Kontrast-Achterbahn

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Kontrast-Achterbahn

Beitragvon auja » 28. Jan 2010, 08:12

Hi,

bei mir geht es zur Zeit richtig ab. Ich bin ziemlich durch den Wind. Gestern gab es einen riesigen Kontrast auf beruflicher Ebene. Ich arbeite im Büro, genieße aber sehr große Freiheiten, was mein Arbeiten angeht, bin sozusagen fast mein eigener Herr, eigenes Büro etc. Aufgrund von Personalüberhang soll ich demnächst eine andere Stelle besetzen, bei der die Bedingungen genau das Gegenteil von dem sind, was ich jetzt mache. Soll heißen, ich sitze im Vorzimmer, Chef gleich nebenan, die Arbeit, die ich dort machen soll, behagt mir nicht, ständig ist jemand da, habe teils feste Sprechzeiten. Wäre so eine Stelle offiziell ausgeschrieben, würde ich mich nicht drauf bewerben, sagen wir mal so. :lol:

Gestern Abend konnte ich mich mit dem Gedanken an die neuen Stelle anfreunden und sah die positiven Seiten. Heute Nacht wurde ich jedoch so dermaßen aus meiner Klarheit, was die Stelle angeht, gerissen, dass ich jetzt nur noch verwirrt bin. Ich nehme mal an, ich hatte gestern den Happy Face Sticker auf die Sache gepappt. Das einzige, was mir klar ist: ich will diesen Job nicht machen. Ich will frei sein, niemandem Rechenschaft ablegen müssen, mein Leben genießen, ohne in ein festes Korsett gepresst zu werden.

Im Moment weiß ich allerdings nicht, wie ich diesen Wunsch mit der bevorstehenden Situation vereinen kann. Ich weiß, der Schlüssel liegt in mir, in meinem Inneren. "Make peace with were you are" "Go to the beach" ... ich weiß... gestern Abend haben die Gedanken auch noch funktioniert. Aber seit heute Nacht ist es anders.

Mein Herzenswunsch ist es, frei und finanziell unabhängig zu sein, vor allem persönliche Freiheit geht mir über alles. Keiner, der sagt, was man zu tun und zu lassen hat. Da nun von anderen einfach angeordnet wird, was ich zu machen habe, und die zu erwartende Stelle auch alles andere als freies Arbeiten verspricht, fühle ich mich sehr bedroht und irgendwie ausgeliefert.

Ich bin allerdings wirklich froh, die Lehren Abrahams in meinem Leben zu haben, sonst hätte ich mich gestern nicht innerhalb von einer viertel Stunde nach "Verkündung" beruhigen können. Ich weiß auch, dass ich die Paddel loslassen muss, um erstmal wieder Klarheit zu bekommen. Habe mein IB schon um Klarheit gebeten. Die ist heute morgen leider noch nicht da.

Ich versuche, ein Zeichen zu erkennen, wieso sich solch derber Kontrast manifestiert hat, der genau dem widerspricht, was ich will. Was will mir das Universum sagen? Was mein IB? Habt ihr eine Idee und könnt ihr mir Denkanstöße geben?

Alles Liebe auja
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Re: Kontrast-Achterbahn

Beitragvon Kia » 28. Jan 2010, 18:12

Liebe Auja,

ich schreibe einfach mal auf, was ich fühle zu Deiner Situation, Du kannst ja dann davon nehmen, was Du brauchen kannst und das andere "entsorgen" also wieder loslassen, was sich für Dich fremd anfühlt:

1. Vielleicht will Dich das Universum, bzw. der Göttliche Teil (inner being) aus dieser Firma so drastisch entfernen, damit Du selbständig eine eigene Firma gründest, und sei es zunächst eine Ein-Frau Firma, um noch mehr Selbständigkeit und Autonomie zu leben. Manchmal werden wir sozusagen auf die Strasse gesetzt, damit wir auf uns zurückgeworfen werden und etwas völlig Neues beginnen, mit dem wir dann sehr glücklich sind, viel glücklicher als mit dem alten Job, alten Lover, usw. Bewusst und freiwillig täten wir uns das nicht so schnell gestatten, aber das
inner being, die Vibration, das, was wir wirklich sind, veranlasst das Neue zu unserem Besten.
Es ist so überraschend, weil wir das noch nicht im Bewusstsein haben. Bitte prüfe das doch für Dich.

2. Vielleicht wird Dein Freiheitsbegriff auch in eine neue Dimension ausgedehnt, also das, was Du im Moment als Unfreiheit und Kontrolle fürchtest, könnte eine Aufforderung sein, Freiheit nicht mehr aussen von den Umständen abhängig zu machen, sondern n u r noch von Deinem inneren being. Denn: Abraham sagt ja immer wieder: die äusseren Umstände haben nicht die Macht und Kraft uns unfrei zu machen oder und sonst irgendetwas anzutun. Wir haben immer die Wahl. Wir können uns jederzeit innerlich frei fühlen und die Umstände können uns dann gestohlen bleiben, also ich meine die Umstände haben einfach für sich genommen nicht die Macht uns zu manipulieren.

Wie fühlst Du Dich, wenn Du von anderen nicht mehr genötigt werden kannst zu Unfreiheit, sondern innerlich so frei bist, dass aussen ganz viel geschehen kann, ohne dass es Dich stört, also aus dem Vortex rausbringt?

Diese beiden Inspirationen hatte ich spontan. Wenn ich jetzt nachdenke kommen vielleicht nur noch Mind-Konzepte dabei heraus, die ja nicht sehr wertvoll sind, weil so begrenzt, deshalb lasse ich das.

Vielleicht hilft Dir das obige weiter und sonst gib dir doch einfach Zeit zu fühlen, was du wirklich fühlst und später zu wählen, was du fühlen willst. Alles Richtung Erleichterung, das spürst Du ja dann.
Und die Existenzangst, die Du jetzt fühlst, die Bedrohung Deines Seins ist ja nicht real, nicht in Mitteleuropa.
Aber ich kenne dieses Gefühl. Es wird, wie alle Gefühle schlimmer, wenn wir ihm ausweichen und Widerstand leisten und es verschwindet völlig, wenn wir die Angst konfrontieren. Sie lebt nur von unserer Flucht- und Abwehrtendenz. Da wird sie ganz gross. Wenn wir ihr mutig entgegentreten ist sie nicht mehr da.
Wenn Du willst, kannst du das selbst ausprobieren, wie es für Dich ist.

Danke für das Teilen dieser Situation und danke für Dein Vertrauen.
Herzliche Grüsse

Kia


Es ist mir eine grosse Freude und Ehre mit Euch hier zu sein, um gemeinsam - einzeln und auch zusammen -
eine neue Welt zu gestalten, in der wir gerne leben, die einfach Spass macht.

:bheart: :hregen: :herzen: :bheart: :kl: :herzen: :hregen: :herzen:
"Contrast is the teacher." Abraham
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Re: Kontrast-Achterbahn

Beitragvon LillyB » 28. Jan 2010, 20:33

Hallo Auja,

das mit den Widerständen beschreibt Kia ja schon. Es ist nach Abraham der Mangel (the Lack) zwischen Deinem Wunsch und wie Du Dich derzeit fühlst. Da hilft die EGS am besten. Welcher Gedanke fühlt sich besser an. Du hast vielleicht einen zu großen Sprung gemacht gestern. Klettern geht einfacher. Heißt erstmal sehen.

Oder sich zu fragen:

Was ist so toll daran, einsam in einem Büro allein zu sitzen? :gvibes:
Spuckt Dir in Deinem neuen Job jemand in die Suppe? :102:
Sie wollen Dich wohl behalten? :teuflischgut:
Hat der neue Boss Körpergeruch? :kgrhl: (Tschuldigung)
Wirst Du gar belästigt :bussi: womöglich noch mit Arbeit :kniefall:
Du hast tatsächlich feste Sprechzeiten, Termine? Das ist echt grausam :|
Bekommst Du weniger Geld? :rleye:

Ich sage immer: Habe unterschrieben und solange ich unterschrieben habe, habe ich mich ganz "freiwillig" an die Firma in einem gewissen Rahmen gebunden. Mich hat mal genau so eine Tätigkeit ordentlich die Karriereleiter hinauf befördert, ich saß nämlich genau an der richtigen Stelle.

Auch eine Achterbahn kommt wieder herunter: Sprich alles ist temporär und in Bewegung. Und so kannst Du weiter Wunschraketenabschicken (ich liebe das :loveshower: ) und auf Deine Reise in die auch äußere Freiheit im Bewußtsein der immer innen vorhandenen (yepp...Go to the beach!) hin tunen.

Da gibts von Murphy eine schöne Analogie:
Zwei Gefangene saßen im Knast und schauen in die Ferne,
der eine sah nur die Gitter,
der andere die Sterne.

You go. :gvibes: ALOHA
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Re: Kontrast-Achterbahn

Beitragvon Einstein » 28. Jan 2010, 21:18

Liebe Auja,
ich habe da so ein Gefühl zu deiner Situation und möchte mich kurz dazu äußern. Kann sein, dass ich total daneben liege, da du über die Zufriedenheit und die Expansionsmöglichkeiten deiner aktuellen Position nichts schreibst. Hört sich aber für mich so an, als ob deine momentane Stelle ein einsamer Platz ist, auf dem du nicht gesehen wirst. Während meiner NLP-Ausbildung habe ich viel über Wertesysteme und konkurierende Glaubensätze gelernt.
Kann es sein, dass es neben der Freiheit noch andere Werte gibt, die beachtet werden wollen. Bei mir ging es lange Zeit Freiheit vs. Liebe bzw. "gesehen oder beachtet werden". Will dich dein IB vielleicht auf eine einseitige Ausrichtung hinweisen. Nun war es bei mir nicht so, dass beides zusammen nicht möglich ist, es war ein Glaubenssatz, der es verhindert hat.
Hast du schon mal in diese Richtung gedacht?
Wenn ich keine Idee zu einer Situation habe, beauftrage ich meinen UM, mir auf angenehme Weise zu zeigen, wo es klemmt. Hat schon des öfteren unerwartete Ergebnisse gebracht und es ist mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen.
Ich wünsche dir viel Glück eine saubere Lösung :five:
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Re: Kontrast-Achterbahn

Beitragvon Lumina » 28. Jan 2010, 23:48

Liebe Auja, :lieb:

was die anderen geschrieben haben, finde ich schonmal sehr hilfreich, (Lillys Zitat von Murphy ist so wunderbar :kuss: )doch ich muss auch noch meinen Senf dazugeben. :P
Deine Situation erinnert mich irgendwie ein wenig an eine Situation von Sara in dem Buch "Sara und das Geheimnis des Glücks". Vielleicht kennst du die Geschichte: Sara und Seth sind Seelenverwandte, doch plötzlich taucht ein anderes Mädchen auf, die alles kaputt zu machen droht (aus Saras Sicht). Doch später stellt sich heraus, dass dieses Mädchen für noch mehr Wachstum und Freude in Saras Leben gesorgt hat.

Veränderungen an Situationen, die du so magst, wie sie sind, verurteilen wir oft schon im Vorfeld. Aber alle Veränderungen sind gut und bieten Chancen, an die du vielleicht jetzt gar nicht denkst. :stimmt:
Was ich an deiner Stelle tun würde: Finde wieder ein paar "Downstream" Gedanken. Und lass dir Zeit damit. Erst dann, wenn du dich auch mit dieser Situation angefreundet hast, rede mit allen Leuten, die an der Entscheidung, dich an neuer Stelle einzusetzen, beteiligt waren. Sag ihnen genau, was du willst, dass du eigentlich lieber autonom arbeitest und, dass es doch bis jetzt ganz gut funktioniert hat, wie es war. Entweder sie haben jetzt gleich eine Idee, oder sie werden auf dich zurückkommen, wenn wieder an anderer Stelle jemand gebraucht wird.
Wenn du dann in der neuen Stelle arbeitest, mache dir alle Freiheiten bewusst, die du dort hast und nutze sie auch. Jede noch so kleine Freiheit ist gut. Nur so als Beispiel: Wenn du frische Luft brauchst, öffne das Fenste, auch, wenn andere im Raum das nicht unbedingt möchten, für einen Moment werden sie es schon aushalten. 8-) Wenn du diese kleinen Freiheiten nutzt, bist du in einem Zustand, in dem du auch größere, berufliche Freiheit zulassen kannst und wer weiß, was das Universum dann für eine neue Möglichkeit findet zu noch mehr Freiheit. :gvibes:

Viel Spaß noch beim bewussten Erschaffen! :loveshower:

LG,
Lumina
You are loved. All is well.


Schaut bei meinem neuen Youtubekanal "EvergrowingLove" vorbei.
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Re: Kontrast-Achterbahn

Beitragvon auja » 29. Jan 2010, 09:45

Vorab erst einmal: Ihr seid Klasse. Vielen Dank für all eure lieben Anmerkungen. :danke: :danke: :danke:
Ich bin mir inzwischen viel klarer und sehe die Sache nun positiv. Das krasse ist ja, dass ich weiß, dass Widerstand und Dagegenankämpfen absolut nichts und nur noch Schlimmeres bringen. Doch irgendwie konnte ich überhaupt nicht aus dieser Gedankenrille rausspringen. Nachdem ich gestern während der Meditation noch einmal derbe von Widerstand und negativen Gefühlen überrannt wurde, konnte ich zum Ende des Tages wirkliche Erleichterung verspüren (näheres s. u.). Das Uni/IB will mir zeigen, dass ich nicht länger an mir zweifeln soll, weil ich eine wahrhaft wundervolle, großartige Schöpferin bin. :genau:

@Kia
Ich glaube, es ist deine zweite Inspiration von Dir, die auf mich zutrifft. Einen ähnlichen Gedanken hatte ich gestern schon. Dass das IB mich anstubsen will, erst innerlich wirklich frei zu sein (in jeglicher Situation), bevor sich dies in äußerer Freiheit zeigen kann. Es zeigt mir so eindeutig auf, dass ich das Pferd von hinten aufgezäumt habe. Komischerweise war mein (fast) erster Impuls, als ich die Nachricht über die Versetzung bekommen habe, eben genau zu denken, alles passiert in meinem Kopf, ich habe alles unter Kontrolle. Ich bestimme, wie es mir geht. Wenn ich es will, werde ich eine schöne Zeit haben, alles ist harmonisch und die Arbeit macht Spaß. Blöderweise scheint da mein Verstand oder was auch immer erstmal was dagegen gehabt zu haben.

@LillyB
Danke für die geniale Analogie von Murphy. Genau das ist es. Deine Fragen, die du vorschlägst, mir zu stellen, brachten mich zum schmunzeln. Du hast Recht, was ist da wirklich so schlimm dran? Karrieretechnisch ist es auf jeden Fall ein Schritt nach oben. Ich sehe es inzwischen genauso. Ich habe unterschrieben, freiwillig (!!!), und zu wissen, dass ich jederzeit gehen könnte, gibt mir eine ungeheuere Ruhe. Die Wunschraketen sind abgefeuert. Ich nehme es als Anstoß, mich mehr auf die Zukunft zu freuen, alles das zu erwarten, was in meinem Escrow ist. Einfach Wahnsinn, was sich da alles schon angesammelt hat. Ich bin bereit, zu empfangen. Ich bin eine wundervolle, großartige Schöpferin. :loveshower:

@Einstein
Danke für Deinen Denkanstoß. Es kann gut möglich sein, dass mich das Universum/IB nicht länger in einem einsamen Büro, meine Fähigkeiten verkümmern sieht etc. und mich deshalb regelrecht auf diese belebte Stelle stößt. Ich werde da mal weiter drüber nachdenken, ob es da noch andere Werte gibt, die beachtet werden wollen.

@Lumina
Rückblickend haben Veränderungen bisher immer nur Gutes gebracht. Im Prinzip weiß ich es ja auch. Aber die Macht der Gewohnheit, meinetwegen innerer Schweinehund, kläfften mich an. Ich bin froh, dass meine Freundin (die sich auch mit Abe beschäftigt) genau das aufgezeigt hat, was du schreibst. Nämlich, dass ich mir immer Freiräume, Freiheiten schaffen kann, nicht nur im Kopf, sondern auch im Äußeren, sei es, das von Dir angesprochene Frische-Luft-tanken, mal vor die Tür gehen etc. Das hat mir unglaubliche Erleichterung gebracht. „It is done“. Den halben Abend und vorm Einschlafen habe ich voller Vorfreude in meine Zukunft geschaut, wie sie sich vor mir entfaltet, habe geschwelgt und gefühlt wie es ist dort zu sein, wo mein inneres Wesen schon ist.

Alles Liebe Euch allen und fühlt euch ganz dolle gedrückt. :uns:

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