Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Gotham Girl » 10. Sep 2009, 19:56

Hallo zusammen,

heute ist mir etwas passiert, das ich gerne mit Euch teilen möchte, weil es mir wieder so überdeutlich gezeigt hat, daß es nur meine eigene Reaktion auf Situationen ist, die meine Gefühle steuert.

Ich versuch's, kurz zu machen: :P
Ich mußte heute morgen beruflich in die Innenstadt fahren, mit einer dicken Laptop-Tasche, hinein in eine völlig überfüllte Straßenbahn. Beim Einsteigen schubse ich schon einige Mitreisende und trete ihnen auf die Füße, so daß ich mich gleich allgemein beliebt mache. Der Ticket-Schalter war - hatte ich nicht anders erwartet! - einige Meter von mir entfernt, und mein einziger Gedanke war "Scheiße!". Ich laß' also den dicken Koffer stehen, will mich zum Schalter durchkämpfen, und in dem Moment verliere ich so total den Halt, daß ich ungefähr 10 Meter rückwärts durch die Bahn laufe (um Hinfallen war's zu voll!), reiße dabei einige Leute mit, trete ungefähr zwanzig von ihnen auf die Füße oder vor's Schienbein und fuchtele mit den Händen in der Luft, um nach einem Halt zu greifen, der nicht da war. Unter zig Entschuldigungen und mit hochrotem Kopf schubse ich mich wieder zu meinem Koffer und versuche einen neuen Anlauf mit dem Ticket-Schalter. Nach etlichen "entschuldigung, darf ich mal" bin ich da, aber der will erstmal mein Geld nicht. Ich habe das Gefühl, wirklich jeder guckt mich an und bin froh, als der Schalter endlich das Ticket ausspuckt. Als ich später aus der Bahn aussteige, möchte ich am liebsten heulen und im Boden versinken. Zu dem Zeitpunkt kann ich nur denken, daß der Tag für mich absolut gelaufen ist. Den ganzen Weg bis zu meinem Arbeitsplatz geht's mir grottenschlecht.

Fünf Stunden später, nach viel Arbeit und vielen Gedanken an meinen nächsten Urlaub, meinen Traummann, dieses Forum und so einiges mehr, stelle ich fest, daß ich gar nicht mehr an den Vorfall gedacht habe. Als er mir dann wieder einfällt, und ich mir die Szene bildlich vorstelle, kann ich nicht anders und fange laut an zu lachen. Das Ganze muß so dermaßen bescheuert ausgesehen haben, das hätte man in jedem Slapstick-Film verwenden können. Und selbst jetzt noch muß ich grinsen, wenn ich daran denke.

Die Situation hatte sich kein bißchen verändert. Es war passiert, und ich konnte weder 10 Minuten danach, noch 5 Stunden später etwas daran ändern. Aber ich konnte meine Reaktion ändern, und jetzt ist die ganze Situation einfach völlig unwichtig für mich oder ein totaler Witz.

Naja, ich weiß, Ihr wißt das ja auch alles längst. Aber ich wollte es halt trotzdem erzählen! :kgrhl:

Liebe Grüße,
GG
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Sanaei » 10. Sep 2009, 20:00

GG, ich grins hier vor mich hin beim Lesen - und muss zugeben, dass hätte ich heute gerne gesehen... ich glaub ich hätt mich auf dem Boden gerollt vor Lachen... :kgrhl:

Aber was ich wirklich auch gut finde, ist, dass Du im nachhinein erkennen kannst, das Du wirklich nichts mehr ändern kannst - ausser eben Deine Reaktion. Und statt Dich zu ärgern oder zu schämen, lachst Du - und das ist soooo wertvoll...

liebe Grüsse und danke für's Teilen... es macht Mut...
Sanaei
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe Deiner Gedanken an... (Marc Aurel)
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Gotham Girl » 10. Sep 2009, 20:11

Hallo Sanaei,

ich glaub', die ganzen Leute in der Bahn fanden das nicht so lustig! :lol:

Aber Du hast recht, so im Nachhinein ist die ganze Sache einfach nur witzig. Und ich bin dieser Situation auch sehr dankbar, weil sie mir ja eben gezeigt hat, daß sich die Vergangenheit nicht ändern läßt. Aber meine Gefühle darauf kann ich immer ändern, und alleine das ist wichtig.

Schön, daß ich Dich zum Grinsen gebracht habe! :gvibes:

Liebe Grüße,
GG
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Summersun » 11. Sep 2009, 08:41

Danke. Schon die Thread-Überschrift ist mir eine große Hilfe, jetzt gerade im Moment.

Du hast ja so recht: Passiert ist passiert und ist nicht mehr zu ändern. Ändern kann ich nur meine Gedanken darüber.
Summersun
 

Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Sunflower » 11. Sep 2009, 10:21

:kgrhl: ich habs mir auch vorstellen können,manchmal ist es halt so und wie gut ,dass du hinterher nochmal drüber nachgedacht hast und die Komik sehen konntest .
lg sunflower
Guten Morgen,
hier spricht das Universum.Ich werde mich heute um all deine Probleme und Wünsche kümmern.
Dazu werde ich deine Hilfe nicht brauchen.
Also genieße den Tag
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon lawofattraction » 11. Sep 2009, 10:33




Also, liebe GG, zuerst musste ich auch bei Deiner sehr anschaulichen und witzigen Schilderung ja auch laut lachen .... :lol:

Dann habe ich mal ein wenig um die Ecke gedacht. In diesen Situationen, in denen wir "uns lächerlich machen" und hinterher oft Scham empfinden, geht es ja darum, dass man als Grundlage des Wohlgefühls das Urteil der anderen wählt. Was denken die über mich? Und wie wichtig ist mir, was andere über mich denken? Mache ich meinen Gefühlszustand abhängig von der Meinung anderer? Da ist immer noch eine starke Abhängigkeit vorhanden. Und der können wir nie gerecht werden, denn dazu gibt es viel zu viele unterschiedliche.

Unser Ziel ist ja Wohlgefühl - unabhängig davon, was andere denken und für richtig erachten. Ich finde, Du hast das in bemerkenswerter Schnelle geschafft. Ein tolles Beispiel, wie wir die Gedanken in eine Richtung lenken können, die uns gut tut. :stimmt:

Lieben Gruss
Loa



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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Gotham Girl » 11. Sep 2009, 18:21

lawofattraction hat geschrieben:
Dann habe ich mal ein wenig um die Ecke gedacht. In diesen Situationen, in denen wir "uns lächerlich machen" und hinterher oft Scham empfinden, geht es ja darum, dass man als Grundlage des Wohlgefühls das Urteil der anderen wählt. Was denken die über mich? Und wie wichtig ist mir, was andere über mich denken? Mache ich meinen Gefühlszustand abhängig von der Meinung anderer? Da ist immer noch eine starke Abhängigkeit vorhanden. Und der können wir nie gerecht werden, denn dazu gibt es viel zu viele unterschiedliche.


Wie recht Du hast! Umso wichtiger ist es doch, sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen und zu dem Gedanken zu kommen, "es ist egal, was andere über mich denken". Diese Situation hat mir wieder mal gezeigt, wie automatisch das Ganze bei mir - meistens zumindest - noch abläuft. Dabei wird es wohl, egal, wie sehr ich mich auch anstrenge, immer jemanden geben, dem ich auf die Füße trete. Und in dieser Situation habe ich das sogar wörtlich genommen! :kgrhl:

Was ich mich aber gerade frage, ist: kann ich dahin kommen, daß es mir wirklich und ehrlich vollkommen egal ist, was andere Menschen über mich sagen und denken? Denn solange ich zurück denken kann, war es in meiner Familie wichtig "was sollen denn die Leute sagen", und so wird es wohl den meisten von uns gehen. Wie kann ich mich am besten davon lösen? Denn vom Verstand her weiß ich ja nun spätestens seit Abraham, daß einzig und allein meine Meinung wichtig ist für mich. Was kann ich konkret tun, um den Automatismus zu unterbinden, der in einer solchen Situation sofort einsetzt? Was sagen Abraham dazu?
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon lawofattraction » 11. Sep 2009, 18:53




Hi GG,

Abraham sagen immer wieder "nothing is more important than that you feel good", dass unsere allererste Verpflichtung uns selbst gegenüber ist und wir unser Wohlgefühl an die vorderste Stelle setzen.

Sie sprechen in dem Zusammenhang von der Peanut Gallery - die Herleitung kommt, meine ich, von den Claqueuren, die früher in Theatern als bezahlte Klatscher agierten. Und die klatschten nicht nur (Applaus), sondern klatschten auch und machten immer irgendwelche dummen Kommentare. Ich glaube, irgendeine US-Show hat das aufgegriffen und wurde die Peanut Gallery genannt, die immer nur Unwichtiges und nicht sehr Intelligentes beizutragen hatten.

Die PG soll uns vollkommen egal sein, was andere sagen, geht uns nichts an. Wichtig ist unsere Verbindung zum Inner Being, zur Quelle, und dort erfahren wir nur Liebe und Akzeptanz.

Wenn ich mir das so überlege, ist das wieder ein Thema, das zeigt, wie wir geprägt sind von der noch herrschenden gesellschaftlichen Konvention. Wie Du sagst "was sollen die Leute sagen". Es scheint für viele wichtiger zu sein, das eigene Verhalten und manchmal das Leben nach "den Leuten" auszurichten oder dem, was andere Wünschen - selbst wenn es gegen das eigene Wohlgefühl geht - statt dafür zu sorgen, dass es uns mit unseren Entscheidungen und unserem Verhalten und unserer Wahl gut geht - auch wenn die anderen Menschen das weder verstehen noch akzeptieren.

Es gibt noch viel auszuräumen. :mrgreen:

Lieben Gruss
Loa



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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon sita » 11. Sep 2009, 19:02

Hallo zusammen,

hab mich gut amüsiert über die Situation in der Bahn. Schätze, ich hätte schon in der Bahn gelacht und meine Witze und Sprüche gemacht. Je nachdem, wen ich da "umgehauen" hätte. Hab jeden Tag auf einem Schrottplatz mit Kunden zu tun, da sabbelt mein Mund von alleine, was er will *grins* Und gerade bei "Peinlichkeiten" freuen wir uns einen ab und dann wird mal herzhaft gelacht. In der "normaleren Welt" schaut man dann vielleicht ein wenig pikiert. Aber einige sind da immer dabei, die darauf eingehen.

Ich sehe mich normalerweise als Schöpfer meiner Welt. So ähnlich, wie Abraham das sehen, dass meine Schwingung für das, was auf mich zukommt, verantwortlich ist und auch dafür, wie die Menschen sich in meiner Umgebung verhalten. Ich entscheide bewußt, was ich will auf der einen Seite und akzeptiere denoch, wenn es mal anders ausschaut. Ich erlaube das dann. Das nimmt den Druck und ich fühle mich schnell wieder wohl.

Aber noch nicht in jeder Situation ist das so. Dann nämlich nicht, wenn ich reagiere, weil noch etwas in mir der Lösung bedarf. (hallo dk, wieder unser Thema) Also normalerweise schöpfe ich die Welt und fühle mich selbstbewußt. Doch gestern fehlte Geld in der Kasse. Ich hatte sofort ein ganz schlechtes Gefühl, dass ich nicht rausbekommen würde, wie es dazu gekommen war. Auch heute haben wir dann wieder überlegt. Und als ich nach Hause ging, da war mir schlagartig klar, dass mich diese Situation zutiefst verunsicherte. Und mir schoß durch den Kopf, dass jetzt mit dieser Emotion, würde sie bleiben, nicht ich die Welt schöpfe, sondern die Welt mich schöpft. Ich würde ein Spielball werden, hin und her geworfen. Na klar lass ich diese Emotion lösen und sie wird verschwinden. Ich find diese "Gegenüberstellung" sehr interessant. Lerne viel durch Vergleiche.

LG
Sita
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Gotham Girl » 11. Sep 2009, 19:08

lawofattraction hat geschrieben:
Es gibt noch viel auszuräumen. :mrgreen:



Wie sagte meine Oma selig immer? "Du sprichst ein wahres Wort gelassen aus!" :klatschen:
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Summersun » 11. Sep 2009, 19:17

Gotham Girl hat geschrieben:

Was ich mich aber gerade frage, ist: kann ich dahin kommen, daß es mir wirklich und ehrlich vollkommen egal ist, was andere Menschen über mich sagen und denken? Denn solange ich zurück denken kann, war es in meiner Familie wichtig "was sollen denn die Leute sagen", und so wird es wohl den meisten von uns gehen. Wie kann ich mich am besten davon lösen? Denn vom Verstand her weiß ich ja nun spätestens seit Abraham, daß einzig und allein meine Meinung wichtig ist für mich. Was kann ich konkret tun, um den Automatismus zu unterbinden, der in einer solchen Situation sofort einsetzt? Was sagen Abraham dazu?


Hallo Gotham Girl,

ein Thema, das mich schon oft beschäftigt hat. Wie gelingt es?

Für mich war es ein erster, wertvoller Schritt anzuerkennen:
a) die meisten Leute, die so laut rumposaunen "mir ist egal was andere denken" lügen sich selbst eins in die Tasche
b) ich denke sehr wohl in manchen Situationen bzw. bei manchen Themen darüber nach, was die anderen denken
c) ich bin total stolz auf mich, dass in den allermeisten Bereichen dieser Punkt b) auch schon das Ende des Fokus auf die anderen Leute war. Ich überlege zwar gelegentlich, was sie denken. Ich lasse aber nicht zu, dass dieses Nachdenken mein Handeln und meine Wahl beeinflusst. Okay, ab und zu vielleicht schon. Aber nicht oft und nicht in den wirklich wichtigen Dingen.

Vielleicht kannst du mit meinen Zeilen nichts anfangen. Für mich ist es einfach ein gutes Gefühl, dass ich mich von diesem Nachdenken über anderer Leute Meinung nicht beeinflussen lasse. Und mir zugestehen kann, dass ich eben über die Meinung anderer Leute nachdenken kann.
Summersun
 

Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon Gotham Girl » 11. Sep 2009, 19:56

Hallo Summersun,

danke für Deine Zeilen, und ich kann sogar viel damit anfangen. :P

Zuerst einmal habe ich das auch schon sehr oft beobachtet, daß gerade die Leute, die am meisten tönen, daß es ihnen "scheißegal" ist, was die anderen denken, auch am meisten darauf achten. Also, kann es ihnen ja soooo "scheißegal" nicht sein. :kgrhl:

Ich merke schon, daß es mir weniger wichtiger wird, was die anderen sagen, oder zumindest hält der Zustand des Nachdenkens darüber nicht mehr so lange an, so wie gestern. Es gibt aber noch genügend Situationen, bei denen das Gefühl eben ganz automatisch hochkommt (die jahrelange Programmierung war offensichtlich sehr erfolgreich!). Und das würde ich auf die Dauer gerne auflösen. Aber, wie sagen Abraham so schön: "the better it gets, the better it gets"!

Richtig gut hat mir übrigens Dein Satz gefallen:
Summersun hat geschrieben:Und mir zugestehen kann, dass ich eben über die Meinung anderer Leute nachdenken kann.


Ich muß mich nicht beeinflussen lassen, und es kann mir wirklich egal sein, aber ich habe immer die Freiheit, darüber nachzudenken, was die anderen sagen. Und mir so die Möglichkeit offen lassen, daß so manche andere Meinung auch für mich sehr wertvoll sein kann.
:danke: dafür!

Liebe Grüße,
GG
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon abrakadabra » 17. Okt 2009, 15:41

Ich habe vor kurzem das Buch "Mary" von Ella Kensington gelesen und dabei was wichtiges gelernt. Dass nämlich unser Wunsch nach Anerkennung ein Relikt aus uralten Zeiten ist, als unser Überleben noch davon abhing, den Schutz unseres "Rudels" nicht zu verlieren. Negative Gefühle wie Peinlichkeit, Angst vor Ablehnung etc. beruhen demnach auf der potentiellen Todesgefahr, die besteht, wenn wir aus dem Rudel ausgestoßen werden. Unsere Gefühle spielen verrückt und suggerieren uns dieses Todesgefahr, die aber heute de facto gar nicht mehr existiert. Seit ich das gelesen habe, kann ich solche Gefühe, so sie denn auftreten, schnell einordnen und als "Irrtum" verabschieden.

LG
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Re: Es ist immer nur meine Reaktion auf eine Situation

Beitragvon sita » 18. Okt 2009, 11:36

Ich beobachte, dass wenn ich denke, ein anderer redet über mich, dass ich derjenige bin, der das denkt. Ich weiß aber innerlich oder gehe davon aus, dass der andere, sobald ich denke, er denkt schlecht oder gut über mich, das auch wirklich so tut. Naja und sobald ich das glaube, verstärkt sich sich die ganze Thematik, zeigt sich also deutlicher.

Ich z.B. HÖRE, was andere über mich sagen, ich höre ganze Gespräche mit und mir ist das neulich aufgefallen, dass das wohl immer so war. Normalerweise höre ich auf meiner Arbeitsstelle nur gutes über mich in meinem Inneren. Dann ist auch tatsächlich im Außen alles ok.

An der Stelle, wo ich etwas "schlechtes" über mich hörte, war ich irgendwie nicht einverstanden mit dem, was ich dachte, was ich "falsch" machte. Ich dachte also, dass mein Chef auch nicht damit einverstanden war. Als erstes ging ich her und überlegte, was denn Schlimmes auf mich zukommen könnte. Kündigung...... das Arbeitsamt. Das ist zwar lästig, hat aber seinen Schrecken über mich verloren. Also nicht sonderlich schlimm. Als nächstes überlegte ich, dass wenn ich nun einen Fehler begangen hätte, könnte man mir den ja auch verzeihen, schließlich tu ich das ja auch bei anderen und bei mir selbst. Also tat ich das. Sodann konnte ich das Gehörte "umschreiben". Ich hörte also, wie mein Chef und meine Chefin gutes über mich sagten und war es zufrieden. Ich brauchte mich nicht mehr drum zu kümmern und konnte wieder ich selbst sein.

So ganz nebenbei freute ich mich darüber, dass es schon auffällt, wenn ich mal was "negatives" höre. D. h. nämlich, dass in mir meist alles im Fluß ist. Es hat sich doch schon viel geändert.........

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