Ich möchte KLARHEIT

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Lumo » 7. Dez 2015, 16:27

In letzter Zeit läuft es ganz gut, ich bin im JETZT glücklich & hab für mich eine Routine entwickelt, die mir
sehr gut gefällt & an die ich mich mittlerweile gewöhnt habe.
morgens schreibe ich mir 10 Dinge / Menschen / Erfahrungen auf für die ich dankbar bin bzw. die ich sehr schätze & ich nehme spreche meine Affirmationen vor laufender Kamera. Danach schreib ich meist noch Absichten auf. Tagsüber passieren immer tolle Dinge. Abends schreib ich dann noch mal 10 Dinge / Menschen /Erfahrungen auf, meist das, was ich tagsüber erlebt habe. Ich schreibe mir auf, was ich alles gut kann und welche Eigenschaften ich habe usw.

Wo ich aber mehr Klarheit möchte, sind die einzelnen "Wunsch-Kategorien"...
Familie, Freunde, Liebesbeziehung, Job, Geld, Wohnsituation, Gesundheit usw.
Bei Familie und Freunde weiß ich ganz genau, was ich möchte. Ich weiß auch, wie ich sein möchte (charakterlich & optisch). Jobtechnisch habe ich auch die Situation, die ich wollte: 25 Std., flexible Arbeitszeit, wunderbare Kollegen und nur 30 Min insg. von mir entfernt.

Was Liebesbeziehung und "Traumjob" betrifft, herrscht keine Klarheit. Vielleicht "finde" ich, die nach dem ich den Beitrag fertig geschrieben habe :kgrhl:

Traumjob:
Ich möchte noch immer Schauspielerin (Sprecherin, Synchronsprecherin) werden und schwanke aber was Ausbildung und Ort betrifft.
01 Wenn ich mir vorstelle, in Wien zu studieren (ich wohne derzeit in Wien), dann fallen mir Dinge ein wie, dass ich aber keine Aufnahmeprüfung an einer Uni machen will & dass hier die Angebots-Chancen nicht so gut ist wie in anderen Städten wie ZB Berlin, Köln, München oder Hamburg.
02 Wenn ich mir vorstelle, in Berlin oder Köln eine Privatschule zu besuchen (bei der keine Aufnahmeprüfung ist), dann fällt mir ein, dass ich ja nicht über 300 Euro monatlich für eine Schule bezahlen will.
03 Wenn ich mir vorstelle in Passau zu studieren (meine Eltern wohnen von dieser Akademie nur 10 Min weg und ich dürfte sogar wieder zu Hause wohnen), dann müsste ich mit Auto fahren und das will ich nicht.
04 Dann frage ich mich noch bezüglich LOA, was dann ist, wenn ich ZB eine Rolle spielen würde wie Mörderin, Vergewaltigungsopfer usw. da legt man ja extrem viel negatives Gefühl rein...

HA...jetzt fällt mir schon genauer ein, was ich will. Yeah Klarheit.
1) Ich möchte mir zutrauen, dass ich jede Aufnahmeprüfung bestehen kann. Wenn ich es mir zutraue, dann strahle ich das auch und so trauen es mir auch andere zu.
2) Ich möchte genug Geld haben, um mir jederzeit ein Ticket in jede x-beliebige Stadt kaufen zu können.
3) Ich möchte ein Stipendium bzw. Bafög haben.
4) Ich möchte genug Zeit haben, um neben der Uni/Schule arbeiten zu können.
5) Ich möchte mich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wunderbar von A nach B bewegen.
6) Ich möchte nur lustige, amüsante Rollen, bei denen ich mich wohlfühle, wenn ich mir das Rollenprofil & Drehbuch durchlese.
(Sagt nicht Abraham sogar, dass andere Menschen im Grunde nur die Marionetten unserer Schwingung sind?)

Ich denke, im Bezug auf den Schauspielerwunsch hab ich nun Klarheit gefunden. :stimmt:

"Traummann" / Wunschpartner... (je mehr ich darüber nachdenke, zwischen was genau ich schwanke, desto weniger fällt mir ein) :kgrhl:
ZB dachte ich eine Zeit lang: wenn ich in Wien wohne, kann ich keinen Wiener- Freund haben, sollte ich ZB umziehen nach Berlin. Fernbeziehung will ich ja nicht. Oder ZB ich wohne derzeit im Studentenwohnheim und irgendwie will ich nicht, dass "mein" Freund mich hier besucht, wo wir eine Gemeinschaftsküche haben & das Zimmer nur aus Bett, Schrank und Schreibtisch besteht.
Wenn ich das so schreibe, fällt mir nun auch hier genauer ein, was ich mir wünsche bzw. was mir am wichtigsten ist.

1) Optik: dunkle Augen und dunkles volles Haar, Dreitagebart, mind. 1,80 m groß und schlank, schönes Lächeln, gepflegt
2) freundliche sympathische Erscheinung, zärtlich, aufrichtig, kommunikativ,...
3) reisefreudig und einen Job, den er überall auf der Welt machen kann
4) jemand der gerne Theater, Oper und Kino geht
5) jemand der eine eigene Wohnung in Wien hat oder ich im Stu.wohnheim wohnt

Fühlt sich schon besser an. Habt ihr Vorschläge für mich, wie ich in verschiedenen Bereichen mehr Klarheit gewinnen kann?
Danke euch schon mal.
Lumo
 

Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon lawofattraction » 7. Dez 2015, 18:41




Hallo Lumo,

lass Dich doch mal aufs Leben ein. Mir wird ganz eng, wenn ich lese, wie Du alles planen, strukturieren und im Voraus bestimmen möchtest. Für mein Empfinden und aus meiner Erfahrung heraus ist der Hintergrund für solch starre Konzepte meist eine grosse Angst, sich einzulassen auf das, was sich Leben nennt in der irrigen Ansicht, dadurch Kontrolle und Macht über das Geschehen zu bekommen.

Auch durch die Routine des ständigen Aufschreibens und sogar Filmen der eigenen Affirmationen und endlose Vorgaben und Massgaben kommt eine solche Starre in einen Prozess, der fliessend sein soll, dass jegliche Intuition sofort unterbunden wird. Was ist denn, wenn Du nun einem Mann begegnest, der sympathisch ist, der aber 179 m gross ist und einen Viertagebart hat oder gar glatt rasiert ist? Oder hellbraune statt schwarzer Haare hat. Wird der aussortiert?

Lies nochmal nach, wie sich der Manifestationsprozess strukturiert: Step 1: Wunsch wird Dir bewusst, Step 2: Das Universum wird sofort zum Platzhalter Deiner Wünsche, sie sind alle bekannt und müssen nicht ständig wiederholt und vorgebetet werden. Step 3: Tritt aus dem Weg und lasse zu. Das bedeutet, lebe frei und fröhlich und höre auf Deine Innere Stimme und sei aufmerksam, welche Synchronizitäten sich gestalten. Vertraue dem Leben und vertraue vor allem Dir selbst.

Mir ist vollkommen unbegreiflich, wie sich eine junge Frau an so vielen Vorgaben fest klammern möchte, statt einfach einmal das Leben geschehen zu lassen. Denn nur dann, wenn Du im Fluss bist, kannst Du die Intuition hören und Synchronizitäten überhaupt bemerken und so geschmeidig Deinen Weg verfolgen. Schritt für Schritt, voller Erwartung, was um die nächste Ecke auf Dich wartet. Möchtest Du wirklich ein Leben leben, das jetzt schon fest umrissen ist? Macht es Dich froh, alles und alle zu analysieren und Situation und Menschen bis in die kleinsten Einzelheiten zu untersuchen?

Wenn Du zuerst auf die Checkliste schauen muss, ob Entfernung, Zeit, Alter, Grösse, Gehalt und was weiss ich alles erfüllt sind, bist Du mit buchhalterischen Aufgaben beschäftigt und vergisst darüber, Dich vertrauensvoll auf alle möglichen Ereignisse und Überraschungen einzulassen im Bewusstsein, dass Du in der Lage bist, das alles zu meistern und dass Deine Wünsche im Vortex nur darauf warten, dass Du locker lässt und aus dem Weg trittst.

Lieben Gruss
Loa


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Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Maike » 7. Dez 2015, 19:32

Liebe Lumo, liebe Loa,

erstmal danke sehr an Loa für den tollen Beitrag. :ros:

Lumo, unter Klarheit verstehe ich nicht, dass man alles bis ins Detail (schwingungsmäßig) planen muss. Das ist auch gar nicht möglich. Selbst wenn man sich die Mühe machte, wäre es ermüdend und wenig Freude bringend.
Die Details kommen von alleine hochgeploppt, wenn du im Fluss bist und deinem Wohlgefühl folgst. Das sind die Ideen, die plötzlich wie ein Licht im Kopf aufgehen und Freude mit sich bringen. Das ist Inspiration, die nur dann kommen kann, wenn wir die Zügel ein wenig loslassen und es uns gut gehen lassen.
All das ist Klarheit.

Klarheit ist auch, dass Gefühl hinterm Wunsch zu kennen - die Essenz - und diese zu fokussieren. Freude an dem Gefühl zu haben.

Das Universum hat den Überblick über alle Details, die zu deinem Wohlgefühl passen und das viel besser als du selbst es könntest. Kennst du nicht die Überraschung, die man fühlt, wenn man selbst feststellen muss, dass man nie gedacht hätte, dass es dieses oder jenes gefallen würde?!

Ich selber tendiere dazu, Details herauszufinden, wenn ich Angst habe, etwas könnte nicht so sein, wie ich es mir wünsche und wie es mit Spaß und Freude bereitet. Stell dir vor, du rufst noch 10 Mal nach der Bestellung beim Pizzadienst an, um den Mitarbeitern dort zu sagen, in welchem Winkel der Käse auf dem Teig liegen soll, wie dick die Olivenscheiben geschnitten sein sollen und dass der Oregano haargenau gleichmäßig verteilt werden soll.
Zeugt so ein Verhalten ernsthaft von Vertrauen in die Pizzeria bzw. in das Universum, dass alles deinen Wünschen entsprechend umgesetzt wird?

Um das abzuschließen: Es gibt sehr viel mehr Details als jene, die du zu glauben kennst, die dich beflügeln und genau zu deinem Wohlgefühl passen. Du musst sich nicht alle vorher kennen, um das Endergebnis abzusichern.

Lieben Gruß
Maike
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Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Lumo » 7. Dez 2015, 20:22

mit dem was ihr zwei tollen Menschen schreibt, erinnert ihr mich an meine liebste Berliner-Freundin Kathi. Hat noch nie etwas von LOA gehört und folgt immer ihren Impulsen.... und das möchte ich auch. Und sie plant gar nichts. Wenn ihr heute der Impuls kommt, dass sie jetzt gern in Lissabon wohnen würde, würde sie alle Hebel in Bewegung setzen und wäre nächste Woche bereits in Lissabon...

Meine liebste Kathi ist jetzt 27,5 Jahre und ein absolut offener Mensch - offen gegenüber alles & eine die immer fragt, wenn sie gern was hätte. Mit 19 zog sie mit ihrem Freund nach Dresden um dort Wirtschaft zu studieren. Beide haben dasselbe studiert und arbeiteten neben dem Studium an der Kasse in einem Penny. Er wollte kein Auslandstudium machen, sondern retour nach Berlin um das Studium dort abzuschließen. Sie ging nach Barcelona, weil sie Spanisch lernen wollte. Zuerst wohnte sie im Wohnheim und dann lernte sie 2 Mädels kennen, mit denen sie eine WG gründete. Als es ihr nicht mehr gefiel, zog sie weiter nach Madrid. Dort fand sie eine Stelle als Au-Pair. Die Familie meinte, sie würden immer am Ende der Woche bezahlen. Meine Freundin kümmerte sich täglich um die kleine Tochter, holte sie vom Kindergarten ab usw. Ende der 2. Woche wurde sie noch immer nicht bezahlt. Als sie die Tochter wieder vom Kiga abholte, fragten die dort, ob sie nicht Bock hätte direkt im Kindergarten zu arbeiten. Sie kündigte die Aupair - Stelle und arbeitete im Kindergarten. Einmal wollte sie Italienisch lernen, also zog sie für 6 Monate alleine nach Rom. Einmal wollte sie einen Marathon in New York City laufen und flog deshalb alleine nach New York. Gewohnt hat sie bei einem alten Mann, dessen Angebot sie auf couchsurfing fand. Sie fiel dann ca. 3x durch eine Prüfung im Studium in Dresden und so wurde sie gesperrt. Für sie absolut kein Problem. Sie zog dann einfach nach Wien und begann da dasselbe Studium wie ich (das war vor fast 3 Jahren - wir haben uns gesehen & es hat sofort freundschaftlich gefunkt) Gleichzeitig reichte sie auch Klage ein, weil sie das Studium in Dresden fertig machen wollte. 1 Semester in Wien und sie bekam die gute Nachricht, dass sie das Studium fertig machen darf - und zwar in Berlin. Fleißig fertig studiert und jetzt ist sie seit 3 Monaten in Istanbul. Will Türkisch lernen. Kürzlich hat sie mich gefragt, ob ich Lust hätte zu ihr nach Berlin zu ziehen - da sie im Frühjahr vielleicht retour kommt.
Lumo
 

Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon katgirl » 7. Dez 2015, 20:58

Hallo Lumo,

nimmst Du eigentlich wahr, was Dir hier an ernst gemeinten Hilfestellungen angeboten wird?

Einerseits klammerst Du Dich an Ablaufpläne und Kontrolle und andererseits antwortest Du auf Hilfestellungen in Form von seitenlangen Familien- und Freundesgeschichten.

Es interessiert nicht im geringsten was Deine Freundin macht.
Es interessiert nicht wie Deine Eltern zum Thema Geld stehen und auch nicht wer grad im Wohnheim nicht schlafen kann.
Die Frage ist: Wie denkst Du und zwar konkret? Und wie hast Du das ganze System verstanden?

Loa und Maike haben Dir hier tolle Ansätze zum Nachdenken gegeben. Ich würde mich einfach hinsetzen, es sacken lassen und durchprobieren, ob irgendein Abe Prozeß damit in Resonanz geht und anfangen ein Thema konkret zu behandeln.

Ach ja und Klarheit wünsche ich mir einfach und konzentriere mich auf das Gefühl ohne abzuschweifen.

LG
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Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Lumo » 7. Dez 2015, 21:27

katgirl hat geschrieben:Hallo Lumo,

nimmst Du eigentlich wahr, was Dir hier an ernst gemeinten Hilfestellungen angeboten wird?

Einerseits klammerst Du Dich an Ablaufpläne und Kontrolle und andererseits antwortest Du auf Hilfestellungen in Form von seitenlangen Familien- und Freundesgeschichten.

Es interessiert nicht im geringsten was Deine Freundin macht.
Es interessiert nicht wie Deine Eltern zum Thema Geld stehen und auch nicht wer grad im Wohnheim nicht schlafen kann.
Die Frage ist: Wie denkst Du und zwar konkret? Und wie hast Du das ganze System verstanden?

Loa und Maike haben Dir hier tolle Ansätze zum Nachdenken gegeben. Ich würde mich einfach hinsetzen, es sacken lassen und durchprobieren, ob irgendein Abe Prozeß damit in Resonanz geht und anfangen ein Thema konkret zu behandeln.

Ach ja und Klarheit wünsche ich mir einfach und konzentriere mich auf das Gefühl ohne abzuschweifen.

LG


was mich nicht interessiert, lese ich gar nicht erst ;)
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Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Maike » 7. Dez 2015, 21:40

Hallo Lumo,

verkehrt ist es bestimmt nicht, sich positive Beispiele anzugucken. Allerdings ist deine Freundin ein Individuum und hat ihre eigene Gedankenwelt und ihre Schwingung, die du, selbst wenn du sie bereits Jahre kennst, nicht vollständig durchblicken kannst.

Beispiele finde ich prima, um zu gucken, was ich gerne aussenden will. Wie fühlen sich diese Menschen für mich an? Was strahlen sie meinem Empfinden nach aus? Das gibt mir eine Vorstellung davon, wie sich das anfühlt, was ich will.

Du bist aber Lumo. Ein Mensch mit seinen völlig eigenen Gedanken und seiner eigenen Schwingung. Hier kannst du ansetzen und ausprobieren, welche Gedanken sich besser anfühlen. So habe ich auch Kat verstanden, by the way. 8-)

Lieben Gruß
Maike
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Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Lumo » 7. Dez 2015, 22:40

Zu dem was LOA schreibt:

1.Absatz: da kenn ich zu 1.000 % meinen Vater wieder. Jemand, der nur vor dem Fernseher sitzt und arbeiten geht. Und ausflippt und rum brüllt, wenn etwas außerhalb seiner Kontrolle liegt ZB, wenn sein Chef den Lohn statt am 15. erst am 16. überweist. Er kann nicht schwimmen und hat Angst vor Wasser. Er hat mit über 50 den Führerschein gemacht, nur auf Drängen hin von meiner Mutter. Ich durfte bis in die Pubertät nicht mal ein Butterbrot schmieren, weil ich mir ja in die Finger schneiden könnte. Bäm. Da binich dann wohl das exakte Ebenbild.

2. Absatz: Was Männer betrifft, habe ich gemerkt, dass die Einschränkungen Schwachsinn sind. Vor 3 Monaten habe ich einen Mann kennengelernt – er wohnt ein Zimmer weiter bei mir im Wohnheim und war über die Sommerferien nicht da. Wir schauen gemeinsam Filme, gehen ins Theater, wir kuscheln, ich kann mit ihm über alles reden, er tröstet mich wenn ich weine, er kommt zu mir wenn ich Umarmungen brauche usw. Er ist blond und fast 2 Meter groß. Vor einer Woche habe ich einen neuen Job begonnen, der tatsächlich genau zu meiner „Wunschliste“ passt. Chefs gibt’s keine bzw. die sind in einer deutschen Niederlassung ganz weit weg aus Wien. Die Geschäftsführerin kommt nur jede 2. Woche. Ihr Sohn ist immer da und hat gleich zu Beginn gesagt: „Ich bin ein ganz normaler Kollege.“ Ich muss mir meinen Kaffee nie selber holen. Er geht immer für mich in die Küche und bereitet ihn so zu, wie ich ihn haben will. Lobt mich immer – egal, was ich mache. Er sitzt neben mir. Da wurde mir selber klar, dass es eigentlich Schwachsinn ist, so eine Liste zu produzieren. Beide sind toll. Byebye Liste. Ich spüre bei beiden die Essenzen, das Gefühl, das ich bei einem Mann haben will.

Maike, wenn ich deine Anregungen lese: ich hab jetzt das erste Mal, das Gefühl, nicht ich bin es, die Angst hat. Ich lasse meine Eltern für mich denken bzw. deren Ängste sprechen. Ja, klingt irgendwie komisch. Mir persönlich ist es egal, wo genau ich meine Schauspielausbildung mache und was die kostet. Wenn ich wirklich nachdenke: mir ist das egal. Ich will einfach eine Schauspieluni machen, wo ist mir egal. Erzähle ich meiner Mutter etwas (Ja, ich hätte nun mal gerne diese Mutter-Tochter-Freundschaftsbasis) bombardiert sie mich mit „Wie´s?“ und ich könnte mir das ohnehin nicht leisten. Wie möchtest du da ne Wohnung finden? Wie möchtest du das finanzieren? Blabla. Es hat sich mittlerweile gebessert, weil ich nicht mehr schweige wie üblich, sondern endlich gelernt habe, ihr gegenüber meine Meinung zu sagen & das fühlt sich wirklich gut an. Ich möchte das nicht als Ausrede nutzen, sondern viel mehr für mich, dass ich den Kontakt wieder etwas lockern will. Mehr "machen", weniger erzählen. Menschen wie sie, die das "unsichtbare" nicht sehen, darf ich halt erst von einer Schauspielschule erzählen, wenn ich bereits aufgenommen wurde :kgrhl:

Ich habe mich nach euren Tipps selber gefragt, was ICH eigentlich MÖCHTE. Keine Menschen (was Familie, Freunde usw. betrifft) um Ratschläge bitten, nur mich selber. Der erste Impuls war, mich einfach an Schulen und Unis zu bewerben, die mir intuitiv sympathisch sind. Wunderbar zerstreut zwischen Ulm, Ludwigsburg, Berlin, Köln, Freiburg, Hamburg usw. Das fühlt sich wunderbar befreiend an, nicht zu wissen, in welcher Stadt ich landen werde. Kontrolle abgeben und einfach mal schauen, welche Stadt "mich nimmt".
Einer meiner Vorsprechtermine ist am Samstag, 09. Januar. „Zufällig“ habe ich dann gesehen, dass von mir bis dorthin ein Zug durch fährt & die Schule gleich daneben ist & das Ticket an diesem Wochenende nur 39 Euro kostet.

Ich war einfach nur "doof", mir Meinungen von anderen Menschen einzuholen, von denen ich insgeheim wussten, dass sie mir Zweifel und "Aufgeben" - Gedanken einflößen. :genau:

Danke euch :loveshower:
Lumo
 

Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Maike » 7. Dez 2015, 23:10

Hallo Lumo,

danke für deine Antwort.

Nun, deine Mutter kann sich nicht irgendwie verhalten ohne dass du damit etwas zu tun hast. Du warst nicht zu doof, Menschen zu befragen, die eine bestimmte Schwingung haben. Du selbst hast diese Menschen angezogen und sogar ihre Antworten. Das nur noch als Denkanschubser.

Liebe Grüße
Maike
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Re: Ich möchte KLARHEIT

Beitragvon Lumo » 15. Dez 2015, 17:44

Mir wurde auch ganz eng – bzw. bewusst, was ich da eigentlich angerichtet habe, als ich deine Antwort gelesen habe. Nachdem ich in Tränen ausgebrochen war, beschloss ich für mich, deine Antwort sacken zu lassen. Ich fühle mich dann sehr erleichtert.

Das heißt, ich hab auf der Stelle aufgehört mit Affirmationen, mich dabei zu filmen, Listen schreiben usw. und mir stattdessen gesagt: „Heute ist es, egal, wohin ich gehe, egal, was ich mache, mein vorrangiger Wunsch zu sehen, was ich sehen will. Nichts ist wichtiger, als dass ich mich gut fühle.“
Die ganze Woche habe ich mich und alles wertgeschätzt & inspirierte Handlungen durchgeführt.

Ich liebe es, mich morgens von meinen Lieblingssongs wecken zu lassen.
Ich liebe es, morgens zu duschen.
Ich liebe es, zu singen und zu tanzen.
Ich liebe es, mich mit meinen Arbeitskollgen zu unterhalten.
Uvm.

Im Büro fielen mir ( am 08.12.) dann passend Worte Abrahams ein: „Wenn du deine Schöpfung ins Sein denkst und inspiriertes Handeln folgen lässt, wirst du feststellen, dass die Zukunft bereit ist und nur auf dich wartet. Dann kannst du dein Handeln anbieten, um die Früchte deiner wahren Schöpferkraft zu genießen, statt fälschlich durch Handeln erschaffen zu wollen.“ „Wenn andere darauf bestehst, dass du die Dinge realistisch sehen sollst, beeinflussen sie dich hingehend, dass du wie ein Baum an Ort und Stelle verwurzelt bleibst. Solange du nur das siehst, was ist, kannst du nicht, darüber hinauswachsen. Du musst das sehen, was du sehen willst, wenn du jemals anziehen willst, was du sehen willst. Die Aufmerksamkeit auf dem, was ist, erschafft nur noch mehr von dem, was ist.“

Dieser Job ist genau der, den ich wollte und ich fühle mich immer gut, wenn ich an den Job denke und an die Arbeitskollegen. Ich mag alle total gerne, wir verstehen uns prima – und ich liebe es, dass ich in der Arbeit sein kann, wie ich sein möchte. Ich genieße es, dass die Aufmerksamkeit auf meinem inneren Sein, meinem „neuen“ Ich liegt. Sie kennen nur mein „Jetzt“ ...ich habe mich entschieden, eine glückliche, fröhliche, kommunikative Frau zu sein und das gleich am ersten Arbeitstag. Wir führen lustige Gespräche, lachen viel. Ich mag das.
Ich bewarb mich u.a. an verschiedenen Schauspielunis, -akademien und -schulen und bekam überall die Einladungen zum Vorsprechen.
Mein Arbeitskollege bzw. „Halb-Chef“ machte mir viele Komplimente über einige meiner Charaktereigenschaften, brachte mir ständig kostenlos Kaffee, so wie ich ihn trinke an den Tisch (ging für mich in die Küche, usw.).
An Tagen wo meine Vorsprechen sind gibt es zufällig ganz wunderbare Reiseangebote. Mein „Halb-Chef“ sagte etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Das erste war: er wünschte mir viel Erfolg, Freude und Glück für meine Vorsprechen. Und zweitens: Ich solle meine Notizzettel aufheben und ihm dann schenken als Erinnerung, dass er mich bereits kannte, bevor ich eine erfolgreiche Schauspielerin war. - Das hat mich sehr gefreut.
Ich habe dann für mich 2 „Wohlfühltexte“(im Bezug auf Männer und meine Mutter) verfasst, weil mir der, den LOA in Maikes Thread geschrieben hat, so sehr gefiel.
Das erste Mal bin ich voller Vorfreude auf die schönen Dinge und Menschen, die mich erwarten, ...ich lasse es vollkommen offen, wo ich letztendlich meine Schauspielausbildung machen werde, in welchen Ort es mich verschlägt,...
Lumo
 


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