Hilfe beim Vorstellen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Hilfe beim Vorstellen

Beitragvon lawofattraction » 22. Jan 2016, 18:30




Hallo Granny,

ich muss zugeben, dass ich an die gleichen Grenzen des Verstehens stosse wie KeinSchnee und wahrscheinlich auch Kat. Ich habe mir den Thread jetzt noch einmal durch gelesen und möglicherweise einen anderen Ansatz gefunden, um Dir ein paar Gedankenanstösse zu geben.

GrannyWeatherwax hat geschrieben:Aber der Sinn von einem Prozess wie der 'virtual reality' oder 'magical creation box' ist es doch, sich etwas Schönes vorzustellen? Abraham beschreiben da ja auch, dass man Fotos von Traumurlaubszielen oder Traumhäusern ausschneiden soll etc. - das ist ja genauso 'Aussen'.


Wenn Du eine Creation Box machst, dann tust Du das mit der Absicht, zu Deinem Thema visuelle Unterstützung zu finden, die Deine Widerstandslosigkeit fördern kann, um die Manifestation zu ermöglichen. Diese Absicht aber ist bereits mit einem Gefühl für etwas verbunden, von dem wir der Einfachheit halber einmal annehmen, dass es Dein Traumhaus wäre. Das Erstellen der CB entsteht also bereits aus einem Gefühl heraus.

Dieses Haus hast Du in Deinen Gedanken vielmals vor Dir gesehen und dazu die Gefühle gehabt, die es als Wunschobjekt erstrebenswert machen. Nun suchst Du Photos und anderes Material, das diese Gefühle verstärken kann. Und je länger Du Dir diese schönen Photos anschaust, um so tiefer tauchst Du in Deine Zukunftswelt ein und erlebst bereits im Voraus, wie sich das einmal anfühlen wird, wenn Du in Deinem Traumhaus leben wirst.

Analog zu Deinem Thema wäre Deine Bitte aber an uns nun diese: "Findet einen Weg, der für mich geeignet ist, um das zu fühlen, was Ihr gefühlt habt, als Ihr Euren Haustraum verwirklicht habt. Wie fühlt man sich, wenn man sein Traumhaus baut?" Und genau da liegt Deine fehlerhafte Annahme, dass es möglich ist, Emotionen zu erklären und von einem Menschen mit Worten so zu beschreiben, dass der andere das nachvollziehen kann.

Dein Vergleich mit der Creation Box und Dein Ansinnen gehen also von anderen Voraussetzungen aus. Bei der CB ist nämlich Dein Gefühl zu einem Thema vorhanden, das Du dadurch verstärken möchtest, dass Du Methoden suchst, die es weiter in den Manifestationsprozess schicken. Die Hilfe ist dabei auf Ebene der Emotionen durch die visuellen Reize, um eben diese bereits vorhandenen Gefühle zu verstärken.

Dein Ansinnen ist es nun aber, Gefühle mit Worten zu erklären. Also etwas, was erst einmal höchst individuell ist und von jedem anders im Inneren erfahren wird, zu beschreiben, um - ja, um was? In Dir die Gefühle zu wecken, die den beschriebenen gleich oder ähnlich sind, ohne dass Du dafür bereits einen Ansatz erkennen kannst. Erst einmal mache Dir klar, dass wir alle anders erleben, anders erfahren, anders interpretieren, anders verarbeiten und anders fühlen. Hinzu kommt der ganz individuelle Filter, durch den unsere sämtlichen Erfahrungen gehen, der wiederum familiär, gesellschaftlich und aufgrund persönlicher Erfahrungen strukturiert ist. Keine Erfahrung ist jemals die gleiche, keine Verarbeitung von Erlebtem und kein Impakt auf die persönliche Geschichte ist so wie die eines anderen Menschen.

Erzählt nun beispielsweise ein Mensch, dass für ihn Vertrauen in einer Beziehung die höchste Tugend ist, so schwingen alle diejenigen dort mit, die auch irgendwann in irgendeiner Weise mit dem Thema in Berührung gekommen sind. Wer dort keinen Knopf zu drücken hat, wird das als unwichtig nicht als erwähnenswert befinden. Man kann also die ganzen Eigenschaften und Gefühle aufzählen, die individuell in Beziehungen gerne vom anderen erfahren werden möchten und Du hast daraus immer noch kein eigenes Paket geschnürt.

Denn trotz aller theoretischen Erörterungen wird niemand in der Lage sein, in Dir solche Gefühle zu wecken, die Dir das Thema Beziehungen näher bringen können. Weil Gefühle gefühlt, aber nicht erklärt werden wollen. Genau hier ist die Grenze gesetzt, die den Verstand vollkommen unzureichend erscheinen lassen, wenn wir in unsere Gefühlswelten eintreten. Dann gibt es keine Erklärungen, keine Road Maps und Beschreibungen mehr, sondern nur das Erfahren von Emotionen - für uns allein, in unserem Inneren und aus dem heraus, was wir dort im Inneren angesammelt haben.

Statt nun die Aufgabe hier weiter zu geben, setze Dich doch einmal hin und mache eine Liste, welches die Eigenschaften sein könnten, die Du in einer Beziehung schätzt. Wobei jede Beziehung hier gemeint ist und Du Dich gar nicht auf das Freundschaftsmodell begrenzen musst. Diese Einschränkung scheint mir hinderlich, da alle Emotionen in den unterschiedlichen Verbindungen vorkommen können.

Ist es gemeinsam erlebte Freude? Die hast Du sicher schon einmal erlebt, egal mit wem. Also erinnere Dich daran und hole dies Gefühl in Dir hoch. Ist es intellektuelle Übereinstimmung? Tue das Gleiche, und gehe so Deine Liste durch und stimuliere Deine eigene Gefühlswelt, in der Du alles, aber wirklich alles finden kannst, was Dir in den Sinn kommt. Wenn es Dir nämlich in den Sinn kommt, hast Du es auch schon erfahren. Wie fühlt sich xxx an? kann Deine ständige Frage an Dich selbst sein.

Beschäftige Dich einfach mit den einzelnen Begriffen und fühle nach, welchen Anklang sie in Dir finden. Du wirst feststellen, dass Dir die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen vertraut sein wird. Auch wenn Du sie nicht unbedingt alle selbst durchlebt hast. Stimuliere Deine Phantasie, Dein Erinnerungsvermögen und Deine Vorstellungskraft statt etwas wiederzukäuen, was andere Dir vorsetzen sollen.

Im Übrigen verkompliziere das doch nicht so sehr. Dein Wunsch ist im Vortex, das Universum hält ihn als Platzhalter dort, bis Du ihn widerstandslos manifestieren kannst. Du kannst es getrost dem Universum überlassen, kreative Wege zur Erfüllung des Wunsches nach Freundschaft zu finden, während Du gemütlich auf der Couch sitzt oder die Katze streichelst und nicht krampfhaft versuchst, etwas in die Wege zu leiten, was virtuell längst erschaffen wurde.

Relax, take it easy, dann wirst Du die Schwingung aussenden, die Dir genau die Leute vor die Füsse spült, die mit Dir im Einklang sind. Ohne Listen, ohne Erklärung, ganz einfach, weil Dein Inner Being besser als selbst Du weiss, was Du alles bereits zu diesem Thema in Deinen Vortex getan hast.

Lieben Gruss
Loa


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Re: Hilfe beim Vorstellen

Beitragvon GrannyWeatherwax » 22. Jan 2016, 18:51

Liebe LOA,

vielleicht ist da der Irrtum, der sich eingeschlichen hat:

Du schreibst:

"Dein Ansinnen ist es nun aber, Gefühle mit Worten zu erklären. Also etwas, was erst einmal höchst individuell ist und von jedem anders im Inneren erfahren wird, zu beschreiben, um - ja, um was? In Dir die Gefühle zu wecken, die den beschriebenen gleich oder ähnlich sind, ohne dass Du dafür bereits einen Ansatz erkennen kannst".

Da ich auch von 'wie fühlt es sich an' geschrieben habe, stand das wahrscheinlich für euch im Vordergrund, aber das habe ich nicht primär damit gemeint... Ich weiss schon, wie sich die Dinge anfühlen sollen, und genau das was du vorgeschlagen hast (welche Eigenschaften ich in einer Beziehung schätze), habe ich schon gemacht und tue ich ständig ;) Es ist wunderbar, in jeder Situation bei einem Menschen immer etwas von einer bestimmten Eigenschaft zu finden.. :)

Was ich aber suche, sind nun 'Alltagssituationen in Freundschaften' sozusagen... ich habe mich sicher unklar ausgedrückt... Ich will nicht wissen, WIE sich andere fühlen, um das dann nachzumachen... ich möchte nur gerne wissen, WELCHE Situationen denn da so vorkommen... (in denen sich dann die anderen auch, unter anderem, gut gefühlt haben..) - ich habe einfach wenig 'Repertoire' in Freundschaften... Und genauso wie es mir Freude macht, von einem schönen Reiseziel zu lesen oder Fotos zu sehen, macht es mir auch Freude, meine Vorstellungskraft diesbezüglich wieder zu erweitern...

Wenn ich hier postings lese von Leuten, die noch dazu wirklich auf die positiven Aspekte fokussieren, dann komme ich halt viel leichter ins Erleben rein, als wenn ich ein Buch lese oder Ähnliches. Es ist auch kein Muss, es ist einfach eine schöne Gedankenreise, die ich dann mit meinen eigenen, bereits 'gespeicherten' Wünschen anfüllen kann..

Natürlich hast du mit dem relax, take it easy, völlig recht.. :) Aber ich hatte nunmal den starken Impuls diese Frage hier zu stellen ;)
GrannyWeatherwax
 

Re: Hilfe beim Vorstellen

Beitragvon Maike » 22. Jan 2016, 19:34

Hallo Granny,

ich finde, das klingt alles ganz schön anstrengend. Wozu brauchst du diese Alltagssituationen, wenn sie eben noch nicht von alleine als Bild reinrauschen wollen? Es sind Details, die von alleine kommen, wenn das Allgemeine sich festgesetzt hat. Selbst wenn es nur eine Kleinigkeit ist, die du dir immer wieder vorstellst und es fühlt sich gut an, dann reicht diese Kleinigkeit auch aus. Du bist nicht auf ein buntes Gemälde angewiesen, um dich besser zu fühlen oder um deine Fantasie genießen zu können.
Die Vorstellungskraft erweitert sich automatisch, wenn es schwingungsmäßig passt. Das sind ja für jeden Menschen völlig andere Situationen. Fußball spielen mit anderen Menschen löst bei mir z.B. gar kein Wohlgefühl aus. :kgrhl:

Sämtliche Methoden, die Abraham uns anbieten, sind ja nur dazu da, um ins Wohlgefühl zu kommen und Freude daran zu haben, nicht um etwas zu manifestieren.

GrannyWeatherwax hat geschrieben: ich habe einfach wenig 'Repertoire' in Freundschaften...


Dies hier finde ich einen ganz prägnanten Glaubenssatz. Wie wäre es denn, wenn du dazu weichere Gedanken findest? Zum Bsp. : Bisher hatte ich noch keine große Auswahl an Situationen mit Freunden. Das kann sich ändern, auch wenn ich im Moment noch nicht weiß, wie. Ich muss es auch noch gar nicht wissen. Aber ich kann mir schon mal gut vorstellen, dass es viel mehr gibt als das, was ich bislang erlebt habe. Und ich bin gespannt darauf, was das alles sein könnte. Im Moment reicht es mir aber, es für möglich zu halten, dass ich noch viel mehr erleben kann.


Liebe Grüße
Maike
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Re: Hilfe beim Vorstellen

Beitragvon lawofattraction » 23. Jan 2016, 10:45




Hallo Granny,

vielleicht klärt sich noch etwas für Dich, wenn ich Dir so meine morgendlichen Gedanken zu diesem Thread mitteile. Der mich zugegebenermassen immer noch gedanklich beschäftigt, nicht zuletzt deshalb, weil ich in Deinen Aussagen keine Linie finden kann und auch keinen wirklichen sinnvollen Hintergrund dieser seltsamen Diskussion.

Selbst jemand, der ans Bett durch Krankheit gefesselt ist oder auch ein Mensch, der im Gefängnis sitzt oder auf andere Weise isoliert ist, kann auf Menschen treffen und Freundschaften aufbauen, die für beide Seiten bereichernd sind. Es hat nichts mit der Situation zu tun, ob sich eine solche Entwicklung zeigt, sondern mit der Schwingung. Und die kann man nun einmal nicht durch Anleitung oder Beschreibung aus zweiter und dritter Hand lernen oder sich aneignen.

Wichtig sind dagegen die Gefühle, die Du beim Zusammensein mit anderen Menschen erfahren möchtest, und die hervorzuholen ist ein reiner Inside-Job. Ob jetzt beim Schachspielen oder beim Tennisspielen oder beim gemeinschaftlichen Handarbeiten oder Kochen ist vollkommen unerheblich.

Situationen sind lediglich äussere Bedingungen, die höchst unwichtig sind im Gegensatz zu der Anziehungskraft unserer Schwingung. Du könntest auf einer einsamen Insel wohnen und Besucher anziehen, wenn Deine Schwingung dem Wunsch danach entsprechen würde. Dazu musst Du auch nicht wissen, ob die per Flugzeug oder Schiff oder angeschwommen kommen, ob sie eine weisse oder schwarze Hautfarbe haben und blond oder rothaarig sind und ob männlich oder weiblich - Details sind Bedingungen und daher höchst hinderlich.

Wenn die Schwingung passt, folgt die Manifestation. Es ist absolut nicht notwendig, dazu Details aufzubereiten, wie und wo und auf welchem Wege und wann das stattfinden soll. Es reicht der Wunsch "ich möchte gerne Menschen in meinem Leben haben, mit denen das Zusammensein Freude macht und mit denen ich einen beide Seiten bereichernden Austausch erleben kann". Ist der unwidersprochen, so werden die Freunde sich zeigen - auf Wegen und in Gestalt von Menschen, die Du Dir nicht einmal vorstellen kannst.

Daher betonen Abraham auch immer das "it´s done" des 2. Schritts des Schöpfungsprozesses. Kannst Du den widerstandsfrei als erfolgt akzeptieren, wird Dir "das Universum" ungeahnte Möglichkeiten anbieten, die Dir Deinen Wunsch immer näher bringen. Du musst keine Vorlage bieten, wie und wo das geschehen soll - im Gegenteil ist das sogar meist hinderlich, da wir in unseren Gedanken und Vorstellungen recht beschränkt sind im Gegensatz zu den unsäglich vielen Möglichkeiten, die uns das Grosse Ganze kreativ präsentieren kann.

Freundschaften können sich überall entwickeln, unter anderem gibt es in dieser schnelllebigen intensiven Zeit ganz viele Kontakte, die mit Hilfe des Internets entstehen und sich auf wundervolle Weise ergeben, ohne dass die Menschen sich jemals persönlich kennenlernen. Es gibt Telefon, Emails und Skype, so dass man sich sogar von Angesicht zu Angesicht unterhalten kann. Auch in Foren haben sich aus der Diskussion und dem Teilen von Ansichten und Gedanken schon schöne Freundschaften gebildet - und zwar ganz ohne das Zutun dritter Personen, die eine Gebrauchsanleitung geliefert haben. Wichtig ist dabei immer das Sich-Einlassen auf die andere Person.

Und noch eine Anmerkung, auch wenn meine Offenheit etwas verblüffen wird. Frage Dich doch einmal, ob Du meinst, dass Deine Posts hier so gestaltet sind, dass jemand das Bedürfnis fühlen würde, Dich näher auf freundschaftlicher Basis kennenzulernen. Denn hier ist ja die Voraussetzung der Gemeinsamkeit einer Lehre gegeben, die wir untersuchen und nach der wir unser Leben ausrichten - genau so eine Situation also, nach der Du gefragt hat. Deine ehrliche Antwort darauf könnte auch ein wichtiger Indikator sein, wo Du stehst und wie Deine Schwingung zum Thema Freundschaft in diesem Moment ist. Schwingung kommt von innen - ich weiss, ich wiederhole mich - und lernt sich nicht aufgrund vorgekauter Vorschläge, wo, wie und was man mit anderen Menschen erleben könnte.

Das Leben findet nicht im Kopf statt, es ist keine praktische Anwendung von etwas, für das wir eine Gebrauchsanweisung brauchen. Leben ist Fluss, ist widerstandsloses Fliessen, ist geschmeidig mit den Inspirationen und Situationen von einem Punkt zum anderen hüpfen. Es ist auch das Einlassen auf Situationen und Personen, selbst wenn zuerst einmal gar nicht erkenntlich ist, wo ein solcher Kontakt hinführen könnte. Vielleicht ist ja Dein Briefzusteller eine höchst interessante Person, mit der Du anregende Gespräche führen könntest oder der Müllmann ist ein Schriftsteller, mit dem Du Dich bestens amüsant austauschen kannst.

Solange Du versuchst, in der Theorie zu leben oder es über die Theorie zu erlernen, wird sich Dir das "wirkliche", das ge- und erlebte Leben wahrscheinlich nicht offenbaren. Leben ist immer Wagnis, aber ein Wagnis, das dann, wenn man sich darauf einlässt, gewaltig und erstaunlich und wunderschön ist.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Hilfe beim Vorstellen

Beitragvon Kein_Schnee » 23. Jan 2016, 11:28

Liebe Loa,

JA! Zu allem was Du geschrieben hast!

Lieben Gruß,

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