Jemanden sich wieder näher bringen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Lyssa » 3. Nov 2016, 16:22

Hallo,

ich weiß nicht recht, ob es hier hin gehört, aber es erschien mir am plausibelsten. Es ist so. Ich habe mir im letzten Jahr sozusagen einen Mann an meiner Seite manifestiert. Ich hatte genaue Vorstellungen und Wünsche, wie er sein soll und genau dieser Mann trat letztes Jahr um diese Zeit in mein Leben. Für mich war, ist und bleibt er einfach mein "Deckel" und ich möchte mit diesem Mann alt werden.

Nun, wir führen eine Wochenendbeziehung, da er weiter entfernt wohnt und wir uns aus diversen Gründen unter der Woche nicht sehen können. Im Laufe der Zeit hatte ich immer wieder Phasen, wo ich einfach unzufrieden war und ihm das auch so sagte bzw. sogar weinend vor ihm zusammen brach. Heute weiß ich, dass nicht die Wochenendbeziehung Schuld hat, sondern dass ich einfach nicht in der Lage war, ganz bei mir zu sein und entsprechend ausgeglichen. Aber heute ist es vielleicht schon zu spät.

Mein Partner hat sehr viel um die Ohren, hat starken Druck von vielen Seiten in seinem Leben. Letztendlich musste der Tag irgendwann kommen, wo es ihn in eine Krise stürzt. Und zwar ohne Vorwarnung, ohne Anzeichen und ohne, dass etwas zwischen uns passiert ist, im Gegenteil. Nun ist es so, dass er mit sich hadert, die Beziehung aufzugeben, obwohl ich weiß, dass er mich noch liebt. Aber er hat scheinbar nicht die Kraft, so weiter zu machen. Das soll er ja auch gar nicht und da er nicht mit mir reden will im Moment ist meine Frage folgende:

Ich weiß, dass man andere Menschen über Abe nicht beeinflussen kann (freier Wille). Aber ist es möglich, dass ich mit meinen Wünschen...wie soll ich das sagen...ihn indirekt beeinflussen kann? Ich wünsche mir zum Beispiel gerade nichts sehnlicher, als dass ich die Gelegenheit bekomme, mit ihm zu reden. Ich wünsche mir, dass er mir zuhört und ich ihn "erreichen kann". Ich wünsche mir natürlich, dass diese Beziehung weiterhin Stand hält, weil ich weiß, was falsch lief und was ich ganz sicher ändern würde.

Ich bin mir nicht sicher, ob ihr versteht, was ich meine. Ich wünsche mir nicht, dass er jetzt so oder so handelt, sondern ich wünsche mir, dass diese Beziehung zu diesem Mann sich wieder einrenkt und wir glücklich werden. Kann sowas funktionieren?

Liebe Grüße
Lyssa
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Mik » 3. Nov 2016, 18:56

Liebe Lyssa,
merkst du wie sehr du aus dem Mangel heraus fühlst und handelst? Das ist aus unserem Alltagsverständnis heraus die "normale" Reaktion. :
ich hatte, dann wollte ich noch, habe ich aber nicht bekommen, jetzt wird es noch weniger, ich fürchte jetzt ist ganz aus!
Das was schon schief gegangen ist, empfinde ich nicht als Vorhersage dafür wie es sich weiterentwickelt. Mir scheint die Frage zu sein, wie du selbst ganz bei dir bleibst u dich Wertschätzt u auch was war mit ihm und an welchen Punkt die Beziehung dich gebracht hat. Zum Beispiel merkst du selbst, dass du Forderungen hattest, weil du dir selbst nicht ganz genug warst.
Dort würde ich versuchen anzusetzen. Wenn du ihn nicht mehr brauchst, fühlt er sich vielleicht frei und eingeladen mit dir zu sein.
LG Mik
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon lawofattraction » 4. Nov 2016, 15:33





Hallo Lyssa,

Deine Überschrift "Jemanden sich wieder näher bringen" enthält die Annahme, dass das möglich sei. Wir können aber nicht in der Realität anderer Menschen kreieren. Eine Veränderung geht immer von einem Individuum und seinen Wünschen und Intentionen aus.

Dass sich auch Beziehungen dadurch verändern können, ist natürlich richtig. Dann, wenn zwei oder mehrere Menschen sich in Schwingungs-Bereitschaft zusammenfinden. Das heisst, möchte man etwas Bestimmtes „bewirken“, so fängt die Veränderung mit der eigenen Veränderungsarbeit an. Ist ein Gegenüber dann in gleicher Schwingung in Bezug auf ein Thema, können die beiden zusammen finden.

Lyssa hat geschrieben: Letztendlich musste der Tag irgendwann kommen, wo es ihn in eine Krise stürzt. Und zwar ohne Vorwarnung, ohne Anzeichen und ohne, dass etwas zwischen uns passiert ist, im Gegenteil.


Oh, nein, nicht ohne Vorwarnung, zumindest nicht für jemanden, der Wissen um das LoA hat. „ ….. musste der Tag kommen“ - dieser Satz sagt, dass Du Dich durchaus mit diesem Gedanken beschäftigt hast. So wie hier beschrieben:

Lyssa hat geschrieben:Im Laufe der Zeit hatte ich immer wieder Phasen, wo ich einfach unzufrieden war und ihm das auch so sagte bzw. sogar weinend vor ihm zusammen brach.


Die Vorwarnung waren Deine schlechten Gefühle und die Gedanken, die immer wieder so etwas befürchtet hatten.

Lyssa hat geschrieben:Mein Partner hat sehr viel um die Ohren, hat starken Druck von vielen Seiten in seinem Leben. Letztendlich musste der Tag irgendwann kommen, wo es ihn in eine Krise stürzt.


Es geht nicht um seine Krise, es geht auch nicht um seinen Anteil, seine Überforderung oder seine Lebensumstände, sondern ausschliesslich um Dich und was Du in dieser Beziehung gedacht, gefühlt und letztendlich manifestiert hast.

Lyssa hat geschrieben:Ich weiß, dass man andere Menschen über Abe nicht beeinflussen kann (freier Wille). Aber ist es möglich, dass ich mit meinen Wünschen...wie soll ich das sagen...ihn indirekt beeinflussen kann?


So durch die Hintertür? :mrgreen:

Lyssa hat geschrieben: Ich wünsche mir natürlich, dass diese Beziehung weiterhin Stand hält, weil ich weiß, was falsch lief und was ich ganz sicher ändern würde.


Warum beginnst Du nicht mit der Veränderung, ohne dass die Beziehung wieder aufgenommen wird? „Würde“ hat so eine Implikation, dass Du zuerst das erwünschte Ergebnis sehen möchtest, um dann etwas an Deiner Denke zu ändern.

So funktioniert das leider nicht, sondern vielmehr anders herum. Ändere Dein Denken, mach Dich innerlich frei. Aber das geschieht nicht, indem Du dauernd schaust, ob sich schon etwas bei ihm verändert hat. Das kann sein oder auch nicht – und je nach Lage beschert Dir das ein ständiges Wechselspiel der Gefühle – Hoffnung und Enttäuschung, Freude und Angst – und das Schlimme ist, dass Du darauf keinen Einfluss nehmen kannst.

Dagegen hast Du Einfluss auf das, was Du denkst, was wiederum Gefühle manifestiert und letztendlich, wenn Du ohne Widerstand bist, die Erfüllung Deines Wunsches. Wobei hier weniger konkrete Umstände gemeint sind, sondern vielmehr der „Wunsch hinter dem Wunsch“, der immer darauf hinausläuft, glücklich zu sein.

Bist Du es Dir nicht wert, glücklich zu sein, egal wie die äusseren Umstände aussehen? Machst Du Dich von den äusseren Umständen abhängig, so machst Du Dich auch von anderen Menschen und ihren Vorlieben und Abneigungen und ihrem möglicherweise ständigem Wechselspiel der Absichten und Gefühle abhängig. Möchtest Du nicht lieber selbst bestimmen, wo es lang geht, statt Dich wie ein Grashalm im Wind mit den Bedürfnissen und Befindlichkeiten anderer Menschen zu bewegen?

Du kannst diese im Moment unerfreuliche Situation und die Veränderung Deines Freundes bejammern oder aber Du kannst beschliessen, heute anfangen, Dich um Dich und Dein Wohlgefühl und Deine innere Freiheit zu kümmern. Diese innere Freiheit hat die Überschrift „Freiheit von Bedingungen“ - und dazu gibt es eine Menge Workshops, die Dir sehr viel über Dich erzählen können, wenn Du Dich darauf einlässt.

Lieben Gruß
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Lyssa » 4. Nov 2016, 16:54

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank schon einmal für die Antworten.

Mik hat geschrieben:Mir scheint die Frage zu sein, wie du selbst ganz bei dir bleibst u dich Wertschätzt u auch was war mit ihm und an welchen Punkt die Beziehung dich gebracht hat. Zum Beispiel merkst du selbst, dass du Forderungen hattest, weil du dir selbst nicht ganz genug warst.
LG Mik


Das ist richtig und ich bin mir inzwischen dessen vollkommen bewusst, dass ich nicht in der Lage war und es auch derzeit noch nicht bin, immer ganz bei mir zu sein. Diese Erkenntnis kam mir schlagartig, als ich durch die Umstände bedingt, dazu gezwungen war, mich mit mir selbst auseinander zu setzen.

Liebe Loa, das was du schreibst, stimmt natürlich. Vieles war mir einfach gar nicht bewusst. Ich habe heute meine Gedanken einmal zu Papier gebracht und dabei kamen so viele Dinge zu Tage, die ich gar nicht bemerkt hatte. Dass zum Beispiel meine schlechten Gefühle ein Vorbote, eine Vorahnung auf das, was jetzt eingetreten ist, waren, das war mir gar nicht klar. Aber jetzt, ja, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen.

Meine Gedanken tatsächlich immer unter Kontrolle zu haben, fällt mir bislang noch sehr schwer. Es schleichen sich automatisch immer wieder schlechte Gedanken ein, die Angst und das besagte Wechselbad der Gefühle hervorrufen. Selbstverständlich möchte ich das nicht, wer will sich schon schlecht fühlen? Ich muss daran arbeiten. Mich nicht von äußeren Umständen abhängig zu machen, fällt mir auch schwer. Ich kann mich hier schlecht hineinversetzen, wie das gehen soll. Wenn ich einen Menschen liebe, dann bin ich doch ganz klar traurig, wenn dieser Mensch plötzlich nicht mehr da ist oder mich verletzt, auf welche Art und Weise auch immer. Es klingt so kalt, wenn ich dann sage, okay, der hat mich jetzt verlassen, ist mir egal, weil ich ja immer positiv denke und ich komme sehr gut ohne ihn klar. Ich weiß, dass genau das die Abhängigkeit ist. Aber ich bin ein extremer Gefühlsmensch und ich bin mir nicht sicher, ob ich es jemals schaffen kann, diese Haltung einzunehmen. Das würde ja bedeuten, dass mir Dinge oder Menschen, die ich eigentlich liebe, gar nicht wichtig sind. Ich glaube, hier habe ich irgendwo einen Denkfehler, ich bin mir sicher, das kann so nicht gemeint sein.

Liebe Grüße
Lyssa
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Mik » 4. Nov 2016, 18:22

Hallo Lyssa,
Ich verstehe deine Verwirrung um die Gefühle vollkommen.
Ich weiß nicht ob das Abe konform ist, meine Meinung ist das reine Traurigkeit o Wehmut das etwas Schönes u geschätzes vorbei ist, nicht in dem Sinne ein schlechtes Gefühl ist. Wenn du es vollkommen zulässt u keinen Widerstand dagegen leistest ist es auch nicht unangenehm. Aber....und das ist was meist geschieht... wenn der Widerstand dazukommt und Gefühle v Enttäuschung, Abwertung und die Geschichten, die diese Gefühle erzeugen ( warum tut er das? Will nicht mehr mit mir usw, dann handelt es sich um negative Gefühle mit denen dein IB nicht einverstanden ist.
Widerstandsfreue Traurigkeit ist einfach ein erfahrenes Gefühl.

Lieben Gruß Mik
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon shaoli » 4. Nov 2016, 22:33

Liebe Lyssa,

Meine Gedanken tatsächlich immer unter Kontrolle zu haben, fällt mir bislang noch sehr schwer.


Es geht ja weniger um Gedankenkontrolle, sondern darum, zu bemerken, wie du dich fühlst und
Gedanken zu finden, die sich besser anfühlen. Dazu findest du hier auch viele Übungen.


Lyssa hat geschrieben:Wenn ich einen Menschen liebe, dann bin ich doch ganz klar traurig, wenn dieser Mensch plötzlich nicht mehr da ist oder mich verletzt, auf welche Art und Weise auch immer. Es klingt so kalt, wenn ich dann sage, okay, der hat mich jetzt verlassen, ist mir egal, weil ich ja immer positiv denke und ich komme sehr gut ohne ihn klar. Ich weiß, dass genau das die Abhängigkeit ist. Aber ich bin ein extremer Gefühlsmensch und ich bin mir nicht sicher, ob ich es jemals schaffen kann, diese Haltung einzunehmen. Das würde ja bedeuten, dass mir Dinge oder Menschen, die ich eigentlich liebe, gar nicht wichtig sind. Ich glaube, hier habe ich irgendwo einen Denkfehler, ich bin mir sicher, das kann so nicht gemeint sein.


Vor Jahren hat hier jemand geschrieben : " Lieben tut nicht weh, nur haben wollen " . Du kannst den
Mann lieben und gleichzeitig von der Überzeugung wegkommen, daß du ihn brauchst, um glücklich zu
sein und ihn deshalb unbedingt haben willst. Leidensdruck hast du nicht, weil du ihn liebst, sondern,
weil du etwas davon abhängig machst, ob er dich liebt und eine Beziehung mit dir möchte. Wir wollen
etwas immer, weil wir uns davon versprechen, daß es uns gute Gefühle gibt. Wenn du herausfindest,
welche das sind, kannst du anfangen, sie dir selber zu geben. Wenn man sich von einem anderen
Menschen verzweifelt eine bestimmte Reaktion wünscht, scheint es erst einmal vielleicht kaum mach -
bar, ihn aus der Gleichung zu nehmen und nicht so reizvoll, sich mit sich selber anstatt damit zu
beschäftigen, wie man die Reaktion bekommen kann. Ich vermute, daß du Angst hast, ihn endgültig
zu verlieren, wenn du dich nicht ( um Kontakt ) bemühst und Angst ist ja nun das Gegenteil von Vertrauen.

Als ich dein Eingangsposting las, dachte ich, daß das schon zusammenpaßt - er hat viel Druck und
mit dir eine Partnerin angezogen, die durch ihre Unzufriedenheit und Angst noch mehr davon auf ihn
ausübt. Ich kann mich irren und stimme LoA darin zu, daß es nicht um seine Krise geht, sondern
darum, was du gedacht, gefühlt und deshalb manifestiert hast. Aber vielleicht hilft dir dieser Gedanke
dabei, den Druck raus - und dir vorzunehmen, dich jetzt erst einmal um dich und darum zu kümmern.

Liebe Grüße
shaoli
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Hamfor » 4. Nov 2016, 22:54

~

shaoli hat geschrieben:Vor Jahren hat hier jemand geschrieben : " Lieben tut nicht weh, nur haben wollen " .



So ist es. Ich liebe dieses Lieben, diesen Gedanken daran und dass es so ist. Auch wenn gleichzeitig alles andere sein wird und kann. Dies eine ist (einfach da).

~
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Winterbraut » 6. Nov 2016, 19:05

Hallo liebe Lyssa,

Deine Verwirrung kann ich gut verstehen, ich finde auch wenn man am Anfang steht kommen einem viele Dinge so furchtbar paradox vor - das klärt sich meist einfach durch üben und dranbleiben, meiner Erfahrung nach... habe heute auch selbst wieder stöbern müssen da ich ziemlich auf dem Kabel stand. Dann beruhige ich mich ganz gern durch das Lesen hier (besser anfühlende Gedanken) und habe ziemlich intensiv, wegen der Selbstliebe, einen alten Thread gelesen und dabei an Dich gedacht.

Hier ist er - könnte mir vorstellen dass er einige wertvolle Tipps für Dich enthalten könnte :ros:

Einen schönen Abend für alle :uns:
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Re: Jemanden sich wieder näher bringen

Beitragvon Lyssa » 8. Nov 2016, 20:16

Hallo,

vielen Dank für Eure Ausführungen. Zuerst einmal möchte ich sagen, dass sich zuweilen soweit alles wieder einrenkt, mein Partner die Krise weitestgehend überwunden hat und wieder zu sich gekommen ist und wir einen Neuanfang wagen werden (wir waren nicht getrennt, er hat nur alles in Frage gestellt).

Nach Euren Postings habe ich mich mal ein wenig durch die Workshops gearbeitet. Dabei ist mir eine Sache ganz besonders aufgefallen: Der Widerstand. Ich habe mich mit Händen und Füßen gegen alles gewehrt und konnte auch die negativen Gefühle nicht annehmen. Dann habe ich mir gesagt, was soll's. Ich will glücklich sein und wenn ich ihn dafür gehen lassen muss, dann muss ich einen Weg finden, damit klar zu kommen. Ich habe aufgegeben, ihn kontrollieren zu wollen. Mir wurde bewusst, dass ich mit meinem "Kampf" immer wieder versucht habe, ihn in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ich habe also den Widerstand aufgegeben, ihn ein Stück weit losgelassen und mich damit viel besser gefühlt. Und, was soll ich sagen, gestern sagte er mir, dass er mich vermisst und liebt :loveshower:

Bei all dem, was mir allerdings durch das ganze Durcheinander an Gefühlen klar geworden ist, habe ich aber dennoch eine Frage. Den Punkt, ganz bei mir selbst zu sein, den habe ich, glaube ich inzwischen verstanden und versuche ihn zu verinnerlichen. Aber die Sache mit dem mir selbst genügen. In der Regel ist es so, dass ich unter der Woche viel alleine bin. Tochter zieht sich pupertätsbedingt viel in ihr Zimmer zurück oder ist mit Freunden unterwegs oder bei ihrem Vater.und mein Partner wohnt etwas weiter entfernt, so dass wir uns nur am Wochenende sehen. Ich habe meistens kein Problem damit, dass er nicht bei mir ist, ich schätze, das sind die Tage, an denen ich mir auch selbst genüge. Aber es gibt Tage, da fühle ich mich generell, unabhängig von ihm, nicht so gut. Schlechte Tage halt. An diesen Tagen fehlt mir einfach zwischenmenschliche Nähe, in den Arm genommen werden, zum Beispiel. Er fehlt mir dann ganz besonders, sein Geruch, seine Nähe. Wie kann ich mir vollkommen genügen, wenn ich diese Bedürfnisse habe? Es gibt manche Dinge, die kann ich mir einfach nicht selbst geben. Auch wenn ich mich so annehme, wie ich bin, also ganz bei mir bin, kann ich diese Bedürfnisse nicht stillen.

Winterbraut hat geschrieben:
Hier ist er - könnte mir vorstellen dass er einige wertvolle Tipps für Dich enthalten könnte :ros:


Vielen Dank, liebe Winterbraut. Ich habe mir den Thread gerade durchgelesen und ja, es finden sich auch Tipps und Anregungen für mich darin. Nur, dass ich von meinem Partner nicht getrennt war und die Konstellation eine andere. Aber mit ein wenig umdenken, passt da wirklich einiges.
Liebe Grüße
Lyssa
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