Neuanfang

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Neuanfang

Beitragvon Winner » 26. Okt 2014, 13:40

Hallo ihr Lieben,

die Überschrift ist etwas unglücklich gewählt, da es sich nicht wirklich um den Wunsch eines "Neuanfangs" handelt, sondern der für mich nächste, logische Schritt ist. Ich habe einen sehr großen Wunsch meinen Job zu kündigen.

Ich fühle mich wie ein Drogendealer, der langsam aber sicher merkt, dass das was er tut nicht mehr das Richtige ist, seine Umgebung und alles hinter sich lassen will, aber es eben noch nicht kann (Gründe dafür sind z.B. Geld, Angst dieselbe Schwingung mitzunehmen oder die Gewohnheit) und deswegen noch so lange, seine kriminellen Machenschaften mit Gewissensbissen verfolgt, bis er eben etwas besseres findet bzw. anzieht. Bis dahin versucht er sich in der misslichen Lage jedoch immer noch wohl zufühlen, obwohl er merkt, dass es nicht gut ist - für ihn.

Nun passieren Dinge (welch ein Zufall), die mich an meine Träume erinnern, die ich zum Teil unterdrückt habe, um ein normales, sicheres Leben zu führen. Und am liebsten würde ich natürlich schon heute kündigen, ich fühle mich total erleichtert mit dem Gedanken daran :gvibes: Aber ich möchte nicht die gleiche Situation anziehen. Nicht dieselbe Schwingung, die das angezogen hat, fortführen bzw. mitnehmen.

Seid ihr schon einmal ins kalte Wasser gesprungen? Habt etwas aufgegeben, euch etwas "getraut" bzw. einen "mutigen" Schritt vollzogen? Ich spüre, dass es bei mir so weit ist und ich einen Neuanfang starten muss, oder ich mich selbst verrate...
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Re: Neuanfang

Beitragvon Viereichen » 26. Okt 2014, 15:52

Hallo winner,

ich lese aus deinem Beitrag "nächsten logischen Schritt". Aus dem NHW erfolgt doch logischerweise das Haben-Wollen, oder nicht? Es kommt noch etwas zaghaft rüber. Siehst du das Neue schon? Wenn nicht, so würde ich mich darauf fokussieren. Je plastischer es sich mit der Zeit vor dir aufbaut, desto weniger Fragen werden sich dir stellen, ob - oder ob nicht - und wie kalt das Wasser sein könnte und das ganze Zeug....

Du fragst uns, die anderen, nach deren "Spring-ins-Wasser-Erfahrungen"?

Ich habe gerade bei mir überlegt. Da dich berufliche Entscheidungen beschäftigen: Ich bin schon öfters mal durch berufliche Veränderungen in Situationen geraten, die mich hoffungslos überfordert haben. Das waren Sprünge ins Wasser Leitungspostionen mit einer Menge Verantwortung, Entscheidung über Menschen, Zeit und Geld...viele Interessen bedienen - und es allen recht machen. Und es war wirklich kalt, bitter kalt.... Letztlich hat mich das genau in dieses NHW geführt. Ganz klar meine Meinung: So was brauche ich nie wieder! Manche gehen da drin auf, ich ging darin (fast) ein.
Der größte Mut war, dass alles aufzugeben (ein sattes Monatsgehalt und großes Prestige in der Stadt). Doch letztlich war es gar nicht so viel Mut - es ging gar nicht anders. Und - ich gewann unerwartet viel: Zeit für mich, Zeit für Innehalten, Naturerlebnisse, Begegnungen. Anderes wurde ich wichtig. Ich lernte mich sehr viel besser kennen und spüren. Verstehst du? Wer fühlt und spürt, weiss genau wieviel an Verantwortung und Arbeitseinsatz ihm gut tut. Und das war viel zu viel.
Es ist zwischenzeitlich viel Zeit vergangen (12 Jahre) und es zeigt sich mir viel deutlicher, dass es kein Weglaufen in die alte Schwingung bei mir war. Etwas von dem ich den Eindruck habe, dass du dich davor fürchtest. Ich kann das alte Wissen, die Erfahrungen aller meiner Jahre integrieren, auf eine angemessene Weise. Ich integriere es so, dass ich jetzt als Coach selbstbestimmt, mit kleinem Arbeitspensum in dieses alte Arbeitsfeld hineinwirken werde. Was sind schon Umwege? Auf dem Weg der leading edge gibt es keine Umwege, nur Erfahrungen.

Sorry, ich kann dir momentan nur herzlich gratulieren! Deine vormals unterdrückten Träume weisen dir den Weg. Einen besseren Wegweiser kann es gar nicht geben. Du brauchst dem nur nachgehen.

Liebe Grüße
Viereichen
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Re: Neuanfang

Beitragvon ZaWo » 26. Okt 2014, 18:32

Hi Winner,

ist das, was du riskierst denn wirklich so schlimm? Würde versuche, das gedanklich und sprachlich abzumildern bevor ich springe.

Liebe Grüße
ZaWo
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Re: Neuanfang

Beitragvon lawofattraction » 27. Okt 2014, 08:20




Hallo Winner,

wenn die Zeit für einen "Sprung ins kalte Wasser" gekommen ist, dann tut man es und fragt nicht lange. Dann ist der Impuls so mächtig, dass keine 10 Pferde Dich davon abhalten könnte. Und dann wird das Wasser nicht als kalt empfunden, sondern als erfrischend und genau richtig temperiert.

Abraham sagen, dass Mut das ist, was Menschen brauchen, wenn sie nicht um das LoA wissen. Mut ist die Motivation, Angst zu überwinden. Im Vortex braucht es keinen Mut, da die Innere Stimme gehört wird und das Folgen des Weges, auf den uns das Inner Being immer ruft, intuitiv erkannt wird. Da sind dann Freude und Begeisterung und Erwartung und Enthusiasmus und Begeisterung und positive Erwartung die vorherrschenden Emotionen.

Inspiration und Intuition, die "jetzt" sagen, sind Sekundenimpulse, und wenn die verstreichen, ohne dass man ihnen folgt und beginnt, sie durch den Filter des Verstandes zu betrachten, hat man bereits eine wichtige Voraussetzung für die Klarheit des Weges verspielt. Sollte nicht jede eingreifende Veränderung aus dem Alignment mit dem Wunsch heraus erfolgen? Und sollten nicht Inspiration und Impuls erfahren werden, die Dich auf den Weg zur Erfüllung locken und Dich - ohne dass Du das infrage stellst und darüber nachdenkst - zu diesem und jedem als Bewegung hin ziehen? Aligntes Handeln ist immer eine Bewegung hin-zu ... niemals fort-von.

Je mehr Du in Dir das aktivierst, was Du erfahren willst, um so leichter wird es auch sein, den Weg zu erkennen. Wenn Du ungeduldig bist, weil es sich nicht schnell genug entfaltet, dann übst Du mehr Widerstand als Allowing. Ungeduld ist immer das Zeichen, dass sich Deine Wünsche nach vorne bewegen, der Widerstand aber grösser ist. Da würde ich ansetzen.

Ich habe aufgrund dessen, was Du schreibst, das Gefühl, dass bei Dir der Weg-von-Gedanke im Moment noch mächtiger ist als der Hin-zu-Wunsch. Wenn Du Deine Schwingung nicht mitnehmen willst, dann muss das Gewünschte stärker sein als das, was Du vermeiden möchtest. Dein Allowing muss mindestens so gross oder grösser sein als Dein Widerstand, bevor sich etwas auf harmonische Weise in Bewegung setzen kann. Ob das so ist, wirst Du daran feststellen, dass Du begeistert bist, darüber sprechen möchtest, daran denkst und Dich gerne mit dem Gedanken beschäftigst. Dann ist da kein Raum für Gedanken an die bedrückenden Bedingungen, die ein Wechsel überkommen soll.

Und ja, ich habe einige drastische Veränderungen in meinem Leben erlebt. Eine der Eingreifendsten war wohl die Trennung von meinem ersten Mann aus einem Luxusleben in eine in jeder Beziehung ungewisse und sehr fragwürdige Zukunft ohne jegliches Sicherheitsnetz. Aber ich hatte keine Zweifel, der Sog und der innere Impuls und die Zugkraft waren so stark, dass ich alle möglichen Hindernisse ausblenden konnte und ungeachtet jeglicher Vernunft meinem Impuls folgte. Und es öffneten sich mir alle Wege, ich bekam Unterstützung und Hilfe von allen Seiten, räumte Hindernisse wie von Zauberhand aus dem Weg und sah mein Ziel in kürzester Zeit erfüllt. Natürlich nur, um dann von der neuen Plattform aus wieder Unmengen von neuem Contrast zu erfahren - aber das ist eine andere Geschichte. :clown:

Lass also Deinen Wunsch so stark werden, dass es keinen anderen nächsten logischen Schritt gibt. Dann ist der logische Schritt nicht die Flucht aus einer ungeliebten Situation mit allen Schwingungs-Belastungen, sondern der Weg zu etwas Wunderbarem, was Begeisterung und Freude und Erfüllung verspricht.

Lieben Gruss
Loa




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Re: Neuanfang

Beitragvon Winner » 27. Okt 2014, 23:45

Ihr drei Lieben,

danke euch, für eure so starken Antworten, Erfahrungsberichte und Fragen, die definitiv etwas in mir bewegt haben. Ich spüre eine Erleichterung.

Viereichen hat geschrieben:Siehst du das Neue schon? Wenn nicht, so würde ich mich darauf fokussieren. Je plastischer es sich mit der Zeit vor dir aufbaut, desto weniger Fragen werden sich dir stellen, ob - oder ob nicht - und wie kalt das Wasser sein könnte und das ganze Zeug...
Nun erinnere ich mich, dass es darum geht. In der Situation des Stresses und dem ganzen restlichen negativen Kram ist dieser Fokus / die Vorstellung meines Wunsches in den Hintergrund geraten bzw. befand ich mich auf einer ganz anderen Gefühlsebene.

Viereichen hat geschrieben:Was sind schon Umwege? Auf dem Weg der leading edge gibt es keine Umwege, nur Erfahrungen.
Das glaube ich auch, sehr sogar, noch jedoch nur theoretisch. Viele Wege führen nach Rom und ich bin mir sicher, dass ich, wenn ich wirklich springe, auch dort ankommen werde, nur bin ich in der Vorstellung jedoch nicht in der "Realität" entschlossen es zu tun, evtl. bin ich noch nicht so weit, wie ich gerne wäre?!

ZaWo hat geschrieben:Hi Winner,

ist das, was du riskierst denn wirklich so schlimm? Würde versuche, das gedanklich und sprachlich abzumildern bevor ich springe.
Das ist eine gute Frage...nein, nicht wirklich. Ich bin grad zu sehr in meiner Komfort-Zone drin, dass ich da wohl ein wenig übertreibe. Ich sehne mich nach den neuen Wegen/Erfahrungen und das Ungewisse, aber auch diese jetzige (wohl eher scheinbare) Sicherheit hat ihre Vorteile. Doch ich weiß, dass selbst wenn ich dies "verliere", es sich neue Wege auftun, nur möchte ich diese eben selbst kreieren :clown:

Loa, deine Antwort ist wiedereinmal so hilfreich. Ich werde sie mir ausdrucken und immer wieder durchlesen.
lawofattraction hat geschrieben:Inspiration und Intuition, die "jetzt" sagen, sind Sekundenimpulse, und wenn die verstreichen, ohne dass man ihnen folgt und beginnt, sie durch den Filter des Verstandes zu betrachten, hat man bereits eine wichtige Voraussetzung für die Klarheit des Weges verspielt.
Oh ja, allerdings! Das gilt es für mich noch zu üben!

lawofattraction hat geschrieben:Wenn Du Deine Schwingung nicht mitnehmen willst, dann muss das Gewünschte stärker sein als das, was Du vermeiden möchtest. Dein Allowing muss mindestens so gross oder grösser sein als Dein Widerstand, bevor sich etwas auf harmonische Weise in Bewegung setzen kann. Ob das so ist, wirst Du daran feststellen, dass Du begeistert bist, darüber sprechen möchtest, daran denkst und Dich gerne mit dem Gedanken beschäftigst. Dann ist da kein Raum für Gedanken an die bedrückenden Bedingungen, die ein Wechsel überkommen soll.
Wenn ich so überlege, dann habe ich genau SO "große" Dinge wie eine hohe Geldsumme, meinen Partner und sogar meinen jetzigen Job angezogen, komisch, dass ich mich da dennoch so schwer drin tue, obwohl ich ja eigentlich weiß, wie es geht... :oops:

Danke, dass ihr mich an so viel erinnert habt!!!

Alles Liebe,
Winner :lieb:
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Re: Neuanfang

Beitragvon Winner » 28. Apr 2015, 21:22

Ihr Lieben,

dieser Thread ist ein halbes Jahr und ich habe eure Tipps zu Herzen genommen: Ich habe mich auf das konzentriert was ich will, auf das Gefühl, auf das wohin ich will und nicht von wo ich weg will, ich spürte, dass es sowas von an der Zeit für etwas Neues war.

Und nun? Ich werde in drei Monaten nicht mehr dort arbeiten, wo ich jetzt angestellt bin. Die Mitteilung habe ich vor wenigen Tagen bekommen und muss sagen, dass ich mich in letzter Zeit selten so FREI gefühlt habe, als in den Moment, in dem mir mitgeteilt wurde, dass das Arbeitsverhältnis beendet wird. Das ist, was ich wollte, mich selbst (noch) nicht getraut habe und mir nun herbeigezaubert habe. Selbst mein Vorgesetzter war schockiert wie gut ich damit umgegangen bin, ich musste mein Grinsen unterdrücken und die einzige Trauer, die ich gespürt habe bezog sich auf die Menschen, meine lieben Kollegen, die ich dann bald leider nicht mehr so oft sehen werde.

Nun fühle ich mich frei meinen neuen Weg zu gehen, meinen Traum im Showbiz/der Selbstständigkeit näher zu kommen bzw. zu erleben. Dennoch ist da diese Angst... Ja, ich will dieses "Risiko" eingehen, nicht als nächstes so einen Job annehmen (und wenn dann nur vorübergehend und im Vortex) und "sicher" leben. Aber dieses Vertrauen und die Sicherheit sind noch nicht zu 100% da.

Wie geht es euch denn so bei so scheinbar krassen Veränderungen? Gibt es evtl. ein Abraham-Workshop diesbezüglich, der mir entgangen ist?

In Liebe
Winner :lieb:
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Re: Neuanfang

Beitragvon Maike » 29. Apr 2015, 10:36

Hallo Winner,

was für ein großartiger Thread. :danke: Herzlichen Glückwunsch zum erfüllten Wunsch. :lieb:

Wenn ich dich richtig verstehe, ist jetzt die nächste Plattform erreicht für weitere Wünsche. Der Wunsch nach Sicherheit und Vertrauen ist meinem Verständnis nach nichts anderes als Vertrauen in die eigene Schöpferkraft und zu wissen, dass ich jederzeit die Macht darüber habe, wie ich mich fühle, ungeachtet der Umstände. Ich kann mein Fühlen jederzeit ändern, gemäß dem, was für mich gerade schwingungsmäßig als nächst mögliches Gefühl greifbar und stimmig ist.

Als sich einer meiner großen Wünsche erfüllte, war tatsächlich erstmal nur eine neue Plattform geboren. Im ersten Augenblick hatte ich nämlich nicht einmal realisiert, dass dieser Wunsch sich endlich erfüllt hatte. Das war irgendwo schade, denn so ist mir doch glatt die volle Freude darüber entwischt. Kaum war die Erfüllung da, setzten sich bei mir neue Sorgen in Gang darüber, ob ich das alles schaffen würde usw.

Atme durch und genieß die neue Plattform. Fokussiere dich nicht zu sehr auf die fehlenden Prozent der Sicherheit und des Vertrauens. The wrong end of the stick. Brich die großen Begriffe Sicherheit und Vertrauen in kleinere Einheiten herunter, um z.B. mit der emotionalen Skala arbeiten zu können.

Lieben Gruß
Maike
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Re: Neuanfang

Beitragvon Winner » 4. Mai 2015, 12:23

Liebe Maike,

Lieben Dank für deine Worte! Du hast recht und ich denke, dass ich es einfach noch mehr üben muss, auf meine innere Stimme zu hören und das Außen mehr ausblenden muss!

Irgendwie spüre ich ja schon dass ich auf dem richtigen weg bin. All is well :gvibes:
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Re: Neuanfang

Beitragvon Maike » 4. Mai 2015, 12:59

Liebe Winner,

je nachdem, wo du dich emotional gerade befindest, gibt es entsprechend dazu sicherlich auch im Außen Schritte, die du gehen kannst und die dir Wohlbefinden vermitteln. Ich glaub, man muss da nix übers Knie brechen und sich selber beweisen, wie gut man im Erschaffen ist. :P

Liebe Grüße
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Re: Neuanfang

Beitragvon Winner » 4. Mai 2015, 14:49

Liebe Maike,

Ja das ist mir schon bewusst :-) nur neige ich z.B. sehr dazu mehr nach Außen zu schauen und dann zu reagieren, als vorher den richtigen Ton zu setzen. DAS muss geübt werden :gvibes:
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Re: Neuanfang

Beitragvon Phoenix » 4. Mai 2015, 17:59

Hey liebe Winner,

das ist doch toll!!!
Und jetzt lass dich tragen von der Vorfreude und dem Stolz auf deine gelungene Manifestation und vertraue, dass es in deinem Sinne weitergeht. Sonst würde das Ganze ja keinen Sinn machen - und es ist doch total sinnvoll, folgerichtig und zeitlich perfekt :stimmt:
Weißt du, wie lang 3 Monate sind (selbst wenn es nur 2 oder 1 wären) ?
Was sich da alles zusammenfindet und orchestriert. Ich stell mir in solchen Situationen vor, dass ich in einer interaktiven Map herumspaziere und bei bestimmten Weg-Markern klick ich drauf und schau, was sich öffnet.
Sprich: lebe entspannt aufmerksam, und wenn dich was anblinkt, klick mal rein, ob's in deine Pläne passt. Wenn nicht, kommt dann ja das nächste Pling.

Gute Zeit wünscht
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Re: Neuanfang

Beitragvon Maike » 4. Mai 2015, 18:06

Schöner Beitrag, Phoenix. :danke:

Ich selber tu mich da gerade auch etwas schwer mit, mich einfach in eine Manifestation hineinzuentspannen. Ich bin zu schnell im "ich muss noch x machen oder bereinigen, bevor ...". Es ist wirklich alles done und ich kann einfach mit dem allowing anfangen, indem ich es mir gut gehen lasse. Das muss ich erstmal erfassen. :gvibes:
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Re: Neuanfang

Beitragvon Phoenix » 4. Mai 2015, 18:58

Huhuu Maike,
ja, das ist das Schwierige für uns, dass es im Grunde so schlicht und einfach ist.
Wir sind es so gewohnt, im Müssen und Sollen und Machen und Tun - also im Widerstand - zu sein, dass wir erst gar nicht nicht auf die Idee kommen, uns innerlich erstmal lang zu machen, anzunehmen, zu genießen und auf der Welle zu reiten.
Einfach weiter üben, das Gutgehen lassen (hey, das hab ich mir verdient!) - ist doch auch keine Arbeit - macht Spaß und verhindert Faltenbildung, grins .... :clown:
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Re: Neuanfang

Beitragvon Viereichen » 4. Mai 2015, 19:15

Liebe winner,

schön, deinen Erfahrungsbericht zu lesen. Gerade weil alles ein halbes Jahr her ist, finde ich es um so schöner. In Foren ist man leicht geneigt, die Worte von gestern den aktuellen Veröffentlichungen hinten an zu stellen. Gerade weil es sich so schnell schreibt, gerade weil sich in die Tastatur so leicht Worte in sichtbare Zeichen gießen lassen. Ich stelle das jedenfalls fest. Als Beispiel: Wenn wir für jeden Beitrag einen handschriftlichen Brief an die Adresse des Forumbetreibers schreiben müßten, was käme da wirklich an Text im Forum an?... Wieviel Energie würden wir in Worte legen, die wir mit etwas mehr Aufwand veröffentlichen würden. Um jetzt kein falsches Bild entstehen zu lassen. Ich genieße die Vorzüge des Internets mit seiner Schnelligkeit. Schnelligkeit ist jedoch manchmal auch Schnellebigkeit.

Es zeigt, wie Manifestationen in ihrem eigenen Weg, ihrer eigenen Geschwindigkeit sich im Leben ein sichtbarer Zeichen schaffen. Gratulation, liebe winner! Ich erlebe das in meinem Leben ebenfalls, manchmal ist jedoch der Zeitpunkt des Eintreffens der Manifestation ein anderer, als ich versuchte zu orchestrieren. Also waren noch Widerstände in mir, war die Zeit noch nicht reif. Meinen Weg in die Selbständigkeit wollte ich vor ca. 13 Jahren ziemlich abrupt in den Boden stampfen. Klappte nicht.

Jetzt geht das fast nahtlos, ich bekomme wie scheinbar aus dem "Nichts" Coachingaufträge. Wobei ich damals unter einen großen finanziellen Erfolgsdruck gestanden habe. Ich war quasi auf Gedeih und Verderb angewiesen, gleich damit ordentlich Geld zu verdienen. (Dieser Erfolgsdruck schnürte mir die Energie zu, ich erlebte mich nicht stimmig in meinem Tun.) Nun ist das ganz anders, meinen Lebensunterhalt kann ich aus anderen Quellen finanzieren. Das macht frei.

Das Thema "Angst" kenne ich auch. Dabei müßte man eigentlich eher "Furcht" dazu sagen. Angst ist vom Wortlaut, wie ich ihn verstehe, ein unteres Skalengefühl mit konkreten Hintergrund, mit exaktem Fokus. "Furcht" ist vielmehr diffus. Oftmals auch ein mentales Gedankenkonstrukt - wir kreieren uns schlimmstenfalls unsere Furcht selbst - im Gefolge mit einer ordentlichen Portion Cortisol (das für diese Stressreaktion zuständige Hormon) im Gepäck. Im Anhang die entsprechenden körperlichen Symptome von Verkrampfung, Herzklopfen, Kälte - Schweiß usw. ggf. auch nächtliche Unruhe.

Ich trenne gerne zwischen Angst und Furcht. Angst verstehe ich als ein natürliches Warnsignal, ein Schutzmechanismus, der uns vor Gefahren schützt. Furcht ist oftmals gedankliche Angst, oftmals letztlich unbegründete Angst. Wenn ich mir das mal wirklich vor Augen führe, dann läßt sich Furcht reduzieren. Ist es nicht so, dass diese Furcht wiederum sich aus alten Programmen der Ohnmacht und Unzulänglichkeit speist? Wer hat das denn nicht schon mal erfahren?! Ich habe diese Furcht jedenfalls gerade in meiner Kindheit sehr oft erlebt. Ich habe sie im Verhalten meiner Eltern gespürt, ich habe sie selbst übernommen usw.
Es ist "mindfuck" um mal in der Sprache des gleichnamigen Coachingbuches von Petra Bock zu kommunizieren. Es ist nichts als Antrainiertes, Erlerntes. Unser InnerBeing kennt keinen "mindfuck", der ist eher Teil des abgetrennten Verstandesweges. Das läßt sich jedoch auflösen. Wenn ich mein persönliches Muster kenne, kann ich auch die Stärke daraus erkennen. Konkret: Da ich "von Haus aus" ein eher vergleichender, bewertender Mensch bin, liegt meine Stärke gerade darin andere Menschen vorbehaltlos annehmen zu können. Wenn mir DAS klar ist, dann halte ich mich nicht lange mit meiner Angst-Schwäche auf, sondern kann gleich in meine Stärke switchen.
Ich hoffe nun, dass ich mich verständlich ausdrücken konnte. Ich wünsche jedenfalls allen Menschen mit Furcht in den Gedanken, dass Sie ihre Stärke im anderen Pol erkennen und ausleben können.

Mit lieben Grüßen in den Abend,
Viereichen
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