Mit frischer Kraft...

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 23. Jan 2012, 09:04

Hallo, ihr Lieben...

ich habe gerade "Ein neuer Anfang" gelesen, nach einer längeren "Pause", in der ich mich einfach nur beobachtet habe - was denke ich, wie fühle ich mich, wie gestaltet sich die Realität. Ich war ja immer sehr offen für Abraham und überzeugt , aber eben nicht sehr erfolgreich in der Umsetzung, unter anderem, weil ich mich mein Leben lang , auch beruflich, mit Psychologie beschäftigt habe, die mich immer wieder in die Vergangenheit geführt hat und es mir schwer gefallen ist, diese Krücke loszulassen. Das Sein im Jetzt fühlt sich für mich ungewohnt an, aber auch erleichternd ( endlich...).
Nun bin ich zwar erst seit etwa einer Woche dabei diszipliniert ( vor allem ) mit einem Abschnitt aus dem Buch zu arbeiten, der bei mir eingeschlagen hat wie eine Bombe, nämlich dem über das innere Gleichgewicht, verglichen mit einem Seiltänzer, der einen Schritt zurück machen muß, wenn er es verliert, sich ausbalancieren muß und erst dann weitergehen kann.
Ich habe ein unglaubliches Bedürfnis, mich mitzuteilen :oops: Daher möchte ich hier, für erst einmal 10 Tage, schreiben, wie es so läuft.

In der letzten Woche habe ich in allen Lebensbereichen eine Art Bestandsaufnahme meiner Erfahrungen gemacht, um jede unerwünschte beenden zu können ( "Kenne ich jetzt, kein Grund, diese Erfahrung noch einmal zu machen").
Da Wohlstand mein wohl größtes Thema ist, muß ich hier sehr oft einen Schritt zurücktreten und mich ausbalancieren, und in allem, was mit Beziehungen zu tun hat, fällt es mir am schwersten, nicht ( unbewußt ) zu psychologisieren.

Für heute habe ich die Absicht, den Moment zu genießen und das beste für ihn zu empfinden.
Euch wünsche ich auch einen schönen Tag.

LG
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Shaddai » 23. Jan 2012, 09:40

Liebe Shaoli,

das hört sich doch wundervoll an. Ich wünsche Dir viel Freude dabei. Ich kann Dich nur zu gut verstehen...
Fühle Dich gesegnet.

Shaddai :hug:
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Kia » 23. Jan 2012, 12:25

Liebe Shaoli,

ich schliesse mich den guten Wünschen an :hregen:
und wünsche Dir eine reiche Ernte von Erkenntnissen und Einsichten in Dein Sein :ros:

:danke: Kia
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 24. Jan 2012, 09:08

Guten Morgen,

danke euch :danke:
Ich war irgendwann einfach nur noch frustriert, weil ich immer wieder Zickzack laufe und nie Ruhe eingekehrt ist. Irgendwas war immer, was ich nicht wollte und dann war es mir egal. Aber indem ich mich habe treiben lassen, habe ich dann doch ein klares, zusammenhängendes Bild bekommen, wie die Dinge in mein Leben kommen, die ich nicht will. Am Ende bin ich in ein tiefes Loch gefallen und als ich mich darin gerade häuslich einrichten wollte ( alles egal ) , lief ich zufällig in eine Buchhandlung, mein erster Blick fiel auf "Ein neuer Anfang" .

Ich habe schon in sehr jungen Jahren versucht, die Kontrolle zu bekommen, indem ich Erklärungen für mich und das Verhalten meiner Mitmenschen gesucht habe, endlos viele Millionen furchtbar komplizierte Gedanken gedacht und gar nicht mitgekriegt, worauf ich mich ausgerichtet habe. Irgendwie fand ich mich immer ganz schön kaputt - und es paradox, dass meine Umwelt stets so extrem hohe Ansprüche an mich stellt, in jeder Hinsicht. In den letzten Monaten wurde ich extrem oft aufs härteste kritisiert und habe auch gemerkt, dass mein inneres Wesen sich sofort in Form negativer Gefühle bemerkbar machte und der Gedanke folgte " So bin ich nicht ".
Bevor ich in das Loch gefallen bin, habe ich aufgegeben und jeden Mitmensch quasi seiner Wege geschickt, es war mir wirklich egal, wer was denkt oder wer sich wie fühlt und warum. Und das war gut so, sogar die absolute Leere war eine Erleichterung. Der völlige Kontrollverlust war eine Erleichterung. hatte ich schon öfter, nur bin ich immer wieder in mein altes Muster zurückgefallen.

Ich bin auch jetzt nicht euphorisch, aber aufmerksam mir selber gegenüber.
Später mehr und von nun an nur noch vom Erwünschten berichtend.

LG
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Salome » 24. Jan 2012, 11:24

Liebe Shaoli,

ich freue mich über Dein Mitteilungsbedürfnis. :hug:
Dadurch das Du Dich mitteilst hast Du mir auch schon einen Hinweis geschenkt, dem ich auch gleich nachgegangen bin :P na den mit dem Gleichgewicht und der Kunst des Balancierens. :danke:

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und immer mehr schöne Momente.

Liebe Grüße
Salome
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 25. Jan 2012, 09:14

Ich mache das gut :gvibes: . Die Umstände, die ich mir erschaffen habe und nicht will, zu ignorieren fällt mir gar nicht so schwer und immerhin habe ich es zwei Wochen geschafft, mich auf den Moment zu besinnen und darin das Beste zu sehen. Aufgaben, bei denen ich sonst einen Hals bekomme, habe ich sehr viel gelassener erledigt. Ich bin ja mein eigener Chef und kann tatsächlich sofort sagen, dies und das mache ich jetzt einfach nicht mehr, das gestalte ich anders. Klare Entscheidungen zu treffen, was ich möchte, das vergesse ich manchmal oder besser, ich vergesse, sie auszuformulieren und mich nicht mittendrin von einem anderen Gedanken ablenken zu lassen. Aber zumindest merke ich, dass ich mich besser fühle, wenn ich einen Gedanken nach dem anderen bewußt wahrnehme und so gut ich kann, zu Ende zu denken für den Moment :gvibes:
Schwierig wirds, wenn andere von außen einwirken, mich zum Beispiel kritisieren oder einen Wunsch äußern, der nicht meinen Wünschen entspricht, jedenfalls, wenn der andere mir nahesteht und ich einen Konsens finden will, die Vorstellung, mein Verhalten ändern zu müssen, sich aber nicht gut anfühlt.
In dem Moment, in dem man mich kritisiert, fühle ich mich schlecht ( natürlich nicht immer, manchmal geht mir auch ein Licht auf und ich denke "Ey, dass ich da nicht selber `drauf gekommen bin." ) und wenn ich Abe richtig verstanden habe, dann deswegen, weil mein inneres Wesen mir signalisiert, dass ich dabei bin, mich von dem, was ich möchte, zu entfernen.
Also müßte ich nur eine klare Entscheidung treffen, die sich gut anfühlt. Oder so gut wie möglich.

LG
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 25. Jan 2012, 23:59

Habe mich heute desöfteren dabei erwischt, kompliziert zu denken. Immer ein Punkt, an dem die Verbindung zu meinem inneren Wesen zumindest abzureißen beginnt. Kompliziert wird es nur, wenn ich versuche, etwas zu verstehen, dass sich nicht gut anfühlt. Ich frage mich dann, warum es sich nicht gut anfühlt, wenn die andere Argumentation durchaus schlüssig klingt und versuche, nachzufühlen. Ist oft so, dass "der andere" Argumente hat und ich Gefühle. Richte ich mich nach meinem Gefühl, dann fühlt es sich eben entweder gut oder schlecht an. Es fällt mir schwer, "nein" zu sagen, wenn sich etwas nicht gut anfühlt, also auf meine Gefühle zu vertrauen. Wenn es um Beziehungen geht, möchte ich manchmal nicht "nein" sagen, weil es immer auch Gutes gibt. Mir ist noch kein Mensch begegnet, der immer nur gute Gefühle oder nur schlechte Gefühle in mir ausgelöst hat. Tendenziell habe ich mich immer eher auf das konzentriert, was ich schätze und mag. Beweis: ich habe inzwischen ein gutes Verhältnis zu meinem Ex-Mann. Nicht klebrig wegen der Kinder, sondern sauber.
So langsam komm ich dahinter, dass ein "nein", dass ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht aussprechen will, Chaos statt Klarheit schafft, weil es in meiner Schwingung aktiv ist - beziehungsweise muß vorher schon etwas in mir in Resonanz gewesen zu der Situation als solcher.

In den nächsten Tagen werde ich das, was Abraham übers Umwandeln sagen, weiter trainieren: Schlechtes Gefühl = ich denke an etwas, dass nicht in Harmonie zu meinen Absichten ist. Also Schritt zurück und überlegen, was ich will und warum ich es will. Und dann so lange daran denken, bis ich mich besser fühle.

Wünsche euch eine gute Nacht und süße Träume,

Shaoli
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 26. Jan 2012, 09:17

Thema Geld: was mich enorm beeinflußt, sind die Äußerungen meiner Kunden über soziale Ungerechtigkeit. Die einen leben vom Amt und klagen über zu wenig Geld, die anderen gehen arbeiten und meckern über die einen. Oder die Ämter. Ich versuche mich da auszuklinken und wenn ich etwas sage, wenigstens neutral zu bleiben. Einmal hat sich ein Teenie- Vater nach einem Gespräch entschlossen, doch weiter zur Schule zu gehen. Aber erzählt mal einer lieben älteren Dame, die etwas kauft, um ihren Enkeln eine Freude zu machen, dass sie die Tatsache, dass sie ihre Rente nicht durchkriegt, selber erschaffen hat...Da kann man nur sagen: " Sie schaffen das ! " Ich habe ihr spontan noch einen kleinen Gutschein geschenkt.

Wirklich ärgerliche Kunden habe ich nur alle paar Monate mal. Als ich eröffnet habe, war mein Ziel natürlich finanzielle Unabhängigkeit und meine Inspiration, durch mein Angebot und die Art, wie ich es präsentiere, zu inspirieren. Einen schönen kleinen Ort zu erschaffen, an dem man Farben, Formen und Stoffe auf sich wirken lassen kann, wo man Dinge findet, die ein bißchen anders sind...
Ich würde mir nur wünschen, investieren zu können, damit ich meine Ideen schneller umsetzen kann.
Ich denke oft: " Dafür habe ich jetzt kein Geld " Mangel in seiner reinsten Form.
Was will ich ?
Ich will die finanziellen Mittel, um meine Inspirationen umsetzen zu können - um mit Farben, Formen und Materialien spielen zu können, sowohl privat als auch beruflich.
Warum will ich das ?
Weil es mir die größte Freude macht.



In dem Sinne euch allen einen freudvollen Tag
Shaoli
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Faa » 26. Jan 2012, 10:31

dass sie die Tatsache, dass sie ihre Rente nicht durchkriegt, selber erschaffen hat..

Damit werden Schuldgefühle ausgelöst und genau das sollten wir vermeiden.
Es spielt für mich keine Rolle, warum andere in Situationen geraten, mit denen sie zu kämpfen haben. Ich habe meine eigenen Probleme und muss mich um mich kümmern. Und zwar so, dass ich mich gut dabei fühle.
Ja, die Lehren Abrahams und Seths kann man wirklich für sehr egoistisch halten - ich finde es wunderbar erfrischend, mal mich um mich zu kümmern. :genau:
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Kia » 26. Jan 2012, 12:04

Danke Shaoli, ich lese so gerne hier und mag Deinen Fluss gar nicht unterbrechen :bussi:

Ich bin überzeugt, Du findest für Dich immer wieder die richtige Balance - es hört sich jedenfalls alles so stimmig an.

Und Dir auch einen schönen Tag - danke, dass Du uns teilnehmen lässt :ros:

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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Salome » 26. Jan 2012, 13:47

Liebe Shaoli,

ich schließe mich einfach mal Kias liebevollen Worten an.

:danke:

Liebe Grüße
Salome :lieb:
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 26. Jan 2012, 23:42

:danke:

Ich habe gerade beschlossen, mich als Händlerin für eine Firma zu bewerben, deren Produkte ich nur anschauen muß, um mich inspiriert zu fühlen, - mein derzeitiger Lieblingsladen hier vor Ort ist ein Trödler, wo man für ein paar Cent oder Euro wirklich schöne Stücke aus den 50igern, 60igern und 70igern ergattern kann.
Vor zehn Jahren bin ich ( und mein Ex-Mann erst...) fast verzweifelt, weil ich in keinem Möbelgeschäft und keinem Katalog etwas gefunden habe, was mich wirklich zufriedengestellt hätte, aber in solchen Trödelläden immer etwas.
Da ich unlängst mit meiner Mutter mal wieder durch die Möbelhäuser gezogen bin und wieder gar nichts gefunden habe, was mir gefallen hätte, habe ich mir Gedanken gemacht, ob es eine fantasievoll getarnte Art des Mangelbewußtseins ist, dass ich lieber auf Flohmärkten stöbere. Und ich finde es auch toll, für wenig Geld etwas zu kaufen, aber vor allem fasziniert mich der Gedanke, dass das Teil eine Geschichte hat, die sich mit meiner verbindet, wenn ich es bewahre.
Und da ich, auch, wenn ich Millionen zur Verfügung hätte, immer nach solchen Sachen suchen würde und mich gut dabei fühle, kann es kein Mangel sein. Eigentlich habe ich sogar Trends gesetzt :teuflischgut: , denn es gibt ja momentan jede Menge Bücher und Zeitschriften zu dem Thema.

Mein Mangelbewußtsein hat seine Wurzeln in meiner Kindheit und die ist ja nun wirklich vorbei. Ich könnte schon Oma sein. :shock: . Ich habe eben nie "über den Tellerrand gekuckt" und mir immer nur soundsoviel zugestanden - soundsoviel Wohlstand, soundsoviel Freude, soundsoviel Freiheit...geschweige denn, dass ich es wirklich gewagt hätte, immer nur Freude und Freiheit für mich zu beanspruchen - in den letzten Jahren immer mehr, aber mal mehr, mal weniger gehemmt.
Einem nahestehendem Menschen geht es gerade sehr schlecht...und trotzdem bestehe ich innerlich völlig hemmungslos darauf, mich gut zu fühlen und die Verbindung zu meinem inneren Wesen herzustellen, einfach, weil ich, als ich in meinem Loch herumgehangen bin, ein für alle Mal begriffen habe, dass ich auf der Strecke bleibe, wenn ich nicht hemmungslos danach strebe, mich gut zu fühlen und dass ich dann zu einem unzufriedenen Menschen werde, der ich nicht sein will und den ich auch nicht mögen würde.
ich bin sehr froh, dass es euch gibt und ich mich hier ausdrücken darf.

Liebe Grüße
Shaoli
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Liebeszauber » 27. Jan 2012, 12:38

Liebe shaoli,

mir macht so viel Spass, von dir und deinem `Tagebuch` zu lesen. Wie wunderbar sich die Dinge für dich entwickeln und wie anschaulich du sie für uns hier herein bringst, das gefällt mir.
So bleibt mir jetzt nur noch, dir zu applaudieren... :klatschen:

trotzdem bestehe ich innerlich völlig hemmungslos darauf, mich gut zu fühlen und die Verbindung zu meinem inneren Wesen herzustellen

:P

ein für alle Mal begriffen habe, dass ich auf der Strecke bleibe, wenn ich nicht hemmungslos danach strebe, mich gut zu fühlen

:stimmt:

Liebesgrüße von
Liebeszauber
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 28. Jan 2012, 22:41

Heute war ein schwieriger Tag mit heftigen Gefühlen - von Ohnmacht bis Liebe die EGS `rauf und `runter. Aber dass sie auch an wirklich schwierigen Tagen da sind, bzw. ich sie wahrnehme, die schönen Momente und sie wirklich gute Gefühle auslösen ( ohne rosa Soße ) das werte ich als Riesenfortschritt.
Ich werde mich jetzt mit einem schönen Buch, einer Wärmflasche und einer Tasse Tee ins Bett begeben und entspannen.

Auch euch eine friedliche Nacht
LG
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Kia » 29. Jan 2012, 20:39

Dir auch eine erholsame Nacht und guten
Wochenbeginn.

Danke Dir :ros:

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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 30. Jan 2012, 14:36

So, dann bin ich wieder. Habe mich den ganzen Morgen bemüht, der russischen Kälte etwas Gutes abzugewinnen und endlich fiel mir ein, dass Kälte ein guter Grund ist, zumindest für nächsten Winter den Kauf dieses traumhaften Pullis anzustreben, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht ( der Preis allerdings auch nicht ) :mrgreen:

Ich muß, auch, wenn es sehr persönlich ist, mir hier selber mal schreiben, dass ich einen wunderbaren Partner habe, der mich auf Händen trägt. Ich kann das oft nicht wirklich wertschätzen, weil ich nicht darum bitte und es gewohnt bin, alles alleine zu machen. Er erinnert mich manchmal an einen Rettungshund, der auch die Schwimmer aus dem Wasser zerrt, die nicht in Gefahr sind und nicht gerettet werden wollen.
Ich bin sehr empfindlich, wenn mir jemand ungefragt Ratschläge gibt, sehr darauf bedacht, mich vor Einflüssen von außen zu schützen und dachte bisher, dass ich auch gut daran tue, bis ich jetzt dahintergekommen bin, dass mal wieder der umgekehrte Fall der folgerichtige ist: ich werde noch mehr Einflüsse anziehen, vor denen ich mich schützen will, solange ich das Gefühl habe, mich schützen zu müssen :nachdenk:
Was will ich schützen ? Das Gefühl, dass ich ganz und gar richtig bin, so wie ich bin und mein Leben lebe.
Warum will ich es schützen ? Weil ich mehr als alles andere fürchte, von Menschen, die ich liebe, wie Dreck behandelt zu werden, wenn ich ihren Erwartungen nicht entspreche.
Diese Angst löst starke Gefühle aus: manchmal will ich den anderen ebenso verletzen, ebenso vernichtend treffen, wie er mich getroffen hat, manchmal tue ich mir einfach nur ganz schrecklich leid.

Ich taste mich gerade darum herum, wie es sich anfühlen würde, das alles abzuhaken und von nun an davon auszugehen, dass es nichts gibt, wovor ich mich schützen muß, sondern immer nur Dinge, die sich gut anfühlen , Dinge, die sich schlecht anfühlen.
Ich will ja nicht mehr psychologisieren, aber ich bin vaterlos und davon ist etwas in meiner Schwingung enthalten. Jedenfalls habe ich einen Hang zu mannhaften Helden, die mich beschützen, notfalls auch mit Muskelkraft ( jaja, ich weiß, ein bißchen primitiv...). Da ich aber weiß, dass ich selber auf mich aufpassen kann und darüber hinaus, wie ich erst gar nicht in die Situation komme, einen Beschützer zu brauchen, nervt es mich, wenn mir jemand das Gefühl gibt, dass ich ihn brauche. Und da wird es kompliziert. Da kompliziert sich schon nicht mehr so gut anfühlt, wie ich mich fühlen will, möchte ich diesen Widerspruch abhaken.

Es fühlt sich gut an, einen Menschen in meinem Leben zu haben, der mich liebevoll behandelt. Fertig.
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 31. Jan 2012, 14:23

Ich greife hier mal Kia auf, die mich immer beflügelt, wenn ich schwerfällig werde :danke:

Ich habe drei Kinder, deren Wohlbefinden mir oft wichtiger ist als mein eigenes. Ein Erziehungskonzept oder gar ein Erziehungsziel hatte ich nie, eher habe ich darauf gehofft, dass sich alles von alleine fügt und findet, wenn sie sich geliebt fühlen. Eigentlich habe ich nur eine Regel aufgestellt, nämlich, dass jedes Leben geachtet und geschätzt zu werden hat - also keine Salamander in Gläser gesteckt, kein Hund am Schwanz gezogen, kein Kind gehauen wird...
Trotzdem - oder gerade weil es so ist - , habe ich unglaublich hohe Ansprüche an mich selber, vor allem den, einfach da zu sein, ohne mich aufzudrängen. Aufzufangen, ohne sie zu bemitleiden. Für sie zu sorgen, ohne sie zu belehren. Sie zu schützen, ohne sie einzuengen und so weiter.

Dieses "nichts ist wichtiger, als dass ich mich gut fühle", scheint manchmal dem Wohlbefinden der Kinder so diametral entgegengesetzt, dass ich das Gefühl habe, mich entscheiden zu müssen. Ich "verkneife" mir so manches, um ein gutes Vorbild zu sein und von der finanziellen Seite aus betrachtet, komme ich sowieso erst, wenn die Kinder haben, was sie brauchen und ich käme nie auf die Idee, dass ich mich deswegen schlecht fühlen sollte, es ist einfach so. Umso mehr, seitdem ich geschieden bin und mein Ex-Mann nicht mehr so präsent.

Diese vielen Einflüsse haben mich über kurz oder lang immer einknicken und nachgeben lassen :oops:

In den letzten Wochen denke ich immer: "Jetzt, jetzt, jetzt ". Nicht übermorgen, nächstes Jahr oder vor drei Monaten, nicht, wenn sie erwachsen sind oder dies oder das oder jenes ... sondern jetzt. Alle anderen Gedanken ( in Gedanken ) auf den Zeitpunkt verschieben, an dem sie konkret werden ( könnten, oder auch nicht...)
Ich bin jetzt, sie sind jetzt. Was ist jetzt gut oder zumindest besser ?

Die Entscheidungen, die ich auf diese Art treffe, sind jedoch absolut klar und so langsam spüre ich, dass alles um mich herum an Klarheit gewinnt, überschaubarer und weniger widersprüchlich wird.

So, Mittagspause ist vorbei, ich gehe jetzt mein Auto auftauen.

Leicht verfrorene Grüße
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 1. Feb 2012, 09:04

So.
Tag eins des Strebens nach hemmungslosen Wohlseins.

Ich finde, ich habe mir Leichtigkeit "verdient" und auch Wohlstand. Mein Leben ist so, wie es jetzt ist, in Ordnung, eigentlich fehlt es mir wirklich nur an innerer Leichtigkeit ( was sich Außen spiegelt ).
Gestern habe ich angefangen, zu sortieren, was ich nun mag und was ich nicht mag, mir überlegt, wovon ich mir nehmen will und wovon nicht.

Heute gehe ich voller Vorfreude ins Geschäft, denn ich habe mir eine "Strategie" zurechtgelegt, wie ich Themen, die mein Denken verkleben, für mich auflösen kann. Irgendwann diese Nacht ist mir klar geworden, dass nicht ICH unter sozialer Ungerechtigkeit leide und mein inneres Wesen schon mal gar nicht.

Liebste Grüße
Shaoli
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 1. Feb 2012, 13:41

Habe mir reichlich Bücher ins Büro gelegt, damit ich jederzeit lesen kann, bevor ich kribbelig werde. So entsteht das Gefühl des Wartens erst gar nicht und ich kann eine Begegnung oder eine Situation, die mich ins grübeln bringen könnte, damit beenden. In der Mittagspause, morgens und abends, habe ich genug Zeit, mich wieder bewußt auszurichten. Es geht ja nur darum, mich gut zu fühlen, also kann ich alles tun, wann immer ich will und wo immer ich will ( bisher habe ich Freizeit und Arbeit ganz strikt getrennt ) . Der Rückzug auf etwas anderes hilft mir, aus dem Weg zu gehen.
Mein Pensum habe ich auf Null gesetzt - ich muß gar nichts ( schaffen, tun, noch schnell machen...), außer mich gut zu fühlen. Ich mache immer alles schnell, gehe sehr schnell und denke eben auch schnell. Mich bewußt zur Ruhe anzuhalten, fühlt sich ein bißchen so an, als würde ich mich selber zurückspulen, aber in den paar Tagen habe ich festgestellt, dass ich nichts verpasse und auch nicht zu spät komme, wenn ich mir Zeit nehme. Im Gegenteil, es geht mir auch körperlich besser, alleine, weil ich seltener irgendwo gegenlaufe, stolpere oder mich einfach verhebe - es klingt vielleicht völlig lapidar, aber eine schwere Kiste ruhig und bewußt anzuheben, also ohne im Heben schon eine Drehung zu machen und loszurennen, offenbart mir vieles :oops:
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 2. Feb 2012, 21:45

Es ist herrlich, die kleinen, feinen Schwingungen wahrzunehmen, die zu einer großen werden sollen. Dass sich Gedanke an Gedanke an Gedanke reiht und das entsprechende Gefühl alles ist, worauf ich achten muß, um zu wissen, in welche Richtung ich steuere - ich habe das, wenn ich ehrlich bin, nie lückenlos gesehen, geschweige denn, umgesetzt.
Die letzten beiden Tage habe ich in stiller Zufriedenheit darüber verbracht, dass alles in Ordnung ist und ich keinen Widerstand leisten muß.
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 3. Feb 2012, 09:01

Guten Morgen,

man kann sich alles selber beibringen, wenn man keine Zweifel an sich hat - meine Erkenntnis der letzten Nacht ( ich hätte den Thread " Ganz von vorne " nennen sollen :oops: ). Ich habe irgendwann aufgegeben, mir offiziell Wissen, Bildung oder Fähigkeiten anzueignen, weil es immer an irgendetwas fehlte und ich glaubte, "dafür braucht man eine Ausbildung oder ein Studium". Mich vielleicht als kleiner Autodidakt zu sehen, dass hätte ich mir niemals angemaßt, das hätte mich innerlich zurückprallen und sagen lassen: " So bin ich nicht ".
Doch, ich bin so, denn ich habe mir das, was mich mit Leidenschaft erfüllt, tatsächlich selber beigebracht - das malen zum Beispiel, darüber habe ich nicht einmal ein Buch gelesen. Auch für das, was ich heute beruflich mache, habe ich keine Ausbildung gemacht, auch das habe ich mir selber beigebracht :shock: Und es war nicht einmal SCHWER :shock: Es ist mir so leicht gefallen, dass ich nicht einmal mitbekommen habe, dass ich etwas lerne :shock:
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 5. Feb 2012, 13:14

Zwei intensive Tage mit contrastreichen Erfahrungen und Eindrücken. Jemand verabschiedet sich von mir und kein Gedanke löst zur Zeit große Gefühle in mir aus, weder positive, noch negative. Ich bin ruhig innerlich und voller Vertrauen darauf, dass sich alles in meinem Sinne fügen wird, wenn ich so weitermache.
Zwischendurch visualisiere ich, wie sich die Leute in meinem Geschäft drängeln und zufrieden und glücklich das Geschäft verlassen und wie ich ebenso glücklich und zufrieden mit meinen Einnahmen und meinem Kontostand bin.

Ich habe mal ( ich glaube, nicht bei Abraham, sondern bei Ramtha ) gelesen, dass, wenn man eine klare Vision soweit aufbauen kann, dass sie ekstatische Gefühle auslöst, sie irgendwann einen Höhepunkt erreicht - und wenn man sich über diesen Höhepunkt getragen hat, dann ist die Manifestation abgeschlossen ( sofern nichts entgegengesetzt wird ).
Das habe ich nur einmal nachvollziehbar, unglaublich schnell und klar erlebt. Wie einige wissen, habe ich mich vor Jahren, lange vor meiner Zeit im anderen Forum, einmal so über eine Rechnung geärgert, dass ich abends im Bett mit aller Kraft alles "beschworen" habe, wovon ich dachte, dass man es vielleicht beschwören kann und irgendwann hatte ich das Gefühl, jetzt kann ich aufhören. Tags darauf habe ich exakt die Summe im Lotto gewonnen, die zu zahlen war mit dem ersten Lottoschein meines Lebens. Das war unwissend, aber dann wohl meisterhaft manifestiert.

Theoretisch müßte es also immer so "funktionieren". Ist ja "nichts", als klar focussiert gebündelte Energie auf das Gewünschte zu richten. Da ist dann nur DAS - herausgelöst aus allem anderen.
Nach einigem neuerlichen Nachdenken darüber und darüber, wo ich gerade stehe - es funktioniert tatsächlich immer ( welche Einsicht... schade, dass es keinen Ohnmachts-Smilie gibt ), nur langsamer und vermeidlich verwischter. Ich habe mich gefragt, warum ich, bei allem Willen und allem Wissen, immer wieder in Sackgassen lande, die mir auf die eine oder andere Art verdächtig bekannt vorkommen und jedes Mal denke ich : " Meine Güte, Shaoli, da WARST DU DOCH SCHON ". Warum kann ich denselben Fehler hundert Mal machen, ohne auf dem Weg dahin nervös zu werden ? Im Gegenteil, manchmal noch fröhlich und beschwingt beschleunigen ?

Antwort: weil ich mich für immer dieselben Gedanken entscheide. Zwar ziemlich automatisch für die, die sich am besten anfühlen ( und es gibt da schon eine Tendenz nach oben ) aber nicht dauerhaft für die, die sich wirklich gut anfühlen. Über die Einwände meines inneren Wesens trampele ich munter hinweg, weil ich mich noch nicht SO schlecht fühle, wie ich mich fühlen KANN ( ja...so ist das leider wirklich ) verliere die Führung und schließlich laufen meine alten Bekannten mit.
Die Zeit und die Muße, bei wirklich jedem Schritt mit meinem innerem Wesen in Verbindung zu treten und zu bleiben, habe ich mir dauerhaft nie genommen.

Ich müßte gerade vieles entscheiden, aber wenn ich in mich hineinhorche, gibt es Dinge, die das Beste wären, was ich jetzt tun kann. Ein warmes Wohlgefühl habe ich bei dem Gedanken, gar nichts aktiv zu tun, um etwas zu ändern. Ich fühle mich langsam, aber friedlich an.
Gerade wurde mir eine größere Summe "erlassen" und darüber hinaus ein wirklich großer Wunsch erfüllt, wofür ich dankbar bin, aber irgendwie will sich gerade keine euphorische Freude einstellen, weil ich nicht damit gerechnet oder darauf spekuliert habe, so schnell etwas zu empfangen ... weil mir das tatsächliche "empfangen" , geschweige denn das wann und wie gar nicht so wichtig ist...wenn sich die Kunden drängeln, ist das toll, dass ich mich bei der Vorstellung gut gefühlt habe, ist mir jedoch weitaus wertvoller , zumindest momentan. Ich habe gut für mich gesorgt, wenn ich mich gut fühle, und das reicht - hoffe, das war jetzt noch verständlich... :lol:

Ich freue mich auf die Zeit, in der das Leben wieder ein bißchen mehr Tempo aufnimmt, aber im Moment ist es in Ordnung, vor jedem Schritt ein Päuschen zu machen.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag :gvibes:
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon Kia » 5. Feb 2012, 19:16

Absolut verständlich :hug:

musste über viele Stellen so lachen - kamen mir ausserordentlich bekannt vor.

Vielleicht kannst Du zwischendurch mal am Ende einer wohlvertrauten Sackgasse ein Festchen feiern :stimmt:

Diese neuen Gehirnbahnen zu formen mittels neuer gutanfühlender Gedanken ist schon eine Kunst - und Art of Allowing ist auch nicht so ohne. Hört sich alles so einfach und natürlich an - aber mein lieber Schwan, das hat es in sich.

Hab die Tage ein tolles Abraham-Zitat gehört, das Du vielleicht auch lustig findest, also ich hab so gelacht:

"If I'm not where I want to be, I should dig in and make it happen. And we say: Every one who digs in before they get in the Vortex, just digs a bigger hole for themselves."
Mexican Riviera Cruise, Januar 2010

Mit meinen eigenen Worten: Wenn ich nicht bin, wo ich sein will, sollte ich mal richtig zupacken und loslegen. Und wir sagen: Jeder, der so richtig loslegt bevor er im Vortex ist, gräbt sich einfach für sich selbst ein grösseres Loch zum Reinfallen.

Also ich war sicherlich eine meisterliche "Gruben-Ausheberin" - und bin sogar da reingestürzt. Mein Fortschritt ist, ich grabe nicht mehr so wild, und wenn doch, so laufe ich um die Grube aussen rum und schimpfe über die Löcher in der Strasse. Aufhören kann ich noch nicht ganz, aber es kam schon vor, dass ein Stiefmütterchen einpflanzte :oops: statt über die Strassenbedingungen zu klagen. :clown:

Guten Wochenbeginn
ich werde morgen als erstes mal meinen Pfad frisch finden :lachen:


Herzliche Abendgrüsse :hug:
Sei freundlich mit Dir.
Kia
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 5. Feb 2012, 21:45

Hallo liebe Kia,

ich habe gerade einen Deal mit mir selber: wenn ich trödele, dauert es auf jeden Fall länger, bis ich wieder in einer Sackgasse stehen könnte - oder in meine eigene Grube falle :clown: Das Zitat und deine Zeilen haben spontan eine bestimmte - satte ? - Zufriedenheit ausgelöst, mit Sicherheit auch Worte, die mich die nächste Zeit begleiten werden.
Und eins muß ich mir, auf dein Beispiel mit den Blümchen hin, weil es mir gefällt, ja doch zugute halten: egal, in welch` unerfreuliche Lage ich mich gebracht habe, gerade dann habe ich aus dem Nichts eine tiefe Liebe zum Leben verspürt und tatsächlich ein Blümchen gepflanzt und so ist immer auch etwas Schönes aus der Situation gewachsen.
Wenn es nicht schlimmer kommen kann, als es für mich kommen kann, DANN spüre ich die Verbundenheit mit der Quelle und allem-was-ist und die Führung durch mein inneres Wesen hat mich stets vor noch schlimmerem bewahrt - denn nach unten wäre durchaus auch noch Platz gewesen, wenn es Platz in meinen Gedanken gehabt hätte.

An bestimmte Dinge habe ich nie gedacht - ein allgemeines, weniger dramatisches Beispiel: ich habe vieles befürchtet, aber nie darüber nachgedacht, ob ein Partner mich betrügen könnte. Ich hatte einfach keinen Anlaß, weil es in meiner Familie kein Thema war. Nicht einmal schwingungsmäßig, nonverbal. Und ich bin nie betrogen worden, weil "betrogen werden" nicht in meiner Schwingung ist. Wer da eine Entsprechung sucht, begegnet mir erst gar nicht - so langsam fange ich auch an, wirklich zu verstehen, wie zwei Menschen miteinander sind, schwingungsmäßig.
Auch so ein Punkt: ich bin an sich keine, die sich lange in Unglück suhlt - auch in der tiefsten selbstgegrabenen Grube gab es immerhin Musik oder ein Buch und eine Tafel Schokolade.
Aber mir begegnen immer wieder Menschen, die in ihren Gruben festsitzen und mich dafür verantwortlich machen ( und ich bin die Tage auch grob darauf gekommen, warum ich die schwingungsmäßige Entsprechung bin ).

Sagen wir mal, auf der EGS befinde ich mich seit zehn Jahren durchschnittlich überwiegend ( gefühlsmäßig ) bei Hoffnung oder Zufriedenheit, mit ( bis auf die Panikattacken, mit denen ich ein paar Monate zu tun hatte ) gelegentlichen Ausrastern bis hinunter zum Gefühl der völligen Ohnmacht. Dieses ausklinken erfolgt immer als Reaktion auf einen anderen Menschen, der mir nahesteht - und dann renne ich los und tue das, was sich gerade , in dem Zusammenhang zwischen uns, den ich mehr oder meist weniger bewußt, weil er gar nicht ausgesprochen wird, erfaßt habe, so am besten anfühlt und tue mein Bestes.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben: mein Bestes tun, und doch reicht es nie zum Happy End, nie komme ich dahin, wo es sich wirklich gut anfühlt, zu sein.
In all` meinen Beziehungen zu Erwachsenen ( die zu meinen Kindern ist, um die Verwirrung komplett zu machen, völlig unbeleckt von allem negativen und durchweg einfach Liebe ) , nicht nur meinen beiden Partnerschaften, habe ich die "Beziehungsarbeit geleistet". Und irgendwo auf dem Weg schlossen dann die Angst (vorm verlassen werden, davor, nicht gut genug zu sein ), der Druck, die Zweifel, der Frust, die Wut.. auf.

Nun ist es ja aber logisch, das jemand, der zumindest bestrebt ist oder sich dafür entschieden hat, so gut es ihm möglich ist, sich besser zu fühlen, einen, der in seinem Loch sitzen möchte, nicht erreichen kann. Für den Moment überträgt sich Energie, denke ich und dann fühlt sich der in seinem Loch auch besser, aber langfristig muß er "es selber tun"...tut er es nicht, "muß" sich der eine anpassen - oder die Wege werden sich trennen. Bis an einen gewissen Punkt - bis das schlimmste, dass ich mir vorstellen konnte, passiert war, habe ich mich angepaßt - meine Entscheidung.
Und wenn ich so zurückblicke auf eine Zeit vor zwanzig Jahren, da war ich es, die in ihrem Loch sitzenbleiben und bedauert und verhätschelt werden wollte, bis ich alle in die Flucht geschlagen hatte und, um noch schlimmeres zu vermeiden, anfangen mußte, für mich selber zu sorgen.

Alles noch ein bißchen kraus. Aber ich wünsche mir, die Verbindung zur Quelle nicht nur dann so klar zu spüren, wenn ich mich schon selber umzingelt habe. Ich möchte das Gefühl, verbunden zu sein, nicht wieder verlieren, wenn es mir so gut geht, dass ich die Kraft habe, fröhlich-ignorant die alten "Fehler" zu wiederholen.

Also: immer schön laaaaangsam und bedächtig, im wahrsten Sinne des Wortes. Solange ich mich mit der Frage beschäftige, was sich jetzt gut anfühlt - Apfel oder Birne, duschen oder baden, laufen oder fahren, reden oder schweigen, lesen oder fernsehen, kann ich mich nicht selber aus Versehen überholen. Natürlich drifte ich dauernd auf andere Fragen ab, aber es fällt mir relativ leicht, die Kurve zu kriegen, wenn ich nicht versuche, aus dem Stand eine bessere Version der Zukunft hinzubekommen, denn meistens bin ich ohnehin schon abgelenkt - visualisieren, ausrichten, focussieren, das mache ich, wenn nichts auf mich eindringt. In dem Moment, in dem ich mich nicht so doll fühle, bin ich derzeit recht zufrieden damit, erst einmal Banales vors Loch zu schieben ( irgendwie auch im wahrsten Wortsinn :clown: ). Gestern habe ich sehr ausführlich überlegt, welches Putzmittel ich kaufe - Zitronen-, Lavendel-,Wiesen- Meeresduft oder einfach Essig. Und jetzt kommts: ich finde das echt wichtig. So als Übung, was ich mir vom Büffet nehmen möchte und was nicht. Bisher habe ich mit Essig geputzt ( billig und ökologisch einwandfrei ) , aber mehr Spaß macht es wirklich mit Lavendel :mrgreen:

Und bevor ich jetzt noch mehr ins plaudern komme, wünsche ich dir, liebe Kia und allen anderen eine gute Nacht und auch einen guten Wochenstart.
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Re: Mit frischer Kraft...

Beitragvon shaoli » 7. Feb 2012, 14:46

"Was ihr gerade empfindet, ist eine Mischung aus dem, zu dem ihr geworden seid, und dem, der ihr zulasst zu sein"

Habe ich gerade bei Salome "geklaut" - danke, Dir sehr. Das sind genau die Worte, die ich heute brauchte, um mich innerlich hochzurappeln, denn mich hat eine Mangelattacke im Griff , ausgelöst durch einen heftigen Streit, viele heftige Vorwürfe und Verurteilungen, das hat mich voll in die Rolle des armen, unverstandenen Opfers krachen lassen :oops:

Aber...ich bringe jetzt die Kraft auf, diese Person so sein zu lassen, wie sie ist und auch denken zu lassen, was sie denken möchte, auch über mich. Es hat nichts mit mir zu tun, es löst nur schlechte Gefühle aus und mein inneres Wesen zeigt mir, dass ich mich von der, die ich wirklich bin, entferne.
Ich lasse zu, dass es so ist, wie es ist, wenn ich mich auf etwas konzentrieren, dass sich mies anfühlt und mich `runterzieht.
Daher besinne ich mich jetzt auf die, die ich wirklich bin und lasse zu, dass ich mich besser fühle - ohne Schuldgefühle, ohne Skrupel der anderen Person gegenüber.

Liebe Grüße
Shaoli
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