Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Salome » 4. Nov 2012, 20:05

Hallo Ihr Lieben,

ich glaube, dass ich zum ersten Mal, so richtig bewusst erschaffen habe.

Der Anlass, Auslöser mutet schon ein wenig seltsam an.

Mi. 31.Okt: R. (Neffe) hat angerufen und mir die Nachricht übermittelt, mit der ich schon länger gerechnet habe, W. (Schwager) ist zu den Ahnen gegangen. Ich übernehme es meine Geschwister zu informieren (Essen u. Berlin)
Spontan sage ich mein Kommen zu. Wann die Trauerfeier sein wird, werde ich im Laufe des Freitags oder am Samstag erfahren.
Nach dem Telefonat fange ich an laut zu denken, meine Tochter hört mir zu. Nach einer kleinen Weile sagt sie: „ Mama, du hörst dich an, als ob du nach Gründen suchen würdest, warum du nicht fahren kannst.“
Ich halte ein und will nun meinen Bruder anrufen, doch da geht nur der AB an, auf den ich diese Nachricht nicht spreche, wünsche noch einen schönen Abend und bis später.
Den Anruf bei meiner Schwester verschiebe ich bis zum nächsten Morgen.

Do 01. Nov.: Bei meiner Schwester geht der AB an, sie ist schon unterwegs, auch hier muss ich den Anruf verschieben.

Ich wünsche mir Klarheit, was ich im Zusammenhang mit der Beerdigung mache.

Dummerweise habe ich keine Ahnung was ich für mich will.

Mag ich mich ins Auto setzen und nach Staßfurt fahren, schon kommt der Gedanke, das sind 450 km, ich fahre gerne Auto, auch 450 km?
Mit der Bahn, zweimal umsteigen (5 Stunden) und im günstigsten Fall 58,50 +20 € für die BahnCard
Was ist mit A.(Schwester), da tauchen blitzschnell alte Erfahrungen auf, die nicht geeignet sind zu einer Entscheidung zu kommen.

Was erschaffe ich denn da?

Ich habe noch gar keinen Termin.

Von der Entfernung her ist auf jeden Fall eine Übernachtung gegeben.

Ich habe mal das Günstigste angenommen, die Trauerfeier ist Freitags, gegen Mittag, dann sind die Hunde nur an einem Tag zu versorgen.
Der Gedanke, dann mit der Bahn zu fahren ist mir schon angenehmer.

Es ist doch schon gut, dass ich noch keinen (Geschwister) erreicht habe, so bin ich erst einmal daran gegangen für mich herauszufinden was ich denn eigentlich will.
Es ist schon schön zu erkennen, dass langsam Klarheit in mein Denken eintritt und ich heraus kristallisiere was ich will.

Ja, ich will zur Trauerfeier.

Ich fahre mit der Bahn.

Jetzt brauche ich nichts weiter tun, als mir vorzustellen, dass das LoA für mich alles bestens zusammen bringt. Keine Einzelheiten, einfach darauf vertrauen, dass sich für mich das Beste ergeben wird.
Hier wird erschaffen ganz deutlich. Hier ist jetzt eigentlich alles getan, mehr kann ich im Moment nicht tun.
Es wird sich für mich alles zum Besten ergeben.

Dann steht die Forderung im Raum herauszufinden wie ich mich fühlen will.

Alles was ich an Bedenken habe, wird bedenkliches erschaffen.

Ich brauche nichts weiter tun, als einfach in mich hinein zu hören, wie ich mich fühlen will:
Ich will mich leicht und entspannt fühlen, ich will Gelassenheit spüren um den einen Schritt zurück zu gehen, damit ich die Liebe fühlen kann. Dann will ich mich erinnern, dass alle anderen genauso mächtige Schöpfer sind.
Das ist so ein bisschen, wie ein Kapitel meines Lebens, in Liebe abzuschließen. Staßfurt ist ein Kapitel meines Lebens und nun werde ich es schließen.

Eine Weile später: Ich habe ausgiebig mit P. (Bruder) telefoniert, und konnte ganz gelassen von meinem Klärungsprozess sprechen. A. hat gegen eins angerufen und jetzt lasse ich alles seinen Gang gehen.
Ich vertraue meiner nicht-physischen Energie. Sie arrangiert für mich alles zum Besten, zu meinem Wohl.

Fr. 02. Nov: Ich bin gut, ich bin richtig gut.

Die Trauerfeier und Beisetzung ist an einem Freitag, sogar an dem, von mir angedachten, 16. 11., um 12:30.

Eine Freundin der Familie übernimmt die Versorgung unserer Hunde.
Es passt alles bestens zusammen.

Ich kann es irgendwie noch gar nicht so recht fassen, dass durch mein wünschen, genau dass gekommen ist, was ich wollte. Es kommt ja nicht allein durchs Wünschen, der Prozess ist ja viel feiner.
Ich bin noch über die Leichtigkeit erstaunt, mit der sich alles so ergeben hat. Prompt fallen mir Entwicklungen in meiner Vergangenheit ein, wo sich mit der gleichen Leichtigkeit gute Fügungen für mich ergaben, sodass ich später, wenn ich davon sprach, sagte, das sei mir einfach in den Schoß gefallen.
Damit wird so richtig deutlich, dass da, wo die Ergebnisse nicht so berauschend sind, die Leichtigkeit fehlte.
Ich fange an zu glauben, dass diese Leichtigkeit auf alles andere, genau so, übertragbar sein muss.
Wobei noch ein Punkt zu beachten ist, Absichtslosigkeit muss mit im Spiel sein. Ich weiß nicht, ob ich bewusst Absichtslosigkeit schaffen kann. Wenn ich zurück denke, stelle ich fest, die war einfach mit im Spiel.

Ich kann mich gerade nicht so ganz einkriegen, über die Leichtigkeit, mit der ich erschaffen habe. Ich bin fürbass erstaunt, mir fehlen die Worte um diesem Erstaunen wirklich Ausdruck zu verleihen.

Es ist so „unglaublich“.

Da befasse ich mich schon eine ganze Weile mit Abraham, glaube daran und erlebe, verstehe doch heute zum ersten Mal die Leichtigkeit, mit der bewusstes Erschaffen gehen kann. Als Witz empfinde ich es beinah, dass das ausgerechnet mit einer Trauerfeier geschieht.

Gerade „ermahne“ ich mich, meinen „Erfolg“ nicht klein zureden.

Diese Art zu denken ist, weiß Gott, gewöhnungsbedürftig, sehr gewöhnungsbedürftig. Sie sprengt alles bisher dagewesene, ich glaube, ich hebe gleich ab.

Sa. 03. Nov.: Ich habe meine Fahrkarte gekauft. Ich fahre auf Wunsch meines Neffen erst am Sonntag zurück, jedoch so, dass ich bequem an der Geburtstagfeier (am Abend) meiner Kegelschwester teilnehmen kann.

So, ihr Lieben, ich habe mich wieder eingekriegt, eigentlich schade, :clown: denn die Stimmung / Schwingung dieses Hochgefühls ist so schön und dürfte ruhig etwas länger bleiben ...

ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche
Salome
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Re: Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Lea » 5. Dez 2012, 21:30

Sehr schöne Geschichte, vielen Dank Salome !!!
:danke:
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Re: Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Tuddeldi » 5. Dez 2012, 23:10

Wirklich toll, ich liebe solche Erfahrungsberichte!!! Danke!
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Re: Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Urmina » 7. Dez 2012, 12:48

Huhu liebe Salome

Die Geschichte erinnert mich an mich selbst Bild
Ich kann jetzt leider keine Einzelheiten mehr erzählen, aber es hing jedenfalls
auch mit Terminen zusammen, auf die ich jedoch absolut keinen Bock hatte.

Gewisse Termine mit gewissen Leuten sind mir zuwider, und ich kann manchmal schon im Voraus
eine richtige "Drama-Queen" sein, und mich bereits Tage im Voraus "herrlich" darüber aufregen.

Gelingt es mir jedoch WIRKLICH gelassen zu bleiben (dazu muss ich mich oft "zwingen"... sprich: echte
Willensanstrengung) lösen sich solche Termine in Luft auf. Entweder werden sie abgesagt,
von jemand anders erledigt usw. usf.

"Kann bewusst erschaffen so einfach sein?"
Ja, das IST es... wir sollten es nur endlich auch glauben.

In diesem Sinne; dankeschön für deine Erzählung... sie liest sich so schön locker-flockig,
und ist eine tolle Erinnerung für mich.

Liebe Grüsse
Urmina Bild


Urmina
 

Re: Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Salome » 8. Dez 2012, 11:17

Hallo Ihr Lieben,

danke für Euer Interesse :danke:

Nun dachte ich, vieleicht wäre es doch ganz nett, wenn ich die Geschichte mit einer Kurzfassung vom Wochenende voll -ende.

Ja, wie war denn dieses Wochenende nun, es war erlebnisreich, sehr harmonisch und einfach eine runde Sache.

Es begann und endete mit einer Bahnfahrt, die jedes Mal richtig gut verlief, angefangen von pünktlichen Zügen bis zu netten Sitznachbarn und angeregten Gesprächen.
Es war auch eine Reise in eine prall gefüllte Ost-West Vergangenheit, mit weißt du noch und wann war das noch mal. Zu meiner großen Freude hatte sich mein Bruder auch dazu entschieden, mir / uns bis Sonntag Gesellschaft zu leisten.

Mir geht noch viel mehr durch den Kopf, :nachdenk: niemand hat bedauert, dass A. (Schwester) zu Hause geblieben war. Ich weiß genau, dass ich sie liebe und ich wünsche ihr das Beste und doch reicht es mir, wenn wir gelegentlich zwei bis drei Stunden gemeinsam verbringen, mehr will ich nicht.

Ich weiß nicht, ob ich so viel anders sein länger aushalte. :mrgreen: Irgendwie beinah witzig, sie hat vor einigen Jahren mal ausgesprochen, was ich schon länger gedacht hatte, wenn wir keine Schwestern wären, würden wir uns wahrscheinlich nicht kennen.
Ja und warum hält man zusammen? Was ist es, dass es mir unmöglich macht, ihr „einfach“ den Rücken zuzukehren, so nach der Devise, nach mir die Sintflut. :102:

Ist es, weil ICH mich dazu entschieden habe in diese Familie, mit genau dieser Schwester, hineingeboren zu werden :?:

ICH liebe ja, bin bedingungslose Liebe und die macht es unmöglich einfach wegzugehen und das blitzt wohl immer wieder durch. :P

Ich wünsch Euch ein zauberhaftes Winter - Wochenende

Salome
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Re: Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Beautiful Mind » 8. Dez 2012, 12:55

Salome hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob ich so viel anders sein länger aushalte. Irgendwie beinah witzig, sie hat vor einigen Jahren mal ausgesprochen, was ich schon länger gedacht hatte, wenn wir keine Schwestern wären, würden wir uns wahrscheinlich nicht kennen.
Ja und warum hält man zusammen? Was ist es, dass es mir unmöglich macht, ihr „einfach“ den Rücken zuzukehren, so nach der Devise, nach mir die Sintflut.


Liebe Salome,

für mich ist es die Tatsache, dass wir als Kinder in einer Familie lernen, dass es viele sehr unterschiedliche Menschen gibt und dass es völlig in Ordnung ist, dass die anderen so anders sind als wir selbst. Nirgendwo sonst lernen wir so früh, was bedingungslose Liebe ist.

Ich habe vier Geschwister, jeder von uns ist ganz anders als die anderen und ich muss auch nicht permanent Kontakt zu ihnen haben - aber, wenn ich in ihre Augen schaue, dann weiß ich, dass ich sie einfach nur liebe.

Vielleicht kommt es aber auch daher, dass unsere Eltern niemals ein Kind vorgezogen haben. Ich hatte nie das Gefühl, von ihnen mehr oder weniger geliebt zu werden als meine Geschwister. Womöglich hat sich diese Schwingung für den Rest des Lebens auf uns Kinder übertragen.

Ich liebe meine Geschwister, mit allen Macken und wundervollen Eigenschaften - was wäre die Welt ohne sie? Ein ganzes Stück ärmer.

:kl:

Lieben Gruß und einen schönen zweiten Advent,

Beautiful Mind
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Re: Kann bewusst erschaffen so einfach sein?

Beitragvon Salome » 8. Dez 2012, 23:16

Liebe Beautiful Mind,

in meinen Kindertagen wurde Angepasstheit von Kindern gefordert und von bedingungsloser Liebe war weit und breit keine Spur. :oops:

Selbst dem lieben Gott schien in jenen Tagen diese Art Liebe unbekannt zu sein, so wurde es zumindest vermittelt. :mrgreen:
Was bedingungslose Liebe ist, haben mich meine Kinder gelehrt. :herzhpf:

Meine Schwester bietet nun mal ein ordentliches Kontrastprogramm und das vertrag ich nur gut dossiert.

Bei aller Unterschiedlichkeit freuen wir uns immer wieder, dass wir unsere geschwisterlichen Kontakte so gut pflegen. Ich bin froh Geschwister zu haben und mit ihnen guten Kontakt zu haben. :loveshower:

Liebe Grüße und einen zauberhaften zweiten Advent

Salome
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