Mutter - Helfer - Syndrom

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Mutter - Helfer - Syndrom

Beitragvon Salome » 18. Dez 2011, 12:35

Eine lebhafte Woche ist zu Ende.

C. Geburtstag ist vorüber und hier ist wieder Ruhe eingekehrt, was ich sehr genieße. Ich bemerke gerade gemischte Gühle, zum einen die Freude darüber wieder meine gewohnte Bahn zu gehen und auf der anderen Seite meine Freude über die Lebhaftigkeit die im Haus war. Wie heißt es so schön, alles zu seiner Zeit.
Es sieht so aus, als sei das Thema C - N noch nicht ausgestanden, und ich merke, dass ich keine Lust mehr darauf habe.
Wenn jeder für seine Gefühle verantwortlich ist, bin ich auch für die meinen verantwortlich. :stimmt:

Was kann ich für mich tun?
Ich kann ja weder für C (Tochter) noch für N (Freundin) denken. Im Moment glaube ich, dass alles gesagt ist, was zu dem Thema zu sagen ist. Solange das gewünschte Ziel nicht erreicht ist, läuft etwas verkehrt und ich habe noch was zu tun, nur was?
Was ist denn mein Ziel dabei?
C fühlt sich mies und ist traurig. Ich möchte ihr gerne helfen und weiß genau, dass ich nur dann eine mögliche Hilfe sein kann, wenn ich mit mir und der Welt zufrieden bin.
Als erstes andere Gedanken zu ihrer Traurigkeit finden.
Es ist ihre Traurigkeit und nicht meine. Ich darf gerne Anteil nehmen, doch brauche ich dazu nicht selbst traurig zu werden.
Was kommt von all dem bereits gesagten bei ihr an. Die Worte hat sie alle gehört und gelesen, doch was ist fühlbar?

Stopp, meine Gedanken kreiseln um meine Tochter und ihr Wohlbefinden.

Außerdem, warum mache ich mir so einen Kopf. Ich muss nicht helfen.

Wieviel Vertrauen habe ich denn in die Fähigkeiten meiner Tochter? Das ist ziemlich gemischt.
Ist da irgendwo noch etwas versteckt. Ja, mein verfluchter Impuls immer wieder helfen zu wollen.

Es wird Zeit, dass ich mir klar mache, dass ich nicht wirklich helfen kann und es nicht meine Aufgabe ist zu helfen. Ich kann ihr keine Befindlichkeit abnehmen. Das ist auch nicht Sinn und Ziel meines Lebens.
Das ist schon ziemlich heftig, den Impuls zu helfen anzuschauen und ihn dann liebevoll an die Seite zu legen, nur was anderes geht mit Abraham nicht mehr.

Was geht denn mit Abraham, welche Möglichkeit bietet sich mir gerade?

Ich bekomme gerade die Chance mein Mama - Helfer Syndrom zu verabschieden und mich dabei gut zu fühlen.
Na ja, da habe ich schon noch was zu tun. Ich habe gerade keine Lust mehr Mama Helfer zu sein. Ich will mich unbeschwert wohl fühlen. Du und deine Drama Queen, nun habe ich aber genug davon. Du machst ja genauso ein Drama aus der Geschichte.

Ich kann dich nur liebevoll loslassen und darauf hoffen, dass du zu deinem Wohlbefinden zurück findest, ob nun mit N oder ohne. Das heißt für mich, mich wohl zu fühlen egal ob du dich wohlfühlst oder nicht.

Mir immer wieder ins Bewusstsein zu holen, das ich nur für mich verantwortlich bin und immer nur gewesen bin. So sieht der Plan aus, wenn ich aus dem Nicht-Physischen komme. Alles andere sind falsche Annahmen.

Oh man, da hin zu kommen ist noch ein Stück Weg, doch ich bin zuversichtlich, dass es mir gelingt. Das geht nur, wenn ich mich an die bedingungslose Liebe anbinde, immer und immer wieder. Darauf vertraue, dass ich den Weg dahin finde und ihn immer leichter gehen kann. Je mehr ich darauf vertraue, dass dies ein guter Weg ist und ihn einfach leben kann, desto besser wird es mir gelingen und umso wohler fühle ich mich.

Das fühlt sich gerade wie Überzeugungsarbeit leisten an. Wie weit will oder muss ich mich davon überzeugen, dass es genau so ist. Das ich als Mutter nicht helfen muss, weil wir alle mit unglaublichen Fähigkeiten geboren werden.
Bevor ich anfange mich im Kreis zu drehen höre ich jetzt erst einmal auf.

Wie geht Ihr so mit dem Thema um?

Ich wünsche :uns: allen einen geruhsamen 4. Advent
Salome
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Re: Mutter - Helfer - Syndrom

Beitragvon Salome » 18. Dez 2011, 15:28

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal das Thema helfen wollen und Du, liebe Loa hast mich an den Workschop 75 erinnert und das ist mir gerade wieder eingefallen.

„Wenn Du aber ... jedes Thema besteht in Wirklichkeit aus zwei Themen ... Du nimmst den Stock, auf dem Liebe steht und auf dem einen Ende davon ist Verbundenheit-Liebe und auf dem anderen Ende Mangel von Liebe. Jedes Thema hat zwei Seiten, das Gewünschte und seine Abwesenheit. Nur die Worte zu benutzen ist nicht genug, Du musst sicherstellen, dass Du das schwingungsmässige Ende des Stockes geübt hast, das in Harmonie mit dem ist, der Du wirklich bist.
Du hast Recht, es gibt viele Menschen, die gerne lieben möchten und in ihrer Vorstellung von Liebe Verantwortung fühlen. Wenn jemand "ich liebe Dich" aus dieser Sichtweise sagt, so sagen sie in Wirklichkeit "ich liebe Dich, und ich verwende die Macht meiner Kraft, um Dir zu helfen". Das bedeutet "ich sehe Dich als schwach". Jedesmal, wenn Ihr jemandes Schwäche seht, dann seid Ihr nicht in der Schwingung von Liebe. Wenn Ihr nämlich wirklich in Ausrichtung auf die Quellenenergie seid, dann seht Ihr nicht die Schwäche in einem anderen Menschen.“


Ich glaube, ich habe noch einigiges an Übungsbedarf. :clown:
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Re: Mutter - Helfer - Syndrom

Beitragvon Kia » 18. Dez 2011, 16:00

Liebe Salome,

schau mal, was Loa geschrieben hat HIER
und auch da: Leben in Freiheit und Freude

Ich denke, das könnte Dir sehr helfen, Dir das bewusst zu machen, dass wir am ehesten Geben, was wir SIND und gar nichts geben müssen, auch den eigenen Kindern dürfen wir den für sie selbst richtigen Weg zutrauen, in Übereinstimmung mit ihrem eigenen Inneren Sein.

Ich spüre da bei Dir noch ein paar Glaubenssätze aus dem Kollektiv-Bewusstsein, dass die Mutter für das Wohl der Kinder zuständig ist, ich finde Du bist auf dem richtigen Weg, Dich daraus loszulösen, wenn Du schreibst
Salome hat geschrieben:Das ist schon ziemlich heftig, den Impuls zu helfen anzuschauen und ihn dann liebevoll an die Seite zu legen, nur was anderes geht mit Abraham nicht mehr.


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Sein im Vortex riesige Kraft hat und auf die Menschen um uns abfärbt auf Schwingungsebene. Sie erhalten sozusagen eine Schwingungs-Einladungs-Karte in den eigenen Vortex rein zu schwingen. Und das ist so viel kostbarer als alle Worte und Taten ausserhalb Vortex, die ja nur die Endlose Wechselseitige Abhängigkeits-Geschichte weiter nähren.

Du bist jetzt auf gutem Weg, diese "Wechselseitigen-Abhängigen" Strukturen (ich meine das nicht klinisch) ein für alle mal hinter Dir zu lassen. Gib Dir um Himmels Willen Zeit, das geht nicht in einem Schritt. Mehrere kleinere Schritte kannst Du mit Leichtigkeit und Freude nehmen. Und ich kann diese Schritte spüren, in dem, was Du schreibst.

Und Vertrauen üben in Dich Selbst. In diesem Selbst ist die Tochter auch mit drin. Auf einer Ebene im Vortex.
Und dann hat sie ja ihr eigenes Gewahrsein ihrer Göttlichkeit, das sie aber leichter zur Blüte bringen kann, wenn Du möglichst wenig "machst". Leichter deshalb, weil das auf sich selbst geworfen sein manchmal das ist, was wirklich weiter bringt - in den eigenen Vortex.
Lieben Gruss
Kia
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Re: Mutter - Helfer - Syndrom

Beitragvon Salome » 18. Dez 2011, 16:10

Ich glaube, dass dies mir auch noch gut tut.

35 - Liebt sie in ihrer Verurteilung

Esther hat festgestellt, so wie Ihr das auch feststellen werdet, dass sie ihre (anderer Menschen, Anm.d.Ü.) Wahrnehmung ihrer selbst nicht kontrollieren kann. Und wenn sie es versucht, verliert sie ihre Anbindung an die, die sie ist.

Das einzige, was jemals jemanden negative Emotionen fühlen lässt, ist, die eigene Verbindung zu dem wahren Selbst zu verlieren.

So viele Menschen, die inmitten einer Verurteilung gefangen sind - unabhängig, was es ist, was sie verurteilen - verhalten sich daher auf eine Art und Weise, die ganz anders ist als die des wahren Selbst. Wenn Ihr verurteilt, so geht Ihr in eine Verteidigungsstellung. Und wenn Ihr dann getrennt seid von Eurem wahren Selbst, so fühlt sich das schrecklich an.


Seid Ihr aber im Vortex und habt Ihr Verständnis für die anderen, dann liebt Ihr sie in ihrer Verurteilung. Ihr versteht, dass sie einen Step 1-Moment durchleben. Ihr versteht, dass sie Anbindung suchen. Sie haben nur noch nicht herausgefunden, wie sie die Verbindung herstellen können.

Ja, ich habe Verständnis für alle Beteiligten und auch für mich.
Worin besteht der Unterschied zwischen Meinung und Urteil? :102:
Liegt der Unterschied dabei darin, dass meine Meinung wertungsfrei ist, Ich sehe das Thema so und so...
Urteile ich über das Thema, so ist da ein Widerstand gegen das was ich wahr nehme. - Schuldzuweisung? :?:

Ich verstehe sie alle, doch davon ist das Thema noch nicht vom Tisch. Wie sehr halte ich denn gerade fest? :mrgreen:

Der Schlüssel ist immer wieder derselbe, der Mensch will geliebt sein, bedingungslos. Weil er das mit sich selbst nicht so hinbekommt sucht er sich andere, die das für ihn tun. Verhalten sich die Anderen nicht so wie ich das möchte, fühle ich mich nicht genug geliebt und komme überhaupt nicht auf die Idee mich selbst tüchtig zu lieben. Täte ich das nämlich, würde ich gar nicht nach dem Verhalten der Anderen schielen, es wäre mir schlicht weg egal.
Na, dann fange ich doch mal an. :P

Ich glaube, ich bin jetzt gerade etwas zu streng mit mir selbst. Da ich ja auf dem Weg bin und kontinuierlich dazu lerne, mache ich mein Ding so gut wie ich es jetzt gerade vermag. Es ist so wohltuend mich daran zu erinnern, das ich in jedem Augenblick, genau da wo ich JETZT stehe, mein Bestes gebe. :gvibes:
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Re: Mutter - Helfer - Syndrom

Beitragvon Salome » 27. Jan 2012, 09:27

Eben dachte ich an C. und ihren Kontrast, es sieht so aus als ob die Freundschaft mit N. ein Auslaufmodell ist. Es macht ihr heftig zu schaffen und sie zeigt die ersten körperlichen Symptome.
( wohl nicht nur deswegen )

Nun bin ich für mich ein paar Schritte weiter und kann mein Helfer-Syndrom immer besser loslassen. Mir wird immer bewusster wie unsinnig dieses Verlangen helfen zu wollen ist. Unsinnig ist noch nicht die treffende Beschreibung, das ist eher ein Einmischen, eine Einschränkung des anderen. Im Grunde genommen stelle ich dem anderen ein Armutszeugnis aus. Ich halte ihn nicht für fähig seine Angelegenheiten zu regeln, doch in Wahrheit stelle ich mir ein Armutszeugnis aus, denn würde ich in vollem Umfang an meine eigenen Fähigkeiten – an die Gesetzmäßigkeit des LoA – glauben, käme ich überhaupt nicht auf die Idee der Einmischung, des Helfen wollen. :mrgreen:

Je bewusster ich mir meiner Fähigkeiten werde und je besser ich sie einsetzte, desto liebevoller kann ich sie ihr Ding machen lassen. Es berührt mich schon sie traurig und auch zornig zu sehen, doch es tut mir nicht mehr weh, ich leide nicht mehr in dem Maße mit.
Je mehr ich mir meiner eigenen Machtfülle bewusst werde, desto leichter kann ich ja auch erkennen, dass sie über genau die gleiche Machtfülle verfügen kann, nur diese Erkenntnis kann und will ich ihr nicht überstülpen.
Was ich machen kann und das ist schön, ich kann sie mir in ihrer Machtfülle vorstellen. Ich kann sie mir als souveräne, gelassene und freudige junge Frau vorstellen. Dieses Bild von ihr gefällt mir ausnehmend gut. :loveshower:
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Re: Mutter - Helfer - Syndrom

Beitragvon Molly » 27. Jan 2012, 16:52

Ich habe eine Passage im Kopf, entweder aus "ein neuer Anfang" oder "LOA geld": "Du kannst anderen nur aus einer Position der Stärke helfen."

Ich interpretiere das so, dass ich mich schwingungsmäßig nicht mit dem eigentlichen Thema befasse, mich nicht hineinführe, identifiziere, überlege "was würde ich in der Situation tun?"
Sondern aus meinem Fokus heraus, mit gutem Gefühl Unterstützung anbiete, wenn mir die andere Person nahe steht. Gegenenfalls praktische Hilfe oder lösungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeiten und zu reflektieren. Zukunftsideen zu basteln, Mut zu machen, schönes gemeinsam unternehmen, sich gemeinsam auf das schöne im leben zu stürzen. :loveshower:
Aber nicht mehr dieses "im Schmerz suhlen" was viele Freundinnen / Mütter / Frauen meiner Meinung nach häufig für andere Menschen tun (ob diese es wollen oder nicht).

Es gibt tolle Passagen dazu, mit denen ich viel gearbeiteten habe. Aber leider sind meine Notizen weg, vielleicht erinnert sich jemand der anderen UserInnen. :oops:
I am such a fortunate girl
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