Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Salome » 5. Okt 2012, 10:07

Hallo Ihr Lieben,

seit geraumer Zeit arbeite ich daran mir, gerade auch als Mutter, zu erlauben egoistisch zu sein und mich damit wohlzufühlen.

Ich finde es gerade schwierig herauszufinden, warum ich die Entscheidung treffe, die ich treffe.
Welche Gedanken liegen meiner Entscheidung zugrunde?

Ich weiß, dass ich das Recht habe nein zu sagen, doch das ist, mehr oder weniger, graue Theorie.
Sage ich dann nein, frage ich mich, warum ich nein gesagt habe.

Ich könnte meinem erwachsenen Sohn den Wunsch erfüllen, ich will aber nicht mehr. Ich muss ihm mein Auto nicht geben, nur weil er gerade seines nicht nutzen kann … und komme mir dabei irgendwie trotzig vor … von Wohlgefühl kaum eine Spur …
Da ist auch ein Stück Wut mit im Spiel und ich finde sein Verhalten zum Teil dreist. Hat sich das Süppchen eingebrockt und ich soll auslöffeln helfen. Ich will nicht mehr. Das ist ein erwachsener Mann, ich muss nicht mehr helfen. Diese scheinbare Selbstverständlichkeit mit der er fragen kommt, haut mich ja fast schon um. Ich glaube, ich mache den Fehler von meiner Mentalität auszugehen …

Das ist schon eine Bürde, die ich mir da selbst auferlegt habe, der Anspruch eine „genügend gute“ Mutter zu sein, ohne genau definiert zu haben, wie eine „genügend gute“ Mutter überhaupt ist.
Die Vorstellung wie eine „genügend gute“ Mutter sein sollte, speiste sich wohl aus den Wünschen die ich an meine Mutter hatte …
Der Anspruchan diese Mutter zu sein, entsprang meinen Vorstellungen meiner Daseinsberechtigung, der Grund meines Hierseins.

Und heute denke ich, ich sollte meine Kinder befähigt haben, ihr Leben zu meistern ... kann ich das überhaupt ... mute ich mir da nicht zu viel zu?
Oder trifft da etwa Abrahams Aussage zu: „Das ist nicht deine Aufgabe.“

Nein sagen und mich wohl fühlen, wie bekommt ihr das hin?

Liebe Grüße
Salome
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Liebeszauber » 5. Okt 2012, 11:53

Liebe Salome,

kurz fällt mir dazu ein, Nein sagen kann ich gut in dem Sinne, dass ich fühle,
"ich sorge für mich" . Ich spüre das Nein als ein JA zu mir, und damit ist alles in Butter.

Ich sage es freudvoll (habe gerade so etwas erlebt, schreibe also direkt aus der
Nein sagen Schwingung heraus :five: ) und sage noch ein, zwei Dinge dazu, warum nicht-
die mich regelrecht in die Freude katapultieren von dem, was mich erwartet, wenn ich
zu der (in diesem Fall verabredeten) Situation Nein sage.

Das Interessante ist ...als ich so freudvoll meine Absage aussprach, nahm mein Gegenüber diese
verständig und -ja- liebevoll auf.

Schönes Wochenende uns allen!
Lz
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon lawofattraction » 5. Okt 2012, 12:02



Liebe Salome,

vor ein paar Tagen habe ich meine Signatur geändert, weil dieses Zitat aus einem der neueren Workshops bei mir alle Verständnis-Sirenen heulen liess. :clown:

Ich denke, Dein Thema greift genau da rein, wo es um Selbst-Akzeptanz geht und das, was wir für uns als "angemessen" erachten. Von welchen Dingen sagen wir mit Überzeugung, dass Sie uns "zustehen", wir ihrer "würdig" sind und nehmen sie voller Überzeugung in Anspruch?

Und noch einen Aspekt hat das Nein-Sagen für mein Empfinden: Gestehen wir uns zu, etwas zu verneinen, weil wir uns damit gut fühlen, wenn wir doch wissen, dass der andere sich dadurch nicht gut fühlt? Wie weit geht das Bestreben, das Wohlergehen anderer Menschen vor das eigene Wohlgefühl zu setzen?

Und dann hängt sich gleich noch ein Aspekt Thema dran: Wie lassen wir uns beeinflussen von dem, was die anderen Menschen über uns denken, wenn wir den eigenen Interessen eher folgen als den der anderen? Kannst Du damit gut umgehen, wenn Dein Sohn Dir Egoismus vorwirft oder "keine gute Mutter" zu sein?

Ich denke, wenn diese drei Punkte klar sind, dann bist Du auch in der Lage, Deinen Grid entsprechend aufzubauen. Wenn Du dieses Selbstverständnis für Dich gefunden hast, wird auch niemand kommen und Dir etwas vorwerfen oder Anforderungen an Dich stellen, die Deinen Wünschen entgegenlaufen. Dafür wird das LoA schon sorgen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Maria » 5. Okt 2012, 12:18

Liebe Salome,

ich bin zwar keine Mutter, aber ich kenne diese Situation von ein paar Freundinnen, die fast erwachsene Kinder haben und mit mir ab und an darüber reden.

Ich fasse dann gerne (liebevoll überspitzt) zusammen: „Hilfe meine Kinder sind nicht perfekt, was habe ich falsch gemacht?“

Das bringt dann ein kurzes Lachen und die Geschichte wird entspannter gesehen. Oft kommt diese „Bilanz“ zur Unzeit – also gerade dann, wenn etwas furchtbar schief gelaufen ist (aus der Sicht der Eltern).

Ich musste bei Deinem Bericht auch an eine Geschichte von Abraham denken bei der Esther für ein Kind Geld herbei zaubert und das Kind hört gar nicht mehr auf das ein zu fordern. Am Ende trennt Esther den berechtigten Wunsch des Kindes nach mehr Geld von sich selbst ab. Sie macht dem Kind klar, dass Geld aus vielen Quellen sprudeln kann und auch soll.

Ich denke dass ist es was uns beim Nein-Sagen so schwer fällt. Wir meinen es als pauschales „Nein“ und wissen gleichzeitig, dass der andere (der einfordert) ein Recht auf Wohlbefinden und Luxus hat. Wenn ich mir klar mache, dass der andere zwar ein Recht darauf hat, aber ich nicht die einzige Quelle von allem Guten sein muss, geht es mir schon besser dabei, weil ich dann mit der Quelle übereinstimme. Die Quelle, weiss dass er es schafft weitere Gelegenheiten zu finden, die ihm Wohlbefindens und Luxus (oder was auch immer) bringen.


Herzliche Grüße

Maria
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon lawofattraction » 5. Okt 2012, 13:24

Maria hat geschrieben:Wenn ich mir klar mache, dass der andere zwar ein Recht darauf hat, aber ich nicht die einzige Quelle von allem Guten sein muss,


Hallo Maria,

das ist ein interessanter Punkt. Allerdings gestaltet sich das "Recht" ausnahmslos aufgrund des LoA im Sinne des Zulassens der Wünsche durch den Betreffenden. Hat er sich seinen Grid entsprechend gestaltet, wird er bekommen, was er will - und zwar von uns oder von jemand anderem. Das ist Gesetz, darum müssen wir uns gar nicht kümmern. Wir können dann getrost davon ausgehen, dass er bekommen wird, was er per LoA zulässt. Auch dann, wenn wir "egoistisch" nein sagen.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Maria » 6. Okt 2012, 09:32

Hallo liebe Loa,

genau so ist es, hat er also seinen Grid nicht entsprechend gestaltet bekommt er ein „Nein“ und mit diesem „Nein“ die Gelegenheit seinen Grid das nächste Mal besser auf zu bauen.

Gestern habe ich ein Abrahamvideo (Video 3332, Vol. IV) zu dem Thema Schulsystem gehört. Darin wurde angeraten den Kindern ihr Recht auf Contrast zuzugestehen und Ihnen die Gelegenheit zu geben ihr emotionales Leitsystem zu erkennen und zu nutzen. Das geht aber nur, wenn ich stabil in meinem Vortex bleibe und Ihnen als Vorbild diene. Erklärungen helfen nur in so weit wie sie gerade offen sind dafür (also wenn sie sich in ihrem Vortex befinden), ansonsten bietet nur das eigene stabil im Vortex verbleiben eine Hilfestellung in Form von Vorbildfunktion.

Ich weiss, dass das alles nicht einfach ist und ehrlich gesagt bin ich oft froh, dass ich keine Mutter bin, denn das ist wirklich kein leichter Job. Ich beschäftige mich im Moment dennoch mit dem Thema, weil mein ältester Neffe gerade in der Pubertät ist und sehr viel Ähnlichkeit mit mir in diesem Alter aufweist (was meiner Schwester ebenfalls aufgefallen ist). Gerne würde ich ihm helfen, aber leider sehe ich ihn immer nur, wenn er sich ausserhalb des Vortex befindet.

Ich bin selbst auch noch nicht so stabil in meinem Vortex (wie ich es gerne wäre), mir bleibt also nichts anderes übrig als weiter an mir und meinem Grid zu arbeiten und den Kindern (es sind noch zwei, denen es im Moment aber sehr leicht fällt glücklich zu sein) in Zukunft ein noch besseres Vorbild zu werden. Ansonsten vertraue ich auf`s Leben und dass es ihnen lehren wird, was es mir ja letztendlich auch gelehrt hat und noch lehrt (da bin ich als Tante mit mehr emotionalem Abstand gesegnet).


Herzliche Grüße

Maria
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Salome » 6. Okt 2012, 09:47

Hallo und guten Morgen Ihr Lieben,

erst einmal danke für Eure Überlegungen :hug: , auf die ich später eingehen werde, weil jetzt gerade meine Gedanken dazu durcheinander purzeln :nachdenk: und ich sie lieber erst sortieren möchte. Bis dahin

lieben Gruß
Salome
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Salome » 6. Okt 2012, 13:00

So, nun bin ich einigermaßen mit sortieren fertig, für den Moment jedenfalls :clown:

lawofattraction hat geschrieben: Gestehen wir uns zu, etwas zu verneinen, weil wir uns damit gut fühlen, wenn wir doch wissen, dass der andere sich dadurch nicht gut fühlt? Wie weit geht das Bestreben, das Wohlergehen anderer Menschen vor das eigene Wohlgefühl zu setzen?


Ich glaube, das ist eine Entscheidung von Fall zu Fall und hängt damit zusammen, wie stark die emotionale Verbandelung ist.
Bei meinen Geschwistern z. B. geht das leichter als bei meinen Kindern, je loser das emotionale Band ist, desto leichter fällt mir die Entscheidung.

lawofattraction hat geschrieben:Kannst Du damit gut umgehen, wenn Dein Sohn Dir Egoismus vorwirft oder "keine gute Mutter" zu sein?

… Das mache ich selbst … Ich glaube, dass mein Sohn nie auf die Idee käme zu sagen, dass ich keine „gute“ Mutter sei.

Was mich „wurmt“, ist die scheinbare Selbstverständlichkeit, Unbedarftheit die er an den Tag legt, gerade so, als ob ein recht junges Kind seinen Wunsch äußern würde und vollkommen überrascht ist, dass es auch ein nein gibt … das steht ihm doch zu ...
Was bei mir hinzu kommt und keine gute Entscheidungshilfe ist, ist ein versteckter Mangelgedanke – das Auto nutzt sich ab – ich will mir kein neues mehr kaufen – das muss noch lange halten – ich habe das Gefühl geizig zu sein. :mrgreen:

Auf der anderen Seite liebe ich es großzügig zu sein. Es macht mir Freude meinen Lieben gegenüber großzügig zu sein. Ich gebe gerne, wenn ich möchte und meine, dass kann ich mir leisten … ich wäre gerne noch viel großzügiger … deine Freude ist meine Freude und meine Vorfreude auf deine Freude ist so schön … :gvibes:

Das alte Denkmodell, das mit dem Erziehungsfaktor … hat ausgedient.

Mir noch mal ins Bewusstsein holen wie das LoA funktioniert:
Ich kann eine der Komponenten für seine Lösung sein, wenn ich das auf meiner „Wunschliste“ habe, wenn das meinen Wünschen entspricht. Dann bringt ihm das LoA seine Wunscherfüllung und mir auch, wir haben uns gegenseitig auf dem Schirm.

Was mir schon lange durch den Kopf geht:
Ich glaube immer mehr, dass jeder ein „Thema mitgebracht“ hat zu dem er (Nicht-Physisch) Erfahrungen machen will.
Vor langer Zeit habe ich angefangen darüber nachzudenken wie es kommt, dass Geschwister so unterschiedlich sind, obwohl ihnen von den gemeinsamen Eltern, die gleichen Werte vermittelt wurden. Die Finanzen sind nun mal ein lebensbegleitendes Thema und da fallen Unterschiede leicht auf. Diese Beobachtung habe ich bei meinen Geschwistern und mir gemacht und kann sie, beinah nahtlos, bei meinen Kindern übernehmen.

Aufgrund der Unterschiedlichkeit bin ich schon länger der Ansicht, dass Kinder als Persönlichkeiten geboren werden, die gar nicht so sehr „erziehbar“ sind.

Der Kern meines Unwohlsein scheint zwei Punkte zu umfassen, den Mangelgedanken bezüglich des Autos und der versteckte Erziehungsgedanke.

Wie schön, wenn solche Denkmuster deutlich werden, das schafft Klarheit. :danke:

Schönes Wochenende und lieben Gruß
Salome
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon ZaWo » 6. Okt 2012, 13:09

Hallo Salome,

ich bin der Ansicht, dass sich ein Nein nie gut anfühlt, nur ein Ja kann das.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass dein Nein nicht richtig war. Du befandest dich in einer Contrastsituation und das war der Grund des schlechten Gefühls. Du hast etwas betrachtet, was dir nicht passt und auf das du nur mit Widerstand regieren konntest - das Nein also.

Diese Contrastsituation hattest du angezogen - wie auch immer. Oftmals gibt es inmitten des Contrastes keine Möglichkeit vortexisch zu reagieren. Das ist auch gar nicht gefordert. Reagiere irgendwie und hier erscheint mir dein Nein sogar als der Weg des geringsten Widerstandes.
Bei einem Ja hättest du dich vermutlich noch schlechter gefühlt.

Es geht - meiner Ansicht nach - jetzt nicht darum, dich bei einem Nein besser zu fühlen, wie du es in deinem Ausgangspost gewünscht hast, sondern dir stattdessen Ja-Situationen mit deinem Sohn anzuziehen. Das kann man auch generell und platt formulieren, weil Fehlersuche innerhalb deines sonstwie Glaubens nicht zum Ziel führt. Es bringst nichts, sich selbst reparieren zu wollen, wenn der reine Fokus schon reicht.

Ja-Situationen bevorzugt! :P Soll sich das LoA mal ein bissi anstrengen und mit der Füllung des Ja-Grids in die Puschen kommen.

Liebe Grüße
ZaWo
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Re: Nein sagen und mich wohlfühlen ...

Beitragvon Salome » 6. Okt 2012, 17:22

Hallo ZaWo,

ZaWo hat geschrieben:Diese Contrastsituation hattest du angezogen - wie auch immer.


Das übersehe ich so gerne :mrgreen: … die scheinen wir beide immer mal, so ganz nebenbei, auf unserem „Wunschzettel“ zu haben …
das kann ich doch ändern … das hatte mein Sohn wohl auch auf dem Wunschzettel … alles wieder paletti. :hug:

Ich finde es wunderschön, und beinah beneidenswert, wenn es Menschen gelingt einfach den Fokus zu wechseln und einen „Ja – Grid“ anzulegen. Es gibt immer unterschiedliche Möglichkeiten zum Gewünschten zu gelangen, mal ein bisschen leichter und mal ein bisschen umständlicher … :pfeif:

Schönes Wochenende
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