Prinzipienreiterei in der Vielfalt

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Prinzipienreiterei in der Vielfalt

Beitragvon Downstream » 24. Dez 2009, 14:02

Ich habe so überlegt, wie es dazu kommen konnte, dass mir all das Gute, das 2008 zu mir kam, in 2009 wieder aus den Händen geglitten ist.

Mir ist der Gedanke gekommen, dass ich Prinzipien aufgestellt habe, die zu detailliert waren und ich nicht mehr generell geblieben bin.

Nehmen wir als Beispiel Bio. Ich habe mich sehr viel damit beschäftigt, wo mein Essen herkommt, habe über eine Art und Weise erfahren, wie Obst und Gemüse für Massen angebaut werden, die mir nicht gefällt. Habe mich über eine Art der Tierhaltung informiert, die mir nicht gefällt. Also habe ich mich entschlossen, dort zu kaufen, wo ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Das Angebot ist ja heute glücklicherweise sehr vielseitig.

Jetzt frage ich mich, ob ich mit dieser Einstellung vielleicht alles andere, was in meinen Augen dann nicht „politisch korrekt“ ist, verurteilt habe, nach dem Motto: Böser Supermarkt, guter Supermarkt.

Mir ist dies aufgefallen in einer Situation, als es mir wichtiger war, dass ich ein Produkt, das ich dringend brauchte, bei einer Drogeriekette kaufte, die ich sonst nicht besuche, weil ich ein schlechtes Bild von ihr habe. Aber der Weg war näher, und ich habe mich entschlossen, auf meine Prinzipien zu pfeifen, weil es mir wichtiger war dies schnell zu erledigen, um meine Freizeit genießen zu können, statt lange Wege zu machen, die mich viel Zeit gekostet hätten.

Das ist doch das was Abraham uns fragen:
Was ist dir wichtiger:
Wahrheit oder Unwahrheit?
Sich gut zu fühlen oder sich schlecht zu fühlen?
Wahrheit oder sich gut zu fühlen (wenn das gut fühlen wegen Zeitersparnis überwiegt gegenüber schlecht fühlen, weil eben dieses Geschäft)

Wie geht ihr mit der Vielfalt um?

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Re: Prinzipienreiterei in der Vielfalt

Beitragvon Sanaei » 24. Dez 2009, 14:13

sehr locker Downstream ...

aber ich wohne in der CH, habe mein Fleisch vom Bauern, das Gemüse vom seriösen Grossverteiler und eine Qualität im Essen, die nicht überall erhältlich ist. Ausserdem gehöre ich zu denen, die wählen können, wo ich einkaufen möchte - sprich, ich hab genug Geld mir das Beste leisten zu können.

Ich denke, hier habe ich was von meinem Liebsten gelernt: der Bauer, der das Gemüse anbaut, hegt und pflegt, kann nichts dafür, dass es in unseren Läden vom Schmuddlig-Billig-Laden verkauft wird... er liebt sein Gemüse, sein Obst... er macht das gerne... und er wird ausser Acht gelassen... weil wir nämlich nur in besten Geschäften einkaufen... Also Erdbeeren aus Israel im Februar - wenn sie lecker sind, Geschmack haben und schön reif sind? Wieso nicht??? Nur wegen Israel? Oder nur wegen Februar und Erdbeeren????

ich pfeife darauf, gehe meinem Bauchgefühl nach und kaufe dort, wo es sich für mich am besten anfühlt... ohne Wertung, ohne schlecht/gut-Frage... ausserdem gehe ich persönlich davon aus, dass ich aus mittelmässigen Zutaten das beste Essen zaubern kann, wenn ich es mit Liebe und Geduld und Verve mache... also meine ganze Liebe in die Nahrungsmittel stecke, mit viel Liebe koche - dann kriege ich auch aus den Büchsen-Ravioli ein zauberhaftes Abendessen hin, das schmeckt, sättigt und sensationell gut ist.

Lass es los und gehe Deinem Bauchgefühl nach... ob Liddl oder Feinkost Käfer - leiste Dir das, wonach Dir der Sinn steht und geniesse es mit allen Sinnen... damit machst Du Dich glücklich und das ist das Hauptziel...

liebe Grüsse,
Sanaei
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Re: Prinzipienreiterei in der Vielfalt

Beitragvon Downstream » 24. Dez 2009, 14:29

Sehr guter Punkt, Sanai, Erdbeeren im Winter aus Israel oder Peru oder woher auch immer. Ich merk schon wieder, wie bei mir so ein Programm aktiv wird. Meiomei.

Am besten setze ich mir ein Generalprogramm obendrauf: Die Hauptsache ist heute, dass ich glücklich bin. Damit hindere ich dann gleich all die versteckten Glaubenssätze daran, mich bei meiner Erfüllung zu hemmen.

:danke:

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Re: Prinzipienreiterei in der Vielfalt

Beitragvon lawofattraction » 24. Dez 2009, 14:41

Downstream hat geschrieben:Das ist doch das was Abraham uns fragen:
Was ist dir wichtiger:
Wahrheit oder Unwahrheit?
Sich gut zu fühlen oder sich schlecht zu fühlen?
Wahrheit oder sich gut zu fühlen (wenn das gut fühlen wegen Zeitersparnis überwiegt gegenüber schlecht fühlen, weil eben dieses Geschäft)



Hallo Downstream,

Abraham würden nie von Wahrheit oder Unwahrheit sprechen. Im Gegenteil betonen sie, dass es nicht nur eine Wahrheit geben kann. Was des einen Wahrheit ist, ist des anderen Unwahrheit. Das Verurteilen jeglicher Angelegenheit macht sie jedoch präsent in unserer Schwingung. Dass heisst, alles wogegen wir uns aussprechen und es als "politisch unkorrekt" anschauen und den Fokus darauf richten, finden wir in unserer Schwingung wieder.

"Nichts ist wichtiger als dass Ihr Euch wohl fühlt" - das schliesst auch ein, andere so sein zu lassen wie sie sind und den eigenen Weg des besten Gefühls zu gehen. Wenn das der Bioladen ist, wunderbar. Ist es aber der Bioladen mit dem Gedanken "hier kauf ich, weil die anderen Bösen .... tun" würde ich meine Einstellung nochmal überdenken. Der Grund sollte nicht sein, gegen etwas, sondern für etwas zu sein.

Zu Deinem Dilemma: Wenn es Dir unangenehm ist, aus Zeitersparnis in einem "dieser" Geschäfte zu kaufen, geh lieber ein paar Minuten länger zu einem Dir genehmen. Kannst Du über die "Unwahrheit" hinwegschauen und Dich nicht darauf konzentrieren, kauf dort. Sobald Du Argumente anführst wie "die Zeitersparnis überwiegt die Abneigung" schaust Du immer noch auf das Ungewollte.

Liebe Grüsse
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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