evil: ( nur in meinen Gedanken, ich habe sie gar nicht so oft ausgesprochen) hatte sich eine unangenehme Gedankenkette eingestellt, die zum Glück seit Abraham nach und nach durch Wohlfühlen und immer klarere Gedanken sowie Absichtserklärungen im nirwana verschwindet. Es geht etwas ruckelnd voran :clown: .

Eine Zeit arbeitete ich nicht, und brauchte nicht fit sein für meinen Beruf. Seit ich Abe kenne, hieß es praktischerweise auch zurück an die Arbeit, und ich musste mir etwas einfallen lassen für den Morgen.

Ich fand heraus, dass das morgendliche Fokussieren (Schreiben) -vorerst- der einzige Weg hin zu Erleichterung und Entspannung für mich bedeutet.

Dem handschriftlichen Schreiben war ich schon eine Weile zugetan, es hatte mir auch in der Nacht so manches Mal in den Schlaf verholfen wenn nichts anderes ging. Dies ist immer noch meine super wohlfühl Übung am Morgen, ich schreibe mich in den Vortex. Meine Seele und mein Körper reagieren glücklich auf die Aufmerksamkeit und die Freude, die ich mir selbst zukommen lasse, indem ich step by step die EGS stromabwärts treibe, der Stift das Ruder des Floss, welches mich trägt, was wiederum hier auf dem Trockenen die Übungsblätter zu sein scheinen. Mein Atem vertieft sich, ein Dehnen und Strecken schickt ein erstes Lächeln vorbei, da ich hier immer weiß, `jetzt machst du mit der Ausdehnung weiter`. :kgrhl:

Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich keinen Schritt mehr Richtung Arbeit gehen mochte am Morgen, ohne auf diese Weise zu klaren und kräftigen Energien gelangt zu sein. Ich fühlte mich dann wie neben mir stehend.
Eine Zeit fiel es mir noch schwer, die Disziplin aufzubringen, erst recht nach einer durchwachten Nacht, doch ich versuchte immer wieder, durch Schreiben Erleichterung zu finden.

Nach ungezählten Blättern und sehr viel Übung gelingt es mir heute, in einen recht stabilen Vortex ( der mich durch die Vormittagsstunden und eine tägliche Begegnung mit ca. 450 Menschen trägt :pfeif: ) allein durch den Vorgang der Wertschätzung und des Mich Erinnerns an meine Leidenschaft und meinen Enthusiasmus zu finden. Dafür nehme ich mir viel Zeit. Neulich probierte ich für ein paar Tage aus, sofort nach dem Aufwachen ( es gibt auch erholsame Nächte) zu den glücklichen Gedanken beim Einschlafen zurückzukehren- und mit diesen einfach aufzustehen. Es gelang. Ich erlebte auf diese Weise zwei Tage am Stück, die ich tief verbunden mit meiner Quelle erlebte. Dann kam ooV herbei, und ich kam ins Trudeln. Nach ca. einer Woche befand ich, es wäre besser, morgens wieder meine Übungen aufzunehmen, und seitdem geht es mir besser denn je..

Jetzt fühle ich am Morgen immer wieder hin, wie es mir am liebsten ist und was mir am meisten hilft, mich auf einen freudvollen Tag voller wunderbarer Überraschungen einzustimmen. Ich freue mich auf Zeiten, in denen ich allein auf die Kraft meiner guten Gedanken vertrauen und bauen kann- egal zu welcher Tageszeit.
Liebeszauber

sorry, dass mein Beitrag so lang geworden ist- das Kürzer fassen übe ich gerade :lieb:
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon Birdie » 14. Jun 2011, 13:51

Hi,
ich hatte dieses miese Fühlen am Morgen sehr viele Jahre und imme wieder wenn ich dachte jetzt ist es weg, kam es schon wieder.

Ich habe viel ausprobiert und nichts half wirklich.

Zuletzt, vor einigen Monaten war es wieder sehr übel.
Ich fragte mich was soll denn das? Es ist doch überhaupt kein Anlass dafür zu erkennen warum ich mich jeden Morgen fühle, als sollte ich zum Schaffot geführt werden!

Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren:
es war alter Müll - angehäufte schlechte Morgengefühle aus Jahrzehnten, in denen ich es kritiklos und"demütig" hinnahm, dass ich eben mal wieder ne ganz schlechte Phase habe.

Das schwebte wie eine uralte Giftwolke jeden Morgen über mir - und als mir das plötzlich klar war(altes Zeug, ich habe heute nichts mehr damit zu tun) verschwand es binnen weniger Tage, ich sagte mir dann jeden Morgen, "das ist nur wieder das alte Zeug von früher, das hat mit Jetzt nichts zu tun, ich kann ganz entspannt bleiben".
Mein Herz schlägt für den Vogel - den Gipfel, das Meisterwerk der Schöpfung
Gerald Manley Hopkins
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon ZaWo » 14. Jun 2011, 14:12

Huhu ihr Lieben,

bei mir ist es sehr viel besser geworden, seit ich mir morgens die Anker gesetzt habe. Schrieb ich ja im anderen Thread. Wo ich gerade lose über diese Sache nochmal nachdenke - eigentlich ist mir ja das Warum mittlerweile egal -Hauptsache gut, da fällt mir was ein.

Bei mir könnte es sehr wahrscheinlich die alte Konditionierung und der alte Glaube gewesen sein, dass ich Probleme durch nachdenken lösen kann und auch, dass man sich nur ohne Probleme wohlfühlt. Ich habe morgens und mitten in der Nacht oft Blitzideen und mit dem falschen Verständnis "Oh eben bin ich genial." kramte ich dann gerne alle möglichen noch offenen Probleme raus, um meine geniale Phase gewinnbringend :pfeif: einzusetzen. TschaWom gings dann natürlich raus aus dem Vortex. Und anstatt mich schleunigst wieder reinzubegeben (oder vorher schon den Vortex zu melken), rumorte ich weiter in den Problemen rum, da ich diese für meine mangelndes Wohlgefühl verantwortlich machte und nur den Weg der aktiven Beseitigung kannte. Erschwerend kommt dann ja auch noch dazu, dass sich das LoA fies an den Trend andockt und mir weitere Probleme und Problemgedanken lieferte. Ein irres Rumgeeiere.

Damals wusste ich vieles noch nicht und es braucht eben eine Phase Bewusstheit und angewendetes Wissen, bis sich da die neuen Trampelpfade eingraben.

Natürlich kommt noch dazu, dass ich derzeit kein wirkliches Problem habe. Ob das jetzt ein Sichtwechsel aufgrund der Erkenntnisse von Abe und Tolle ist (sehr wahrscheinlich) oder ich auch nach früherem Kenntnisstand heute kein großes Problem identifizieren würde - kann ich nicht wirklich beantworten - interessiert mich aber auch nicht.

Liebe Grüße
ZaWo
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 14. Jun 2011, 17:39

Wenn dieses morgendliche oder müde Schlechtfühlen nur irgendwelche falschen Konditionierungen sind, dann wäre ich ja schon ziemlich tief unten im Unterbewußtsein mit Aufräumen angelangt.
So tief, daß mein Bewußtsein diese wehrlosen Augenblicke nutzen muß, um mich wieder auf die alte Schiene locken zu können.
Interessant.
Meine Hauptproblemwälzungszeit war immer abends und nachts (inkl. nächtlichem Aufwachen) und dann so lange bis ich auch körperlich nicht mehr konnte.
LG
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon ZaWo » 14. Jun 2011, 18:46

Hallo katgirl,

ich schrieb nicht von aufräumen - völlig falsche Richtung, sondern von trainieren, Anker setzen, sanftem Angewöhnen, freundlichem Steuern, Wissen über das Andocken von Gedanken, üben, Sicherheit gewinnen im Finden förderlicher Gedanken, Erzeugen neuer Pathways.
Kann aber bei anderen völlig anders sein - natürlich. :pfeif:

Lieber Gruß
ZaWo
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 14. Jun 2011, 19:20

Hallo Zawo,
ich weiß schon, wie Du es gemeint hast.
Ich habe auch mehr darauf hin abgezielt, daß immer wieder irgendwas negatives auftauchen wird.
Abraham sagen, dass wir unsere Schwingung nicht bis ins Detail bereinigen können; weil je mehr Detail, desto mehr neue Probleme.
Wir können nur allgemein bleiben und uns umtrainieren.
Ich stelle mir nur grad folgende Frage:
Die auftauchenden neg. Gedanken und das Unwohlsein haben ihre Grundlage ja in einer Problemschwingung.
Wurde diese alte Schwingung nun tagsüber auf eine unbewußte Art reanimiert?
Irgendein Match muß ja in mir sein, denn sonst wären die Gedanken ja nicht da.
LG
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon ZaWo » 14. Jun 2011, 19:28

Offengestanden Katgirl, ich weiß es nicht. Ich glaube bei mir war es die Angst vor dem Tag und dass ich tagsüber nicht in der Lage wäre, ihn mir schön zu machen..... und natürlich die Angst vor dem Contrast oder schlechten Gefühlen, die einen in den LoA-Anfängen eine Weile begleitet. So richtig weg ist sie bei mir noch nicht, aber ich merke wie ich spürbar und rapide an Sicherheit gewinne, weil - und gerade deswegen - ich mich nicht mehr in zu enge Kleider pressen werde. Meine Rolle hat sich verändert. Der Torwächter sagt Tschüß, das Staffelholz ist übergeben. Den letzten Passus musst du jetzt nicht verstehen.

Für dich: Mit zunehmender Sicherheit in der Abwicklung des Contrastes, vielen Erfahrungen, wie du selbst ganz bewusst, eine Situation instant kippen kannst, verliert sich auch die Angst vor dem Tag und den möglichen Problemen darin. Das Gefühl einer Chance auf Abenteuer und Lust am Spielen mit der Schöpfung breitet sich aus.
ZaWo
 

Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 14. Jun 2011, 20:04

Ok Zawo,
ich erinnere mich an meine Schulzeit, als ich nachts aufgestanden bin, um zum Xten Mal die Schultasche zu kontrollieren, ob ich auch alles habe. Wenn ich nicht aufgestanden bin, weil ich doch zu müde war, habe ich trotzdem stundenlang wach gelegen und gegrübelt, ob alles stimmt und wie ich es gemacht habe.
Und diese Sch...Kontrollsucht, ja es ist eine Sucht und es nervt gewaltig, hält schon mein ganzes Leben an.
Immer perfekt sein, immer nach Annerkennung suchen, immer anderen Vorbild sein.
Und innen drinnen, das kleine überforderte Mädchen, was sich selbst darüber (fast) vergessen hat.
Gelassenheit und Relaxen an die Stelle von Kontrolle treten zu lassen, ist schwer, aber es wird besser.
Wenn ich nach positiven Gedanken suche oder wunderschönen Gefühlen nachhänge, kann ich nicht kontrollieren. Das geht nicht. Ich kann mir nicht meinen Traumurlaub ausmalen und gleichzeitig darüber nachgrübeln, ob ich die Kaffeemaschine ausgemacht oder die Tür abgeschlossen habe.
Ich bin entweder ein Match zu meinen Urlaubsgedanken oder ein Match zur Kontrolle.
Die Kontrollgedanken kommen bei ooV.
Und mit den Kontrollgedanken kommt die Angst.
Und bei Müdigkeit bin ich körperlich nicht in der Lage zu kontrollieren, also kommen dann auch diese Angstgedanken.
Also schlafe ich unterschwellig mit dieser Kontrolle ein bzw. Erinnerungen an meine nächtlichen Kontrollanfälle sind abgespeichert und reaktivieren sich unbewusst;
und dann wache ich mit der selben Schwingung wieder auf.

Also werde ich weiterhin Gelassenheit und Vertrauen (besonders in mich) üben.

Was sich (für mich) gut anfühlt, ist die Frage: Was wäre das letztendlich allerschlimmste, was mir passieren könnte, wenn ich die Kontrolle verliere?
Abraham formulieren das als Abkratzen.
Wäre das so schlimm??? Wäre es schlimm, wieder eins mit der Quelle zu sein??? Wäre es schlimm dauerhaft im Vortex zu sein??? Wäre es schlimm immerwährend pure Liebe zu fühlen???
Nein.
Also kann ich auch die Kontrolle abgeben.
LG
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon ZaWo » 14. Jun 2011, 20:26

Weißt Katgirl, der Witz ist ja, du musst deine Kontrollsucht überhaupt nicht aufgeben. In dir drin ist und war vermutlich schon immer das Wissen, dass die Dinge zu kontrollieren sind. Du etwas ändern kannst. Lediglich die Kenntnis darüber, wie es funktioniert war dir abhanden gekommen. Wir kontrollieren - im Sinne von steuern - unsere Realität nach wie vor. Aber funktionell anders und und es ist reine Definitionssache, ob du es Realitätsgestaltung oder Kontrolle über deine Realität nennst. Taufe deine Kontrollabsichten noch Wünsche und die Sache ist rund. Warum sind wir denn hier? Weil wir lernen wollen, uns den Strom freudvoll zu Nutze zu machen. Er fließt dahin wo wir sowieso hin wollen und wir gehen mit.
ZaWo
 

Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 14. Jun 2011, 20:33

Dann brauche ich mein (Unter)Bewusstsein ja nur in der Programmzeile umzuschreiben,
daß ich Außenkontrolle durch Innenkontrolle ersetze.
Immer neue Erkenntnisse.
Danke.
Ich muß mir immer wieder das LoA bewußt machen.
Ich habe praktisch jahrelang nur an der falschen Stelle angesetzt, im Außen.

LG
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon ZaWo » 14. Jun 2011, 20:36

Ja. :hug:
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon Flower1973 » 14. Jun 2011, 20:41

Meine Lieben,

ein sehr interessantes Thema, finde ich. Ich hatte das während meiner Krankheit jeden Abend, also beim Abschalten. Da kam mir der Tag hoch, alles womit unglücklich und unzufrieden war. Das war vor meinem Wissen über das Loa. Heute z.B. hatte ich es aber wieder und ich bin gleich darinter gekommen, warum es mir so schlecht geht. Ich fühlte mich im Laufe des Tages eingeengt und gelangtweilt und hatte Angst, das es morgen wieder so kommen könnte. Also sehr ähnlich euren Thema.

Das schöne heute ist, das Wissen über Loa, nun weiß ich, dass ich umdenken kann. Ich hatte mein Bestes gegeben und morgen ist ein neuer Tag und da kommen neue Erfahrungen auf uns zu.

Übrigens eine super gute und positive Idee Zawo, die Kontrollsucht, einfach positiv umzubenennen, das schwingt gleich ganz anders und man klettert damit die ES auf alle Fälle höher - finde ich.

Schönen Abend Ihr Lieben,
lg Flower
Flower1973
 

Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon katgirl » 14. Jun 2011, 20:54

Auch :hug:

Flower, was Du geschrieben hast, klappt auch gut.
- Heute ist der Tag rum. In der Nacht läuft die "Festplattensäuberung" und morgen kann ich mir wieder gute Gedanken machen. Alles was heute war ist Vergangenheit.

LG

PS: Sorry für die PC Sprache, aber ich denke momentan etwas sehr in Bits und GB.
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon ZaWo » 14. Jun 2011, 21:38

Kein Problem, ich bin Wirtschaftsinformatikerin. :tja:
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon zimtstern » 15. Jun 2011, 02:16

Das mit der Kontrolle ist interessant,
was katgirl beschrieben hat (der Kontrollzwang schon in der Kindheit) kommt mir wirkich bekannt vor,
ich frage mich allerdings ob man den Kontrollzwang wirklich mit dem Wünschen (bewußt gestalten) gleichsetzen kann?

Hinter dem Kontrollzwang stecken ja meist andere Ängste,
um bei dem Beispiel mit dem Kontrollieren der vollständigen Schultasche zu bleiben, bspw., letztendlich ging es wahrscheinlich nicht um die Schultasche, sondern vielleicht um die Anerkennung anderer.
Bei einer schlechten Vorbereitung könnte man zB. die Lehrerin enttäuschen, sie könnte sich von einem abwenden, man könnte es nicht ertragen ihre Enttäuschung zu spüren...
(Kontrolliert man die Schultasche mehrmals, bereitet man sich gut vor auf die Schule, so glaubt man die Gunst der Lehrerin unter Kontrolle zu haben.)

Für mich ist Trennung, Abgrenzung, Loslassen ein ganz großes Thema,
aber wenn ich meine Kontrollmechanismen nun in Wunschmechanismen umtaufe, verfolge ich dann nicht ein falsches Ziel?

Ich meine, ich habe immer das Gefühl ich müßte erst mal diese tiefen Ängste, diese Angst vor Trennung, Enttäuschung etc. "loswerden"...
Besteht nicht die Gefahr dass man durch "innere Kontrolle" trotzdem bei den gleichen Wünschen (nämlcih zB. die Zuneigung der Lehrerin, oder anderer Menschen) stecken bleibt?
Denn wenn man sich die Anerkennung durch andere wünscht (oder überhaupt, das andere etwas tun damit man sich gut fühlt), macht man sich ja abhängig, und letztendlich geht es ja grade darum sich nicht abhängig zu machen, zu begreifen dass alle Macht bei einem selbst liegt.
Nicht die Macht zu bestimmen wie sich andere einem gegenüber verhalten sollen, sondern die Macht sich vollkommen unabhängig von anderen gut, sicher und wertvoll zu fühlen...

Das ist so ein Punkt bei dem es bei mir wirklich hakt... Meine Wünsche bzw. Absichten laufen nämlich meist immer alle darauf hinaus dass mir die Anerkennung (Zuneigung) anderer Menschen sicher ist...
Natürlich gibt es auch andere Wünsche, solche die gar nichts mit anderen Menschen zu tun haben, die sich sehr gut anfühlen,
aber solche, bei denen mir die Zuneigung anderer Menschen sicher ist, fühlen sich immer am besten an, lösen die stärksten Gefühle aus...

Es heißt ja, Trennung wäre eine Illusion, also ist auch die Angst vor der Abneigung anderer (was ja letztendlich so etwas wie eine Trennung ist) eigentlich eine Illusion?
Nur wie kann man das fühlen? Wenn mich jemand kritisiert (etc.) dann fühle ich keine Verbindung mehr, ich fühle mich total "verloren"...
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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon Elialie » 15. Jun 2011, 05:56

ich wache auch oft morgens auf mit diesen schlimmen Gefühlen...und wundere mich darüber..

stehe auf, mache mir einen Tee und lege dann automatisch den Schalter um, schwupps geht es mir gut...


aber ich dachte auch, was soll das ? warum morgens so aufwachen ? nur wenn ich voll glücklich bin, verliebt oder Vorfreude auf was....habe ich das nicht....

nun aber mache ich es so :

ich wache auf mit schwachen oder " negativen" Gefühlen.....

bleibe liegen und sage mir... ich liebe Dich...( meinen Namen )

ich lege meine Hände auf meinen Körper, Bauch oder da wo es gebraucht wird

und sage... ich lasse die Liebe fließen.... i lasse Liebe fließen durch meinen Körper

ich stelle mir vor, dass an der Stelle wo ich meine Hände auflege, ich eine göttliche Infusion der Liebe bekomme

brauche gar nichts zu machen.. fließt einfach ein. ( wie bei einer richtigen Infusion)

dann sage ich bei negativen Geühlen : ich liebe mich mit meiner....Traurigkeit,, Verzweiflung,, oder was auch immer.. ich liebe mich in meiner.....

ich liebe mich , ich liebe mich ... umarme alles, alle Gefühle nehme ich an...

und dann ist's gut,,, das ist wunderschön und macht mich ... complete

ich lasse Liebe fließen...male es mit Liebe an... oder mit Glitzerliebe... tauche es in Liebe ein.. ganz viele Möglichkeiten

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Re: Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...

Beitragvon Elialie » 15. Jun 2011, 06:05

p.s. es ist so, dass man sich direkt oder fast drauf freuen kann, dass solche Gefühle ( die negativen ) kommen, Kontrast... und man sich dann so schön heilen kann
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