Guten Morgen, wer spricht da?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon MyWay » 5. Aug 2011, 17:38

Hallo liebe Foris,

ich habe gerade den Thread „Psychisches Tief direkt nach dem aufwachen...“ gelesen. Mich plagt ein ähnlich gelagertes Problem und ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Ansichten dazu mitteilen würdet.

Ich befinde mich in einer Situation, es ist eine Herzensangelegenheit, die mir etwas Kopfzerbrechen macht. Die Einzelheiten sind für meine Fragestellung im Grunde nicht wichtig.

Womit ich nicht zu Recht komme, bzw. was ich nicht richtig interpretieren kann ist folgendes:

Immer wenn ich morgens aufwache habe ich den Gedanken und das Gefühl, mich von dieser Situation lossagen zu müssen. Es ist total schräg, da ich meist mit dem Gedanken einschlafe, dass sich schon alles zum Positiven entwickelt und ich auch große Vorfreude empfinde. Und morgens ist da diese Stimme in mir die mir sagt: du wirst das Ganze jetzt beenden, es führt sowieso zu nichts. Über den Tag verschwindet diese Stimme wieder, bis ich wieder bei dem Gefühl bin das alles gut wird.
Nun bin ich sehr verwirrt. Ich frage mich oft, ist diese Stimme meine Intuition, mein inneres Wesen? Klingt irgendwie nicht nach ihr…

In dem o.g. Thread habt ihr etwas über die Kluft zwischen dem Inneren Wesen und dem kleinen Ich geschrieben.

Ich wäre dankbar, wenn ihr mir mitteilt, was ihr zu meinem Problem denkt.

Herzlichen Gruß
MyMay
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Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon Allerleirauh » 6. Aug 2011, 02:30

Hallo MyWay!

Die Stimme Deines Inneren Selbsts ist immer jene, die sich besser anfühlt. Die Dir gute Gefühle gibt, bessere Gefühle, jenachdem wo Du dich gerade auf der Emotionsskala befindest. Sie fühlt sich immer an wie Hoffnung und wie "es wird schon alles gut"...

Eine gute Nacht noch... oder guten Morgen :lieb:

Alles Liebe,

Allerleirauh
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Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon schwimmerin » 6. Aug 2011, 05:47

Guten Morgen, MyWay

das Psychische Tief morgens kenne ich auch - wenn ich wach bin, hab ich den Drang, gleich aufzustehn. im Laufe des Tages wirds besser, abends schlafe ich mit guten Gefühlen ein, ja das alles gut wird irgendwie.

MyWay hat geschrieben:Immer wenn ich morgens aufwache habe ich den Gedanken und das Gefühl, mich von dieser Situation lossagen zu müssen.


Auch bei mir gehts um eine Herzensangelegenheit. Ich habe das Gefühl, ich muss bald eine Entscheidung treffen...und das ängstigt mich sehr. Leider kann ich dir nicht helfen, aber kann dich verstehn. Was immer dieses Gefühl morgens ist, es fühlt sich nicht gut an....

Das wär meine Erklärung, für meine persönliche Situation.

Liebe Grüße
Schwimmerin
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Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon Maria » 6. Aug 2011, 07:27

Hallo Ihr Lieben,

Ich kenne das sehr gut, man schläft abends mit einem “guten” Gefühl ein und wacht mit einem “schlechten” auf. Das hat mich auch sehr gewundert, denn Abraham meinen ja, dass ich immer dort aufwache, wo ich einschlafe.

Nun kann es natürlich sein, dass ich morgens so schnell wieder in alte Denkmuster verfalle, dass ich das “gute” Gefühl wegdrücke und zwar so schnell, dass ich es gar nicht mehr bewusst registriere… Das mag ein Faktor sein, aber wie Ihr beiden geschrieben habt und wie auch ich es oft erfahren habe, ist es doch so, dass man die meiste Zeit tagsüber gut drauf ist und sich wohl fühlt und positiv denkt… also wie jetzt?

Ich habe vor ein paar Tagen etwas entdeckt, was die Sache zumindest zum Teil für mich erklärt, dazu will ich etwas ausholen, sonst wird es nicht verständlich:

Seit einiger Zeit höre ich mir eine Entspannungs-CD an, auf der ganz besonders auf positive Gefühle und die zugehörigen Körperempfindungen eingegangen wird. Ich habe in diesem Forum schon davon berichtet (Thomas Klüh: Das Isses - ich will hier keine Werbung machen, aber es ist eben so ;-)))
Ich habe die Tonspuren, zusammen mit viel guter Musik auf einen Mini-Mp3-Player geladen (ich sage nun immer Vortex-Player dazu). Jedenfalls liegt meine Konzentration nun sehr stark auf “das in meinen Körper spüren und wahr nehmen” beim positiven Fühlen. Ich nehme meine Gefühle nun erst richtig wahr und weiß immer besser was mir mein Körper gerade sagen will. Es ist unglaublich, aber meine Erfahrung ist, dass ich mich früher und zum großen Teil auch heute noch “falsch einschätze”, was mein Gefühlsleben angeht.

Ich bin wohl tagsüber durch die ganzen Sinneseindrücke, die von außen auf mich einwirken oft sehr abgelenkt und schätze meine Gefühle eher vom Kopf her ein. Die Gedanken gehen blitzschnell in meinem Kopf und lauten in etwas so: “ich sollte mich in einer solchen Situation doch gut fühlen - also wird das wohl so sein”. Ich erwische mich oft dabei zu “faul” (oder zu abgelenkt) zu sein, um noch lange in meinen Körper/in mich hinein zu spüren.

Richtig krass fällt mir das auf, wenn ich mich zu hause tagsüber auf mein Bett lege und die Tonaufnahmen von Thomas höre. Das fällt mir auf, dass ich die ganze Zeit gedacht habe, es ginge mir gut und doch noch einige Minuten brauche, bis ich mich tatsächlich wohl fühle und dieser krasse Unterschied zwischen “vermeidlich wohlfühlen” und “tatsächlich wohlfühlen” so richtig deutlich wird.

Möglicherweise ist es ähnlich, wenn ich morgens aufwache, die Verbindung mit dem IB war die ganze Nacht so stark und ist als Vergleichsmöglichkeit (unbewusst) noch stärker vorhanden und deswegen fällt es mir um so krasser auf.

Für mich habe ich aus dieser Geschichte gelernt, dass Konzentration auf mein Inneres sehr wichtig ist und es sich für mich lohnt mehr Aufmerksamkeit und Energie für mich und mein Körpergefühl bereit zu stellen - also dem noch mehr Raum zu geben.

Soviel zu meinen Erfahrungen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen weiter…

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende

Maria
Maria
 

Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon MyWay » 6. Aug 2011, 09:44

Guten morgen ihr Lieben,

ersteinmal vielen Dank, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, über mein Anliegen nachzudenken und zu antworten.

Ich habe bemerkt, dass ich mich nicht ganz klar ausgedrückt habe, sorry dafür.

Die Stimme, die ich nach dem Aufwachen höre, fühlt sich nicht negativ an. :nachdenk:
Sie ist anders, aber nicht negativ.

Nachdem ich gestern noch lange im Forum gelesen habe, hat die Stimme heute morgen das erste Mal geschwiegen. Ich hatte auch einen Traum der mir sagte hat, ich habe ja immer mehrere Optionen.

Es ist sehr verwirrend. Normalerweise wenn ich die die "Eingebung" habe "lass los" gibt's da keine großen inneren Diskussionen, der Weg ist dann klar.

Ich würde es gern genauer in Worte fassen was ich meine, aber ich bekomme das gerade leider nicht hin...

Herzliche Grüße
MyWay
MyWay
 

Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon ZaWo » 6. Aug 2011, 10:40

Lass den Zwang eine Entscheidung treffen zu müssen los. Wenn du keine Entscheidung treffen kannst, dann triff halt keine und wende dich anderen Dingen zu. Lass das Thema los.

So vielleicht? :huhu:
ZaWo
 

Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon MyWay » 6. Aug 2011, 11:11

ZaWo hat geschrieben:Lass den Zwang eine Entscheidung treffen zu müssen los.


Liebe ZaWo, liebe Mitleser,

über diesen Satz habe ich herzlich gelacht, vielen Dank dafür.

Ich sehe mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht. Danke, dass du mich in die Vogelperspektive gehoben hast :danke:

Diese morgentlich Stimme hat etwas sehr energisches...fast schon kämpferisch. Ich weiß nicht, ob es alte Glaubenssätze sind, die da um ihr Überleben kämpfen oder was immer da gerade meint, mit der Faust auf dem Tisch hauen zu müssen :rleye: Und ich frage mich, ist das überhaupt wichtig? :kgrhl:

Ich bin mal wieder viel zu viel mit denken beschäftigt, statt mich dem Fühlen zuzuwenden.

You made my day.

Herzlich
MyWay
MyWay
 

Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon MyWay » 6. Aug 2011, 12:24

Liebe Schwimmerin, liebe Mitleser,

ich hoffe, ich darf was ich sagen möchte auch in dieser Form hier so bringen. Falls ich etwas falsch mache, den Thread verwurste oder zitiere wo und wie es nicht erwünscht ist, bitte ich um Rückmeldung, danke.

Also, liebe Schwimmerin, da du dich in einer ähnlichen Situation befindest, möchte ich dir mitteilen was mir durch den Kopf geht, in der Hoffnung, dass es dir dienlich ist.

Ich habe ja letzte Nacht noch eine ganze Weile im Forum gestöbert und heue Vormittag versucht zu verdauen, was ich glaube verstanden zu haben.

LoA schrieb an anderer Stelle (ich weiß jetzt leider den Thread nicht mehr, hab’s mir nur rauskopiert, weil ich es so genial fand):
„…
Was wir wirklich an anderen Menschen, und da besonders an unserem Partner, schätzen, ist das Gefühl der Aufmerksamkeit und Liebes-Würdigung (neue Wortschöpfung), die uns der andere entgegenbringt. Das katapultiert uns direkt in den Vortex und natürlich liebt man dann zurück und wird wieder geliebt. Im Prinzip eine reine Bedürfnisbefriedigung. Warum ist das so? Weil wir uns meist selbst nicht als so liebenswert und liebenswürdig erachten, wie das andere tun und eine Abhängigkeit entwickeln, in den Vortex zu kommen durch diese andere Person, das dann Liebe nennen. Und wenn die Partnerschaft zerbricht, fliegt auch die Liebe, die ja nie bedingungslose Liebe war, mit aus dem Fenster.

Abraham sagen ja auch, wenn jemand traurig ist, weil er verlassen wurde oder jemand gestorben ist: "Du vermisst ihn nicht, weil er nicht mehr um Dich ist, sondern weil Du das Gefühl vermisst, was er in Dir hervorrufen konnte - das Angebundensein an an die Quelle. Er ist schliesslich immer noch da, nur nicht mehr als Überbringer der guten Gefühle, die Dich in den Vortex katapultieren".

…“

Mit diesen Zeilen, zusammen mit dem was ZeWo mir schrieb, hat es so richtig „boiiing“ in mir gemacht. Meine Gedanken dazu:

Was will ich denn wirklich? Ich will im Flow sein (das, was hier „Vortex“ genannt wird, glaube ich verstanden zu haben).
Da geht es mir gut. Da gibt es keinen Mangel. Da gibt es auch keine Fragen mehr. Das ist der Ort, an dem ich dieses Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekomme. DA, genau DA will ich sein. Ich will überlaufen voller Lebensfreude. Ich will wie ein Kind vor mich hin kichern.

Nun taucht diese Herzensache auf, und - schwupp - bin ich genau da. Ich bin so verknallt, das die Heide wackelt. Ich bin im Flow. Doch was ist, wenn die Herzensache nicht auf Gegenseitigkeit beruht? Oder wenn sie sich gar von mir entfernt? Dann bekomme ich die nackte Panik. Wie ein Junkie, dem man seinen Stoff wegzunehmen droht. Verlustängste hoch28.

Und jetzt kommt mein „boiiing“: Ich habe nicht Panik das diese Herzensache verschwindet. Das glaube ich bloss. Was mir solche Schmerzen bereitet das es mir den Atem nimmt, ist nicht die Möglichkeit, die Herzensache zu verlieren. Was diesen unverträglichen Schmerz macht ist: es haut mich aus dem Flow! Die Verbindung zu meinem Inneren Wesen wird gekappt!
Ich bin der Illusion aufgesessen, diese Herzensache zu brauchen, um im Flow zu sein!
Doch das ist ein fataler Irrtum. Selbst wenn ich mutterseelenallein auf einer einsamen Insel sitze, kann ich im Flow sein! Was für eine Erleichertung!

Die Herzensache will nicht wie ich will? Sie will mich vielleicht gar nicht mehr? NA UND??

Es geht um den Flow, DAS ist was ich will.

Herzliche Grüße
MyWay
MyWay
 

Re: Guten Morgen, wer spricht da?

Beitragvon Bine » 7. Aug 2011, 07:04

Guten Morgen MyWay

:danke: du hast mir damit grad einen grossen Knopf geöffnet.......

einen schönen gemütlichen Sonntag euch allen

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