Meine Katzen...

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Meine Katzen...

Beitragvon zimtstern » 5. Okt 2015, 02:43

Hallo ihr lieben,

ich überlege jetzt schon seit über einem Jahr ob ich das Problem hier schildern soll.

Vor ungefähr 2 Jahren ist mir eine ca. 5 jährige Katze zugelaufen, wie ich später in Erfahrung bringen konnte wuchs sie mit einer Vielzahl von anderen Katzen "frei" auf einem Bauernhof auf. Sie war die kleinste und zierlichste und fauchte ständig um sich, es war wohl ihr Weg sich unter den ganzen Katzen zu behaupten.

Bei mir lebt schon seit einigen Jahren ein 7 jähriger Kater, eigentlich ein gutmütiger ruhiger Kerl, aber "die neue" und er verstehen sich ganz und gar nicht.
Sie fauchte ihn von Anfang an an, doch anders als die meisten anderen Katzen lässt er sich davon nicht beeindrucken, er versucht ständig sich ihr zu nähern, - eigentlich macht er das sehr geschickt, er bleibt mit etwas Abstand zu ihr sitzen, wartet, und versucht dann wieder ein paar Schritte näher zu ihr zu kommen, setzt sich wieder hin und wartet ruhig.
Und sie faucht sich dabei die Seele aus dem Leib, man merkt ihr richtig an dass sie Panik hat ein paar mal hat sie in der Aufgregung sogar schon ein Häufchen gemacht.

Kommt er ihr dann tatsächlich zu nahe, haut sie ihm mit der Pfote eins über, und wenn er dann nicht ganz schnell wegrennt artet das ganze in einem Kampf aus. (Davor habe ICH inzwischen schon permanent Angst.. es sieht einfach immer so brutal aus.. und das laute Gefauche und Geschreie kann ich auch nicht mehr hören..)

Ich glaube er würde einfach mal gerne an ihr schnuppern und sie kennenlernen, so wie er es mit anderen Katzen aus der Nachbarschaft auch macht.
Kürzlich hat er sie schlafend erwischt, er ging zu ihr hin und beschnupperte sie, dann legte er sich 1 Meter von ihr entfernt hin und schlief auch.. als sie auchwachte hat sie sich förmlich auf dem Bauch kriechend davon geschlichen.

Ich hätte so gerne wieder Ruhe im Haus und zwei glückliche Katzen die miteinander auskommen.
Dass ich inzwischen schon Angst vor den möglichen Konsequenzen habe macht es sicher nicht besser, aber ich bekomme das einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Vielleicht verhalte ich mich auch falsch.. damit sich solche Kämpfe nicht mehr entwickeln, gehe ich oft frühzeitig dazwischen und trage entweder sie weg (zB. geh ich mit ihr in den Garten) oder ich locke ihn mit Futter ins Haus. Oder ich versuche den einen erst ins Haus zu lassen wenn die andere schon wieder raus ist bzw. umgekehrt.
Allerdings ist das natürlich nicht immer möglich und so kommt es 2 - 3 mal am Tag doch zu Faucherrei und oft eben auch zu Kämpfen.

Mir tun beide Katzen irgendwie leid, - er, weil ich ihn immer ins Haus locke damit sie ihre Ruhe hat (obwohl er ja gar nichts böses tut) und sie, weil sie sich einfach nicht frei bewegen kann, oft sitzt sie stundenlang in einer Ecke draußen weil sie sich nicht an ihm oder einer anderen Nachbarskatze vorbei traut, und wenn es all zu lange dauert muss sie dort sogar ihr Geschäft erledigen. Es ist wirklich schwer da einfach zuzugucken und nicht einzugreifen...

Ich glaube ich stehe was die Situation betrifft ziemlich auf dem Schlauch. Vielleicht hat ja jemand eine Idee was ich anders machen könnte? Wobei "machen" wahrscheinlich schon der falsche Ansatz ist, ich weiß.
Aber wie kann ich meine ängstliche Haltung und Erwartungen ändern wenn ich ständig mitten in der Situation stecke.

Ich würde mich freuen wenn vielleicht jemandem etwas dazu einfällt,
ganz lieben Dank schon mal,

Zimtstern :lieb:
Benutzeravatar
zimtstern
 
Beiträge: 325
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Meine Katzen...

Beitragvon Julia » 5. Okt 2015, 08:07

Liebe Zimtstern,

ich habe auch zwei Katzen. Einen Kater von 18 Jahren und einen von 5 Jahren. Als wir den jüngeren bekamen, war er ein 10-Wochen altes Kätzchen was auf einem Auge blind ist aus einem Haushalt mit vielen Katzen kommt. Er war total aufgeschlossen und wollte sofort den alten Kater begrüßen, der bis dahin alleine bei uns gelebt hat und Chef in unserem Wohngebiet war. Der hat dieses kleine Kätzchen angefaucht und wir haben richtig Angst bekommen, dass er ihm was antut, wenn sie alleine sind. Die ersten Wochen habe ich sie immer in getrennten Räumen gehalten, wenn wir nicht Zuhause waren. Heute akzeptieren sie sich, sie teilen sich das Sofa und das Futter und begrüßen sich beim Reinkommen. Ich denke, das wichtigste ist das Bild was du von deinen Katzen hast. Kannst du dir vorstellen, wie es ist wenn sie beide friedlich zusammen mit dir auf dem Sofa liegen. Deine Schwingung überträgt sich auch auf die Tiere. Hast du mal die Möglichkeit dich mit ihnen in einem Zimmer gemütlich zu verschanzen, die eine Katze beruhigend streichen und die andere kommt irgendwann auch oder legt sich in die Nähe hin und schläft ein.

Oder was hälst du von Tierkommunikation. Die Physiotherapeutin von meinem alten Kater hat die Ausbildung gemacht und ich habe beiden Katzen mal 10 Fragen gestellt. Dazu brauchte sie ein Foto wo die Tiere in die Kamera blicken. Ich war ein wenig skeptisch aber die Antworten passten. Letzten Winter war mein Kater nach einem Schneesturm verschwunden, da habe ich sie angerufen und sie sollte ihn mal fragen wo er ist. Sie konnte mir dann ganz genau beschreiben in welchem Schuppen er eingesperrt war und bei welchem Nachbarn. :gvibes: . Frag mal deine Katze was sie für ein Trauma hat und was sie sich wünscht.

Lg
Julia
"Ein glücklicher Mensch ist zu zufrieden mit der Gegenwart, um sich viele Gedanken über die Zukunft zu machen" - Albert Einstein
Julia
 
Beiträge: 64
Registriert: 07.2010
Wohnort: NRW
Geschlecht: weiblich

Re: Meine Katzen...

Beitragvon Mik » 5. Okt 2015, 08:31

Liebe Zimtstern, ich habe kein Beispiel für Katzen,aber etwas ganz ähnliches mit Hunden erlebt. Ich war sehrÄngstlich u angespannt, bis ein Freund mir den entscheidenden Gedanken gab: Trau ihnen zu, dass sie die Situation lösen! Und es hat funktioniert. Und weit über diese eine Situation hinaus. Seit 15 Jahren begleitet mich der Gedanke, wenn wir auf fremde Hunde treffen, die mir nicht geheuer sind " meine Maus weiß schon damit umzugehen" und seit 15 Jahren finden meine Hunde f jede Begegnung die richtige Art. Lieben Gruß v Mik
Wundervoll ! Der Weg zur Gesundheit ist mit guten Gefühlen gepflastert
Mik
 
Beiträge: 143
Registriert: 01.2015
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Meine Katzen...

Beitragvon Lumo » 5. Okt 2015, 08:39

Meine Oma hatte 5 Katzen und jede bekam 3 Kätzchen, ges. also 20 Samtpfötchen. Alle konnten frei rumlaufen - ungefähr wie du, Zimtstern, das schilderst mit dem Bauernhof. Meine Eltern bauten dann ein Haus neben Omas Haus.
Meine Schwester und ich kümmerten uns dann um die Katzen...sie "handzahm" zu machen. In der Scheune bastelten wir eine Kuschelecke, stellten Futterschüsseln auf usw. Wir zogen uns dicke Bauarbeiterhandschuhe an und fingen an die Babykatzen einzufangen. Es ging nicht ohne pfauchen und beißen - die Handschuhe schützten uns. Einige waren brav und ließen sich streicheln & deshalb kümmerten wir uns vermehrt um die pfauchenden. Wir nahmen sie mit ins Wohnzimmer und haben sie bis zu 3 Stunden gestreichelt und mit ihnen geredet. "Wir haben euch lieb. Wir füttern euch. Ihr seid so süße Wesen. Wir tun euch nichts, alles ist gut." usw. Diese Prozedur haben wir eine ganze Woche gemacht & dann sind alle automatisch angelaufen, wenn wir Futter hingestellt haben und waren offen für Streicheleinheiten. Es kamen dann auch die Mütter der Babys. Da war auch eine dabei, die sich immer so ängstlich duckte. Man kann nie wissen, was ein Vorbesitzer mit Katzen gemacht hat & deshalb spreche (meist gedanklich und gucke sie dabei an) ich mit Katzen (eigentlich mit allen Tieren) immer. Ich frage sie wie es ihnen geht, was sie denn hat & wir das gemeinsam lösen können. Die Katzen bei meiner Oma wurden nach und nach alle handzahm & wir verschenkten sie alle, bis auf die 5 erwachsenen Katzen. Das war vor gut 15 Jahren.

Ich hab kürzlich in einem Buch gelesen, dass sich Tiere in unserer Gegenwart so wie wir verhalten & sie unsere Emotionen spüren...oder gab es vielleicht mal ein ähnliches Szenario zwischen dir und jemanden, was dir diese 2 Katzen nun spiegeln? ZB wenn du siehst, wie sie sich geduckt wegschleift vom schlafenden Kater, da könntest du mit ihr reden, wie du es mit einem kleinen Kind auch tun würdest.

Alles Liebe,

Lumo
Lumo
 


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast

web tracker