Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Salome » 1. Okt 2012, 10:55

Hallo Ihr Lieben,

gestern ist mir eine weitere Feinheit aufgefallen.

Ich war unterwegs und habe einen wunderbaren Waldspaziergang gemacht. Als krönenden Abschluss wollte ich meiner Tochter (die zu Hause war) und mir ein leckeres Eis spendieren. :P

Ich überlegte, wo ich denn das Eis kaufen wolle, hier oder dort, bis mir auffiel, dass gerade diesen Überlegungen ein vermeintlicher Mangel zugrunde lag. :mrgreen: Nach dem mir das klar wurde, fiel mir recht schnell die Lösung ein. In der Eisdiele hier vor Ort einen leckeren Cappuccino trinken und dort, in Wohnortnähe, die Eisbecher mitnehmen.

Wenn ich einen Preisvergleich anstelle, liegt dem jedoch nicht zwangsläufig ein Mangelgedanke zugrunde, oder doch?

Interessante Frage: Liegt einem Preisvergleich grundsätzlich ein Mangelgedanke zugrunde? :102:

Ich erinnere mich bei Abraham irgendwo gelesen zu haben, dass dem Sparen im Grunde die Angst, irgendwann nicht mehr genug zu haben, zugrunde liegt.

Das heißt also mit anderen Worten, der ganzen Schnäppchenjagd liegt der Gedanke, ich habe nicht genug, ich kann mir den regulären Preis nicht leisten, zugrunde. Solange ich nicht bereit bin den regulären Preis zu entrichten, befinde ich mich dann gedanklich im Mangelmodus? :shock:

Auf der anderen Seite, warum soll ich für eine Ware unbedingt mehr bezahlen?

Geht das überhaupt, Preise zu vergleichen ohne in Mangelgedanken zu rutschen?

Mir ist eben noch ein Gedanke gekommen, wenn ich sage, mir steht monatlich Summe XY zur Verfügung, schränke ich mich damit nicht schon ein? Ist das nicht so als würde ich sagen, das ist genug, mehr will ich nicht?

Wie Ihr an den vielen Fragezeichen seht, Fragen über Fragen, die ein oder andere Antwort wäre schön. :lieb:

Liebe Grüße
Salome
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon lawofattraction » 1. Okt 2012, 11:31

Salome hat geschrieben:Wenn ich einen Preisvergleich anstelle, liegt dem jedoch nicht zwangsläufig ein Mangelgedanke zugrunde, oder doch?

Interessante Frage: Liegt einem Preisvergleich grundsätzlich ein Mangelgedanke zugrunde? :102:

Hallo Salome,

frag doch mal anders herum - welcher positive Grid könnte denn einem Preisvergleich zugrundeliegen?

Für mein Gefühl ist der Preisvergleich bei gerade den kleinen Dingen wie Lebensmittel und anderem Kleinkram, bei dem es wahrscheinlich für so gut wie alle von uns keinen Unterschied macht, ob wir nun 2,92 oder 3,01 Euro bezahlen ein ganz offensichtlicher Fokus auf Mangel-Ausgleich. Ausserdem halte ich das für konkrete Schritte, den Grid "Geld" selbst aufzufüllen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Salome » 1. Okt 2012, 13:14

Liebe Loa,

vielen Dank für den Schubs in die richtige Richtung.

Wenn mein „Geld“ Grid positiver wäre, würde ich wahrscheinlich solche Überlegungen überhaupt nicht anstellen. :pfeif:

Na ja, wer den Mangelgedanken quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat, hat eine Menge zu tun um neue Gedanken zu finden und, vor allen Dingen damit, sie zu festigen.

Das Preise vergleichen war ein so eingefahrener, beinah zementierter Vorgang, dass einiges an Gedankenarbeit erforderlich war, um in andere Bahnen zu kommen.

Ich habe es so satt immer wieder gedanklich in einen Mangelmodus zu geraten. :mrgreen:

Ich freue mich, die kleinen, positiven Veränderungen wahrzunehmen und zu sehen, nur mit dem Fühlen hapert es manchmal noch ein bisschen.

Liebe Grüße
Salome
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Winner » 1. Okt 2012, 18:03

Hi Salome,

mir ist aufgefallen, dass es im Endeffekt egal ist, ob ich bei Dingen wie Lebensmittel oder Kosmetik mehr oder wenige ausgebe. Ob ich nun ein paar Euro spare oder nicht, pleite bin ich im Endeffekt sowieso nicht.

Ich weiß noch, als ich mal mein Tagesticket für den öffentlichen Verkehr verloren habe und mir eine neues für umgerechnet 4 Euro kaufen musste. Man, war ich angenervt :evil: Einige Tage später habe ich nochmal drüber nachgedacht, mich umgeschaut und gedacht: "Naja, diese "verlorenen" 4 Euro haben mir nun wirklich überhaupt keinen Abbruch getan...ich hab immer noch Geld für alles, was ich brauche :pfeif:

Nun, wo ich alleine lebe ohne die finanzielle Unterstützung meiner Eltern, habe ich zu Beginn einige Monate ein Haushaltsbuch geführt. Erst hat's Spaß gemacht, aber dann wurde es anstrengend, weil ich nicht mehr spontan gehandelt habe nach dem Motto: "Wenn ich heute was trinken gehe, kann ich übermorgen nicht mehr mit essen gehen..." etc. Jetzt liegt das Haushaltsbuch im Müll und mir bleibt im Monat immer noch Geld zum Sparen oder ausgeben und genug zum Überleben übrig. Ich weiß einfach, dass immer was da sein wird, auch wenn ich beim Shoppen mal wieder mehr als gedacht, ausgegeben habe :teuflischgut:

Wenn ich etwas wirklich will (also etwas, das ich in der Vergangenheit schon immer hatte, sowie Essen, Kleidung, Geld für einen spontanen Kurztrip, Kosmetik etc.), dann kann ich es mir jetzt auch leisten ohne Angst, dass ich evtl. übermorgen um mein Überleben kämpfen muss.

Und jetzt unterstützte ich sogar meine Eltern finanziell ab und zu....obwohl unterstützen ist das falsche Wort, ich teile, wenn ich Lust dazu habe. Aber am liebsten mit meiner Mutter, weil das Geld ausgeben mit ihr so richtig viel Spaß macht. :gvibes:

Viele Grüße
Winner :lieb:
~It's not about the creat-ion, it's about creat-ing!~ Abe
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Beautiful Mind » 1. Okt 2012, 23:18

Liebe Salome,

über dieses Thema habe ich auch schon oft nachgedacht.

Über das Beobachten meiner eigenen Gefühle, wenn ich etwas kaufen möchte, bin ich nach und nach dahinter gekommen, worin der Unterschied liegt, bzw. wie mein eigener gefühlsmäßiger Anziehungspunkt bei diesem Thema entweder bei Mangel oder bei Fülle liegt.

Ganz deutlich hat mir eine frühere Nachbarin vorgeführt, wie man aus der Fülle heraus sehr sparsam leben kann: Die Nachbarin hatte in ihrem Leben soviel Wohlstand erarbeitet, dass sie sich mit Mitte 40 zur Ruhe setzen konnte. Von da an hat sie sich nur noch spirituellen Themen gewidmet - womit sie dann allerdings auch ziemlich schnell wieder ihr Vermögen vermehrte. Frau K. hatte einfach durch und durch die passende Schwingung von finanzieller Fülle und Überfluss angenommen, dennoch hat sie einfach immer darauf geachtet, dass sie ihr Geld nicht maßlos ausgibt.

Sie hätte sich in vielen kleinen Dingen des Alltags viel teurere Sachen leisten können, aber sie erzählte mir oft voller Freude, wie sie das ein oder andere Schnäppchen gemacht hat. Oder dass sie doch mit dem günstigeren Produkt xy genauso zufrieden ist wie mit einem vergleichsweise anderen teureren Produkt. Diese Frau hatte ständig das Strahlen in den Augen, wenn sie über Geld und dessen Vermehrung sprechen konnte. Sie war finanziell völlig unabhängig und frei und freute sich tierisch, wenn sie am Ende des Tages von ihrem selbst eingeteilten Taschengeld noch etwas übrig gehalten hat, sodass sie dann ja für den nächsten Tag wieder mehr zur Verfügung hatte.

Frau K. war niemals geizig und sie kam mir noch nicht mal besonders sparsam vor, sie hatte sich einfach einen Sport daraus gemacht, ein Produkt, was sie kaufen wollte, besonders günstig zu bekommen. Sie kam z.B. mit 12 Euro Stromkosten pro Monat aus und hat sich immer ein Späßchen daraus gemacht, wenn sie das unter uns Nachbarn erzählte. Sie war ein echtes Unikum. Irgendwann ist sie dann weg gezogen - in ein großeres Haus für sich allein, weil eine Wohnung in einem Haus, wo mehrere Eigentümer durch den selben Eingang ein und aus gehen denn doch nicht ihr Ding war. :gvibes:

Der Unterschied liegt also einfach in der Schwingung, mit der wir etwas kaufen. Kaufen wir mit dem Gedanken: "Oh weh, das ist aber teuer, das reißt ja ein großes Loch in mein Budget." Oder mit dem Gedanken: "Ach, das ist aber ein schönes Teil, ich könnte es mir ja sofort kaufen, aber ich will doch mal sehen, ob ich es nicht irgendwo günstiger kriege." Oder mit dem Gedanken: "Ich könnte mir dies oder jenes kaufen, aber ich brauche es zurzeit gar nicht."

Bei den Lebensmitteln halte ich es mittlerweile so, dass ich nur noch bei REWE einkaufen gehe. Ich liebe diesen Laden, diese supersauberen, ordentlichen, prall gefüllten Regale. Ich liebe den glänzenden Fußboden, ich liebe das freundliche Personal. Ich liebe es, wie ich mich fühle, wenn ich wie ein Königin durch die Gänge mit den feinen Produkten gehe, die dort angeboten werden. Es gibt Leute, die behaupten, das es bei REWE teuer ist, das stimmt aber gar nicht. Ich zahle nicht mehr für Butter, Milch oder Brot als bei irgendwelchen Discountern auch. Und selbst wenn es so wäre, wäre es mir egal, denn dort (bei den Discountern) habe ich nicht dieses Luxusgefühl wie in meinem Lieblingsladen.

Und zum Thema Geld-Grid habe ich noch ein wichtige Beobachtung gemacht; alle jammern über das böse Finanzamt und Steuern zahlen ist ja auch etwas ganz Schlechtes. Zu leicht lässt man sich in diesen Chor der Allgemeinheit mit hineinziehen und singt die gleiche Leier mit.

Das habe ich für mich jetzt abgeschafft. Ich freue mich, Teil dieser sozialen Marktwirtschaft zu sein und meinen Beitrag dazu leisten zu können. Wenn ich gute Geschäfte gemacht habe bin ich jedes mal unglaublich stolz auf mich und mir ist aufgefallen, dass ich mir diesen Stolz und die Freude über mein geschäftliches Wachstum oft selbst kaputt mache indem ich mich dann über vermehrte Steuerzahlung beklage. "sowas gemeines, da bleibt ja nix übrig, die sind gemein, das ist nicht fair..." Blödsinn! Natürlich bleibt was übrig für mich und je mehr ich jetzt positiv über Steuern nachdenke, desto mehr Geld kommt zu mir, ohne dass ich mich dafür anstrengen muss.

Im Juli rief mein Steuerberater mich an: "Frau Beautiful Mind, ihr Gewinn ist im ersten Halbjahr um 20 % gestiegen, was halten Sie davon, wenn wir das dem Finanzamt schon mal mitteilen, sodass Ihre Vorauszahlung bereits jetzt angehoben wird, sonst müssen sie nächsten Jahr so viel nachzahlen?" Was war ich stolz auf mich und mein Geschäft!!!! und "JA - melden Sie es bitte dem Finanzamt und danke, dass Sie so vorausschauend für mich mitdenken!" Ich gehe mittlerweile ganz anders durchs Leben - den finanziellen Grid aufzubauen, step by step, das macht so irre Spaß. Und ich spüre, ich bin lange noch nicht fertig damit und ich freue mich so sehr über diesen Prozess.

Manchmal schaue ich zurück, das Zurückschauen heißt, ich sehe, wie ich mich noch vor einigen Jahren gefühlt habe und da liegen Welten zwischen dem was ich heute fühle. Der Grid hat sich absolut verändert und so wird er sich weiterhin entwickeln und in ein oder zwei Jahren oder vielleicht auch schon morgen kann ich wieder fühlen, wie das emotionale Raster sich in Sachen Finanzen ausgedehnt hat.

Gute Nacht sagt eure

Beautiful Mind :loveshower:
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon lawofattraction » 2. Okt 2012, 08:31




Hallo Beautiful Mind, dear All,

Dein eigenes Beispiel mit den Steuern ist gut und zeigt, wie leicht man die Fallen erkennen kann, in die man steuert, wenn man ein wenig weiter und um die Ecke denkt, dass höhere Steuern auch höheres Einkommen bedeuten und das ja sehr wohl ein Grund zur Freude ist.

Ich erinnere mich an einen Workshop vor Jahren, in dem ein Teilnehmer klagte, dass seine Ex-Frauen alle von ihm Unterhalt wollten. Abraham fragte ihn, ob er denn im Moment die Mittel habe, um den bezahlen zu können und der Gast bejahte. Darauf Abraham sinngemäss: Dann wünsche Dir noch viel mehr Exfrauen, weil das bedeuten wird, dass mit jeder durch Deine Wunschraketen nach mehr Einkommen, um die Forderungen zu befriedigen, dies auch proportional ansteigen wird. Ich liebe diese schelmischen, manchmal auch leicht ironisch angehauchten, aber immer liebevollen Aussprüche von Abraham.

Zu dem Beispiel Deiner Nachbarin möchte ich anmerken, dass es immer sehr schwer ist, von aussen zu beurteilen, welche Beweggründe, welche Gedanken, welche Gefühle und welche Glaubenssätze bei anderen Menschen hinter ihren Manifestationen - erwünscht oder unerwünscht - stehen und habe daher grösste Vorbehalte, das als allgemein gültigen Wegweiser für ein eigenes Vorgehen anzunehmen. Allenfalls die Freude beim Thema und das entspannte Vorgehen würde ich als Beispiel für mich gelten lassen.

Beautiful Mind hat geschrieben:... die Frau hatte ständig das Strahlen in den Augen, wenn sie über Geld und dessen Vermehrung sprechen konnte.


Was Du hier schreibst, lässt mich vermuten, dass die Frau eine generelle positive Grundeinstellung zur Geldvermehrung hatte, die ihren Grid immer weiter aufgefüllt hat. Aber sie ist wohl sicher nicht zu Reichtum gekommen, weil sie Sonderangebote und Schnäppchen ausgenutzt hat, sondern weil die Schnäppchenjagd ihr Spass gemacht hat und sie für sich und ihre Lebensweise einen Weg gefunden hatte, Reichtum herein zu lassen.

Beautiful Mind hat geschrieben:dennoch hat sie einfach immer darauf geachtet, dass sie ihr Geld nicht maßlos ausgibt.


Diesen Ausspruch finde ich interessant, denn das halte ich für eine der Fussangeln, denen wir bei dem Thema begegnen. Was ist masslos? Wer bestimmt, wo das Mass liegt? Und wie beeinflusst das unsere Manifestationen, wenn wir für etwas eine künstliche Grenze - Mass - setzen, die es ja gar nicht gibt?

Beautiful Mind hat geschrieben:Der Unterschied liegt also einfach in der Schwingung, mit der wir etwas kaufen. Kaufen wir mit dem Gedanken: "Oh weh, das ist aber teuer, das reißt ja ein großes Loch in mein Budget." Oder mit dem Gedanken: "Ach, das ist aber ein schönes Teil, ich könnte es mir ja sofort kaufen, aber ich will doch mal sehen, ob ich es nicht irgendwo günstiger kriege." Oder mit dem Gedanken: "Ich könnte mir dies oder jenes kaufen, aber ich brauche es zurzeit gar nicht."


Diese beiden Situationen "reisst ein Loch ins Budget ..." und "ich könnte es mir kaufen, wenn ich wollte ..." gehen aber von unterschiedlichen Voraussetzungen aus. Einmal hat man das Geld für den Kauf und im ersten Beispiel hat mans nicht bzw. müsste wohl auf anderes verzichten, um das zu haben.

Für mein persönliches Empfinden sind auch die beiden letzten Sätze Manifestationsbremsen. Widerstandsfrei bedeutet für mich freier Fluss von Energie, ohne ein "Moment mal, aber ....". Und wenn gar der Gedanke "brauche ich nicht" Einzug hält bei zum Beispiel dem Anblick von einfach traumhaften High Heels, dann erspüre ich dabei ein ganz deutliches Mangeldenken, bei dem der Umgang damit sich als Verstandesargument getarnt hat.

Jeder Wunsch, ist er einmal vorhanden, wurde ja geboren aus einem Verlangen. Dass heisst, sobald er als vorhanden erkannt wird und die Wunsch-Rakete einmal abgeschossen ist, kann man das nicht mehr ungeschehen machen. Er existiert und wartet auf Manifestation. Einen Wunsch dann in eine Schublade "brauche ich nicht" abzulegen, ist für mein Empfinden getarnter Widerstand. Denn "brauchen" im Sinne von notwendig zum Leben sind doch die wenigsten Dinge, die wir wünschen und besitzen.

Geld, sagen Abraham, ist wohl das Thema, zu dem man am schwersten einen freien und freudigen Grid etablieren kann. Zu viele Konventionen, Glaubenssätze, auch Ängste vor dem Nicht-Mehr-Haben, Sicherheitsdenken und archaische Überlebensängste spielen da rein.

Ich schaue bei dem Thema auch auf die sehr jungen Menschen, die eine so ganz andere Einstellung zum Geld haben als das bei den älteren bis "mittelalterlichen"Menschen ist. Hineingeboren in eine Zeit, die bereits eine viel relaxtere Einstellung zum Ausgeben (auch nicht vorhandenen*) Geldes hat, empfinden sie die Erfüllung ihrer Wünsche auf welchem Weg auch immer als ihr Geburtsrecht. Selbst dann, wenn Oma und Opa von ihrer schmalen Rente monatelang etwas abzwacken, um dem Kind das iPhone zu ermöglichen. :clown:

*Als es in den USA schon zur Normalität gehörte, Dinge auf Kredit zu kaufen und die Grenzen der immer zahlreich vorhandenen Kreditkarten bis zur Grenze ausgeschöpft wurden und eine Karte kreativ durch einen Kreditrahmen einer anderen bezahlt wurde, erwähnte man bei uns im Land noch stolz, dass alles bar bezahlt wurde und ansonsten eben nichts angeschafft wurde. Auch hier hat sich das Gefälle verschoben und das kollektive Denken hat eine andere Richtung genommen.

Ich denke, gerade beim Thema Reichtum ist es wichtig, den Grid so allgemein wie möglich zu halten und auch die Sparanfälle und das Preisvergleichen und die gelegentlichen Anfälle von Beklemmung sofort ins Generelle zu relativieren. Denn was da alles an Ballast dranhängt lässt sich wirklich nur dadurch lösen, dass man auf die Details verzichtet und sich erst einmal auf einer ganz allgemeinen Plattform mit dem Thema Geld wohlfühlt.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Maria » 2. Okt 2012, 09:11

Hallo Ihr Lieben,

das ist ein sehr interessantes Thema. Ich achte auch immer mehr darauf Freude im Umgang mit dem Thema zu manifestieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass es da noch reichlich und leicht erschließbares Potential bei mir gibt.

Ich habe vor ein paar Wochen damit begonnen mir nach einem Kauf darüber klar zu werden, warum ich die Sache gekauft habe. Mir ist aufgefallen, dass ich immer nur kaufe, wenn die Sache für mich „Preiswert“ ist. Wobei das Wort Preiswert es eigentlich nicht ganz trifft (so wie wir es im Alltag verwenden), es ist vielmehr oft der pure Luxus, was es da zu kaufen gibt und um mir das klar zu machen und zu genießen nehme ich mir jetzt jedesmal Zeit um das innerlich zu feiern oder zu zelebrieren. – So wie Beautiful Mind es mit ihrem Einkauf bei Rewe beschreibt.

Es ist ganz erstaunlich wie achtlos ich früher mit meinen Einkäufen umgegangen bin und wie viele Gelegenheiten es im Laufe des Tages gibt sich über solche Dinge zu freuen.

Zum Beispiel sitze ich sehr gerne in unserem Cafe in der Buchhandlung – da kann man in jedes Buch hinein schauen und anschließend wieder zurück stellen – also wenn es mir gefällt kaufe ich es natürlich. Ich liebe Bücher und diese Atmosphäre einer Buchhandlung. Das Gesamtpaket Buchhandlung plus gemütlichem Sitzen und konsumieren, plus gleichgesinnte Menschen am Nebentisch ist einfach eine absolut schöne Sache für mich. Und neuerdings schreibe ich in ein kleines Büchlein alles auf was ich (im Laufe des Tages) besonders Schätze oder geschätzt habe – in dieser Umgebung fällt mir viel mehr ein.

Herzliche Grüße

Maria
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Pink » 2. Okt 2012, 10:18

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich muss sagen, dass ich mit Loa´s Aussagen konform gehe und diese für mich sehr logisch und verständlich aufgeführt sind.

Beautiful Mind, wenn Deine ehemalige Nachbarin 12 Euro Stromkosten hatte und darin ca. 4-6 Euro Grundgebühr enthalten sind, dann kannst Du sicher davon ausgehen, dass die Dame kaum Gerätschaften, wie Kühlschrank und Waschmaschine genutzt hat oder abends im Dunkeln in ihrem Kämmerlein saß. Aus Spaß an der Freude hat sie diesen Sport wohl eher nicht vollzogen. Diese Variante des Sparens füllt den Geld-Grid nicht positiv auf.

Ich persönlich empfinde Rewe als äußerst günstig. Damit meine ich aber nicht die Eigenmarken, die einem Discounter preislich gleichen. Habe ich aber anschließend die gekennzeichneten Billig-Produkte daheim, dann wiegt das, dass kurze, aber noble Glücksempfinden im Supermarkt, meiner Meinung nach nicht nachhaltig auf.

Seit ganz kurzer Zeit habe ich das neuste und schönste Mac Book Pro, dass es derzeit zu kaufen gibt. Der Preis war mir völlig gleich. Ich wollte es, nun habe ich es und ich kann mich daran einfach nicht satt sehen.

Maria, solange Du das besondere Gefühl genießt, Café + Buch, Du Dich freudig, inspiriert und wohlig in der Atmosphäre fühlst, dann ist alles im Lack.

Beste Grüße
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Salome » 2. Okt 2012, 10:39

Hallo Ihr Lieben und :danke:

liebe Winner, Deine Antwort finde ich geradezu irgendwie süß, beinah ein bisschen wie trösten, Mut machen und gut zu reden. :bussi:

Was dann bei mir einsetzte finde ich selbst erstaunlich und aufschlussreich.

Ich begann gedanklich zu antworten und stellte sehr bald fest, dass ich eine alte Geschichte erzählte. So oft ich auch zu einer Antwort ansetzte, ich erzählte diese Geschichte, mal so und mal so.

Im Grunde bin ich gerade sprachlos über das, was da so deutlich zu Tage tritt.

Mein Einkommen sprudelt aus verschiedenen Quellen. Eine dieser Quellen lässt manchmal zu wünschen übrig und genau das ist es, was mir immer wieder zu schaffen macht. Dann fange ich wieder an so zu überlegen, hier kaufen oder lieber da, oder gar nicht.

Ich freue mich, dass mein Stolperstein so sichtbar wurde und ich bin voller Zuversicht hier eine gute Wende zu schaffen.

Wenn ich bedenke wo ich mal stand, dann muss ich mich mal kräftig loben.

Jetzt gehe ich meistens sehr entspannt einkaufen und genieße heute die enorme Fülle, aus der ich wählen kann. Weil ich das sehr angenehm finde, bereite ich mich auf jeden Einkauf gedanklich vor. Ich habe das Vergnügen mit dem Auto zum Einkaufen fahren zu können. Bevor ich aussteige, halte ich einen Moment inne und gehe in Gedanken an den Regalen vorbei und mache meinen Einkauf virtuell, der Rest ist ein Kinderspiel.

Wie gesagt, meistens ...

Liebe Grüße
Salome
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Summersun » 5. Okt 2012, 21:10

Pink hat geschrieben:Beautiful Mind, wenn Deine ehemalige Nachbarin 12 Euro Stromkosten hatte und darin ca. 4-6 Euro Grundgebühr enthalten sind, dann kannst Du sicher davon ausgehen, dass die Dame kaum Gerätschaften, wie Kühlschrank und Waschmaschine genutzt hat oder abends im Dunkeln in ihrem Kämmerlein saß. Aus Spaß an der Freude hat sie diesen Sport wohl eher nicht vollzogen. Diese Variante des Sparens füllt den Geld-Grid nicht positiv auf.



Ach ja? Diese Feststellung finde ich nun vermessen.

Ich hatte bei den Zeilen von Beautiful Mind durchaus den Eindruck, als ob besagte Dame ein sehr freudiges Leben führt.

Wie kann man von Aussen beurteilen, was den Geld-Grid anderer Menschen positiv auffüllt? Ich glaube dir gerne, dass extremes Stromsparen Deinen Geld-Grid nicht auffüllt. Aber was für dich gilt, muss nicht für andere gelten.

Grüße, Summersun
Summersun
 

Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Summersun » 5. Okt 2012, 22:02

Salome hat geschrieben:
Wenn ich einen Preisvergleich anstelle, liegt dem jedoch nicht zwangsläufig ein Mangelgedanke zugrunde, oder doch?

Interessante Frage: Liegt einem Preisvergleich grundsätzlich ein Mangelgedanke zugrunde?


Achtung! Nach meinem heutigen Kenntnis-Stand ist dieses Thema sehr tricky, sehr komplex und nicht so einfach auf eine einfache Formel zu bringen.

Ich hätte Dir bis vor einigen Monaten durchaus zugestimmt. Denn dieses Dogma hatte sich in meinem Denken sehr breit gemacht, über Jahre, Jahrzehnte, hinweg.

Die Konsequenz daraus (und noch ein paar andere Komponenten) führten dazu, dass ich finanziell gegen die Wand gefahren bin.

Bei mir hat es vor ein paar Wochen klick gemacht. Ich habe mich von o.g. Thesen getrennt, weil sie

a) definitiv und erwiesenermaßen nicht für mich funktionieren und
b) ich mich im Grunde meines Herzens nie damit wohlfühlte (späte Erkenntnis!)

Diese Haltung "ach, egal, auf die paar Euros kommt jetzt auch nicht an" oder "ich investiere doch keine Energie in einen Preisvergleich, ich kauf einfach das Nächstbeste, das ist es mir wert. Das ist Lebensqualität, die lasse ich mir was kosten" - diese Haltung hat sich für mich schmerzlich als Lüge offenbart.

Ich habe entdeckt, dass diese Haltung durchaus auch mit einer Geringschätzung (des Geldes, meiner Selbst) einherging.

Zu meiner aller aller allergrößten Überraschung habe ich entdeckt, dass man (ich) Preise vergleichen kann, Haushaltsbuch führen kann, Budgets errichten kann und den Willen zum Geldsparen haben kann und sich dabei mit dem Thema Geld wohler fühlt als vorher, als das Geld so unüberlegt, geringschätzig rausgehauen wurde.

Für mich ist der Schlüssel zu meiner finanziellen Gesundung die Wertschätzung. Wenn ich mein Geld wertschätze, dann wertschätze ich auch mich. Ob ich das Geld nun spare oder ausgebe, ist nachrangig. Der Kernpunkt für mich ist zuerst die Wertschätzung.

Ich hätte es nicht geglaubt, aber ich bin in punkto Geld momentan glücklicher als all die vielen Jahre zuvor. Obwohl ich jetzt permanent Haushaltsbuch führe, Preise vergleiche und bewusst konsumiere. Vielleicht weil ich im hohen Alter von über 40 Jahren endlich die volle Verantwortung für meine jetzige Lage und das, was vor mir liegt, übernommen habe.

Kleines Beispiel, nehmen wir die Eisdiele:

Angenommen es gibt eine Eisdiele die billiger ist als eine Andere.

Früher wäre ich in die nahegelegene, teure gegangen. Und zwar einfach, weil ich nicht bewusst überlegt habe. Die teure Eisdiele liegt etwas näher und ich achte doch nicht auf 1-2 Euro, also rein in die Eisdiele. ... Da war keine bewusste Würdigung meines Geldes.

Heute überlege ich:

Wo schmeckt es besser? (die teure Eisdiele)
Und: Ist mir der geschmackliche Unterschied den Mehrpreis wert?

Wenn nein: Ich gehe in die Billige, sage mir "die tut es heute auche" und freue mich, dass ich mein Geld schätze und etwas gespart habe.

Wenn ja: Ich gehe in die Teure. Aber dann ganz bewusst. In dem Gedanken, dass ich nun mehr Geld einsetze, mir das aber Gönnen möchte.

Seit ich mich in meinem Finanzverhalten um 180 Grad gedreht habe, ist Gönnen wieder wirkliches Gönnen. Ich freue mich darüber. Es ist etwas Besonderes. Für mich ein absoluter Hinzugewinn an Lebensqualität. Das fühlt sich viel besser an, als einfach Geld rauszuhauen. Heute im Rückblick fühlt sich mein früheres Verhalten so achtlos und respektlos an.

Also, mir ist bewusst dass das nun meine eigene Geschichte ist. Und nur meine Geschichte. Jeder hat eine andere Geschichte. Deshalb kann es vielleicht für andere sehr hilfreich sein, mit Preisvergleichen aufzuhören, wenn sie ihren Geld-Grid aufbauen wollen. Ich habe eben damit angefangen, Preise zu vergleichen.

Deshalb habe ich oben geschrieben, es ist tricky und man muss genau hinsehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich nun, dass eine Aussage wie "Preise vergleichen = Liegt Mangelgedanke zugrunde" zu pauschal ist. Schaut genau hin. Achtet auf eure Gefühle, dann ist der Weg gewiesen.

Ach ja, und betreffend Esther:

Ich meine mich zu erinnern, dass sie irgendwo erwähnt, dass sie sich über ein Schnäppchen (war es ein Bodenteppich?) gefreut hat.

Ich habe das früher nicht verstanden. Es lief meinem alten Denkmuster zuwider. Wie kann ein gutverdienender, wohlhabender Mensch wie Esther sich über ein Schnäppchen freuen? Sollte es ihr nicht egal sein, ob ein Teppich 800$ oder nur 650$ kostet? Misst sie den gesparten 150$ nicht zuviel Bedeutung bei?

Offensichtlich nicht!

(Die Beträge in Dollar habe ich hier nur als Beispiel genannt, ich kann mich nicht an das konkrete Beispiel von Esther erinnern)

Irgendwie hatte sich diese beiläufige Bemerkung von Ester in meinem Hinterkopf festgesetzt. Heute verstehe ich es. Esther schätzt ihr Geld. Sie freut sich, wenn sie den selben Teppich auch zum kleineren Preis haben kann und mehr von ihrem geschätzten Geld bei ihr bleibt. Und offensichtlich ist das bei ihr kein Mangelgedanke sonder ein Fülle-Gedanke. Und mehr fließt zu ihr.

So möchte ich mein Geld auch sehen. Ich möchte mich freuen über jeden Euro, der zu mir kommt und der bei mir ist. Und ja, ich fühle mich heute sehr sehr wohl beim Vergleichen von Preisen.

Aber ich sehe genau hin. Ich fahre jetzt nicht extra in einen Laden, in den ich sonst nicht gehe, nur weil dort die Butter 5 Cent billiger ist. Das würde sich für mich nicht gut anfühlen sondern krank. Ich taste mich Gedanke für Gedanke und Entscheidung für Entscheidung vor.

...Und hoffe, dass ich künftig irgendwelche Glaubenssätze, die nicht (mehr) zu mir passen, durch bessere ersetzen kann.

LG, Summersun
Summersun
 

Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon lawofattraction » 6. Okt 2012, 08:18

Summersun hat geschrieben:Ach ja, und betreffend Esther:

Ich meine mich zu erinnern, dass sie irgendwo erwähnt, dass sie sich über ein Schnäppchen (war es ein Bodenteppich?) gefreut hat.

Ich habe das früher nicht verstanden. Es lief meinem alten Denkmuster zuwider. Wie kann ein gutverdienender, wohlhabender Mensch wie Esther sich über ein Schnäppchen freuen? Sollte es ihr nicht egal sein, ob ein Teppich 800$ oder nur 650$ kostet? Misst sie den gesparten 150$ nicht zuviel Bedeutung bei?

Offensichtlich nicht!


Moin Ihr Lieben,

natürlich freuen sich auch gut verdienende und sehr wohlhabende Menschen, wenn sie ein Schnäppchen machen. Allerdings ist es ein grosser Unterschied, ob man dabei denkt, man hat nun xx Cents oder Euro mehr in der Tasche und es kann davon anderes Notwendige gekauft werden oder ob es einfach als ein erfreuliches Ereignis = Beweis der eigenen Schöpferkraft und Freude am Objekt - und Freude am Ausgeben verbucht wird. Freude am Ausgeben deshalb, weil das im direkten Sinne die Manifestation einer Wunschrakete ist.

Ich halte es für einen grossen Unterschied, ob man die Preise der lebens-notwendigen Dinge vergleicht oder die von "Luxusgütern". Bei letzteren sind auch diejenigen mit gut gefüllten Konten an erster Stelle, um Discounts zu verlangen und zu bekommen. Sie sind bei den hochpreisigen Angelegenheiten wie Autos, Häusern, etc. sehr toughe Verhandlungspartner, aber sicher nicht deshalb, weil sie denken, dass sie die Ersparnis auf die hohe Kante für schlechte Zeiten legen werden.

Es ist eine Art Lebenseinstellung, die man auch in Boutiquen beobachten kann, wo sehr gut betuchte Damen um einen Discount nachfragen bzw. den sogar als gegeben voraussetzen - und den sie auch immer bekommen. Das sagt viel darüber, mit welcher Einstellung sie an die Sache herangehen, nämlich einer positiven Überzeugung, dass ihnen das zusteht und sie den Nachlass natürlich bekommen werden. Mangeldenken steckt dahinter aber nicht, sondern geht für mein Empfinden eher in die Richtung der Überzeugung, dass Erfreuliches für einen bestimmt ist.

Ich freue mich auch über Schnäppchen. Ich liebe es, auf Floh- und Antiquitätenmärkte zu gehen und freue mich wie ein Schneekönig, wenn ich ein besonderes Teil zu einem guten Preis bekommen habe. Die Freude liegt dabei rein auf dem Objekt, der Gedanke an Ersparnis hat darin nicht den geringsten Raum. Wenn ich etwas unbedingt haben wollte, würde ich auch einen höheren Preis zahlen. Und Wertschätzung für das ergatterte Teil ist dabei immer reichlich vorhanden.

Die Freude und das Wohlgefühl beim Thema sind doch immer unsere allerbesten Anzeiger. Für mein Gefühl ist zum Beispiel der Gedanke an das Führen eines Haushaltsbuches und das Notieren aller Ausgaben und das Überwachen des Budgets ein absoluter Downer, weil es ständig vor Augen führt, was (noch) da ist - aber vor allem auch das, was nicht (mehr) da ist.

Das ist für mein Empfinden genau das Gegenteil eines Geld-Grids, der allgemein gehalten ist, wenn jeden Tag die Details betrachtet und durchdacht werden. "You don't have to think about money in order to let in money. You just can't think about lack of money, to let in money."

Geld ist Energie, und Energie will fliessen. Für mich ist Überwachen und Nachschauen und Vergleichen kein freier Fluss, sondern eher die künstliche Begradigung eines Flusses. Ausgaben in einem extra dafür bestimmten Buch schriftlich nachzuhalten bedeutet nämlich auch, jederzeit eine verfügbare Summe vor Augen zu haben. Das ist eine ständige Betrachtung des Ist-Zustandes und eine sehr eindrückliche Aussage "so viel und keinen Cent mehr". Ob es das ist, was Abraham uns lehren und ob das zu einer erwünschten Geld-Maximierung führen kann, muss dann jeder für sich selbst entscheiden und wird es mit der Zeit ja auch feststellen können.

Spannend finde ich, wie jeder das Thema für sich selbst aufdröselt. Und wie immer - jeder hat Recht, und das was jeder macht, ist für ihn oder sie genau richtig und entspricht genau der gegenwärtige Schwingung.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende
Loa



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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Maria » 6. Okt 2012, 08:38

Hallo liebe Summersun,

was Du geschrieben hast kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich schätze immer mehr was ich für mein Geld bekomme und ich achte darauf wie ein Preisvergleich auf mich wirkt. Meist fühle ich mich dadurch frei und unabhängiger, manchmal übertreibe ich es allerdings - wenn ich bei Amazon zu lange herum stöbere und mir die Meinung der Käufer durch lese, bis mir schwindlig wird, aber es macht auch Spaß. Die Grenze kann sehr fließend sein - wie bei vielen Themen.

Wie immer ist die emotionale Leitskala der beste Leitfaden, und diese ist eben bei jedem Menschen wieder ein bisschen anders, weil jeder seine eigenen Kombination von Glaubenssätze zu dem Thema entwickelt hat.

Wie Du schon richtig schreibst gibt es also keine vorgefertigte "Standartlösung", es gibt eine individuelle Lösung und die wartet im Vortex bis der richtige Grid vorbei kommt, so dass sie einfließen kann. Es dreht sich also alles um Gefühle und da heißt es für mich sensibler werden, mehr Gespür entwickeln und mehr Gridarbeit. Das ist meine Arbeit, alles andere wird für mich erledigt. :gvibes:


Herzliche Grüße

Maria
Maria
 

Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Summersun » 6. Okt 2012, 08:55

lawofattraction hat geschrieben: Ob es das ist, was Abraham uns lehren und ob das zu einer erwünschten Geld-Maximierung führen kann, muss dann jeder für sich selbst entscheiden und wird es mit der Zeit ja auch feststellen können.

Spannend finde ich, wie jeder das Thema für sich selbst aufdröselt. Und wie immer - jeder hat Recht, und das was jeder macht, ist für ihn oder sie genau richtig und entspricht genau der gegenwärtige Schwingung.



(Hervorhebung von mir)


Meine Worte!

und:

Versuch macht klug!

Ich habe zu diesem Thema irgendwie den missionierenden Drang hier auszurufen:

Nehmt die verschiedenen Meinungen und Ansichten in diesem Forum und in ähnlichen als Denkanstoß und nicht als etwas, das ein guter Abrahamer tun sollte. Findet selbst heraus, was für euch gut läuft. Macht euch frei von Denk-Schienen!
(So, nun ist gut, ich packe meine innere Missionarin wieder ein... :kuss: )

Ich darf inzwischen mit Fug und Recht behaupten, dass ich mit meiner alten Methode definitiv nicht erfolgreich war.

Ein Haushaltsbuch zu führen... ist schon exotisch hier in diesem Forum. So ganz was anders, als man erwartet. Jede Gruppe hat ihre No Go's :mrgreen: aber ich war schon oft und gerne ein Exot.

Freiheit und Leichtigkeit ist vielleicht für die meisten hier nicht das, was sie mit einem Haushaltsbuch zu führen verbeinbaren würden.

Aber auf der Skala steht das Gefühl von Ermächtigung ganz weit über dem Gefühl von Ohnmacht. Und deshalb schenkt mir meine jetzige Methode ein wunderbar gutes Gefühl. Und das ist doch das, was zählt.

("ich habe die Lage im Griff" :loveshower: :stimmt: im Gegensatz zu vorher: "Hiiilfe, die Lage hat mich im Griff" :rleye: :cry: )

Und in x Monaten/Jahren ist vielleicht wieder alles ganz anders. Meine Methode für momentan ist für mich nicht der Weisheit letzter Schluss. Es ist das, was zur Zeit für mich super funktioniert.

So muss jeder sehen, was passt.

Macht es gut, viel Spaß beim Wege erkunden,
liebe Grüße von Summersun
Summersun
 

Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon lawofattraction » 6. Okt 2012, 09:07




Hallo Summersun,

im AbrahamForum die Empfehlungen von Abraham als Denk-Schienen zu bezeichnen mutet mich doch recht seltsam an. Wer sich davon frei fühlen möchte und sich gedrängt fühlt, andere zur Befreiung davon aufrufen zu müssen, mag sich in einem anderen Forum vielleicht wohler fühlen. Denn hier wirst Du immer wieder das lesen, was die Abraham-Lehre beinhaltet.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon ZaWo » 6. Okt 2012, 11:57

Hallo liebe Foris,

ich habe auch eine Zeitlang Haushaltsbuch geführt. Davon habe ich auch im letzten Jahr geschrieben und eine Softwareempfehlung abgegeben. Das Ergebnis dieser Maßnahme war bei mir eine ermächtigende Transparenz und hat mit gezeigt, wie weit ich vom Hungertuch entfernt bin. :P

Es ist mir danach leichter gefallen mir auch was und mehr zu gönnen, ohne es als Verknappung oder Verschwendung zu sehen.

Ich könnte mir auch vorstellen, sowas wie Verwöhngeld zu budgetieren, dass dann gedanklich so wie die Geldübung von Abe verwendet werden könnte.

Aufgehört habe ich dann diese Jahr, weil mir der administrative Overhead zuviel wurde. Vermutlich war ich zu genau und hatte zuviele Konten oder aber auch ganz trivial: Mein Gefühl sagte Stop. Würde es aber wieder tun, wenn mir nach einer freudigen Transparenz ist und ich einen kleinen Anschubser brauch um mir was zu gönnen.

Tja, liebe Summersun, kein Grund uns hier so abzukanzeln oder dich mit Wucht vorrausschauend zu verteidigen.

Liebe Grüße
ZaWo
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon ZaWo » 6. Okt 2012, 12:21

noch ein Erfahrungsbericht dazu

Ich schrieb ja oben, dass ich mich bezüglich Geld und Geldausgeben besser fühlen wollte und mir die Transparenz Beruhigung verschafft. Mir ist schon klar, dass ich offen für positive Beruhigung war und mir diese deshalb anzog.

Ich habe damlas auch nach Einsparpotentialen Ausschau gehalten, ohne diese einsparen zu wollen und habe mir damit ein Gefühl erworben, dass ich schon durch reine Umschichtung mehr Geld zur Verfügung hätte. Hat sich gut angefühlt.

Ein Posten allerdings hat mich etwas geärgert und das waren die Ausgaben für Zigaretten. Aufhören wollte ich nicht. Ich habe mir dennoch vorgestellt, was ich mit diesem Geld sonst noch anfangen könnte. Nun, wenn wundert es groß? :P
Nicht aufhören wollen + kleiner Kostenposition + bissi mehr in Richtung Gesundheit = ergab bei mir die E-Zigarette, die plötzlich aus dem Nichts mit voller Hinweiswucht auftauchte.

...und natürlich bewussteres Gönnen anderer Posten, wie ich oben schon schrieb.

Kann man sich jetzt streiten, ob mir die Haushaltsbuchführung als Contrast-Servier-Tablett oder als Align-Werkzeug/Hilfskrücke diente. Ich selbst weiß es nicht, vermute aber beides, je nach Kostenart.
ZaWo
 

Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Pink » 6. Okt 2012, 12:43

Hallo Summersun, hallo @ all,

nein, ich halte meine Feststellung nicht für vermessen.
Nutze ich regelmäßig diverse Geräte in einem Haushalt, dann hat man nun mal eine gewisse Summe an Stromkosten. Fülle, Wohlgefühl oder gar Freude, lässt sich an einem monatlichen Betrag von 12 Euro allerdings nicht erkennen.
Einen Strom-Geld-Grid wird es wohl nicht geben, deshalb nehme ich weiter an, dass diese Dame auch im Allgemeinen mit ihren Finanzen besonders sparsam umgegangen ist. Aber ja, manche kommen mit 800 Euro bestens über die Runde und sind dabei happy, andere wollen 5000 Euro monatlich und für andere sind 70000 Euro Peanuts.

Mit Preisvergleichen, Schnäppchen jagen und sparen, wird man allerdings nicht reich.
Das Esther sich über ihr Teppich-Schnäppchen erfreut hat, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Um "reich" zu werden, muss man sich ganz anderer Quellen, bedienen.

Beste Grüße
Pink
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Re: Preisvergleich oder Schnäppchenjagd?

Beitragvon Salome » 7. Okt 2012, 12:54

Hallo Ihr Lieben,

der Thread hat ja rasant Fahrt aufgenommen und dazu ist mir noch das ein oder andere eingefallen.

Meine Überlegung beruhte zu dem Zeitpunkt tatsächlich auf einem gefühlten Mangel. Wäre mein Geld – Grid positiver gewesen, hätte ich in dem Moment überlegt was praktischer ist und dann so entschieden, wie ich dann ja auch entschieden habe, lecker ist das Eis bei beiden. Ich liebe gutes Essen und komme selten auf die Idee da zu knausern. Da habe ich eher eine Bluse weniger.

Ob nun ein Mensch z. B. mit 12 € für Strom im Monat glücklich und zufrieden und ein Leben in Freude und Fülle lebt oder nicht, ist und bleibt eine reine Mutmaßung. Ich kann es mir auch nur schwer vorstellen, doch das tut nichts zur Sache.

Eigenmarke oder „Markenprodukt“ ist ein beinah ein Thema für sich. Oftmals verbirgt sich hinter der Eigenmarke das gleiche Produkt wie hinter dem des Markenherstellers und ich wähle auch die Eigenmarke …
ich bin mir nicht sicher, ob ich bei einer Blindverkostung einen Unterschied schmecken würde. :102:

In unserer Sprache sind sehr feine Unterschiede möglich, billig, preiswert, günstig und jeder verknüpft wohl etwas anderes damit.
Billig hat den Beigeschmack von minderer Qualität, Ramsch oder Ausschussware. Preiswert heißt für mich, das Produkt ist mir seinen Preis wert und zu günstig fällt mir z. b. ein, die Gunst der Stunde nutzen, ich habe einen Vorteil bei der Sache, etwas ist zu meinen Gunsten oder ein Schnäppchen, das mir in den Schoß fällt.

Summersun hat geschrieben:als das Geld so unüberlegt, geringschätzig rausgehauen wurde.


Ich habe keinen blassen Dunst wie das ist. :102:

Für den einen mag es gut und hilfreich sein ein Haushaltsbuch zu führen und ein anderer kann damit überhaupt nichts anfangen. Ich habe es vor längerer Zeit mal eine Weile gemacht, das war schon aufschlussreich und auch ein Stück beruhigend und dann, irgendwann wurde es überflüssig.

Summersun hat geschrieben:weil ich im hohen Alter von über 40 Jahren


Hier muss ich schon sehr schmunzeln, was bin ich den dann, das „mittelalterliche“ Urgestein? :clown:

lawofattraction hat geschrieben:Einen Wunsch dann in eine Schublade "brauche ich nicht" abzulegen, ist für mein Empfinden getarnter Widerstand. Denn "brauchen" im Sinne von notwendig zum Leben sind doch die wenigsten Dinge, die wir wünschen und besitzen.

Wenn ich mir jetzt den entstandenen Wunsch genauer anschaue und in mich hinein höre und ehrlich mit mir bin, dann stelle ich ja genau das fest.
Ich brauche dieses Ding nicht wirklich, ja es ist schön, es gefällt mir, doch was will ich damit befriedigen, will ich mir damit einen Traum erfüllen oder habe ich es gerade im Vorbeigehen gesehen und will einfach nur haben.
Für mich war es hilfreich genauer hinzuschauen, ohne Zweifel habe ich eine Menge Zeugs, das ich meinte, unbedingt haben zu müssen und das nun im Schrank vor sich „hindümpelt“.

Ja, es gefällt mir sehr Geld fließen zu lassen und ich liebe es großzügig zu sein, zu mir und meinen Kindern … und ich mag das Gefühl es sein zu können. :gvibes:

Euch allen noch einen schönen Sonntag
Salome :lieb:
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